Edward Cullen – Die Verwandlung, Teil 3

"Twilight" / "Die Verwandlung" gehören mir nicht und ich verdiene kein Geld mit dieser FF.

Er kann meine Stimme hören, obwohl ich nicht spreche? Interessant."
„Nun, Edward ... Ich werde ganz vorne beginnen. Noch vor einigen Tagen hast du in einem Krankenhaus im Sterben gelegen. Daran erinnerst du dich ja scheinbar noch."
Edward nickte.
„Deine Mutter hat mich kurz vor ihrem eigenen Tod dann darum gebeten, alles, was in meiner Macht steht, zu unternehmen, um dich vor dem Tod zu retten. Als ob sie gewusst hätte, was ich bin. Anfangs war ich mir nicht sicher, ob ich das wollte – denn die Verwandlung in einen Vampir ist mit höllischen Schmerzen verbunden, sowohl vor als auch nach der Verwandlung."
Tatsache, dachte Edward und nickte erneut. Er konnte sich an jede einzelne schmerzhafte Sekunde der Verwandlung erinnern. Und als ob das nicht genug Schmerz gewesen wäre, loderte nach demBeginn seines Vampir-Daseins ein scheinbar unlöschbares Feuer in seinem Hals.
„Schließlich stand ich an deinem Bett und entschloss mich dazu, dich zu verwandeln. Dazu musste ich dir mein Gift durch einen Biss injizieren, ohne dich dabei zu töten. Das war nicht einfach, aber ich konnte glücklicherweise schnell von dir ablassen. Nachdem das Gift in dir war, hast du dich vor Schmerzen gekrümmt und geschrien."
Edward schloss seine Augen bei der Vorstellung an diese höllischen Schmerzen.
„Daran kann ich mich noch ganz genau erinnern.", sagte Edward. „Ich wäre lieber gestorben als auch nur eine weitere Sekunde dieser Schmerzen zu ertragen. Es war grausam. Als ob jemand meine Blutgefäße mit Benzin gefüllt und angezündet hätte."
Carlisle legte Edward eine Hand auf die Schulter.
„Es ... Es tut mir leid.", murmelte er dabei.
Plötzlich entfernte Carlisle seine Hand und trat einige Schritte zurück, als ob er einen Stromschlag abbekommen hätte.
Jetzt nicht. Nicht, solange er die Stärke eines Neugeborenen besitzt."
„Wieso sind sie so erschrocken? Stimmt etwas mit mir nicht?"
Carlisle seufzte.
„Nun, Edward ... Das Leben als Vampir bringt nicht nur furchtbare Schmerzen, sondern auch einige weitere Änderungen mit sich. Deine Haut - nein, dein ganzer Körper ist steinhart und verwertet das Blut, das zum Zeitpunkt deiner Verwandlung in dir vorhanden war. Deshalb sind deine Augen so rot. Nach deiner Verwandlung funktionieren deine fünf Sinne perfekt und du bist unglaublich stark, weil dein Körper vorerst genug Blut enthält. Du solltest wissen, dass wir Vampire stärker werden, nachdem wir Blut getrunken haben – vor allem, wenn es sich um menschliches Blut handelt."
Edwards Augen blickten begieriger denn je.
„Ich werde Sie nicht verletzten, Doktor Cullen. Versprochen. Wo wir gerade von Blut sprechen ... haben sie noch einen Becher für mich? Bitte. Mein Hals brennt so furchtbar."
Der Arme."
Carlisle verschwand augenblicklich und stand wenige Momente später mit einem weiteren Becher voller Blut vor Edward.
„Natürlich."
Edwards Lippen zogen sich zurück und seine perfekten Zähne wurden sichtbar.
„Was ist das für eine Flüssigkeit, die mir jedes Mal, wenn ich Blut trinken will, in den Mund schießt?"
Carlisle hielt eine Hand über den Becher, bevor er antwortete.
„Das ist das Gift. Es wird dir jedes Mal reflexartig in den Mund schießen, wenn du Blut riechst oder trinken willst."
Nun gab er Edward den Becher. Edward trank den Becher im wahrsten Sinne des Wortes leer: Nachdem er ihn ausgetrunken hatte, sah der Becher aus wie gerade gewaschen.
„Danke."
Carlisle lächelte.
„Nun, willst du mehr über deine neuen Eigenschaften erfahren?"
Es könnte ihn ja interessieren."
Edward überlegte.
„Ich bin jetzt steinhart, unglaublich stark, blutrünstig und meine 5 Sinne funktionieren perfekt. Gibt es sonst noch was zu wissen?"
Carlisle nickte.
„Ja. Du bist jetzt unsterblich. Du wirst für immer 17 bleiben. Für die normal sterblichen Menschen wirst du zudem eiskalt sein."
Edward war erstaunt. Für immer 17? Das klang nach einer fairen Gegenleistung für die Schmerzen, die er ertragen musste.
Während er darüber nachdachte, schossen die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster hinter Edward auf Carlisles Gesicht.
„Sie ... Ich ... Vampire funkeln im Sonnenlicht?!", fragte Edward leicht verwirrt.
Carlisle nickte. Erst jetzt fiel Edward auf, dass Carlisles Gesicht makellos war. Er starrte ihn wie paralysiert an.
„Ja. Außerdem erlangen wir Vampire nach der Verwandlung unendliche Schönheit. Jedenfalls für menschliche Verhältnisse."
Er hat doch schon sein Spiegelbild gesehen. Wieso ist ihm das nicht schon dabei aufgefallen?"
Edward nickte, als ob er auf Carlisles Gedanken antworten würde.
„Und wieso kann ich ihre Stimme hören, obwohl sie nichts gesagt haben?"
Carlisle überlegte, wie er verfahren sollte, um Edward diese Frage möglichst genau zu beantworten.
„Ich habe da eine Vermutung, Edward. Kannst du mir bitte Bescheid sagen, wenn du das nächste Mal meine Stimme hörst?"
„Natürlich.", entgegnete Edward.
Carlisle konzentrierte sich.
Kannst du mich hören?"
„Jetzt!", schrie Edward beinahe schon.
Verwunderung machte sich auf Carlisles Gesicht breit.
„Und ... was hast du gehört, Edward?"
„Sie haben mich gefragt, ob ich Sie hören kann! Habe ich Recht?"
Carlisles Augen wurden immer größer, bis ein erstauntes Lächeln sein Gesicht zierte.
Du ... du kannst meine Gedanken lesen, Edward?"
Edward grinste.
„Ja, das kann ich scheinbar. Und scheinbar nicht nur Ihre Gedanken, Doktor Cullen!"
Dann bist du einer der wenigen Vampire, die nach ihrer Verwandlung eine besondere Fähigkeit haben. Unglaublich."
„Das ... ist ... verrückt! Nicht nur, dass ich jetzt ein unsterblicher und blutrünstiger Vampir bin, nein, ich kann auch noch Gedanken lesen!"
Carlisle nickte.
Und, wie fühlst du dich jetzt als neugeborener Vampir, nachdem du alles weißt?"
Edward schob seine Lippen wieder über seine Zähne. Er wollte Blut. Mehr Blut.
„Ich denke, dass Sie das wissen."
Carlisle seufzte.
„Ja, das weiß ich wohl. Dann komm doch mit mir in die Küche, dort habe ich einige Vorräte an Blut."
Übrigens, ich bin Carlisle. Du kannst mich ab sofort duzen, wenn du willst."
Edwards Lippen verzogen sich zu einem leichten Lächeln.