„Wo geht er denn jetzt bitte hin?" fragte Harry besorgt. Ginny winkte seine Sorgen mit einer lässigen Handbewegung ab. „Wahrscheinlich wieder ins Fitnesscenter zum Bodybuilding."
Ron starrte verwirrt an.
„Wieso sollte er? Ich habe ihm doch ausdrücklich klargemacht, dass ich nichts von ihm will!"
Niemand antwortete ihm.
Plötzlich räusperte sich jemand und alle im Raum wandten sich blitzartig um.
Hermine stand mit verheultem Gesicht, rot geäderten Augen und einem weiten verwaschenen Pullover am Türrahmen.
„Was war denn jetzt hier wieder los?" keifte sie empört.
„Neville hat mich auf dem Gang ja fast umgerannt!"
Auf einmal erhob sich Draco.
„Vielleicht hat er ja auch so eben, wie manch anderer, erfahren, dass seine Freundin von einem hässlichen, verblödeten Wiesel schwanger ist?"
Er schritt langsam auf die Tür zu, schubste Hermine zur Seite, und stolzierte hinaus auf den Flur.
Hermine blickte ihm mit Tränen in den Augen hinterher.

„Hä?" fragte Ron, sichtlich noch verwirrter.
„Dracos Freundin hat was mit einem Wiesel?"
Wieder wurde er von keinem beachtet.
Hermine stieß nur ein kurzes, verzweifeltes Schluchzen aus und Ginny schnaubte missmutig.
Ron sah Hermine verwundert an.
„Heulst du aus Mitleid wegen Dracos Freundin? Ach komm!"
Er tätschelte ihr besänftigend die Schulter.
„Das brauchst du doch nicht! Ich wette für das Mädchen war dieser Wiesel mal eine sehr interessante Abwechslung! Ich meine schau dir Malfoy mal an… der ist doch absolut-…"
Hermine unterbrach ihn mit einem zornigen Aufschrei, stieß ihn wütend zur Seite, und stürmte nun auch nach draußen.
Ron rannte ihr mit einem letzten erstaunten Blick auf Ginny und Harry wortlos hinterher.
Ginny atmete laut rasselnd ein und blickte Harry mit einem sehr seltsamen Gesichtsausdruck an.
„Draco war ziemlich auffällig, oder? Jetzt hat er sich endgültig verraten!"

Harry nickte.
„Ich frage mich echt wieso sie den nicht bald in der Nervenklinik einliefern, statt ihn weiterhin da arbeiten zu lassen… Zuerst bildet er sich ein er habe eine Freundin, und danach tut er auch noch so, als habe die etwas mit Tieren! Ich denke nicht einmal Parkinson würde sich mit Insekten einlassen!"
Ginny fasste sich verzweifelt an die Stirn.
„Erstens, ist ein Wiesel kein Insekt und zweitens denke ich, dass Hermine einmal mit Malfoy zusammen war. Deswegen reagiert er aus so merkwürdig!"
Harry verdrehte die Augen.
„Ihr Frauen und eure bizarren Theorien! Auf was für einen Unsinn ihr doch manchmal kommt…"
Ginny zuckte gleichgültig mit den Achseln.
„Von mir aus werter Herr! Wir werden ja sehen wer Recht hat!"

„Hermine?" rief Ron laut und hämmerte an ihre Tür.
„Hermine?!? Mach auf! Was ist denn los?"
Ein lautes Knurren, gefolgt von einem herzhaften Schniefen drang durch die Tür.
„Ron! Hau ab!"
„Aber was habe ich denn gemacht?" fragte Ron sichtlich interessiert.
Hermine fluchte laut auf und riss die Türe auf.
„Du willst wissen was du getan hast? Nichts! Nichts hast du getan… das ist es ja du unvorsichtiger, kleiner (automatische Zensierung der braven Autorin g Ich muss schließlich jugendfrei bleiben )
Ron wimmerte theatralisch.
„Hermine… ich fühle mich zutiefst gekränkt!"

Ron lächelte und steckte behutsam seine Hand in die Tasche.
„Weißt du was, Hermine? Ich habe dir das perfekte Geschenk mitgebracht!"
Hermine begann zu strahlen.
„Rosen?" riet sie vergnügt.
„Oh, Ron!"
Ron jedoch schüttelte spöttisch den Kopf.
„Rosen? Pah! Etwas weit besseres!"
„Gibst du mir einen Tipp?" zwitscherte Hermine und klimperte mit den Augen.
Ron grinste noch breiter.
„Klar! Also… es hilft dir herunterzukommen, zu relaxen, den Alltag hinter dir lassen, alles um dir herum vergessen, zu entspannen, deinen Träumen nachzugehen…"
Hermine sah immer entzückter aus.
„Ähhm? RON! Wir fahren in den Urlaub?"
Ron schluckte, doch Hermine beachtete ihn nicht und fuhr begeistert fort.
„Juhuu Ronny! Hawaii? Ich liebe Hawaii?"
„Hawaii?" erwiderte Ron.
„Nein, ich mag Europa nicht so." schloss er schließlich.
„Seit wann ist Hawaii in Europa?" fragte Hermine verwirrt.
„Schon immer?" schlug Ron vor.
„Wie auch immer… keine Reise. Es ist, wie gesagt etwas fantastisches und unglaubliches! Eine Reise wäre mir viel zu wenig für dich."
Hermine lächelte charmant.
„Sag jetzt endlich, Ronnyleinchen!"
Ron zog endlich die Hand wieder aus der Tasche.
„Hier Hermine! Ein Joint!" er zwinkerte.
„Erfüllt dir alles was du möchtest."

Draco saß schweigend in seinem Zimmer und betrachtete ein Bild von Hermine.
Was war denn bitte so besonders an ihr?
Gut, gut! Diese vorstehenden Zähne hatten ihn schon immer angemacht, aber seit die auch verschwunden waren wusste er wirklich nicht was ihn an Hermine so reizte.
Vielleicht weil sie einfach alles war, gegen das er sich immer aufgelehnt hatte.
Ein Schlammblut, eine Streberin, ein Löwe (von den Haaren her jedenfalls) Freundin von Potter und Weasley, Beschützerin von Longbottom…
Aber wie es aussah kam er dennoch nicht von ihr los.
Langsam fasste er einen Entschluss.
Er würde es Hermine heimzahlen… dafür sorgen, dass sie beinah umkam vor Eifersucht.
Er benötigte vorerst eine gut aussehende Freundin. Also fiel Pansy schon einmal automatisch aus.
Aber Dracos Problem war einfach, dass sich hübsche Mädchen nicht mit ihm einließen.
Tzzz! Ihr Pech.

Wie auch immer… etwas musste er tun.
Zuerst spielte er mit den Gedanken auch ein Kind von jemand anderem zu bekommen, aber dann fiel ihm blitzartig ein, dass er ja leider nicht so einfach schwanger werden konnte.
Wieso war er eigentlich keine Frau? Das hätte ihm vieles erleichtert.
Sollte er-…

NEIN!

Was war denn los mit ihm? Hermine musste ihn wirklich langsam verrückt machen, wenn er tatsächlich schon mit derartigen Gedanken spielte.
Natürlich gab es auch noch andere Möglichkeiten:
Er brachte sich selbst um… Ne! Lieber nicht, denn dann hätte Hermine ja freie Bahn.
Er brachte sie um! Ja… das war eine tolle Idee. Mit einem einzigen Nachteil.
Wem würde das etwas bringen? Wahrscheinlich würde er Weasley damit sogar einen Gefallen tun.
Prima, er nahm sich Weasley vor! Aber das würde andererseits auch nicht viel verändern.
Anscheinend nützte Draco Amoklaufen und wahlloses Ermorden nicht sehr viel, denn nach einiger Zeit verwarf er diese einladenden Gedanken. Rache würde ihn in diesem Fall (war wohl eine Ausnahme…) nicht weiterbringen.
Draco erhob sich allmählich. Endlich hatte er einen Plan.
Eine einfach nur grandiose, großartige, ausgezeichnete, brillante, erstklassige, exzellente, fabelhafte, geniale, hervorragende, fantastische, famose (Okay, Okay!… ich höre ja schon auf :p )
Idee.
Draco machte sich auf den Weg zu Hermines Zimmer.
Hermine sah auf. Es hatte eben geklopft,

„RON HAU AB!"
Stille… dann:
„Ich bin nicht Ron!"
Hermine schrak zusammen.
„Draco?!" „Komm rein!"
Draco trat ein und schloss die Türe hinter sich.
„Hermine?"
"Ja?" fragte Hermine zaghaft.
„Ich… es tut mir Leid."
„Was?" fragte Hermine zerstreut.
„Ich wiederhole das jetzt sicher nicht noch einmal!" knurrte Draco bissig.
„Das war das erste und letzte Mal in meinem Leben, dass ich diesen Satz ausgesprochen habe.
Also… Entschuldigung angenommen?"
Hermine nickte.
„Gut… dann muss ich dich jetzt was fragen!" lächelte Draco

Harry und Ron saßen am Tisch, während Ginny den Tisch zum Abendessen deckte.
„Was ist denn das?" fragte Harry vorsichtig und deutete auf das undefinierbare Ding, was Ginny gerade auf den Tisch gestellt hatte.
Ginny sah ihn perplex an.
„Lasagne… sieht man doch?"
Harry warf ihr einen niedergeschmetterte n Blick zu.
„Lasagne? Ich… ich dachte das wäre Rührei!"
Ginny brummte. „Ha ha. Sehr lustig! Kannst du selber besser kochen oder was?"
Bevor Harry eine nicht minder schlagfertige Antwort zurückgeben konnte traten jedoch Draco und Hermine Händchen haltend in den Raum ein.
Ron riss die Augen auf.
„Was ist denn hier los?"
Hermine lächelte ihn nur verträumt an und setzte sich mit Draco an den wackligen Tisch.
Ginny warf Harry einen „Siehst- du- ich- hatte- wie- immer- Recht- Blick" zu und begann frustriert die (angebliche) Lasagne in sich reinzuschaufeln.

„Wir müssen euch etwas mitteilen!" trällerte Hermine fröhlich.
Harry seufzte und warf einen kurzen Blick auf Ron. Das konnte ja heiter werden…
Hermine hatte aber schon ohne Vorwarnung zu plappern begonnen.
„Vorhin kam Draco in mein Zimmer, kniete sich mit einer Rose im Mund-…"
„-…Mit einer Rose im Mund?" unterbrach Ginny sie verblüfft.
Draco zuckte mit den Schultern.
„Nicht das ich wüsste."
Hermine verdrehte genervt die Augen. „Nicht einmal ein bisschen künstlerische Freiheit lasst ihr mir! Na ja… dann halt ohne Rosen. Wo war ich eigentlich?"
„Beim hinknien." Ergänzte Harry tonlos.
„Ah… also er kniete sich vor mich hin, sah mich mit seinen umwerfenden Augen an und fragte mich mit seiner unglaublichen, süßen, wunderbaren-…"
Diesmal unterbrach Draco sie hastig.
„Wir ersparen ihnen besser die Details. Kurz und gut: Ich habe Hermine einen Antrag gemacht, und sie hat ihn angenommen!"
Ginny starrte Harry beleidigt an. „Siehst du wie romantisch Malfoy ist? Aber du…
Du hast mir nie etwas anderes als Pralinen mitgebracht… und die Pralinenschachteln waren meistens sowieso schon leer, weil du sie auf dem Weg schon gegessen hattest. Außerdem…"

Ron übertönte Ginny genervt, und rief: „Hermine?"
„Ja?" erwiderte Hermine und schenkte ihm ein boshaftes Lächeln.
„Was ist?"
Ron räusperte sich und sagte mit einem gezwungenen Grinsen.
„OK… Spaß beiseite! Du brauchst nicht so tun als ob du Malfoy heiratest nur damit ich dich beachte.
Im Ernst! Leider bin ich im Moment ja ziemlich begehrt, aber ich halte dir auf jeden Fall einen Platz auf meinem Terminkalender frei, falls mal ein Mädchen ausfallen sollte."
Hermine sah ihn halb verärgert, halb spöttisch an. „Ron, das ist kein Witz!"
Rons Grinsen verschwand dennoch nicht.
„Hermine du warst noch nie eine gute Schauspielerin…"
Hermine fluchte erzürnt, doch Ron gluckste nur.

Hermine wandte sich auf einmal Ginny zu. „Würdest du meine Trauzeugin werden?"
Ginny nickte. „Gern, aber-…"
Hermine ließ sie nicht ausreden.
„Da gebe es noch ein Problem." Murmelte sie
„Harry?"
„Ja?" antwortete Harry perplex.
„Du weißt doch, dass sich die ganze Familie von Draco und seine gesamten Bekannten und Freunde im Moment leider bedauerlicherweise im Gefängnis aufhalten, oder?"
„Ja? Soll ich sie da rausholen oder was?" fragte Harry stirnrunzelnd.
Hermine schüttelte den Kopf.
„Nein. Was viel leichteres! Du machst einfach nur den Trauzeugen für Draco."
Harry riss entsetzt den Mund zu einer (bestimmt negativen) Antwort auf, verstummte jedoch unerwartet und schaute mit einem fassungslosen Blick zur Tür.

Da stand Neville… und er war nicht allein!

Harry konnte es nicht fassen…
„Dudley?" keuchte er entgeistert.
Es gab keinen Zweifel… da stand sein fetter Vetter und grinste ihn hämisch an.
„Das ist doch dein Cousin?" fragte Ron neugierig und schien seine Empörung Hermine gegenüber gänzlich vergessen zu haben.
„Sieht so aus…" murmelte Harry.
Hermine seufzte, da ihr eben die Show gestohlen worden war, und wandte sich stöhnend zu Neville um.
„Wieso bringst du einen Muggel hierher? Das ist ja die Höhe…"
Neville zog Dudley zu sich. „Das ist nicht irgendein Muggel!"
Ginny vergrub ihr Gesicht verzweifelt in den Händen und zischte zwischen gefletschten Zähnen hervor:
„Neville! Auch wenn es Harrys Cousin ist… du darfst ihn trotzdem nicht mitbringen."

"Er ist nicht nur Harrys Cousin." Erwiderte Neville stolz.

„Er ist mein Verlobter!"

Ron begann wie wild zu kichern.
„Wollt ihr mich heute alle verarschen, oder wie sieht's aus?"
Keiner reagierte…
Ginny hatte die Augen so weit aufgerissen, dass sie schon leichte Ähnlichkeit mit Luna Lovegood bekam, Harry fächerte sich Luft zu, Hermine rollte mit den Augen, und Draco saß nur geistesabwesend da, und schien von all dem nicht sehr viel mitbekommen zu haben.
„Aber… wieso?" flüsterte Harry schluchzend und schnäuzte sich herzhaft mit der Serviette.
„Wiesooo? Warum tust du mir das an, Neville? Ich hätte gedacht ich bin Dudley endlich los… und jetzt so etwas…"
Ginny klopfte ihm besänftigend auf die Schluter.
„Gehen wir zusammen in den Vorgarten?"
Harry nickte und folgte ihr aus der Küche.
Gemeinsam schritten sie nun in den kleinen, hässlichen Garten, und setzten sich dicht nebeneinander auf eine schäbige, giftgrüne (und sehr dreckige) Hollywoodschaukel.

Harry schniefte noch mal. Ginny nahm ihn in den Arm.
„Ich weiß das muss ein sehr schwerer Schlag für dich sein."
Harry heulte sich herzergreifend an ihrer Schulter aus.
Ginny schob ihn vorsichtig wieder weg und betrachtete missbilligend den riesigen Fleck, der sich auf ihrer Schulter gebildet hatte.
„Pass lieber mal auf wo du da hinheulst! Dieses Oberteil war brandneu."
Harry wischte sich die Tränen ab.
„Sorry, aber das ist ungerecht… So verdammt ungerecht!"
Ginny legte ihm ihre Hand auf das Knie und nickte zustimmend.
„Du hast Recht… die Welt ist einfach so unfair. Vorgestern ging ich noch mit Hermine einkaufen und da war so eine Dolce & Gabbana Hose. Sie hatte genügend Geld, aber wollte sie nicht kaufen, während ich nicht einmal genügend für einen-… Harry?"
„…Was?" fragte Harry zerstreut und sah sich verwirrt um.
Ginny seufzte. „Mit euch Kerlen kann man eben nicht über die richtig wichtigen Dinge des
Lebens reden…"

Harry verdrehte die Augen, als Ginny gerade wieder den Mund öffnete, um ihm eine Rede über die Wichtigkeit von Shopping im Leben zu halten.
Er sah nur noch einen einzigen Ausweg!
Bevor Ginny auch nur ein einziges Wort aussprechen konnte, küsste Harry sie rasch auf den Mund.
Das war leider die einzige Möglichkeit Frauen ohne weitere Komplikationen zum Schweigen zu bringen.
Ginny lehnte sich nach ein paar verwirrten Augenblicken weiter nach hinten und zog Harry zu sich nach unten.
Harry hatte das Gefühl gleich zu ersticken… aber Ginny ließ einfach nicht los…
Im Gegenteil.
Harry unternahm verzweifelt noch einen Versuch sich aus ihren Armen (und von ihren Lippen) zu befreien, doch just in diesem Moment befreite sich jemand ganz anders von Ginny und ihm.

Die Hollywoodschaukel.

Sie krachte polternd zusammen, und ihre Einzelteile zerstreuten sich über den ganzen Garten.
Harry und Ginny wurden beide heftig zu Boden geschleudert.
Ginny landete mit dem Hinterkopf in einem Dornbusch und Harry mit dem Gesicht in einem Maulwurfshügel.
Harry rappelte sich keuchend auf und zog Ginny hoch.
Sie hielt sich jammernd die Seite.
„Dieses Teil ist ja lebensgefährlich!"
Harry zuckte mit den Schultern. „Das nächste Mal lesen wir einfach die Bedienungsanleitung ."
Ginny lachte trocken auf. „Sehr witzig! Wir gehen lieber wieder rein, bevor du dir noch ein paar bessere Jokes ausdenken kannst."
Sie brachte ihre Haare notdürftig wieder in Form, und stürmte ins Haus.

In der Küche schienen alle zu einer Einigung gekommen zu sein.
Dudley und Neville saßen dicht beisammen und stopften die Reste von der Lasagne in
sich rein.
Ron war so weit wie möglich von Hermine und Draco abgerückt und Ginny hatte sich auf die Theke gesetzt.
Harry stellte sich wortlos neben sie und zog ihr ein paar Dornen aus dem Haar.
Ginny jedoch schien nicht sonderlich gut auf ihn zu sprechen und stieß ihn energisch zur Seite.
Harry entfernte sich also wieder von ihr, zog einen Stuhl neben Hermine und setzte sich neben sie.
„Wo wart ihr denn?" fragte diese belustigt.
„Frische Luft schnappen." Teilte Harry ihr knapp mit.
„Aha…" murmelte Hermine und verkniff sich ein Grinsen.
„Wisch doch mal diesen Lippenstift oder was das ist aus deinem Gesicht, und am besten die Erde noch mit dazu, Harry!"
Harry wurde blutrot und griff hastig nach seiner Serviette.
Dann versuchte er Hermine so schnell wie möglich auf andere Gedanken zu bringen, und fragte sie mit gespieltem Interesse:
„Was habt ihr jetzt eigentlich vor?"
Hermine fiel tatsächlich darauf herein, holte tief Luft und begann sofort zu erzählen:

„Also, Dudley bleibt erstmal hier. Draco und ich heiraten in einer Woche, also in der letzten Woche der Sommerferien, und wir machen alles wie vorhin abgemacht.
Nebenbei noch… Dudley und Neville sind unsere Blumenmädchen und Ron die Brautjungfer."
Harry gluckste, Ginny aber schien Einwände zu haben.
„Habt ihr euch das eigentlich gut überlegt? Ihr seid doch gerade mal mit der Schule fertig… Du, Hermine, kannst ja wohl bald auch eine zeitlang nicht mehr arbeiten."
Sie warf Hermine einen schadenfrohen Blick zu.
„Draco verdient auch nicht so mordsmäßig viel Geld. Außerdem ist das ganze doch Unsinn! Mit 17 heiraten…"
„Wir sind volljährig." Bemerkte Draco.
„ Im Gegensatz zu dir, und spiel jetzt bitte nicht den Moralapostel!
Nur weil Potter nie auf die Idee kommen würde dich zu heiraten, heißt das noch lange nicht, dass Hermine und ich es nicht sollten, Weasley!"
Ginny verschränkte empört die Arme vor der Brust und schwieg.
Ron erhob sich plötzlich und ging mit einem letzten giftigen Blick auf Draco aus dem
Zimmer.

„Übrigens!" fiel Hermine auf einmal ein.
„Neville und Dudley haben beschlossen das Kind zu adoptieren, weil sie doch keine eigenen bekommen können. Toll, nicht?"
Harry starrte sie ungläubig an.
„Weiß Ron davon?"

„Nein" zwitscherte Hermine fröhlich.
„Wieso sollte er?"
„Er ist doch der Vater?"
„Na und? Was Ronnyleinchen nicht weiß… das macht Ronnyleinchen nicht heiß!"
schloss Hermine und zwinkerte.
„Aber Hermine-…" fing Harry entrüstet an.
„Das geht doch nicht!"
„Geht ganz bestimmt, oder Neville und Duddy?"
Die beiden nickten zustimmend.
Als Harry jedoch einen weiteren Versuch unternahm Hermine von dieser Schnapsidee abzubringen ignorierte sie ihn auf einmal, und Dudley drohte ihm mit seiner gewaltigen Faust.

Na toll… was hatte er sich hier jetzt wieder eingebrockt?