4. Noch mehr Komplikationen

Ana beobachtete in schockierter Stille, wie jede mögliche Emotion binnen Sekunden über das Gesicht ihres Bruders zog. Die letzte Emotion war Ärger, und Prescott schien dabei bleiben zu wollen.

Er warf die Tür ins Schloss, griff nach Sparrows verwundetem Arm und zerrte ihn in den Salon. „Annie, was zum Teufel geht hier vor?" verlangte er zu wissen. „Kontrolliert diese Affinität für Piraten dein Leben?"

Sparrow hob die Augenbrauen und formte mit seinem Mund stumm das Wort Affinität. So sehr sie es auch versuchte, Ana konnte ihren herunterhängenden Unterkiefer einfach nicht wieder in seine angemessene Position bringen. „Affinität für Piraten." Sie hatte nicht einmal angedeutet, dass sie dieselbe Frau war, die sich in La Cerradura um die Wunden des Piraten gekümmert hatte. Und er schien sich auch nicht an sie zu erinnern. Der Mann nahm ihr Geld. Er war nicht daran interessiert gewesen, wer sie war, oder wo sie gewesen war. Doch jetzt war er zweifellos sehr interessiert.

„Was tust du hier?" sagte Ana schließlich, in der Hoffnung, die Frage ihres Bruders auf diese Weise zu umgehen.

„Ich bin dein Bruder, Annie. Es ist mit durchaus erlaubt, meine kleine Schwester zu besuchen, um mich zu erkundigen, wie es ihr geht und wie sie sich in ihrem neuen Haus eingelebt hat. Worüber ich mich wundere ist, was zum Teufel er hier tut?" Prescott spuckte die Frage regelrecht aus.

Wundersamerweise reagierte Sparrow nicht. Er starrte Prescott an, und rieb sich seine verletzte Schulter. Der Mann war in La Cerradura gefoltert worden. Das Letzte, worüber er sich Sorgen machen sollte, war die Frage, wie er mit Ausbruch eines wütenden Navy-Offizieres fertig werden konnte.

„Ehrlich, Christopher wird sich wahrscheinlich im Grabe umdrehen." sagte ihr Bruder, die Hände frustriert in die Luft werfend.

Sparrows Blick traf den Ihren für einen Augenblick.

„Lass ihn da raus." verlangte Ana. Sie hatte den fragenden Blick des Piraten gesehen, als die Sprache auf Christopher kam, aber sie hatte sich entschieden ihn zu ignorieren.

„Du hast das sicher getan." beschuldigte Prescott sie.

„Prescott, was in meinem Haus vor sich geht, ist allein meine Angelegenheit. Ich würde dir danken, wenn du das nicht vergisst." Anas Stimme war überraschend ruhig.

„Und ich würde dir danken, wenn du nicht vergisst, dass ich in der Navy seiner Majestät diene. Und Piraten gehen mich durchaus etwas an."

Bevor Ana antworten konnte, betrat ihre Magd zögernd den Raum. „Verzeiht, Miss, „stammelte sie.

„Ja, Sarah?"

„Captain Norrington ist hier, um Euch zu besuchen, Miss."

„Was!?" fragte Ana, und wirbelte herum, um ihren Bruder anzusehen. „Das hast du eingefädelt, nicht wahr?"

„Einen deiner Freunde eingeladen, um dein neues Zuhause zu besichtigen? Ja Ana, das habe ich eingefädelt. Es war mich nicht bewusst, dass du dich bereits glänzend unterhältst."

Ana verschränkte die Arme vor der Brust. „Ich unterhalte mich nicht."

„Ganz im Gegenteil, Liebes. Ich finde Euch sehr unterhaltsam."

Ana ließ ihren Blick von ihrem Bruder zu dem Piraten wandern. Er lehnte sich Halt suchend an die Rückenlehne des Sofas, ein zufriedenes Grinsen im Gesicht. „Ihr seid nicht sehr hilfreich." schimpfte sie.

„Wenn ihr zwei fertig seid," warf Prescott ein, „sollte etwas wegen James unternommen werden."

Ana ging zur Tür. „Komm schon, Prescott. Wir müssen ihn loswerden."

„Oh, nein, nein, nein! Du musst ihn loswerden. Ich denke, ich werde hier bleiben, und deinen… kleinen Freund etwas besser kennen lernen."

„Bist sehr großzügig, was Kumpel?"

„Ich bin nicht Euer Kumpel!"

Ana bedeckte ihr Gesicht mit den Händen, als sie sich auf den Weg zur Haustür machte. Wenn Sparrow nicht vorsichtig war, würde er es noch so weit treiben, dass Prescott ihn erschoss. Sie konnte sich nicht helfen, aber es gefiel ihr nicht, ihn mit ihrem älteren Bruder allein zu lassen. Prescott hatte bereits Dinge gesagt, von denen sie wünschte, er hätte es nicht getan. Was würde er Jack noch erzählen?

„Annie, du siehst hübsch aus."

James Norrington war ein attraktiver Mann, was durch seine neue Captains-Uniform nur noch unterstrichen wurde. Aber an diesem Abend war er der Letzte auf dieser Erde, den Ana sehen wollte.

„Hallo, James," begrüßte sie ihn, und versuchte dabei freundlich und unbeschwert zu klingen. „Ich glaube, ich habe dir noch nicht zu deiner Beförderung gratuliert."

„Danke;" antwortete er mit einer leichten Verbeugung.

„Ich habe gehört, dass du eine anstrengende Reise hinter dir hast."

James rollte mit den Augen. „Ich habe nur den neuen Gouverneur und seine Tochter nach Port Royal gebracht. Unser Segelmeister hat ständig Geschichten über Unglück zum Besten gegeben. Der arme Gouverneur war schließlich so paranoid, dass er nach unserer Ankunft unverzüglich meine Beförderung empfohlen hat. Das ist alles."

„Ich bin sicher, dass du dein Licht unter den Scheffel stellst. Christopher hat schon immer gesagt, dass du im Nu Captain sein würdest." Anas Gedanken überschlugen sich regelrecht, in dem Versuch einen Grund zu finden, um James zum Gehen zu bewegen. „Ich habe gehört, dass ihr morgen schon wieder sehr früh auslaufen werdet?"

„Nicht mehr, fürchte ich."

„Nicht?"

„Nein. Es scheint, dass den Spaniern ein Gefangener entkommen ist. Du hast zweifellos ihr Schiff gesehen?"

„Das habe ich." Ana erinnerte sich an das merkwürdige Schiff, und die Art, auf die es Sparrows Aufmerksamkeit gefesselt hatte.

„Nun, jedenfalls darf niemand den Hafen verlassen. Sie fürchten wohl, dass sich der Mann auf einem der Schiffe davonmachen könnte."

„Wann werdet ihr euch dann einschiffen?"

„Schwer zu sagen. Die Spanier wollen den Flüchtling ohne unsere Hilfe finden. Sie wollen wohl nicht, dass wir ihn für uns beanspruchen. Je nachdem, wie kompetent die Spanier sind, kann es schon noch ein paar Wochen dauern."

„So lang?"

James nickte. „Und ich habe den Befehl erhalten zu warten, und die spanischen Schiffe mit der Interceptor zurück nach Spanien zu eskortieren."

„Jetzt spielt die Navy schon Kindermädchen für die Spanier?"

„Allem Anschein nach sind die Gefangenen Piraten. Die Krone hat ein berechtigtes Interesse daran, die Piraterie in diesen Gewässern zu beenden. Also sollen wir sicher stellen, dass die Gefangenen nicht entkommen." erklärte James. „Du weißt doch, Annie. Wo immer ein Pirat involviert ist, wirst du auch mich finden."

Ihre Augen weiteten sich. „Du weißt gar nicht, wie Recht du hast." murmelte sie, wie zu sich selbst.

„Nun, ich fürchte, dass ich nicht länger bleiben kann. Dein Haus sieht in der Tat sehr schön aus. Aber ich fürchte ich muss zurück zur Festung. Ich muss sicherstellen, dass ein Gästezimmer für so einen spanischen Aristokraten hergerichtet wird."

„Was?"

„Ein Don Cornado. Er ist der Kommandant von La Cerradura. Er begleitet die Gefangenen nach Spanien. Sein Schiff kommt heute Nacht an, und er braucht eine Unterkunft, bis er seine Geschäfte abgewickelt hat."

Anas Herz drohte auszusetzen, als Cornados Name fiel. Er war hier? In Kingston? Seltsamerweise galt ihr erster Gedanke der Sicherheit von Jack Sparrow. Was würde Cornado tun, wenn er den Piraten wieder in seiner Gewalt hatte? Sie konnte sich nicht vorstellen, wie dieser Metzger einen entflohenen Gefangenen bestrafen würde.

„Allem Anschein nach ist es wohl meine Aufgabe, mich um diesen Mann zu kümmern." sagte James. Er rollte wieder mit den Augen. „Ich habe die Befürchtung, dass sich diese Aufgabe nicht so einfach gestaltet, wie es sich anhört."

Anamaria zwang sich zu einem Lachen.

„Guten Abend, Annie."

„Guten Abend."

Sie stand erstarrt an der geschlossenen Tür, wieder verloren in Erinnerungen.

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Senora." grüßte Don Cornado von der Tür aus. „Euer Bruder erzählte mir, Ihr fühltet Euch nicht wohl. Nichts Ernstes, hoffe ich?"

Prescott warf ihr einen warnenden Blick zu.

Nein, Don Antonio," sagte sie. „Mir geht es gut."

Seid Ihr alleine draußen gewesen?" fragte der Spanier.

Anamaria konnte nicht glauben, dass dieser Mistkerl die Dreistigkeit besaß, sich nach ihrem Wohlergehen zu erkundigen. Offensichtlich besaß er keinen Respekt vor dem menschlichen Leben. „Ich habe nur einen Spaziergang gemacht, um den Kopf frei zu bekommen."

Ah, ich verstehe."

Senor. Mir ist aufgefallen, dass der Pirat sich nicht mehr auf dem Hof befindet. Er ist doch nicht etwa entkommen, oder?" fragte sie, Prescotts Hand auf ihrem Arm ignorierend. Sie wusste, dass sie wahrscheinlich nicht hätte fragen sollen, aber ihr Verlangen zu hören, was dieses Monster mit Sparrow vorhatte, überwand ihren gesunden Menschenverstand.

Der Kommandant lachte leise. „Oh, nein. Natürlich nicht. Niemand ist jemals aus La Cerradura entkommen."

Nein?"

Nein. Der Pirat befindet sich im Lazarett."

Im Lazarett?" Ana hätte beinahe laut gelacht. „Aufgrund dessen, was ich zuvor gesehen habe denke ich, dass Eure Besorgnis für seine Gesundheit ein bisschen zu spät kommt."

Prescott keuchte laut. „Meine Liebe. Du siehst immer noch etwas blass aus. Geh besser zurück ins Schlafzimmer und leg dich hin. Denkst du nicht?"

Überhaupt nicht. Ich fühle mich wunderbar," antwortete Ana, ihren Blick nicht von Don Antonio Cornado abwendend.

Nein, das tust du nicht," sagte Prescott. „Du solltest besser sofort ins Bett gehen. Du möchtest doch nicht, dass es womöglich schlimmer wird?"

Das wird es nicht."

Es könnte." Prescott hatte sich zwischen seine Schwester und den Spanier gestellt, und dirigierte sie in Richtung Schlafzimmer.

Ich bin nicht besorgt," behauptete sie, und versuchte sich ihm zu widersetzen.

Das sehe ich," antwortete er, drückte sie hinunter auf das Bett und schloss die Tür.

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Als sie noch ein kleines Mädchen gewesen war, hatte ihre Mutter sie vor Dämonen gewarnt, die in menschlicher Gestalt über die Erde wandelten. Als erwachsene Frau war sich Ana sicher, dass dies nur die Art ihrer Mutter gewesen war, sicherzustellen, dass sie ihre Gebete aufsagte und in der Kirche still saß. Sie hatte schon vor Jahren aufgehört, an Geister und Dämonen zu glauben. Das war zumindest so, bis sie vor einem Jahr einem auf einer Gefängnisinsel begegnet war. Sie hatte das folgende Jahr in dem Versuch verbracht, zu vergessen, was sie in La Cerradura gesehen hatte. Nun, so schien es, war der Dämon aus ihrer Vergangenheit zurückgekehrt, um sie zu jagen.

Sie konnte Jacks Stimme hören, als sie langsam in den Salon zurückging.

„Und dann," sagte er, „haben sie mich zu ihrem Anführer gemacht."

„Das ist eine wunderbare Geschichte, aber ich bin sicher, dass nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein könnte," antwortete Prescott. Bevor Jack auf diese Anschuldigung reagieren konnte, drehte sich Prescott zu Ana um. „Nun?"

„Nun, was?"

„Was hast du mit James gemacht?"

„Ich habe ihn in den Abtritt gestopft."

Prescott zog ein böses Gesicht. Jack lachte leise. Ana fiel auf, dass der Pirat sich sehr viel mehr auf die Stütze des Sofas verlassen zu schien, als zu dem Zeitpunkt, an dem sie den Raum verlassen hatte.

„Er musste zurück zur Festung." sagte sie, um Prescott zufrieden zu stellen.

„Ich dachte, er wollte bei Sonnenaufgang auslaufen?"

„Nicht mehr."

„Nein."

Ana verlagerte unter dem Blick ihres Bruders nervös ihr Gewicht. Sie hatte kein Problem damit, sich zu behaupten, wenn ein Pirat ihr Leben bedrohte, aber ihr Bruder konnte sie noch immer auf eine Weise entwaffnen, die kein anderer Mann beherrschte. „Es scheint, dass ein entflohener Gefangener die Dinge aufhält," bemerkte sie, den Blicken beider Männer ausweichend.

„Nun, das können wir in Ordnung bringen." Prescott griff erneut nach dem Arm des Piraten.

„Prescott," setzte Ana an. „Dies hier ist mein Haus, und du hast kein Recht, hier hereinzuplatzen und meine Gäste zu bedrohen."

Sparrow sah von seinem verwundeten Arm auf. Ganz offensichtlich war er von ihrem Verhalten überrascht. Er musste erwartet haben, dass sie ihrem Bruder von dem Überfall erzählen würde, so dass Prescott ihn mit Freuden zu den Spaniern zurückschleifen würde.

Doch sie würde das auf keinen Fall zulassen. Obwohl das wahrscheinlich zu einer Auseinandersetzung führen würde. Ihr Bruder war wütend, das war klar. Er hatte sie oft über Piraten belehrt. Er hatte gesagt, sie wären immer berechnend und nicht vertrauenswürdig.

„Kein Recht?" wiederholte Prescott. „Ich mag vielleicht nicht das Recht haben, aber ich habe meine Pflicht."

„Pflicht?"

„Ja. Gegenüber König und Vaterland. Erinnerst du dich? Gesetz ist Gesetz und Piraten brechen das Gesetz," sagte Prescott, „es gibt keinen guten Grund für mich, diesen Mann nicht den spanischen Autoritäten auszuliefern."

Er hatte Recht. Jack Sparrow war ein Pirat. Er brach das Gesetz und es war seine Entscheidung und sein Leben. Prescott hatte seine Pistole gezogen. Er sprach immer noch mit Jack, sagte etwas darüber, dass er ihn erschießen würde, sollte er auch nur daran denken, sich zu bewegen.

Ana öffnete den Mund. Das passierte einfach nicht. Das würde nicht passieren. Sie würde nicht dafür verantwortlich sein, dass Sparrow erneut Cornados Folter ausgeliefert werden würde.

„Du Bastard!" schrie sie. Das gewann augenblicklich die Aufmerksamkeit beider Männer. Sparrow hatte gesagt, dass sie einen guten Piraten abgeben würde. Vielleicht hatte er sie nur aufgezogen, vielleicht sah er wirklich etwas in ihr. Doch egal, wie man es drehte und wendete, sie würde ihn nicht im Stich lassen.

„Annie?" Ihr Bruder war von ihrer Vulgarität vollkommen überrascht.

„Einen guten Grund, Prescott? Ich werde dir einen geben," sagte sie, die Hände zu Fäusten geballt. „Ich weiß, was das Gesetz sagt. Das Gesetz sagt, Piraten sollen hängen, aber wir beide wissen, dass die Spanier überhaupt nicht vorhaben, dieses Urteil zu vollstrecken. Ich bin deine Schwester. Ich kenne dich. Cornado ist ein Tier. Du weißt, was er mit den Männern macht, die er gefangen nimmt. Du hast es gesehen. Wenn du Captain Sparrow zu diesem Schwein zurückschickst, bist du nicht besser als er, und nicht mehr länger mein Bruder."

Sparrows Gesicht war eine Maske der perfekten Verwirrung. Sie hatte etwas mehr verraten, als sie eigentlich vorgehabt hatte. Sie hatte Cornados Name erwähnt. Soweit Jack wusste, hatte sie überhaupt keinen Grund, Cornados Name zu kennen. Seine Augen waren beinahe so schwarz, wie die Kohle, mit denen sie umrahmt waren.

Prescott war verblüfft. Ana hatte bereits zuvor ausgeteilt. Sie hatte ihn schon zuvor angeschrieen. Aber dieses Mal war es anders, und er wusste es. Ana meinte zu sehen, wie sich ein Lächeln auf das Gesicht ihres Bruders schleichen wollte. Sie hatte ihn beeindruckt.

Er senkte seine Pistole. „Das ist ein guter Grund," sagte er.

„Ja. Das ist er," stimmte Ana zu. Ihre Stimme verriet die Überraschung, die sie fühlte. Stellte sich Prescott auf ihre Seite?

Er drehte sich zu Sparrow um. „Was ich jetzt tue," sagte er, „das tue ich für sie… nicht für Euch. Ich liebe meine Schwester, Sparrow, aber ich werde meine Pflicht nicht vergessen. Verletzt sie, und ich werde Euch tot sehen."

„Ich mach mir gleich in die Hosen, Kumpel."

"Und bevor ich es vergesse," fuhr Prescott fort, "wenn ich jemals wieder einen Blick auf Euch werfen sollte, werde ich sicherstellen, dass Ihr hängt. Ist das klar?"

„Glasklar," antwortete Sparrow.

„Gut."

Prescott marschierte aus dem Salon, und Ana konnte hören, wie die Eingangstüre mit einem lauten Knall zuschlug. Er war weg, und Jack war in Sicherheit. Im Moment. Ana sah den Piraten nicht an. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Der großartige Auftritt, den sie gerade hingelegt hatte, musste für den Piraten einige Fragen aufgeworfen haben. Und er hatte ihr schon vorher nicht vertraut. Sie warf einen Blick in Jacks Richtung.

Er schenkte ihr überhaupt keine Aufmerksamkeit. Seine Augen waren geschlossen und er stützte sich fast mit seinem ganzen Gewicht auf die Lehne des Sofas. Sie konnte sehen, dass der Verband an seiner Schulter bereits durchgeblutet war.

„Mr. Sparrow, Ihr blutet," sprach sie das offensichtliche aus, als sie an seine Seite eilte.

„Captain, Liebes. Captain Sparrow," seufzte er leise, „nun, da dieses Familientreffen vorüber ist, sollt sich mich auf… auf den Weg machen."

Er setzte sich in Bewegung, um an ihr vorbei zu gehen, und hielt dann plötzlich wieder inne.

„Geht es Euch gut?"

„Ja," sagte er. „Nur ein b… bisschen …" Sparrow kam nicht mehr dazu, zu beenden, was er hatte sagen wollen. Stattdessen verdrehte er die Augen und brach haltlos zusammen.


An Dich Luisa, vielen Dank für Dein Review. Es hat mich gefreut, dass Du Dich gemeldet hast, und ich hoffe Du bleibst bei der Stange.

Bitte denkt daran, mir ein kurzes Review zu hinterlassen. Als Gegenleistung stelle ich dann auch bald wieder ein neues Kapitel online.

Lg
RavannaVen