Hallihallo! Hier bin ich wieder... leider noch nicht mit einem neuen Kapitel von "Wenn Engel fallen", aber wenigstens hiermit... ok wie schon im voraus gewarnt ist es leider ein wenig kurz... 'schnüff' aber, glaubt mir, das kommt noch! Versprochen!

Tja ich hatte leider nur eine Review, aber ich bedanke mich dafür gaanz dolle bei Ina! 'knuutsch' dankeschön...

Tja der Rest stand schon in den vorigen Kapiteln... aber ich brauche immer noch ein(e) Beta-Leser(in)! Und ich würde wirklich gern wissen, wie meine Summary ist...

Also hier ist es...


Kapitel III - Aufwachen

Oh mein Gott was war das denn für ein übler Traum, scheiße! Nie wieder Salami am Abend! Wenn ich öfters so träumen sollte, dann könnte ich mich gleich im St. Mungos einliefern.

Ron richtete sich auf, er war gebadet in Schweiß. Doch das war erst mal nebensächlich, alles war erst mal nebensächlich, denn als erstes musste er seinen Kopf befühlen.

Puh alles ist beim alten und nichts steckt in meinem Kopf. Es scheint auch noch mein Körper zu sein. Ein kurzer Griff zwischen die Beine Doch, doch das bin noch ich. Gott sei dank, dann habe ich das nur noch geträumt!

Er hörte wie auch in seinem Nachbarbett jemand schnell und schwer atmete, schob die Vorhänge, von einem für ihn sehr bekannten Bett, zurück und spähte zu seinem besten Freud rüber, der mit glänzenden Gesicht zwischen den Vorhängen aus dem gegenüberliegenden Bett lugte.

„Ist alles in Ordnung Harry?" krächzte er und beobachtete wie auch die Harrys Vorhänge langsam zurück geschoben wurden. Er sah bleich aus und Schweißperlen prangten auf der Stirn, irgendwas war anders an ihm, er wusste nur nicht was.

„Ich hab nur schlecht geträumt das ist alles" antwortete Harry und befühlte sich eigenartigerweise seinen Kopf.

„Sei froh das du nicht so eine Scheiße wie ich geträumt hast, dass würde meine Familie bestimmt stark beunruhigen" witzelte Ron und zwinkerte Harry mit einem Lächeln zu, froh das alles anscheinend normal war.

„Du hast doch nicht wieder von... na ja... du-weißt-schon-wem geträumt oder?" fragte Ron dann unsicher, als er sich an sein letztes Weihnachtsfest erinnerte.

Wie kann ich das nur vergessen? Er verurteilte sich selbst im Stillen, für seine Ignoranz und seinen Egoismus.

„Nein, nein, keine Panik" beruhigte Harry ihn, „komisch war der Traum aber trotzdem. Ich habe mich mit Malfoy geprügelt, dann kamst du mit Hermine dazu. Ihr wolltet mich vor Filch warnen der auf dem Weg zu uns war und wir mussten uns verstecken und..."

„Hermine hat Malfoy mit dem Silencio belegt, damit er Filch nicht rufen konnte und dann

habe ich ihn in den Schrank geschubst..." beendete Ron den Satz von Harry mit ehrfürchtigen Worten, als ihm klar wurde das Harry den gleichen „Traum" hatte. Nun waren beide sichtlich erstaunt. Sie guckten sich mit großen Augen an und stiegen schnell aus den Betten, um sich in der Mitte des Raumes zu treffen. Sie erzählten sich ihren Traum noch mal gegenseitig, wobei jeder den anderen perfekt ergänzte.

„Das kann kein Zufall sein" kam Harry zum Schluss.

„Da hast du wohl recht, aber was ist passiert?" fragte Ron unsicher und schluckte schwer.

Beide setzten sich auf Rons Bett und überlegten.

Was ist hier nur passiert? Wie kann es sein, dass Harry und ich den gleichen Traum hatten? Oder war es vielleicht doch kein Traum? Aber warum liege ich dann in meinem Bett, ich kann schlecht zu meinem Bett gehen ohne das ich mich daran erinnere oder? Vielleicht hat uns Malfoy verhext, als wir zusammen in diesem Schrank waren? Aber daran hätte ich mich dann doch auch noch erinnert, schließlich erinnere ich mich auch an Malfoy, er schien wie ich Schmerzen zu haben und wir würden nicht in unseren Betten liegen oder?

Angst überwucherte ihn wie eine Krankheit, was war hier nur passiert, fragte er sich die ganze Zeit. Er ließ sein Blick schweifen über das Fenster und die Sterne die er sehen konnte. Dann über die alte Steinmauer bis hin zu seinem Nachttisch, er sah so aus wie immer, ziemlich alt und belegt mit Krimskrams, wie alte Taschentücher, Bonbonfolie, einen alten aufziehbaren Wecker und einem Bild von sich und seiner Familie. Er nahm es unsicher in die Hand, es war das Bild das vor den alten Pyramiden gemacht wurde als sie diese Reise gewonnen hatten. Doch auch hier stimmte was nicht, irgendwas fehlte. Vorsichtig tastete er zu der Öllampe über sein Bett und machte sie an, dämmriges Licht ergoss sich in den alten und ihm so vertrauten Raum. Er untersuchte das Bild genauer und fand den Fehler schnell. Ginny fehlte!

Wie kann das sein, sie war damals auf jeden fall dabei! Soviel ich weiß, hat sie das Bild auch bei sich am Bett stehen...

Alles im allem war viel an diesem Bild anders, zwar nur Kleinigkeiten, die wahrscheinlich niemand auffallen würde, aber er wusste es genau. Seine Mutter hatte nicht die üblichen Klamotten an, sondern eher bessere Sachen und sein Bruder Bill hatte keinen Ohrring und Percy war kein Schulsprecher.

Etwas ist hier gewaltig falsch!

Zögernd hielt er Harry das Bild hin.

„Fällt dir was auf?"

„Ginny fehlt" rief Harry und zog scharf die Luft ein.

Mit schwerem Herzen klärte Ron seinen Freund über die anderen Fehler auf dem Bild auf. Milchigweiße Schauer legten sich in regelmäßigen Abständen über ihn, er fühlte sich krank, ausgehüllt, wie ein kranker Baum, der langsam den Halt in der Erde verlor.

Jetzt guckten sich Harry und er um, um andere Anzeichen für das was hier vorging zu finden.

Oh mein Gott, wieso hab ich das nicht schon vorher gesehen? schoss es Ron durch den Kopf. Sie stellten erschrocken fest das es hier nur vier Betten gab, wobei eines nicht besetzt war. Das leise Schnarchen aus dem einen verriet ihnen, dass wohl Neville darin schlief.

„Scheiße! Was ist hier bloß los? Ich versteh das nicht..." sagte Ron und konnte die Angst, die mit seinen Worten seinen Mund verließen nicht unterdrücken.

Jetzt begann er fast schon panisch in seinen Sachen die streckenweise noch im Koffer lagen zu durchwühlen, auf der Suche nach eigenartigen oder nicht vorhandenen Dingen. Er stellte fest, dass seine Sachen nicht mehr wirklich die gleichen waren, immer noch sein Geschmack, aber dafür ein wenig besser von der Qualität her und nicht alle waren alt und schon seit Jahrzehnten in seiner Familie, wie zum Beispiel sein kariertes Hemd, was Charly schon in Hogwarts hatte. Na wenigstens etwas positives, ich hasse dieses Hemd! Auch seine Bücher schienen eine Spur besser, neuerer zu sein. Sogar sein Besen war besser. Wow... cool! Nach längerer Zeit fiel ihm auch auf, dass seine Haare anders bzw. kürzer waren.

Er blickte in die angsterfüllten Augen von Harry, der zu unentschlossen schien um irgendwas zu machen und auf einmal traf es wie ein Schlag. Das war es, das war anders! Sein Körper versteifte sich und sein Herz rutschte mit einem Mal in seine Hose, eiskaltes Sodawasser erschüttete sich in seinen Magen und gefror kurze Zeit seinen Atem. Harry bemerkte es natürlich, es musste zum Brüllen aussehen.

„Was? Was ist mit dir? Was schaust du mich so komisch an? Ron! Jetzt sag doch was!"

„Deine Narbe... sie ist...", schweres Schlucken, „sie ist weg!"

Was hat das zu bedeuten? Ist es jetzt gut oder schlecht das sie nicht mehr da war? Was war dann mit du-weißt-wem?

„WAS?" Harry sprang auf, sprintete ins Badezimmer und kam nach kurzer Zeit noch bleicher als zuvor wieder.

„Du hast recht," krächzte Harry, „weg... einfach weg." Er atmete tief durch und setzte sich auf sein Bett. Man sah ihm förmlich an, wie er sich die Fragen stellte die Ron auch alle schon durchgegangen war.

„Was ist bloß mit den anderen passiert?" fragte Ron vorsichtig und durchbrach die unangenehme Stille, die die beiden Schüler in ihr eigenes Universum zu hüllen schien.

„Ich weiß es nicht, aber ich glaube wir müssen bis Morgen warten, bis wir das heraus finden, da wird uns nichts anderes übrig bleiben."

Ron nickte leicht.

Was ist wenn sie tot sind oder gerade sterben, weil wir ihnen nicht helfen können? Vielleicht sind sie ja noch in dem Schrank oder ganz woanders sind? Nein Ron, so darfst du nicht denken, du vergiftest dich ja selber! Das war eindeutig die Stimme seiner Mutter, die ihn warnte, trotzdem blieb ein leichter und ekeliger Nachgeschmack der Unsicherheit, er konnte es nicht ertragen, er fühlte sich unsicher und hilflos.

Langsam stiegen sie wieder in ihre Betten, Ron versuchte alle seinen schlechten Gedanken durch etwas Gutes zu ersetzen.

Eis...hmm... Vanille mit Erdebeeren. Nein, dass ist zu wenig. Sein 10. Geburtstag! Der Besuch bei den Chudley Cannons! Was ist wenn noch mehr aus seiner Familie fehlen? Die Quidditsh-Weltmeisterschaft! Auf seinem Besen fliegen! Wo waren sie hier nur gelandet und was ist mit Dean und Seamus passiert? Den Quidditsh-Pokal der Schule in seinen Händen! Der Hogwarts-Pokal! Snape beklauen! Ginny, seine Ginny!

Er konnte seine Gedanken nicht mehr kontrollieren, also packte er sie ein. In Eis und Schokolade und verschluckte sie, versteckte sie in seinen Magen. Er merkte, dass es nicht lange helfen würde, also musste er sich beeilen mit dem Einschlafen und ganz langsam merkte wie der willkommene Schlaf sich über ihn legte und seine Gedanken mit auf eine aufregende Reise in die Welt der Träume nahm.

Neville schnarchte, Harry träumte und irgendwo gellte ein leiser Schrei durch die Nacht.