Hallo ihr Lieben! Hier ist ein Neues, frisch gebetat von Diamond of Ocean! Danke Kleines!
Bitte schickt mir ein paar nette Reviews, ok sie müssen nicht 'nett' sein, aber vielleicht einfach mal ein Review, dass wäre echt nett... 'g' Ich bin mir nämlich immer sehr unsicher, wie diese Geschichte im Allgemeinen so ankommt... also schreibt mir eine...
Hier schon mal ein dickes DANKE an meine bisherigen Reviewer! 'knutscha'
Kapitel V - Anders
Leichtes Rot, Rosa und Orange kündigten den Morgen an und fielen schüchtern in die Fenster des großen runden Schlafsaals von den Gryffindor Jungen der 6. Klasse. Harry saß auf seinem Bett, die Arme um seine angewinkelten Beine geschlungen und sein Kinn auf den knubbeligen Knien ruhend. Gedanken wirbelten nun schon seit Stunden in seinem Kopf und ließen ihn die Nacht schlecht schlafen. Er war früh erwacht und wartete auf den Sonnenaufgang. Während er wartete, entdeckte er ein Foto mit silbernen Rahmen auf dem Nachtisch, welches seine Mutter zeigte, allein, ohne seinen Vater. Sie lächelte ihr für ihn unbeschreibliches Lächeln und winkte ihm vergnügt zu, während sie auf einer vollen Blumenwiese umhertollte. Allein. Er betrachtete es immer wieder. Sie war hier anders, als auf seinen üblichen Fotografien, sie war... er konnte es schlecht beschreiben, eben anders. Allein. Auch Ron schien schlecht zu schlafen. Er warf sich in seinem Bett hin und her und rief des Öfteren nach Ginny.
Hier ist etwas gewaltig schief gelaufen, ich spüre es... Aber was ist es? Hoffentlich geht es Hermine gut. Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn ihr auch etwas passiert ist... Und was ist mit Ginny? Oh man... und warum habe ich nur ein Bild von meiner Mutter auf dem Nachtisch? Was ist mit meinem Vater? Oh man, oh man... Was soll ich bloß machen? Hoffentlich geht es allen gut... Hoffentlich.
Harry hatte sich die ganze Nacht solche oder ähnliche Gedanken gemacht, aber wenn man eine lange Zeit nachdenkt, passiert es oft, dass man nicht mehr genau weiß, über was man alles nachgedacht hat, geschweige denn, zu irgendeinem Ergebnis kommt. Auch die Sache mit Malfoy wurde auf einen unbestimmten Zeitpunkt vertagt. Er hatte dafür einfach keine Zeit; es war nicht wichtig genug, zumindest nicht in dieser Nacht. So fühlte sich Harry nun, als wenn er die ganze Nacht gelaufen wäre: Einfach nur total erledigt. Sein Körper und sein Geist waren taub und das schleichende Unbehagen lauerte in den Ecken seines Kopfes, um ihn zu überfallen.
Sein Körper stand widerstrebend auf und schleppte sich ins Bad. Das heiße Wasser der Dusche übergoss ihn und wusch nicht nur seinen kalten Schweiß den Abguss hinunter, sondern auch für kurze Zeit seine Angst vor der kommenden Realität. Als er ins Zimmer kam war auch Ron schon auf den Beinen und sah einfach nur grauenvoll aus. Weiß und irgendwie wächsern, so als wäre er krank. Er machte sich sofort Sorgen um seinen besten Freund.
Hoffentlich klärt sich alles gleich auf. Hoffentlich...
Auch Neville quälte sich langsam aus seinem Bett nuschelte so etwas wie „Guten Morgen" und verschwand schlurfend ins Bad. An ihn hatte sich nichts geändert. Er sah immer noch aus wie Neville Longbottom: Relativ klein, untersetzt und blass. Dieser tollpatschige Touch, den er schon immer hatte.
Harry setzte sich auf sein Bett und wühlte nach frischen Sachen. Auch hier gab es Veränderungen. Seine Klamotten waren nicht abgetragen und ein paar Nummern zu groß, sondern ganz normale Hosen und Shirts, sogar ziemlich neu. Er hatte „nur" einen Nimbus 2000, aber sein Spickoskop war nicht mehr da, welches er damals von Ron geschenkt bekommen hatte. Auch sein kleines Fotoalbum und die Karte der Rumtreiber waren verschwunden, aber der Unsichtbarkeitsmantel war immer noch vorhanden. Sein Buch über die Bekämpfung der dunklen Künste, welches er von Lupin und Sirius letztes Jahr zu Weihnachten bekommen hatte, hatte sich auch verdünnisiert. Auf mehr konnte und wollte er jetzt nicht achten. Das musste er auf später verschieben; es würde ihn den ganzen Tag nicht loslassen und er musste jetzt erst einmal aufstehen.
Er zog schnell ein paar Sachen aus der Schublade, warf sie sich über und gesellte sich dann zu Ron aufs Bett, der immer noch müde aus dem Fenster starrte.
„Ron, du musst dich anziehen. Wir müssen Hermine suchen und dann zum Frühstück. Das wird sich alles wieder aufklären Hermine hat bestimmt schon eine gute Erklärung für das Alles hier. Du wirst schon sehen."
„Ja... vielleicht." Langsam zog sich Ron an und ging anschließend ins Bad. Auch Neville zog sich schnell seine Sachen an und war auch schon aus dem Zimmer verschwunden. Er sah anders aus. Er war nicht so pummelig, wie Harry ihn kannte; er war sogar recht schlank, obwohl die Ansätze zu Babyspeck noch da waren. Doch gesund sah er nicht aus. Harry überlegte noch kurz, ob sich Neville irgendwie anders verhielt, denn er war etwas kühl und abweisend oder hatte er einfach nur einen schlechten Tag?
Hoffentlich...
Ron war schnell fertig und die Beiden stürmten schon fast aus dem Raum, um unten nach Hermine zu schauen. Normalerweise wartete sie schon, mit einem Haufen Büchern beladen und augenrollend, auf sie, weil sie mal wieder spät dran waren. Keine Hermine. Sie war nicht da, aber es war anscheinend schon recht spät und der Raum schon fast leer. Auch hier gab es Veränderungen. Viele der Schüler hatten sich verändert. Sie hatten andere Frisuren oder auch andere Klamotten oder sahen einfach anders aus, aber meist war es nur der Ausdruck in ihren Augen. Das gewisse Glitzern fehlte, das besondere Etwas. Es war das Glitzern, welches nur Hogwarts in die Augen der Schüler zaubern konnte, da war sich Harry sicher. Er hatte es sooft gesehen und selber immer wieder gespürt. Es war die ganz eigene Magie der Schule, die sich beruhigend, aber auch belebend auf die Menschen legt und sie irgendwie strahlen lässt. Sogar die Schlangen hatten leuchtende Augen, wenn sie hier in Hogwarts umherschlichen und den Anderen das Leben schwer machten.
Harrys Angst breitete sich langsam wieder aus. Zuerst an den Füßen, die sich wieder kalt und taub anfühlten, dann schlängelte sie sich seine Beine hoch. Quälend langsam stiegen seine Gedanken der Nacht wieder an ihm hoch und drohten ihn zu umhüllen und nicht mehr loszulassen. Es wurde immer später und Hermine ließ sich nicht blicken. Der Gemeinschaftsraum leerte sich mehr und mehr.
„Harry?", fragte Ron krächzend. Sein Gesicht zeigte wieder den kranken Schimmer und den Blick, wenn er fragte, was sie denn jetzt machen sollten.
„Sie ist vielleicht schon runter gegangen. Vielleicht ist sie schon in der Bücherei oder beim Frühstück. Sie steht doch immer so früh auf", versuchte Harry Ron und auch sich davon zu überzeugen.
Sie sahen sich kurz und hoffnungsvoll in die Augen und liefen schnell aus dem Portraitloch, runter zur großen Halle. Als sie sie betraten, bot sich ihnen ein merkwürdiger Anblick.
Die vier Haustische und der Lehrertisch waren so wie immer in dem großen Raum verteilt, aber bei weitem nicht so gut besetzt wie immer. Vor allem an den Gryffindor- und Hufflepufftischen waren die größten Lücken und der Slytherintisch war so gut wie voll. Aber auch hier gab es nicht so viele, wie es eigentlich sein sollte. Ron und Harry starrten ungläubig in den großen Raum hinein und bekamen den Mund nicht mehr zu. Der Lehrertisch war auch anders besetzt Dumbledores Platz war leer und rechts von ihm war nicht Professor McGonagall, sondern Professor Snape. Genau genommen war Professor McGonagall gar nicht zu sehen, aber dafür Mad Eye Moody, der mürrisch neben Flitwick saß und seinen Speck aß.
Aber eines war sicher: Auch Hermine war nicht hier. Sie setzten sich ans Ende des Tisches, wo sie allein über alles noch einmal reden konnten.
„Sie ist nicht hier, Harry. Wo kann sie denn sein? Vielleicht... vielleicht... ist sie..."
„Sprich das ja nicht aus!", rief Harry entrüstet, „Sie ist nicht tot!"
„Aber wo ist sie dann?"
„Ich weiß es nicht, aber sie ist nicht tot, haben wir uns da verstanden! Sie wird bestimmt gleich kommen, glaub mir."
Hoffentlich...
„Ist ja schon in Ordnung, Kumpel. Hmm..." kurzes Umschauen „es fehlen ganz schön viele."
„Ja... die Creevey Brüder zum Beispiel und Parvati sitzt drüben bei den Ravenclaws. Dafür sitzt bei Lavender ein Mädchen, welches ich nicht kenne, du etwa?"
„Nein, die kenne ich auch nicht... Auch Katie Bell fehlt."
Sie ließen ihre Augen weiter über die anderen Tische wandern.
„Justin Flinch-Fletley und Susan Bones fehlen auch", merkte Harry an.
„Aber Loney Lovegood ist da und ein paar Plätze weiter sitzt auch Cho Chang und... sieh mal, da sitzt Cedric Diggory genau neben ihr!", staunte Ron.
Er lebt! Er lebt wirklich!
Das erste Mal seit Stunden war Harry fröhlich zumute. Weggewischt waren die Gedanken um Hermine und seine Mutter, die ihm von seinem Nachtisch aus munter zuwinkte. Der, den er hatte sterben sehen, immer und immer wieder, saß da und turtelte mit Cho. Etwas Wunderbareres konnte es gar nicht geben. Das erste Lächeln des Tages huschte über sein Gesicht und es sollte nicht das letzte sein, denn soeben betrat Draco Malfoy die Bühne.
Etwas blass um die Nase stand er im Torbogen und war sichtlich erstaunt. Langsam und hinkend kam er dann rein und steuerte automatisch zum Slytherintisch zu, aber irgendwie wurde er durch etwas gestört. Sein linkes Bein, sein hinkendes Bein, verdrehte sich und er blieb stehen. Harry und Ron beobachteten dieses Spektakel genau, da sie sich immer noch nicht sicher waren, ob es derselbe Malfoy war, mit dem sie in den Schrank gestiegen waren. Er schien von inneren Dämonen befallen zu sein, denn nun redete er sichtlich mit sich selbst und versuchte, mit seiner rechten Hand sein linkes Bein zum Tisch zu bewegen, wobei die linke Hand dem linken Bein zur Hilfe eilte und versuchte den rechten Arm wegzuschubsen.
Ron gluckste und Harry konnte das Schmunzeln nicht verbergen. Es sah einfach zu komisch aus. Was hat der bloß? Idiot!
Als ob Malfoy es hätte hören können, stand er kurz mit angestrengtem Gesicht da und rührte sich nicht mehr. Er muss sein Bein wohl um Erlaubnis fragen. Harry lachte. Es war ein müdes, leises Lachen, aber es war ein Lachen und es tat gut. Ein glühendes Gefühl brach aus und trieb ihn noch mehr zum Lachen an.
Langsam hinkte der Slytherin zu ihnen herüber, machte dicht hinter ihnen Halt.
„Treffen wir uns in der Pause in der Bibliothek? Ich denke, wir haben viel zu besprechen... und hör gefälligst auf zu lachen, Potter, sonst breche ich dir alle Knochen im Leib." Kurze Pause. „Nein, das wirst du nicht tun!" Malfoy verdrehte die Augen.
Was war das? Hat der einen Sockenschuss? Er ist verrückt, er muss es sein. Er hatte sogar die Stimme eines Verrückten. So hoch und schrill... Aber wenn er es ist, bin ich es vielleicht auch... Vielleicht sehe nur ich die Lücken hier an den Tischen! Aber Ron sieht sie auch... Aber vielleicht ist Ron auch eine Einbildung von mir? Ach, mach dich nicht lächerlich, das war eindeutig die Stimme seines Paten, du bist nicht verrückt und Ron sitzt wirklich da. Seit wann kommst du denn auf solche Gedanken?
„Hey Malfoy, weißt du, wo Hermine abgeblieben ist? Wir haben sie nicht gefunden...", fragte Ron besorgt, der den Kommentar von Malfoy nicht bemerkt zu haben schien.
„Keine Angst, Wiesel. Ich weiß genau, wo sie ist, aber das gleich in der Bibliothek."
Er hinkte wieder davon. Es sah aus, als ob er eine alte Kriegsverletzung hätte und setzte sich mit gequältem Gesicht neben Crabbe und Goyle.
Snape kam bei ihnen vorbei, um ihnen ihre neuen Stundenpläne auszuhändigen. Er war miesgelaunt wie immer und sah auch wie immer aus. Schwarzer Umhang, schwarzes langes und fettiges Haar und eine krumme große Nase.
„Ähm... Professor", sagte Harry zaghaft, „darf ich fragen, wo Professor Dumbledore ist?"
„Das hat sie nicht zu interessieren, Potter!", schnauzte Snape.
Erleichterung. Pure Erleichterung. Ihn gibt es also noch, Merlin sei dank!
„Und wann kommt er zurück?", fragte Harry noch schnell hinterher.
„Auch das hat sie nicht zu interessieren!" keifte Snape.
Er hörte Ron neben sich stöhnen.
„Schau dir nur unsern Stundenplan an", meinte Ron knapp. Er riskierte einen Blick.
Muggelkunde? Ich habe Muggelkunde? Was soll ich denn damit? Oh man...
Sonst war alles normal, Verwandlung, Pflege magischer Geschöpfe, Zauberkunst, VgddK und leider Gottes auch Zaubertränke und Geschichte der Zauberei. Es waren nur wenig Fächer, aber umso mehr Stunden in der Woche, also quasi fast jeden Tag Zaubertränke, außer Freitags. Als erstes hatten sie Verwandlung. Er war gespannt, welcher Lehrer dieses Fach wohl unterrichtete. Er sah kurz zu Rons Stundenplan rüber: Er hatte die gleichen Fächer.
„Fast jeden Tag Zaubertränke... Alter, wir sind in der Hölle, bestimmt. Zweifellos hat uns eine dunkle Kreatur aus dem Schrank gezerrt und uns in die Hölle gesteckt oder so", ächzte Ron.
„Vielleicht ist ja der Zaubertrankunterricht hier anders!", versuchte Harry Ron zu ermutigen, aber selber daran (zu) glauben war schwer. Es würde ihm bestimmt einen Schock versetzen, wenn der Unterricht von Snape besser wäre. Eine weitere Konstante, die zerstört würde
Snape und nett? Harry konnte sich nicht entscheiden, ob er das gruselig oder amüsant fand und ein weiteres Lächeln huschte über sein Gesicht.
Die große Halle leerte sich. Auch Harry und Ron machten sich auf, um ihren Klassenraum zu erreichen. Auf dem Weg zum Verwandlungsraum achteten sie immer darauf, dass, wenn auch dieser woanders als normal liegen sollte, sie jemandem folgen konnten, der wahrscheinlich auch Verwandlung hatte.
Ihnen kamen eine Gruppe Viertklässler aus Gryffindor entgegen, die wahrscheinlich in den Kellern Unterricht bei Snape hatten und ein Mädchen mit schwarzen leicht gelockten Haaren, die ihr zum Kinn reichten, winkte und lachte Harry entgegen. Er drehte sich kurz um, nur um zu überprüfen, ob auch wirklich er gemeint war und lächelte dem Mädchen dann unsicher entgegen, als dies wohl der Fall war. Er kannte sie nicht, er hatte die noch nie gesehen und doch kam sie ihm irgendwie bekannt vor. Die Mädchen um sie herum winkten ihm auch zu, zwar anders, als das eine Mädchen, nicht ganz so vertraut, aber dafür hatte Harry jetzt keine Augen, denn die lagen immer noch auf der Unbekannten.
„Kanntest du sie?", fragte Ron etwas zurückhaltend und Harry konnte nur, sprachlos vor Erstaunen, den Kopf schütteln.
Er wurde schon von einigen Leuten hier begrüßt und obwohl sie es alle nicht überschwänglich taten, so, als würde sie ihn nicht näher kennen, grüßte er sie mit einem leichten Kopfnicken zurück. Aber es war etwas völlig Anderes, wenn eine scheinbar total fremde Person ihn deutlich fröhlicher und freundlicher begrüßte, als Menschen, die ihn länger kannten. Es war verwirrend. Er wusste ja, dass zu mindest ER die Anderen nicht wirklich kannte, aber niemand schien wirklich mit ihm befreundet zu sein. Sollte er sich deswegen Sorgen machen oder war es nur ein Hirngespinst?
Am Verwandlungsraum angekommen setzten sie sich weit nach hinten, um nicht weiter aufzufallen und legten vorsichtig ihre Sachen bereit und beobachteten genau, was sich in dem Raum abspielte. Sie hatten zusammen mit den Hufflepuffs Unterricht und der Raum füllte sich nur zur Hälfte. Sie rutschten weiter nach vorne.
Nach kurzer Zeit betrat ein gedrungener älterer Mann mit Halbglatze und weißem Haar den Raum. Er schritt mit erstaunlicher Schnelligkeit zum Pult. Er hatte eine schwarz-rote Robe an, die auf dem Boden hinter ihm her rauschte und als er sich umdrehte, war das erste, was an ihm auffiel, sein großer Mund und die großen Zähne, die ihm entgegenblitzten, als er die Klasse freundlich begrüßte. Sofort empfand er Sympathie für diesen Mann.
„Hallo Kinder, ich hoffe ihr hattet angenehme Ferien?"
Ron (und er) tauschten schnell ein paar fragende Blicke, bevor sie Ernie McMallian ansahen, der nur ein verächtliches Schnauben auf die Frage äußerte. Das Gesicht des Lehrers verzog sich zu einem bedauernden Ausdruck und blickte traurig zu Ernie.
„Ich kannte Ihren Vater und Ihren Onkel und sie sind für eine gute Sache gestorben. Es tut mir Leid für ihren Verlust. Wir haben Krieg und am meisten trifft es die Angehörigen, die zurückbleiben, die Familien und Freunde. Obwohl es für Sie vielleicht aussichtslos erscheint, ist es das nicht. Der Krieg könnte in den nächsten Monaten oder Jahren schon vorbei sein. Es wird schwer und viele werden vielleicht noch Verluste erleiden, aber wir werden siegen, denn das Gute siegt immer! Sie werden sehen, es wird sich alles zum besseren wenden. Ich weiß, jeder von ihnen hat schon gute Bekannte oder Familienmitglieder verloren, aber das ist kein Grund aufzugeben, sondern ein Grund zu kämpfen!" Unangenehme Stille trat nach dieser Rede ein, doch der Professor ließ sich nicht beirren und fuhr fort.
„Lasst uns den Unterricht nun beginnen. Wir werden dieses Semester mit leichten Wiederholungen (beginnen), schließlich müssen wir uns früh genug auf die UTZ vorbereiten" Leichtes Stöhnen in der Klasse „Ich weiß, sie empfinden es als zu früh, aber die Zauber, die wir dieses Jahr lernen werden, sind nur die Weiterführung der Zauber, die wir schon können (kennen). Also... Freiwillige vor."
Gemurmel. Harry besah seine leeren Pergamente sehr genau, um nicht aufzufallen. Dann seine Federn, dann seinen Zauberstab. Aber das war nicht seiner. Oh nein, das ist nicht meiner! Was jetzt? Dieser war nicht ganz so dunkel, wie sein eigener und auch die Form war anders und bei genauem Hinsehen war er auch nicht ganz so lang. Er biss sich auf die Unterlippe. Graue Schleier aus Schweiß und Wärme legten sich auf seinen Kopf und schwammen den Körper hinunter. Oh nein, hoffentlich kann ich damit auch zaubern. Was, wenn nicht? Wie soll ich mich dann wehren? Könnte ich mir wohl einen neuen kaufen? Scheiße!
„Mr. Potter? Hören sie mich?"
Harry schaute verwirrt in dunkelbraune Augen, räusperte sich und setzte sich gerade hin. Alle starrten in belustigt an.
„Ähm... ja? Haben sie was gesagt?"
„Allerdings, ich hoffte, sie könnten uns zeigen, wie sie diese kleine Schildkröte in eine Glasschüssel verwandeln. Wenn es geht (möglich) in eine schöne."
„Ähm... ich weiß nicht... Ich glaube, mit meinem Zauberstab stimmt etwas nicht."
„Also ich sehe daran nichts Besonderes. Versuchen sie es einfach und wir werden es feststellen."
Harry schielte kurz zu Ron rüber und beachtete ihn mit einem bösen Blick. Du hättest mich warnen können. Jetzt habe ich mich zum Gespött gemacht! Ron zuckte hilflos mit den Schultern, als wenn er sagen wollte, dass er es selbst nicht gemerkt hatte. Harry schüttelte säuerlich den Kopf. Na toll, wenn ich das jetzt nicht schaffe, lachen mich bestimmt alle aus. Was für ein Horror...
Harry kramte kurz in seinem Gedächtnis herum, räusperte sich noch einmal und schwang seinen Zauberstab. Er strengte sich besonders an, um diese Aufgabe sehr gut zu meistern. Ein wohlbekanntes Prickeln breitete sich schnell in seiner Brust aus, kroch kitzelnd die Schulter hoch und krabbelte sich windend wieder runter zu seiner Zauberhand. Aber nichts passierte. Er versuchte es noch einmal, das Prickeln kam wieder, aber auch ein tumber Kopfschmerz, weit hinten in seinem Kopf, doch es passierte wieder nichts. Nur noch einmal, einmal... Die Kopfschmerzen wurden stärker, als er den Zauberstab wieder kreisen ließ und seine Augen sich dicht zusammenzogen. Jetzt fing die Schildkröte an, leicht zu zittern.
Komm schon, komm schon... mach endlich... Glasschüssel, Glasschüssel mit verzierten Bögen und kleinen Füßen oder mit geschwungen Rand... ach auch egal, Hauptsache eine Glasschüssel, Glasschüssel... Bitte, mach schon, BITTE!
Es gab einen lauten Knall und die Schildkröte flog in die Arme der entsetzt schauenden Hannah Abott, die rund fünf Meter von Harry entfernt saß. Er schaute ihr mit offenem Mund hinterher. So hatte er sich das nicht vorgestellt. Auch die Schildkröte hatte das nicht erwartet. Sie versteckte sich geschockt in ihrem Panzer und beschloss, nicht mehr mitzuspielen. Nicht ohne eine angemessene Entschuldigung auf jeden Fall.
„Mr. Potter, sie hatten wohl recht, was Ihren Zauberstab angeht. Ich hoffe, sie klären das die Woche noch", meinte der Professor nur mit einem leichten Lächeln. Auch der Rest der Schüler war am Lachen. Zwar hinter vorgehaltenen Händen, aber Harry wusste es und er fand es auch fast witzig.
„Was war denn los?" fragte Ron auf dem Weg zur Bibliothek, nach dem sie den Raum für Zaubergeschichte verlassen hatten. Die Zeit nutzen sie mit schlafen. Die letzte Nacht hatte sie zu sehr geschlaucht, um weiter darüber zu reden und sich gegenseitig Angst zu machen. Darauf hatten sie einfach keine Lust. Er war froh darüber. Seine Angst hatte er gut genug weggepackt, in eine Ecke seines Gehirns, die er nie betrat. Neben den Erinnerungen von Dudley und seiner Gang, die ihn durch die Flure der Schule jagten, den vielen Weihnachtsessen mit seines Onkels und seiner Tante und Tante Magda, als sie ihn das erste Mal traf und sie versuchte, Vernon davon zu überzeugen, Harry in ein Heim zu stecken. Dort hatte es jetzt gewartet bis zur Mittagspause.
„Ich weiß nicht, was los war, das ist nicht mein Zauberstab" leichtes Tätscheln auf seine Tasche, „und ich war einfach zu nervös, denke ich. Aber auch, wenn ich es nicht gewesen wäre, hätte es wahrscheinlich auch dann nicht geklappt. Oh man, ich hoffe, dass Hermine gleich eine gute Erklärung hat."
Hermine... hoffentlich...
Unangenehme Stille wallte zwischen den Beiden auf und erstickte die gute Laune, die noch nicht einmal richtig da war.
Still schweigend erreichten sie die Bibliothek, wo Malfoy schon hinter einem großen Stapel Bücher auf die wartete, aber Hermine war nirgends zu sehen.
Hermine...
Und? Wie hat es euch gefallen? Sagt es mir... Nächstes Kapitel gibt es wieder mehr Hermine und Draco... ist ja dann auch aus seiner Sicht geschrieben... vielleicht bekommt ihr das Kapitel ja früher, wenn ihr reviewt... 'hust' 'röchel' will euch aber nicht erpressen oder so... wirklich nicht... ;P
Diamond of Ocean: Danke für dein nettes Review und dein nettes Kompliment! 'schüssel cornflakes schenk'
angelus azrael: Ich mag dein Nick, wofür steht der Engel nochmal? Ist das nicht eigentlich ein böser Engel oder so? Hab nicht soviel Ahnung davon... Danke für dein nettes Review, hast ja jetzt ein paar Eindrücke, inwieweit sich die Welt hier von der normalen unterscheidet, ich hoffe es gefällt dir... 'einen kleinen Stofftierluchs schenk'
Emily Ginn: Eine echt tollte Review! 'knuddel' Danke! 'rumfreu' Ich hoffe dir gefällt das neue Kapitel... 'duftkerze schenk' 'g'
Ina Pichler: Danke für deine tolle Review und für deine Treue! 'selbstgemachte Kekse schenk'
duivel: Du musst dich nicht entschuldigen, um Gottes Willen! Bin froh, dass du sie glesen hast, dass du mir ein echt schönes Review hinterlassen hast und das dir die Story wirklich gefällt! Mir ist gar nicht aufgefallen, dass die Story am Anfang so 'slashig' war... bis mich jemand danach gefragt hatte und dann habe ich es mir noch mal durchgelesen und ich muss sagen, ich hätte esauch gedacht... Danke! '´n Kaffee für dich mach'
