Hallo liebe Leute!
Hier ist schon das nächste Kap! Ich hoffe es gefällt euch allen!
Ich hatte eigentlich den Anfang mal ein wenig geändert, aber die geänderte Version ist auf meinem kaputten Rechner... Aber es war nicht so geändert, dass es ganz anders war, nur ein bisschen... Wenn ich irgendwann mal wieder dran kommen sollte, dann werde ich es vielleicht auch neu posten, ich kann es aber nicht versprechen...
Erstmal ein Danke an Dia, die mal wieder gebetat hat und an meine beiden Lieblingsreviewer Gwen und Jasey 'knutscha' Eure Antworten stehen diesmal weiter unten!
Und jetzt viel Spaß!
-j-j-j-j-j-j-j-j-j-j-j-j-j-j-j-
Kapitel 11 - Aus heiterem Himmel
„Mama? Papa? Wo seid ihr? Bitte helft mir..." Hermine saß in einem dunklen Flur, an die hölzerne Garderobe gelehnt.
Was ist passiert? Was ist los? Was ist mit dem Licht? Warum bin ich alleine?
Sie saß nicht in irgendeinem Flur, sie saß in ihrem Flur. Hier in diesem Haus war sie aufgewachsen, lebte sie noch heute mit ihren Eltern, wenn sie nicht in Hogwarts war. Aber wo waren ihre Eltern?
Die Haustüre stand sperrangelweit offen und ein Kranz aus Tanne hang satt und grün unter dem kleinen Spion. Kalter Wind und leise Schreie brausten stoßweise in das eigentlich behagliche Haus. Der Hausflur war mit Holz vertäfelt und die alten Dielenbohlen knarrten bei jeder noch so kleinen Bewegung. Der alte Läufer, der von der Wohnzimmertüre bis zur Garderobe reichte, mochte Hermine immer schon am liebsten. Er war so schön bunt und hatte viele Muster. Wenn die Sonne in das Fenster oberhalb der Garderobe darauf schien, lag sie gerne in den warmen Flecken und schlief.
Doch jetzt saß sie verängstigt am Ende des Flurs, am Fuße der Treppe, und fragte sich verwirrt, was hier eigentlich los war. Bilder von Weihnachten und Bescherung riefen sich selbstständig in ihrem Geist ab; sie, lachend unter dem wunderschönen Weihnachtsbaum mit großen Geschenken um sie herum. Ihre Mutter in der Küche, dabei, das Essen zuzubereiten. Ihr Vater mit mehreren Holzscheiten in beiden Armen, vor dem Kamin kniend, beide mit lächelnden Gesichtern, beide mit Glitzern in den Augen. Das Gefühl der Liebe und Vertrautheit wärmte ihren verkrampften Magen.
Die Schreie und Rufe von draußen schwollen langsam aber sicher an und Hermine stand andächtig auf, um endlich zu sehen was hier eigentlich los war. Sie spürte, dass dieser Körper nicht wirklich ihrem Kommando unterlag, aber das war jetzt nicht das Hauptproblem. Zuerst musste sie erfahren, was da draußen von statten ging. Vielleicht kann ich ja helfen?
Sie war wieder in ihrem eigenen Körper, nur... es war nicht ihr Körper, das spürte sie. Aber es war ein Körper, der dem Original sehr nahe kam. Er war nicht ganz so groß, hatte (wieder) längere Vorderzähne und war im Großen und Ganzen nicht ganz so weiblich, wie er mit ungefähr 16 Jahren hätte sein sollen.
Mit zitternden Knien schlich ihr Körper vorsichtig zur Ausgangstüre, schreckte bei jedem knackenden Geräusch des Holzes zurück und fuhr mit einer Hand den Weg an der Wand nach, immer bereit sich abzufangen, falls die Beine nachgaben. Mit wenigen Schritten stand sie in der Türe und blickte nach draußen.
Kalte Luft und der Geruch von Schnee und Frost strömte ihr entgegen, aber das war es nicht, was ihrem Atem stocken ließ. Ein Mann in schwarz-grünem Umhang und einer weißen Maske, stand über ihren beiden Eltern, die sich komisch verkrümmt auf dem Boden wanden und stumm zu schreien schienen. Ein Zauberstab lag in der linken Hand, der nun nutzlos auf den Boden gerichtet war, da der Mann zuguckte.
Sie fragte sich für einen kurzen Moment, woher sie dieses Bild kannte. Mit aller Wucht traf sie die Erkenntnis: Er war ein Todesser. Am liebsten wollte sie wegrennen oder hinrennen und ihren Eltern helfen, die mit Schreck geweiteten Augen anscheinend immer ruhiger wurden. Aber sie war Schock gefroren und langsam drangen noch andere Bilder in ihr Bewusstsein.
Andere schwarz-grün gekleidete Gestalten, die die Straße entlangkamen und sich wahllos in die Häuser Zutritt verschafften. Rauchschwaden und panische Schreie aus der Richtung, aus der diese Männer kamen und ihr eigener Schrei, der sich unaufhaltsam aus ihrer Kehle löste.
Nur wenige Augenblicke später erschienen nicht nur weitere Männer und Frauen aus dem Nichts auf der Straße, sondern der Mann, der ihre reglosen Eltern zurückließ, kam auch noch auf sie zu. Zu ihrer Erleichterung waren die neu erschienen Menschen keine Todesser, denn sie nahmen gleich den Kampf mit den Schwarzroben auf.
Doch der Mann, der auf sie zukam, schien sich nicht davon beirren zu lassen und als ein blauer Lichtstrahl direkt neben ihr in den Türestock einschlug, schrie sie wieder laut auf. Mit einem Mal wieder so „wach" wie vorher, schlug sie schnell die Türe zu, stand nur kurz im Flur und überlegte fieberhaft, was sie als nächstes tun sollte.
Sie versuchte ihren Körper und die fremden Gedanken, die panisch im Kreis liefen, zu beruhigen, aber es war schwieriger als sie gedacht hatte. Sie sollte sich bewegen, sich schnell verstecken oder Hilfe rufen, aber weder der fremde Körper, noch die andere Seele hörten auf sie. Doch sie wusste, sie hatte keine Zeit ihre Überredungskünste anzuwenden.
Schon hörte und spürte sie, wie versucht wurde, die Türe zu öffnen. Mit schnellen Schritten war sie bereits an der Garderobe, fertig zum Sprung auf die Treppe, als die Türe in kleine Splitter zerbarst.
Die Wucht der Explosion riss sie von den Füßen und als sie die Augen wieder öffnete, lag sie ausgestreckt auf dem bunten Läufer. Panisch drehte sie sich schnell auf den Rücken, blickte auf die schwarze und wirklich große Person am Ende des Flurs, die gespenstische Maske hob sich grotesk aus der Dunkelheit ab und schaute ihr lächelnd und traurig zugleich entgegen.
Hermine zog ihre Beine schnell ein und robbte sich mithilfe ihrer Arme zurück, bis der Rücken einen Widerstand spürte. Sie hörte ein belustigendes Schnaufen hinter der weißen Maske und ihr Herz machte einen ängstlichen Sprung in ihrer schmerzenden Brust.
„Bitte..." Ihre Stimme klang erbärmlich "...bitte, tun Sie mir nichts..."
Der Mann lachte nur kurz und leise auf, bevor seinen spottenden Stimme die Kälte durchschnitt: „Komm her, Kitty, Kitty... Kitty, Kitty, Kitty..."
Er kam in kleinen Schritten näher und mit jeder Bewegung und jedem „Kitty!" zog sich ihre Brust weiter zusammen. Ihre Lungen und ihr Magen rebellierten und ihre Adern puckerten an verschiedenen Stellen ihres Körpers.
„Komm her, kleines Kätzchen... Ich tu dir auch nichts." Seine Stimme versuchte wohl, warmherzig zu sein, doch klang sie noch verspottender und verzerrter als zuvor.
„Ich will doch nur spielen... nur ein bisschen spielen... Kitty, Kitty..."
Dieser Verrückte hatte ihre Eltern ermordet und er würde sie auch auf jeden Fall umbringen. Sie schluckte hart und das panikartige Gefühl des Unvermeidlichen stieg in ihr auf. Sie wusste nicht, was schlimmer war: Der Tod selbst oder die Gewissheit des bevorstehenden Todes.
„Nicht spielen? Dann machen Sie sich auf den Tod gefasst, Miss Granger." Mit erhobenem Zauberstab kam er nun näher und dann sah Hermine etwas, was sie nie für möglich gehalten hätte und was sie niemals vergessen würde.
Draco Malfoy, oder besser gesagt: Ein schemenhaftes Abbild von ihm, stand in voller Größe in der Türe und blickte geschockt auf die sich ihm dargebotene Szene. Er sah irgendwie geisterhaft aus, quasi in schwarz-weiß und genauso so schemenhaft, wie die Geister Hogwarts´ und doch anders. Sekunden später stand er schon mit ausgebreiteten Armen vor ihr und wenn sie ich nicht irrte, hörte sie ihn noch: „Nein, nicht sie!" schreien. Doch wurde er wohl gar nicht wahrgenommen, denn der Mann schien nicht gewillt zu sein, in irgendeiner Form darauf einzugehenermine etwas, wa sie ni. Er erschrak noch nicht einmal.
Doch bevor sie sich darüber wundern konnte, sah sie auch schon den grünen Strahl, welcher durch Malfoy einfach hindurchzugehen schien, und sie einhüllte.
Ihr Herz und ihre Lungen verkrampften sich, zogen sich zusammen und sie schrie und schrie und schrie. Panik, nackte Panik. Dunkelheit, sie saß in der Dunkelheit. Ihr Körper brannte, ihre Brust war taub vor Schmerz und gierig atmete sie die kühle Luft ein. Sie atmete, ja sie atmete! Sofort spürte sie Tränen in ihren Augen. Tränen der Angst und der Erleichterung.
Sofort hob Hermine ihre Hand und betastete ihren Körper. Er war immer noch männlich und mit klammen Schweiß überzogen, atmete schwer und überzog sich dank ihrer Berührung mit Gänsehaut.
Das eigenartige kribbelnde Gefühl, das sie nicht allein war, verriet ihr, dass sie sich mit Malfoy immer noch einen Körper teilte. Das und dass sie einmal wieder nur die linken Extremitäten diese Körpers beherrschte. Noch nie war sie so glücklich gewesen, in diesem Körper aufzuwachen.
Luft, sie brauchte mehr davon. Hastig versuchte sie, dem Knäuel aus Bettwäsche zu entkommen und zerrte die andere Körperhälfte regelrecht mit. Als sie endlich den kalten Stein unter ihrem Fuß spürte, musste sie enttäuscht feststellen, dass es in den Slytherinkerkern keine Fenster gab. Doch allein schon in diesem steinernen Raum zu stehen und dessen Kälte zu spüren, erfüllte sie mit Leben.
Leben. Ich lebe! Oh mein Gott, ich lebe!
Der Damm, der sie vor der absoluten Verzweifelung schützte, wurde von eben dieser überspült.
„Granger..."
Gedanken, die ihr auch die letzten Tage nachjagten, übermannten und erstickten sie fast. Sie klebten wie Teer an ihren Verstand, ließen sich nicht abwaschen. Sie sackte auf dem Bett zusammen und weinte, schluchzte, heulte. Hermine hatte das Gefühl, dass alles um sie herum einbrach und auf sie stürzte.
Ihr Mut und ihre Tapferkeit waren einfach aufgebraucht und sie hatte das Gefühl, dass kein einziges Wort sie jetzt wieder beruhigen könnte. Das nichts und niemand es wieder geradebiegen konnte. Sie war alleine und fühlte sich einsamer als je zuvor. Ein schreckliches Zittern ließ nicht nur ihre Finger flattern, sondern auch ihre Nerven, die wie überspannte Gummibänder flirrten.
„Granger..."
Es war zwar etwas lauter gesprochen, aber Hermine überhörte es völlig in ihrer blinden Panik. Sie war damit beschäftigt, nicht völlig in Angst und Selbstmitleid zu ertrinken und ihren Damm wieder aufzubauen, was mehr als schwierig war, denn es flossen weiter unkontrolliert Empfindungen ein und ertränkten ihre klaren Gedanken.
„Hermine..."
Sie erschrak fast und nicht nur, weil der Ton schmerzvoll und angestrengt klang, sondern es erinnerte sie daran, dass sie noch immer hier war. Dass sie noch immer am Leben war. Sie war nicht gestorben und IHRE Eltern waren auch nicht tot, nur nicht hier, das war alles. Gleich viel entspannter bemerkte sie, wie Malfoy sich mit aller Gewalt an einem der vier Bettpfosten krallte und zitterte.
„Hermine... hör auf, verdammt!" Seine Stimme war brüchig und gepresst, „Du bist nicht tot... beruhige dich endlich, bitte... Ich halte das nicht mehr aus."
„DU hälst es nicht mehr aus? Dass ich nicht lache! Ich bin diejenige, die tot ist. Du weißt gar nicht wie schlimm es war..."
„Ach ja? Ich muss dich in meinem Körper, muss deine Gefühle ertragen. Meinst du, das ist weniger schlimm?"
Wieder einmal war sich Hermine nicht sicher, ob diese Worte laut gesprochen oder eher gedacht waren, denn er hörte sich sehr aufgeregt und hitzig an. Bei weitem nicht mehr so kühl und gefasst, als sonst immer.
„Ich musste mit ansehen, wie mein Vater und wahrscheinlich auch viele andere meiner Familie diese Schlammblüter gequält und verstümmelt haben."
„Tu nicht so, als hättest du das nie gewusst oder sogar nicht gewollt", brüllte Hermine vor Wut, angestachelt durch seine Beleidigung.
„Es war mir egal, verdammt!", schrie er zurück und schlug mit der Faust auf die Matratze.
„Wie kann einem das egal sein?" Sie war fassungslos.
„Ich hatte andere Probleme...", antwortete er kühl.
„Oh ja, stimmt, Draco Malfoy ist damit beschäftigt, reich und gelangweilt zu sein. Das sind bestimmt große Probleme!"
„Du hast keine Ahnung, wie es ist der Sohn von Lucius Malfoy und Narcissa Black zu sein, also halt jetzt ja deine dämliche Klappe!"
„Du könntest ja versuchen es mir zu erklären. Ich würde gerne wissen, was in deinem kleinen, kranken Hirn so vorgeht."
„Ich kann dir das nicht erklären!"
„Warum nicht?", keifte Hermine.
„Weil ich es selber nicht mal verstehe, verdammt!"
„Wenn es dir wirklich egal ist, warum hast du dann versucht mich zu retten?", fragte Hermine schnippisch und war neugierig auf die Antwort.
Nach einem kurzen Moment gespannter Stille, antwortete er flüsternd: „Ich habe so was noch nie gesehen... Gehört ja... Auch, wenn die stolzen Erzählungen von Vater bei weitem nie wirklich so detailreich und genau waren... Es ist etwas ganz Anderes es zu sehen, vor allem mit jemandem, den man kennt. Sogar sehr gut kennt, auch wenn es eher unfreiwillig ist." Er klang abwesend, ganz weit weg und fast andächtig.
Unangenehme Stille trat ein, aber Hermines Herz klopfte weniger und auch ihr Atem wurde immer ruhiger. Erst jetzt bemerkte sie, dass ihre Faust das Laken fest umklammerte und beinahe schon schmerzte. Kalter Schweiß ließ sie frieren und das Gefühl von Schmutz ließ sie vor sich selbst ekeln. Der Sauber-Zauber konnte keine erfrischende und befriedigende Dusche oder ein heißes Bad ersetzen.
Duschen, baden,... Oh. Gott. Das wäre einfach genial ... Wie kannst du jetzt bloß an duschen denken? ... Ich denke nicht an duschen, ich denke an baden.
Und als ob Malfoy ihre Gedanken gelesen hätte hat er doch hoffentlich nicht, oder? sagte er auf einmal: „Ich glaube, ich brauche jetzt ein heißes Bad."
Sein Ton war wieder gefestigt und entschlossen und er machte Anstalten zum Aufstehen.
„Woher willst du wissen, ob ich überhaupt baden will?", fragte Hermine nervös. Hatte er vielleicht ihre Gedanken gehört? Bei dem Gedanken war sie weder aufgeregt, noch besonders ärgerlich, also warum hätte Malfoy sie hören können? Hermine schüttelte innerlich den Kopf. Er hatte sie nicht gehört, er hatte einfach nur das gleiche Bedürfnis.
Hoffentlich...
„Du hast gar keine andere Wahl und tust das, was ich will!"
Und obwohl Hermine nichts lieber als baden würde, blieb sie stur und schüttelte den Kopf, schließlich konnte er sie nicht einfach befehligen.
„Du bist schließlich Gast in meinem Körper und tust das, was ich dir sage!"
„So behandelt man aber keine Gäste."
„Ich schon, also beweg deinen faulen Hintern in Richtung Bad!"
„Vergiss nicht, das ist dein fauler Hintern, von dem du hier so abfällig sprichst", meinte Hermine ruhig und erhob sich gleichzeitig mit ihm aus dem zerwühlten Bett.
Die Diskussionen mit Malfoy waren einfach überraschend normal und beruhigten Hermine weiter. Etwas Normalität war in diesen Tagen nicht nur schwierig zu finden, sondern auch irgendwie wichtig. So komisch es auch klang, es war etwas, an das sie festhalten konnte in diesem großen Chaos. Ihre Tränen waren noch nicht richtig getrocknet und die Erinnerung an den Tod ihrer Eltern immer noch wie frische Fotos in ihrem Kopf und jetzt stapfte sie mit Malfoy freudig motzend ins Bad. Sie wusste nicht wie sie sich dabei fühlen sollte? Schuldig? Aber irgendwie war es keine Schuld was ihr Herz so zittern ließ.
In dem recht kleinen Badezimmer lagen immer noch die Zeugnisse von Malfoys verstörenden Ausbruchs. Die im Kerzenschein glitzernden Spiegelsplitter ergaben einen starken Kontrast zu dem schwarz-weiß gekachelten Boden. Sie wirkten wie freundliche Sterne, allwissend und doch mystisch. Die für Hogwarts doch recht kleine Wanne, stand auf ihren silbernen Klauenfüßen an der hinteren Wand und wirkte in dem reflektierenden Licht einladender denn je.
Malfoy machte an der Türe wieder kehrt und sie folgte ihm zu seinem Nachttisch, wo fein säuberlich sein Zauberstab lag.
„Du willst doch nicht etwa zaubern?", fragte Hermine schon fast ängstlich.
Weder er noch sie hatten probiert zu zaubern, nachdem Harry erzählte, wie er versagt hatte. Im Unterricht hatten sie immer nur so getan als ob und wollten lieber mit Unfähigkeit, als mit Explosionen auffallen. Ihr war es nicht leicht gefallen, so unfähig dazustehen und merkte auch die Unzufriedenheit von Malfoy, was das anging. Aber sie war sich bewusst, dass es so besser für sie war.
„Was ich zerstört habe, mache ich auch wieder in Ordnung. Ist ja schließlich kein Anderer da", antwortete er ein wenig ärgerlich und sie stellten sich in die Badezimmertüre.
Auf sein fast schon gelangweiltes „Reparo" folgte ein Windstoß, welcher die Scherben an die nächste Wand fegte. Nicht wenige zerbrachen erneut und Hermine versuchte ernsthaft ein Kichern zu unterdrücken.
„Du kannst es bestimmt nicht besser, Granger!", schnaubte er wütend.
„Wieso nicht?", fragte sie unschuldig und grabschte sich den Zauberstab.
„Das ist nicht dein Zauberstab und nicht dein Körper. Wieso solltest du das dann besser können, als ich?"
„Ich bin einfach besser als du."
Bevor er das irgendwie kommentieren konnte, hob sie den kleinen Holzstab und sprach „Reparo". Sie spürte das altbekannte Kribbeln der Magie in ihren Adern, dennoch war es total anders. Der Spiegel reparierte sich nicht wie er sollte, aber auf dem Boden wuchs mit einem Mal eine grüne Wiese mit vereinzelten Gänseblümchen und Löwenzahn. Sie hatte vieles erwartet, aber nicht das.
„Besser als ich, was?", spottete Malfoy sarkastisch.
„Nun ja... auf jeden Fall etwas schöner...", meinte sie nur kleinlaut.
Schnell hatten sie den Raum durchquert, der langsam den Geruch von frischem Gras und süßen Blüten annahm. Das Wasser wurde angestellt und ein Badezusatz, der nach Gesichtscreme roch, dazugegeben.
„Folgenden Verhaltensregeln, wenn wir baden, Granger." Er wirkte fest entschlossen, aber Hermine bemerkte die leicht zitternde Hand, die auf seiner Hüfte lag. „Wenn ich gleich meine Boxershorts ausziehe, wird nicht runter geguckt oder irgendetwas angefasst, also behalte deine Griffel bei dir. Wenn wir in die Wanne steigen, bleibt deine Hand da, wo ich sie sehen kann, also auf dem Beckenrand. Ich werde mich selbst waschen, dass beinhaltet auch „deine" Seite meines Körpers und ich will meine Ruhe! Haben wir uns verstanden?", fragte Malfoy überflüssigerweise.
„Ich bin nicht blöd, Malfoy."
„Das wird sich noch zeigen."
Hermine verbiss sich ihre Bemerkung. Sie sehnte sich nach dem heißen Wasser und der heiße Dampf, der ihr nun entgegenschlug, war ihr nicht genug. Malfoy schien sich auf das Schlimmste gefasst zu machen, denn er atmete immer wieder tief durch und seine Hand nestelte unschlüssig an dem Gummiband der Boxer.
„Warum so schüchtern, Malfoy? Du schämst dich doch nicht etwa?", fragte Hermine spitzbübisch. Sie wollte ihn triezen, damit er sich beeilte.
„Bist wohl scharf darauf, mit mir zu baden, Granger."
„Nein, aber ich will ein heißes Bad und kein kaltes! Es war schließlich deine Idee, also zick hier nicht so rum."
Was war das denn bitte? ... Zu dick aufgetragen? ... Er könnte böse werde, aber das kann dir ja egal sein ... Dein Ton war trotzdem ganz schön... Du hast dich angehört wie er ... Wie wer? Malfoy? Hast du einen Knall? Ich habe mich keineswegs angehört...
„Granger, wenn du so was noch einmal sagst, werde ich dich eigenhändig davon abhalten, je wieder etwas zu sagen und glaube mir, ich meine es ernst, also fordere mich nicht heraus."
Mit den Worten, zog er sich sekundenschnell die Hose aus und bestieg mit seinem Bein das heiße Wasser, welches schon von Schaum gekrönt war. Er zog die Luft zischend zwischen seinen zusammengebissenen Zähnen ein und verharrte einen Moment. Kurze Zeit später wusste Hermine auch warum. Das Wasser war heißer als heiß und augenblicklich hatte die helle Haut von Malfoys Körper einen dezenten Rotton angenommen. Als sie dann dank eines akrobatischen Kuststückes in der Wanne lagen, legte sie auch brav ihre Hand auf den Badewannenrand und weil es so heiß war, auch ihr Bein. Mit der eigentlich angenehmen Ruhe kamen leider auch ihre unangenehmen Gedanken zurück und ließen sie nicht mehr los.
„Was, meinst du, war das gerade eben?", fragte Hermine zaghaft.
„Ein Traum, Granger."
Sie spürte, wie er die Augen verdrehen wollte.
„Es ist aber mir nie wirklich passiert und du warst auch da, nur nicht richtig... irgendwie als Geist oder so was..."
„Wir haben geschlafen und geträumt. Punkt. Nichts weiter."
„Ich glaube, das war ein Echo oder Ähnliches und du warst auch nur dort, weil wir zusammen in diesem Körper stecken..."
„Granger," seine Stimme war gefährlich leise, „ich will endlich meine Ruhe... Warum müsst ihr Gryffindors nur alles jedem erzählen? Ich kann darauf verzichten."
„Ich versuche dafür nur eine Erklärung zu finden, irgendeine. Warum musste ich das sehen?"
„Es gibt aber nicht für alles eine Erklärung und für einiges gibt es zu viele Erklärungen, aber es ändert sich nichts daran, dass du es wirklich erlebt hast! Und jetzt: Ruhe!"
Nach Momenten der Stille hielt es Hermine nicht mehr aus.
„Ich frage mich, wer sie wohl war. War sie wohl glücklich? Hatte sie viele Freunde? War sie auch mit Ron und Harry befreundet wie ich? Es gibt so vieles, was ich wissen will."
„Granger, sie ist tot, du nicht. Das ist das einzige und wichtigste, was du wissen musst", schnarrte er gelangweilt.
„Vielleicht hast du Recht..."
„Ich weiß, dass ich Recht habe."
„Warum bist du so?", platzte es aus Hermine heraus.
Sie wollte es schon die ganze Zeit wissen. Sie teilte sich mit ihm den Körper und er hatte weiterhin nicht ein gutes Wort für sie übrig. Sie wollte nicht mit ihm befreundet sein, sondern nur von ihm in Ruhe gelassen werden. Natürlich waren sie beide im Stress, aber anstatt zusammenzuhalten, machte er es nur noch schlimmer mit seinen Kommentaren. Es war absolut überflüssig und sie teilten sich immerhin schon intime kleine Geheimnisse. Also warum konnte er nicht ein wenig netter sein oder einfach nur nicht so schlimm wie immer?
Er ist ein Malfoy, er darf gar nicht ‚nett' zu dir sein ... Er muss ja nicht ‚nett' in dem Sinne sein, sondern nur nicht mehr ganz so... so... malfoytypisch halt ... Er ist ein Malfoy, schon vergessen? Er wird wahrscheinlich nicht anders können...
„Wie bin ich denn?", fragte er anscheinend sogar interessiert.
„Na, so halt... arrogant, überheblich, gemein, niederträchtig... Warum nennst du mich noch immer Schlammblut?"
„Weil du eins bist..." Er sagte es weder beleidigend noch boshaft, sondern in einem gleichgültigen und selbstverständlichen Ton.
„Aber wir teilen uns einen Körper und somit auch dein Blut und ich bin immer noch Hermine Granger, Tochter von zwei Muggeln. Ich bin immer noch ich, sogar du sagst es mir die ganze Zeit."
„Du verstehst es nicht Granger." Klang seine Stimme etwas müde? Malfoy griff nach einem großen Schwamm neben sich und fing an ‚sein' Bein abzuwaschen.
„Ich verstehe es wirklich nicht, aber ich würde es gern verstehen." Nun wusch er mit dem geriffelten Schwamm auch den gemeinsamen Oberkörper. Es war wohltuend und unangenehm zugleich. Es fühlte sich an wie eine fremde Berührung und doch angenehm vertraut, aber sie wollte jetzt nicht über dieses Problem nachdenken.
„Kannst du mir nicht antworten oder willst du mir nicht antworten?", fragte Hermine etwas ruhiger. Die Hitze und die Stille machten sie schläfrig.
„Ich werde dir nicht antworten, also frag nicht weiter." Es klang endgültig und obwohl Hermine nicht übel Lust hatte, weiterzudiskutieren, ergab sie lieber den massierenden Bewegungen des Schwamms.
Sie hob ihr Bein in die kalte Luft, damit er es waschen konnte, danach war ihr Arm dran. Ein leichter Seufzer des Wohlgefallens entfleuchte ihren Lippen. Es tat so gut, dass sie am liebsten die ganze Nach und den ganzen Tag hier verbringen wollte. Aber heute mussten sie sich auf die Suche nach dem Tor machen, sie hatten schon zuviel Zeit mit ihrer unmöglichen Situation vertan.
Der Schwamm kreiste wieder über die Brust, als sie ihn ergriff und anfing, Malfoys Arm abzuwaschen. Der anfängliche stille Protest wurde mit den ersten Bewegungen weggewaschen und auch er genoss es kaum hörbar.
Seine Hand holte das Shampoo vom Beckenrand und nachdem sie kurz untergetaucht waren, um die Haare nass zu machen, seiften beide ihren Kopf ein.
Das ist so was von surreal ... Genieß es einfach ... Ich kann nicht. Ich soll es genießen, nachdem ich weiß, wie mein Ich in dieser Welt gestorben ist? Ich darf es gar nicht ... Warum? Das ist doch Blödsinn! Du machst dir einfach zu viele Gedanken...
Jetzt wurden die Haare gewaschen.
Ich kann einfach nicht nicht darüber nachdenken. Das Mädchen tut mir Leid und schließlich bin ich das ja irgendwie ... Es hilft dir aber nicht, wenn du die ganze Zeit darüber nachdenkst ... Ja genau, genieß jetzt einfach mal, dass du eingeseift wirst ... Ich kann einfach nicht ... OH! Oh Gott, was macht er da?
Hermine wurde jäh aus ihren Gedanken gerissen, als sie eine Hand an einer für sie sehr ungewöhnlichen Stelle fühlte. Zwischen ihren Beinen an...
„Malfoy?" sie musste schlucken, „Was tust du da?"
Eine alles lähmende Hitze kroch in ihre Glieder und heißkalte Erregung ergoss sich wie kribbelnde Wellen über ihren zitternden Körper. Sie hatte zwar noch nie Sex, aber sie wusste, dass die Erregung in ihrem Körper sich sonst ganz anders anfühlte.
Aber bis jetzt hat dich auch niemand SO berührt oder? ... Hermine? Aus! Los, aus!
„Malfoy..." Ihre Stimme bebte und sie hasste es wie sie darauf so reagierte. Ihre Stimme war wie ihr Körper: Zitternd, sich windend und irgendwie bittend und nicht, wie sie es gern wollte, abweisend.
„Du machst dir mal wieder nur Gedanken, dass will ich verhindern."
Wie kann er sich so ruhig anhören, während er SO etwas macht? ... Gewohnheit? Übung? Wie kannst du noch SO denken, wenn er so etwas macht!
Ihr wurde leicht schwindelig und sie bemerkte, wie sich noch mehr Blut in ihrem Schritt sammelte. Seine Hand schloss sich enger, um die schon steife Erregung und wurde ein wenig schneller in ihrer Bewegung.
„Malfoy," sie war außer Atem „hör auf damit!"
„Womit?", fragte er amüsiert.
„Du weißt ganz genau, wovon ich rede..."
„Sag es doch einfach."
„Tu deine Hand da weg!"
„Nein." Er lachte kurz auf. „Hindere mich doch daran."
Sie biss sich auf die Unterlippe. Seine Bewegung, sein Streicheln war im Wasser nicht mehr als ein Hauch, aber die Wirkung war intensiv. Sie musste sich anstrengen nichts zu sagen, zu stöhnen oder sich in die Berührung zu lehnen oder überhaupt zu bewegen.
„Dir gefällt es, nicht wahr? Was ich hier mache..." Er wurde wieder etwas schneller und Hermine konnte ein leichtes Stöhnen nicht mehr zurückhalten.
Sie merkte, wie sich die Schamesröte über ihr Gesicht legte und ihre Gedanken in einem Wirbel von Farben, männlichen Hormonen und Empfindungen verschwanden.
„Tu das nicht... bitte... Hör doch auf..." Ihr verzweifelter und Lust getränkter Hilferuf bewirkte das Gegenteil. Er wurde noch intensiver.
Sie spürte seine Finger, die sich zu einer Faust ballten und hoch und runter glitten, spürte seinen Daumen, der immer wieder über die empfindliche Spitze rutschte. Aber mit einem Mal hörte es auf und Hermine wunderte sich über sich selbst, wie sehr sie augenblicklich die Berührung ersehnte.
Puh. Hermine, dass hätte wirklich ins Auge gehen können. Das nächste Mal, wenn er so etwas Unverschämtes macht, hälst du ihn aber vorher davon ab ... Das ist gar nicht so einfach! Diese männlichen Hormone machen wirklich gute Arbeit ... Na toll, jetzt sitzen wir hier. Wie unbefriedigend ... Halt die Klappe, du verwirrst sie nur...
In dem Taumel der gegensätzlichen Gefühle, bemerkte Hermine erst spät, wie Malfoy ihre Hand ergriff und in den Schritt führte. Sofort riss sie die Augen auf und schnappte nach Luft.
„Du hat doch nicht wirklich gedacht, dass ich jetzt aufhöre, oder?"
Seine Stimme war abgehackt und erregt, aber das fiel Hermine nur so am Rande auf, denn das sagenhafte Gefühl sich dort selbst zu berühren übermannte sie fast. Sie konnte einfach nichts tun, es war einfach falsch und gut zu gleich. Seine Hand legte sich über ihre und strich gleichzeitig mit ihr über den harten Schaft. Auch, wenn sie etwas dagegen tun wollte, konnte sie es gar nicht. Das redete sie sich zumindest ein.
Nicht nur ihr Körper war am Zittern, auch ihre Nerven und Hormone hielten nicht mehr still. Sie wusste einfach nicht mehr, wer was machte. Stöhnte sie oder er? Wurde sie schneller oder wurde er es? Schloss sie oder er als erstes die Augen oder gar beide? Noch nie hatte sie die Verbindung zwischen ihnen beiden mehr gespürt, als jetzt. Seine Lust verband sich mit ihrer und ihre Leidenschaft wurde eins mit seinem Verlangen. Je stärker es wurde, je näher der Orgasmus rückte und nicht nur das Glied, sondern auch ihr Innerstes pulsierte, desto mehr verlor sie sich in ihm. Hermine wusste nicht mehr, wo er aufhörte und sie anfing, aber in dem Moment war es ihr nicht wichtig genug, um darüber ernsthaft nachzudenken.
Wenn es jetzt schon so sensationell war, wie war es dann erst mit einer anderen Person? Das gab ihr den Rest. Sie merkte noch, wie sich ihr Rücken in die Höhe bog, hörte, wie Wasser aus der Wanne schwappte und das laute Stöhnen den Raum erfüllte. Alles war ihr egal. Sie wollte nur noch spüren, nur noch fühlen. Doch jeder Höhepunkt geht einmal vorbei und so ebbte das Gefühl wellenartig ab.
Im Nachhinein konnte sie nicht mehr klar sagen, was danach alles passierte oder wie lange alles dauerte. Es war einfach zu surreal. Verschwommen erinnerte sie sich daran, wie sie aus der Wanne stieg und sich erschöpft ins Bett legte. Kein Wort fiel, kein Ton erklang. Es war geschehen und von Beiden am liebsten vergessen. Oder?
Hermine war augenblicklich eingeschlafen und konnte erst am nächsten Morgen darüber nachdenken und der kam früher, als ihr lieb war. Ihr Kopf dröhnte, als hätte er die Nacht über nicht richtig abschalten können. Trotzdem fühlte sie sich so entspannt wie schon lange nicht mehr. Doch bei der Erinnerung an die gestrige Nacht brannte ihr Magen vor Scham.
Selbst Schuld, Hermine, was machst du auch für einen Blödsinn? Du bist wirklich widerwärtig! Ich dachte du wärst anständig? ... Ich bin anständig! ... Ach ja? Anständig? Anständige Mädchen machen das aber nicht! ... Hey, du bist 16, andere Mädchen haben schon viel früher angefangen. Denk doch mal an Lavender oder Ginny und es war kein richtiger Sex! ... Nein, du hast das NUR mit dir machen lassen und hast so gar mitgemacht! ... Na und? Es war doch schön oder etwa nicht? ... Deswegen ist es ja so schlimm...
Am liebsten wäre Hermine jetzt einfach aufgestanden, weggerannt und Malfoy einen blöden Idioten sein lassen, doch das war leider unmöglich. Noch eine Situation, die sich verschlechtert und nicht verbessert hatte.
Wie sich wohl Malfoy fühlt? ... Ja, wie schon! Er ist wahrscheinlich stolz darauf...
Der Morgen verlief ruhig, zu ruhig. Sie liefen die Routine ab, die sich schon nach dieser kurzen Zeit eingestellt hatte. Aufstehen, Badezimmer, umziehen. Die meiste Zeit überließ sie ihm das Kommando. Er hatte ja Recht, es war eigentlich sein Körper, also versuchte sie in diesem Ritual so wenig wie möglich aufzufallen und nach der gestrigen Nacht sowieso.
Die Wiese war über Nacht verschwunden und auch die Scherben waren wieder ein Spiegel. Wahrscheinlich waren das die Hauselfen. Früher hätte sie das in Rage gebracht, aber jetzt hatten diese Gefühle einfach keinen Platz mehr.
Nachdem sie die Domäne der Slytherins verlassen hatten, trotteten sie in die große Halle, um zu essen. Das Frühstück war so gut wie immer, aber richtig genießen konnte sie es nicht. Erst als Ron und Harry dann den Raum betraten, hatte sie das erste Mal das Bedürfnis zu lächeln. Aber es hielt nicht lange an, denn nach einem kurzen Kopfnicken gen Gryffindortisch, gingen sie zum Unterricht. Verwandlung stand als nächstes an. Sie war neugierig auf den Professor und sehr gespannt darauf, ob er McGonagall das Wasser reichen konnte.
Als dann der, für sie neue, Professor den Raum betrat, musste Hermine begeistert feststellen, dass Harry und Ron nicht übertrieben hatten. Er war ihr sofort sympathisch und füllte den Raum mit freundlicher Wärme. Es hatte was von einem liebevollen Großvater, auf den man sich freute und der immer Späße mit einem trieb. Trotzdem vermisste sie McGonagall. Was war wohl mit ihr geschehen oder existierte sie einfach nicht?
Der Unterricht begann, wie auch bei Ron und Harry, mit langweiligen Wiederholungen, doch hatten sie das Glück für Professor Petlack nicht interessant genug zu sein. Auch wenn sie von dem alten Lehrer nicht beachtet wurden, so fand Pansy Parkinson sie umso interessanter. Hermine bemerkte fast körperlich die Blicke, die sie Malfoy und somit auch ihr, immer wieder zuwarf. Aber es blieb nicht bei ihr, auch ihre Freundinnen, wie Millicent Bullstrode, erdolchten sie mit ihren Blicken. Kein gutes Zeichen. Wer weiß, wie schnell sich das schon herumgesprochen hatte und dann noch die Tatsache, dass Draco Malfoy nun auch schon friedlich mit Gryffindor gesichtet wurde, ergab kein gutes Gesamtbild für einen Slytherin. Wer wusste, welche Position Malfoy hier einnahm. Vielleicht war er hier wichtiger für die Slytherins, als in ihrer Welt.
Hermine fühlte sich einfach unbehaglich bei dem Gedanken daran, dass sie sich wahrscheinlich total untypisch verhielten und leider nicht sehr viel daran ändern konnten, da sie diese Realität nun mal nicht kannten. Sie wünschte sich nur schleunigst nach Hause.
Hoffentlich...
Die Stunden gingen nur schleppend voran und Hermine hörte noch nicht einmal richtig hin. Kurz vor Schluss verlangte eine ziemlich aufdringliche Eule Einlass. Sie hackte auf das Fenster ein und schlug immer wieder mit den Flügeln dagegen. Professor Petlack blickte sich nervös um und entließ sie. Gespannt, warum der Lehrer sich so komisch verhielt, packte Malfoy nur langsam seine Sachen ein und schielte immer wieder nach vorne.
Hermine bemerkte, dass sie diese Eulenart nicht kannte. Sie war ganz schwarz, hatte für eine Eule sehr komische Federn und auch ganz andere Krallen. Sie machte einen weiten Bogen und ließ eine Pergamentrolle auf dem Schreibtisch fallen, kurz bevor sie wieder verschwand.
Malfoys Körper versteifte sich und wurde auf einmal schneller mit dem Einpacken.
„Was ist denn?", fragte Hermine, wollte sie doch noch weiter schnüffeln.
Er antwortete ihr nicht und stürmte hastig aus dem Raum hinaus, riss sie förmlich hinter sich her.
„Verdammt, Malfoy, sag endlich, was ist los?", fragte Hermine ungeduldig.
„Das ist eine Eule vom dunklen Lord!", zischte er seine Antwort.
Hermine schnappte nach Luft.
„Woher weißt du das?"
„Hallo? Draco Malfoy, schon vergessen?"
„Aber davon habe ich weder gelesen, noch etwas darüber gehört..."
„Darüber kann man nichts lesen, davon kann man nur wissen...", sagte er nur gereizt.
„Bist du dir sicher?"
„Ja, verdammt, mein Vater hatte auch so eine Eule und sie wurde nur benutzt, „um die Interessen des dunklen Lords zu gewährleisten"."
Sie wusste, er zitierte seinen Vater und jetzt hatten sie noch ein Problem. Hörte das denn nie auf?
Hoffentlich...
-j-j-j-j-j-j-j-j-j-j-j-j-j-j-j-j-j-j-j-j-
Tja, dass wars auch schon wieder... und? Gut?
Jetzt zu den coolen Revs:
Erstmal: Danke! 'knutschas'
Gwen: Ich habe mich am Donnerstag eigentlich gar nicht richtig bedankt, für die Apfelschorle und die geilen Kekse (ich habe sie im übrigen meiner Oma geschenkt, sie lässt dich grüßen, sie fand es total lecker!)... Ich danke dir! 'knuddelknutschdrück' Ich habe deine Fragen ja schobn beantwortet, also fällt meine Antwort recht kurz aus, aber mir ist heute morgen noch etwas zu einer der Fortsetzungen eingefallen... und zwar zu der Muggel-Idee 'lol' Mal sehen... Bis bald!
Jasey: Sorry, dass dir keiner Bescheid gesagt hat... aber vielleicht findest du das hier ja schneller... Danke erstmal für die total geilen Komplimente! 'knuddel' die kann ich immer gut gebrauchen! Deine Gedanken und Ideen sind wirklich sehr... einfallsreich, um es jetzt mal vorsichtig auszudrücken, aber ich kann natürlich nicht sagen was richtig, was falsch ist... is ja klar, außer du willst es wissen, dann kannst du mir eine Email schicken und ich sagen es dir! ;) Ich hoffe das Ende hier ist nicht ein ganz so gemeiner Cliffhanger, denn das nächste Kap braucht wieder seine Zeit, denn das ist wirklich noch nicht fertig, aber ich habe schon wieder etwas weiter geschrieben und weiß wie es enden muss, und somit weiß ich schon ganz schön viel... 'gg' Ich danke dir! 'knutscha'
Bis demnächst, wenn es wieder heißt... tja, keine Ahnung... was könnte da stehen... 'grübel' Vielleicht weiß ich es beim nächsten Mal...
