Ein Strolch zum Verlieben
Fanfiction von Slytherene
Liebe Lesende,
anbei die Ostersamstagsfolge, und wie versprochen, gibt es eine größere Entflohungsaktion und die beruhigende Aussicht auf ein warmes Abendessen.
Wohl bekomm's.
Musicus: Der Barbier von Sevilla (Rossini)
4. Flohshampoo á la Arrabiata
Sie stellten das Motorradgespann im Innenhof des Hauses ab, aus dessen Eingang die vermeintlichen Vampire vor etwa zwei Stunden plötzlich erschienen waren. Remus fror erbärmlich. Es war kalt geworden und der Fahrtwind hatte ein Übriges dazu getan, ihn auszukühlen. Gianni wies eine Steintreppe hoch, die auf der rechten Seite zu einer Tür im Hochparterre führte.
„Da wohnen Leo und ‚Dragostea'." Er grinste. „Natürlich heißt sie in Wahrheit nicht so, und sie ist auch ganz sicher keine Blutsaugerin. Wir haben extra ein paar rumänische Begriffe gelernt und uns einen Akzent zugelegt, damit wir heute Abend auf der Masquerade-Party den ersten Preis abräumen. Na ja, ich schätze mal, das schaffen die Beiden auch ohne mich."
„Ihr wart sehr überzeugend", bestätigte Remus und konnte ein maliziöses Lächeln nicht unterdrücken, als er an den in Panik geflohenen Malfoy dachte. So gerissen der blonde Zauberer auch war, unter Druck konnte der begnadete Ränkeschmied nicht denken. Snape wäre ein solcher Fehler niemals unterlaufen. Aber Snape war seit mehr als einem Jahr schon verschwunden oder tot, es war also müßig, darüber nachzugrübeln.
„Der Trick von dem andern Typen mit dem Hundenebel, in dem er verschwunden ist, war aber auch heiß. Ich hab' den gar nicht wegrennen sehen. Du kanntest den, oder?" erkundigte Gianni Nero sich. „Thalia meinte, der wäre nicht eben zartfühlend mit dir umgesprungen."
„Wir kennen uns von früher", sagte Remus ausweichend.
„Ist der Pyrotechniker oder so was?"
„Etwas in der Art, glaube ich", log Remus.
„Durchgeknallt isser aber auch, von wegen „Nehmt den Werwolf" und „Madame Dragostea", großes Theater, ehrlich. Was ein Freak."
„Ja", nickte Remus nur und folgte Gianni mit Strolch durch das Tor über die Straße zu dem Teeladen hinüber, hinter dessen Glastür eine mit bunten, flackernden Leuchtdioden verzierte, fette Buddhafigur breit lächelnd ihr blaugrünrotes Licht verströmte. Gianni musste Remus' Blick bemerkt haben, denn jetzt sagte er:
„Gruseliges Ding das, he? Aber Thalia steht auf so bunten Leuchte- und Kitschkram, die hat echt dreimal ‚hier' geschrieen, als die Engel den schlechten Geschmack verteilt haben."
Er schloss auf und machte Licht, während er den Stecker der buddhistischen Amüsierbeleuchtung aus der Wand zog. Bunte Papiersterne, tibetische Stofflampen und Salzkristallleuchten tauchten den Raum sofort in ein weiches, angenehmes Licht. Wärme umfing sie und der Duft von Tee, Kaffee und Schokolade umschmeichelte Remus' Nase. Befangen blickte er sich um zwischen den metallenen Teedosen, fair gehandelten Kaffeepäckchen und Schreibbedarf aus von nepalischen Mönchen handgeschöpftem Papier, das in fröhlichen Farben aus den Regalen quoll. In einem Korb lagen peruanische Handarbeiten und auf einem Ständer hingen ein paar bunte Kaftane, Saris aus Pakistan und lange, afrikanische Gewänder. Neben der Kasse lagen in einer bunten Schüssel Sorgenpüppchen aus Guatemala und Specksteinschnitzereien aus Malaysia. An der Wand waren Poster von ökologisch geführten Kaffeeplantagen und Hilfsorganisationen aufgehängt, und an einer bunten Pinwand prangten allerlei Flyer und Handzettel, die über den nächsten Kurs für natürliche Geburtsvorbereitung ebenso informierten wie über die Robbenjagd in Grönland oder die Aufführung des Laientheaters an der nahen Schule.
„Willst du festwachsen?" fragte Gianni und steckte seinen Kopf durch einen Vorhang aus Bambusringen und –stäben.
Remus schluckte, als das Gesicht mit den dunklen Haaren hinter dem Vorhang verschwand und beeilte sich, ihm zu folgen.
Der angrenzende Raum war klein, aber einladend. Er hatte einen Tisch mit drei Stühlen aus bunt angemaltem Holz, eine schon leicht verschlissene rote Couch und eine winzige Küche mit einem schmalen Regal, einem Waschbecken und zwei Kochplatten. Das einzig moderne hier war ein Kühlschrank, an dessen Tür jede Menge Magnete pappten. Eine schmale Tür führte aus dem Raum nach hinten auf einen Gang, von dem ein wirklich winziges Duschbad mit einer Toilette und das Warenlager des Ladens abgingen. Eine weitere Tür führte vermutlich nach draußen auf einen der Innenhöfe, die hier zu jedem Haus gehörten.
„Du hast bestimmt Hunger, aber bevor ihr was essen könnt, müsst ihr baden, sonst verseucht ihr die Hütte hier. Und Thalia will bestimmt kein Insektengift spritzen in ihrer heilen Ökowelt. Ich schlage vor, wir baden erst Strolch, und dann kannst du duschen", sagte Gianni.
„Das wird ihm nicht gefallen", vermutete Remus. Doch er täuschte sich. Gianni organisierte aus dem Lager eine grüne Plastikwanne, die sie in die Dusche stellten und mit warmem Wasser füllten. Remus rief Strolch, der auf dem Gang gewartet und jede ihrer Bewegungen aufmerksam beobachtet hatte. Der kleine Hund ließ sich widerstandslos in die Wanne heben, setzte sich sogar darin, so dass nur noch der Kopf aus dem Wasser herausschaute. „Du bist wirklich der bravste Hund, den ich je getroffen habe", sagte Remus. „Wir beiden passen wirklich gut zusammen. Trotzdem werden wir morgen mit dem Tierschutzverein telefonieren."
„Du willst ihn doch nicht abgeben?" fragte Gianni, der in Shorts und Badeschlappen erschien, in der Hand das Flohshampoo, das die Tierärztin ihnen mitgegeben hatte. Er reichte Remus eine große Plastiktüte. „Da packst du am besten deine Klamotten rein, ich werf' sie nachher in die Mülltonne draußen."
„Ähm..." sagte Remus und wurde rot, als der schlanke Dunkelhaarige sich an ihm vorbei quetschte.
„Jetzt mach schon, sonst sitzen die gleich alle auf Dir und nach dem Bad wieder auf ihm."
‚Ihm' war Strolch, und ‚die' war eine ganze Schicht schwarzbrauner Flohleiber, die jetzt einer nach dem anderen aus Strolchs Fell auftauchten und an der Wasseroberfläche krabbelten und paddelten. Remus trat einen Schritt zurück und begann dann widerstrebend, sich aus den verfilzten Lumpen zu schälen, die ihn in mehreren Schichten umgaben. Nicht nur die Kälte in dem kleinen, ungeheizten Raum, auch das Bewusstsein, dass weder sein Körper noch seine Unterwäsche in den letzten zwei Wochen Licht und Wasser gesehen hatten, ließ ihn zögern. Ob Gianni seine Ressentiments spürte, oder ob er davon unabhängig sich völlig auf Strolch konzentrierte, blieb offen, doch während der ehemalige Vampir jetzt behutsam den kleinen Hund shampoonierte, entkleidete sich Remus und ließ seine abgerissene Kleidung in der Tüte verschwinden.
Er langte nach einem der verwaschenen Handtücher, die hinter der Tür auf einem winzigen Schränkchen lagen, wickelte es um seine knochigen Hüften und zog den Knoten sehr, sehr fest.
Unterdessen hob Gianni den Hund aus der Plastikwanne und kippte diese aus. In der insektizidhaltigen Lauge strampelten nur noch wenige Flöhe, die meisten waren bereits abgetötet. Gianni wusch die Wanne aus, stellte sie neben die Dusche und fluchte. Strolch hatte sich geschüttelt und den Hundewäscher mit Seifenlauge und toten Flöhen besprüht.
„Toll!" rief Gianni mit gespieltem Enthusiasmus. „Jetzt darf ich auch duschen. Klasse Hund!"
Strolch wedelte begeistert ob des vermeintlichen Lobes.
„Dein Hund versteht keine Ironie", beschwerte sich Gianni, und begann dann, den kleinen Mischling ein weiteres Mal einzuschäumen, diesmal auch den Kopf.
„Das muss noch drei Minuten einwirken, bis die Quälgeister alle tot sind", sagte er sanft zu dem zitternden Hund, der mit dem nassen Fell, welches ihm eng am Körper klebte, ein wahrhaft jämmerliches Bild abgab. Er zitterte zudem wie Espenlaub.
„Glaubst du, ihm ist kalt?" fragte Gianni.
Remus zuckte die Achsel. „Mir ist kalt, soviel weiß ich", antwortete er schließlich. „Aber bei ihm könnte es auch sein, dass er einfach einen Terrier unter seinen Vorfahren hat."
„Wenn es dir nichts ausmacht, dusche ich gleich trotzdem zuerst", sagte Gianni. „Ich beeil' mich auch", versicherte er.
Remus hoffte, dass ‚beeilen' bei dem eifrigen Hundewäscher, der ihn mit seinen Seidenhaaren, seinem sehnigen Körper und dem frechen Streifen dunklen Flaums, der von seiner Brust zu seinem Nabel und von dort in seine Shorts wuchs so sehr an Sirius erinnerte, eine andere Bedeutung hatte als bei seinem von einem wahnsinnigen Vorhang verschluckten Freund.
Gianni spülte dem Hund gründlich das Fell aus, ein Vorgang, der weitere fünf Minuten in der klammen und feuchten Atmosphäre des Badezimmers in Anspruch nahm, dessen Tür im Übrigen einfach nicht vorhanden war.
„Schüttele dich mal, Strolch", sagte Remus, nachdem sie das Wasser abgestellt hatten und er mit einem wirklich großen, wenn auch fadenscheinigen grauen Handtuch, das offensichtlich auch schon mal zum Basteln in einer Werkstatt benutzt worden war, auf den Hund wartete. Strolch folgte brav der Anweisung seines Herrn und jetzt waren es nur noch Wassertropfen und lose Haare, die an die Wände der kleinen Duschkabine und den armeegrünen, fürchterlichen Duschvorhang spritzten. Vorsichtig und gründlich rieb Remus den kleinen Hund trocken, so weit das möglich war.
Inzwischen lief das Wasser wieder, und die blauen Shorts flogen neben Remus' Füßen auf die steingrauen Fliesen. Gianni angelte unbefangen nach einer der vielen Flaschen, die in einem übervollen Chromträger hingen, der an der Vorhangstange baumelte.
Remus wandte sich widerstrebend ab und trug Strolch in den Gang hinaus, wo er ihn aus dem Handtuch entließ und der Hund sich daraufhin heftig schüttelte. Remus wischte die graue Wand und den nassen Betonboden mit dem Handtuch ab und wartete. Unterdessen drang die seit Ewigkeiten nicht mehr gehörte Poesie italienischer Operndichtung, wenn auch etwas schräg, an sein Ohr.
„Figaro... Figaro...
Son qua, son qua.
Oimè che furia,
Oimè che folla
Uno alla volta,
Per carità!
Figaro... Figaro...
Eccomi qua!"
schmetterte Gianni aus voller Kehle, und Remus war froh, dass es ein gewöhnlicher Bariton statt eines weichen Tenors war, und Rossini statt der Rolling Stones, die in der kleinen Dusche dargeboten wurden. Er hätte noch mehr Erinnerungen an Sirius an diesem Abend einfach nicht ertragen können. Wie sehr er ihn immer noch jedem einzelnen, verdammten Tag vermisste!
Als Gianni eine nicht unerhebliche Weile später endlich aus dem Bad kam, waren Remus' Füße kalt wie Eisblöcke. Er war gewohnt, zu frieren, aber nicht fast nackt.
„Ging doch flott, oder?" stellte Gianni vergnügt fest und wickelte kunstvoll ein Handtuch zu einem Turban.
Remus betrat das nun schon dampfende Bad und dankte Dragostea-Thalia im Geiste dafür, dass sie wenn schon keine Tür an ihrer Dusche, so doch wenigstens unerschöpfliche Mengen warmen Wassers hatte. Als der Strahl der Dusche auf seine Schultern prasselte, konnte er sich aktuell kein besseres Gefühl als dieses vorstellen, und für eine Weile gelang es ihm, jedes Denken einzustellen und einfach nur das heiße Wasser auf seiner Haut zu spüren. Erst Minuten später suchte er unter den verschiedenen Duschgelen nach einer nicht allzu aufdringlichen Duftnote und entschied sich schließlich für „Sandelholz". Gianni und wer auch immer sonst noch dieses Bad benutzte, hatte offenbar eine Schwäche für schwere, orientalische Düfte, die nichts für seine empfindliche Wolfsnase waren. Doch jetzt an Neumond störte es ihn nicht übermäßig. Remus las die Warnhinweise auf dem Antiflohshampoo und schloss fest die Augen, während er es in sein Haar einmassierte und wirken ließ. Er würde sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, die lästige Bürde wenigstens für eine Weile los zu werden. Kurze Zeit später stand er etwas ratlos vor dem kleinen, beschlagenen Spiegel. Die Tierärztin hatte den Bart an seinem Kinn entfernt, wo Malfoys silberne Gehstockspitze ihn verbrannt hatte. Jetzt hatte er ein haarloses Rund am Kinn, drumherum stand das Gestrüpp seines ungepflegten graublonden Vollbarts.
Er lief durch den Gang zum Hinterzimmer des Ladens. „Gianni? Hättest du vielleicht Rasierzeug für mich?"
„Sicher", nickte der Angesprochene und händigte ihm eine kleine braune Tasche aus. Eine Viertelstunde später, die unter der Dusche aufgewärmten Füße inzwischen wieder kalt, begann Remus im Spiegel sein Gesicht wieder zu entdecken. Die Linien um Augen und Mund waren tiefer, als es für sein Alter angemessen war, selbst für einen Werwolf. Seine braunen Augen wirkten müde und stumpf, und sein Haar, welches er vergeblich zu kämmen versucht hatte, kam einer Filzmatte gleich. Er war versucht gewesen, es abzuschneiden, aber dann hätte er keinen Kälteschutz auf dem Kopf, deswegen unterließ er es.
Er zog die Shorts und das T-Shirt über, die Gianni ihm zusammen mit dem Rasierbeutel in die Hand gedrückt hatte. „Du bist fast wieder ein Mensch, Remus Lupin", sagte er leise zu sich selbst. „Heute hattest du Glück: Malfoy entkommen, sauber, warm und mit der Aussicht auf Spaghetti und einen warmen, sicheren Platz zum schlafen." Er wusste, wem er dieses Glück zu verdanken hatte.
Strolch hockte auf dem PVC-Boden vor dem Zwei-Platten-Herd und sah sehnsüchtig nach oben in Richtung Kochtopf. Seine schwarze Nase bewegte sich aufgeregt schnüffelnd hin und her, und als er Remus sah, wandte er sich nur kurz von der verlockenden Mahlzeit hoch über seinem Kopf ab, um ihn pflichtbewusst zu begrüßen.
Auf dem Tisch standen zwei Teller, daneben lagen Gabeln und Löffel und bunte Papierservietten. „Oh Merlin", entfuhr es Remus und er ließ sich seufzend auf einen der bunt angemalten Stühle fallen. Der oder die Künstlerin musste erhebliche Menge Haschisch konsumiert haben, um derartige Motive zu erdenken. Schlangen mit Beinen und pelzigen Bäuchen ringelten sich um stelzfüßige Stachelschweine und verbargen sich hinter Philodendronblättern vor gierigen Harpyien mit Flossen statt Flügeln und Rüsseln statt Schnäbeln.
„Ich will dir aber wirklich keine Umstände machen", sagte er zu Gianni, der gerade Nudeln in eine Schüssel häufte und mit roter Bolognese übergoss.
„Das hier sind Strolchs Umstände", antwortete Gianni und nahm sich noch eine soßenbekleckerte Nudel aus dem tiefen Teller, bevor er ihn auf den Boden vor dem erwartungsvoll wedelnden Hund abstellte.
„Prego, prezioso. Buon apetito!"
Sofort drang eifriges Schlürfen und Schlappen durch den Raum.
„Dein Hund schmatzt", beschwerte sich Gianni. „Du wirst verstehen, ich mache die Fleischsoße für ihn, wir bekommen vegetarische Pasta."
Remus nickte ergeben. Es war ihm egal, solange es nur nicht mehr allzu lange dauerte. Seit er auf der Straße lebte, hatte sein ohnehin durch einen schnellen Stoffwechsel benachteiligter Körper einiges an Entbehrungen hinnehmen müssen, und die Folge davon war vor allem ein kaum zu stillender Hunger. Doch Remus hatte schnell gelernt, das stechende Gefühl zu unterdrücken und sich seine Nahrung einzuteilen. Er konnte auch jetzt warten, wenn es ein mußte.
Unterdessen betrachtete Gianni ihn mit taxierendem Blick. „Du hast dunkelblonde Haare und braune Augen, und du wirst sicher braun im Sommer, auch wenn du jetzt blass bist. Du bist ein Herbst."
„Wie bitte?" erkundigte sich Remus.
„Ein Herbst", wiederholte Gianni. „Ein Herbst-Typ. Du kannst weiches Weiß tragen, alle Braun- und Kupfertöne, alle Erdfarben und jedes Grün, wenn nicht zuviel Blau drin ist. Ich zum Beispiel bin ein Winter: schwarze Haare, helle Augen, Teint weiß oder oliv, niemals rötlich. Ich trage Wollweiß und mir stehen kräftige Farben."
Remus warf ihm einen Blick zu und vermutete im Stillen, dass Gianni vermutlich in allem, was er tragen würde, wie ein Fotomodell aussah.
Dieser riss indes seinen Kleiderschrank auf. In der hintersten, untersten Ecke fand er das gesuchte: Eine grüne Hose aus Armeebeständen, mit farblich passender langer Unterhose, Socken und einem Hemd. „Das müsste dir auch passen, bei der Army war ich genau so dünn am Schluss wie du jetzt. Schweinefraß, was die kochen."
„Danke", sagte Remus und schlüpfte in die Kleider. Sie waren nur ein wenig zu lang und zu weit, und die warmen Sachen mit den vielen Taschen waren wie gemacht für ein Leben draußen. Er hätte weinen können vor Glück. Als Gianni ihm zwei Minuten später einen großen Teller mit Pasta und Arrabiatasoße vorsetzte, tat er das ungehemmt, denn die Arrabiata war so scharf, dass es ihm auch ohne Rührung die Tränen in die Augen getrieben hätte.
TBC
