HUHU!!!

Ja, da bin ich schon wieder. Für alle, die sich wundern, weshalb es bei "Out of the Dark" nicht weitergeht: ich bin ja schon am Schreiben, aber momentan lässt sich das hier einfach besser schreiben! Und lieber was neues, als gar nichts posten, gelle?

So, nun aber genug gequatscht: Viel Spaß beim Lesen, ich hoffe, es gefällt!!


Kapitel 03

Duschen! Ach war es eine Wonne... Während meine Badezimmerspiegel immer mehr beschlugen und sich dicke Dampfschwaden in dem kleinen Raum ausbreiteten, wurde das Wasser, welches an meinem Körper entlang floss und sich zu meinen Füßen sammelte, immer klarer und ich fühlte mich immer sauberer.

Das tropisch duftende Duschgel lullte mich in einen verführerischen Duft und so konnte ich mich nur schwer von der Dusche trennen, als die Uhr drohte, dass ich zu spät komme.

Ich stieg also aus der Fliesenkabine und hüllte mich in ein weiches Frotteehandtuch, wickelte meine Haare ebenfalls in ein Tuch und verließ das Bad. Dass ich eins schlechtes Timing hatte, hatte ich bereits erwähnt, oder? Es bewährte sich gerade mal wieder, als ich nur im Handtuch bekleidet, in unserer Wohnküche meine Kleidung zusammenklaubte. Natürlich musste ausgerechnet dann die Haustür aufgehen, Terence und Tracy reinkommen UND mein Handtuch runter fallen.

„Hi", grinste Terence mich nur an, und bahnte sich seinen Weg in sein Zimmer. Von ihm hatte ich auch nicht mehr erwartet. Sooft, wie der mich schon nackt gesehen hat, wäre es auch echt ne peinliche Aktion seinerseits gewesen, wenn er irgendwas anderes gemacht hätte.

Als ich mein Handtuch aber eilig wieder um meinen Körper schlang, bemerkte ich Traceys Blick, und der war genauso, wie es mir NICHT vorgestellt hatte. In ihren Augen war weder etwas erschrocken, überraschtes, noch was angeekelt, überhebliches. Ihr Blick war vollkommen neutral, was mich wirklich aus dem Konzept brachte.

„Schon lästige Dinger, dieses Handtücher, nicht wahr? Fallen immer im unpassendsten Augenblick runter", merkte sie nur auffällig beiläufig an und wollte Terence schon folgen, als ich sie entgegen all meiner eigenen Erwartungen aufhielt.

„Tracey, ich... willst du einen Kaffee? Wir sollten reden", sagte ich gerade heraus und erleichtert fiel mir ein Steinchen vom Herz, sie nickte und setzte sich. Aus den Augenwinkeln konnte ich Terence hinter seinem Türspalt sehen und musste unwillkürlich schmunzeln. Zwar hatte ich keinen Plan, was ich ihr eigentlich erzählen wollte, doch zumindest ER schein tiefes Vertrauen in meinen Taten zu haben.

„Okay, bin in einer Minute wieder da, muss nur schnell dieses lästige Handtuch loswerden", zwitscherte ich fröhlich und eilte ins mein Zimmer, um auch wirklich eine Minute später wieder zurück zu sein. Die Uhr zeigte inzwischen halb drei und kündete damit an, dass ich zu spät kommen würde, aber egal. Seamus kannte diese Macke von mir und würde hoffentlich nachsichtig sein.

Während ich mich an der Kaffeemaschine ausließ (extra schnell in 5 Minuten zubereitet), fing ich mein Verhör an, zumindest versuchte ich es – sie kam mir zuvor.

„Ich wollte mich noch einmal entschuldigen, wegen letztem Mal", fing sie an, die Hände auf dem Thresen liegend und mit einem vergessenem Kronkorken spielend.

„Ich bin immer unausstehlich, wenn ich meine...na-du-weißt-schon-Woche habe", erklärte sie leise weiter und auf mir machte sich ein Gesichtsausdruck breit, der sich zwischen mitfühlend und ekelnd befand. Zum einen hat sich dafür das Thema bei mir erledigt. Wenn ich meine Tage habe, bin ich auch immer extrem unausgeglichen – nicht das ich es jemals wäre – aber zum anderen... sie hatte sich in der Zeit mit Terence getroffen. Und ich weiß, wie so ein Treffen endet. Findet sie sowas denn null ekelig? Wenn ich mir vorstelle, dass ein Mann da unten rumfuhrwerkt, während ... nene, das ist mir doch ne Spur zu widerlich – aber wer es braucht, meinetwegen.

„Ist schon okay – ich wollte auch eigentlich eher mit dir über deine Schwangerschaft reden." Wollte ich? Eigentlich ist mir die Idee nur drei Zehntelsekunden gekommen, ehe ich es ausgesprochen hatte.

Sie sah mich ruhig an und blickte dann lächelnd an sich runter. Irgendwie sah diese Bewegung unnatürlich aus, aber darüber zerbrach ich mir nicht weiter den Kopf.

„Terence hat mir schon gesagt, dass er dich als Patin haben möchte. Ich war damit einverstanden, sofern er Blaise Zabini als männlichen Paten akzeptierte."

„Blaise Zabini?" Nachdenklich goss ich zwei Tassen Kaffee ein und stellte ihr eine vor die Nase. Durfte sie überhaupt Kaffee? ... Offensichtlich schon, sonst würde sie ihn ja nicht trinken. Aber zurück zu Blaise Zabini. Der Name kam mir bekannt vor und so suchte ich verzweifelt nach einem Bild zu dem Namen, als sich wenig später auch schon mein Gesicht aufhellte.

Klar, Zabini. Der Slytherin, der noch verschlossener ist, als Malfoy es jemals war. Der Slytherin, der so unauffällig war, dass es schon wieder auffiel. Zabini hatte ich in meinem fünften Jahr mal belauscht, wie er zwar zugab, dass ich attraktiv sei, doch im nächsten Atemzug über meine „Muggelfreundschft" ablästerte.

Besonders lustig wurde es dann, als er mir eines abends auflauerte und um ein Date bat. Nur schwer hatte ich mein Lachen unterdrücken können, doch mir gelang tatsächlich ein ernstes Kopfschütteln. – Ein Fehler, denn seit dem hatte ich das ganze Jahr keine Ruhe vor dem Kerl. Solange, bis ich widerwillig ein Date zuließ. Danach hatte ich endlich ein Problem weniger, aber auch mindestens zwanzig mehr. Eines davon war, dass ich mich ein kleines bisschen in ihn verliebt hatte.

„Mit dem werde ich schon auskommen", grinste ich, als ihr Gesicht immer besorgter aussah.

„Im Slytherinumgang habe ich ja massig Erfahrungen mit Terence gesammelt... und meinem lieben Chef, Draco Malfoy", setzte ich noch hintendran, als ihre Miene wieder finsterer wurde, beim Namen ihres Verlobten. Konnte man ihn schon so nennen?

„Das freut mich, schließlich möchte ich meinem Kind keine Differnzen zwischen seinen Paten zumuten", erklärte sie mysteriös lächelnd. Wie sollte ich das jetzt verstehen?

„Ach, aber zwischen den Eltern ist es zumutbar, oder wie?", verließ es dann auch meine Lippen. Verdammte Klappe, ich konnte sie nie halten! Jetzt würde sie mich doch noch erdolchen.

„Wieso sollte es da Differenzen geben? Vielleicht ist der Auslöser dieser Ehe nicht ganz glücklich, aber wir verstehen uns ja dennoch sehr gut und haben uns gerne. Die Liebe wird sich mit der Zeit schon ankündigen", erklärte sie gleichmütig.

Ein Krachen ließ mich ein wenig aus meiner erschreckten Erstarrung erwachen. Das konnte ja nur eine Ursache habe! Und ganz richtig, als ich mich zur Tür drehte, lag dort ein Terence. Er hatte sich wahrscheinlich zu sehr an die Tür gelehhnt und war nun „rausgefallen."

„Hi", grinste er vom Boden zu uns hoch. Ich musste unwillkürlich zurückgrinsen, doch der erschreckend gerade Mund, der sich auf Tracys Gesicht verzog, konnte nichts gutes heißen! Die ohnehin schon bewegungslosen Hände, die auf dem Tresen lagen – kann ich persönlich gar nicht verstehen: ich musste meine Hände immer irgendwie bewegen – verkrampften sich noch mehr.

Doch dann brachte sie doch ein Grinsen zustande. Soll mal einer diese Frau verstehen, da verzweifel ja sogar ich dran! Und ich bin selbst eine Frau... oder zumindest auf dem besten Weg, eine zu werden.

„Gefällts dir da unten Schatz? Wenn du möchtest, kann ich dein zukünftiges Schlaflager ähnlich einrichten", säuselte sie süffisant und er beeilte sich, auf die Füße zu kommen. „Belauscht du immer deine Mitmenschen?", fragte sie weiter und der Ausdruck von Härte kehrte in ihr Gesicht zurück.

Ehe ich mich leise verabschiedete – in diesem Fall ist Rückzug sicher die beste Verteidigung, und außerdem wartet Seamus ja auch schon eine halbe Stunde auf mich – hatte ich einen Entschluss gefasst: es möge kommen, was wolle, aber Terence wird diese Frau ganz sicher NICHT heiraten!

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„Da bist du ja! Ich wollte gerade einen Suchtrupp losschicken!", begrüßte mich Seamus scherzhaft tadelnd und ich schloss ihn, erleichtert wegen seiner Lockerheit, zur Begrüßung in die Arme.

„Ich musste noch einiges mit der Mutter meines zukünftigen Patenkindes klären!", erklärte ich freiraus und musste dann auch gleich einsehen, dass dies ein schwerer Fehler war. Seamus wusste noch überhaupt nichts von Terence, aber dies würde ja gleich ans Tageslicht kommen, wenn ich ihm den Umstand meiner Patenschaft erklärte. Und Seamus war ein überzeugter Gryffindor.. und somit ANTI-Slytherin.

„Patentante? Du? Na das kann ja heiter werden", lachte er auch schon los und ich musste ihm insgeheim recht geben – das konnte wirklich heiter werden.

„Und wer sind die bemitleidenswerten Eltern deines neuen Schützlings?"

„Terence Higgs und Tracy Davis", erwiderte ich tonlos und senkte vorsichtshalber den Blick. Er musste ja nicht gleich merken, was da im Busch war. Wobei, die drei Sekunden, die ich damit rausschinden konnte, würden mir auch nicht den Hintern retten.

„Ähm... ehe du mir eine schöne, ausführliche Erklärung dazu lieferst, gehen wir am besten ersteinmal in das Restaurant, welches du im Hinterkopf hattest. Wo müssen wir hin?"

„Soho, Wardour Street."

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„Na dann erzähl mal", griff Seamus das Thema wieder auf, als wir einen Tisch am Fenster ergattern konnte. Getränke waren schon bestellt und die Karten lagen vor uns. Um etwas weiter die Zeit zu schinden, öffnete ich sie erst einmal und studierte die Angebote. Und kurz, bevor Seamus genervt seine Forderung wiederholte, fing ich dann doch endlich an. Wie ich es hasste!

„Also gut. Du willst also wissen, wie es dazu kommt, dass ausgerechnet ich Patentante von dem Kind zweier Slytherins werden soll?"

„Mir würde es schon reichen, wenn ich erfahre, was du ausgerechnet mit Higgs am Hut hast!", grummelte er und ich musste fast lachen – er sah aus wie ein trotzige, kleines Kind.

„Ich kenne ihn jetzt seit gut einem Jahr. Hab ihn kennen gelernt, als ich ne Restaurantkritik schreiben sollte. Ich bin erst selbst fast vom Glauben gefallen, als ich den Chefkoch interviewn sollte und er sich als Terence herausstellte. (Ich ließ jetzt einfach mal unterm Tisch fallen, dass es sich um DIESES Restaurant handelte.)

Wie setzten uns also zusammen und ich interviewte ihn geschlagene drei Stunden. Das war Material für fünf Artikel, aber es war irgendwie egal. Wir verstanden und gut, und machten ein Date ab."

„Du warst mit dem Kerl zusammen?", kam es ungläubig von meinem Gegenüber und der Kellner, der soeben die Getränke brachte, flüchtete ungewöhnlich hastig, als er die Getränke abgestellt hatte. Seamus sah wirklich zum fürchten aus mit dieser gerunzelten Stirn.

„Na, „zusammen" kann man es kaum nennen", protestioerte ich, aber sein Kopfschütteln sagte mir, das jede Erkärung sinnlos war, er würde es eh nicht glauben.

„Naja, zumindest ist er dann vor drei Monaten zu mir gezogen, weil er aus seiner Wohnung ausgeworfen wurde. Seidem lebt er bei mir. Aber wir sind NICHT zusammen und da er in drei Wochen heiratet, sollte das überzegend genug sein." Ich wusste nicht warum, aber plötzlich war es mir unheimlich wichtig klar zu stellen, dass ich mit dem Mann niemals zusammen war oder kommen könnte.

„Ist ja gut. Aber offensichtlich seid ihr recht gute Freunde, sonst würdest du ja niemals Patin werden sollen, oder?"

„Ja, offensichtlich," murmelte ich zustimmend und nippte an meinem Wein.

„Habt ihr gevögelt?", kam es dann aber plötzlich noch und ich verschluckte mich an meinem Chateau.

„Was geht dich das an?", antwortete ich aggressiver, als ich beabsichtigt hatte, aber mal ehrlich, was erwartete er? Es ging ihn ja wohl einen feuchten Dreck an, ob ich diesen oder jenen fickte. ... ich sollte mir diese obzsönen Vokabeln abgewöhnen.

„Also ja. War er besser als ich?"

Langsam fiel mir alles aus dem Gesicht, was da fallen konnte: Augen, Nase, Mund... oh, da hinten rollte ein Zahn... und was tat der werte Herr? Er fing an zu lachen. Und nicht einfach so ein kurzes, freudloses Lachen, nein, er lachte aus vollem Halse, so, als ob er sich sowieso schon die ganze Zeit amüsiert hätte und es nun rausließ. Hieß das, er hatte damit überhaupt kein Problem und hatte mich nur verarscht?

Das konnte er gerne zurück haben! Fest entschlossen, ihm keinen weiteren Grund zum Lachen zu geben, verschloss ich meine Miene wieder und erreichte damit auch einen sorfortigen Abbruch seines unverschämten Lachens.

„Klar war er besser. So einen guten hatte ich noch nie. Immer bereit, immer für was neues zu haben. Er hat mit mir auch diese Löwenstellung ausprobiert, bei der du ja so ne Angst hattest, dass du dir dabei was brichst. Ja, ich kann schon sagen, dass er verdammt gut ist!"

„Verarsch mich nicht."

„Tu ich nicht. Ich..."

.. wurde abgelenkt. Die Tür ging nämlich auf und zwei Männer kamen rein. Ich kannte beide ganz gut. Der eine war recht schlacksig, randlose Brille, Kamera um den Hals: Arbeitskollege und Fotograph Colin Creevey. Der andere nicht minder bekannt: dunkelhäutig, schwarze Augen; einer der bekanntesten modernen Künstler (man mag es kaum glauben) Exfreund Dean Thomas.

Die beiden hielten sich an der Hand und es sah irgendiwe eindeutig aus. Sehr eindeutig. Dass Colin schwul ist, weiß ich seit der sechsten Klasse. Da hatte er mich als einzige in sein Geheimnis eingeweiht und mir damit echten einen Freundschaftsbeweis geleistet. Ich hatte auch nie Probleme damit. Aber Dean? Vielleicht erschütterte es mich ja auch nur so, weil ich mit dem Kerl mein erstes Mal hatte, ... aber Dean und schwul??????

„Überrascht dich das sehr?", fragte Seamus listig vond er Seite und brachte mich völlig aus dem Konzept. Der kleine „Kampf" zwischen uns bereits völlig vergessen, starre ich ihn entgeistert an.

„Wusstest du das?"

„Natürlich. Dean ist mein bester Freund. Nach der Disasterbeziehung mit dir, ist er sehr schnell darauf gekommen, dass die Frauenwelt nichts für ihn ist. Du hast ihm sozusagen die Augen geöffnet. Sei doch stolz darauf", zwinkerte er mir zu und ich musste dann doch grinsen.

Mein Blick suchte wieder das ungewöhnliche Paar und feixend musste ich registrieren, dass die beiden so sehr miteinander beschäftigt waren - nein, nicht knutschend, sich anguckend – dass sie uns beide gar nicht bemerkten.

„So, um auf das Thema zu kommen", fing Seamus schon wieder an, als wir unsere Bestellung aufgegeben und eine zweite Runde Wein bestellt hatten. „Du hattest mit Higgs also sowas wie eine Sexbeziehung, aber nun ist er mit Tracy Davis verlobt und sie erwarten ein Kind?"

„Genau. Obwohl mir die Geschichte mit der Schwangerschaft irgendwie suspekt vorkommt. Ich weiß auch nicht warum. Aber irgendetwas an Tracys Verhalten war merkwürdig."

„Glaubst du, sie ist gar nicht wirklich schwanger?"

„Vielleicht? Ist doch recht merkwürdig, oder nicht? Sie kennen sich gerade mal zwei Wochen und Tracy ging davon aus, sie wären zusammen. Aber als Terence gleich beenden will, was sie sich da zusammen gedichtet hat, platzt sie mit dieser Information raus. Also mir kommt das spanisch vor."

„Recht hast du, aber dir fehlen die Beweise."

„Ja, aber ich werde einen Weg finden! Ich kann Terence unmöglich so eine Ehe zumuten..."

„Er muss dir ja doch ziemlich am Herzen liegen, wenn du dich so für ihn einsetzt. Aber warum machst du dir das Leben mit seinen Problemen so schwer? Ich bitte dich, er ist nur Slytherin und hat es nur verdient, wenn er mal leiden muss und nicht nur leiden lässt."

Ungläubig versuchte ich das eben gehörte zu verarbeiten. Das konnte doch unmöglich sein Ernst sein?! We kann man nur so stur und blind sein, nur für eine schulische Feindschaft zweier Häuser? Das liegt doch nun echt schon etliche Jahre zurück.

Der restliche Nachmittag ging eher schweigend vorüber, bis wir zu dem Punkt ankamen, an dem wir uns verabschieden wollten. Es war inzwischen 17 Uhr und mein traditioneller Besuch daheim stand an. Ich drückte Seamus also noch mal ganz kurz und wolte schon apparieren, als mir ein wichtiges Detail auffiel.

„Wo willst du eigentlich die Zeit über unterkommen, die du hier bist?", fragte ich vorsichtig. Seine Eltern waren Opfer von vielen im Krieg gewesen und so konnte er bei ihnen ja schon mal nicht unterkommen. Irgendwie durchzog mich ein ungutes Gefühl, wenn ich so darüber nachdachte.

Doch Seamus ahnte ja nichts von meinen Gedanken, und antwortete so ganz normal: „Ich hab mich erstmal bei Tom im „Tropfenden Kessel" eingemietet. Wieso?"

„Ach, nur so. Ich will ja nicht, dass du unter einer Brücke schlafen musst", erwiderte ich und apparierte dann nach einem letzten Zwinkerer.

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Zuhause war die Hölle los. Eigentlich liebte ich so einen Trubel. Ich bin einfach dafür geboren. Zwar sprachen meine beiden ersten Schuljahre noch stark dagegen, aber hey, wie würdet ihr euch verhalten, wenn ihr ein Jahr von Voldemort bessesen ward und noch ein weiteres Jahr die Mobbereien eurer Mitschüler ertragen müsst? Es war die Zeit, in der ich sehr viel alleine war, gelernt und meinen Entschluss gefasst hatte, wie ich fortan leben wollte. Ohne mir von jemanden einen Strich durch die Rechnung machen zu lassen.

Nun, also, eigentlich ging ich in großen Menschenansammlungen immer auf, doch heute war irgendwie ein schlauchender Tag gewesen, so dass ich eher träge zwischen meinen ganzen Familienangehörigen saß.

Da waren zum einen Bill und Fleur mit ihren beiden Kindern Giselle und Louis. Ron und Luna mit Simon. Hermine und Charlie – frisch verheiratet und noch kinderlos. Fred mit einer blonden Schönheit, die ich noch nicht kannte. George alleine. Ich alleine. Percy abwesend. Hinzu kamen noch meine Großeltern Cedrella und Septimus väterlicher Seits. Erstaunlich, aber Cedrella ist eine von Draco Malfoy Großtanten. Ist das nicht gruselig? Das bedeutet nämlich, dass ich mit diesem Widerling entfernt verwandt bin.

Ähnliches galt auch für den Vater meiner Mum (ihre Mutter ist gstorben, als ich gerade in Voldemorts Fängen war) Ignatius. Der ist zwar noch ein Stück weiter mit dem Kerl verwandt, aber alleine das ist ja schon erschreckend.

Damit waren wir auch schon fast komplett. Nur noch zwei weitere Personen saßen an dem großen Tisch. Zum einen Remus Lupin und zum anderen seine Freundin, ich wage es kaum, ihren Namen auszusprechen.

Pansy Parkinson.

Ist das zu glauben? Gerade die, die am meisten rumgemeckert hat, dass ausgerechnet ein Werwolf uns unterrichtete, war nun schon seit zwei Jahren mit meinem ehemaligen Professor liiert. Und das schlimmste ist: ich fing an sie zu mögen.


So, ich hoffe euch schockt das letzte Pairing nicht zu sehr - ich wollte einfach mal was neues °zwinker°... aber last mich ruhig alle Beschwerden (oder auch gerne Lobe) in Form eines Reviews wissen. Fragen beantworte ich gerne ;-)