Disclaimer: Alle bekannten Personen gehören Stephenie Meyer. Wir verdienen auch kein Geld damit, wir haben einfach nur Spaß am Schreiben.

Let's dance

Wir betraten die Eingangshalle des Hotels. Die luxuriöse Empfangshalle interessierte mich nicht. Ich ging direkt zum Portier und verlangte die Schlüssel.

, Miss hier wird Männerbesuch nicht gern gesehen.´´, sagte mir dieser.

, Es ist ja auch nicht irgendein Mann, es ist mein Ehemann.´´, war meine Antwort darauf.

Mit großen Augen reichte er mir die Schlüssel. Ich kicherte, jetzt hätte ich gern seine Gedanken gelesen.

Ich durchquerte die Halle um zu den Fahrstühlen zu gelangen. Jasper folgte mir. Als wir in den Fahrstuhl einstiegen, stand ein älteres Ehepaar neben uns. Sie starrten uns die ganze Zeit entgeistert an, bis sie ausstiegen. Ich kicherte leise. Die Reaktionen auf unsere gemeinsame Erscheinung war einfach zu komisch. Im oberen Stockwerk stieg ich mit Jasper aus und blieb vor einer großen Tür stehen. Die Schlüssel klimperten. Im Innern des Zimmers war es warm. Anscheinend hatte jemand den Kamin angemacht, wo ein Feuer prasselte. Ich ging ins Schlafzimmer. Jasper blieb in dem Wohnzimmer stehen.

, Worauf wartest du? Darauf, dass ich dir persönlich eine Einladung schreibe?´´, er schien nicht darauf zu reagieren.

Ich nahm die Kleider, die ich schon vor unserem ersten Treffen für ihn gekauft hatte, und ging ins Wohnzimmer.

,Hier zieh die an.´´, noch immer keine Reaktion. Ich musste wohl alles selbst machen.

Ich trat auf ihn zu und zog ihm das triefnasses Baumwollhemd vom Oberkörper. Danach trocknete ich seine muskulöse Brust mit einem Handtuch ab. Mein Blick glitt über die unzähligen Vampirbisse auf seiner Brust. Schnell nahm ich den Pullover vom Kleiderstapel, streifte ihn über seinen Kopf und lächelte ihn an. Ich hätte gern seine Male nachgezeichnet, doch dafür war es noch zu früh.

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Ich sah mich in der Eingangshalle um. Jetzt fragte ich mich wirklich, warum ich davor lieber weit weg von allen Menschen meine Zeit verbracht hatte. Ich wurde noch immer von Alice gezogen. Hätte sie es jetzt nicht getan, wäre ich wohl mitten in der Halle stehen geblieben.

Mit einem Ohr hörte ich dem kurzen Wortwechsel zwischen dem Portier und Alice zu. Etwas von Männerbesuch und Ehemann. Ehemann?

Nachdem wir weit genug weg waren sah ich Alice fragend an. Sie wusste, warum ich so sah, trotzdem ignorierte sie es. Mochte sie es mich zu provozieren oder tat sie es unbewusst?

Das Ehepäarchen neben uns musterte uns kurz. Ich versuchte sie nicht anzusehen, trotzdem spürte ich ihre Blicke auf mir. Konnten sie sich nicht um ihre eigenen Probleme kümmern? Ich hielt noch immer Alices Hand. Ich wollte sie gar nicht mehr los lassen.

Wir betraten das Zimmer. Wo hatte Alice das Geld her? Ich sah mich im kleinen Wohnzimmer um. Ihre Worte prallten förmlich an mir ab. Ich wusste gar nicht, was ich mir zuerst genauer ansehen sollte.

Erst als sie anfing mir das Hemd auszuziehen, sah ich sie wieder an. Ich mochte den Blick nicht mit dem sie meine Wunden musterte. Ich mochte es auch nicht ihr so ausgeliefert zu sein. Der Pullover war schon fast eine Erlösung.

Ich lächelte sie kurz an und setzte mich dann in einen Sessel von wo ich sprachlos ins Feuer sah. Ich seufzte fast schon theatralisch übertrieben. Alice kam zu mir. Ich legte meine Hände auf ihre Hüfte und zog sie zu mir, so dass sie auf meinen Schoss saß.

"Ich liebe dich...", hauchte ich ihr leise entgegen und küsste zärtlich ihr Schlüsselbein, bevor ich zu ihren Lippen wanderte.

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Als Jasper mich auf seinen Schoß zog, durchzog mich eine Woge heißen Glücks. Mein Rücken schmiegte sich wie von selbst an seine Brust. Dann hörte ich seine leisen Worte.

,Ich liebe dich...´´

Es schien als würde ich schmelzen, was durch seine sanften Küsse noch verstärkt wurde.

Wollte er wirklich so weit gehen? Jetzt schon? Wollte ich schon so weit gehen?

Doch da lösten seine Lippen sich von meinen. Ich sprang auf und ging ins Schlafzimmer. Schließlich war ich noch klatschnass. Auch wollte ich mich sammeln.

Ja ich liebte Jasper und er liebte mich. Dieser Gedanke ließ wieder einen Schwall von Endorphinen durch mich schießen. Ich hatte nach ihm gesucht. Ihn gefunden und jetzt nach wenigen Stunden sollte ein weiterer so großer Schritt gemacht werden.

Ich tapste durch das Zimmer auf und ab.

Warum so schnell handeln, wenn man noch die Ewigkeit vor sich hatte?

Ja, genau das war es.

Wir brauchten es doch nicht zu übertreiben.

Aber seine Küsse raubten mir den Verstand, so wie jetzt. Er beugte sich über mich und unsere Münder verschmelzten zu einem leidenschaftlichen Kuss.

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Ich fluchte innerlich, als Alice erneut aufsprang. Warum konnte sie mir nicht einmal einfach nur 5 Minuten dieser ganzen Ewigkeit geben, in denen ich sie einfach nur im Arm halten konnte, ihr Wärme spüren durfte und ihre Gefühle für mich? War es denn so schwer?

Ich sah ihr nach, wie sie im Schlafzimmer verschwand. Ungeduldig tippte ich mit dem Fuß auf den Boden. Was hatte sie jetzt schon wieder vor?

Ich blieb ungeduldig sitzen. Ich konnte mir kaum noch vorstellen, wie ich die Tage ohne dieses aufgedrehte Etwas verbringen konnte.

Schließlich stand ich auf. Ich war mir unsicher, ob ich ihr folgen sollte. Vorsichtig öffnete ich die Schlafzimmertür und sah Alice, die hin und her ging.

Ich trat ein und machte einen Schritt nach vorne. Dann zog ich sie erneut zu mir und küsste sie. Ich hielt sie fest, weil ich nicht wollte, das sie erneut einfach weg ging.

Schließlich löste ich mich von ihr. Mit einem zarten Stoß stieß ich sie auf das Bett, dann ging ich zum Schrank.

Sie liebte es wirklich Kleider zu kaufen. Das war schon unheimlich.

Ich suchte ihr ein Kleid heraus und warf es ihr entgegen. Sie war noch immer nass. Mit einem Lächeln ließ ich sie dann alleine und verzog mich wieder auf den Sessel, wo ich auf sie warten würde.

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Ich war allein und starrte zur Decke. Warum hatte er sich von mir gelöst? Hatte er die gleichen Gedanken wie ich gehabt? Und wollte er gar nicht mehr?

Ja das musste es sein. Ich stieß einen Seufzer aus. Bei diesem Mann halfen mir meine Visionen auch nichts.

Mein Blick fiel auf das Kleid, das er mir zugeworfen hatte. Es war aus Seide in einem tief schwarz. Darin käme meine blasse Haut sehr gut zur Geltung. Wenn es ihm gefiel.

Schnell sprang ich vom Bett, nahm das Kleid und ging ins Bad. Hier steckte ich meine Haare nach oben und betrachtete mich im Spiegel. Trotzdem dass ich laut den Menschen eine Schönheit war, ich blieb eitel.

Mit einem letzten prüfenden Blick in den Spiegel ging ich wieder ins Wohnzimmer zurück, wo Jasper in einem Smoking auf mich wartete. Sein Anblick war atemberaubend. Seine Haut glitzerte ein wenig im Licht und der Anzug untermalte seine muskulöse Gestalt.

Er lächelte mich liebevoll an, so dass mein Körper kribbelte.

, Gehen wir tanzen.´´, sagte er und reichte mir den Arm.

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Alice brauchte ja schon eine Ewigkeit im Badezimmer. Ich selbst war dagegen schnell fertig gewesen. Was machte sie nur da drin?

Ich stand auf und ging durch das Wohnzimmer zum Fenster. Der Sturm hatte sich gelegt. Man sah nur noch im Schimmer des Mondes, dass es leicht nieselte.

Ich hörte, wie die Badezimmertür geöffnet wurde und wandte mich um. Alice sah umwerfend aus. Ihre blasse Haut, das schwarze Kleid. Ich lächelte sie an.

Schließlich ging ich zu ihr und hielt ihr meinen Arm hin.

"Gehen wir tanzen." Ich wollte es mehr wie eine Frage klingen lassen, aber das gelang mir nicht.

Ich hoffte, dass es Alice gefallen würde. Und ich hoffte auch, dass es ihr genügte, dass ich die Standarttänze beherrschte. Das neumodische Gehüpfe hatte ich noch nie versucht. Gespannt auf ihre Antwort sah ich sie an.

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,Komm, du weist bestimmt nicht, wo man hier Standart tanzt.´´, sagte ich schelmisch. Ich konnte es einfach nicht lassen. Es machte solch einen Spaß ihn herumzuführen.

Wir durchquerten wieder die große Empfangshalle, dabei gab ich die Schlüssel wieder beim Portier ab. Alle Blicke waren auf uns gerichtet. Ich mochte es in Mittelpunkt zu stehen, obwohl wir uns eher im Hintergrund halten sollten.

Am Ausgang blieb ich mit Jasper stehen. Vor uns hielt mein Schmuckstück von einem Auto. Ein Cadillac in rot. Der Fahrer des Wagens stieg aus und hielt die Wagentür geöffnet. Ich stieg ein. Jasper zögerte kurz, folgte dann aber meinem Beispiel. Er stieg auf den Beifahrersitz.

,Woher hast du das ganze Geld?´´, fragte er mich, während ich auf Gaspedal trat.

, Sagen wir, ich hab ein Händchen für Geldanlagen.´´, kicherte ich und tippte mir dabei an die Schläfe.

Der Verkehr war zu dieser Zeit überschaubar, so schlängelte ich mich durch die Autos. Mein Ziel war ein Club in der Altstadt. Hier wurde gute Musik gespielt, außerdem würden wir dort wenig Aufmerksamkeit auf uns lenken. Ich parkte an einer Straßenecke.

Wir gingen Arm in Arm in den Club. Die Musik schallte durch den ganzen Raum.

Jasper führte mich direkt zur Tanzfläche. Hier dominierte er.

Seine Hand umfasste meine Taille und zog mich näher zu sich heran. Seine andere Hand fasste meine. Die Musik wechselte, die Band spielte jetzt einen Tango.

Langsam schwebten wir übers Parkett, unsere Körper schienen uns zu führen.

Die Luft zwischen uns schien zu knistern. Die Leidenschaft des Tanzes ging auf uns über. In diesem Moment wünschte ich mir, der Tanz würde nie enden.

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Ich murmelte etwas Unverständliches, als Alice mich erneut einmal quer durch das Hotel zog. Merkte sie nicht, wie unangenehm mir das war? Ich fühlte mich langsam schon wie ein Schoßhündchen, das Frauchen brav folgen musste.

Und dann auch noch die Blicke der Hotelgäste. das war zu viel für mich. Ich hätte nicht die Idee haben sollte sie zum Tanz auszuführen.

Schließlich stand auch noch das Auto vor der Tür. Ihr Auto? Vielleicht war ich einen Berg hinuntergefallen und hatte mir den Kopf erstaunlicherweise angeschlagen und das war alles nur ein Traum?

Ich stieg ein. Es fühlte sich real an.

"Woher hast du das ganze Geld?" Die Frage musste kommen. Ich konnte mich das nicht länger fragen. Ihre Antwort war auch nicht gerade aufschlussreich. Ich sank tiefer in den Sitz. Hier lief alles so viel anders, als ich es mir gedacht hatte.

Nachdem wir aus dem Auto ausgestiegen waren, legte ich meinen Arm um Alice.

Die Musik war bereits draußen zu hören. Kaum hatten wir den Raum betreten, führte ich Alice zur Tanzfläche. Als hätte ich den Tanz bestellt wurde auch schon ein Tango gespielt. Wunderbar. Wenigstens etwas, das ich konnte. Dann würde ich mich nicht gleich blamieren.

Ich lächelte sie an und fing an sie über die Tanzfläche zu führen. Es war erstaunlich wie leicht es ging. Sie kam mir den ganzen Tag so dominant vor.

Ich spürte ihre starken Gefühle und war erneut überrascht. Es war einfach wunderbar mit ihr über die Tanzfläche zu schweben.

Nach einer viel zu kurzen Zeit endete die Musik und ein neues Lied wurde angestimmt. Ich brauchte nicht lange, um zu merken, dass ich DAS nicht tanzen wollte. Zaghaft zog ich Alice hinter mir her. "Frag besser nicht...", sagte ich nur.

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Ich verstand, was mit ihm los war. Er kannte diesen Tanz nicht. Bei dem Gedanken musste ich grinsen. Es war einfach komisch, dass Jasper Swing nicht tanzen konnte. Wir gingen zu einem kleinem Tisch außerhalb der Tanzfläche. Doch plötzlich wurde meine Sicht getrübt. Um mich herum wurde es schwarz, ich hatte wieder einmal diesen Tunnelblick, der mich in die Zukunft sehen ließ. Danach breitete sich auf meinem Gesicht ein breites Grinsen aus. Dieser Abend wurde interessant. Ich ließ den Blick über die anderen Tische im Saal schweifen und fand wenn ich suchte.

, Jasper, du hast doch nichts dagegen, wenn ich mit jemand anderem den Swing tanze. Danke.´´, sagte ich ohne überhaupt eine Antwort abzuwarten. Ich tänzelte in die andere Ecke der Halle und fragte einen jungen Mann, ob er mit mir tanzen wollte. Zuerst schien er irritiert, nahm mich dann aber an der Hand. Wir gingen auf die Tanzfläche. Es wurde gerade In the Mood gespielt. Wir bewegten uns zur schnellen Musik, von Zeit zu Zeit drehte ich mich oder er warf mich durch die Luft. Während unseres Tanzes sahen immer mehr Paare zu. Sie grölten, als mich mein Tanzpartner durch seine Beine zog und wieder auffing. Ach ich liebte es zu tanzen. Jasper musste ich unbedingt beibringen so zu tanzen. Es würde ihm gefallen.

Wo war der eigentlich? Ach so ja, er stand in der dunklen Ecke abseits der Tanzfläche. Als ich nach ihm sah, entdeckte ich ihn mit einer kleinen Blonden. Ein Stich durchlief mich. War ich doch zu weitgegangen?

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"Warum grinst du mich so an?"

Ich führte Alice zu einem kleinen Tisch und wollte ihr gerade behilflich sein sich zu setzen, als sie mich mit leerem Blick ansah. Es war mehr so, als würde sie durch mich hindurch schauen. Ich sah sie verwirrt an. Vorsichtig rüttelte ich sie. Keine Reaktion. Das musste wohl eine von diesen Visionen sein, von denen sie mir erzählt hatte.

Plötzlich war sie wieder normal. Zumindest so normal wie es für ihre Verhältnisse richtig schien. Wen suchte sie denn jetzt? Ich folgte schweigend ihrem Blick.

Und warum fragte sie mich etwas, wenn sie nicht einmal meine Meinung dazu hören wollte?

Ich setzte mich auf den Stuhl und entschloss mich dazu doch die Leine-Methode zu versuchen. Ich sah ihr eine kurze Zeit zu, wie sie elegant tanzte. Nur leider nicht mit mir.

"Darf ich?"

Ich sah neben mich. Eine blonde, junge Dame hatte sich zu mir gesellt und sich neben mich gesetzt. Wartete heute niemand auf meine Reaktion?

Ich spürte den neugierigen Blick der jungen Dame auf mir. Wenn ich sie mir genauer betrachtete war es fast noch ein Mädchen. Zumindest hatte sie noch sehr kindliche Züge an sich.

Ich machte eine Geste, die ihr zeigen sollte, dass ich keine Probleme damit hatte, dass sie sich zu mir gesetzt hatte, aber Abstand sollte sie doch bitte halten.

Sie rückte plötzlich mit ihrem Stuhl ein Stück näher. Fragend sah ich sie an. Noch immer dieser neugierige Blick.

"Kann ich Ihnen helfen?" Sie kicherte verlegen. Oh, Alice, warum hast du mich allein hier sitzen lassen? Ich mochte es nicht sonderlich, wenn mir jemand menschliches zu nah kam. Vor allem, nachdem ich bitter feststellen musste, dass Reh auch nicht das beste war, dass meine Kehle hinab geflossen war. Ich bemühte mich wegzusehen. Nicht zu tief einatmen.

"Sie sehen nicht so aus, als wären sie öfter hier.", hörte ich ihre Stimme nah an meinem Ohr. Ich erschrak. "Das stimmt sehr wohl..." Ich hoffte sie mit meiner knappen Antwort fern zu halten und erkennbar zu machen, wie ich zu dieser ganzen Sache stand.

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Dieses jung schnöde Ding brauchte sich gar nicht an Jasper ran zu machen. Nach dem Tanz schritt ich energisch von der Bühne, mein Tanzpartner folgte mir verdutzt. Der war mir im Moment aber sehr egal. Am Tisch angekommen drückte ich Jasper einen Kuss auf die Lippen. Mein Blick wanderte zu dieser Blondine, die ganz ruhig neben ihm saß.

, Na amüsiert ihr beiden euch gut?´´, fragte ich kühl und distanziert. Mein Tanzpartner stand neben mir und beugte sich zu mir hinüber.

, Möchtest du was trinken.´´, wurde ich gefragt. Meine Antwort war ein kurzes Nicken. Er verschwand. Jasper sah mich aus den Augenwinkeln an.

, Wie heißt du denn?´´, irgendwie musste ich ja ein Gespräch anfangen.

, Mein Name ist Caroline, ich wollte deinen Freund hier um einen Tanz bitten. Du hast ja bereits mit meinem Bruder getanzt.´´

Ja, das wusste ich bereits, sie musste es mir nicht noch unter die Nase reiben. In der Vision war es aber auch einfacher gewesen und es hatte nicht weh getan, Jasper neben einer anderen Frau sitzen zu sehen. Sie stand plötzlich auf und wies mit einer Hand auf die Tanzfläche, während sie Jasper fragend ansah. Was hatte die Frau vor? Das war nicht in meiner Vision vorgekommen!

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Ich sah, dass sich Alice näherte. ich war ein wenig erstaunt darüber, dass sie mich gleich küsste, als sie am Tisch angekommen war. Es fühlte sich nicht gerade liebevoll an, vermutlich eher eine Gestik, um zu zeigen, dass ich vergeben war. Es war nicht so, dass ich etwas dagegen hatte, dass die Fronten offen gezeigt wurden, aber musste sie mich erneut so behandeln, als könnte ich nichts selbst tun?

"Wir amüsieren uns köstlich", warf ich kurz ein mit einem leicht ironischen Unterton.

Und warum wollte sie jetzt etwas trinken? Ich sah dem Kerl nach und musterte dann Alice.

Caroline hieß die Dame neben mir also. Von Höflichkeit war gerade keine Spur. Ich fühlte mich ein wenig überflüssig.

Ich sah fragend zu Alice. Ich konnte ihre leichte Wut spüren, aber da war noch mehr. Eifersucht?

Caroline wollte also tanzen? Mit mir? Ich konnte ihr als Gentlemen nicht den Tanz abschlagen, aber Alice wollte ich auch nicht weh tun. Mich beruhigte nur ein wenig, dass eine ruhige Musik lief, so dass ich keinen Swing oder Jive tanzen musste.

Mit einem kurzen Blick zu Alice stand ich auf. Ich gab ihr einen kurzen Kuss auf die Wange und führte dann Caroline zur Tanzfläche. Ich konnte ihr Blut förmlich durch ihre Adern fließen spüren und hören, als ich ihre Hand in meine legte und anfing sie über die Fläche zu führen.

Jetzt musste ich mich zusammen reißen. Es waren keine 3 Minuten, die ich aushalten musste ohne in ein altes ungemochtes Muster zu fallen.

Ich konzentrierte mich auf etwas anderes und bekam zunächst gar nicht mit, dass Caroline mich angesprochen hatte.

"...nicht höflich..." hörte ich nur noch.

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Ich sah den beiden nach, wie auf die Tanzfläche traten. Mein neuer Begleiter kam mit den Getränken wieder.

, Meine Schwester hat wohl deinen Freund entführt.´´, hörte ich ihn sagen und als ich auf blickte sah ich, wie er mich anlächelte. Jedes andere Mädchen wäre sofort in Ohnmacht gefallen, nur ich nicht. Ich wollte meine Ruhe. Keine nette Konversation. Nein ich musste hier weg.

, Entschuldige.´´, murmelte ich ihm noch zu und verschwand in Richtung Toiletten.

Hier sperrte ich mich ein. Diese Gefühlsausbrüche war ich gar nicht von mir gewohnt.

Ich hörte, wie die Tür geöffnet wurde. Der Geruch dieser Caroline breitete sich im Raum aus. Am liebsten wäre ich ihr an die Kehle gesprungen und hätte sie getötet. Doch das war unter meiner Würde. Außerdem war noch eine junge Frau bei ihr. Sie schienen sich zu unterhalten. Worüber wurde mir schnell bewusst, sie redeten über mich.

, Hast du der ihr Gesicht gesehen?´´, kicherte diese Caroline.

, Ja.´´, hörte ich die andere antworten.

, Die muss sich ja nichts auf ihre Schönheit einbilden.´´, sagte Caroline.

Bei diesen Worten war es um meine Selbstbeherrschung geschehen. Ich riss die Toilettentür auf und stolzierte durch den Gang zu den Waschbecken entlang. Die beiden sahen mich entgeistert an.

Im Saal selbst sah ich kurz, wo Jasper war. Dann ging ich zur Gaderrobe um meinen Mantel zu holen. Erst als ich draußen war, ging es mir besser. So schnell würde ich nicht mehr tanzen gehen. Diese Visionen konnten einen auch hinters Licht führen. Ich hatte mich auf diesen Abend gefreut. Doch stattdessen, hatte ich mich in etwas verrannt.

Meine Schuhe klackerten auf dem Asphalt, während ich zum Auto ging. Jasper konnte meinetwegen die ganze Nacht mit dieser Frau tanzen. Ich wollte nur noch heiß duschen.

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Ich sah aus den Augenwinkeln heraus, dass Alice verschwand. Wohin wollte sie denn jetzt? Kaum war der Tanz zu ende, brachte ich Caroline zurück zu ihrem Bruder und suchte mir einen anderen Platz, an dem ich auf Alice warten könnte.

Was hatte sie plötzlich? Sie hatte doch zuerst mit diesem Kerl getanzt und es war auch nicht mehr. Es war ein einfacher Tanz gewesen. Jetzt kannte ich sie vielleicht gerade mal einen Tag und sie stellte sich an, als wären wir 10 Jahre verheiratet. Ich lehnte mich gegen die Wand und sah zu, wie die Pärchen über die Tanzfläche wirbelten.

Plötzlich sah ich sie, wie sie den Saal verließ. Wo wollte sie hin? Schnell folgte ich ihr. Die Idee, sie einfach an die Leine zu legen wurde mir immer sympathischer.

Ich fühlte mich erneut schuldig, obwohl ich mir keiner Schuld bewusst war. Am Auto schließlich konnte ich Alice abfangen. Gerade als sie das Auto öffnen wollte, griff ich nach ihrem Handgelenk und drehte sie zu mir um. Dabei achtete ich darauf, dass ich ihr nicht weh tat, allerdings saß mein Griff fest genug, damit sie nicht so einfach verschwinden konnte.

Ihren irritierten Blick konnte ich ignorieren, aber die Wut und Enttäuschung, die sie ausstrahlte, nicht.

"Ich dachte du läufst nicht mehr vor mir weg..."

Es klang ein wenig anklagend, was nicht meine Absicht war.

"Alice..."

Ich sprach ihren Namen kaum hörbar aus.

"...sag mir, was los ist."

Auch wenn ich es mir denken konnte, wollte ich es von ihr hören. Vielleicht, weil ich dann erst einsah, dass ich mich entschuldigen könnte.

Als ich spürte, dass sich Alice losreißen wollte, verstärkte ich meinen Griff um ihr rechtes Handgelenk. Meine freie Hand legte ich ihr unter das Kinn, so dass sie mir in die Augen schauen musste.

Natürlich schloss ich nicht aus, dass sie jeder Zeit nach mir treten könnte, aber ich hoffte doch sehr, dass sie nicht so weit gehen würde.

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, Jasper, bitte nicht so fest. Das tut mir weh.´´ ich wollte mich aus seinem Griff winden. Eine Antwort auf seine Frage war im Moment unmöglich für mich. Ich konnte einfach nicht.

Zu allem Überfluss begann es auch wieder zu regnen, so dass ich binnen Sekunden durchnässt vor ihm stand.

,Alice, ich warte auf eine Antwort, also...´´, hörte ich ihn sagen, während ich in seine Augen sehen musste. Das war Bestechung. Ein Seufzer.

, Es war vorhin einfach furchtbar dich mit dieser Caroline tanzen zu sehen und das Kommentar von ihr sowie ihrer Freundin haben mir den Rest gegeben.´´, er schien mir nicht ganz folgen zu können. Also begann ich von vorne. Nach meiner Schilderung der Ereignisse wollte ich einfach nur noch in seinen Armen liegen und wissen, dass ich sicher war.

Der Regen tropfte an uns hinab.

Jasper griff nach meiner Hand. Er zog mich ins Auto, startete den Motor und fuhr zurück ins Hotel.

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Ich hörte zu, was Alice mir erzählte. "Sie hatten aber in dem Punkt recht, dass du wunderschön bist", flüsterte ich mit einem Lächeln.

"Außerdem war es nur ein Tanz. 3 Minuten... Wir haben eine ganze Ewigkeit vor uns."

Mein Griff löste sich von ihrem Handgelenk und ich griff nach ihrer Hand. Zärtlich, aber bestimmend dirigierte ich Alice ins Auto. Es war eindeutig leichter für mich, wenn ich die Oberhand hatte. Vorsichtig startete ich den Motor des Autos. Es war schon etwas länger her, dass ich so etwas gefahren war.

Vor dem Hotel angekommen, half ich Alice beim Aussteigen. Ab hier würde sie wohl wieder das Kommando übernehmen wollen. Mit einem ahnenden Grinsen legte ich meine Hand in ihre und folgte ihr langsam.

Endlich im Zimmer angekommen, setzte ich mich wieder in den Sessel, während Alice im Badezimmer verschwand.

"Ich wollte eigentlich, dass du einen schönen Abend hast", rief ich ihr durch die Badezimmertür zu und sah mich genauer im Zimmer um. Ein langer, schwarzer Schal lag auf einem kleinen Tisch neben dem Kamin. Diesen nahm ich in die Hand.

Also doch an die Leine nehmen?

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Ich verschwand im Bad und drehte die Dusche an. Langsam löste ich mein Haar. Das Wasser prasselte auf meine Haut. Es tat so gut die Wärme zu spüren.

Meine Gedanken schweiften zu den Geschehnissen dieses Abends. Es hatte so gut getan, wie Jasper sich um mich gekümmert hatte. Er war bei mir. Er liebte mich. War das nicht das Wichtigste?

Ich stieg aus der Dusche und zog mir einen flauschigen Pulli, so wie ein paar Bluejeans an.

Als ich zurück ins Zimmer kam, saß Jasper wieder im Sessel. Er hatte auf mich gewartet. Ein warmes Gefühl stieg in meinem Innern auf.

Ich schritt auf ihn zu und umschlang ihn mit meinen Armen.

"Aus dieser Umarmung kommst du diese Nacht nicht mehr raus...", flüsterte er in mein Ohr.

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Ich hielt den Schal noch immer in der Hand, als ich mich erneut setzte. Solange konnte sie doch nicht mehr brauchen. Ich hatte meine Jacke ausgezogen und spielte mit dem Schal, während ich auf die Geräusche aus dem Badezimmer achtete.

Endlich wurde die Tür geöffnet. Ich musterte Alice. Jeans? Ich verzog kurz das Gesicht.

Nachdem sie ihre Arme um mich gelegt hatte, zog ich sie wieder zu mir auf den Sessel. Den Schal noch immer in der Hand.

"Aus dieser Umarmung kommst du diese Nacht nicht mehr raus..."

Ich grinste, was sie nicht sehen konnte, bevor ich ihr zärtlich den Schal um die Taille legte und zuband. Das eine Ende behielt ich in der Hand.

Anschließend hauchte ich ihr einen kurzen Kuss auf die Wange.

"Jetzt weiß ich wenigstens, dass du mir nicht davon laufen kannst."

Ich lächelte amüsiert. Sollte Alice wirklich weglaufen wollen, würde sie wohl auch ein Schal nicht weiter stören.

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Als Jasper plötzlich den Schal um meine Hüfte band, war ich ganz verdutzt. Was sollte denn das werden? Ich war doch kein Hund, den man an die Leine nehmen musste!

, Jasper ist das wirklich nötig?´´, das konnte ich mir nicht verkneifen. Denn so ließ ich mich auch ungern behandeln.

Was noch dreister von ihm war, ich erhielt keine Antwort. Hm ich ging meine Möglichkeiten durch,

Erstens konnte ich den Schal zerreißen, was aber Jasper bestimmt nicht gefallen würde.

Zweite Variante war es den Schal einfach um die Taille gebunden zu lassen.

Schließlich war ich für die letzten paar Stunden diejenige gewesen, die Jasper durch die Landschaft gezerrt hatte. Nun war seine Zeit gekommen, er hatte jetzt die Hosen an.

Und um ehrlich zu sagen mir gefiel es von ihm gehalten zu werden. Es war wie bei dem Tanz, er war jetzt der Führende.

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Und wie das nötig war. Alice würde jetzt gegen ihre Gewohnheit nicht einfach aufstehen können und durch das Zimmer rennen. Einfach ganz ruhig in meinen Armen. Das hatte doch auch etwas.

Sie ließ alles bereitwillig über sich ergehen. Ich konnte in ihren Augen sehen, wie sie die zärtlichen Küsse auf ihrer Haut genoss. Alice kicherte nur einmal, als ich sie am Hals küsste.

Sie roch einfach wunderbar... anziehend...