Hier ist der neue Teil. Viel Spaß damit und hinterlasst bitte eine Review.

Disclaimer: Numb3rs gehört mir nicht.


Tag 5, Sonntag

Der Tag danach ist angebrochen. Die herunter gerutschte Decke ziehe ich ein Stück hoch, so dass alle bloßen Körperteile bedeckt sind. Ein Blick auf den Wecker sagt mir, dass es kurz vor Mittag ist. Ich drehe mich um und erblicke ihn. Er liegt neben mir, schaut mich an und lächelt.

"Guten Morgen."
"Hey." Ich lächle ihn an.
"Hast Du gut geschlafen?" Er erwidert es.
"So gut, das ich es nicht in Worte fassen kann. Und Du?"
"Traumhaft schön."

Schweigen breitet sich aus, alles ist gesagt. Wir liegen beide auf der Seite und schauen uns an. Dann hebt er seine Hand und legt sie auf meine Schulter, um sanft mit seinen Fingerspitzen meinen Arm hinunterzufahren. Ein wohliger Schauer durchfährt mich bei dieser Berührung, wodurch sich auch meine Hand willkürlich auf ihn zu bewegt, mit ihr berühre ich seine Brust und male dann mit meinem Zeigefinger Muster darauf.

Noch während ich es mache, ergreift er meine Hand und bedeckt sie mit Küssen, zieht meinen Arm ein Stück zu sich heran und küsst diesen hinauf bis zum Ellenbogen. Weiter kommt er nicht, denn ich bin zu weit weg. Deshalb bewegt er sich ein Stück auf mich zu, wobei er mir zwischendurch immer wieder in die Augen schaut und fährt dann mit der Berührung durch seine Lippen fort, bis er bei meiner Schulter ankommt. Für einen längeren Moment hebt er seinen Kopf und richtet seine Augen auf mich.

Den Blick erwidere ich und bewege mich nun auf ihn zu, beuge mich über ihn und liebkose sanft seinen Mund mit meinen Lippen, dabei fallen meine Haare herunter und ihm ins Gesicht. Ich muss lachen und er lacht mit mir, dieser Moment hält jedoch nicht lange an, denn er streicht mein Haar aus seinem Gesicht und zieht meinen Kopf wieder zu sich herunter. Leidenschaftlich küsse ich ihn. Seine Decke rutscht Stück für Stück weiter nach unten.

Wieder wache ich auf, liege aber allein im Bett. Habe ich die Eskapaden vielleicht nur erträumt, war es pures Wunschdenken, frage ich mich, während ich mich umschaue. Ich hoffe nicht, zumindest bin ich in Charlies Zimmer, zudem bin ich unter der dünnen Stoffdecke nackt und erinnere mich an seine Hände auf meinem Körper.

Langsam nehme ich meine Umwelt in mich auf und bemerke Stimmen. Charlie redet mit jemandem, aber ich höre nicht richtig hin. Wieder schaue ich auf die Uhr. Es ist früh am Nachmittag. Bisher habe ich heute das Hotelzimmer und ihn erlebt, das möchte ich ändern. Deshalb ziehe ich meine Unterwäsche an, wickle mich in die Decke ein und trete, nachdem die Stimmen verstummt sind, in den gemeinsamen Wohnraum. Starr vor Schreck schaue ich auf die Couch direkt gegenüber von mir, dort sitzen Wendy und Jan, mit dem Rücken zu mir Charlie. Als erste sieht sie auf, dann er, schließlich dreht sich auch Charlie um, alle schauen mich an, deshalb wickle ich die Decke enger um mich und renne in mein Zimmer.

Die erstbesten Kleidungsstücke, die ich in die Finger bekomme, ziehe ich an. Dann setze ich mich aufs unbenutzte Bett und warte. Währenddessen fängt mein Kopf an, über die überflüssige Situation nachzudenken. Ich schaue auf die Uhr. Es sind noch keine fünf Minuten vergangen, seit ich ins Zimmer gestürzt bin, ich kann da noch nicht raus, denn sie sind bestimmt noch da. Deshalb kämme ich meine Haare und binde sie zu einem Pferdeschwanz zusammen. So sind schon mal fünf Minuten vergangen. Erst jetzt betrachte ich mich im Spiegel und sehe ein paar Reste meines gestrigen Makeups, die ich entferne, indem ich Reinigungsflüssigkeit auf ein Wattebausch träufle und damit feinsäuberlich das Gesicht abreibe. Fertig.

Natürlich kann ich hier noch stundenlang herumsitzen und warten, doch das macht die Situation auch nicht besser. Wendy wird mir sowieso Löcher in den Bauch fragen, deshalb nehme ich all meinen Mut zusammen und verlasse mein Schlafzimmer. Als ich herauskomme, sitzt Charlie allein auf dem Sofa. Ihm gegenüber setze ich mich in den Sessel, in dem er zuvor gesessen hat.

"Sie sind weg." Schweigen meinerseits. "Ich habe versucht, sie abzuwimmeln; sie wollten nicht stören sondern nur sagen, dass sie heute Abend mit uns Essen gehen möchten, sofern wir nichts anderes zu tun haben." Ein eindeutig zu deutendes Grinsen umspielt seine Lippen.
"Dann werden wir wohl dabei sein." Die Konfrontation mit den beiden wird so oder so stattfinden, also lieber früher als später. Seine Gesichtszüge wandeln sich.
"Habe ich etwas falsch gemacht?" Seine Stimme klingt ängstlich, das wollte ich nicht, deshalb muss ich ihm die Angst nehmen.
"Nein, Du hast alles richtig gemacht, um ehrlich zu sein, hast Du es sogar noch ein wenig besser als nur richtig gemacht." Woher kommen diese eindeutigen Wörter, die seine Augenbraue verräterisch zucken lassen?
"Ich muss Dir ja etwas zum Nachtrauern geben, wenn Du ohne mich nach Hause fliegst." Das Grinsen ist nun in seiner ganzen Pracht zu bewundern.
"Das könntest Du durchaus geschafft haben."

Was wichtig ist, wurde gesagt. Vielleicht interpretiere ich auch zu viel in die Wörter hinein, doch es reicht. Für mich ist klar, wie ich zu allem stehe. Ich bin glücklich, obwohl es nur unbedeutend war; eine Nichtigkeit in meinem von Arbeit geprägten Leben, an die ich mich klammere. Etwas habe ich in dem ganzen Trubel jedoch vergessen und das fällt mir jetzt ein. Eine Dusche. Langsam erhebe ich mich von dem Sessel. Bevor ich den Raum verlasse, wende ich mich Charlie zu.

"Ich geh kurz Duschen." Unsere Blicke treffen sich.
"Falls Du Hilfe beim Einseifen Deines makellosen Rückens benötigst, bin ich Dein Mann." Erstaunt schaue ich ihn an und sehe seine Mundwinkel zucken, nur einen Augenblick später ist das Grinsen zurückgekehrt.
"Wenn Du einen verzweifelten Schrei aus dem Bad hörst, darfst Du gerne vorbei schauen." Ebenso wie er grinse ich jetzt auch, zumindest versuche ich es.

Dann verlasse ich den Raum endgültig und gehe ins Bad. Dort betrachte ich mich für einen Moment im Spiegel, dann lege ich die erst kurz zuvor angezogene Kleidung ab und sorgfältig auf einen Stuhl. Den Pferdeschwanz stecke ich mit einer Spange hoch, damit die Haare nicht nass werden. Zum Schluss lege ich mir ein Handtuch zurecht, betrete die Duschkabine und stelle das Wasser an. Der zuerst kalte Wasserstrahl wärmt sich rasch auf, erst als er eine angenehme Temperatur erreicht hat, stelle ich mich darunter. Nach einer gefühlten Stunde, vom Schrumpelgrad meiner Haut her zu schließen, aber eher einer viertel Stunde stelle ich das Wasser ab und greife nach dem Handtuch, mit dem ich mich sorgfältig abtrockne. Dann gehe ich aus der Dusche heraus, ziehe mich wieder an und bin fertig.

Als ich aus dem Bad herauskomme, erwartet mich eine Überraschung, denn der Tisch ist reichlich gedeckt mit den verschiedensten Sorten Obst und Gemüse sowie diversen Backwaren. Mit einem Lächeln bedanke ich mich bei Charlie, sage aber nichts, denn ich habe Angst, dass ich ihn nach seiner Meinung frage und wissen möchte, wie er die Situation sieht. Was ich darüber denke, weiß ich genau, denn die Nacht und der Morgen sind die Erfüllung eines Traums gewesen. Heute und zwei weitere Tage kann ich noch träumen, dann muss ich in mein altes Leben zurückkehren.

Wieder setze ich mich in den Sessel und betrachte das schöne Frühstück, auf das ich keinen rechten Appetit habe. Doch aus Höflichkeit esse ich ein paar Erdbeeren und betrachte nebenbei Charlie, der beherzt zugreift. Er benötigt die Energie, hat er sich doch verausgabt. Irgendwann scheint aber auch er satt zu sein, als er den Frühstücksteller ein Stück wegschiebt und sich nach hinten lehnt. In mir macht sich mittlerweile Bewegungsdrang breit, ich möchte etwas unternehmen, etwas erleben, am liebsten mit ihm, aber das sage ich ihm nicht.

"Was hast Du heute vor?" Erschreckenderweise scheint er meine Gedanken lesen zu können.
"Raus an die Luft, in die Sonne." Unsere Blicke treffen sich.
"Nimmst Du mich mit?"
"Natürlich." Unwillkürlich lächle ich.
"Hast Du eine konkrete Idee?"
"Noch nicht, aber ich werde meinen Reiseführer zu Rate ziehen."

Rasch verlasse ich den Raum und kehre in mein Zimmer zurück. Beim Durchsuchen meiner Tasche ertaste ich mein Mobiltelefon, das ich zur Kontrolle heraushole. Ich habe tatsächlich eine Nachricht erhalten, eine sehr interessante.

Guten Nachmittag Ms Bettlaken, Du musst nicht immer alles wörtlich nehmen, was ich Dir sage. :-p Wendy

Mit einer Reaktion von ihr habe ich gerechnet, aber nicht damit. Obwohl es mich nicht interessieren sollte, ist mir ihre Meinung doch wichtig. Schließlich ist sie meine beste Freundin. Bei unserem letzten Gespräch hat sie mich motiviert, auch die Nachricht ist positiv. Wieso denke ich eigentlich darüber nach, auch wenn sie es nicht toll findet, würde sie zu mir halten, so ist sie. Die Gedanken schiebe ich beiseite und beantworte ihre Textmitteilung, dabei schleicht sich ein Grinsen in mein Gesicht.

Spricht denn etwas dagegen, Dich wörtlich zu nehmen?! Amita

Das Mobiltelefon lege ich danach in die Tasche zurück, nehme sie mitsamt dem Reiseführer und gehe wieder ins Zimmer nebenan. Dort sitzt Charlie noch immer, als ob er sich keinen Zentimeter von der Stelle bewegt hat, vielleicht hat er das auch nicht. Wen interessiert das auch. Wieder setze ich mich und schaue kurz in meinen Reiseführer, finde dabei aber nichts, das mich anspricht. Nach Sightseeing ist mir nicht, ich möchte lieber eine ruhige Kugel schieben und einfach weitere Impressionen von Hamburg sammeln.

"Was hältst Du von einem Spaziergang?"
"Gerne. Hast Du ein bestimmtes Ziel?"
"Ich habe gar kein Ziel."
"Chaos?! Da komme ich gerne mit."

Er lächelt mich an, gleichzeitig ist er auch schon bereit. Männer sind anders, immer wieder. Ich bin aber auch fertig, denn meine Tasche habe ich ja schon dabei. Charlie schreitet voran zur Tür und öffnet sie, lässt mir dann aber galant den Vortritt, eine nette Geste. Dann warte ich auf ihn, um mit ihm zum Fahrstuhl zu gehen. Es ist derselbe, in dem wir heute Morgen hochgefahren sind.

Unweigerlich kehren meine Gedanken zum gestrigen Abend zurück, deshalb schaue ich Charlie an, doch der zeigt kaum eine Reaktion und lächelt nur. Das kann vieles bedeuten. Vielleicht möchte er nur freundlich sein und auf meinen Blick reagieren, andererseits denkt er vielleicht wie ich an die vergangene Nacht. Ich weiß es nicht, kann ihn einfach nicht deuten und bin still, denn mir ist die Situation unangenehm. Ihm vielleicht auch? Es wäre zumindest schön, wenn es nicht nur mir so geht. Die Fahrt und die Gedanken enden in der Lobby.

Dort steigen wir aus und trennen uns für einen Moment. Während Charlie den Zimmerschlüssel abgibt, trete ich schon nach draußen. Die Sonne, die schon Richtung Osten wandert, begrüßt mich. Begierig sauge ich das Licht und die damit verbundene Energie auf und atme ich tief die Luft ein, als er wieder an meine Seite tritt.

"Wie geht's Dir?" Verwirrt schaue ich ihn an. "Gefällt es Dir hier?"
"Sehr sogar." Denkpause. "Urlaub ist schön, dieser hier ist perfekt."
"Ja. Es ist so anders, vielleicht weil ich kein Wort verstehe."
"Stimmt, die Sprache ist ein Problem."

Ich lächle, sage jedoch nicht mehr. Stattdessen hake ich mich bei ihm unter und ziehe ihn vom Hotel weg. Ohne Widerspruch zu leisten, lässt er das zu. Ein Ziel habe ich dabei nicht und gehe deshalb langsam die Straße hinab, irgendwann lenke ich ihn in eine Querstraße, der wir wieder ein Stück folgen, ehe er die Führung übernimmt und mich in die nächste Straße dirigiert. Stillschweigend gehen wir nebeneinander her, dabei genieße ich die Nähe zu ihm.

Uns kommt eine junge Frau entgegen, die ich bitte, eine weitere Erinnerung zu schaffen, indem sie diesen Tag festhält. Dafür gebe ich ihr meine Digitalkamera, trete an Charlies Seite, der mich dabei anlächelt und lächle schließlich selbst, als ich in die Kamera schaue. Es dauert keine Minute und das Foto ist gemacht. Wir bedanken uns und setzen unseren Weg fort, abwechselnd führen wir dabei, bis mir ein kleines Café auffällt. Noch bevor ich ein Wort sagen kann, fragt er mich, ob ich hinein möchte, so als ob wir uns schon jahrelang kennen und nicht mehr miteinander reden müssen, um uns zu verstehen. Das Gefühl ist wunderbar und so unerwartet, deshalb nicke ich nur, denn mir fehlen für einen Moment die Worte. Dann setzt er sich in Bewegung und ich betrete an seiner Seite das Café.

Drinnen ist es hell und modern eingerichtet, ein Highlight sind die bunten Bilder an den Wänden. Wir setzen uns an einen Tisch am Fenster, abseits von den anderen Gästen. Die Bedienung ist sehr geduldig, als ich mit meinen besten Brocken Deutsch einen Tee bestelle, woraufhin Charlie mich bittet, ihm einen Kaffee zu ordern. Nachdem auch das erledigt ist, lässt sie uns wieder alleine. Jetzt schaue ich ihn an und im selben Moment richten sich seine Augen auf mich. Unwillkürlich lächle ich, was er erwidert. Meinen Gefühlen lasse ich freien Lauf, Glück durchströmt mich und ein Räuspern entflieht meiner Kehle.

"Wie bitte?" Was soll ich darauf antworten? Smalltalk.
"Das Fest gestern war schön." Natürlich fällt mir nichts Besseres als das ein.
"Ja. Die beiden haben sich Mühe gegeben und etwas Besonderes geschaffen."
"Die Musik war toll, eine sehr gute Band. Es ist lange her, dass ich so viel getanzt habe."
"Wirklich?" Sein Blick wirkt überrascht. "Du tanzt wunderbar, ich habe gedacht, dass Du das regelmäßig machst."
"Danke. Dafür bleibt mir leider keine Zeit." Immer wieder macht er Komplimente, verstehe jemand diesen Mann. "Dein Stil ist aber auch nicht zu verachten."
"Meine Mutter hat darauf Wert gelegt, auch meine musische Ausbildung zu fördern, deshalb habe ich Musikunterricht bekommen und musste, als der erste Ball in der Highschool anstand, Tanzunterricht nehmen. Ich würde behaupten, dass es eine der wenigen Sportarten ist, in denen ich besser bin als mein Bruder."
"Zwischen Euch..."

Durch die Bedienung, die die Bestellung vor uns abstellt, werde ich unterbrochen. Wir bedanken uns und sie geht wieder.

"Seid Ihr Rivalen?"
"Nein, heute nicht mehr. Wir sind gleichgestellt, haben auch Gemeinsamkeiten, wie unsere Leidenschaft und Hingabe. Was wir machen, machen wir richtig." Dass er das macht, habe ich schon bemerkt. "Dagegen hatten wir früher zwei völlig verschiedene Leben mit den jeweiligen Stärken und Schwächen, die damals zwar dieselben waren, doch uns sehr unterschiedlich vorkamen. Das konnte uns nicht verbinden." Für einen Moment hört er auf zu reden und schaut mich an. "Wie ist es bei Dir, hast Du Geschwister?"
"Leider nicht. Deswegen finde ich es immer interessant, solche Geschichten zu hören."
"Geschwister sind etwas Tolles, wenn man sie zu schätzen gelernt hat." Er ist ehrlich.

Ich trinke einen Schluck, ebenso Charlie. Währenddessen denke ich über das Gehörte nach. Die Beziehung zu seinem Bruder scheint nicht einfach zu sein. Ich möchte gerade zur Antwort ansetzen, als sein Mobiltelefon klingelt. Mit einer kurzen Entschuldigung in meine Richtung nimmt er das Gespräch an und verlässt das Café, um die anderen Gäste nicht zu stören.

Derweil sitze ich alleine am Tisch und beginne, nachzudenken. Wieder fällt mir auf, wie einfach alles mit ihm ist. Wir können Reden, aber auch Schweigen - es steht kein Muss dahinter. Mir ist im Moment nach Reden, doch Charlie ist nicht da und Selbstgespräche führe ich noch nicht. Allerdings habe ich Glück, denn er betritt gerade wieder das Lokal, kommt auf mich zu und setzt sich.

"Das war Jan. Er wollte wissen, was Du von dem Essen denkst. Ich habe ihm zugesagt. Das ist hoffentlich okay?" Ich nicke und trinke Tee. "Nach dem Spaziergang sollen wir zu ihnen kommen."
"Möchtest Du los?" Unsicherheit schwingt in meiner Stimme mit.
"Nein." Dagegen wirkt seine fest. Für einen Moment schaue ich ihn an, dabei denke ich nach. Dann kehre ich zu unserem Ursprungsthema zurück.
"Hast Du Hobbies." Mit Neugierde versuche ich, meine Unsicherheit zu überdecken.
"Wandern ist meine Leidenschaft, damit könnte ich jede freie Minute verbringen. Abgesehen davon liebe ich meine Familie und unternehme viel mit ihr, wenn ich zu Hause bin." Seine Augen funkeln beim Erzählen. "Was ist Deine Leidenschaft?"
"Leidenschaft?" Mein Blick sucht seinen, doch er ist mit seinem Kaffee beschäftigt. So werde ich ihm nie signalisieren können, was oder eher wer meine Leidenschaft ist. "Zum Abschalten tauche ich gerne in Bücher ein, nichts entspannt mich besser und ich backe gerne, am liebsten Muffins, aber auch Kuchen und Kekse." Ich trinke einen Schluck Tee und werfe einen weiteren Blick über den Tisch.
"Mein letztes Buch habe ich während des Grundstudiums gelesen, glaube ich. Ein Klassiker, dessen Titel ich absichtlich vergessen habe." Dieses Mal erwidert er meinen Blick
"Moderne Werke mag ich selbst auch lieber."
"Also blutrünstige Hobbits?" Was meint er damit? Verwirrt schaue ich ihn an. "Vampire und Fantasy ist doch in, oder?" Scheinbar hat er meinen Blick richtig gedeutet, denn jetzt ergibt seine Aussage, wenn sie auch verquer ist, Sinn.
"Beliebt sind sie, aber ich bevorzuge Krimis." Dass ich auch Schnulzen mag, muss er nicht wissen.
"Krimis habe ich genug durch meine Arbeit fürs FBI erlebt." Er lächelt.
"Das ist bestimmt anders als in Romanen?!"
"Keine Ahnung. Ich habe noch nie einen Krimi gelesen."

Mit Büchern komme ich offensichtlich nicht weiter, also lasse ich das Thema und leere meinen Becher. Auch Charlies Getränk ist leer, als er den Becher nach einem weiteren Schluck absetzt. Deshalb schlage ich vor, unseren Weg fortzusetzen. Daraufhin schaut er mich mit seinen wunderschönen Augen an und nickt. Nun winke ich die Kellnerin, die an uns vorbei geht, heran und bitte um die Rechnung, die ich, obwohl Charlie Widerstand leistet, bezahle. Dann verlassen wir das Lokal und gehen weiter.

Charlie hat seinen Arm angewinkelt, ob es eine Aufforderung oder ein Zufall ist, weiß ich nicht, doch nutze ich die Gelegenheit und hake mich ein. Ihn scheint das nicht zu stören, zumindest signalisiert er das in keiner Weise. Im Moment fühle ich mich wohl, ob das am Urlaub, an meiner Begleitung oder an beidem liegt, kann ich nicht sagen, denn es ist ein sehr allgemeines Gefühl.

Die Sonne ist nicht mehr wirklich sichtbar, als wir am Hotel ankommen. Als ich Charlie, der zum Schluss die Führung übernommen hat, fragend anschaue erklärt er mir, dass er sich frisch machen möchte. So bietet sich mir die Gelegenheit, das auch zu machen. An der Rezeption hole ich den Schlüssel und gemeinsam steigen wir in den Fahrstuhl. Dieses Mal nehmen wir einen anderen, die Erinnerungen sind trotzdem da, doch die Euphorie ist verschwunden, so dass ich uns nicht vor meinem geistigen Auge sehe.

"Hat Jan gesagt, wohin wir gehen?"
"Nein." Neugierig schaut er mich an, doch er stellt keine Frage, allerdings weiß ich, was er wissen möchte, zumindest vermute ich das.
"Kann ich so los?" Ich deute auf meine Kleidung, woraufhin er grinst.
"Gute Frage. Der Sari, so schön er ist und wie gut er Dir auch steht, ist vielleicht ein Hauch zu viel."
"Ach?!" Spielerisch verdrehe die Augen, lächle aber dabei. "Ich besitze auch normale Kleidung."
"Dabei liebe ich den Hauch Indiens, der Dich umgibt."
"Dann sollte ich in Deiner Gegenwart wohl nur noch Sari tragen." Das wäre nur ein kleines Übel, wenn es helfen würde.

Die Türen des Fahrstuhls öffnen sich mit einem Pling, damit kommt das Gespräch zum Erliegen. Schweigend verlassen wir den Fahrstuhl und gehen zu unserer Suite, deren Tür ich öffne.

Sofort betrete ich mein Zimmer, denn ich möchte mir nicht zu viel Zeit lassen und ziehe einen schwarzen, kurzen Stufenrock und ein grüne Bluse an, dazu ein paar Schuhe mit Absatz. Dann lege ich ein leichtes Makeup auf, das eigentlich nur aus Wimperntusche besteht. Zum Schluss öffne ich meinen Pferdeschwanz und lasse meine Haare über die Schultern fallen. Kurz fahre ich mit den Fingern hindurch, um sie etwas aufzulockern. Meine zuvor noch große Tasche tausche ich gegen eine kleine aus, dann bin ich fertig und kehre zurück in den Wohnraum.

Charlie ist nicht zu sehen, doch ich höre die Dusche. Da ich nicht weiß, wie lange es dauern wird, hole ich aus meinem Zimmer das Buch, in dem ich gerade lese und schlage es auf. Ein paar Zeilen lese ich begierig, doch dann gehen meine Gedanken inspiriert durch das Geschehen im Buch auf Wanderschaft. Nach und nach sehe ich jedes Erlebnis des gestrigen Tages noch einmal vor meinem inneren Auge, davon ist die Trauung das harmloseste.

Ich komme bis zu den heutigen Morgenstunden, als meine Name in meine Gedanken dringt. Daraufhin schaue ich erschreckt auf, denn ich fühle mich von Charlie ertappt, der mit noch feuchten Haaren vor mir steht. Bevor ich überhaupt reagieren kann fällt mir auf, dass um seine Hüfte nur ein Handtuch gewickelt ist. Fragend schaue ich ihn an, kann jedoch meinen Blick nicht konsequent auf seine Augen richten. Stattdessen wandert der auf seinen Oberkörper, der sich so schön angefühlt hat. Währenddessen entschuldigt er sich, dass es länger gedauert hat und geht dann in sein Zimmer. Ich schaue ihm hinterher, betrachte seinen Rücken und ihn unter meinen Handflächen.

Als er die Tür schließt, hebe ich das Buch wieder ein Stück an und versuche darin zu lesen, doch eigentlich starre ich nur hinein. Die Worte ergeben keinen Sinn, egal wie oft ich sie lese. Doch zumindest meine Gedanken bleiben dieses Mal im Hier und Jetzt, so dass ich mitbekomme, als er angezogen wieder aus dem Zimmer tritt. Er trägt eine Jeans, ein schlichtes T-Shirt und darüber ein Jackett, die perfekte Mischung aus schlicht und fein. Wir ergänzen uns gut, denn ich habe mich, ohne von seiner Wahl zu wissen, für ein ähnliches Konzept entschieden. Mit seinen wunderschönen Augen schaut er mich nun an, woraufhin ich mein Buch weglege, dann streckt mir seine Hand entgegen, die ich ergreife und zieht mich leicht vom Sofa hoch. Als ich stehe, lässt er meine Hand nicht wieder los, was mich verwirrt.

Mit der freien Hand greife ich nach meiner Tasche, verlasse an seiner Seite das Zimmer und gehe zum Fahrstuhl. Während der Fahrt schaue ich ihn genau an, er sieht aus, als ob er etwas sagen möchte. Hoffentlich ist es etwas, dass ich hören möchte. Oder nicht? Ich bin mir nicht sicher. Binnen kürzester Zeit ist die Fahrt zu Ende und ich kann mich ablenken, indem ich auf unsere Schritte achte, mit denen wir langsam und gemütlich zur Wohnung unserer Freunde gehen, meine Hand ist währenddessen niemals ohne Halt. Die Klingel muss ich ungewohnterweise mit der linken Hand betätigen, während Charlie die Haustür aufdrückt, als der Summer ertönt. Wieder geht es hoch, doch kurz bevor wir die Wohnung erreichen, trennen sich unsere Hände, dahinter steht meinerseits keine Absicht, es geschieht einfach.

Wendy und Jan warten in der geöffneten Tür, als wir ankommen. Sofort fällt mir ihr Blick auf, vor mir kann sie nichts verbergen, ebenso wie ich vor ihr. Auf der Dachterrasse möchte Wendy uns einen Aperitif reichen, deshalb schickt sie die Männer vor und bittet mich um Hilfe. Ich ergebe mich in mein Schicksal und folge ihr, denn jetzt wird die große Fragestunde beginnen. Nebeneinander stehen wir in der Küche, während sie Champagner in vier Gläser füllt.

"Was ist passiert?" Wie vermutet, hält sie mit ihrer Frage nicht hinterm Berg.
"Wir sind von der Hochzeit weggefahren." Das ist mein nichts sagender Anfang, dann erzähle ich ihr die entschärfte, kürzere Version und ende beim ungewollten Zusammentreffen mit ihr und Jan im Hotel.
"Und jetzt?" Ich zucke mit den Schultern.
"Wir hatten spaß, jetzt sind wir ... wir." Das letzte Wort kommt mir nur schwer über die Lippen.
"Wem machst Du etwas vor, Amita?" Eindringlich schaut sie mich an, hat sogar aufgehört Champagner ins letzte, noch leere Glas zu füllen. "Zwischen Euch ist mehr, das sieht jeder."
"Vielleicht, aber ich weiß nicht, wie er es sieht."

Dann beende ich das Gespräch, indem ich zwei volle Gläser nehme. Mit denen ich den Männern auf die Dachterrasse folge. Die Gläser will ich ihnen reichen, doch Charlie lehnt seines ab und bedeutet mir, es zu behalten. Zum Dank lächle ich ihn an. Dann legt Jan seinen Arm um meinen Rücken und zieht mich an seine Seite, schließlich beugt er sich zu mir hinunter.

"Gefällt es Dir hier, Amita?" Seine Stimme ist beim Sprechen leise, wäre er nicht so nah, würde ich ihn nicht verstehen.
"Natürlich. Hamburg ist eine schöne Stadt, die Leute sind nett." Für einen Moment schaue ich ihn an und zwinkere ihm zu, denn er ist der einzige wahre Hamburger, den ich kenne. "Was will ich mehr?" Einen flüchtigen Blick lasse ich zu Charlie gleiten, der mich offen anschaut und das sicherlich bemerkt hat.
"Was Du willst, weiß ich nicht, doch für mich wäre diese Stadt langweilig und farblos, wenn ich Wendy nicht hätte."

Sein Blick wandert zur Tür. Auch ich drehe mich ein wenig und sehe seine Angebetete, die auf uns zukommt. In der Hand hält sie die anderen beiden Gläser, wovon sie eins Charlie überreicht. Dann halten wir die Gläser vor uns.

"Auf das frisch vermählte Paar." Charlies Trinkspruch gefällt mir, weshalb ich mein Glas erhebe.
"Nein." Sein Glas hält Jan zurück. "Auf die Freundschaft, die Liebe und die Menschen, die das Leben erst lebenswert machen." Jetzt erheben wir alle unser Glas und stoßen an.

Mittlerweile ist es dunkel geworden, deshalb wende ich mich ein wenig von den anderen ab und betrachte die Lichter der Stadt. Im Augenwinkel sehe ich Charlie, der ein paar Schritte auf mich zumacht und sich neben mich stellt. Daraufhin drehe ich mich etwas mehr und weiß auch warum, denn Wendy und Jan genießen einen Moment.

"Ich fühle mich wie ein Störfaktor." Leise spricht er zu mir, um die beiden nicht zu stören, doch ich verstehe ihn trotzdem.
"Ja. Es ist merkwürdig."
"Wirklich gerne stehe ich nicht dabei." Wenn ich eine Pro- und Contra-Liste über uns erstellen würde, gehört dieser Punkt auf die Pro-Seite, eindeutig.
"Bestimmt ist es anders, wenn man einen Partner hat." Wenn er mich verstehen würde, wüsste er, dass es mir nur nach ihm verlangt. Obwohl ich ihn erst kurz kenne, möchte ich ihn tatsächlich als Partner in meinem Leben haben.
"Vielleicht."

Wieder schaue ich auf die Lichter der Stadt, denke an das Glas in meiner Hand, das ich beinahe vergessen habe und trinke einen weiteren Schluck, vielleicht um Mir Mut zu machen. Den werde ich brauchen, wenn ich mit ihm über meine Gefühle sprechen möchte, doch dafür ist es weder der richtige Ort noch die richtige Zeit. Aber ich weiß auch nicht, wann der Zeitpunkt besser wäre. Ich möchte mich gerade mit dem Gedanken befassen, als Jan seine Hand auf meine Schulter legt. Die andere liegt auf Charlies, so dass er mittig hinter uns steht. Anstatt uns zu sagen, dass er und Wendy los möchten, schlägt er vor, etwas zum Essen zu bestellen und hier zu bleiben.

Mir gefällt die Idee gut, denn die Dachterrasse ist schön. Deshalb stimme ich zu, auch Charlie hat nichts dagegen, deshalb geht Wendy in die Küche und holt die Karten ihrer Lieblingslieferanten. Lange überlegen wir nicht sondern entscheiden uns für eine überdimensionierte Familienpizza, die wir bunt belegen. Das bestellt sie, während wir uns an den hölzernen Gartentisch setzen. Als sie zurückkehrt, hat sie die offene Champagnerflasche in der Hand und schenkt uns nach.

"Habt Ihr Lust, morgen einen Ausflug zu machen?" Über Jens Worte denke ich nach. „Sonst habt Ihr nur Hamburg gesehen, dabei bietet Norddeutschland so viel mehr."
"Das würde mich freuen." Charlie und ich sagen die Wörter gleichzeitig, woraufhin ich lache. Das Lachen befreit mich, mir fällt eine Last von den Schultern. Charlie stimmt in das Lachen mit ein, gefolgt von Wendy und Jan.
"Wir holen Euch dann um 8 Uhr ab." Dieses Mal werde ich über den anstehenden Besuch vorgewarnt, worüber ich dankbar bin.

Dann ist bald die Pizza da und wir sitzen alle um den Tisch. Leicht beschwipst vom Champagner und vom Rotwein, den wir zur Pizza trinken, landet das Gespräch unweigerlich bei der Hochzeit. Ich warte nur auf den Moment, dass Charlie und ich Thema werden, doch das geschieht nicht. Stattdessen knüpfen wir an der Stelle an, bei der wir Donnerstagabend aufgehört haben. Dies ist ein Abend unter Freunden. Nicht mehr und nicht weniger. Dabei bin ich relativ ruhig, obwohl ich neben Charlie sitze, mehr als einmal seinen Atem auf meiner Haut spüre und mich sein Duft in meiner Nase kitzelt.

Wendy erzählt von den vielen Haushaltsgegenständen, die sie geschenkt bekommen haben, aber nicht benötigen, da sie schon einen vollständigen Haushalt haben. Darunter ist auch ein Thermomix - eine Küchenmaschine mit der sie sogar kochen kann. Sie hält es für ein unnützes Geschenk, dem wir zustimmen, besonders als sie uns den Preis nennt, den sie gegooglet hat. Danach versuche ich Jan zu entlocken, was er geplant hat, doch er sagt nichts. Als ich Wendy anschaue, zuckt sie mit den Schultern, offenbar hat er nicht mal sie informiert.

Gekonnt nutzt Jan diese Pause und erzählt eine Anekdote von gestern. Offenbar habe ich auf der Feier mit meinem Sari für Aufsehen gesorgt, denn einige seiner Freunde und Verwandten haben sich bei ihm erkundigt, wer ich bin. Während er das erzählt, betrachte ich Charlie, dessen Gesicht kein Gefühl zeigt, aus dem Augenwinkel heraus. Die Anekdote ist aber noch nicht zu Ende, denn sie haben sich wohl darüber aufgeregt, dass ich vergeben bin und anderen Männern keine Chance gebe. Die letzte Aussage amüsiert mich, schließlich bin ich frei wie ein Vogel, auch wenn ich es gerne anders hätte. Doch habe ich nicht gesagt, ich möchte nicht darüber nachdenken, so kommt es mir zumindest vor. Deshalb lasse ich es sein und schaue lieber Charlie an.

„Du warst die schönste Frau auf der Hochzeit." Meinen Blick erwidert er und grinst dabei leicht, ehe er sich an Wendy wendet. „Natürlich nach der Braut."

Dieses Mal halten wir nicht lange durch, denn die kurze Nacht von gestern auf heute steckt zumindest mir noch in den Knochen. Deshalb machen Charlie und ich uns früher als gedacht auf den Weg zurück, dabei reden wir nicht viel. Auch hält er dieses Mal nicht meine Hand oder hake ich mich ein. Stattdessen verhalten wir uns ganz normal, wie Freunde es tun, dabei lassen wir Meter für Meter hinter uns, bis wir das Hotel erreichen. Jeder Gedanke, der mich heute beschäftigt hat, scheint verflogen zu sein, deshalb interessiere ich mich dieses Mal auch nicht für den Fahrstuhl.

Nachdem wir unsere Suite betreten haben, wünsche ich Charlie eine gute Nacht und gehe in mein Zimmer. Dort schminke ich mich ab und ziehe mein Nachtzeug an. Bevor ich schlafe, möchte ich noch etwas lesen, doch das Buch habe ich im Wohnzimmer vergessen. Ich hole es, setze mich damit aufs Bett, lehne mich gegen die Rückwand und lege die Decke auf meine Beine. Dann schlage ich das Buch auf und lese die ersten Wörter. Im selben Moment klopft es an der Tür, die Charlie einen Augenblick später öffnet. Doch er betritt nicht den Raum sondern bleibt auf der Schwelle stehen und schaut mich an.

"Hast Du zufällig ein zweites Buch? Ich kann nicht schlafen."
"Leider nicht." Einen Augenblick lang halte ich ein, schaue ihn an und denke kurz nach. "Wenn Du möchtest, kannst Du bei mir mitlesen."

Mit meiner Hand weise ich auf die freie Seite meines Bettes, auf die er sich setzt. Dann erzähle ich ihm kurz, worum es in dem Buch geht, schließlich bin ich in der Mitte. Erst dann halte ich das Buch so hin, dass auch er darin lesen kann. Eine halbe Stunde sitzen wir lesend nebeneinander, als ich Durst bekomme. Das Buch drücke ich ihm in die Hand, stehe auf und hole aus dem Nebenraum eine Flasche Wasser. Erst als ich wieder im Bett sitze, bemerke ich, dass ich die Gläser vergessen habe. Mir ist das egal, deshalb trinke ich einfach aus der Flasche, die ich ihm dann anbiete. Ohne zu zögern, trinkt er daraus und nimmt, als er fertig ist, das Buch wieder in die Hand. Ich vertiefe mich in das Buch, doch mir fallen mehrfach die Augen zu, bis der Schlaf mich übermannt.