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Kapitel 3
So verging noch eine Woche, die Harry im Krankenflügel verbringen musste.
Es war ein Samstag, als er mit seiner Hauslehrerin durch Muggellondon lief und einkaufen gehen wollte.
"Professor, was mich die ganze Zeit schon wundert, warum gehen sie mit mir einkaufen? Ich meine ist das jetzt eine neue Regel, mit jedem Schüler Klamotten kaufen?" fragte Harry verständnislos. Minerva grinste bei der Vorstellung und antwortete: "Nein, es ist keine Regel. Aber du musst zu geben, dass deine Sachen einfach scheiße aussehen. Deswegen haben Poppy und ich beschlossen, dass du neu eingekleidet werden musst. Und du brauchst dir keine Sorgen zu machen wegen dem Geld, wir machen es gerne. Sieh es deshalb als ein weiteres Geburtstagsgeschenk an." Damit hat sie auch Harrys Protest beiseite geschoben, denn es war ihm unangenehm auf anderer Leute Kosten zu leben.
So machten sie sich dann auf den Weg in eine großes Einkaufszentrum. Dort gingen sie in die Kleiderabteilung und Minerva war nicht wieder zu erkennen. Sie stürmte regelrecht durch die Reihen und suchte für Harry passende Sachen. Als sie mit einem Berg von Klamotten auf dem Arm wieder auftauchte und Harry in die Umkleidekabine schob, fragte dieser: "Professor, wie machen sie das, so viele Sachen in so kurzer Zeit?" "Ach weist du, es war schon immer meine Leidenschaft einkaufen zu gehen, doch leider hat man als Professorin nie so richtig Zeit dafür und wenn man dann mal aus der Schule rauskommt, dann überfällt es einen regelrecht." antwortete sie.
Deshalb, dauerte es fast zwei Stunden, bis Harry alles anprobiert hatte. Erstaunlicherweise passt ihm alles und es gefiel ihm sogar. Als er Minerva danach fragte, antwortete sie: "Deine Sachen haben mir nie gefallen, es tat mir immer weh dich so zu sehen, deshalb plante ich schon immer, wie es sein würde wenn du andere Kleider tragen würdest und deine Größe weis ich von Poppy, die dich ja oft genug untersuchen musste." Harry war überrascht, dass sich seine sonst so strenge Hauslehrerin Gedanken um seine Kleiderordnung machte. Es war ihm unangenehm, denn er war so etwas einfach nicht gewöhnt und er war es einfach nicht wert, dachte er sich.
Weiter kam er in seinen Gedanken jedoch nicht, da ihn seine Professorin in ein Schuhgeschäft geführt wurde. Dort suchte er sich drei Paar Schuhe aus.
Es war schon Mittag, als Minerva vorschlug: "Du hast doch bestimmt Hunger, wollen wir was essen gehen?" Harry nickte. So gingen sie über die Straße auf ein Restaurant zu. Doch Harry blieb auf einmal stocksteif stehen und starrte geradeaus. Minerva bemerkte seine Veränderung und folgte aufmerksam seinem Blick. Sie sah eine große schwarzhaarige Frau, die gedankenverloren auf einen Einkaufszettel blickte.
"TANTE PETU!!" schrie Harry auf einmal und stürmte auf die Frau zu. Diese sah auf und fand sich darauf in einer Umarmung wieder. Dann sah sie runter und sah schwarze verstrubbelte Haare.
"Harry!?" flüsterte sie überrascht, aber auch etwas erleichtert. Sie erwiderte die Umarmung. "Harry, was machst du hier? Warum bist du nicht in der Schule? Und wie geht es dir?" fragte Petunia besorgt.
"Er ist mir unterwegs." sagte eine Stimme. Petunia sah auf und sah Minerva. "Professor McGonagall?" Minerva nickte und Harry fragte: "Du kennst sie?" "Ja, Lily hat viel von ihr erzählt und ich habe mal ein Foto von ihr gesehen. Aber was macht ihr den nun hier?" "Das würde wir ihnen gerne erklären, doch begleiten sie uns doch in das Restaurant, dort werden wir nicht so auffallen."
Petunia nickte und so machten sie sich auf den Weg ins Restaurant. Dort suchten sie sich eine abgelegene Ecke und bestellten etwas zu trinken. "Was ist denn nun eigentlich passiert? Ich war ja die ganzen Ferien, bei einer Bekannten in Frankreich." fragte Petunia und sah ihren Neffen an.
Doch dieser sah nur auf seine Hände und fing an zu zittern. Minerva bemerkte es und nahm ihn in den Arm und redete ruhig auf ihn ein. Danach erzählte sie der geschockten Petunia die ganze Geschichte. Nachdem sie geendet hatte, lief ihr Tränen über das Gesicht und stand auf um Harry zu umarmen.
"Harry es tut mir leid. Wenn ich gewusst hätte was dir passiert, wäre ich nicht weggefahren. Es tut mir leid." sagte sie und drückte ihn an sich. "Das brauch es doch nicht, du hast selbst gesagt, dass du es nicht wusstest." antwortete Harry, er wollte einfach nicht, dass ihn jemand bemitleidete.
Minerva sah die Szene mit gemischten Gefühlen, auf der einen Seite war sie froh aber auf der anderen Seite war sie doch sehr skeptisch. "Wie kommt es eigentlich, dass sie sich mit Harry so gut verstehen?" fragte sie deshalb.
Petunia setzte sich und fing dann an zu erklären: "Als ich Harry damals vor unserer Tür fand, wusste ich sofort, dass etwas mit Lily passiert sein musste. Auch wenn alle der Meinung waren oder sind das ich meine Schwester hasse ist dem nicht mehr so. Kurz vor ihrem Tod kam sie noch mal zu mir und wollte sich mit mir aussprechen. Ich wollte zuerst nicht, doch als sie mir dann von dem Krieg und ihrer Gefahr erzählte, konnte ich nicht anders und wir vertrugen uns wieder. Sie sagte mir auch, dass wenn ihr etwas passieren sollte ich mich um Harry kümmern solle, da sie Sirius etwas unüberlegtes zutraute und er sich wahrscheinlich nicht um ihn kümmern könnte.
Vernon war erst dagegen, doch ich setzte mich durch und so nahmen wir ihn auf.Es war jedoch das einzige Mal, er führte danach ein härtere Hand. Dudley bekam alles und Harry musste leiden, er bekam nur das Notwendigste. Als er dann alt genug war musste er auch im Haushalt helfen. Ich konnte leider nichts dagegen unternehmen, da ich Vernon alles mögliche zumutete.
So musste ich ihn leider auch schlecht behandeln, doch wenn Vernon und mein Sohn weg waren, behandelte ich ihn wie jedes normale Kind. Er ist und bleibt mein Neffe. Doch leider waren diese Zeiten viel zu kurz. So vergingen die Jahre und ich machte mir immer wieder Sorgen um Harry, da ich nie wusste, was ihm alles passiert.
Dieses Jahr bin ich zu meiner Freundin gefahren. Ich wollte eigentlich erst nicht, doch als mich Vernon dann fast dazu regelrecht drängte, fuhr ich. So konnte ich den ganzen Sommer nicht bei Harry sein. Und ich muss nochmals sagen, dass es mir schrecklich leid tut, Harry."
"Es ist schon gut, was passiert ist, ist passiert und du hättest sowieso nicht viel ausrichten können. Du kennst doch Vernon, wenn er ausrastet ist niemand vor ihm sicher." entgegnete Harry leise mit bebender Stimme, man sah ihm an das er immer noch Angst hatte.
"Was? Ihr Mann macht nicht mal vor ihnen halt? Wieso haben sie ihm dann nicht verlassen?" fragte Minerva entsetzt. Petunia seufzte. "Ich wollte, doch ich konnte nie. Ich hatte nichts, alles was ich hatte, brachte ich mit in die Ehe. Ich musste sogar einen Ehevertrag unterschreiben, der besagt das ich im Falle eine Scheidung nichts bekomme und auch auf nichts Anspruch erheben kann. So konnte ich ihn nicht verlassen und habe versucht das Beste aus der Situation zu machen."
Daraufhin folgte schweigen, jeder hing seinen Gedanken nach.
Sie hörten wie die Tür des Cafés aufging doch dachten sie sich nichts dabei, erst als sie nach kurzer Zeit "Professor McGonagall" hörten sahen sie auf.
Vor ihnen standen eine Frau mit langem braunem Haar und blauen Augen. Neben dieser stand ein Mann mit dunkelblonden Haaren und braunen Augen. "Entschuldigen Sie aber woher kennen sie mich?" fragte Minerva doch etwas verwirrt.
"Verzeihung, es ist verständlich das sie uns nicht erkennen, wir sind Carolin und Tristan Granger, die Eltern von Hermine." antwortete der der Mann. Minervas Gesicht zeigte Erkenntnis, doch Harry versteifte sich total und versteckte sich so gut es ging hinter seiner Hauslehrerin.
Die beiden Grangers waren geschockt auf diese Reaktion, während Minerva versuchte Harry zu beruhigen. "Harry, ganz ruhig. Es wird dir nichts passieren, sie wissen wahrscheinlich nicht was ihre Tochter tat, bitte beruhige dich und lass es mich ihnen erklären." redete sie beruhigend auf ihn ein. Harry nickte langsam, doch ließ er sie nicht los und versteckte sich immer noch in ihrem Umhang.
Die geschockten Grangers setzten sich und Minerva erklärte: "Wie sie vielleicht wissen ist ihre Tochter Hermine die beste Freundin von Harry Potter." Hierbei deutete sie auf Harry.
"Doch diese Freundschaft war nur gespielt um an seine Geld zukommen. Sie und Ronald Weasley, ein weiterer Freund, haben ihm die ganze Zeit etwas vorgespielt. Erst zum Ende des letzten Schuljahres fand er es heraus. Seitdem und auch seit dem Tod seines Paten, ist er total am Ende. Das ist jedoch nicht das schlimmste, in den Ferien wurde er von seinen Verwandten regelmäßig misshandelt. Er versucht sich gerade zu erholen, aber er vertraut niemanden mehr außer mir, unserer Schulkrankenschwester und einem meiner Kollegen."
Harry hatte bei ihrem Monolog angefangen zu weinen und vergrub sich weiter in ihrem Umhang. Minerva zog ihn auf ihren Schoß und wiegte ihn wie ein kleines Kind.
Carolin war die erst die sich wieder fing. "Das ist ja schrecklich. Wie konnte Hermine bloß so etwas tun?" fragte sie fassungslos. "Das unser Mädchen so etwas tut ist unverzeihlich. Wir möchten uns für ihr Verhalten entschuldigen." sagte Tristan ehrlich.
Harry sah langsam auf und erkannte, dass er es ernst meinte. "Sie wussten nicht was Her… ihre Tochter tat?" fragte er unsicher, er konnte auch den Namen seiner ehemals besten Freundin aussprechen. Carolin schüttelte den Kopf. "Nein, wenn sie etwas con der Schule erzählte, erwähnte sie nur diesen Ron. Sie sagte kaum etwas über dich.
Ich möchte mich aber nochmals entschuldigen." Harry nickte langsam.
"Was haben sie den eigentlich nun vor? Ich kann mir vorstellen, dass er so nicht in Hogwarts bleiben kann." fragte Tristan. "Wir wissen es nicht. Zu seinen Verwandten kann er nicht, auch wenn Petunia hier, dort ist, wird es für ihn die Hölle werden und in Hogwarts stünde er die ganze Zeit unter Stress." erklärte Minerva etwas niedergeschlagen.
Die beiden Grangers sahen sich an und Carolin meinte dann: "Harry wenn du möchtest könntest du bei uns bleiben. Wir sind allein zu Hause und so könnten wir uns auch angemessen bei dir entschuldigen." Harry sah sie durchdringend an. Es war für ihn keine leichte Entscheidung. Auf der einen Seite wusste er nicht wie er sich der ganzen Situation gegenüber verhalten sollte, auf der anderen konnte er aber auch nicht da er Schule hatte. Deshalb sagte er: "Ich freue mich über dieses Angebot, doch leider muss ich ablehnen, da ich Schule habe und ich möchte nichts verpassen."
Minerva gluckste leicht und fragte Harry ernst: "Harry antworte mir bitte ehrlich. Hast du dein Potenzial jemals voll ausgeschöpft?"
Er sah sie erst an, senkte dann jedoch beschämt den Kopf und antwortete leise: "Nein, ich wollte das meine Freunde nicht neidisch auf mich sind. Aber wie haben sie es herausgefunden, Professor?"
"Nun als ich deine ZAG-Prüfungen durchsah, bemerkte ich, dass du deine Gedanken nie richtig zu ende geführt hast. Du hattest immer die richtigen Ansätze, sie aber nie ausgeführt." sagte sie. Harry sah wieder beschämt zu Boden. "Kannst du mir die Formel für das verwandeln einer Holzscheibe in eine Katze nennen?" fragte sie weiter. "Felis. Wieso fragen sie?"
"Nun du hast gerade eine Frage aus dem sechsten Jahr beantwortet. Dieses Thema kommt erst kurz vor den Prüfungen in den Unterricht. Also kannst du ruhigen Gewissens zu den Grangers gehen." "Aber was ist mit den anderen und mit meine Sachen?" fragte Harry. "Deine Sachen kann ich dir hinterher schicken und dein Fehlen werden wir mit einer Kur, die dir Poppy verordnet, entschuldigen, so kann auch der Direktor nichts dagegen sagen." antwortete Minerva und freute sich als Harry sie anstrahlte.
Somit war dann alles geklärt und man machte sich zum Aufbruch bereit. Harry umarmt seine Tante nochmals fest und umarmt auch Minerva und flüsterte ihr ein leises "Danke" ins Ohr, bevor er sich auf den Weg zum Auto der Grangers machte.
