Hi Leute,
Nur schon mal vorweg: ich weiß nicht, wann das nächste Kapitel kommt, meine Betaleserin und ich sind mächtig auf Achse, leider.
Und inhaltlich bin ich mir noch nicht so sicher, wohin die Geschichte führen wird. Es wird nicht nur für euch eine Überraschung!
Und den Disclaimer hatte ich beim ersten Kapitel vergessen, ich hole es also nach: mir gehört Nichts von JKR, was sehr schade ist, aber was solls!
Viel Spaß beim Lesen und schreibt mir fleißig!
Kapitel 2
Harry schaffte es in letzter Sekunde in seinen nächsten Unterricht: mit Professor McGonagall war nicht gut Kirschen essen, obwohl sie Gryffindors Hauslehrerin war.
Ron und Hermine warfen ihm fragende Blicke zu, doch er winkte nur ab und flüsterte schnell, dass er ihnen später alles erzählen würde. Somit konzentrierten sich alle drei wieder, so gut es ging, auf den Unterricht.
Als die Stunde zu Ende war, steuerten sie direkt auf den Gryffindorturm zu, bis sie vor dem Bild mit der fetten Dame ankamen. „Tollpatschiger Troll" sagte Ron und das Bild schwang zur Seite, um ihnen Einlass zu gewähren.
Schwerfällig ließen sich die drei in eine Sesselgruppe an einem der Fenster fallen. Der Schwarzhaarige wurde eindringlich von seinen Freunden gemustert.
„So Harry, und jetzt bitte Klartext! Was wollte denn die alte Fledermaus von dir? War es denn etwas so Schlimmes?" löcherte ihn Ron.
„Ich bin mir ehrlich gesagt noch nicht allzu sicher, ob es schlimm ist oder schlimmer..." murmelte Harry leicht abwesend.
„Jetzt erzähl uns doch bitte endlich was los ist, dann kann ich weiter lernen" mischte sich nun auch eine leicht gereizte Hermine ein.
„Also... Ich... und dann Snape... Ähm...".
„HARRY! Raus mit der Sprache!!"
„JA! Ist ja schon gut!! Also ich bekomme Nachhilfe in Zaubertränke, weil ich sonst, laut Snape, keine Chance auf eine Aurorenausbildung habe. Und ich bekomme sie von..... Malfoy." Das letzte Wort flüsterte Harry so leise, dass es eigentlich niemand hätte hören sollen, doch seine Freunde saßen ihm sprachlos gegenüber.
„Dass du Hilfe brauchst ist ja wohl mehr als selbstverständlich" setzte Hermine an und fing sich zwei äußerst finstere Blicke der Jungen ein „aber ich könnte das ja wohl genau so gut übernehmen. Ich bin doch mindestens genau so gut in Zaubertränke wie Malfoy, wenn nicht sogar besser."
Harry und Ron warfen sich eindeutige Blicke zu: so sehr sie auch ihre Freundin liebten, manchmal verfügte sie über eine Arroganz, die jedem Slytherin Ehre gemacht hätte.
„Du kannst es Snape natürlich gerne vorschlagen, aber ich bezweifle stark, dass sowohl er als auch Malfoy, sich eine Gelegenheit mich zu triezen entgehen lassen werden. Ich werde da wohl oder übel durch müssen. Was tut man nicht alles für seinen Traum!" seufzte Harry und kramte eine Pergamentrolle aus seiner Tasche, um seine Hausaufgaben zu schreiben. Hermine hatte schon wieder diesen gewissen Blick drauf und nach diesem Vormittag hatte er nicht im Geringsten Lust, sich groß auf eine Diskussion mit ihr einzulassen.
Nach dieser schier unendlich scheinenden Freistunde, machten sich die Gryffindors gemeinsam auf den Weg in die große Halle, um gemeinsam zu Mittag zu essen.
Harry, Ron, Dean und Seamus führten eine hitzige Diskussion über die im nächsten Jahr stattfindende Quidditchweltmeisterschaft. Ron versicherte seinen Freunden mit eisernem Willen, dass seine Lieblingsmannschaft, die Chudley Cannons, mit Sicherheit gewinnen werden. Seamus musste natürlich dagegen halten, denn er war der Meinung, dass seine Mannschaft, die Kenmare Kestrels gewinnen werden. Somit entstand eine erhitzte Debatte, in die sich alle am Tisch einmischten.
Harry hörte nur halbherzig zu, denn in Gedanken war er immer noch, bei dem Satz den Malfoy als letzten fallen ließ. Was hatte das nur zu bedeuten? Er wurde einfach nicht schlau daraus, so sehr er darüber nachdachte. Er wurde erst aus seiner Geistesabwesenheit gezerrt, als ihm ein kleiner weißer Papierflieger in den Schoß fiel. Der erinnerte ihn stark an die Memos aus dem Ministerium. Harry wandte sich um, konnte jedoch nicht erkennen aus welcher Richtung der Flieger kam. Neugierig faltete er das Papier auseinander und stutzte bei der schön geschwungenen Schrift: sie sah wie die eines Mädchens aus, aber Harry wusste wem sie gehörte. `Heute Abend, 20 Uhr, Gemeinschaftsraum. ´ Er sah kurz zu dem Tisch der Slytherins hinüber, doch wand er sofort wieder seinen Blick ab. Hatte Malfoy ihn eben gerade angelächelt? Auch wenn es leicht anzüglich war? Nein, unmöglich, Malfoy würde so etwas nicht tun und dann würde er ganz bestimmt nicht Harry mit solch einem Lächeln versehen.
Dass Draco Malfoy dem männlichen Geschlecht nicht abgeneigt war, wusste ganz Hogwarts. Der Blonde Slytherin machte keinen Hehl daraus, laut zu verkünden, wen er denn schon alles vernascht hatte. Und das waren so Einige...
Harry hingegen wollte eigentlich diskreter mit seiner sexuellen Orientierung umgehen, was sich seit der großen Feier zu Ehren des Sieges über Lord Voldemort als durchaus schwierig erwiesen hat. Denn dort hatte jeder sehen können, wie er mit Colin Creevey auf seinem Zimmer verschwand und erst sehr viel später wieder zu seinen Freunden stieß. Ja, dieser Abend war für Harry einfach unvergesslich gewesen, in mehrfacher Weise.
Leicht verträumt grinste er vor sich, als er an Colins Berührungen dachte; noch immer durchfuhr ihn eine leichte Gänsehaut, wenn er daran dachte.
Doch auch in dieser Nacht, hatte er erneut feststellen müssen, dass er sanftem Sex zwar nicht grundsätzlich abgeneigt war, aber es brachte sein Blut nicht so sehr in Wallung, wie er es gerne hätte. Er hatte das Gefühl, dass etwas fehlte, das Tüpfelchen auf dem I.
Der Nachmittag verlief ohne weitere besondere Vorkommnisse und Harry fieberte bereits dem Abend entgegen, hin und her gerissen zwischen Nervosität und Neugierde. Nur das kurze Abendessen riss ihn aus seinen Gedanken, bis er sich auf den Weg zu den Kerkern machte. Seine Freunde, die alle geschlossen in den Turm stiegen, warfen ihm mitleidige Blicke nach.
In der Zwischenzeit herrschte im Gemeinschaftsraum der Slytherins Hochbetrieb: heute sollte eine der berühmt-berüchtigten Slytherinpartys steigen. Das hatte Draco vollends vergessen, deswegen würde die Nachhilfe in seinem Zimmer stattfinden.
Draco hatte als Einziger sein eigenes Reich: er hatte von Beginn an klar gemacht, dass er sich unter keinen Umständen ein Zimmer mit anderen Schülern teilen würde, noch nicht einmal mit seinem besten Freund Blaise Zabini. Und da es sich niemand mit einem Malfoy verscherzen wollte, ließen sie in gewähren.
Doch nun lief der blonde Slytherin kreuz und quer durch sein Zimmer, um ein paar seiner wichtigsten Privatgegenstände in Sicherheit zu bringen. Heute würde Harry sie noch nicht zu Gesicht bekommen, er musste sich langsam an den Schwarzhaarigen herantasten und ihn nicht vor den Kopf stoßen. Nicht bevor er sich nicht sicher war, wie Harry reagieren würde...
„Kann man dir irgendwie behilflich sein?" fragte Blaise mit einem leicht spöttischen Grinsen auf den Lippen. Er saß auf dem Bett seines Freundes und beobachtete ihn.
„Ja, allerdings" fuhr der Blonde ihn an."Wie wäre es, wenn du mit helfen könntest, die letzten zwei Dildos zu finden? Ich habe nur 15 gefunden! So ein Mist!"
Draco hatte zu seinem siebzehnten Geburtstag von seinen Freunden Blaise, Pansy und Theo eine kleine Sammlung von 17 verschiedenen Sextoys bekommen, für jedes Jahr quasi einen. Bis jetzt hatten ihm alle einen guten Dienst erwiesen.
„Also ich würde so einiges dafür geben, um das Gesicht unseres Goldjungen zu sehen, sollte er über so einen stolpern!". Blaise kam unter dem Bett hervor gekrochen und wedelte mit einem großen roten Exemplar vor seinem Gesicht herum. Blaise lachte laut los und auch Draco musste mit einstimmen. Ja, den Anblick würde er auch gerne sehen, so wie schon so oft in seinen Träumen: Harry auf seinen Knien, gefesselt auf der Liege, an die Wand gekettet, aber am Besten unter ihm liegend und um Erlösung flehend. Über Dracos Lippen huschte ein anzügliches Grinsen.
„Hey, ich habe den Letzten gefunden. Und ich dachte immer, du brauchst so lange im Bad, weil du so eitel bist. Ich habe mich wohl geirrt!" Blaise grinste seinen Freund an und reichte ihm einen goldenen Vibrator.
„So, dann werde ich mich mal auf der Party umsehen und gucken, ob ich auch was Leckeres für mich finde. Dir wünsche ich viel Spaß beim Lernen, oder was auch immer ihr so treibt." Daraufhin gab Blaise dem Blonden einen Kuss auf die Wange und verließ das Zimmer. Keinen Augenblick zu spät, denn schon kurze Zeit klopfte es an der Tür.
Theo hatte Harry in Empfang genommen und ihm bereits erklärt, dass der Gemeinschaftsraum nicht zur Verfügung stünde. Deswegen führte er den Schwarzhaarigen zu Dracos Zimmer. Harry sah sich auf dem Weg dahin neugierig um: er war zwar schon einmal hier gewesen, doch damals waren nicht so viele Leute im Raum anwesend. Nun war es brechend voll mit nahezu allen Slytherins, die ihn kurz erstaunt musterten, sich dann aber doch wieder der Musik, den Gesprächen und den wilden Knutschereien widmeten.
„Okay, hier sind wir. Immer rein in die Höhle des Drachen." Theo schubste Harry näher an die Tür, klopfte an und ließ Harry stehen.
Draco öffnete so plötzlich die Tür, dass Harry unwillkürlich zusammen zuckte. Der Anblick der sich ihm bot, war ungewohnt: Draco hatte seine Krawatte abgenommen und die ersten beiden Knöpfe seines Hemdes geöffnet, so dass man deutlich das feine Schlüsselbein, überzogen von der gewohnt blassen Haut, sehen konnte. Die blonden Haare waren nicht mehr streng aus dem Gesicht gekämmt, sondern einige Strähnen fielen in eben dieses. Auf seinen Wangen hatte sich ein Hauch Rosa gelegt. Harry konnte sich nicht satt sehen.
„Willst du ein Foto von mir Potter? Oder kommst du endlich rein, damit wir es hinter uns bringen können?" blaffte der Slytherin den Schwarzhaarigen an.
„Bild dir mal bloß nichts drauf ein Malfoy. Ich bin nur erstaunt, du siehst halt sonst nicht so zerzaust aus. Ich habe dich doch wohl nicht gerade bei etwas Wichtigem unterbrochen, oder?" erwiderte Harry spöttisch und betrat das Zimmer. Im Vorbeigehen streifte Harrys Hand Dracos und ein heiß-kalter Schauer breitete sich in ihm aus. `Beherrsche dich Draco´ dachte er. Er musste sich sehr zusammenreißen, um den Gryffindor nicht augenblicklich auf sein Bett zu stoßen, ihm die Kleider vom Leib zu zerren und sich über ihn her zu machen.
„Also, können wir anfangen?". Harry hatte sich auf den einzigen Stuhl gesetzt, sein Buch aufgeschlagen und wartete auf Anweisungen.
„Aber sicher doch." Draco setzte sich auf sein Bett, schlug sein Buch auf und fing an, Harry abzufragen. Zu seinem Pech musste der Blonde feststellen, dass Snape wirklich nicht untertrieben hatte: der Gryffindor war eine Katastrophe! Der Stoff aus den ersten drei Jahren war ja noch gut im Vergleich zu dem aus den folgenden Jahren.
Draco fuhr sich leicht gereizt durch seine Haare. „Also nächste Woche besorge ich Zutaten und du wirst einen Trank brauen, den du dann auch trinken wirst. Streng dich also an Potter, es wäre ja zu ärgerlich, wenn dir etwas zustoßen würde." Harry fühlte sich gar nicht so wohl bei dem Gedanken und das Lächeln, dass Draco aufgesetzt hatte, trug auch nicht zu seiner Beruhigung bei.
„Gut, versuchen wir es mal mit dem Gripsschärfungstrank: was kommt da rein? Den könntest du im Übrigen auch gut gebrauchen, Potter! Dir ist nämlich schon bewusst, dass wir den Stoff aus dem fünften Jahr durchnehmen, oder?" Draco grinste fies und ignorierte den düsteren Blick, den Harry ihm zuwarf.
„Ähm.... Also ich denke, dass.... Ach verdammt, was war das denn nochmal?"
„Potter! Jetzt beeile dich doch endlich mal, ich habe noch andere Pläne, als den ganzen Abend mit dir zu verbringen!".
„Na dann sei doch mal ruhig und lass mich nachdenken!". Harry schloss die Augen, leckte sich kurz über seine Lippen und legte dann den Kopf in den Nacken. Die Arme verschränkte er über seinen Kopf, so dass sein Hemd einen kleinen Streifen gebräunter Haut preis gab. Er bemerkte nichts von den lüsternen Blicken seines Gegenübers.
Draco musste sich sehr zusammenreißen, um nicht über den Gryffindor herzufallen. Die Bauchmuskeln waren leicht zu erahnen und der dünne Streifen Schambehaarung verschwand unter dem Hosenbund. Draco wurde etwas warm und er musste sich gedanklich ablenken, um keine Platzprobleme in seiner Hose zu bekommen.
„Ha, jetzt habe ich es! Also, man muss Skarabäenzermahlen, Ingwerwurzeln in Streifen schneiden, beides in einen Kessel mit Gürteltiergalle geben und etwa eine halbe Stunde lang köcheln lassen. Und? Habe ich recht?"
Draco war hochgeschreckt als Harry sich zu Wort meldete. „Ja, hast du. Aber freue dich nicht zu früh, das war ja nicht wirklich schwer, das war wohl eher ein Glückstreffer." Draco konnte nicht anders, ständig verspürte er den Drang, Harry zu provozieren. Mit Niemandem war streiten schöner.
Draco stand auf und ging Richtung Tür."Ich denke das reicht für heute. Wir wollen deine Gehirnzellen doch nicht unnötig überstrapazieren, nicht wahr?". Hämisch grinste er und beachtete erneut nicht Harrys giftigen Blick.
„Na komm schon, ich bringe dich noch runter, oder willst du etwa hier bleiben heute Nacht?". Wieder dieses leicht anzügliche Lächeln.
„Im Leben nicht!! Da schlafe ich lieber freiwillig bei Aragog!!" platzte es aus Harry heraus.
Sie gingen gemeinsam die Stufen hinab und Harry wollte schon aus der Tür verschwinden, als Draco ihn zurückhielt."Wir sollten beim nächsten Mal über die Bezahlung sprechen, denn das hier mache ich bestimmt nicht umsonst. Geld habe ich allerdings genug, also musst du dir etwas anderes einfallen lassen, wie du meine aufgeopferte Zeit belohnst."
„Du bist doch nicht mehr ganz bei Trost!! Als ob ich auf dich angewiesen wäre, Hermine kann mir genau so gut helfen. Warum sollte ich dann bei dir bleiben?"
„Tja, wenn du möchtest, kannst du gerne zu der Granger gehen. Doch dann fühle ich mich gezwungen, Professor Snape von deinem Ungehorsam in Kenntnis zu setzen. Immerhin hat er mich zu deinem Nachhilfelehrer ernannt und niemand anderen. Es könnte also durchaus passieren, dass du durchfällst und keine Chance auf deine Aurorenausbildung hast, wenn du dich gegen mich entscheidest. Du solltest dementsprechend besser bei mir bleiben! Und denke an die Entschädigung für meine Mühe!". Noch bevor Harry ein Wort äußern konnte, fiel die Tür wieder ins Schloss.
So ungern er es zugab, doch anscheinend gab es keinen Ausweg für ihn. Er wollte doch unbedingt Auror werden und wenn es hieße, er müsse Malfoy ertragen, nun, dann sollte es so sein. Er hatte schon Schlimmeres überstanden.
Doch was meinte der Blonde mit Bezahlung?? Und er meinte nicht Geld? Was zur Hölle wollte er denn sonst??
Harry beeilte sich in den Gryffindorturm zu kommen, da es fast elf Uhr Nachts war. Mrs. Norris war bestimmt auf Streife, um ihrem Herrchen Argus Filch, Hogwarts Hausmeister, einen Bericht zu erstatten. Er schlüpfte hinter eine Rüstung und nahm eine Abkürzung, die ihn auf direktem Wege zu dem Bild mit der fetten Dame führte. Er flüsterte ihr das Passwort zu und betrat den Gemeinschaftsraum. Nur noch das Glimmen des Feuers im Kamin war zu vernehmen, ansonsten war es ruhig. Harry lief die Treppen hoch, schlich sich in sein Schlafzimmer, ging schnell ins Bad, um dann erschöpft in sein Bett und einen tiefen Schlaf zu fallen.
Mitten in der Nacht schreckte Harry hoch. Ihn beschlich eine leise Ahnung, was Malfoy gemeint haben könnte mit der Bezahlung. Aber das konnte doch nicht sein, oder doch?
