2. Kapitel: Krankenstation
„Bella? Bitte Bella, wach auf!"
Von fern drang eine schöne, männliche Stimme zu mir in die Dunkelheit. Langsam öffnete ich die Augen. Zuerst sah ich alles verschwommen, dann erkannte ich, wie sich Edward über mich gebeugt hatte und mich besorgt ansah.
„Bella? Hörst du mich?", fragte er sanft.
Ich nickte schwach.
Edward atmete erleichtert auf. „Du hast mir einen wahnsinns Schreck eingejagt, weißt du das? Ich dachte wirklich, du erstickst oder so etwas, weil du nicht mehr geatmet hast. Du hast dich nicht mehr bewegt und bist richtig blass, kalt und schlaff geworden.", gestand er immer noch aufgeregt.
„Was ist passiert?", krächzte ich.
„Du warst Bewusstlos. Bist einfach zusammengebrochen und hast wahrscheinlich hyperventiliert. Ich hatte richtig Angst um dich.", sagte Edward und streichelte liebevoll meine schweißnasse Stirn.
„Wie lange war ich weg?", fragte ich weiter.
„2 Stunden. Kurzzeitig hat dein Herzschlag ausgesetzt. Ich dachte, du stirbst. Ich war froh als dein Herz wieder anfing zu schlagen, ohne das ich nachhelfen musste." Edward zuckte schmerzhaft zusammen. Offenbar dachte er an den Moment, wo es passiert war.
Ich stöhnte.
„Hast du Schmerzen?", erkundigte er sich sorgenvoll.
„Nein, mir ist schlecht.", flüsterte ich schwach.
„Musst du dich übergeben?", fragte er weiter nach.
In dem Moment hielt ich mir schnell die Hand vor den Mund. Ich konnte nichts mehr sagen, nur noch nicken. Edward hob mich sanft hoch und brachte mich zu einem Eimer, den er schon zurechtgestellt hatte. Während ich mich übergab, hielt er mich an den Hüften fest. Bestimmt 4 mal kam es mir hoch, bevor ich erschöpft zurück in Edwards Arme sank. Er gab mir ein Taschentuch, damit ich mir den Mund abwischen konnte und warf das Taschentuch anschließend in den Mülleimer. Dann legte er mich wieder hin.
„Ich bring den Eimer schnell weg.", sagte Edward und ging.
Ich nickte. Müde schloss ich die Augen. Mir fiel erst jetzt auf, das ich mich im Krankenzimmer der Forks High befand. Und ich lag auf dieser unbequemen Liege. Doch Hauptsache ich konnte mich hinlegen, denn ich war wahnsinnig erschöpft.
Edward kam wieder. Er setzte sich zu mir und flüsterte: „Schlaf ein wenig. Sobald dein Vater informiert ist, wird entweder er dich abholen oder ich fahre dich nach Hause."
„Bleib bei mir.", verlangte ich. Der Gedanke, er würde gehen, wenn Charlie mich abholte, war unerträglich. Er tat richtig weh.
„Ich bleib hier.", versicherte er mir.
„Auch nachher, wenn ich abgeholt werde.", flehte ich.
„Ja, versprochen. Schlaf jetzt." Seine Stimme war von Sorge erfüllt. Doch ich konnte jetzt nicht darüber nachdenken. Ich war zu schwach. Schwer und erlösend senkte sich die Nacht über mich.
