Edwards POV:

Ich war nervös, aufgeregt und… erregt.

Menschenskinder, als mir diese Situation voll bewusst wurde, musste ich SIE mit einem Kuss ablenken, sodass sie nichts davon mitbekam, was mit MIR passierte.

Als ob mein Zusammenbruch nie passiert wäre, reagierte mein Körper genauso „angemessen", wie ich gedacht habe, dass er SO reagieren würde.

Ich sah ihr in die Augen, sie schaute ein wenig fragend und erwartend, küsste sie erneut und eine heftige Explosion begann sich in meinem Innern auszubreiten.

Es wurde ein wenig eng in meiner Jeans. Küsste sie drängend, fordernd. DAS ist so gut, oh mein Gott. Unglaublich.

Leckte ihr über die Lippen, verkniff mir aber sicherheitshalber das Hineinbeißen in ihre Unterlippe. Ich wusste zwar, dass ich jetzt nicht die Kontrolle verlieren und sie beißen würde, aber es wurde mir bewusst, wie viel Zauber ihre sanften, weichen, warmen Lippen auf mich ausübten…

Konnte es nicht mehr aushalten, wollte IN ihren Mund… und in diesen Moment öffnete sie bereitwillig diesen und ließ meine Zunge eindringen. Erneute Schauer jagten durch meinen Körper. Ich stöhnte in ihren Mund. Versuchte die Grenzen auszutesten. Wann gedenke ich wieder zusammenzubrechen? Nicht nur Grenzen austesten, sondern auch abstecken. Wie weit kann ich gehen? Wie weit sollte ich gehen? Und vor allem, wie weit waren wir beide bereit zu gehen?

Es wurde mir klar, es interessierte mich nicht mehr…

Ich löste mich von ihren Lippen, ihre Augen schauten bedauernd, und strich ganz langsam und sacht mit sanften Küssen über ihr Gesicht. Ihr Duft, nach Freesien, Orangenblüten und… Erdbeeren? vernebelte meine Sinne. Instinkten vertrauen. Instinkte annehmen.

Alles in mir schrie danach sie glücklich zu sehen, sie glücklich zu machen….

Strich langsam mit meinen Lippen über ihr Gesicht, über ihre Augenlider, über ihren Haaransatz, wo ihr Duft noch ein bisschen intensiver war, aber ich hatte kein Brennen in mir drin, jedenfalls keines DIESER Sorte, sondern eher einer anderen Art…

Gott, es fühlt sich an wie Feuer, das sich durch meine Venen brennt, immer weiter und immer intensiver… Strich weiter ihren Hals hinab, berührte ihr Ohr mit meinen Lippen, sie seufzte auf… knapperte ein wenig daran, sie stöhnte kurz auf und ich sah, dass es ihr entsetzlich peinlich war.

Bella, Liebes, das muss dir nicht peinlich sein.. ICH war es, der sich grad zum Affen gemacht hat, bitte lass es raus, es…. berührt mich sehr!" flüsterte ich heiser an ihrem Ohr. Eine Gänsehaut durchzog ihren Körper, wie ich merkte…

Das Gefühl, AUF ihr zu liegen, ihre Beine rechts und links neben meiner Hüfte, ihre Wärme spürend… DAS alles machte mich mehr, als nur verrückt.

Plötzlich tat sie etwas, was mich augenblicklich einige, eigentlich sehr viele, wenn ich ehrlich, Stufen auf meiner Leiter nach oben schnellen ließ…

Verdammt, sie schlang ihre Beine um meine Hüfte, klammerte sich an mich und presste ihren Unterleib an den meinen. „Oh, oh, mein Gott!" keuchte ich. Sie nahm mein Gesicht in beide Hände und küsste mich, wie sie es noch nie getan hatte…

Da war keine Sanftheit, keine Rücksichtnahme, keine Art von sanften, kleinen Küssen… Es war pures Verlangen, fast schon Ekstase….

Mein Kopf raste, war wieder in ihrer Gewalt, sie hatte erneut die Führung übernommen. Und erneut fragte ich mich, wie sie das bloß anstellte. Mein Hose wurde verdammt eng. Fuck, sie musste es doch spüren, wie heiß mich ihre Berührungen machten, oder? Sie musste einfach meine Erektion ganz deutlich zwischen ihren Beinen merken…

Was machst du nur mit mir, Bella?" stöhnte ich erregt heraus. „Deine Grenzen austesten und…., wenn es dir zu viel wird, hör auf, stoß mich weg!" Nein, DAS konnte ich nicht mehr. Der Strudel begann sich zu drehen. Immer und immer weiter.

Allerdings wusste ich genau, was sie vorhatte, was ihr unausgesprochener Satz zu bedeuten hatte. Verdammt, ja genau DAS! DAS wollte ich jetzt! Jetzt! Erlöse mich, Bella!

Ich hatte gedacht, ich hätte noch ein wenig mehr Selbstbeherrschung vorweisen können, um mich nicht so gehen zu lassen… Konnte es aber nicht mehr. Es war ein anderes Gefühl wie eben, ich schwebte, wusste was auf mich zukam, aber hatte keine Angst mehr, wollte mehr, Erleichterung, die Erlösung…

Oh mein Gott, ja, JA!" Es konnte nicht mehr lange dauern, dessen war ich mir bewusst, war so verdammt erregt, sie brachte mich dazu, mich selbst und meine Ängste zu vergessen.

Sie merkte meine Anspannung, wusste wie ich mich fühlte… wusste, in welchem Strudel ich mich befand… Ich sah den Schalk in ihren Augen aufblitzen, als sie anfing, sich unter mir zu bewegen….

Ich stöhnte laut auf, nach Erlösung schreiend. Sie presste sich näher an mich und verschloss meine Lippen mit den ihren. Stöhnte weiter ihren Mund, konnte mich nicht mehr zurückhalten… und als sie ihre Zunge in meinen Mund wandern ließ und die meinige umkreiste, war es zu viel….

Ich zuckte, stöhnte mit ganzer Intensität auf, konnte mich nicht mehr beherrschen, nicht mehr bremsen, rang nach nicht benötigter Luft. Gott, DAS war so unglaublich gut….

Ich zuckte noch mehr… „Halt mich fest!" schrie ich sie an…

Gab mir Geborgenheit und Frieden.

Die Ekstase überwältigte mich… Ich spürte, wie sich alles in mir aufbäumte, diese unglaublichen Gefühle… Niemals zuvor so eine unbeschreibliche Intensität… Wieso habe ich es so lange versucht zu umgehen? …..bevor alles mich mit Erleichterung überfiel…. „Nicht aufhören,… Fuck!" schrie ich sie erneut an und sie hielt mich fest umklammert, als ich zuckend auf ihr zusammenbrach….

….

Bellas POV:

Er hatte doch nicht, oder? Hatte er DAS, was ich meine, das er es getan hat, wirklich gemacht?

Eigentlich sollte ich mir wahnsinnige Vorwürfe machen und ich weiß, dass sich mein schlechtes Gewissen unwiderruflich schnell melden wird, aber ich fühle mich einfach so glücklich… ich habe ihn verführt! Und irgendwie war ich verdammt stolz darauf.

Aber gleichzeitig schämte ich mich, ich hatte ihn so schrecklich ausgenutzt und dabei wollte ich doch einfach, dieses wunderschöne Geräusch, sein Stöhnen, nicht aufgeben. Er sollte einfach nicht aufhören… Aber vielleicht hatte er nur wegen mir nicht aufgehört? Oh mein Gott, jetzt meldet sich wirklich mein schlechtes Gewissen!

Ich war so unwahrscheinlich erregt gewesen… als ich ihn zwischen meinen Beinen gespürt habe! Wollte ihn nicht sagen, dass ich IHNgespürt hatte, ziemlich hart drückend, verlangend.

Nein, das wäre doch zu peinlich, für ihn und für mich! Aber es muss ihm doch gefallen haben oder? Diese wunderbaren Geräusche, die aus seinem Mund kamen und wie er mich fast angefleht hatte, ihn festzuhalten, nicht aufzuhören… es war einfach so wunderschön… ich hätte wirklich im Traum nicht daran gedacht, dass er jemals, vor der Hochzeit solche Dinge zulassen würde…

Wurde aus ihm wirklich nicht schlau, hatte er es nur für mich gemacht, weil er wusste, dass ich es mir wirklich wünsche? Das ich es war, die diese Bedingung aufgestellt hatte? Ich hatte ihn zu etwas gemacht, was er gar nicht sein wollte, aber ja verdammt, ich hatte es so sehr gebraucht, will ihn aber inzwischen noch mehr als vorher… wie ein inneres feuer verlangt es mich nach seinen Berührungen… Ob es ihm gefallen könnte, wenn es nochmal passieren könnte? Stolz und Vorurteil sei Dank….