Edwards POV
Oh mein Gott, oh mein Gott! Das war so verdammt unglaublich, so geil, so heiß!
Theoretisch gesehen unser erster Orgasmus und ich bin so glücklich…
Bin ein klein wenig nach ihr gekommen und hab die Hose jetzt erst Recht versaut. Glaube, da hilft nur noch wegschmeißen, es wäre definitiv peinlich, wenn sie jemand jetzt zu Gesicht bekommen sollte. Aber es ist doch meine Lieblingsjeans, es wäre eigentlich viel zu schade, um sie wegzuschmeißen…
Es hat mich so verdammt erregt, als sie gestöhnt hat, mich fast angefleht, nein sie hatte mich eindeutig angefleht, mit ihr zu kommen. Wie konnte ich ihr diesen Gefallen nicht tun?
Es war wie eine Erfüllung, so fantastisch, dass mir das Vorenthalten meiner Gefühle für den körperlichen Teil unserer Beziehung jetzt wie pure Blasphemie vorkommt….
Ich hatte gedacht, ich habe „nur" sie verletzt, als ich sie immer wieder wegstieß, immer wieder sagte, ich könne es nicht tun, würde sie verletzten, nein, geht einfach nicht… aber dann begriff ich, mehr als ihr, habe ich nur mich selbst verletzt.
Keuchte immer noch, die letzten Wellen schlugen durch meinen Körper… Ich schaute ihr in die Augen, so wundervoll, so tiefgründig, als wollte sie sagen… Danke?
Nein, nicht hatte sie mir zu danken, ich hatte ihr zu danken… es war wie ein Orkan gewesen, ein Tsunami, der über mich hinweg rollte…
Doch ich glaube in diesem Moment war mir ein weiterer Punkt klar, ich hatte noch lange nicht genug, eben war ich noch der unschuldige, tugendhafte Junge und jetzt? Jetzt war ich jemand, der nicht mehr genug kriegen konnte, von diesem Meisterwerk aller Gefühle.
War süchtig, nach ihr, nach den Emotionen, die sie in mir erzeugt. Aber woher soll ich jetzt die Kraft nehmen, aufzuhören? Sie in Frieden zu lassen? Und wieder war ich zu egoistisch, zu selbstsüchtig,…. also DAS nahm wirklich langsam überhand.
„Es war wirklich traumhaft, wunder, wunderschön! Ich danke dir, mein Schatz! Aber wieso konntest du auf einmal noch einmal kommen?" fragte sie schüchtern, noch ein wenig mehr errötend, als ohnehin schon.
„Ich weiß es nicht, kann es dir kaum erklären, es war so verdammt erregend, als du mich fast angefleht, mit dir zusammen zu kommen, wie, mein Schatz, konnte ich dir das nicht wiederstehen?" erwiderte ich lachend zurück und zwickte ihr in die Wange. Sie fühlte sich so warm an so sanft, so wunderschön…
Es war einfach so perfekt, wie konnte ich ihr denn jemals wiederstehen? Genau DAS fragte ich mich schon die ganze Zeit und fand keine zufriedenstellende Antwort. Weder für mich, noch für sie.
Eins wusste ich aber mit Sicherheit, niemals mehr konnte ihr einfach nicht mehr wiederstehen, den Schlüssel für das Schloss, das ich aufgesperrt hatte, habe ich endgültig verloren…
Und ich wollte es auch nicht mehr anders. Sie gähnte. War sie nun müde? Ach, Menschen, schlimm sowas… Ich könnte sie die ganze Zeit küssen, sie sogar streicheln… Aber nein, sie wird müde, zerbrechliche, kleine Menschen…
„Magst du schlafen? Bist du müde?"
„Ja, schau mal auf die Uhr, es ist 00:27 Uhr, es wird Zeit für die Menschen unter uns, ihren Bedürfnissen nachzugehen… apropos Bedürfnisse! Schatz, was machen wir denn nun mit unseren Klamotten, also ich mein mit deiner Jeans und Shorts, ich kann mir schnell einen neuen Schlafanzug anziehen, aber du? Soll ich dir die Hose waschen, ich weiß, die möchtest die nicht unbedingt wegschmeißen, wie es Alice jetzt machen würde. Ich wasch die Sachen morgen!"
„Aber du lässt eines außer Acht! Soll ich nackt vor dir herumlaufen, ohne Hemd, ohne Jeans, ohne Shorts? DU hast vielleicht Gedanken! Ich glaube, ich laufe schnell nach Hause und hole mir etwas neues zum Anziehen, natürlich erst, wenn du eingeschlafen bist!"
„Ich glaube kaum, dass DAS so ein toller Einfall ist, du erinnerst dich vielleicht daran, dass deine Familie nicht gerade eine von der unaufmerksamsten Sorte ist, besonders Emmett wird sich freuen, wenn er dich SO sieht!" sagte Bella und zeigte an mir herunter. Wenn ich rot werden könnte, hätte ich nun Ähnlichkeit mir einem Feuerlöscher.
Und ich kann mir GENAU denken, was Emmett sagen würde: „Bella, unsere kleine, süße Bella, hat dich herangelassen, nein, ich korrigiere mich, wie ich dich kenne, hast DU endlich Bella rangelassen, ist DAS genial, unsere kleine Jungfrau wird zum Mann! Mum,…. MUM! Ich muss dir was erzählen….!" Ja genau, DAS brauchte ich jetzt unbedingt. Was also tun?
„Warum ziehst du nicht einfach ein paar Sachen von meinem Dad an und gehst morgen früh erst?" „Und wie bitte bekomme ich die Sachen von Charlie?" fragte ich sarkastisch zurück.
„Hallo? Bin ich DER Vampir oder du?" „Okay, Punkt für dich!"
„Die Shorts sind unten rechts im Kleiderschrank, die Unterwäsche in der Kommode links neben der Tür und sei leise!" „Bah, SEHR witzig!" und zischte los.
Raus aus Bellas Zimmer, leise den Flur entlang, lauschte Charlies Schnarchen…
Er hatte die Tonlage eines Rasenmähers angenommen. Das ließ mich hoffen, das er von Bellas und meiner Aktion grad eben nicht viel mitbekommen hatte. Stand nun vor seiner Schlafzimmertür, drückte langsam die Klinke runter und trat ein….
Charlie lag auf dem Rücken, die Decke um sich geschlungen und schlief tief und fest. Ich sauste zu seiner Kommode links neben der Tür und nahm eine seiner Unterhosen aus der obersten Schublade. Oh ja, WEISSE Feinrippunterhosen…! Genau, DAS was ich jetzt wollte! Aber naja, es gab wohl nicht viele Möglichkeiten, derer ich mich bedienen könnte, also nahm ich die Shorts an mich. In dem Moment hörte Charlies Schnarchen auf und er drehte sich um….
Mein Herz würde nun aufhören zu schlagen, wenn es nicht schon längst tot wäre. Wurde nervös! Hibbelig! Hatte er mich gehört? War ich nicht leise genug? Wenn er mich jetzt sehen würde, nachts um halb eins, an seiner Kommode stehend, einen riesen, weißen Fleck auf meiner Jeans und seine weiße Feinrippunterhose in der Hand? Ja, genau DAS würde sein Ansehen über mich sofort revidieren!
Flink huschte ich zu seinem Kleiderschrank und zog eine helle, kurze Hose aus dem Fach, schloss die Schranktür und rannte so schnell, wie ich konnte und DAS war SEHR schnell, aus dem Schlafzimmer und atmete durch… Hörte noch einmal durch die Tür, ob er vielleicht aufgewacht war… Nein, er schnarchte wieder wie ein Bär!
Erleichterung durchzog mich… rannte nun den Flur entlang, betrat das Badezimmer und setzte mich auf den Hocker, der dort stand. Atmete erneut tief durch… und öffnete nun langsam, war wieder in Gedanken bei Bella und unserer Aktion vorhin, meinen Gürtel….
Fädelte den Bund langsam durch die Lasche und zog ihn durch die Schlaufen. Ahnte irgendwie, das ich ihn gleich bei Charlies Hose brauchen würde. Öffnete nun den Knopf meiner Jeans und wünschte augenblicklich Bella würde DIES tun…
…. zog den Reißverschluss hinunter und packte die Jeans mit den Händen und zog sie hinab… Ich trug eine schwarze, enganliegende Shorts… es war also kein Wunder, wieso es grad eben so verdammt eng geworden war…
Streifte die Jeans über die Knie, meine muskulösen Beine entlang, auch ein Produkt meiner „Vorkriegserfahrung" und zog sie dann über die Füße hinab. Meine Schuhe lagen verstreut in Bellas Zimmer, mir war es unangenehm gewesen, mich mit Schuhen in ihr Bett zu legen, also hatte ich sie ausgezogen, als ich mich auf ihr Bett setzte.
Stand jetzt nur noch in Shorts im Bad… und zog diese mit einem Ruck hinab….
… die Socken streifte ich ebenfalls von meinen Füßen. Wieso auch immer. Wollte jetzt am liebsten duschen, aber ich glaube, das würde Charlie aufwecken und das wär jetzt genau das, was ich nicht gebrauchen könnte.
Holte jetzt nackt die Kleider aus dem Wäschekorb, damit es Bellas Dad nicht direkt auffallen würde, wenn er Wäsche in den Korb legen sollte…
Schmiss nun meine Jeans, meine Shorts und meine Socken dort hinein und wollte so eben die restliche Wäsche wieder in den Korb werfen, als mir Bellas schwarzer Spitzen-BH in meiner Hand auffiel…
OH, oh!
Hatte überhaupt nicht bemerkt, dass sie überhaupt keinen mehr trug und jetzt… Fuck, wieso hat sie soooo heiße Dessous?
Ich glaube, sie will mich umbringen, nein sie will mich DEFINITIV umbringen, also präziser um den Verstand bringen, jedenfalls.
Lies die andere Wäsche zurück in den Korb fallen und hatte nur noch den BH in der Hand. Er duftete verführerisch nach ihr… stellte mir grad vor, wie sich dieses Stöffchen, viel war ja nicht dran, sich um ihre Brüste spannte… Oh mein Gott, nicht schon wieder…!
Schon wieder bekam ich eine Erektion, nur weil ich ihren BH in der Hand hielt… Wie würde er riechen, wenn ich ihn direkt an die Nase halten würde? Mein Verstand war noch am überlegen, ob es überhaupt moralisch vertretbar wäre, so etwas zu tun… Aber meine Hand war schneller… Dieser Geruch, so intensiv, so sinnvernebelnd…. Meine Erektion wurde größer… Oh je… Was war denn nur mit mir los? Vor einem Tag hätte ich noch nicht einmal im Traum daran gedacht, so etwas zu machen! Es war doch wirklich zum Verrücktwerden!
Legte schnell den BH weg, mit einem kleinen Bedauern, stützte mich am Waschbecken ab, versuchte mich zu beruhigen, spritzte mir kaltes Wasser ins Gesicht und in den Nacken…
…Sah in den Spiegel, atmete zum dritten Mal tief durch und versuchte mich, der jetzt völlig nackt da stand, aus Bellas Augen zu sehen…
Gefallen ihr meine verwuschelten, bronzefarbenen Haare, die jetzt noch mehr durcheinander als sonst sind, da Bella sich ihrer angenommen hatte in ihrem Eifer mich noch mehr zu ihr hinunter zu ziehen.
Gefallen ihr meine Augen, die sich je nach meinem „Hungergefühl" verändern, von dunkelkaramell zu Bernstein? Ehemals waren sie grün gewesen. Grün gefällt mir eigentlich ganz gut, mag Grün… Grün ist das Gras, die Hoffnung, die Farbe der Hälfte von Bellas Schlafanzug.. Die andere Hälfte ist dunkelblau, meine Lieblingsfarbe..
Mag sie meine Lippen, die jetzt gewiss eiskalt für sie sind? Oder gefällt ihr mein Körper besser?
Ich lief ihn mit den Augen ab und versuchte ihn aus Bellas Sicht zu sehen… Hatte einen wahrlich muskulösen Oberkörper, nicht so sehr wie Emmett natürlich, aber dennoch besitze ich muskulöse Oberarme, allerdings eine nicht sehr kräftige Brust und war auch nicht viel beharrt… Nur ein klein wenig in der Mitte, was auch nicht schlimm ist…
Mein Bauch war das, was im Allgemeinen als Sixpack bezeichnet wird. Ich würde ihn nicht so bezeichnen, sondern eher… als muskulös halt! Die Kerben und die Tiefen saßen an den richtigen Stellen, unter meinem Bauch befand sich ein kleiner, fast schwarzer Streifen Haare, die normalerweise jetzt in der Shorts enden… Aber da ich keine anhabe…
Oh je, mir wurde bewusst, ich starrte MEINEN Körper an, anstatt mich anzuziehen und zu Bella, meiner Liebsten zu gehen… Da gab es nur ein Problem… Ein großes! Hatte immer noch eine riesen Erektion! Was mache ich denn nur? Denk an was anderes, denke an… dreckige Wäsche, mmh, schlechte Idee, Bellas BH! Denk an… ach egal!
Zog Charlies Unterhose und Shorts an und… ja, ich hatte Recht, ich brauchte den Gürtel und ja, ich sah verdammt dämlich aus!
Huschte aus dem Bad, schloss die Tür und rannte in Bellas Zimmer… Sie lag unter ihrer Decke und ich sah das ihr Schlafanzug auf dem Boden lag… und sie einen anderen angezogen hatte. Ja, ok, ich musste zugeben, war ja auch lange weg gewesen.
Das Mondlicht schien durch das Fenster und beleuchtete Bellas Zimmer mit einem leichten, silbrigen Schimmer. Sie schlummerte, schlief jedoch noch nicht fest…. Oh, mein Gott, wie süß sie ist, so friedlich… legte mich augenblicklich neben sie, auch auf die Gefahr hin, dass sie meine erneute Erektion bemerken würde und streifte ihr eine Strähne ihres Haares aus dem Gesicht. Sie lächelte und schlug die Augen auf…
Schaute mir mit ihren schokoladenbraunen Augen direkt in die Seele, so kam es mir zumindest vor. „Ich habe meine Kleidung unten in den Wäschekorb gepackt- Bist du dir sicher, das du es wirklich machen möchtest? Es ist mir unheimlich peinlich!"
„Muss es nicht! Es ist ganz natürlich!" sagte sie sehr schläfrig. „Träum süß, mein Engel!" und hauchte ihr ein kleines Bussi auf den Haaransatz, nahm sie in die Arme und bemerkte, wie sich ihr Herzschlag verlangsamte. Sie schlief ein.
Fragte mich, ob sie diese Nacht wieder von mir träumen würde, besser gesagt, ich war mehr als gespannt, was sie diesmal im Schlaf reden würde…
