Alice Schuhe: (.com/thelist/IMG/louboutin_satin_crepe_pump_bow_)
Das Gewissen ist die Stimme der Seele. Die Leidenschaften sind die Stimmen des Körpers.
Jean-Jacques Rousseau, "Émile"
Edwards POV:
Indem ich praktisch gesehen zu dem See flüchtete, rannte ich vor mir und auch leider vor ihr weg. Was war denn bloß in sie gefahren? Wieso tat sie denn genau das, von dem sie wusste, das es mich an den Rand meiner Selbstbeherrschung bringen könnte? Wir hatten es bisher immer tunlichst vermieden, uns gegenseitig in einem Bikini, Unterwäsche oder gar nackt zu sehen. Das einzige, was sie von mir zu sehen bekam, war mein nackter Oberkörper in Volterra. Aber es nicht vorhergesehen und gewiss nicht regelkonform… Jedenfalls bisher…
Aber seitdem ich Idiot es gestern Abend zuließ, das ich fast alle meine Regeln zugleich über Bord warf, versuchte sie mich auf ihre sinnliche, verführerische Art herauszufordern… Ja, genau, das Wort beschreibt die Situation am besten… Herausfordern. So einfach auszusprechen, so einfach einzugestehen, so schwer, sich dagegen zu wehren… Sollte ich mich überhaupt dagegen wehren? Was wenn ich es nicht tue?
Moment, habe ich Bella überhaupt nach Blutergüssen oder gar schlimmeres von gestern Abend gefragt? Hat sie welche, ist sie verletzt, meine Selbstbeherrschung mit mir durchgegangen? Wenn ja, könnte ich es mir nie verzeihen, dass ich sie so in einem kleinen Moment meiner persönlichen Schwäche verletzt hätte… Ich habe ihr schon mehr Dinge angetan, als ihr jemals angetan werden sollte. Doch nun nagt der Zweifel an mir, gigantische Selbstzweifel, zu nichts anders gut, als mich unheimlich zu quälen. Wie kann ich überhaupt ein guter Freund, ihr Freund sein, der ihr noch nicht einmal DAS geben kann, was sie augenscheinlich doch so sehr ersehnt? Ich habe ihr ein Versprechen gegeben, das Versprechen, das mich jetzt schon innerlich zerfleischt… Das Versprechen, ES in der Hochzeitsnacht zu versuchen. Versuchen mit ihr zu schlafen. Was erwartet sie von mir? Was ich von ihr? Wie kann es denn überhaupt gut oder gar fantastisch werden, wenn ich sie andauernd verletzen könnte?
Doch dann durchschneidet wieder Alice´s Stimme meine Gedanken… Es war, als stünde sie direkt neben mir, obwohl das faktisch nicht möglich ist… „Du hast sie bisher nicht verletzt, obwohl ihr gestern Abend nicht nur eine DEINER tollen Regeln gebrochen habt… Hey, Bruder, denk an deine CD-Sammlung… Ist dir sie sooo wenig wert?"
Alice, Alice… Manchmal könnte ich dich umbringen, massakrieren, töten, was weiß ich noch alles… Aber die Drohung wirkt bei diesem Terrorzwerg nicht sehr, also muss ich zu radikaleren Mittel greifen… Manolo Blahniks macht euch auf ein Rundflug durch den Wald bereit…
In dem Moment kam ich im See an… und sogar ich bemerkte, dass das Wasser verdammt kalt war, wie musste es Bella, meinem kleinen, zerbrechlichen, mich-zu-verführen-versuchendes-Menschlein vorkommen? Allerdings, wenn die Erektion in meiner Badehose als Grund vorgeschoben wird, könnte das Wasser noch einen Tick kälter sein… Es war doch wirklich zum Verrücktwerden, oder? Dieses Wasser stellt, glaub ich, nur einen Tropfen auf den heißen Stein da… Wenn Bella wieder kommt…
….Und ja, in diesen Moment traf mich ein kalter Wasserschwall über meinen Kopf… Dieses Biest!
„Du sahst so in Gedanken aus. Wollte dich wieder zurückholen!" Ha, wenn sie wüsste, warum ich nicht bemerkt hatte, das sie hinter mir in den See trat. Eine Gänsehaut durchzog ihren Körper und ich bemerkte auch, zu meiner eigenen Schande die kleinen Pünktchen, die ihre Brust bedeckten… Mein Blick wurde ein wenig unfokussiert. Ihre Brust, durch nichts, als ein Bikinioberteil bedeckt, hob und senkte sich leicht… Hörte, wie ihr Herz schneller schlug. Bringe ich sie genauso aus der Fassung, wie sie mich?
Standen uns jetzt fast exakt gegenüber. Das Wasser reichte uns beiden fast bis an die Brust, beziehungsweise mir etwas über den Bauch, da ich ja größer als sie bin. Aber der gewaltige Vorteil darin besteht, das sie damit nicht sehen kann, wie mein Körper auf sie reagiert. Wie ein vollkommener Idiot starrte ich immer noch auf ihre Brüste, wie von Sinnen. Sie gewöhnte sich langsam an das Wasser und die Gänsehaut verschwandt. Die Gänsehaut verschwandt, aber ich bemerkte, dass das kalte Wasser nicht in dem Sinne geholfen hat, wie ich das gedachte hatte. Ich war sehr erregt, meine Erektion pulsierte und das nur auf Grund ihrer fantastischen Brüste. Sie waren nicht groß, das wär auch bei ihrem zierlichen Körper irrational gewesen,…. sie dürften eher ungefähr in meine Hand passen.
Oh nein, Cullen, schlag dir das schnellstens aus dem Kopf. Du darfst das nicht…. Ich atmete tief durch und ihr Geruch durchströmte mich… Meine persönliche Droge, jedesmal eine erneute Offenbarung für mich! Schloss impulsiv die Augen und genoss einfach das Pulsieren, das ihr Geruch und der Anblick ihrer Brüste, mein inneres Auge reproduzierte das Bildnis erneut, in meinem Inneren anrichtete… Es fühlte sich an, als durchströmte dieser Geruch jede einzelne meiner Adern und Venen, wie ein brennendes Feuer… Ich war entflammt.
Doch dann wurde ich erneut aus meiner Starre gerissen, als mich zum zweiten Mal ein heftiger Wasserstrahl traf. „Sag mal, Edward, hast du etwa auf meine Brüste geschaut?" fragte sie lachend und ich erkannte trotzdem, das sich ihre Wangen rot färbten. Ich kam mir wie ein Idiot vor. Ich durfte das nicht. Kampfhaft versuchte ich meine Selbstbeherrschung zu bewahren und dann schaue ich auf ihre Brüste, nicht sehr sinnvoll, nicht wahr? „Es tut mir leid!" bekannte ich mich schuldig und schaute schamhaft und peinlich berührt weg. Versuchte die Situation zu überspielen, doch es gelang mir einfach nicht. Schuldig im Sinne der Anklage.
Und ich wusste es, bevor sie es tat…. Sie bemerkte das ich versuchte, es zu überspielen. Es gibt kaum etwas, was sie nicht registriert. Hat mich schon öfters Kopf und Kragen gekostet, doch nun steuert das Schiff, in dem wir beide sitzen, auf uns sehr unbekanntes Gewässer zu… Jedenfalls war ich immer in der Annahme gewesen, das es für uns beide ein unbekanntes Gewässer ist… Doch anscheinend kennt sie immerhin die Wasseroberfläche, wenn auch nicht die Tiefe und was sich genau in dem Gewässer befindet. Allerdings muss ich zugeben, das Wasser scheint tief und auch zuweilen schmutzig zu sein. Ich bin mir nicht sicher, wie tief ich, oder auch wir bereit sind in dieses große Unbekannte hinein zu treiben… Doch sie hat dafür entschieden, uns den Weg aufzuzeigen und der Rückweg ist unweigerlich versperrt. Jeder Schritt kann uns nur weiterbringen… Es gibt keinen Weg mehr zurück.. Auch nicht mehr mit meiner fast unmenschlichen Selbstbeherrschung… Sollte ich mich denn fallen lassen, ihr unabdingbar vertrauen? Ihr die komplette Steuerung des Schiffes überlassen?
Ich weiß es nicht… Diese Frau stellt mich Tag für Tag vor Tausend neue Rätsel, neue Fragen, auf die ich partout keine Antwort finde…..
Schaute ihr in die Augen und entdeckte diese Art Leuchten in ihren Schokoladenbraunen, tiefen, sehnsuchtsvollen Augen, die mich gestern schon um den Verstand brachten… Triumph…
Triumph zu empfinden, das sie es geschafft hat, den Blick des eigenen immer-so-beherrschten-Verlobten unfokussiert zu gestalten, Triumph,… ihn, um seine Selbstbeherrschung zu bringen, ihn, den Unsterblichen mit der Macht eines einfachen weiblichen Menschenwesens zu besiegen…. Ja, ich muss es wohl zugeben, schon gestern, bei unserem ersten wirklichen Kuss hatte sie es geschafft, mich unweigerlich zu besiegen. Ich kämpfe nunmehr auf verlorenen Boden und hinterlasse faktisch gesehen nur noch verbrannte Erde.
Sie legte ihren Kopf schief und schaute mir so eindrücklich in die Augen, das ich mir in diesen Moment sicher war, das, wenn ich ihr nicht schon bis in alle Ewigkeit verfallen wäre, es spätestens jetzt wäre. Mit Worten ist dieses Gefühl dieser eindringlichen Liebe zu ihr, dieses Vertrauen nicht zu beschreiben. Bella nähert sich mir, langsam, da sie im Wasser nicht gut vorankommt, aber auch um die Spannung zu erhöhen, wie ich vermute… Ein paar Zentimeter vor mir bleibt sie stehen….
…und schießt mir erneut einen Schwall Wasser ins Gesicht. Aber diesmal lasse ich es nicht auf mir sitzen und schicke einen zurück… Sie lacht und in dem Moment greife ich sie und drücke sie an mich, möchte einfach ihre unglaublich warme, sanfte Haut spüren. Das Brennen in meinen Venen wird stärker, ein anderes Verlangen überdeckt das Verlangen nach ihrem Blut… Wir standen Haut an Haut, kein Blatt passt mehr zwischen uns… Und in diesem Augenblick wusste ich, das genau DAS jetzt das richtige ist. Keine unsichtbare Schranke mehr zwischen uns, nicht mehr existent durch die Regeln, die ich aufstellte, die ich Idiot, selbst aufstellte, um mich, sie zu schützen.
Ich wirbelte sie herum, aber zugleich darauf aufpassend, sie nicht durch meine rohe Kraft zu verletzen. Doch dann passierte das, was ich immer versuchte habe zu vermeiden…. Es hätte nicht sein dürfen… Ich durfte es nicht, zu viel… Oh nein…
… Ich hatte ausversehen ihre linke Brust berührt…
Zugleich wand ich mich aus ihrer Umarmung und stieß sie weg. Genau das selbe Verhalten, wie es schon so viele Male vorher getan hatte. Man könnte ja fast annehmen, ich hätte Übung darin, nicht wahr? Aber jetzt? Noch nie ist es mir so schwer gefallen, sie wieder wegzustoßen, aber ich hatte einen großen Fehler gemacht, den ich einfach nicht hätte machen dürfen. Sie hatte mir nicht die Erlaubnis dazu gegeben und durfte einfach nicht diese Kontrolle über meine Männlichkeit verlieren und mich einfach so gehen lassen, oder? Neben dem Verlangen nach ihrem Blut, das aber inzwischen Gott sei Dank, möchte ich hinzufügen, nicht mehr so stark ausgeprägt ist, neben der ständigen Angst, sie zu verletzen… Ist jetzt noch ein weiterer Punkt meiner Liste hinzuzufügen… Die Furcht, das, wenn der Teufel auf meiner rechten Schulter für einen Moment, nur für einen kurzen Augenblick die Kontrolle über mich gewann, zu weit gegangen zu sein… Es durfte einfach nicht sein? Wer war ich, das ich mich einfach erdreisten konnte, sie einfach an der Brust zu berühren, auch wenn es vielmehr ausversehen geschah?
Sah in ihre Augen, wartete auf eine Reaktion ihrerseits… Würde sie schreiend davonlaufen, mir bis zur Hochzeit in zwei Wochen böse sein, beleidigt, sauer? Ein großer Teil von mir wollte sich selber schelten, dafür bestrafen, das er so ein verdammt großer Idiot war, doch ein kleiner Teil von mir hatte es unheimlich genossen, diese warme, sanfte Haut an ihrer Brust zu fühlen. Als würden sich zugleich tausende Blitze in meinen Fingerspitzen entladen. Für ein paar Millisekunden sogar genoss ich dieses Gefühl über alle Maßen hinweg, diese sanften Hügel zu streicheln… Ein Schauer jagte durch meinen Körper und meine Erektion wurde noch größer, als sie eh schon gewesen war. Sie pulsierte und verlangte nach Befreiung, von der ich aber wusste, das ich ihr diese nicht geben würde,… könnte. Nicht hier und nicht jetzt. Stieß hart an den Rand meiner Badeshorts. Bella musste das fühlen, das mich unsere Kabbelei alles andere als kalt ließ, oder?
Aber jetzt? Hatte ich einen Fehler gemacht, eine Situation ausgenutzt, die ich nicht ausnutzen durfte… Sah nochmal erschrocken zu Bella…
Und meine kleine, süße Bella? Sie lächelte… Mmh, das hatte ich jetzt am wenigsten erwartet… Wieso sollte sie lächeln, wenn sie einfach böse auf mich sein sollte… hatte doch die Grenze überschritten. Diese unsichtbare Grenze, die eigentlich erst sichtbar wurde, nachdem ich richtig anfing, männliche Gefühle für Bella zu entwickeln…
„Was ist los? Wieso hörst du auf? Mach dir keine Sorgen, bitte, nur ein einziges Mal, denk nicht nach, lass dich fallen!" flüsterte sie mir zu, in dem festen Glauben, das ich sie hören konnte. Ich war ehrlich gesagt erschüttert über ihre deutlichen Worte. Wollte sie etwa, das ich sie berühre? An ihrer Brust…? Nein, das kann nicht sein, ich muss mich unweigerlich verhört haben, oder? Sie trat näher zu mir und schlang ihre Arme um meinen Hals.
In dem Moment, wo ich erneut ihren unglaublichen Geruch wahrnahm, der mir meine Sinne raubte… In dem Moment vergaß ich alles,… alle meine guten Vorsätze und meine Selbstbeherrschung flogen mit dem leichten Wind fort…
Ich küsste sie erst leicht auf den Mund, aber als ich registrierte, das sie sich mit ihrem kompletten Körper an mich presste, ihre rechte Hand in meinen Haaren verwoben… da begannen meine männlichen Gefühle die Oberhand zu nehmen… Ich küsste sie, wie ich sie noch nie geküsst hatte. Es war wie ein Luftholen eines Ertrinkenden. Und so kam es mir vor. Ich brauchte sie, wie Menschen die Luft zum Atmen. Und ebenso wie sie, brauchte ich ihre Küsse. Schlang meine Arme um sie, zog sie noch näher an mich, spürte wie meine Erektion noch stärker wurde… Aber das interessierte mich nicht. Ich wollte nur noch sie. Sie wirkte etwas überrascht, aber das war mir ebenso egal. Wurde leidenschaftlicher… Fuhr mit meinen Händen ihren Rücken hinab und wieder hoch… Bis ich in ihren Haaren landete. Griff hinein. Schloss meine Augen. Ein unglaubliches Feuer raste in mir, stärker als das eben zuvor. Das Feuer ließ mich leben, ließ mich atmen, ließ mich ein Mann sein. Den Mann, den sie anscheinend zu bitter nötig hatte… und denn ich mir bisher immer verboten hatte zu sein…
Doch jetzt? Ich war gefangen in dem Strudel einer Leidenschaft, aus dem ich nicht mehr raus wollte… Drang mit der Zunge in ihren Mund ein, stupste ihre Zunge an, umkreiste sie…. Sie stöhnte leicht in meinen Mund und begann sich mit ihrer Hüfte an mir zu reiben. Sie wollte mehr… Das wurde mir genau JETZT klar… War ich denn so weit, um ihr mehr zu geben? Wie viel wollte ich? Das Gefühl des innerlichen Brandes intensivierte sich… Hatte eigentlich geglaubt es würde nicht mehr intensiver gehen, aber wie so oft, wurde ich schlagartig eines Besseren belehrt…
Und der Teufel auf meiner Schulter lachte…. Er hatte gewonnen.
In diesem Augenblick, nicht mehr fähig aufzuhören… fing ich an, ihre Hüftbewegungen zu erwidern. Meine Augen waren immer noch geschlossen. Sie krallte ihre Fingernägel leicht in meinen Rücken… Es tat nicht weh, im Gegenteil. Sie hatte mich wieder dazu gebracht. Stöhnte auf, bewegte mich heftiger… Etwas in mir, genau wie gestern Abend, schrie nach Erlösung… Die Erektion in meiner Badehose betete fast darum, befreit zu werden… Es fing an sich zu drehen, der Strudel begann sich in Bewegung zu setzen, als Bella, meine verführerische, verdammt erotische Bella mit ihrer Hüfte…. über meine Spitze rieb….
Sie war sich dessen gewiss nicht bewusst, aber es war so dermaßen sinnlich und wahnsinnig erotisch, das ich fast aufschrie vor Lust…. Der Strudel begann sich weiter zu drehen, immer heftiger, immer wilder…
… doch dann…
… beendete Bella den Kuss… und genau DAS war eine Premiere. Sie war nie diejenige, die plötzlich Intimitäten abbrach, der Part fiel mir ja normalerweise zu, nicht wahr?
„Wow!" sagte sie völlig außer Atem, ziemlich aus der Fassung gebracht. Kein Wunder, war ich es doch ebenso. Wusste partout nicht, was mit mir losgewesen war… Was habe ich getan? Wollte sie es denn überhaupt, oder hatte ich sie faktisch gesehen überfallen?
„Wow, das war vielleicht heiß!" ihre Aussage von eben wiederholend… Schaute ihr tief in die Augen und verlor mich erneut in ihnen. Sie strahlte in diesem Moment so viel mehr aus, als ich es je zu träumen gewagt hatte. Ihre Augen glitzerten, ihre rosa Lippen glänzten feucht und genau DAS ließ meinen Blick erneut unfokussiert werden… Ihr Brüste hoben und senken sich schneller… Ihr Herz raste. Hörte, wie Bellas Blut durch ihren Körper schoss. Die Ader an ihrem Hals zuckte verführerisch… Aber das Monster in mir, das jetzt normalerweise nur durch das Pulsieren des Blutes an eben jener Stelle zum Vorschein kam… bleib diesmal unter der Oberfläche verborgen… Andere Begierden hatten gesiegt.
War es denn möglich? War es denn möglich, dass ich mich komplett fallen lassen kann, ohne ihr weh tun zu müssen? Hatte Alice im Endeffekt doch Recht gehabt, wie so oft schon?
Mmmh, Alice kann sich auch irren, ihre Visionen sind subjektiv gefärbt…
Was soll ich bloß tun? Doch dann zerstörte sie meine Selbstzweifel und Ängste, mit nur einem Satz, von dem ich mir mehr als 100% sicher war, das er ihr mehr Mut abverlangte, als das Getane eben zuvor…
„… Berühr mich, Edward! Bitte!"
Huh, wie, was, wo… WAS? Hat sie mich wirklich aufgefordert, sie zu berühren…? Und wo? Soll ich es tun oder ist es einfach zu viel für mich und meine momentane Situation? Schaute ihr erneut in ihre wundervollen Augen und entdeckte ein mir eher unbekanntes Leuchten… Erwartung? Sehnsucht? Der Teufel auf meiner Schulter lachte wieder auf- sarkastisch. Er wusste, er hatte unweigerlich gesiegt. Wo soll das alles nur enden? Was erwartet sie denn bitte schön von mir?
Als ich nicht sofort reagierte, nahm sie meine Hand, wohl eiskalt für sie… Erinnerte mich gerade an den Tag im italienischen Restaurant in Port Angeles, als sie andauernd versuchte, meine Hand mir ihrer zu streifen… zu streicheln. Und dabei wusste sie es schon die ganze Zeit und hatte keine Sekunde lang Angst vor mir… Und jetzt? Nein, Angst konnte ich in ihren Augen nicht ausmachen…
Sie führte meine Hand an ihren Mund und hauchte einen sanften Kuss auf die Handfläche… Mir kam es vor, als stünde diese Stelle in Flammen… Sie hatte mich verzaubert… Es war einfach unglaublich, das sie jetzt genau vor mir stand und mir sanfte, scheinbar sehr unschuldige Küsse auf die Handfläche hauchte… Aber wie ich sie einschätzte, meine kleine, süße, verruchte Liebste hatten diese Küsse ein ganz bestimmtes Ziel inne und ein Teil von mir, wollte gar nicht wissen, wohin das Schiff diesmal steuert… Allerdings der größte Teil von mir und dessen war ich mir mehr als gewiss, gierte danach es zu erfahren…
Sie nahm meine Hand, setzte sie an ihrem Schlüsselbein an, setzte ihre darüber, schaute mir dabei die ganze Zeit fest in meine Augen… Es war, als brannten sich ihre in meine hinein.
Und dann… fing sie an, meine Hand zu bewegen… ihrer Führung obliegend. Streifte mit meinen Fingerspitzen über ihr Schlüsselbein, fühlte dabei ihren Knochen… Aber auch, wie das Blut in ihr rauschte und genau DAS versetzte mich in einem erneuten Rausch.
Sie war so gut, hatte mich überlistet…. Mit den eigenen Waffen geschlagen, wobei sie genau wusste, das ich mich nicht mehr dagegen wehren konnte, oder gar wollte… Da sie die Führung inne hatte, strich sie nun tiefer, in Richtung ihrer Brüste… Wieso, verdammt, tat sie mir das denn nur an?
Meine Fingerspitzen brannten wie Feuer, wie ein nicht zu löschendes, immenses Feuer… Lichterloh… Doch das stellte alles in Schatten, als Bella mit meiner Hand bei ihrem Dekolleté angekommen war. So sanft, so weich, so unheimlich weiblich… Es war gänzlich unmöglich für mich, jetzt an dieser Stelle aufzuhören, sie hatte die komplette Kontrolle und auf irgendeine Art gefiel es mir sogar… Bella wanderte weiter, überschritt damit eine gänzlich unsichtbare Grenze, die jetzt keine mehr war… Immer noch blickte sie mir tief in die Augen und flüsterte: „Berühr mich, Edward, bitte!" Wie, bitte schön, konnte ich ihr diesen Wunsch verweigern…? Sie nahm die Hand, mit der sie die meinige festhielt und legte sie in meinen Nacken, ihre linke umfasste meine Taille… War jetzt gänzlich auf mich alleine gestellt…
… Und machte da weiter, wo sie aufgehört hatte… Strich langsam mit den Fingerspitzen über ihre so sanfte Haut. Eine erneute Gänsehaut erfasste sie, aber diesmal, so schätze ich, lag es nicht an dem eiskalten Wasser… Ihr waren meine Berührungen nicht unangenehm, im Gegenteil… Strich von oben in die Mitte… Es war so faszinierend, so phänomenal gewaltig… … und mein Körper reagierte dementsprechend. Wie schon bei unserem verboten heißem Kuss vorhin verlangte meine Erektion, das ihr mehr Beachtung geschenkt wird…
Doch ihr wurde sie nicht zuteil… Im Gegensatz zu meinem Oberkörper, über den Bella jetzt mit ihrer linken Hand entlangfuhr… Sanft, wie der Flügelschlag eines Schmetterlings und doch spürte ich es bis auf meine Knochen hindurch… Sie streichelte meinen Rücken entlang und grub erneut ihre Fingernägeln hinein… Meine Hand zitterte stark, als ich die Mitte ihrer Brüste durchfuhr, es war das erste Mal, das ich diese Stellen ihres Körpers berührte… Aber es war einfach nur perfekt.
Allerdings fing sie langsam an zu zittern und diesmal ahnte ich, das es an dem Wasser lag. Es war ja auch saukalt, selbst für mich Unsterblichen. Nahm sie einfach auf meine Arme und sauste mit ihr zu unserer Picknickdecke zurück. Holte ein riesen Handtuch raus und warf es ihr über. Es wäre doch fatal, wenn sich Bella vor unserer Hochzeit erkälten würde, nicht wahr? In der Zeit wo sie sich in das übergroße Handtuch einmummelte- sie sah einfach zu süß für diese Welt aus- legte ich mich auf unsere Decke, verschränkte die Arme hinter dem Kopf und schloss die Augen….
…. bis ich hörte, das sie etwas aus ihrer Tasche nahm- meine Augen waren immer noch geschlossen- und plötzlich sie mir: „Lass dich einfach fallen, nicht bewegen!" zuflüsterte….
So, nachdem ihr euch wieder erholt habt…
Die Überschrift ist eine Anspielung auf Shakespeare, wer es noch nicht gemerkt haben sollte… Und nun, ran an die Tasten… Die Leute, die mich in ihrer Favoliste haben, na los.. *einen unglaublich süßen Dackelblick aufsetz*
