Die Welt zerfällt in zwei Klassen: die, die das Unglaubliche glauben und die, die das Unwahrscheinliche tun. (AN: Und manchmal vereinigen sich beide Klassen auch in einem Menschen…)

Eine Frau ohne Bedeutung, 3. Akt / Lord Illingworth, Oskar Wilde.

Wann weiß man, das man verloren ist? Ab welchem Zeitpunkt wird einem unwiderruflich und unabdingbar klar, dass das, was du vorher gemacht, gesagt und entschieden hast, vollkommen falsch war? Und das genau dieser Augenblick jetzt, zu den richtigsten Momenten gehört, die man sich nur vorstellen kann! Gestern Abend war richtig, natürlich.. aber auf eine andere Art, als die Richtigkeit, die jetzt mit der Kraft von Bellas Fingerspitzen über meinen Oberschenkel mitschwingt. Gestern war ich noch voller Zweifel, ob es wirklich angemessen oder auch vielleicht verfrüht war… Heute fühle ich mich einfach vollkommen. Es ist wahr, es ist unausweichliche Realität.

Die Gefühle sind so real und vor allem so unwidersprüchlich, das ich zum Ersten Mal richtig auf intime Art glaube, das ich im Himmel angekommen bin. Wie sonst sollte man es beschreiben? Allerdings muss ich sagen, es ist ein nahezu verbotener Himmel. Ich denke nicht, das diese Gefühle, diese Magma, die meinen Körper durchzieht, mit Gott in einem Satz gebracht werden sollten. Es gibt nur eine zutreffende Beschreibung- teuflisch gut! Und so verdammt heiß, wie die Hölle selbst.

Bella ist mittlerweile ungefähr in der Mitte meines Oberschenkels angekommen und ja ich ahne sehr, das sie da noch nicht anfangen wird, aufzuhören… Wäre es nicht genau jetzt eine Sünde, das zu tun?

So viele Sünden habe ich schon begangen, die Quantität ist nicht zu zählen, aber keine einzige bereue ich so wenig, wie dieses Verlangen, das in mir wütet… und das sie weiter geht. Verdammt ja, sie soll weitergehen… und das zeige ich ihr mit Hilfe meines immer stärker kreisenden Beckens. Wenn so die ewige Verdammnis und die Hölle aussieht, ich nähme sie ohne zu zögern hin…

Bellas Fingerspitzen strahlten so eine unwahrscheinliche Energie, Wärme und vor allem Sehnsucht aus… Es ist nicht nur dieser einfache Akt, das sie meinen Oberschenkel hinauf streichelt, nein sie legt all ihr unterdrücktes Verlangen, so viele Monate gereift, wie Wein… ihre gesamte Begierde, ihre Lust und ihr Vertrauen in mich in eben jenes Gefühl.. und genau diese Mischung aus all diesen wundervollen, vorher nicht zu ahnenden Emotionen, treiben mich auf eine Art in den Wahnsinn, die ich persönlich nie für möglich gehalten hätte. Wenn meine Liebste noch weiter hinaufgehen sollte (und das wird sie mit 100% Wahrscheinlichkeit), dauert es gewiss nicht mehr lange, bis ich komme….

Niemals hatte ich es gedacht, das ich mich und kommen in einem Satz verwenden könnte, aber nun? … Nun, ist alles ein wenig anders würde ich fast mal behaupten. Gestern Abend wurde mir diese immense Kraft der Explosion gezeigt, die mit einem Orgasmus einhergeht. Wieso sollte ich jetzt drauf verzichten? Nein, es wurde mir klar, darauf konnte und wollte ich heute, genauer gesagt, jetzt und hier nicht verzichten…

… Und genau in dem Moment, wo ich mit mir selbst beschloss, mich nicht mehr zurückzuhalten… ja genau DA schien es auch Bella zu realisieren und streifte mit ihren Fingerspitzen meinen Po…

Wie sehr, zum Teufel, wünschte ich mir in diesem Augenblick, das sie nicht nur streift, sondern vielmehr richtig anfasst. Keine halben Sachen mehr… Schwor ich mir! Und drehte mich augenblicklich auf den Rücken… Ihre Augen waren schock geweitet, aber triumphal und es blitzte die Begierde nach mehr in ihnen auf…

Wenn es danach gehen würde, müssten meine wohl kohlrabenschwarz sein… aber nicht vor Durst, sondern vor Verlangen nach diesem wunderschönen, rehbraunäugigen Menschlein, das mich gerade mit ihrem Blick schaffte, gleichzeitig in den Himmel und in die Hölle zu bringen…

Sie hat diese unglaubliche, nicht zu fassende Macht über mich… und verdammt, ja sie kennt diese sehr gut, als ihre Augen an meinen Körper herunter wanderten und die Erektion in meiner Hose fixierten. Ihre Wangen färbten sich in diesem niedlichen rosa, das ich immer so sehr an ihr liebe.

Aber seltsamerweise waren ihre Wangen in dem Moment nicht das interessanteste für mich, es waren vielmehr ihre Augen, die mich in ihren Bann zogen. Wenn ich vorher dachte, das sie mich nur mit einem Aufschlag ihrer Augen gleichzeitig in den Himmel und in die Hölle bringen… so brachten sie mich jetzt dazu, etwas zu tun, was ich ohne diesen sehnsuchtsvollen Augenaufschlag noch nicht einmal geahnt hätte, das ich es vorhatte zu tun..

Ich zog sie beinahe gierig auf mich und erstickte ihre von mir vermuteten Protestschreie, die aber seltsamerweise nicht kamen, mit einem Kuss, der von meiner Seite zunächst romantisch sensibel war und sich dann immer mehr zu etwas wahrlich leidenschaftlichem und begehrlichen entwickelte.

Nicht nur nach ihrem Geruch, ihrer Stimme… war ich süchtig geworden.. nein, in diesem Moment ging mir auf, wie süchtig ich doch nach dem Geschmack ihrer Lippen war…

Wie ein Drogensüchtiger verlangte es mich nach mehr von ihr… Ich wollte sie nicht mehr in handlichen, niedlich kleinen Portionen… Nein, ich wollte das Gesamtpaket, jeden einzelnen Zentimeter ihrer Haut spüren, schmecken, riechen… Jede einzelne Nuance ihres schier unglaublichen Duftes in mir aufnehmen, der überall an ihrem Körper einen kleinen Unterschied beinhaltet…

Und ich wollte sie auch berühren… nicht nur an ihren Armen oder im Gesicht… Die Zweifel, die ich gerade noch im See mit mir herumtrug, waren auf einmal wie weggeblasen.. Was machte dieses Mädchen nur mit mir? Ja, ich weiß… Sie führt einen Krieg mit mir, von dem im Vorfeld schon feststand, das ich ihn nicht gewinnen konnte.. Bella hatte definitiv die besseren Offensivwaffen und ich versuchte mit allen Mitteln, meine kleine armselige Stellung zu verteidigen… Stellungskrieg! Sinnbildlich gesprochen zog ich mit Pferden und mit einer Armbrust in den Kampf, während sie mich mit Panzern überrollte… im wahrsten Sinne des Wortes!

Sie lag nun auf mir und legte ihre Beine rechts und links an mir ab… Solange sie die Führung innehatte, war ich mir sicher, das ich meine Kraft kompensieren könnte… Und ihr somit auch nicht wehtun würde! Bella beugte ihren Kopf herum, sodass ihre Lippen jetzt mein rechtes Ohr trafen.

Ich war dort verdammt empfindlich! Und sie wusste das… das merkte ich an der Tatsache, wie sie mein Ohrläppchen zwischen ihre wunderschönen Lippen zog und daran saugte. Die brennende Welle, die sich schon längt durch meinen Körper fraß, nahm ungeahnte Formen an.. Ich fing an zu wimmern, als sie ihre Zungenspitze immer wieder mein Ohrläppchen hinweg fuhr!

Oh mein Gott, sie machte mich echt verrückt! Mir kam ein wunderbares Zitat in den Sinn, das Graham Greene schon 1958 verfasst hatte… Lange bevor Bella das Licht der Welt erblickte, aber trotzdem ungeheuer zutreffend… „Die Harmlosen kann man nicht tadeln, weil sie immer unschuldig sind. (….) Die Unschuld ist eine Form des Wahnsinns."

Bella wanderte meinen Hals hinab und streifte vielleicht absichtlich, ich weiß es nicht, den unteren Teil meines Ohrläppchens und zog daran. Ich wimmerte erneut, stärker als zuvor und ich könnte schwören, ich würde sie jetzt grinsen sehen, wenn wir uns in die Augen blicken würden. Sie streifte mit ihren Lippen weiter meinen Hals hinab und pustete ihren warmen Atem gegen diesen. Meine Hände krallten sich langsam, aber sicher in die Picknickdecke… doch als Bella zurück zu meinen Ohr fuhr und mir sehnsuchtsvoll „Bitte berühre mich" hauchte, war ich mit jeder Faser meines Körpers verloren… endgültig!

Wie? Was? Und vor allem WO?" antwortete ich stotternd und mehr als perplex… „Edward, Liebster… Wenn ich dich jetzt für diesen Satz schlagen könnte, würde ich es tun… Aber, nein ICH bekomme davon blaue Flecken… also bitte, erbarme dich und berühre mich an den Seiten… fass mich an, streichel mich… bitte!" Sie klang doch sehr verzweifelt, fand ich und sehr bestimmend in ihrer Anklage gegen mich… und ich habe es mir ja selbst versprochen, ich wollte keinen Teil mehr, ich wollte das Ganze… also hob ich meine Hände von der Picknickdecke hoch und setzte sie an Bellas Taille…

Sie schien genau für meine Hände gemacht worden zu sein… Sanft strich ich darüber und meine Liebste setzte ihren Weg an meinen Hals weiter fort. Meine Fingerspitzen glitten zunächst sanft und unaufdringlich über sie, genauso wie ihre bei meinen Oberschenkeln gerade eben.

Ihre Haut war so sanft, so weich… und vor allem so unheimlich warm… Sie bekam augenblicklich eine Gänsehaut, aber ich schätzte DAS lag nicht an der Temperatur meiner Haut, sondern an der Art, WIE ich sie berührte. So lange schon hatte sie sich das erwünscht, ja verzweifelt herbeigesehnt. Nun hatte sie mich soweit gebracht, das ich sanft, aber bestimmend langsam ihren Oberkörper hochfuhr… Ich stoppte kurz, als ich in die Nähe ihrer Brüste kam.

Noch so einen Fauxpaux wie gerade eben wollte ich mir nicht noch einmal erlauben… doch da machte sie etwas, worauf ich erkannte, dass ich mein kleines, „unschuldiges" Menschlein immer noch zu schlecht kannte…

…. Anstatt sich zu wünschen, das ich diesen Bereich weitestgehend mit meinen Händen umfahren sollte… was machte sie? Sie hob ihren Kopf, schaute mir eindringlich in die Augen verschmitzt würd ich fast mal behaupten, hob ihre Hände, wie in Zeitlupe, vom Boden an und…. öffnete den Verschluss ihres Bikinioberteiles…

Okay, ich hatte alles, verdammt alles… erwartet, aber DAS sicher nicht!

Sie schälte sich aus dem Oberteil raus und im selben Moment, wo ich warmen, süßen Brüste meine Brust fühlte, wusste ich… nur noch ein oder zwei Hüftbewegungen ihrerseits und sie hätte mich soweit… Bella störte das allerdings nicht im Geringsten und fing an, mich mit einer unglaublichen Leidenschaft zu küssen und dirigierte meine Händen mit den ihren weiter zu ihren Brüsten hin… und ja, sie fing an, mit ihren Becken zu kreisen… Ich stöhnte auf... Es war so verdammt gut und mehr als ich je zu hoffen gewagt hatte. Meine Erektion war mittlerweile ziemlich hart geworden und pochte schon fast schmerzhaft. Sie lechzte nach Erleichterung.

Und meine Verlobte schien mir diese Erleichterung in diesem Augenblick geben zu wollen… Einen kurzen Moment lang blitzte das schlechte Gewissen in meinen Hinterkopf auf, das ich ihr vorher nicht das gegeben habe, was sie mir gab… aber als Bella immer schneller wurde und selber anfing zu keuchen und zu stöhnen, platzte das schlechte Gewissen, wie eine Seifenblase…

Augenscheinlich hatte sie auch ihren Spaß! Sie warf ihren Kopf in den Nacken, die Augen hielt sie geschlossen und ihr Oberkörper schwang ein wenig mit nach oben, sodass ich zum Ersten Mal etwas von ihren Brüsten sah… Sie waren so wunderschön, perfekt und wohl gerundet. Nicht groß oder klein… sondern perfekt. Passend genau zu ihrem Körper und auch vielleicht in meine Hand?

Ich stöhnte mittlerweile fast ununterbrochen. Sie machte mich einfach nur verrückt.

Die ganze Situation war so grotesk und so unwahrscheinlich, dass sie schon wieder verdammt erotisch und richtig war. Sie wurde noch perfekter, als Bella ihre Beine anspannte… und diese Spannung direkt in meinen Unterleib schoss. Ich stand kurz vor meinem Höhepunkt und sie spürte das auch…

Sie beugte sich nochmals näher zu mir heran und ich ließ meine Hände auf die Picknickdecke fallen, die ich hart mit beiden Händen umschloss. Bella küsste so wild, hemmungslos und einer Spur wirklicher Exktase, das ich hörte, wie der Stoff unter uns zerriss. Ich schrie vor Lust auf, warf meinen Kopf nach hinten, ihr Becken bewegte sich immer schneller…

….Bis es zu viel für mich wurde! Das Feuer, was vorher in meinen gesamten Körper verteilt war, sammelte sich nun in meiner Erektion und wie ein Vulkan, der schon so lange ruhte, brach es aus mir heraus… Ich stöhnte, schrie, wimmerte, alles durcheinander… War nunmehr nicht mehr zu stoppen… Wollte es auch gar nicht mehr…

… und mit einen halb entsetzten, halb phänomenal begeisterten „Bellaaa, oh mein Gott!" brach ich unter ihr zusammen.

Meine Erektion zuckte und ich spürte, wie meine Badehose sich mit der Flüssigkeit zu füllen begann. Ich packte Bella an den Hüften und legte sie vorsichtig auf dem Rest der Picknickdecke, die ich ja im Eifer des Gefechtes leider zum Tod verurteilt hatte, ab. Sie schaute mich mit großen Augen an und flüsterte: „Bad gefälligst?"

In dem Moment fingen wir beide rückhaltlos an zu lachen… Allerdings hätte ich ehrlichweise auch nicht gewusst, was ich sonst hätte machen sollen… außer zu lachen. Die ganze Situation war nicht lustig… aber es war entspannend und ein ungehöriger Druck fiel von mir ab, gemeinsam mit ihr… meinen kleinen, süßen, doch-nicht-so-ganz-unschuldigen-wie-ich-immer-dachte-rehbraunäugigen-Menschlein lauthals aufzulachen…

Mir blieb aber fast wieder das eben erwähnte Lachen im Hals stecken, als Bellas Magen sich ankündigte und mich daran erinnerte, das wir nichts zu essen dabei hatten… Wie konnte ich das auch nur vergessen, ich Idiot? Jetzt müssten wir leider wieder nach Hause… und zu Hause warten Alice…. Und auch Emmett….

Ja, ich freu mich! (und schimpfte Bellas Magen gerade innerlich Verräter!)

Huhu, Edward hat es endlich geschafft… Und Bella schien das ja auch nicht gerade widerwillig getan zu haben^^