Ich bedanke mich ganz herzlich für die nette Anteilnahme an dieser Geschichte! Ich freue mich über die positive Reaktion, ich solle auf keinen Fall aufhören. Und deswegen geht es jetzt auch weiter! Viel Spaß (und vergesst nicht, dass Requiem im Hintergrund anzuschalten...)
3. Endgültigkeit
Nun würde alles besser werden. Harry hätte keine Verpflichtungen, keine Sorgen um ein Baby.
Ginny nahm die Rasierklinge und legte sie an den Arm.
Gerade als sie einen Anfang gemacht hatte und der erste dicke Blutstropfen auf den Fußboden tropfte kam Ron herein. Sein Gesicht wurde kalkweiß und er stürzte auf Ginny zu, entriss ihr die Klinge und warf sie in die Badewanne, möglichst weit weg.
„GINNY! Was fällt dir ein!", schrie er mit entsetzter Miene.
Vom anderen Ende des Flures kam Hermines sorgenvolles Rufen ob alles ok wäre, als aber weder die zitternde Ginny noch Ron ihr antworteten kam sie selber herbeigeeilt.
Als sie die Wunde an Ginnys Handgelenk sah, stolperte sie ein paar Schritte zurück.
„Ginny – meine Güte – meine Liebe, was machst du bloß…."
Ginny liefen erneut die Tränen die Wangen herab und sie presste ihren Arm an ihren Brustkorb. Als sie aber Anstallten machte, aus dem Zimmer zu rennen, hielt Ron sie fest.
Zärtlich strich er ihr über die Haare und fragte vorsichtig: „Schwesterchen, was ist denn bloß los?"
Hermine sah sich derweil kurz im Zimmer um. Vorhin hatte sie geglaubt zu hören, dass Ginny sich übergab. Die Klobrille war noch immer hochgeklappt und Ginny schien sehr blass und verheult.
„Ron", befahl sie energisch, „lass uns bitte alleine." Unwillig ging der rothaarige Mann aus dem Zimmer.
Kaum hatte er die Tür hinter sich geschlossen knickte Ginny ein und krümmte sich weinend auf dem Fußboden zusammen. Hermine nahm ein paar Taschentücher, entfernte die rote Mähne ihrer Freundin aus deren Gesicht und wischte die Tränen weg. Sorgsam half sie Ginny, sich etwas aufzusetzen und gegen die Wanne zu lehnen. Dann nahm sie den verwundeten Arm.
„Das sieht böse aus. Ganz schön tief. Ich weiß nicht genau, ob ich das so einfach heilen kann. Besser, wir gehen ins Sankt Mungos."
Ginny aber schüttelte heftig den Kopf.
„Nein, bitte nicht! Das heilt schon wieder, es tut gar nicht weg"
Hermine nahm den Arm und wollte die Wunde etwas reinigen, aber sofort zog Ginny den Arm zurück.
„Ok, ein bisschen tut es noch weh."
„Ginny, wir gehen jetzt ins Sankt Mungos. Keine Widerrede!"
Und damit nahm sie ihren gesunden Arm und apparierte in das magische Krankenhaus.
Im Sankt Mungos angekommen ließ Hermine die Freundin nicht los, sondern eilte zielstrebig auf die Aufnahme zu.
Die Empfangsdame schaute etwas gelangweilt, als sie aber Ginnys blutenden Arm sah, sagte sie sofort: „Hier den Gang entlang. Zweite Station, dort wird man ihnen sicher weiterhelfen können."
Hermine nickte dankend und zerrte Ginny durch die Tür zur zweiten Station. Vor einem Sprechzimmer setzten sie sich hin, Hermine sprang aber fast sofort wieder auf.
„Ginny, du bleibst hier und lässt dich behandeln, ich muss Ron bescheid sagen. Und wehe du verschwindest. Ich bin gleich wieder da und wenn ich dich nicht mehr finde sind wir längste Zeit Freundinnen gewesen!"
Ginny nickte nur kleinlaut.
So, Hermine vermutet die Schwangerschaft bereits. Wäre doch mal ne Idee, Harry auch ins Spiel zu bringen, oder?
Und gefällt es bis hierhin?
