Vielen Dank Milchshake, für das tolle Review. Freue mich über die neue Leserschaft und zur Belohnung gibt es ein neues Kapitel. Aber schön weiter Reviewen, sonst schmolle ich...
6. Geständnis

Knapp einen Monat später musste Harry für ein paar Wochen fort. Nun gab es keinen Ausweg mehr. Ginny musste ihrer Familie von ihrer Schwangerschaft erzählen.

Damit sie aber nicht alleine vor ihren Eltern stand wollten Harry, Hermine und Ron aber noch mitkommen, bevor Ginny in der Obhut des Ordens bleiben sollte.

Ginny stand in ihrem Zimmer vor dem Spiegel und strich sich das Oberteil über ihrem noch flachen Bauch immer wieder glatt. Harry schaute um die Ecke als er gerade aus dem Bad kam. Als er Ginny so da stehen sah lachte er leise und umarmte sie von hinten.

„Was denkst du, wie wird das Kind aussehen? Hat es eher rote oder eher braune Haare?"

Als Gegenfrage antwortete Ginny: „Was denkst du denn, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird?"

Sie lächelten beide und Harry legte sein Ohr an Ginnys Bauch.

„Hörst du kleines Potter-Weasley-Baby? In ein paar Wochen bin ich wieder da und dann kann ich wieder auf deine Mutter aufpassen. Bis dahin musst du das aber für mich übernehmen. Hörst du? Pass gut auf deine Mutter auf."

Ginny lief eine Träne die Wange herunter. Harry wischte diese weg und sie küssten sich kurz leidenschaftlich.

„Ich bin nicht lange weg!", beruhigte Harry Ginny. Sie nickte zögerlich.

„Harry, ich liebe dich."

„Ich dich auch."

Hand in Hand gingen sie aus dem Zimmer ins Wohnzimmer, wo Ron und Hermine bereits warteten. Alle vier apparierten vor das Haus des Ordens.

Im Haus warteten schon Molly Weasley und Fred, die als einzige schon erreichbar gewesen waren. George hatte noch etwas im Laden zu erledigen und würde später kommen. Arthur war bereits zu spät und Molly bemühte sich, ihn irgendwie zu erreichen.

„Hallo Mom.", begrüßten Ginny und Ron im Chor.

Molly umarmte ihre beiden Kinder herzlich und tat das dann noch mal bei Harry und Hermine. Fast schon als Ritual strubbelte sie Harry durch das Haar und dieser grinste verlegen. Ginny nahm seine Hand und drückte sie kurz.

„Also, warum seid ihr hier? Was ist so wichtig, dass wir uns alle versammeln sollten? Wisst ihr, es ist so viel zu tun im Moment. Arthur hat so viel Arbeit im Ministerium und seit Dumbledore nicht mehr da ist weiß der Orden gar nicht wo vorne und hinten ist."

Während Molly unentwegt plapperte ging die klein Gruppe in die gemütliche Küche. Dort setzten sich alle an den Tisch.

Fred stand am Fenster und kündigte George an.

Als endlich auch Arthur und George erwartungsvoll am Tisch saßen, räusperte sich Harry und wisperte Ginny ins Ohr: „Wer sagt es ihnen jetzt? Soll ich anfangen?"

Aber Ginny verneinte.

„Mom. Dad. Wir müssen euch was sagen."

Molly schlug die Hände vor Gesicht. „Sie wollen heiraten!", hauchte sie und bekam rote Wangen.

Harry strich an einem Kratzer im Holz entlang. Molly würde nicht mehr erfreut sein, wenn sie den Rest hörte.

„Nun ja. Nicht ganz." Ginny suchte nach Worten und Harry nahm zur Unterstützung ihre Hand.

„Ich… bin schwanger."

Es war so still, Hermine kam es vor, als ob keiner atmen würde.

„Äh, Mom?"

Molly ließ die Hände vor dem Gesicht und man hörte sie murmeln: „Von wem?"

Harry meldete sich zu Wort: „Von mir."

Ginnys Mutter ließ erleichtert die angezogenen Schultern herabsinken. Aber dennoch war sie noch nicht glücklich.

„Ich nehme mal an, dass uns jetzt große Schwierigkeiten erwarten."

Hermine nickte und berichtete knapp von Ginnys Verletzung (ohne aber den Selbstmordversuch zu erwähnen) und dem Aufenthalt im Krankenhaus. Sie betonte, dass Ginny möglichst durchgehend mit jemandem zusammen sein sollte. Und das sollte nicht immer Harry sein, damit er sich nicht auch noch gefährdete.

Ginny war furchtbar unglücklich mit der Situation. Erneut war sie eine mögliche Zielscheibe Voldemorts. Damals in der Kammer des Schreckens hatte sie zwar noch nicht diesen Wert für den mächtigen Magier gehabt, aber auch dort hatte sich Harry fast umgebracht um sie zu retten. Sie wollte um keinen Preis erneut sein Leben aufs Spiel setzen.

Sowohl Molly als auch Arthur waren mit der bevorstehenden Aufgabe einverstanden. Fred und George boten an, Ginny vorerst zu sich in die Wohnung zu nehmen. Ginny fand das sehr nett, wollte aber lieber erst einmal bei ihren Eltern bleiben.

Während sie noch Einzelheiten besprachen betraten Remus Lupin und Tonks den Raum. Sie schauten etwas verdutzt auf die Weasley-Versammlung. Harry stand schnell auf und erläuterte die Situation. Lupin war sofort Feuer und Flamme, den Orden vor Ginny zu stellen.

Hermine aber hatte Einwände.

„Aber wir wissen immer noch nicht mit Sicherheit, dass keine Spione im Orden sind. Ich könnte ruhiger schlafen, wenn ich diese Information im kleinen Kreis wüsste."

„Der Heiler im Krankenhaus wird doch mit Sicherheit nicht für sich behalten haben können, dass Harry Potter bald Vater wird. Also kann auch der ganze Orden davon wissen.", gab Ron zurück. Fred und George schauten sich besorgt an, als Ron den Heiler erwähnte. So gut wie jeder wusste, dass Voldemort eine Menge Spione im Krankenhaus hatte.

„Aber dann weiß auch der gesamte Orden, wer gerade auf Ginny aufpasst. Und das kann dann auch ausgenutzt werden.", erwiderte Hermine.

„Ohne die Unterstützung der Ordensmitglieder sind wir aber nur eine Handvoll Leute, die aufpassen können.", gab Arthur zu bedenken.

Ginny verschränkte trotzig die Arme vor der Brust. „Ihr tut so, als wäre ich fünf Jahre alt. Ihr müsst doch nicht auf mich aufpassen."

Harry legte ihr de Hand auf den Arm.

„Ginny, Liebling, leider müssen wir auf dich aufpassen, so furchtbar das auch klingt. Und wenn nicht auf dich, dann auf das Leben welches du in dir trägst."


Also bitte... das bringt ja unmengen an neuen Schwierigkeiten mit sich. Was denkt ihr denn darüber?