So, da bin ich wieder mit dem versprochenen Kapitel. Wie es jetzt aussieht, wird die Geschichte um die 23. Kapitel lang. Muss aber die nächsten Kapitel noch vollständig schreiben.

Ja, danke, meine Woche war schön, wir haben ganz viel gesungen +krächz+.

Danke für die Reviews für das letzte Kapitel. Dachte ja, es schreiben mir mehr Leute, aber naja... Übrigens, ich sehe ja wie viele Leute meine Geschichte anklicken, und ich muss sagen, dass 88 Leute das letzte Kapitel gelesen haben, aber nur 3 davon ein Review gelassen haben, finde ich schwach. Dafür danke ich umsomehr den treuen Schreibern! Danke Hermina, danke Akiba und danke Mrs.Moony-Lupin. Ich find euch spitze! Hoffentlich gefällt euch diese Kapitel auch. Mir ist aufgefallen, dass Ron bei der Ortung gefelht habe, deswegen habe ich dieses Chap über ihn geschrieben!


18. Schwester

Molly bestritt es immer, aber Ron wusste, dass sie Ginny über alles liebte, mehr als ihre anderen Kinder. Denn sie war ihre einzige Tochter.

Ron und Ginny hatten eine unübliche Bruder-Schwester Beziehung. Sie waren knapp ein Jahr auseinander, waren die Jüngsten der Familie Weasley, und die Letzten.

Somit hatte Ron auch eine ganz besondere Rolle. Von Anfang an war Ginny sein Herzensblut gewesen. Charlie, der Älteste, war nie wirklich ein „Kamerad" für Ron geworden, dafür war der Altersunterschied zu groß. Und Charlie hatte Bill. Percy war auch noch wesentlich älter, und stets ein Eigenbrötler. Fred und George waren zwar nicht viel älter als Ron, aber hatten immer sich. Waren immer zu zweit. Ron war nur Versuchsobjekt für ihre Streiche gewesen. Und dann kam Ginny… und Ron übernahm die Aufgabe, auf sie aufzupassen, sie wurde seine beste Freundin. Er beschützte sie in der Schulzeit, spielte zu Hause mit ihr, sie hatten gemeinsame andere Freunde (welche aber alle Muggel blieben). Als dann alle älteren Jungen aus dem Haus waren, war Ron alleine mit Ginny.

Als Fred und George nach Hogwarts gingen, wurde das Haus seltsam still, Ginny jedoch war so munter und quicklebendig, dass Ron fast nichts vermisste.

Als auch er nach Hogwarts ging, hatte er Anfangs ein schlechtes Gewissen. Hermine füllte die Lücke in seinem Herzen, konnte Ginny jedoch nie ersetzen. Weil sie eben nicht die Weasley-Schwester war, die er liebte. Er liebte Hermine als Freundin, als Mädchen an seiner Seite.

Ginny jedoch war sein Licht, sein Engel, die Person, die ihn verstand.

Durch die Freundschaft mit Harry und das erste Jahr in Hogwarts wurde alles irgendwie anders. Ron wurde anders. Und Ginny wurde anders. Löste sich von ihm, wurde selbstständig. Ron verlor nie den Drang, Ginny immer beschützen zu wollen. Er dankte Harry im Geheimen eher wenig, dass er ihn im zweiten Schuljahr zurückgelassen und Ginny alleine gerettet hatte. Und ihr das Herz gebrochen hatte.

Nun, da sie von Harry schwanger war, änderte sich nicht viel. Ron war sogar noch ärgerlicher auf Harry. Er brachte seine kleine Schwester unnötig in Gefahr, benutzte sie, um nicht vollständig im Kampf gegen Voldemort zu versinken.

Und nun war sie verschwunden. Es war alles Harry Schuld.

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Ron hatte Hermine nicht gesagt, warum er nicht dabei sein wollte, als sie Ginny mit dem Zauber orteten. Sie hatte ihm die Hand auf den Arm gelegt, ihn mit ihren braunen, warmen Augen angesehen und nur genickt. Sie verstand immer alles. Ohne Worte.

Flashback

Es war später Abend. Ron ließ sich auf sein Bett fallen, sprang aber wie gestochen sofort wieder hoch, denn aus seinem Kleiderschrank tönte ein lautes „Ron!".

Ginny kam herausgesprungen und tanzte wild und laut lachend vor ihrem Bruder. Sie trug seine alte Schuluniform, die ihr viel zu groß war, hatte stark zerstubbeltes Haar und dicken roten Lippenstift auf den Lippen.

Was machst du denn hier?", fragte Ron überrascht.

Ginny rollte mit den Augen, lachte verrückt und schüttelte ihre Haare noch mehr. Sie schien ihn aber kaum zu hören.

Ron trat näher an sie heran und hielt sie an den Schultern fest.

Ginny!", sagte er bestimmt. Sie schlackerte mit dem Kopf und kicherte. Ron bemerkte einen strengen Geruch.

Ginny, hast du getrunken?"

Ginny schaute ihn an, ihre Augen konnten sich aber nicht auf ihn fixieren. Sie schielte etwas, und lallte ihn dann an, wobei Ron sich zurücklehnte, um nicht den Alkoholgeruch riechen zu müssen.

Rohnibonnie, wassss mastu denn mimir? Vastehsu kain Spaßßßß?"

Ron schüttelte traurig den Kopf. Wenn ihre Mutter Ginny so sehen würde, könnte Ginny jegliche Pläne der nächsten Woche vergessen. Hausarrest würde anstehen, und Haushilfe, strenges Lernen jeglicher Haushilfezauber und Spiele mit Molly und Arthur am Abend.

Nein, er musste ihr helfen.

Ginny, hör mir zu. Wir gehen jetzt ins Bad, aber du musst ganz leise sein, damit Mom uns nicht bemerkt!", versuchte er ihr zu erklären.

Ginny kicherte, nickte eifrig und legte den Finger an die Lippen, um ein „Pscht" zu lallen.

Gemeinsam (Ginny kicherte heftig) schlichen sie über den Flur ins Bad. Dort versiegelte Ron die Tür mit einem Schweigezauber und brachte Ginny dann dazu, sich in die Badewanne zu setzen.

Sie lachte ihn an, hielt das für einen Spaß und bemerkte nicht, dass Ron den Duschkopf nahm, und das kalte Wasser anstellte. Ron tat es fruchtbar leid, aber eine andere Möglichkeit gab es nicht.

Ginnys Schrei war ohrenbetäubend, als das kalte Wasser sie traf. Sie schlug um sich, kreischte und versuchte, Ron den Duschkopf aus der Hand zu schlagen.

Nach ein paar fehlgeschlagenen Versuchen sackte sie jedoch in sich zusammen, schaute durch ihre triefnassen Haare hindurch vorwurfsvoll nach oben und schmollte nur noch.

Nach ein paar weiteren Minuten stellte Ron das Wasser ab, öffnete das Fenster und ließ den kalten Wind solange herein, bis Ginny laut mit den Zähnen klapperte.

Anschließend brachte er sie in ihr Zimmer, half ihr aus den nassen Klamotten und steckte sie ins Bett. Die Uniform wollte er in sein Zimmer nehmen.

Ginny zitterte noch immer, war aber ruhig.

Ronnie, warum hast du das gemacht?", flüsterte sie.

Ron lächelt sie an. „Du wirst es mir morgen danken."

Am nächsten Morgen kam er zum Frühstück herunter und sah seine besorgte Mutter einen Tee auf ein Tablett stellen.

Ach, Guten Morgen mein Süßer. Ginny ist ziemlich krank. Sieh doch nachher mal nach ihr.", begrüßte sie ihn.

Ron wartete nicht lange, sondern folgte seiner Mutter in Ginnys Zimmer. Seine Schwester lag dick verpackt in ihrem Zimmer, mit roter Triefnase und einem Waschlappen auf der Stirn.

Ach mein armes Mädchen", säuselte Molly, „so eine schlimme Grippe." Sie schaute Ron an. „Nicht nur Schnupfen, auch Übelkeit und starke Kopfschmerzen. Sie muss sich einen Virus geholt haben."

Ron sah seine Schwester mitfühlend an. Sie schlug die Augen auf, blickte direkt in seine, und er konnte sehen, dass sie sich still bei ihm bedankte. Ihr Blick sagte alles.

Flashback Ende

Harry würde sicher bald losgehen, um Ginny zu retten. Hermine hatte Ron gesagt, dass seine Schwester vermutlich bei den Malfoys gefangen gehalten wurde. Nun, er würde Harry zuvor kommen, und sie allein retten. Ihr helfen, das Kind zu bekommen. Harry von ihr fernhalten.

Flashback

Kurz nachdem Ginny sich von Harry hatte trennen müssen, war sie zu ihm, Ron, gekommen. Sie hatte lange geweint, dass sah man ihr an.

Stundenlang hatten sie sich unterhalten, und es war eindeutig geworden, dass Ginny Harry noch liebte.

Ron", hatte sie gesagt, „Ron, wenn er je zu mir zurückkommen sollte, möchte ich ihn nicht mehr. Stell dir mal vor, ich wäre schwanger geworden in der einen Nacht. Ich glaube, ich würde mich umbringen, wenn ich es in dieser Zeit werden würde."

Fürsorglich hatte Ron sich das zu Herzen genommen. Harry litt genauso unter der Trennung, aber er teilte sich Ron nicht so sehr mit Worten mit wie Ginny.

Ein paar Wochen bevor Ginny entführt worden war, hatte sie sich erneut mit Ron unterhalten. Nur ihm hatte sie gesagt, was für eine Last das Baby war.

Er freut sich darauf, dass merkte ich. Du würdest dich doch auch freuen, wenn Hermine jetzt schwanger wäre. Jeder Mann freut sich in gewisser Weise."

Aber du freust dich nicht."

Nein. Nicht so sehr. Ich trage Harrys Zukunft in mir. Das weiß er, das weiß ich. Und er lässt es mich immer wieder spüren. Ich will das Kind mit jedem Tag weniger."

Aber Ginny, du bist nicht FÜR ihn schwanger. Nur VON ihm. Es ist auch dein Kind."

Ron hatte es verabscheut, zu versuchen, Ginny vom Gegenteil zu überzeugen. Er wollte nur nicht, dass sie sich wieder etwas antat.

Ach Ron. Du verstehst mich auch nicht."

Es hatte ihm das Herz gebrochen, als sie ihm das gesagt hatte.

Doch! Ich weiß, dass du leidest. Aber du wärst so eine wundervolle Mutter, da bin ich mir sicher. Und du musst doch Harry nicht heiraten, er ist nur der Vater deines Kindes. Es war ja nicht geplant, oder?"

Sei doch nicht blöd. Es war eine Art Unfall, da hast du schon Recht. Doch wer nimmt ein Mädchen zur Freundin, die ein Kind vom großen Harry Potter hat? Wer?"

Dean würde dich gerne nehmen."

Du hast seinen Blick selber gesehen. Er ist über mich hinweg. Er will mich nicht mit Harry teilen müssen."

Müsste er das?"

Natürlich. Ich hätte unheimlich viel mit ihm zu tun. Und das Kind mit einem Anderen aufzuziehen liegt außer Frage, dafür hängt Harry viel zu sehr an mir."

Ja, du hast Recht."

Er hatte sie in den Arm genommen.

Es ist alles seine Schuld."

Flashback Ende

Er wartete keinen Tag lang mehr.

Auf Gut Glück apparierte er in die Nähe von dem Anwesen der Malfoys. Von seinem Vater wusste er, wo sie ungefähr wohnten.

Schließlich stand er vor der Toreinfahrt. Jetzt könnte er Harrys Umhang gebrauchen.

Als es dämmerte, schlich er sich ans Haus heran. Sie würden Ginny bestimmt nicht in einem Zimmer in den oberen Stockwerken halten, sondern wohl eher im Keller.

Er erblickte ein Kellerfenster und kroch näher. Es war dunkel im Inneren, also öffnete Ron das Fenster mit einem Zauber und ließ sich in den Raum fallen.

„Lumos.", flüsterte er.

Kaum hatte er seinen Zauberstab zum Leuchten gebracht, schrie er fast sofort „NOX", denn er hatte direkt in ein Skelettgesicht geschaut.

Und wie es zu erwarten war, ging die Tür auf. Eine junge Frau schaute in den Raum, und bevor Ron sich verstecken konnte, hatte sie einen Fesselzauber ausgesprochen.

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Ron hätte nie gedacht, dass die Malfoys wirklich so ein protziges Anwesen hatten. Er stand neben der zufrieden lächelnden Frau in der Eingangshalle und biss die Zähne zusammen, um den Schmerz an seinen Handgelenken zu ertragen. Er wollte nicht schreien oder gar weinen.

„Ah sieh an. Wir bekommen Zuwachs!", erklang plötzlich eine leise kalte Stimme von der Treppe. Ron drehte sich um und erblickte Lucius Malfoy, der kalt lächelte.

„Belana, meine Gute, ich glaube, du brauchst dich nicht mehr selber zu belohnen. Hier ist deine Belohnung!"

Belana, die Frau, strahlte Lucius an und schubste Ron vor sich her in ihr Zimmer.

Ron kniff die Augen zusammen, und versuchte nur an Hermine zu denken, als Belana sich und ihn auszog, um sich zu belohnen.

Er hasste die Zauberei, die es ihm untersagte, sich zu wehren. Und seinen Zauberstab hatte Lucius zerbrochen. Vor seinen Augen.

Ein anderer Hoffnungsgedanke war, dass je schneller er fertig war, desto schneller würde sie ihn vielleicht zu Ginny bringen!