Es ist vollbracht. Ich bin fertig.
Persönlich bin ich ja der Meinung, ich habe in einer Fanfiction noch nie so emotional geschrieben, und mich in diesem Kapitel selbst übertroffen. Drei ganze Stunden ohne Unterbrechung habe ich mir die Worter aus den Fingern getippt. Mein Rücken schmerzt jetzt furchtbar, aber ich bin zufrieden! Und ihr steinigt mich wahrscheinlich für die Länge...
Liebe Leute, ich bedanke mich bei euch. Und vielleicht können ja jetzt die Leute, die sich die gesamte Geschichte über still im Schatten versteckt haben, ein abschließendes Review schreiben. Glücklich bin ich über jedes noch so kleine, und erwähne nochmal, dass ich selbstverständlich Geschichten zurücklese. Ein Besuch auf eurem Profil (sodenn ihr angemeldet seid), ist bei mir Pflicht.
Liebe Faelivrin, danke dass du dich zu Wort gemeldet hast, ich bin stolz auf dich, dass du meinem Aufruf gefolgt bist und dass es dir gefällt.
Mrs. Moony-Lupin, auch dir ein dankeschön und Knutscher, dass du wieder da bist, und ich denke, du wirst mit meinem Ende zufrieden sein.
Liebste Hermina, erneut möchte ich dir diese Kapitel widmen. Du hast tapfer über die Kapitel durchgehalten, obwohl du nicht angemeldet bist. DANKE, und so viel Kuchen für dich, wie du essen kannst. Ich hoffe, in diesem Kapitel kann ich deine Fragen beantworten. Ginny hatte eine Fehlgeburt, ausgelöst durch Rons Tritte und Schläge.
Was sonst noch offensteht, überlasse ich eurer Fantasie. Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten und sich einen Kuchen daraus backen.
23.Happy End?
Hermine stand am Fenster, den Oberkörper schwer mit beiden Händen auf die Fensterbank abgestützt, und hatte die Augen geschlossen.
Ron saß links auf einem Stuhl an Ginnys Bett, ließ den Kopf hängen und hatte die Hände gefaltet. Harry saß rechts, hielt Ginnys Hand und schaute sie eindringlich an.
Ginny hatte ebenfalls die Augen geschlossen, war aber wach. Sie hatte dunkle Augenringe und fühlte sich ausgetrocknet vom Weinen. Sie fror noch immer, und Harrys Hand wirkte ihr wenig wärmend, eher noch kälter als das Bett um sie herum.
Sie wollte nicht wach für die anderen sein. Wollte sich nicht dem Unausweichlichen stellen, nicht hören was passiert war.
„Gib es auf, Harry. Sie wacht nicht auf, bestimmt hat sie die ganze Nacht wach gelegen. Lass uns einen Kaffee trinken gehen.", flüsterte Hermine, aber Harry ließ Ginny nicht los.
Ginny hörte, wie Ron aufstand und die Tür kurz aufging und dann wieder zuklappte.
Erst dann wagte sie die Augen zu öffnen, und blickte direkt in Harrys.
Er lächelte aufmunternd, oder versuchte es zumindest, denn seine Augen lächelten nicht mit. Sie wirkten wie um Jahre gealtert, schienen furchtbare Dinge gesehen zu haben. Waren … dunkler.
In einem Versuch von Nähe drückte Ginny seine Hand kurz.
„Schön, dass du wach bist.", sagte Harry leise.
„Schön, dass du da bist.", antwortete Ginny heiser und erschrak über den Zustand ihrer Stimme. Wie lange hatte sie nicht gesprochen?
„Harry, seit wann bin ich hier?", fragte sie.
Er schaute kurz auf den Boden. „Knapp zwei Wochen. Du warst nie wach, wenn wir da waren." Er hielt kurz inne und Ginny legte den Kopf schief, um ihn zum weiterreden aufzufordern.
„Ich selbst lag drei Tage im Bett, drei Stationen über dir. Ron saß viel bei dir, ebenso wie deine Familie, aber Hermine hat ständig zwischen uns gewechselt. Mitte der ersten Woche wollte ich dich endlich sehen. Ich habe mir schreckliche Sorgen gemacht, nachdem ich von Hermine alles erfahren habe."
Erneut schloss Ginny die Augen. Mehr wollte sie nicht hören. Bitte. Es schmerzte sehr, daran zu denken, was Ron getan hatte.
Er hat es nicht aus freiem Willen getan, das ist das Gute daran. Keiner kann ihn für schuldig erklären. Es ist eigentlich meine Schuld, denn ich bin zu Harry gelaufen, und Ron wollte mich nur wieder fortholen. Ich, die dumme Ginny, musste mal wieder alles kaputt machen! Ich könnte heulen… wenn ich das nicht schon Tagelang getan hätte.
Bittere Galle stieg ihr hoch und sie kniff die Lippen zusammen.
„Die Heiler haben dich ein paar Tage in eine Art Koma gelegt, damit die Schmerzen nicht so groß sind.", fuhr Harry fort.
Dann habe ich das geträumt? Ich war nicht wach, ich habe im Traum nachgedacht? Es war nur ein Traum, dass ich Harry gesehen habe, wie er wegen des Babys zusammengebrochen war, und Ron schwer verletzt hat?
Mit einem Mal war Ginny erleichtert.
„Ich hatte schon Angst, dass du gar nicht mehr erwachst." Er lächelte, diesmal ehrlicher. „Aber jetzt bist du ja wach."
In dem Moment kamen Hermine und Ron wieder ins Zimmer. Wortlos stellten sie sich ans Bett und für den Rest des Abends schwiegen sie und genossen, dass sie alle am Leben waren.
Und Ginny war unendlich dankbar, dass keiner das Thema Baby anschnitt. Darüber würden sie sich früher oder später eh unterhalten müssen, aber Ginny war lieber später.
---
Am Ende der dritten Woche nahmen Ginnys Eltern ihre Tochter wieder mit nach Hause. Dort legte Ginny sich in ihr eigenes Bett und wollte dort partout nicht herauskommen. Molly brachte ihr Essen und Trinken, drängte aber nicht zum Aufstehen. Hermine dagegen schon.
Jeder Morgen begann mit demselben Ritual. Hermine kam, während Ginny mager frühstückte und sich dann wieder zum Schlafen zurücklehnen wollte.
„Gin, du kannst dich nicht ewig im Bett verkriechen. Es gibt noch ein Leben, was du führen musst."
Immer dieselben Worte.
Und immer antwortete Ginny auf dieselbe Art: „Wozu? Mein Leben ist doch nichts mehr wert!"
Doch einen Morgen konterte Hermine neu.
„Ich hoffe, du weißt, welche Sorgen du uns machst. Nicht dass du uns zur last fallen würdest, nein, wir verstehen dich in gewisser Weise. Aber ich habe Angst, dass du einfach stirbst."
Schockiert sah Ginny ihre Freundin an.
„Du isst kaum noch, du liegst nur und du hast den Lebenswillen verloren. Mach dich nicht selbst schuldig für das was passiert ist. Es lag nicht an dir. Wir hätten genauso mehr, beziehungsweise weniger für dich tun müssen. Und Harry trägt auch einen gewissen Teil Schuld."
Was weiß sie denn schon. Sie sollte nicht sein Kind austragen.
„Und dass du dein Kind verloren hast trägt überhaupt nicht zur Sache bei!", widerlegte Hermine ihre Gedanken, als hätte sie jene gelesen.
„Mine, ich kann einfach nicht mehr."
„Dann vergrab dich nicht, sondern sprich mit uns. Wir sind deine Freunde. Harry und ich. Wir sind für dich da. Ebenso wie Ron. Und Fred und George. Und deine Mutter. Keiner wird dich abweisen oder verurteilen. Für uns alle bedeutet dein Leben mehr als dass jemand von uns Fehler gemacht hat."
Es tat Ginny sehr gut, diese Worte zu hören.
Hermine stand auf. Bevor sie die Tür schloss sagte sie noch kurz in den Raum: „Harry bedeutet es auch etwas."
Und in ihrem Zimmer fing Ginny zum ersten Mal seit dem Krankenhaus wieder an zu weinen. Aber es waren keine verzweifelten Tränen, es war Trauer, und mit jeder einzelnen Träne schloss sich die Wunde, die Ginnys Herz auseinander gerissen hatte.
---
Während Hermine über mehrere Tage versucht hatte, Ginny aus dem Bett zu locken, waren Ron und Harry erst in der Küche des Fuchsbaus fast verzweifelt, und hatten schließlich beschlossen, in den Wald zu gehen und ein paar Tage zu zelten.
Nach vier Stunden Wanderung hatten sie eine schöne Lichtung erreicht.
Die meiste Zeit über unterhielten sie sich über oberflächliche Dinge, schwelgten in alten Zeiten und übten an Vögeln und der Natur, ob sie die meisten Zaubersprüche aus der Schulzeit noch beherrschten, oder eben immer noch nicht konnten.
Ihr Lachen war noch etwas gezwungen, aber mit jedem Schritt an der frischen Luft wurde es offener, kam ein Stückchen mehr von Herzen.
Am Abend des zweiten Tages sprachen sie zum ersten Mal über die Ereignisse bei dem Malfoys. Ron versuchte, Harry zu erklären, warum er alleine vorgegangen war. Harry meinte darauf aber nur, dass er darüber noch nicht urteilen konnte.
„Ron, es schmerzt noch sehr, dass Ginny das Kind verloren hat. Was du gemacht hast war sicher nicht falsch, aber für mich gerade weniger wichtig. Mich würde eher interessieren, was passierte, als ich verletzt war."
Ron stockte.
„Das… das weiß ich selber nicht so genau. Ich war irgendwie… abwesend. Tut mir leid."
Fragend schüttelte Harry den Kopf, bohrte aber nicht weiter. Er würde mit Hermine drüber reden müssen.
„Wenn wir schon drüber reden, hast du je über das Kind nachgedacht? Welche Last du damit Ginny aufgezwungen hast?", begann Ron wieder nach einer Weile des Schweigens.
„Last? Warum Last?", wollte Harry wissen.
„Naja, du hast ihr ständig das Gefühl gegeben, du würdest sie nur lieben, weil sie dein Kind trägt. Weil sie dir einen Erben schenken wollte, oder dachte sie müsste es, hat sie sich ja auch fast umgebracht."
Harry starrte den Boden zwischen seinen Boden an. Ron wartete ein paar Atemzüge und redete dann weiter.
„Als wir in dem Keller eingesperrt waren hat sie mir erzählt, dass sie mit Draco weggehen wollte."
Harry hob ruckartig den Kopf. „Was?"
„Ich kann nicht sagen, inwiefern das ihre eigenen Gedanken waren, und wie weit sie von Draco beeinflusst war, aber er hat ihr irgendwie das Gefühl gegeben, ihm wichtig zu sein. Und sie hat ihm das geglaubt. Weil du nicht da warst. Du hast sie aus ihrer Sicht im Stich gelassen und sie hat sich in Dracos Arme fallen gelassen, der bereitwillig da stand, um sie aufzufangen. Ginny hat tatsächlich geglaubt, er würde etwas für sie empfinden."
Fassungslos starrte Harry ihn an.
„Wenn du wüsstest, wie sie das Kind gehasst hat. Wie sie von dir fort wollte. Wie sie sich selbst gehasst hat, dafür, die Mutter deines Kindes zu sein, und dafür, eben diese Gedanken zu haben."
„Sie hat… das Kind gehasst?", stotterte Harry.
Verlegen nickte Ron.
Scheinbar abwesend vergrub Harry das Gesicht in den Händen. Nach einer Weile stand er auf und legte sich ins Zelt.
Ron blieb die ganze Nacht über am Feuer sitzen, bis er einnickte und sich auf das kühle Gras legte.
Am nächsten Morgen hatte Harry das Zelt bereits zusammengelegt, als Ron die Augen aufschlug.
Sie frühstückten kurz und machten sich dann schweigend auf dem Heimweg. Selbst ohne Worte von Harry verstand Ron, dass sie zu Ginny zurückmussten.
---
Ich brauche nicht einmal die Augen zu öffnen, um zu wissen, dass es bereits Tag ist. Ich weiß auch so, dass heute noch immer kein Tag zum sterben ist.
Irgendwie bin ich mittlerweile froh, nicht mehr schwanger zu sein. Es war so eine Last, und jetzt fehlt zwar etwas in meinem Bauch, aber ich fühle mich nicht mehr so an Harry gebunden.
Harry…kann ich ihm jemals wieder reines Gewissens in die Augen sehen? Mittlerweile bin ich natürlich von dem Glauben abgerückt, dass ich Draco bevorzugen könnte. Dass Draco mich nehmen würde.
Er ist und bleibt Harrys Feind, und ich müsste alles aufgeben, meine Familie, meine Freunde, meine Vergangenheit. Womöglich sogar Voldemort anschließen.
Und Harry endgültig vernichten. Damit würde ich Voldemort und dem Malfoys wahrscheinlich sogar einen Gefallen tun.
Nein, das kann ich nicht. Draco war ein Hirngespinst.
Irgendwie liebe ich Harry doch. Ich habe ihn schon gemocht, als ich ihn vor seinem ersten Schuljahr auf dem Bahnsteig gesehen habe. Und mich in meinem ersten Jahr in ihn verliebt.
Ich kann nicht einfach verdängen, dass unser letztes Schuljahr, von den schrecklichen Ereignissen natürlich überschattet, die schönste Zeit meines bisherigen Lebens war. Bei mir war Harry so… menschlich. Ich hab ihm das Gefühl gegeben, dass er mir nicht den großen Helden vormachen musste, dass ich mit Sicherheit nicht nur an ihn glaubte, weil er so eine große Bürde trug. Bei mir war er anderes, als in der Öffentlichkeit. Besser. Lieber. Freier. Und wenn wir miteinander geschlafen haben – und das war immer so, selbst während der Schwangerschaft – hat er sich in einer Weise mit gegenüber geöffnet, dass ich ihn ohne leichtes hätte umbringen können. Nur mit Worten. Er hat mir blind vertraut.
Ich fühle mich nicht schuldig ihm gegenüber. Ich müsste ihm das nicht wieder geben.
Aber andererseits vermisse ich ihn so unsäglich. Er hat mir natürlich eine Art Halt gegeben, die keiner meiner vorherigen Freunde mir geben konnte. Eben wegen der Bürde, die Harry trug. Und dass er Schluss gemacht hatte, nach Dumbledores Tod, zeigt mir auf eine andere Art, welche Verantwortung Harry für mich übernommen hat.
Ich bin 17 Jahre alt, noch lange nicht mündig, und wurde geliebt wie eine langjährige Ehefrau aus einer wundervollen, intensiven und stabilen Ehe.
Harry ist zurückgekommen, irgendwann. Er hat mich genauso vermisst wie ich ihn. Und es hätte so schön werden können.
Habe ich alles kaputt gemacht? Ich alleine kann doch nicht zwei Leben zerstört haben. Drei…Nein, es war eine Verkettung dummer Zufälle.
Hermine meint, es wäre nicht meine Schuld. Sie hat Recht. Ich darf mir keine Schuld aufladen, die uns alle betrifft. Sowohl Harry als auch ich hätte aufpassen müssen, dass ich nicht schwanger hätte werden können. Und später hätte man mir mehr Freiheiten lassen müssen, die Überwachung vielleicht diskreter gestalten.
Ich bin nicht alleine schuld.
---
Ginny schlief bereits, als Harry ihr Zimmer betrat. Draußen wanderte die Sonne langsam zum Horizont, würde aber sicher noch mindestens zwei Stunden hell strahlen.
Vorsichtig setzte sich Harry neben Ginny auf die Bettkante und strich ihr ein paar Locken aus dem Gesicht.
Verschlafen hob Ginny den Kopf und blinzelte ins Licht.
„Was? Schon wieder Morgen?"
„Liebes, ich wollte mit dir reden.", murmelte Harry nervös.
Plötzlich hellwach setzte sich Ginny auf und rutschte etwas weg.
„Was machst du denn hier? Ich hatte Mom doch gesagt, dass ich dich nicht sehen will.", schimpfte Ginny, aber wenig überzeugend.
„Ich muss aber mit dir reden. So kann es nicht weitergehen."
Erwartend schaute sie ihn an.
Harry holte tief Luft, drehte sich noch mehr zu Ginny und fing einfach an zu sprechen. Er musste sich endlich den Kummer, der sich während Ginnys Verschwinden und durch Rons Anschuldigungen und Vorwürfe aufgestaut hatte, von der Seele reden. Er machte Ginny ein Zeichen, dass sie ihm erst mal nur zuhören sollte.
„Als du schwanger wurdest, war ich überglücklich. Ich habe das Kind als etwas geliebt, was mir Halt und Kraft gibt. Eine Zukunft. Ich weiß nicht, wie mein künftiger Kampf mit Voldemort ausgeht, aber das Kind war in meinen Augen etwas, was mein Erbe fort getragen hätte. Ich habe dich darüber hinaus nur als Mutter geliebt, da hattest du schon Recht. Aber dennoch warst du auch meine andere Hälfte, ich wollte dir ebenso Kraft geben, wie du sie mir immer gegeben hast.
Glaub mir, als du verschwunden warst, habe ich nicht schlafen könne, vor Sorge um dich, nicht um das Kind. Du bist es doch, die mir wichtig ist, und selbst wenn du jetzt keine Kinder mehr bekommen kannst, möchte ich doch weiterhin eine glückliche Beziehung mit dir führen."
Seine Augen füllten sich mit Tränen. Ginnys ebenfalls und sie fielen sich in die Arme, um einen kurzen Kuss auszutauschen, der sie aber wieder näher brachte, als tausend Worte es gekonnt hätten.
Schließlich musste Ginny ihm auch etwas anvertrauen.
„Als ich gefangen war, hat Draco mich vergewaltigt. Nein, sag nichts! Später habe ich ein weiteres Mal mit ihm geschlafen. Aber bitte glaub mir, es geschah nur, weil ich nicht weiterwusste-"
Harry hielt ihr den Mund zu. „Das müssen wir nicht mehr klären. Ron hat mir davon erzählt, und wenn du mir verzeihen kannst, was jawohl viel schwerer ist, dann ist das doch lächerlich einfach. Keiner wirft dir vor, mich betrogen zu haben. Du wurdest vergewaltigt, und das ist so schlimm, dass es lange Schatten über alle anderen Dinge in diesem Haus wirft."
Dankbar schmiegte sich Ginny an ihn.
„Wird alles gut, Harry?", fragte sie leise.
Er legte die Arme schützend um sie. „Bei dir ist alles gut. Und es kann nur besser werden, wenn wir zusammen sind."
Er hob ihr Kinn, um ihr in die Augen sehen zu können.
„Letztendlich werde ich immer an deiner Seite stehen, denn in dem Moment meiner Schwäche in der Eingangshalle warst du da! Du hast zu mir gehalten, meine Sicherheit hat dir mehr bedeutet als dein Leben, und ich möchte dich darum dein Leben lang glücklich machen und dir beweisen dass ich dich liebe, weil du du bist, und nicht wegen deines Kindes geliebt habe."
Sie weinten beide noch ein wenig mehr.
„Ich liebe dich doch auch.", hauchte Ginny nur und sie küssten sich leidenschaftlich.
Mit nichts anderem hätte ihr Herz so schnell wieder heilen können.
---
Später am Abend, als die Sonne blutrot am Horizont unterging, stand Ginny zwischen Harry, Hermine und Ron im Garten und ließ sich das letzte warme Licht auf das Gesicht scheinen. Es würde bald Herbst sein, und kälter werden.
Ich würde gerne in weiß heiraten. Mit roten Rosen verstreut. Und Hermine als meine Brautjungfer.
Ginny war seit Monaten nicht mehr mit einer solchen Glücksseligkeit erfüllt gewesen. Harry hatte den Arm um sie gelegt, und Hermine ergriff ihre Hand. Ron hatte seinen Arm um Hermines Schulter gelegt.
Sie würden die Zeit überstehen, die kommen würde. Die Ereignisse der letzten Wochen waren zwar nicht unbedingt gut ausgegangen, aber Ginny würde sie ihn ihrem Herzen behalten und nur das Positive in der Entwicklung sehen. Über ihre Verletzungen würde die Zeit wachsen, und Harry würde an ihrer Seite stehen, um das Kommende zu versüßen.
Es war alles nicht einfach, aber wann war das Leben schon einfach? Es musste Auf und Abs geben, denn sonst würde das Leben nicht das Leben sein.
ENDE
