Hallo.

Kleine Info am Rande, diese Story besteht aus 4 Teilen und bis auf Teil 4 sind alle fertig geschrieben (auf PC), sprich wenn ich ein paar Komis bekomme, dann bekommt ihr um so rascher neuen Lesestoff.

In diesem Sinne: Schönen Abend/ Tag noch!

Bis bald,

LG eure

eLa

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~ Schatten und Licht ~

2. Ein Morgen voller Überraschungen

„Alexa! Da bist du ja endlich!", Harry springt auf und zieht mich in seine Arme, gleich darauf sitze ich auch schon neben ihm auf dem Boden und werde lautstark begrüßt. Hermine und Ginny wollen natürlich gleich wissen was ich denn noch unten gemacht habe und Ron ist bereits gleich nach der Begrüßung wieder im Gespräch mit meinem Bruder vertieft. Typisch Jungs! Und da heißt es wir sind nur am Quatschen. Belustigt stehle ich mir meines Bruders Aufmerksamkeit zurück in dem ich ihn anstoße und gleich darauf meinen Kopf in seinen Schoß fallen lasse, während ich mich hinlege. „Ich bin eben fast rückwärts die Treppe herunter gefallen, weißt du? Weil ich... wurde umgerannt."

Harry starrt mich fassungslos an.

„Georg.", knurrt Ron.

„Die Zwillinge?!", entfährt es Ginny, sie ballt eine Faust. „Wenn Mum das..."

„Nein.", unterbreche ich meine Freundin und schüttel den Kopf. Ruhig begegne ich dem besorgten Blick meines Bruders und lege ihm dabei eine Hand an die Wange. „Es war Charlie."

„Charlie?!", Ginny springt auf. Ihre Augen funkeln, wie ich es selten bei ihr gesehen habe, ihr ganzes Gesicht strahlt. Scheinbar mag sie ihren zweitältesten Bruder. Sie schaut uns beide an und stürmt in den Flur: „Charlie! Charlie?!"

Ich bemerke wie Ron die Auge verdreht und mustere ihn amüsiert. Ist er eifersüchtig? Oder mag er Charlie nicht? Im geheimen treffe ich die Entscheidung, dass ich es herausfinden werde. Immerhin weiß ich bereits, dass die beiden ältesten Weasley Vertrauensschüler und einer sogar Schulsprecher gewesen ist und ich meine mich zu erinnern, dass einer auch recht gut im Quidditch gewesen ist. Eifersucht, oder vielleicht auch einfach nur genervt sein, weil er mit ihnen verglichen wird, ohne die Erwartung zu erfüllen. Beides ist wohl möglich, denke ich und bin gespannt was es ist.

„Ginny!"

Ich setze mich auf, beuge mich vor und schaue in den Flur, gleich vor Rons Zimmer taucht der breitschultrige Weasley- Sohn auf und umarmt seine kleine Schwester herzlich, ehe er mit ihr zusammen zu uns in den Raum kommt. „Hallo, du musst Harry sein. Du bist sicherlich Hermine.", lächelnd streckte Charlie Weasley den beiden die Hand entgegen.

Es gibt ESSEN! Kommt RUNTER! ALLE!"

Charlie Weasley grinst und nickt in die Runde, während Ron die Augen verdreht. Ich kichere hinter vorgehaltener Hand. Mir ist sehr bewusst, wie sehr die vier jüngsten Weasleys die Art ihrer liebenden Mutter oft nur unangenehm ist. Für mich und Harry aber ist genau diese Art es, die uns das Haus der Weasleys immer so warm und freundlich, so heimisch erscheinen lässt. Ich sehe meinem Bruder an, dass auch er am liebsten direkt herunter laufen will, kurz treffen sich unsere Blicke, wir nicken uns zu. Dann aber warten wir, bis unsere Freunde auch soweit sind. Wie so oft macht am Ende mal wieder Hermine den Anfang und geht hinunter. Ich greife nach Ginny und ziehe sie mit mir. Zu genau weiß ich, wie Mrs. Weasley reagieren würde, kämen alle artig herunter, und nur ihre eigenen Kinder bräuchten mal wieder eine Extraeinladung.

Ich bemerke wie auch Harry Ron am Arm packt und mit sich zieht. Charlie seinerseits ist sicher bereits unten angekommen.

Gemeinsam fallen wir in die Küche ein. Mrs. Weasley blickt uns überrascht an. Ich grinse wissend und sie schüttelt lächelnd den Kopf. Ich nicke kaum merklich und helfe wie die beiden anderen Mädchen die Speisen aufzutragen.

Wie immer wird es ein munteres und gemütliches Essen mit vielen Gesprächen und nicht ohne Diskussionen. Aber genau das ist es, was ich so vermisst habe und so sehr liebe. Eine ganze Horde an einem Tisch.

Mitten während des Mahls kommt auch Mr. Weasley nach Hause, er lacht uns an und begrüßt uns alle miteinander munter, ehe er sich zu uns gesellt und augenblicklich zulangt. Dabei bemerke ich, dass ich scheinbar einen sehr aufmerksamen Beobachter habe. Ich sehe rasch wieder auf meinen Teller. Aber ganz willkürlich werfe ich bald erneut einen Blick nach gegenüber, und wieder treffen meine Augen auf Braune. Ich merke wie ich unsicher werde, bin mir fast sicher das meine Wangen rot werden müssen und dann kribbelt plötzlich auch noch mein Bauch.

Rasch starre ich auf den Hängeschrank gegenüber, nur nicht zu ihm. Wieso ich mich plötzlich so seltsam fühle und mir heiß wird, wenn ich ihn ansehe verstehe ich nicht. So bin ich im Gegensatz zu Ginny und Hermine keineswegs betrübt, als Charlie noch am gleichen Abend verkündet uns erst auf der Weltmeisterschaft im Quidditch wiederzusehen, da er keine ganzen Zwei Wochen frei bekommen habe.

Zu meinem Glück entdeckt jedoch niemand meine Erleichterung, da alle viel zu aufgeregt sind, als sie begreifen, das wir wohl scheinbar alle ebenfalls zu dieser Weltmeisterschaft gehen werden. Ganz automatisch werde ich in den Eifer und von der Freude der anderen mitgerissen und ehe ich mich versehe dreht sich alles nur um Quidditch und der Frage, wer wohl in diesem Jahr in die Gryffindor- Hausmannschaft auf rutschen wird, jetzt wo ein Platz oder vielleicht auch mehr frei werden würden. Zu meiner Überraschung sind sich die Jungs und Ginny da relativ rasch einig: Ich.

WAS?!", ich schüttle den Kopf, „nein, Quatsch, ich..."

„Ja aber sicher, du bist Harrys Zwilling!"

„Du fliegst mindestens so gut wie er und..."

„... dann haben wir zwei Zwillinge im Team!"

„Gefällt mir."

„STOPP!", rufe ich den Zwillingen, Ron und Ginny dazwischen. Abwehrend hebe ich meine Hände und schüttel erneut den Kopf. „Nein! Ich meine... ich... Harry und ich sind doch gar keine Zwillinge. Das... wisst ihr doch seit dem Sommer ebenso wie wir und..."

„Stimmt, Lexi, Süße. Wir wissen das, aber...", beginnt Georg, der nun auf der Sofalehne neben mir sitzt, sich vorbeugt und einen Arm um mich legt. „... die anderen aber ja nicht. Und... ich sage es ist Fakt, du kommst dazu. Basta."

„Ihr spinnt ja total!", ich zeige ihnen einen Vogel und schon befinde ich mich auf verlorenem Posten, da mich nun auch die Mädchen zu überzeuge versuchen, das es mit mir doch ohnehin kaum jemand wird aufnehmen können. Fassungslos sehe ich in die Runde und gebe meinen Protest nach wenigen Minuten resigniert auf. „Verschwörung!", beschwere ich mich dennoch, stehe auf und verabschiede mich gähnend, ehe ich in der Küche noch Mr. und Mrs. Weasley, wie auch Percy und Charlie eine Gute Nacht wünsche. Erst jetzt fällt mir auf, dass ich den drittältesten Weasley heute noch gar nicht gesehen habe, bis jetzt eben.

Am nächsten Morgen erhalte ich die Antwort auf meine abendliche Verwunderung darüber, das ich Percy Weasley erst am späten Abend im Fuchsbau angetroffen habe. Der drittälteste Weasley macht laufend Überstunden, nimmt sich weiterhin überaus wichtig und ist dabei auszuziehen. Daher ist er selten im zur Zeit ohnehin wieder einmal überfüllten Fuchsbau, außerdem scheint er zur Zeit nach wie vor eine Freundin zu haben. Mir fällt dabei allerdings nur eine Sache ein: Wie zum Teufel hält die es mit dem aus?! Ich jedenfalls bin mir sicher, ich würde das nicht. Sicher nicht.

x

„Alexandria?"

Verwirrt drehe ich mich vor der Treppe stehend herum. Wer nennt mich hier denn bitte Alexandria? Zu meiner totalen Überraschung sehe ich mich niemand anderem als Charlie Weasley gegenüber. Aber, was macht er hier und vor allem wieso? Ich verspüre Aufregung, ohne zu begreifen wieso und starre ihn an. „Ähm... ja?"

„Hast du Lust... naja, mit Ginny und mir ins Dorf runter zu gehen? Ich muss zum Postamt und für Mum einkaufen."

„Ähm... weiß nicht?", frage ich nun völlig perplex und meine Gedanken rasen, warum ist er hier, wieso und vor allem muss der nicht arbeiten? Hat er doch vor ein paar Tagen noch erzählt gehabt.

Charlie lächelt und öffnet den Mund, Schritte auf der Treppe lenken ihn jedoch ebenso ab, wie mich. Von oben kommt Ginny, sie grinst und rennt direkt in Charlies Arme. „Fertig.", verkündet die kleine rothaarige fröhlich, sieht von mir zu Charlie und grinst breit. „Kommt sie mit?"

„Ich weiß nicht.", Charlie zuckt die Schultern, „ich hab' noch keine Antwort."

„Bitte komm mit. Das Dorf wird dir gefallen, ganz sicher und außerdem können wir beide noch Schokolade und Erdbeeren für deinen Kuchen besorgen. Mum sagt, wir dürfen deinen Erdbeer- Schoko- Kuchen backen." Sie klatscht in die Hände und strahlt mich an. Ich nicke grinsend und zeige hinauf. „Ich hole nur rasch meinen Geldbeutel!"

„Nimm besser ein Muggelgeldbeutel.", rät ihr Bruder und mitten auf der ersten Treppe halte ich inne drehe mich zu ihm herum. „Ähm, ich... ich habe nur den Samtbeutel."

„Dann nimm den und ich verwandle ihn dir."

„Geht denn das? Meiner füllt sich selbständig."

„Das geht, keine Sorge, Bill hat mir mal gezeigt wie das funktioniert, da war ich selbst noch in der Schule."

Ich nicke eile hinauf und reiche ihm wieder unten meinen Geldbeutel. Zu meinem Bedauern führt er den Zauber wortlos aus und ich komme nicht umhin mein Gesicht zu verziehen. Charlie lacht belustigt auf und schüttelt den Kopf. Verwundert sehe ich auf. Er grinst und reicht mir den zur Geldbörse verwandelten Samtbeutel. „Wenn du außerhalb der Schule zaubern kannst, darfst du mich nach dem Zauber fragen, abgemacht?"

Jetzt begreife ich, er hat meine Miene gedeutet, wie sie gemeint war und so nicke ich. Dabei bin ich aber fast sicher, dass ich es bis dahin vergessen haben werde, oder ich ihn einfach nicht groß sehen werde.

Unser Ausflug verläuft absolut unspektakulär. Charlie telefoniert erst im Postamt, gibt dann einen Brief ab und geht anschließend mit uns in den kleinen Laden. Wir sind sehr rasch fertig, da wir weder lange die Zutaten suchen müssen, noch an der Kasse warten.

Während des Rückweges zum Fuchsbau verlässt Charlie für mich völlig unerwartet die Straße und biegt ab. Wir laufen quer über eine Wiese und in den Wald. Verwundert sehe ich von Ginny zu Charlie. Sie kichert belustigt und läuft rückwärts vor mir her, um mich dabei anzusehen: „Ich liebe es durch den Wald zu laufen und vor allem am Waldsee entlang. Charlie war früher oft mit mir dort, Froschlaich suchen, Kaulquappen, oder Libellen."

„Also... gehen wir jetzt zu diesem See?"

Ginny nickt eifrig. Charlie wirft uns beiden einen amüsierten Blick zu und ich trete näher zu ihr „Ginny? Warum macht er das? Ich meine... er... sagte doch er hat kein frei mehr."

„Keine Ahnung, warum er an seinem freien Nachmittag zu uns kommt, aber ich freue mich riesig. Charlie und Bill sind nur noch so selten da. Jetzt wo ich zur Schule gehe, sehe ich die beiden noch viel seltener.", sie seufzt bedrückt. „Manchmal hasse ich es, dass wir so wenig Geld haben, oder das... die beiden so weit weg arbeiten." Sie zuckt die Achseln und atmet tief durch. „Riechst du das hier? Der Duft von Waldboden, Moos, dem Holunder. Herrlich." Ginny bleibt stehen, schließt die Auge und dreht sich genießerisch im Kreis. Ich kichere.

Plötzlich packt sie mich und zieht mich mit sich hinunter ins Moos. „Das vermisse ich in Hogwarts am meisten. Einfach mal in den Wald gehen zu können."

„Kann ich verstehen, hier ist es schön und... still."

Ginny nickt, die Augen wieder geschlossen, bis sie sich auf den Bauch dreht und beginnt den Waldboden zu beobachten. „Hast du dir mal die Mühe gemacht und nachgesehen, wie viel Leben auf einem kleinen Flecken Gras, oder Waldboden lebt?"

Ich nicke und beobachte nun ebenfalls den Waldboden mit dem Moos und den dutzenden Tierchen. Tatsächlich habe ich so etwas schon recht oft gemacht. Wenn man keine Spielsachen hat und Haus und Hof nicht verlassen soll, gehen einem eben recht bald die Möglichkeiten sich zu beschäftigen aus. Trotzdem finde ich es immer wieder interessant. Hier noch mehr wie im Garten von Onkel und Tante, denn hier wimmeln ganz andere Tiere.

Irgendwann ruft uns Charlie und wir zucken beide zusammen. Wir wechseln einen Blick und stehen auf, fröhlich laufen wir auf ihren Bruder zu. Charlie hat unsere beiden Einkaufstaschen in den Händen und wartet auf uns. Wir laufen ihm eilig nach. Schon bald sind wir in einem Gespräch über Charlies Arbeit als Drachenbändiger vertieft. Wir merken kaum wie die Zeit vergeht und viel zu schnell sind wir zurück am Fuchsbau. Charlie verwandelt meinen Stoffbeutel zurück und verabschiedet sich dann, ehe er den Weg aus dem Garten eilig zurück läuft und vor dem Grundstück verschwindet. Ich schaue zu Ginny. „Er kommt nur her, um mit dir in den Wald zu gehen und geht dann auch noch mit uns einkaufen?"

Ginny zuckt die Achseln. „Er ist schon öfter nur für wenige Stunden gekommen. Das er aber in zwei oder drei Tagen schon wieder kommen will, das ist seltsam. Wobei... vielleicht ja nicht."

„Was meinst du?"

„Na... er wollte unbedingt, das ich frage, ob du mitkommst. Und neulich da hat er dich auch immer wieder beobachtet."

„Du spinnst ja.", ich zeige ihr den Vogel und schüttel den Kopf. Sie aber nickt und lässt mich im Eingang stehen.

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„Guten Morgen!"

„Aufstehen, Geburtstagskind!"

Gähnend drehe ich mich zur Seite und blinzle. Ein brünetter Lockenkopf und ein roter Haarschopf umrahmen mich. Ich stöhne, setzte mich auf, wodurch die beiden anderen gezwungen sind sich ebenfalls zu setzen und die Köpfe über mir wegzuziehen. Dann erwacht mein Hirn und ich grinse, als mir bewusst wird, was hier abgeht. Sofort werde ich von meinen beiden Freundinnen umarmt und eine gut gelaunte Rauferei beginnt. Die damit endet, dass wir alle drei lachend und halb aufeinander, auf meiner Matratze liegen.

Unser lautes Lachen lässt scheinbar die Jungs Aufmerksam werden, denn schon öffnet sich die Tür und Harry landet gleich hinter Ginny. Er lacht mich an, zieht mich in seine Arme und gratuliert mir herzlich. Ich sehe in die Runde und schüttle den Kopf. „Euch ist aber schon klar, dass auch wenn ihr darauf bestanden habt, von jetzt an meinen richtigen Geburtstag zu feiern, das ihr... am zweiten September auch so tun müsst als ob?"

„Nö, das ignorieren wir dann einfach und das fällt ja auch gaar nicht auf.", feixt Ron. Ich will ihm spielerisch eine scheuern, doch Hermine und Ginny sind schneller und während er die zwei verärgert ansieht feixe nun ich. „Tja... selber Schuld.", grinse ich, pelle mich aus meiner Decke und dem Knäuel das aus meinem Bruder und unseren Freunden besteht, dann laufe ich aus dem Zimmer.

„Ich bin die erste!", rufe ich und schon stehe ich im Bad, schließe hinter mir die Tür.

Amüsiert schließe ich die Augen und lehne mich gegen die Tür. Ich liebe diese vier Menschen, aber nach dem Aufstehen, da habe ich auch mal ganz gerne einfach nur meine Ruhe. Ich weiß allerdings auch, das sie mir meine Flucht nicht verübeln werden, immerhin kennen sie mich ja. Ich will gerade meine Augen öffnen, als ich ein hüsteln rechts von mir vernehme. Ich zucke erschrocken zusammen und drehe mich herum, reiße die Augen auf und sofort ist mir unendlich heiß, meine Wangen glühen.

Zwischen Duschvorhang und Wand schaut Charlie belustigt in meine Richtung. „Guten Morgen, Sonnenschein.", grinst er völlig ruhig und ich starre ihn entgeistert an. Wie kann der nur so ruhig sein, was wenn er eben als ich kam schon hier gestanden hätte und... oh mein Gott! Dann hätte ich... ich muss, ich muss hier sofort...

„He, ganz ruhig, ist... doch nichts passiert. Reichst du mir mal das Handtuch hinter dir?"

Ich zucke unwillkürlich erneut zusammen als er mich anspricht. Ich mache kehrt, greife nach dem Handtuch und reiche es ihm, wobei ich ihm rasch wieder den Rücken zudrehe. „Ich... ich... es... tut mir Leid, ich..."

Plötzlich landet eine Hand auf meiner Schulter. Deutlich kann ich das Muskelspiel seiner Finger auf meiner halbnackten Schulter spüren. Jetzt muss ich sicherlich glühen wie eine Tomate. Ich konzentriere mich verzweifelt auf meinen Atem. „Muss es nicht, ich hätte ja abschließen können. Mein Fehler." Ehe ich mich versehe steht er vor mir, das Handtuch steckt fest um seine Hüften und sein muskulöser Oberkörper springt mir förmlich ins Gesicht. Ich beiße mir auf die Unterlippe und versuche alles ihn nicht anzusehen. Dumm nur, das er genau das zu wollen scheint, seine Hand, eben noch auf meiner Schulter drückt mein Kinn hoch. Braune Augen treffen auf Grüne und funkeln mich an. „He, dass hier muss doch keiner wissen, mmh? Ich kenne meine Geschwister, also... schweigen wir einfach und ich appariere jetzt in mein Zimmer, mmh?"

Ich nicke ganz automatisch und hoffe verzweifelt, dass er nicht bemerkt wie sehr er mich aus der Fassung bringt. Normalerweise bin ich ja so gar nicht auf dem Mund gefallen. Normalerweise, ja und jetzt?!, ich zische meinen Verstand stumm an: Klappe!

„Oh... Herzlichen Glückwünsch zum Geburtstag Alexandria."

Wieder zucke ich zusammen, er aber grinst nur, nickt und ist fort.

Ich stoße die Luft aus, lehne mich erneut gegen die Tür und warte bis sich mein wie irre pochendes Herz beruhigt hat, dann dusche ich mich in aller Eile und putze mir die Zähne, ehe ich den Raum für Ginny und Hermine freigebe. Doch auch, als wir fast eine Stunde später alle gemeinsam runtergehen zum Frühstück habe ich den morgendlichen Schrecken im Bad noch nicht vergessen. Ich habe Mühe mich auf die Gespräche bei Tisch zu konzentrieren, seit Charlie aufgetaucht ist und bin ebenso konzentriert damit beschäftigt ihn nach Kräften zu ignorieren. Was sich spätestens nach dem Frühstück im Wohnzimmer als unmöglich erweist. Denn nach den Zwillingen steht nun als letztes Charlie vor mir, drückt mir ein kleines Päckchen in die Hand und umarmt mich anschließend wie alle anderen zuvor auch. Seine Worte aber jagen mir einen Schauer über den Rücken und ich kämpfe wirklich darum ruhig zu bleiben. Du bist süß, wenn du rot wirst.

Ich starre ihm nach, als er sich in der nächsten Sekunde bereits wieder verabschiedet und erklärt er komme pünktlich zum Abmarsch wieder. Du bist süß, wenn du rot wirst

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Seine Mutter geht davon aus das ihm, jetzt wo er immer wieder auftaucht die Familie fehlt. Die Zwillinge und Ron, dass er Ginny einen Gefallen tun will.

Charlie aber hat ganz andere Beweggründe und genau jetzt, da er die Dusche verlassen will steht einer dieser Gründe keine zwei Meter vor ihm. Sie lehnt an der Tür und seufzt. Er hasst es, sie erschrecken zu müssen, überlegt sogar einfach zu disapparieren. Doch sie würde es hören und vermutlich würde sie dann raus zu den anderen laufen. Also räuspert er sich und schiebt nur den Kopf aus der Dusche raus. Wie er erwartet hat zuckt Alexandria erschrocken zusammen und wird rot, kaum das sie ihn entdeckt. Fahrig beginnt sie damit eine Entschuldigung vor sich her zu stammeln.

„He, ganz ruhig, ist... doch nichts passiert. Reichst du mir mal das Handtuch hinter dir?"

Sie nickt, reicht ihm das gewünschte und kehrt ihm gleich wieder den Rücken zu. Doch deutlich sieht er, die Anspannung ihrer Schultern. Nachdenklich mustert er sie, bindet sich das Handtuch um und verlässt die Dusche.

„Ich... ich... es... tut mir Leid, ich..."

Vorsichtig legt er ihr eine Hand auf die Schulter was sie erneut zusammen zucke lässt, steif steht sie vor ihm. „Muss es nicht, ich hätte ja abschließen können. Mein Fehler." Er bemerkt wie sich ihre Wangen noch dunkler verfärben und sie tut ihm unendlich Leid. Er geht mit zwei Schritte um sie herum und registriert wie ihr Blick über ihn gleitet, ehe sie sich auf die Lippe beißt und seinen Augen ausweicht. Er weiß, er sollte jetzt gehen, doch etwas hält ihn zurück. Da ist eben etwas in ihrem Blick gewesen, das ihn drängt sie anzusehen. Er lässt ihre Schulter los, legt die Hand unter ihr Kinn und hebt ihren Blick an. Seine dunklen Augen treffe auf ihre. Helle grüne Smaragde, die ihn beschämt ansehen. „He, dass hier muss doch keiner wissen, mmh? Ich kenne meine Geschwister, also... schweigen wir einfach und ich appariere jetzt in mein Zimmer, mmh?"

Sie nickt, es wirkt hektisch und nervös und er lässt sie los, entfernt sich ein wenig. „Oh... Herzlichen Glückwünsch zum Geburtstag Alexandria.", sagt er, lächelt, nickt und appariert.

In seinem Zimmer denkt er über die Situation eben nach. Ihr Blick, der seinen Körper streift, so nervös und doch etwas zu lange auf bestimmten Stellen verweilte. Die Röte ihrer Wangen. Dann der gemeinsame Zusammenstoß, an ihrem ersten Tag im Fuchsbau, die zwei Essen seither im Kreise seiner Familie. Er ist sich sicher, das ihr Blick mindestens so oft zu ihm wanderte, wie der seine zu ihr. Ein scheuer Blick ist es stets gewesen und ertappt, wenn sich ihre Blicke getroffen haben. Fragend sieht er sein Spiegelbild an. Kann es sein? Ist es... möglich...

Er schüttelt den Kopf, zieht sich an, schickt seinen Steinkauz mit einer Nachricht fort und geht hinunter zum Frühstück. Alexandria sieht kurz auf, sie zuckt zusammen, auch wenn es kaum sichtbar gewesen ist und scheint auf mal recht unkonzentriert dem Gespräch der anderen zu folgen. Er riskiert ein paar Blicke in ihre Richtung und ist sich nach wenige Minuten sicher. Da ist etwas... er bringt sie aus der Ruhe, alleine seine Anwesenheit macht sie offenbar nervös.

Wenig später im Wohnzimmer nutzt er den Moment und umarmt sie, während er ihr gratuliert. Ehe er sich von ihr löst flüstert er ihr jedoch ins Ohr: „Du bist süß, wenn du rot wirst." Sie zuckt, stiert ihn an und er löst sich grinsend ehe er sich verabschiedet. Jetzt ist er sich ganz sicher. Er ist der Grund, dass sie nervös ist. Eine Tatsache die ihm gefällt.