Kapitel 2 ´Yoren`
Durch die Bewegung einer Frau in seinem Bett wurde Yoren am nächsten Morgen kurz nach Sonnenaufgang geweckt. „Ich muss zurück in die Küche", sagte sie als sie sich aufsetzte, „Ich muss helfen das Frühstück vorzubereiten."
„Aye", antwortete Yoren, „Aber zuerst schläfst du erneut mit mir." Er griff zu ihr hinüber und massierte ihre großen Brüste. Sie schrie überrascht auf und schlug seine Hand weg.
„Sexgeiler Teufel", sagte sie mit einem Grinsen. Sie hatte blonde Haare, etwas mollig und noch jung. So wie Yoren sie mochte. Er fickte immer ein Mädchen in der letzten Nacht, die er in der Hauptstadt verbachte. In diesem Moment waren ihm seine Eide scheiß egal. Manchmal zahlte er für den Sex und ab und zu hatte er Glück und eine schüchterne Dienerin würde ihn ran lassen. Manche wussten wer er war und hatten Mitleid mit ihm, andere wollten wissen ob eine Schwarze Krähe doch einen Schwanz zwischen den Beinen hatte oder ob sie bei ihrer Ankunft an der Wall kastriert würden. Diese jedoch war keine Schüchterne. Er hatte sie in der Küche nach seinem Abendessen getroffen und gefragt wo das nächste Bordell wäre. Er wusste wo es war, aber er fragte immer eine hübsche Dienerin, weil sie sich manchmal etwas als Prostituierte nebenher verdienten. Dieses Mädchen war keine Hure und fragte auch nicht nach Gold. Sie sagte, dass ein wagemutiger Mann der Nachtwache nicht für den Sex bezahlen sollte. Sie hatte einen Krug Bier aus der Küche gestohlen und dann hatten sie sich in seine Schlafkammer zurückgezogen. Sie konnte nicht älter als 20 sein und Yoren fühlte sich nicht mehr wie 48 als er sie die ganze Nacht durchfickte.
Sie schaute ihn an und bemerkte, dass sein Schwanz wie eine Eins stand. Sie griff unter die Decke und begann ihn zu massieren bis Yoren anfing zu stöhnen. „Sind alle Männer der Nachtwache so potent, dass sie es viermal in der Nacht können und ein fünftes Mal am Morgen?"
„Aye", entgegnete er, „vor allem wenn wir nur einmal im Jahr mit einer Frau Sex haben. Komm her mein Kind."
Er zog sie zu sich nach unten und küsste sie. Kurz danach saß sie auf ihm und ritt ihn wild, bis er anfing zu zittern und den letzten Rest seines Samens, den er noch übrig hatte, in sie spritzte. Als sie danach etwas außer Atmen nebeneinander im Bett Lagen, riet er ihr, etwas Mondtee zu trinken, damit sie nicht schwanger werden würde. Erneut lehnte sie seinen Versuch ab ihr etwas Gold zu geben und gab ihr somit einen Silberhirschen. Er meinte aber, dass sie deutlich mehr Wert wäre als Silber.
Als sie sich anzog fragte sie ihn, wann er wieder zu Wall aufbrechen würde. „Heute!", antwortete er.
„Stimmt es das Lord Stark euch begleitet?"
Er schaute sie mit ernsten Augen an, „Wo habt ihr das gehört?"
„Es ging in der Küche um wie ein Lauffeuer. Irgendjemand hatte gehört wie Großmaester Pycelle mit dem Hohen Septon darüber gesprochen hatte. Er würde das Schwarz anlegen, nachdem er ein Geständnis auf den Stufen vor der Septe abgegeben hätte."
„Nun, dann ja, es stimmt", sagte Yoren, „Er kommt mit mir!"
„Ist er wirklich ein Verräter?", fragte sie ihn flüsternd.
„Keine Ahnung. Es ist nicht mein Problem und es sollte auch nicht zu deinem werden."
„Es ist eine Schande!" , antwortete sie, „Ich mochte ihn. Er ist ein freundlicher Lord, nicht wie die meisten anderen. Jon Arryn war es auch. Sehr Schade. Haben sie seine Tochter mittlerweile gefunden?"
„Was? Von wessen Tochter sprichst du?"
„Von Lord Starks jüngster Tochter, Arya. Ich habe gehört das sie verschwunden ist und sie sie nicht finden können."
„Wie war das?", fragte Yoren scharf als er sich aufsetzte.
„Die Spinne bietet einen Finderlohn, wenn jemand etwas über Arya Stark weiß. Sie ist an dem Tag verschwunden als die Lannister den ganzen Haushalt der Starks töteten."
Yoren seufzte, „Ein schrecklicher Tag. Am besten ist es du behältst alle Geheimnisse für dich. Es ist sicherer. Und nun ab mit dir, aber vergiss den Mondtee nicht."
Als sie gegangen war, wusch Yoren sich kurz mit kalten Wasser aus dem Behälter neben seinem Bett. Er füllte sich den Rest des Bieres, der mittlerweile warm war und einen Bodensatz hatte, in den Krug. Nachdem er sich auf der Toilette erleichtert hatte zog er sich an. Gekleidet komplett in Schwarz mit seinen Waffen an seinem Gürtel und seinem Beutel auf dem Rücken verließ er den Turm der Hand. Er ging über den Hof zum Essraum der Küche, wo die Gäste der Hand etwas essen konnten. Doch plötzlich hörte er eine Stimme hinter sich.
„Entschuldigt bitte, Sir, könnte ich kurz mit euch sprechen?"
Yoren drehte sich um und sah ein Mädchen, groß, mit langem kastanienbraunen Haaren und ein blaues Kleid tragend. Sie war auffallend hübsch und hatte ein hübsches Gesicht. Ihr Gesicht jedoch wirkte traurig und neben ihr liefen zwei Wächter die zu den Lannistern gehörten.
„Aber natürlich, Milady, wie kann ich euch behilflich sein?"
„Mein Name ist Sansa Stark!"
„Die älteste Tochter der Hand?"
„Ja", antwortete Sansa, „Seid ihr von der Nachtwache?"
„Ja das bin ich!"
Sie sah so aus als wollte sie etwas sagen, traute sich jedoch nicht so recht und warf den beiden Wachen neben ihr immer wieder ängstliche Blicke zu. Yoren schaute sie ebenfalls an, „Ihr könnt sie auch von dort drüben beobachten."
„Unsere Anweisen lautet, ihr nicht von der Seite zu weichen und aus den Augen zu lassen!", sagte der eine mit barschem Ton.
„Aye, und solange ihr nicht blind seit könnt ihr das auch von dort drüben!" Nach ein paar Sekunden gaben die Wachen auf und stellten sich neben die Küchentür und beobachteten sie von dort.
„Danke!", sagte Sansa mit leiser Stimme, „Ich wollte euch nur fragen ob ihr meinen Vater gesehen habt?"
„Noch nicht", antwortete Yoren ihr, „Aber er wird mich heute Mittag begleiten nachdem er seine Verbrechen gestanden hat."
„Der König hat erzählt, dass er dies auf den Stufen vor der Septe von Baelor tun würde."
„Das stimmt. Danach wird ihm erlaubt sich der Nachtwache anzuschließen. Wir werden so schnell wie möglich durch das Mud Gate aufbrechen, nachdem er zu uns gestoßen ist."
„Durch das Mud Gate? Das ist doch in der Nähe der Anlegeplätze. Nehmt ihr ein Schiff in den Norden?"
„Nein wir werden über die Kingsroad reisen. Das Mud Gate ist näher am Schloss und auch zum Gefängnis. Ich werde sie dort alle sammeln, damit ich die ganzen Verbrächer nicht durch die ganze Stadt zum God's Gate führen muss."
„Das Bein meines Vaters ist gebrochen", sagte Sansa und wirkte sehr besorgt, „Es ist immer noch nicht vollkommen verheilt. Er kann noch nicht auf einem Pferd sitzen."
„Macht euch keine Sorgen Milady. Er kann auf einem Wagen sitzen bis es seinem Bein besser geht. Ich werde mich gut um ihn kümmern."
„Ich danke euch. Wie ist euer Name, mein Herr?"
„Yoren, Milady."
„Ich werde wahrscheinlich nicht die Chance haben meinen Vater zu verabschieden. Wenn… wenn ihr ihm eine Nachricht von mir überbringen könntet? Sagt ihm, sagt ihm… das es mir Leid tut."
„Wie bitte? Ich kann es ihm ausrichten, aber er wird mich fragen warum ihr euch bei ihm entschuldigt."
Eine Träne rollte Sansa die Wange herab, „Ich war es!", sagte sie und begann zu weinen. „Ich… Ich habe es verraten, dass wir die Stadt verlassen wollten. Ich habe es der Königin gesagt. Ich wollte unbedingt hier bleiben, wollte Joffreys Frau werden um irgendwann Königin zu sein. Es ist alles meine Schuld!"
Yoren wusste nicht was er darauf erwidern sollte. Das Mädchen war kurz davor zusammen zu brechen und gestand einem Fremden ihre Fehler. Er lehnte sich zu ihr und flüsterte, „Nun mein Kind, du brauchst nicht weinen. Dich trifft keine Schuld. Sie waren es. Sie haben deinen Vater angegriffen, ihn gefangen genommen und ihn in den Kerker gesperrt, nicht ihr."
Sie nickte. „Ihr seid sehr freundlich das zu mir zu sagen, aber ich weiß, dass es meine Schuld war. Und nun muss mein Vater für immer ins Exil. Ich bin ein Gefangener und meine Schwester… sie lassen sie mich nicht sehen. Vielleicht ist sie auch schon tot."
„Tot? Nein das glaube ich nicht", antwortete Yoren. Er flüsterte ihr leise zu, „Es sieht so aus als könnte sie niemand finden, das ist alles. Ich bin mir sicher sie lebt noch."
Genau in diesem Moment kamen ihre Wächter auf sie zu. „Es ist Zeit, Lady Sansa. Die Königin erbittet eure Anwesenheit beim Frühstück."
„Auf Wiedersehen!", sagte sie zu Yoren und versuchte ihre Emotionen hinter einer Maske aus Höflichkeit zu verstecken.
„Passt auf euch auf, Milady", sagte Yoren mit einer leichten Verbeugung während sie fortgeführt wurde.
Yoren spuckte auf den Boden, „Verdammte Lannister Bastarde!", grummelte er. Danach dreht er sich um und ging in die Essenshalle und setzte sich auf eine Bank. Er war alleine und er wusste warum. Alle anderen mit denen er die Tage zuvor hier gegessen hatte waren tot. Alle Männer aus Lord Starks Gefolge, mit Ausnahme seiner Töchter und derer die er gemeinsam mit Beric Dondarrion losgeschickt hatte um Gregor Clegane in den Riverlands zu bekämpfen.
Er bestellte sich ein Frühstück aus Speck, Schwarzbrot, gekochten Eiern und etwas Bier um es hinunter zu spülen. Er aß nicht zu gehobene Kost in King's Landing, da er bald wieder an der Wall sein würde und dort würde er es nur vermissen. Es ist besser etwas nicht zu kennen, als es einmal kennen zu lernen und es dann den Rest des Lebens zu vermissen.
Yoren grübelte ob er Ned Stark sagen sollte was seine Tochter ihm gesagt hatte. Es stand ihm nicht zu ihrem Vater so etwas zu erzählen. Sie hatte Angst, dass sie ihn nie wieder sehen würde und hatte das Bedürfnis etwas zu gestehen. Yoren war kein Septon und wollte auch mit den Geheimnissen von anderen nichts zu tun haben. Aber sie hatte es ihm gesagt und er wusste es nun. Er konnte es Stark entweder sagen oder es lassen. Aber das musste er nicht heute entscheiden und trank den Rest seines Bieres. Der Weg zur Wall war lang und vielleicht, in ferne Zukunft, würde seine Tochter ihn doch noch Mal sehen und könnte es ihm dann persönlich erklären.
Er fand seine Gefangenen am Mud Gate, flankiert von sechs Männern der Stadtwache die sie bewachten. Hot Pie und Lommy Greenhands grinsten und scherzten, andere wiederum streckten sich und blinzelten in die Sonne. Die drei Gefangenen aus den schwarzen Zellen waren in einem Eisenkäfig gesperrt der auf einem Wagen stand. Sie waren an Händen und Füßen mit Ketten gefesselt. Einer der Wärter, er kannte ihn nicht, gab ihm den Schlüssel für die Schlösser. Er reichte Yoren ein Pergament und eine in Tinte getunkte Feder.
„Bitte hier unterschreiben", sagte der Wächter. Yoren seufzte. „Sie gehören alle euch. Mögen euch die sieben beschützen!", sagte der Wächter und verschwand wieder.
Yoren zählte seine Gefangenen und schaute sich dann die Wagen, Pferde und Esel an, die die Krone ihm für die Wall mitgegeben hatte. Die Wagen waren beladen mit Ballen von Stroh, Fellen und Kleidung, Eisenbarren, Säcke voller Mehl, Hafer und mehr Essen, dazu ein paar Waffen. Als er die Esel inspizierte kam ein Junge mit schwarzen Haaren und blauen Augen auf ihn zu. Er hatte einen Helm unterm Arm der wie ein Stier geformt war, einen Beutel in der anderen Hand und einen Hammer an seinem Gürtel. Er sah stark und groß aus, mit breiten Schultern und muskulösen Armen, mehr wie ein Mann als ein Junge.
„Ich bin hier um mich der Nachtwache anzuschließen!", sagte der Junge.
Yoren schaute ihn an. „Ist das so? Und warum solltest du etwas so dummes tun?", fragte er ihn. Er stellte diese Frage allen die sich freiwillig meldeten. Er musste ihre Geschichte wissen und ob sie der Wall wirklich helfen konnten. Auch wollte er wissen vor was sie davon liefen.
„Weil mich hier niemand will", antwortete der Junge, „Mein Meister sagte mir heute Morgen, dass er mich rauswerfen würde, meinte, dass ich nicht gut genug wäre und er sieben Jahre verschwendete hätte mir etwas beizubringen.
Yoren schaute den Hammer und den Helm an, „Du bist ein Schmiedelehrling?"
„Nicht mehr!"
„Du hast diesen Helm gemacht?"
„Ja!"
„Wie ist dein Name Junge?"
„Gendry!"
„Gendry …?"
„Nur Gendry."
„Wo sind deine Eltern?"
„Meine Mutter ist seit langem Tot. Mein Vater kenn ich nicht."
„Also bist du ein Bastard. Demnach Gendry Waters."
„Ich denke ja!"
„Dein Meister hat dich rausgeworfen und du hattest nichts Besseres zu tun als dich der Nachtwache anzuschließen?"
„Er hat mir gesagt ich sollte hier her kommen, wenn ich einen Platz zum Leben finden will und etwas zu essen!"
„Hat er dir einen Grund genannt?"
„Er sagte ich bin zu nichts zu gebrauchen. Er sagte die Wall braucht Männer."
„Das stimmt, die brauchen wir", sagte Yoren und seine Stimme wurde etwas freundlicher, „Nun Gendry, deine Meister wird dir vielleicht etwas Gutes getan haben. Du hast gesagt, du hast den Helm selber gemacht? Jeder kann sehen, dass du gut in dem bist was du machst. Mehr als gut. Nun sag mir die Wahrheit. Bist du in Schwierigkeiten? Hast du irgendein Mädchen geschwängert?
Gendry errötete, „Nein. Nur…" Er stockte und sagte nichts mehr.
„Was ist es? Sag es mir oder du kannst hier bleiben und verrotten."
Gendry seufzte. „Da waren Männer die zu mir kamen um mich zu sehen und mir Fragen zu stellen."
„Was für Männer?"
„Wichtige Männer. Die Hand des Königs … Hände … kamen zu mir."
„Wer? Welche Hand?", fragte Yoren überrascht.
„Lord Arryn und Lord Stark!"
Was bei den sieben Höllen wollen sie von dem Jungen, dachte Yoren. Er sah nicht jemand wichtigem aus. Yoren schaute ihn vorsichtig an. Aber vielleicht sah er doch nach jemandem aus, jemand wichtigem. „Was wollten sie von dir?"
„Fragten mich über meine Mutter aus. Mehr nicht." Yoren sah ihn sich genauer an. Er hatten den letzten König ein oder zweimal getroffen als er hier war um nach neuen Männern für die Wall zu fragen. Er hatte sogar mal eine nach mit ihm getrunken und ihm Geschichten über die Wall und die Welt dahinter erzählt. König Robert hatte sich ins Koma gesoffen aber er hatte immer gelacht und nach mehr Wein gerufen während Yoren seine Geschichten erzählte. Er war sich nicht ganz sicher aber der Junge hatte etwas von den Baratheons.
„In Ordnung. Wenn du dich uns anschließen willst dann nehmen wir dich. Du kannst dich dort zu den anderen Stellen."
Gendry nickte, murmelte ein Danke und ging dann zu den Wagen hinüber. Yoren drehte sich um und rief zu den Gefangenen, „Ihr wartet hier. Ich bin bald wieder zurück. Sollte jemand versuchen zu fliehen wir er von den Goldröcken mir einem Speer aufgespießt." Niemand sagte etwas. Yoren spuckte auf den Boden, drehte sich um und ging davon.
Als er sich auf den Weg durch die Stadt zu Baelors Septe machte, schlossen sich viele Menschen ihm an. Nach einem langen Weg fand er sich irgendwann zwischen ganz vielen Menschen eingequetscht. Nach kurzer Zeit fand er sogar einen Punkt von wo er die Stufen der Septe sehen konnte. Die Goldröcke versuchten alles in einer gewissen Ordnung zu halten doch es gelang ihnen nicht da es einfach zu viele waren. Die Menge schrie als Eddard Stark von vier Goldröcken durch die Menge geführt wurde. Yoren konnte erkennen, dass er Schmerzen hatte und humpelte, außerdem sah er aus, als hatte er seit Wochen keine Rasur mehr bekommen und auch nicht gebadet. Ned Stark war jedoch ein stolzer Mann, weshalb er seinen Kopf immer oben hatte und es ihm egal war, dass die Leute ihn Bespuckten, ihn Beleidigten oder ihn einen Verräter nannten.
Dann jedoch sah er etwas und seinen Blick zog es nach links. Yoren folgte seinem Blick und schaute nach dem was er sah. Auf der Statue von Baelor vor der Septe saß ein kleiner Junge… nein, ein Mädchen. Yoren hatte sie nur einmal kurz gesehen aber er wusste sofort wer sie war. Dünn, dreckig, mit langem braunen Haar und sie trug Jungenkleidung. Das Mädchen hatte ein langes Gesicht und sah ihrem Vater sehr ähnlich. Ein kurzer Dolch hing am Gürtel an ihrer rechten Seite.
Als Ned Stark an ihm vorbei ging erkannte er ihn und rief über die Menge hinweg ihm, „BAELOR!", zu. Yoren verstand was er wollte und versuchte sich durch die Menge durch zu kämpfen. Es gelang ihm aber nicht und er merkte, dass er an diesem Punkt gefangen war, bis es vorbei war.
Oben auf dem Podium waren die Königin, der kleine dicke Hohe Septon, Sansa Stark und viele viele andere die Yoren nicht kannte. Ein rundlicher kahler Mann, dies musste der Eunuch sein, den sie auch die Spinne nannten. Der dünne Mann neben ihm war Lord Baelish. Yoren kannte ihn weil er jedes Mal wenn er in der Hauptstadt war und nach Verpflegung und Wagen fragte sich mit ihm auseinander setzten musste.
Baelish beneidete die Wall um jedes Kupferstück das sie bekamen, selbst als König Robert noch gelebt hatte und er befohlen hatte, dass die Nachtwache alles bekommen sollte wonach sie fragten. Außerdem waren einige der Königsgarde und Lannister Soldaten dort. Erst jetzt bemerkte Yoren, dass der neue König nicht anwesend war und auch Großmaester Pycelle nicht. Etwas stimmte nicht.
Sie brachten Ned Stark humpelnd die Treppen hinauf und drückten ihn dann auf die Knie. Allmählich verstummte die Menge und Stark sprach.
„Mein Name ist Eddard Stark, Lord von Winterfell und Hand des Königs. Ich komme hier vor euch um meine Verbrechen und meinen Verrat vor den Augen der Götter und Menschen zu gestehen."
Die Menge begann zu schreien, bezeichnete ihn als Verräter. Stark sprach lauter, „Ich habe meinen König verraten und das Vertrauen meines Freundes Robert. Ich habe geschworen seine Kinder zu verteidigen und zu beschützen. Jedoch kaum dass er tot war, plante ich seinen Sohn zu ermorden und den Thron an mich zu reißen. Lasst die alten und die neuen Götter davon Kenntnis nehmen was ich hier sage. Joffrey Baratheon ist der einzige rechtmäßige Erbe des Eiserenen Thrones und bei der Gnade der Götter, Lord der Sieben Königslande und Verteidiger des Reiches."
Plötzlich warf jemand einen Stein und er traf Eddard Stark hart im Gesicht. Er wurde davon überrascht und Blut drang aus einer Platzwunde von seiner Stirn. Die Menge schrie erneut und mehr Steine kamen in Richtung des Podiums geflogen. Die Königsgarde und die Wachen der Lannisters beschützen die Königin und die anderen auf dem Podium. Bis sich jedoch die Goldröcke vor Ned Stark stellen konnten verging etwas Zeit und so bekam er noch einige weitere Steine ab.
Yoren hörte eine hohe Mädchenhafte Stimme schreien, „Lasst ihn in Ruhe!", und dann sah er sie, Arya Stark, die Hand an ihrem Schwert kämpfte sie sich durch die Menge. Sie hatte Tränen in den Augen. Yoren stellte sich ihr in den Weg und hielt sie fest.
„Geh mir aus dem Weg!", rief sie aber bei der Lautstärke um sie rum konnte sie nur Yoren hören.
„Weißt du wer ich bin Mädchen?", rief er und fasste sie an der Schulter.
Sie zögerte einen Moment und er dachte sie würde ihr Schwert, „Ihr seid von der Nachtwache!"
„Aye und euer Vater wird mich begleiten." Ihre Augen weiteten sich. „Sie werden ihn nicht töten. Er soll sich uns anschließen."
„Aber … er hat gestanden!"
„Es ist ein Teil des Deals", erklärte Yoren, „Und nun kannst du dich beruhigen. Dann bringe ich dich von hier fort und du kannst mir uns kommen."
„Was passiert mit Sansa?", fragte Arya und suchte nach ihrer Schwester hinter ihm, „Sie ist auch dort oben!"
„Es gibt nichts was ich momentan für sie tun kann, es sei denn du möchtest das wir alle getötet werden." Die Menge beruhigte sich wieder und sie hörten das jemand Sprach. Dann begann Königin Cersei zu sprechen und es wurde Schlagartig komplett still. Yoren und Arja schauten zum Podium. Cersei stand neben Ned Stark, ernst dreinblickend, aber ihre Augen leuchteten voller Freude.
„Lord Stark hat seine Verbrechen gestanden.", rief Cersei in die Menge, „für das Verbrechen des Verrates wird er aller seiner Titel, Ämter und Ländereien enthoben, welche auf seinen Sohn übergehen. Mein Sohn, der König, hat sich dazu entschlossen Gnade zu zeigen, weil sein Vater diesen Mann einst liebte." Sie drehte sich zu Ned Stark, „Eddard Stark. Du wirst ab sofort das Schwarz tragen und dich der Nachtwache anschließen. Und wirst den Rest deines Lebens damit verbringen an der Wall zu leben und das Reich vor den Wildlingen verteidigen, als Strafe für deine Vergehen. Akzeptiert du diese Bedingungen?"
„Das tue ich euer Gnaden!", sagte Stark laut und deutlich. Die Menge jedoch schrie nach Gerechtigkeit und es wurde immer lauter und immer mehr Steine flogen in Richtung des Podiums. Die gesamte Royale Gruppe sowie Ned Stark wurden schnellstmöglich in die Septe selbst evakuiert, damit ihnen nichts passierte.
„Komm mit!", rief Yoren Arya zu und schob sie durch die Menge in die Richtung aus der er gekommen war.
„Ich möchte zu meinen Vater!", schrie sie ihn an als sie in einer Gasse angekommen waren.
„Du wirst gar nichts tun!", schrie Yoren zurück. „Die Lannisters haben deine Schwester und sie wollen dich auch. Ich werde dich aus der Stadt schmuggeln und dich dann nach Hause bringen. Zumindest dies schulde ich deinen Vater, für den ganzen Support den wir von den Stark aus Winterfell die ganzen Jahre bekommen haben. Willst du zurück nach Winterfell?"
„Ja!", antwortete Arya und kaute auf ihrer Unterlippe, „Aber was ist mit Sansa?"
„Mein Kind", seufzte Yoren, „Wir können nichts für sie tun. Sie eine Geisel der Lannisters, damit dein Vater zu seinem Wort steht."
„Wir könnten versuchen sie zu befreien."
„Wir würden bei dem Versuch sterben. Und sie wahrscheinlich auch. Willst du das?"
„Nein!"
„Gut. Nun sie suchen nach einer hübschen, noblen Lady…"
„Ich bin keine Lady!"
„Nein?", Yoren musste lachen und sie schaute ihn finster an. „Nein du siehst definitiv nicht wie eine Lady aus. Was äußerst praktisch ist. Du wirst mit Männern die dich sofort für ein bisschen Kupfer und ihre Freiheit an den nächst Besten verschachern würden." Er drückte sie gegen die Mauer, „Nun müssen wir uns nur noch um deine Haare kümmern!"
„Was?"
Yoren zog einen Dolch, „Du siehst schon fast wie ein Junge aus, so dass es keiner bemerken würde, aber die Haare müssen dennoch ab."
Sie wehrte sich und versuchte ihn zu treten, doch er ließ sich nicht beirren und kurze Zeit später waren ihre Haare soweit ab, dass sie als Junge durchgehen konnte, „Das wird reichen bis wir aus der Stadt draußen sind."
Sie fühlte nach ihren Haaren, „Ich hasse es. Sie sind so unordentlich."
„Das ist mir egal, solang keiner weiß wer du bist. Und wenn du mal pissen musst dann geh in den Wald. Na los. Ich denke, dass sie deinen Vater zum Mud Gate bringen werden und wir haben einen langen Weg vor uns. Wenn wir dort ankommen, sprich nicht mit ihm, zeig niemanden das du ihn kennst und auch nichts anderes solange wir nicht weit weg von der Stadt sind. Du bist vorerst Arry, ein Weise."
„Der Name ist dumm. Es ist nicht mal ein richtiger Jungenname.
„Klar ist er das. Ich hatte einen Cousin Namens Arry."
„Ich glaube du meinst Harry."
Yoren schaute sie finster an. Sie war Frech, keine Frage und hatte auch keine Angst davor jemandem zu Antworten. „Nein ich meine tatsächlich Arry. Es ist nun dein Name! Arry!"
„Na gut. Dann bin ich jetzt eben Arry." Er hörte sie noch eine ganze Zeit vor sich hinmurmeln, als sie aus der Gasse hinaus gingen und tiefer in die Stadt hinein.
Dann sagte sie für eine längere Zeit nichts mehr als sie durch die geschäftigen Straßen gingen. Sie hörten viele Menschen sich darüber beklagen, dass der Verräter Stark so einfach davon kam.
„Er ist kein Verräter", murmelte Arya, „Warum hat er gestanden?"
„Weil sie deine Schwester haben. Das habe ich dir doch bereits gesagt."
„Es war dumm von ihr sich gefangen nehmen zu lassen."
Yoren kannte die Wahrheit dahinter, sagte es aber nicht, „Sie ist nicht so stark wie du oder?"
„Ich hätte sie alle getötet!"
Yoren schnaubte, „Ein Schwert zu halten und damit zu spielen ist nicht das gleich wie jemanden damit zu töten."
„Ich habe Übungsstunden genommen, nicht damit gespielt. Mein Schwert trägt den Namen Nadel."
„Ist das so? Ich werde dir Nadel lassen, aber sehe zu, dass du niemanden damit stichst. Wir reisen mit einer Gruppe rauer Burschen, als pass auf was du in ihrer Gegenwart tust."
Kurz darauf erreichten sie das Mud Gate. Yoren sagte Arya sie solle sich dort drüber zu den Eseln stellen, wo bereits Lommy, Hot Pie und Gendry standen. Als sie begann in Richtung der Wagen zu gehen, kam eine große Gruppe Reiter zusammen mit einem Wagen an. Zwei Lannister Wachen schleppten Eddard Stark aus dem Wagen heraus. „Hier ist der Abschaum", sagte der eine. Er überreichte Yoren eine versiegelte Nachricht. „Die ist für seinen Sohn solltet ihr ihn finden. Sollte er euch entkommen oder sich seinem Sohn anschließen, verliert ihr euren Kopf. Und seine Tochter auch!"
„Aye", sagte Yoren, „Ich werde dafür sorgen, dass er an der Wall ankommt." Damit verließen die Lannister Männer gemeinsam mit dem Wagen das Tor.
„Milord", sagte Yoren als er Ned Stark dabei half zu stehen. Es floss immer noch ein bisschen Blut aus einer Wunder auf seiner Stirn. Yoren brachte ihn auf einen der Wagen und wusch die Wunde mit etwas Wein aus. Dann ließ er ihn auch etwas daraus trinken. „Meine Tochter?", keuchte Ned Stark nachdem er einen tiefen Schluck genommen hatte.
„Dort drüben!", antwortete Yoren und zeigte in Richtung der Esel.
Stark trank einen weiteren Schluck als er hinüberschielte, „Wo?"
„Der kurze, mit dem schlechten Haarschnitt und dem Schwert. Ein Junge mit dem Namen Arry."
„Arry? Richtig. Gute Idee mit dem Haarschnitt. Vielen Dank das ihr, ihr … ihm geholfen habt.", Stark musste erneut blinzeln. Yoren wusste das er Probleme mit dem Tageslicht hatte, nachdem er so lange in den Schwarzen Zellen gewesen war. „Der große Junge mit dem Helm. Wie ist sein Name?"
„Gendry. Er sagt das er euch kennt."
„Aye, ruf ihn hierher."
Yoren drehte sich um und rief, „Gendry! Komm her!"
Gendry kam zu ihnen herüber und neigte der Kopf, „Milord."
„Ich bin kein Lord mehr, „sagte Stark zu ihm, „Nur ein Schwarzer Bruder wie du auch wenn wir unseren Eid abgelegt haben. Ich möchte das du mir einen gefallen tust!"
„Siehst du den kleinen Jungen mit dem Schwert?"
„Ja!", antwortete Gendry ihm nachdem er kurz hinüber geschaut hatte.
„Kannst du ihn im Auge behalten?"
„Ja. Warum Milord?"
„Weil ich dich darum bitte. Ich wäre die überaus dankbar!"
„Ich kann das für euch tun Milord."
„Ich danke dir. Und wie oft soll ich dir noch sagen das ich kein Lord mehr bin."
Gendry verzog das Gesicht, „Natürlich. Aber vielleicht ist es besser wenn wir euch trotzdem weiterhin Milord rufen."
„Der Junge mag recht haben", sagte Yoren, „Menschen werden einen Lord eher zuhören."
„Du hast hier das sagen, nicht ich!", antwortete ihm Ned Stark, „Bring uns endlich hier weg, bevor sie ihre Meinung ändern und ich doch noch meinen Kopf verliere."
„Wie ihr befehlt Milord", sagte Yoren mit einem Lächeln. Stark seufzte nur und lehnte sich im Wagen zurück. Yoren sah ihn zu seiner Tochter hinüberschauen und sie schaute zu ihm zurück. Stark schüttelte kurz mit dem Kopf und sie nickte ihm kurz zu. Dann warf Hot Pie sie plötzlich durch die Luft und er und Lommy riefen ihr etwas zu. Sie zog ihr Schwert und fuchtelte ihm vor dem Gesicht rum. Seine Augen wurden groß und er schreckte vor ihr zurück. Dann tauchte Gendry hinter ihm auf und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Daraufhin nahmen Lommy und Hot Pie reiß aus und rannten zur Spitze der Kolonne. Gendry begann mit Arya zu sprechen und schaute dabei auf ihr Schwert.
Yoren schaute Stark an der ein Lächeln auf dem Gesicht hatte, „Sie… Er scheint keinen Bodyguard zu brauchen."
Yoren ging zu ihnen hinüber, „Was sollte das hier?"
„Nichts", antwortete Arya sofort und steckte ihr Schwert wieder in die Scheide.
„Er wollte das Schwert haben", erzählte Gendry Yoren.
„Ich will hier keine Kämpfe!"
Gendry lächelte, „Er weiß jetzt was besser für ihn ist."
„Gut. Ihr zweit werdet auf den Eseln reiten. Ihr könnt reiten oder?"
„Ich kann es", sagte Arya, „Ich schon viele… einmal geritten."
„Noch nie!", sagte Gendry, „Aber ich versuche es."
„Ich werde dir zeigen wie es geht.", sagte Arya und sie gingen hinüber zu den Eseln.
Yoren marschierte zurück zum ersten Wagen in der Kolonne, der in dem Lord Stark saß, und rief nach hinten, „Es ist ein 1610km Marsch bist zur Wall und der Winter ist nah! Los geht's!"
Danach gab er eine kurze Anweisung an den Fahrer seines Wagens und er setzte sich hin als sie das Mud Gate erreichten. Das Tor war für den normalen Durchgangsverkehr geöffnet und somit kamen sie ohne Probleme hindurch. Yoren setzte sich nach hinten zu Ned Stark. Stark nahm einen großen Schlauch von dem Wein und gab Yoren danach den Beutel und er nahm ebenfalls einen. Stark schaute nach hinten zur Kolonne. Yoren dachte er würde nach seiner Tochter Ausschau halten aber dann deutete er auf den Käfig mit den drei Gefangenen aus den Schwarzen Zellen.
„Was haben sie getan?"
„Vergewaltiger und Mörder!"; erklärte Yoren, „Sie würden sofort fliehen, wenn sie eine Chance dazu hätten."
„Aye. Am besten gebt ihr denen, den man etwas mehr trauen kann, ein Schwert!", meinte Stark, „Es gibt Reporte über Gefechte in den Riverlands. Zumindest bevor ich verhaftet würde."
„Laut meinen Informationen kämpfen sie noch immer.", sagte Yoren, „Aber Männer der Nachtwache mischen sich nicht in die Kämpfe des Reiches ein!"
„Das mag stimmen, aber Verbannte Menschen ist es egal welche Farbe ihr tragt, solange ihr Pferde und Essen habt."
„Aye", sagte Yoren und spuckte nach draußen, „Wir werden am besten heute Nacht Wachen aufstellen und die Männer bewaffnen."
„Vielleicht sollten wir ein Schiff nehmen", schlug Stark vor.
Yoren hatte bereits die gleiche Idee gehabt doch er hasste Schiffe, „Ich komme mit Schiffen nicht gut klar. Mir wird schlecht auf See. Ich soll außerdem euren Sohn finden und ihm diese Schriftrolle bringen. Ihr wisst nicht zufällig was dort drauf steht?"
Stark zuckte mit den Schultern, „Keine Ahnung. Vielleicht sind es ihre Bedingungen für einen Frieden. Gibt es neue Informationen über meinen Sohn?"
„Manche sagen, dass er bereits die Twins passiert hat."
„Haben sich die Freys ihm angeschlossen?"
„Keine Ahnung!"
„Der alte Walder Frey, der späte Walder Frey wie ihn Robert nannte", sagte Stark und schwelgte in Erinnerungen. „Zu spät für den Kampf am Trident, zu spät in King's Landing. Kaum ein Frey starb in der Rebellion oder verletzte sich. Danach war er sogar noch erbost, dass er keine Belohnung von Robert bekam, geschweige denn neues Land."
„Er ist ein geiziger, alter Mann der alles und jeden hasst!", spie Yoren, „Er lässt mich immer über die Brücke, jedoch gab er mir kein Bett zum Schlafen oder etwas zu essen für meine Leute. Ließ uns draußen schlafen, selbst als es regnete und nicht ein Stück Brot oder einen Schluck Wein haben wir von ihm bekommen."
„Er muss seine Brut durchfüttern."
„Es gibt genug von ihnen um eine eigene Armee aufzustellen.", sagte Yoren und lachte.
Starks Gesicht verdunkelte sich. „Die Armee meines Sohnes muss sich mit Tywin Lannister und dem Königsmörder auseinander setzten. Und ihre Armee ist auch größer."
„Ich würde mein Gold verwetten, dass ein Stark ganze zehn Lannister Wert ist."
„Vielleicht. Aber Rob ist nur ein Junge." Stark klang wie ein beunruhigter Vater und das sollte er auch, dachte Yoren. Von seiner Prahlerei mal abgesehen wusste Yoren, dass Lannisters immer Probleme bereiteten. Tywin Lannister war dafür bekannt, der beste Kriegsherr der Sieben Königslande zu sein. Während Robert Baratheon dafür bekannt war Stärke und Courage zu haben, war Tywin Lannister dafür bekannt schlau zu sein und Gold zu haben. Und nicht alle Kämpfe wurden mit Kraft und Courage gewonnen.
„Manch einer muss schnell erwachsen werden!", sagte Yoren, „Ich war so alt wie er als ich zur Nachtwache kam!"
Stark schaute ihn an, „Hast du dich freiwillig gemeldet?"
Yoren lachte, „Alle Schwarzen Brüder melden sich freiwillig. Ich habe jemanden getötet falls es das ist was ihr Wissen wolltet. Er hat meinen Bruder getötet und ich ihn. Gerechtigkeit war erlangt aber das Gesetz sagte weiterhin, dass ich ein Mörder sei und somit hatte ich die Wahl entweder das Schwarz oder den Strick!"
„Das Gesetz ist nicht immer fair!"
„Nein", sagte Yoren als der Wagen unter im erzitterte. Sie kamen nun an die äußere Mauer von King's Landing und begann sie in Richtung Norden zu umrunden und in Richtung Kingsroad zu laufen. Yoren schaute Stark an, „Ich befrage alle die der Nachtwache beitreten wollen. Ihr seid der höchstgeborene Mann den ich jeher rekrutiert habe, aber ich muss euch trotzdem alles fragen. Ich brauche dir Wahrheit über das was dort passiert ist, Lord Stark. Warum habt ihr versucht den Thron an euch zu reißen?"
Stark schaute ihn lange an, „ Ich habe geschworen nichts darüber zu erzählen. Ich werde es dir erzählen, wenn wir an der Wall angekommen sind."
Yoren mochte dies nicht, aber Stark war jemand der zu seinem Wort stand und somit nickte er, „Ich hoffe, dass es ein würdige Geschichte ist!"
„Aye", sagte Stark mit einem grimmigen Gesichtsausdruck, „Eine die noch lange nach unserer Zeit erzählt wird. Aber sie ist noch lange nicht zu Ende!"
