"The Sunrise - Der Sonnenaufgang"
Warnung: In diesem Kapitel sterben Charaktere und düstere Handlungen passieren. Achtung Spoiler.
A/N: Die Geschichte ist hauptsächlich in der ersten Person geschrieben. Und für die Leute, die etwas verwirrt durch den ersten Abschnitt sind: fangt da an zu lesen wo Kapitel 1 steht und ignoriert alles was darüber steht. Dies wird später in der Story noch erklärt. Die Gedichte habe ich geschrieben, bin aber kein Poet. Ich hoffe, dass euch das Kapitel gefällt. Danke :)
Ü/N: Hallo da draußen :)
So, wir sind jetzt beim ersten Kapitel angekommen. Wie oben schon gesagt, der erste Abschnitt wird später noch erklärt und ist auch recht gewalttätig. Wer das nicht lesen möchte, kann auch dort wo "Kapitel 1 - The Sunrise" steht weiterlesen :)
Viel Spaß :)
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Ich wurde an das Kreuz geschlagen und konnte mich keinen Zentimeter mehr bewegen. Ich konnte sehen wie das Schwert in meinen Körper fuhr, es verursachte ein Geräusch welches mit dem wispernden Wind vergleichbar war; ich sah die silberne Klinge in der Dunkelheit leuchten und den Rubin im Schwertgriff brennen; ich sah mein Blut. Die Zeit schien in dieser Sekunde still zu stehen, alles war ruhig.
Und dann kam der Schmerz. Er zog an meinem Herzen und biss meine Nerven wie eine hungrige Bestie. Mein Bewusstsein verschwand und die Worte des Mannes der zu mir sprach wurden in meinen Ohren immer unklarer.
"Was für eine Schande, Salazar Slytherin... So ein großartiger und machtvoller Zauberer wie du kann auch nicht dem Ende eines sterblichen Mannes entkommen. Das Leben ist wie ein Theater und dein Part endet hier. Es war eine Tragödie, da du alles verloren hast. Du hast dein Herz für deine Freunde geöffnet und hast ihnen komplett vertraut, und deshalb warst du nicht mehr unbesiegbar."
Ich wusste, dass das was er sagte die Wahrheit war. Ich hatte alles verloren was in meinem Leben wichtig war. Die Theatervorhänge schlossen sich in diesem Moment und das Publikum war bereits gegangen. Ich war der einzige Schauspieler und ich würde sterben.
Ich hatte verloren.
Ich hatte alles und jeden verloren.
Die Dunkelheit wurde übermächtig und ich schloss die Augen.
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Kapitel 1 - The Sunrise - Der Sonnenaufgang
The summer was coming, dancing enthusiastically.
And in a green meadow were two flowering trees.
Bathed in sunshine and showered in the rain,
The trees grow together without even meeting.
Ich wurde in eine wohlhabende adelige Familie hineingeboren. Meine Eltern waren reinblütige Zauberer, gaben jedoch vor Muggel zu sein. Es war so unter Zauberern üblich seitdem die Ritter im gesamten Land nach magisch begabten Personen suchten und diese erbarmungslos jagten, selbst wenn man nur geringe Anzeichen zeigte.
Sie hatten etwas was sie "Heiliges Wasser" nannten, was den Effekt hatte die Zauberkraft von Hexen und Zauberern auf gewisse Zeit zu blockieren. Die Ritter wurden von den Priestern der Kirche angeführt und nannten sich selbst Jäger.
In ihren Augen waren Hexen und Zauberer nur Tiere, welche verfolgt und gejagt werden mussten. Sie würden jeden töten der anders oder nicht "normal" schien und dachten dabei, dass ihre Handlungen gerecht wären.
So wunderte es niemanden, dass meine Familie unter den "normalen" Leuten leben wollte. Wir verborgen unsere Identitäten, benutzten unser Land und unseren Titel als Schutzschild. Es klappte perfekt bis zu diesem einem Tag.
An diesem Tag besuchten uns ein Priester der nächstgelegenen Kirche und andere Adelige, welche eifersüchtig auch unser Land waren. Die magische Kraft meines sieben Jahre alten Bruders Samuel erwachte an diesem Tag in seinem Körper. Offensichtlich würden die Adeligen dieses Geheimnis niemals bewahren, es war die Chance für sie unseren Ruf zu ruinieren. Unser Schaden würde ihr Glück sein. Der Skandal machte die Runde und verschiedenste Gerüchte verbreiteten sich. Natürlich würden sie nicht aufhören zu tratschen bis sie etwas noch interessanteres finden würden.
Und eines Nachts - zu diesem Zeitpunkt war ich zwölf - lenkten sie meine Eltern ab und lockten sie außer Haus. All die Feinde meiner Familie taten sich zusammen und stürmten unsere Villa. Als meine Eltern zurückkamen, stand unser Haus, während Samuel und einige Diener noch im Haus waren, in Flammen.
Ich kam gerade aus der Kirche als ich es sah, es war eine Pflicht in die Kirche zu gehen. Wer es nicht tat wurde Opfer der Ritter.
Ich sah also unser Haus verbrennen, der dunkle kalte Himmel wurde blutrot von den Flammen gefärbt und ich hörte alle schreien.
Mein Bruder wurde ermordet und all unsere Sachen wurden zu Asche verbrannt. Ich fand Samuels Kette später zerstört in der Ruine.
Ab nun versteckten wir uns und ab diesem Tag verfolgten mich die Albträume. In den dunklen, schrecklichen und brennenden Träumen sah ich meinen Bruder immer wieder verzweifelt gegen die verschlossenen Türen hämmern und ich hörte ihn im Feuer nach Hilfe schreien. Am nächsten Morgen würde ich verschwitzt und in Tränen aufgelöst aufwachen.
Es war schwer sich vor den Rittern zu verstecken, aber irgendwie schafften wir es. All unsere Verwandten lebten auf dem Festland, sodass wir niemanden um Hilfe oder Unterstützung bitten konnten.
Wir mussten ganz neu mit neuen Namen und falschen Identitäten anfangen. Unsere Besitztümer waren verloren und unsere Titel vergessen.
Wir zogen regelmäßig um, da wir nicht zu lange an einem Ort bleiben durften; es wurde zur Hölle auf Erden.
In dieser Art und Weise lebten wir bis wir ein sicheres Zuhause fanden. Es war ein sehr abgelegener Platz, den niemand je besuchen kommen würde. Außerdem schützten meine Eltern unser Haus mit allen Schutzzaubern die sie kannten.
Nach dem Tod meines Bruders wurde meine Mutter paranoid und neurotisch, mein Vater extrem ruhig.
Ich verließ mein Zuhause um alleine weiterzuleben als ich siebzehn war und ich kehrte nie zurück. Um genau zu sein war es nicht so, dass ich nicht mehr zu ihnen zurückgehen wollte. Der Grund weshalb ich nie zurückkehrte war, dass meine Eltern mich, nachdem ich siebzehn geworden war, nicht mehr sehen wollten. Es war eine Familientradition, die jede Generation von Slytherins unabhängig und machtvoll machte.
Die Welt war groß - jedoch nicht für einen gesuchten Zauberer.
Ich wanderte durch das Land und bekam schließlich einen Job, den ich aber schnell wieder verlor nachdem die Gerüchte über meine Familie auch dieses Dorf erreichten.
Ich vermied die Gesellschaft anderer Leute, schaffte dies aber nicht. Es gab viele Dinge die den Kontakt zu Muggeln erzwangen, weshalb ich nach zwei Jahren fast von einem Ritter geschnappt wurde.
Ich lief gerade über einen Muggelmarkt und durchquerte die laute Menge; ich hatte eine lange dunkle Robe mit Kapuze an, welche teilweise mein Gesicht verdeckte.
Die Ritter verstärkten die Jagd nach Zauberern, folglich gab es auch mehr Ritter. Ich konnte mindestens fünf Ritter mit ihren silbernen Rüstungen über den Markt flanieren sehen. Ihre Schwerter hangen, deutlich zu sehen, an ihrer Hüfte.
Dunkle Haare und rote Augen waren zu den Markenzeichen meiner Familie geworden und das Heilige Wasser konnte alle magischen Tarnmöglichkeiten wegwischen und somit zunichte machen.
Leider bemerkte mich ein Ritter als ich um die nächste Ecke gehen und somit flüchten wollte. Er schrie und stoppte mich. Er wollte grade das Heilige Wasser bei mir zu benutzen als ein anderer Mann in Rüstung erschien.
"Hey Thomas, wie gehts? Übrigens, weißt du wo Berry ist? Ich habe ihn heute noch nicht gesehen und suche ihn. Kommt ihr nun zu der Feier oder nicht?", der Fremde legte seine Hand auf meine Schulter und am Anfang zuckte ich ein bisschen zusammen, stand aber schnell still. Er zwinkerte mir grinsend zu, ich spielte sofort mit und führte die Unterhaltung fort.
Dann verbrachte dieser Mann zwei Minuten damit, den Ritter zu überzeugen das ich ein Freund anderer Ritter war. Laut ihm hatte ich eine Art Hautallergie und könne deshalb nicht im direkten Sonnenlicht stehen und trug die schwarze Kapuze.
Dieser Grund hörte sich verrückt an und überzeugte noch nicht einmal mich, aber der Ritter schien das zu glauben und ging kommentarlos weiter.
Der Mann, der mir half war blond und hatte dunkelgrüne Augen.
Dies war mein erstes Treffen mit Godric Gryffindor.
"Warum habt Ihr mir geholfen?", fragte ich noch ohne seine Identität zu kennen. Gewöhnlich mochte ich lange Unterhaltungen nicht, aber wenn er nicht da gewesen wäre hätte ich meine magischen Kräfte nutzen müssen. Dadurch hätte ich die Aufmerksamkeit von vielen Leuten auf mich gezogen und wäre ein leichtes Ziel für die Ritter gewesen. Aus diesem Grund war ich dankbar und höflich.
"Oh, mach dir keine Sorgen, meine Rüstung ist ebenso eine Tarnung wie deine schwarze Kapuze.", er grinste. "Du musst aus dieser berühmt berüchtigten Slytherin Familie sein über die sie alle reden. Es ist alles in Ordnung, mein Familienruf ist auch nicht viel besser."
Ich warf ihm einen verwirrten Blick zu und zog meine Augenbraue hoch.
Er nickte. "Mein Name ist Godric Gryffindor. Komm schon, du musst schon von den Gryffindors gehört haben. Wir waren eine der berühmtesten Ritterfamilien bevor sie herausgefunden haben, dass meine Mutter eine Hexe war. Glücklicherweise konnten wir schnell verschwinden und ich konnte ein Ritter mit komischem Namen werden ohne verdächtig zu sein..."
Er schien sich an etwas zu erinnern und hörte auf zu grinsen.
"Es tut mir schrecklich Leid was mit deiner Familie passiert ist."
Dann sprachen wir, gingen über den engen Weg Schulter an Schulter aus dem Dorf heraus. Godric bewies, dass er ein Zauberer war und ich begann mich zu entspannen. Er schien das wunderbare Talent zu haben, dass man sich sicher fühlte wenn man in seiner Nähe war. Ich sagte ihm sogar meinen wahren Namen - ich dachte mir, wenn er mir schaden wollte hätte er nicht diesen Ritter gestoppt.
Und da er nun auch meinen Nachnamen kannte waren Lügen nicht länger notwendig.
"Du kannst mich Salazar nennen.", sagte ich immer noch ein wenig vorsichtig aber nicht mehr so nervös.
"Übrigens, Thomas? Wirklich? Ich war so schockiert, dass er alles geglaubt hat was du gesagt hast."
"Eine Freude dich kennenzulernen Salazar.", er strahlte, seine grünen Augen leuchteten im Sonnenlicht. "Ich vermute ich habe den armen Kerl einfach mit meinem Charme und meinem perfekten Grinsen überzeugt... Haha. Ich mache nur Spaß. Möchtest du mit mir Abenteuer erleben? Ich reise ebenfalls alleine und würde mich freuen, wenn ich Gesellschaft hätte."
Ich war niemals besonders abenteuerbegeistert. Ich bevorzuge es an einem Ort zu leben anstatt immer in Bewegung zu sein - ich hatte genug von all dem umziehen und rennen. Ich war auch nicht ansatzweise so neugierig wie Godric wenn wir an neue Orte kamen. Aber ich hatte es satt mich zu verstecken und wollte keine Veränderungen mehr.
Ich stimmte zu ohne großartig nachzudenken. Dies war der Zeitpunkt, an dem alles anfing.
Und es war der Zeitpunkt, an dem der Prolog des Schauspiels endete.
Akt eins fing an.
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The summer was coming, dancing enthusiastically.
And in a green meadow were two flowering trees.
Bathed in sunshine and showered in rain,
The trees grew together without even meeting.
Storms made them turn, encountering accidentally,
And their branches tangled together in strong breeze.
When the morning sun rose and eased the pain,
The trees grew together and started flourishing.
