Titel: My Immortal
Teil: 1/1
Autor: Ayu
Email: vampires.ladynetcologne.de
Homepage: www.ayus-chambers.de.vu
Disclaimer: Nix meins. Harry Potter gehört J.K. Rowling und leider wird er auch nie mir gehören.
Rating: PG-15
Genre: Shônen-ai,
Warnungen: Shônen-ai, Death, Depri
Archiv: Animexx.de
Inhalt: Draco sitzt am Grab seines Freundes und denkt über ihre Beziehung und all das, was er ihm nicht gesagt hat nach
Kommentar: Eigentlich war das ganze anders und als Mehrteiler geplant, doch dann konnte ich mal wieder nicht tun, was ich wollte und habe alles geändert drop Ich habe auch überlegt das Ganze noch mal aus Harrys Sicht zu schreiben… Aber ich weiß nicht, ob ich das machen soll oder nicht. Was meint ihr dazu? fragend in die Runde schau
ach ja… und ich halte mich nicht an die Bücher
/Wieso bist du nur gegangen/ immer wieder stellte ich mir diese Frage. Und doch kann ich einfach keine Antwort darauf finden. Sie sagen es war Schicksal, sie sagen es war seine Bestimmung, aber was wussten sie schon… Nichts wussten sie. Rein gar nichts. Du wolltest nie kämpfen, wolltest nie in diese Rolle gezwängt werden, aber sie haben dir keine Chance gelassen. Was immer du tatest, wo auch immer du warst, sie waren immer da. Hatten dich fest im Blick und ließen dich nie in Frieden. War es das, was dir den Willen nahm? War es das, was dich dazu antrieb diesen letzten Weg zu gehen? Ich kann es nicht sagen, verstehe es auch nicht. Vielleicht ist es auch meine Schuld. Vielleicht hätte ich dir deutlicher Zeigen sollen, wie viel du mir bedeutest und das ich dich auf keinen Fall verlieren will. Doch nun ist es zu spät. Nun bist du gegangen, und alles was von dir geblieben ist, ist ein kalter, grauer Stein mit deinem Namen.
Weißt du eigentlich, was du mir damit angetan hast? Nächtelang habe ich kein Auge zubekommen, als sie mir sagten, dass du gegangen wärst um die Kämpfe ein für allemal zu beenden. Ich habe mir wahnsinnige Sorgen gemacht, wollte nicht wahr haben, dass du vielleicht nie wieder zurückkommen würdest. Immerhin hatte ich dir noch so vieles zu sagen, was du nun niemals erfahren wirst… Warum ist mir auch erst kurz bevor ich dich wirklich verloren habe bemerkt, was ich wirklich für dich empfand, wie viel du mir bedeutetest und das ich dich nicht gehen lassen wollte? Zu dem Zeitpunkt war es schon lange zu Spät. Und auch mein nächtelanges Flehen, dass du zurückkommen solltest blieb ungehört.
Mein Herz zerbrach fast, als die – wie sie es nannten – freudige Nachricht verkündet wurde, dass du es geschafft hattest, dass du das Grauen für immer verbannt hattest. Doch zu welchem Preis? War es das wirklich Wert? Nur wenige sahen es wie ich, trauerten um dich und nicht um den Helden. Einige sagten sogar, dass es nötig gewesen sei und es deine Aufgabe gewesen wäre für sie zu sterben. Ich hätte sie am liebsten umgebracht. Doch ich habe es nicht getan. Ich wusste, dass du so etwas niemals gewollt hättest.
Und nun stehe ich hier… An deinem Grab, wie schon so oft und kann meinen Blick einfach nicht von deinem Namen abwenden. Es schmerzt mich immer noch und treibt Tränen in meine Augen, auch wenn es nun schon bald zwei Jahre her ist. Zwei Jahre in denen ich mich von allem und jedem abgekapselt habe und die meiste meiner Zeit hier bei dir oder weinend in meiner Wohnung verbracht habe. Meine Freunde meinten, dass ich mich zusammen reißen sollte, dass das nicht zu mir passen würde und ich mich nicht so Verhalten würde, wie ich eigentlich bin. Si haben keine Ahnung. Du warst der Einzige, der wirklich starke Gefühle in mir auslösen konnte. Genau aus diesem Grund habe ich dich geliebt und gleichzeitig gehasst. Wie oft habe ich dich verletzt, dich von mir gestoßen in der Hoffnung, dass es irgendwann aufhören würde und ich alles vergessen könnte? Zu oft um es noch zählen zu können, aber ich bereue es zutiefst. Kein einziges Mal habe ich dir meine wahren Gefühle gezeigt. Kanntest du sie trotzdem? Oder bist du mit dem Gedanken gestorben, dass ich dich hasse? Ich hoffe nicht. Aber vielleicht kannst du mich ja auch jetzt hören, wenn ich hier vor dir sitze und dir alles erzähle. Ich weiß nicht mehr, wie lange ich noch in dieser Welt bleiben kann und will. Alles hier erinnert mich an dich und ich spüre immer wieder den Wunsch dir zu folgen. Doch gleichzeitig hält mich auch der Gedanke zurück, dass du dies vielleicht nicht wollen würdest. Ich würde alles für dich tun, wenn du es von mir verlangen würdest. Aber bitte… quäl mich nicht noch länger. Ich kann nicht mehr länger ohne dich sein. Ich will dich wieder sehen, dir alles sagen können, dich vielleicht wieder in meine Arme schließen können. So wie ich es vor langer Zeit schon einmal getan habe… Damals, als alles begann. Ich erinnere mich noch sehr gut daran….
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Das letzte Schuljahr hatte begonnen und alles schien eigentlich wie immer, wenn man von den schweren Vorbereitungen für den Krieg absah, welche sich auch auf den Unterricht auswirkten. Man wollte uns vorbereiten und uns nicht blindlings ins Verderben laufen lassen. Es war schon fast lächerlich, wenn man bedachte, dass diese Idioten unter anderem ihre eigenen Feinde unterrichteten. Die Personen, die ihnen im Kampf später gegenüber stehen würden. Ja sie wussten es, dass war mir immer klar, doch sie versuchten es zu ignorieren. Immerhin war es ihnen nicht erlaubt einzelne Schüler aus dem Unterricht auszuschließen und sie konnten es sich schließlich nicht anmaßen zu wissen, wer zu den Todessern gehören würde und wer nicht. Aber irgendwie war es schon lustig zu sehen, wie sie immer wieder bestimmten Schülern kalkulierende Blicke zuwarfen und unterschwellig versuchten uns auf ihre Seite zu bekommen. Beinahe lächerlich. Ich hatte eigentlich nie daran gezweifelt, welchen Weg ich einschlagen würde und ich wusste, dass es ihnen ebenfalls bewusst war. Alleine ihre Blicke sagten mir alles, doch ich ignorierte sie. Das einzige was mir immer wieder ins Auge fiel warst du, wie du mit deiner ernsten Miene im Unterricht saßest und versuchtes alles in dich aufzusaugen, was uns erzählt wurde. Wie du immer wieder mit leerem Blick durch die Klasse gesehen hast und abgeschätzt hast, gegen wen du wohl kämpfen müsstest. Ich habe die Trauer in deinen Augen gesehen, das Bedauern. Am meisten hat mich verwundert, wie du mich angesehen hast. Ich meinte fast Schmerz in deinen Augen lesen zu können, aber das konnte nicht sein, oder? Immerhin hassten wir uns. Das war zumindest das, was ich glaubte. Aber ich sollte schon bald eines anderen belehrt werden.
Es war ein stürmischer Herbsttag, als sich das Schicksal wendete. Ich stand in einem der Gänge, die zum Innenhof führten und sah hinaus in den Regen. Ich genoss dieses Wetter, mochte es schon immer irgendwie. Ich konnte nicht sagen, wie lange ich schon da gestanden hatte, als ich dich bemerkte. Du standest mitten auf dem Platz, sahst in den Himmel. Du musstest schon lange dort gestanden haben, denn deine Kleidung war vollkommen durchnässt, klebte an deinem Körper. Doch scheinbar störte es dich nicht.
Ich konnte nicht sagen was es war, doch ich konnte meine Augen einfach nicht von dir Abwenden, ließ sie deine schlanke Form genau betrachten, ehe ich schließlich selber langsam in den Regen trat. Irgendetwas trieb mich einfach zu dir. Das kühle Wasser auf meiner Haut, ließ mich leicht erzittern und ich fragte mich, wie du dort einfach stehen konntest, aber für den Moment war es mir auch egal.
Als ich endlich neben dir stand, musterte ich doch noch einen Moment, ehe ich dich schließlich ansprach. „Potter… Was tust du hier? Willst du dir den Tod holen?" Ich verfluchte mich selber wenige Sekunden später, dass ich fast besorgt klang. Das konnte einfach nicht sein. Ich, Draco Malfoy, machte mir sicher keine Sorgen um Harry Potter. Alleine dieser Gedanke war absolut lächerlich. Doch dann traf dein Blick auf meinen und ich musste schlucken. Du sahst so unendlich traurig aus in diesem Moment und wenn ich es nicht besser gewusst hätte, hätte ich gedacht, dass der Himmel deinetwegen weint. „Lass mich in Ruhe Malfoy…" murmeltest du leise und wandtest deinen Blick wieder gen Himmel. Doch ich konnte dich nicht so einfach davonkommen lassen. Ich war durch deinen Blick vollkommen aus der Fassung gebracht, wollte dir helfen, dich nicht hier draußen stehen lassen und tat daher das Einzige, was mir in diesem Moment einfiel: Ich drehte deinen Kopf mit sanfter Gewalt wieder zu mir, sah dir einen Augenblick fest in die Augen, ehe ich den letzten Abstand zwischen uns auch noch überbrückte und meine Lippen sanft auf deine legte, sie in einem sanften Kuss einfing. Deine Augen weiteten sich leicht und ich dachte schon, du würdest mich gleich von dir stoßen, – was ich durchaus verstanden hätte, immerhin wusste ich gerade selber nicht, was ich hier tat – doch du entspanntest dich langsam und ließt mich gewähren. Nachdem ich den Kuss wieder gelöst hatte, sah ich dich an und hob eine Augenbraue. „Was ist nun. Kommst du mit rein, oder muss ich dich erst zwingen?" fragte ich schon fast sanft und ein leichtes Lächeln legte sich auf dein Gesicht. Gemeinsam gingen wir wieder in das Schulgebäude zurück, wo sich unsere Wege trennten. Du gingst zurück zu den Gryffindors und ich zu den Slytherins. Zwei Häuser, zwei Seiten. So wie es eigentlich hatte sein sollen, doch ich wusste, dass ich die Grenze überschritten hatte und wir uns gerade in einem gefährlichen Mittelstück befanden, welches uns Beide den Kopf kosten konnte. Doch das war zu diesem Zeitpunkt eigentlich auch schon egal.
Alles was mich in diesem Moment interessierte, war die Frage, was da gerade passiert war. Wie hatte ich dich nur küssen können? Wir hassten uns doch, oder nicht? Was sollte das alles? Wieso hatte mich deine Traurigkeit nur so aus der Fassung gebracht? Fragen über Fragen schossen durch meinen Kopf, doch ich konnte auf keine eine Antwort finden. Zumindest keine, die ich akzeptieren konnte. Ich weigerte mich den Gedanken zu akzeptieren, dass ich mich vielleicht verliebt haben könnte. Das war absolut absurd und nicht tragbar. Aber eines war mir schon zu diesem Zeitpunkt klar. Ich würde dich wieder benutzen.
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Seufzend sah ich auf das Grab, fuhr den Namenszug sanft mit meinen Fingern nach, während sich ein Trauriges Lächeln auf mein Gesicht legte. „Wirst du mir eigentlich jemals verzeihen können, dass ich so dumm war? Das ich am Anfang wirklich nur mit dir gespielt habe, weil ich mir meine eigenen Gefühle nicht eingestehen wollte?" flüsterte ich leise und schloss die Augen. Ja ich war wirklich dumm gewesen. Die schöne Zeit die wir hatten, machte ich durch Kälte und Abneigung geschmückt und sie damit gleichzeitig unerträglich. Und doch hattest du mich so akzeptiert. Wir sahen uns immer wieder, liebten uns, auch wenn nie Worte der Zärtlichkeit über meine Lippen kamen. Ich wusste, dass unsere Beziehung nicht perfekt und vor allem gefährlich war, doch ich störte mich nicht daran, dachte leichtgläubig, dass es immer so weiter gehen würde, bis zu jenem Tag an dem du mir sagtest, dass du gehen würdest. Du hast mich sehr damit verletzt, weißt du. Ich wollte es dir damals nicht zeigen, habe mir eingeredet, dass es nichts war, aber es tat weh, als du gegangen bist. So weh…
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„Draco… Ich habe lange darüber nachgedacht… Und du weißt, dass es nicht gut gehen könnte… Der Krieg, die Kämpfe… da passen wir nicht zwischen… Wir werden auf verschiedenen Seiten stehen… Wir werden vielleicht gegeneinander Kämpfen müssen… Und ich weiß jetzt schon, dass ich das nicht kann… Aber dann möchte ich keine Zweifel haben. Und deshalb muss ich jetzt gehen… Wir werden uns nicht mehr wieder sehen. Hoffentlich auch nicht auf dem Schlachtfeld" meintest du leise, als du aus dem Bett krabbeltest und dich langsam anzogst. Mit Tränen in den Augen sahst du zu mir, wartetest ab, was ich zu sagen hatte. Aber ich konnte erst einmal überhaupt nichts erwidern. Ich hatte eine ziemlich gute Ahnung davon was es war, dass mein Herz sich zusammenziehen ließ und in mir den tiefen Wunsch auslöste dich in meine Arme zu ziehen und dich zu bitten nicht zu gehen. Aber ich unterdrückte es, auch wenn es schmerzte. Es schmerzte mehr, als alles was ich bisher in meinem Leben erfahren hatte. Am liebsten wäre ich aufgesprungen, hätte dich gepackt und geschüttelt. Ich wollte dich anschreien, dass wir sicher noch eine Lösung finden würden, dass du nicht gehen dürftest, dass ich dich brauchen würde, doch ich tat nichts von alledem. Ich wusste, dass du Recht hattest. Zumindest teilweise. Ich hätte eigentlich die Möglichkeit gehabt dafür zu sorgen, dass wir uns niemals im Kampf gegenüber stehen müssten, dass wir Seite an Seite kämpfen könnten, doch ich wusste auch, dass ich diese Möglichkeit, die nutzen würde. Also legte ich ein kaltes Lächeln auf meine Lippen und lachte spöttisch. „Ich bitte dich Potter… Als ob mich interessieren würde, ob du gehst oder nicht. Du warst für mich eh nur ein netter Zeitvertreib." Ich konnte in deinen Augen lesen, dass dich meine Worte verletzten und kurz war ich versucht sie zurückzunehmen, schaffte es aber diesen Drang zu unterdrücken. Ich hasste deine Augen in diesem Moment wirklich. Sie hatten es schon seit beginn dieser Affäre geschafft mich in ihren Bann zu ziehen und mich zu Dingen zu bringen, die ich sonst für kein Geld der Welt machen würde. Du nicktest leicht und lächeltest traurig. „Leb wohl…" hauchtest du mit tränenerstickter Stimme, ehe du das Zimmer verließt und mich alleine zurückließt.
Ich wusste nicht, wie lange ich bewegungs- und emotionslos auf die Tür gestarrt hatte, doch irgendwann löste ich mich schließlich aus meiner Starre und ließ mich auf mein Bett fallen. Ich fühlte mich einfach unsagbar schrecklich, doch ich unterdrückte diese Gefühle, wie ich es immer tat. Ich konnte es mir nicht erlauben, dir nun nachzutrauern. Außerdem war ich mir sicher, dass es bald vergehen würde. So stark konnten diese Gefühle für dich sicher nicht sein.
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Doch wieder hatte ich mich getäuscht. Sie hielten an. Bis heute. Ich kann dich einfach nicht vergessen und will es auch nicht. Niemals. Ich seufzte leise, zog meine Beine etwas näher an mich, sah weiter auf dein Grab. Ich würde vermutlich erst wieder gehen, wenn es dunkel werden würde. So wie jedes Mal, wenn ich hier her kam. Am Anfang hatte man noch versucht mich von hier weg zu holen. Erzählte mir, dass es nicht gut sei, doch ich kam immer wieder hier her und irgendwann gab man es auf. Gab mich auf. Keiner bemüht sich noch darum, was mit mir geschieht. Es ist ihnen egal. Sie wissen, dass sie mich nicht aus meiner Trauer reißen können, dass sie mich langsam zerstört, doch ich kann es nicht ändern. Vielleicht will ich es auch nicht. Denn es ändern würde am Ende bedeuten, dass ich dich vergessen müsste und das werde ich nicht. „Niemals… hörst du? Niemals werde ich vergessen. Auch wenn du mich vielleicht schon lange vergessen hast." Doch das bezweifle ich eigentlich. Ich glaube nicht, dass du mich vergessen würdest. Oder? Wann immer ich an unsere letzte Begegnung zurückdachte, wurde es mir nur umso mehr bewusst. Deine Augen hatten es mir an diesem Tag gezeigt. Hatten mir gezeigt, dass sie mich nicht vergessen hatten, doch damals verstand ich nicht und ließ dich gehen. Etwas was ich zutiefst bereuen musste…
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Seufzend lief ich durch die nächtlichen Gänge Hogwarts. Ich hatte gerade meine Unterredung mit Dumbledore abgeschlossen und würde nun endlich dazu kommen einige wertvolle Stunden Schlaf zu genießen. Ich hatte nach einiger Zeit, in der ich dem Weg meiner Eltern folgte feststellen müssen, dass es mich so oder so umbringen würde. Wenn es nicht im Kampf passierte, dann würde dieser irre alte Zauberer oder jemand anderes aus seinen Reihen erledigen. Und darauf konnte ich wirklich verzichten. Abgesehen davon, gab es noch einige andere Dinge, welche mich abschreckten, was ich aber nie zeigen durfte. Glücklicherweise war ich nie gezwungen so etwas selbst zu tun und nun war ich endlich dort weg. Professor Dumbledore hatte mich ohne Fragen aufgenommen, ich konnte sehen, dass er gewusst hatte, dass ich kommen würde und kurz darauf wusste ich auch warum. Niemand anderes als Severus Snape hatte ihm von meinem Verhalten berichtet. Ich wusste nicht, ob ich mich freuen oder wütend sein sollte, aber ich beschloss nicht weiter darüber nachzudenken. Stattdessen berichtete ich ihnen alles, was ich durch meine Eltern erfahren hatte, wobei ich wusste, dass Professor Snape von diesen Sachen nichts wusste. Und nun wollte ich eigentlich einfach nur schlafen.
Bevor ich jedoch meine Unterkunft erreicht hatte, standest du plötzlich vor mir. Für einen Moment starrten wir uns einfach nur an, ehe du sanft lächeltest. „Willkommen zurück" meintest du leise und deine Augen strahlten mich geradezu an. Erleichterung, Freude und noch etwas anderes Stand in ihnen geschrieben, was ich nicht verstand. Ich blinzelte leicht über dein Verhalten, musterte dich genau. Du warst dünner geworden, seit unserem letzten Treffen, stellte ich besorgt fest, sagte allerdings nichts. Die Gefühle, die ich mir all die Zeit ausgeredet hatte, hatten mir doch keine Ruhe gelassen und trotz allem würde ich sie dir nicht zeigen. Vielleicht wenn das alles hier vorbei war und ich mir sicher war, dass es echt war. Vielleicht konnte ich es dann, aber nicht zu diesem Zeitpunkt. Nun nickte ich lediglich und sah dir fest in die Augen, ehe ich an die vorbei ging. Ich konnte das Lächeln vor meinem inneren Auge sehen, welches sich auf deinem Gesicht ausgebreitet hatte und ich wusste, dass du mir nachsahst. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich deine schnellen Schritte den Gang hinuntereilen hörte. In diesem Moment sollte ich noch nicht wissen, dass dies das letzte Mal sein würde, dass ich dich lebend sehen würde.
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„Hätte ich damals gewusst, was du dir in den Kopf gesetzt hattest, hätte ich dich niemals gehen lassen.", murmelte ich und schloss die Augen. Ich musste Tränen unterdrücken und hasste mich gleichzeitig dafür. Ich hatte so viel geweint, seit du fort bist. So oft… und es schien nie ein Ende zu nehmen. Ich wollte nicht mehr weinen. Ich hatte doch nicht einmal mehr das Recht dazu. „Was soll ich nur ohne dich machen" flüsterte ich mit erstickter Stimme und hielt die Augen weiter geschlossen, wollte momentan nicht auf dein Grab sehen, da ich wusste, dass ich die Tränen nicht mehr zurückhalten könnte. Nie hätte ich geglaubt, dass man einen Menschen so vermissen konnte. Aber irgendwann in unserer gemeinsamen Zeit hattest du mich einfach vollkommen in Beschlag genommen und ließt mich auch nun nicht los. „Harry…" flüsterte ich leise, konnte die Tränen nun wirklich nicht mehr zurückhalten und weinte hemmungslos. Egal wie oft ich meine Trauer, meinen Schmerz auch herausschrie… Er kam immer wieder zurück. Doch du… du würdest nie zu mir zurückkehren. Du würdest immer hier sein. Schluchzen durchzuckte meinen Körper, ließ ihn erzittern. Ich weinte immer weiter vor mich hin, bis ich schließlich vor Erschöpfung in einen leichten Schlaf verfiel.
Ein leichtes Leuchten breitete sich vor mir aus, von dem ich aufgrund der Tatsache, dass ich schlief nichts mitbekam, und dann standest du vor mir. Ein leichtes Lächeln lag auf deinen Lippen und Besorgnis stand in deinen Augen, als du dich vor mich knietest und mir leicht durch das Haar strichst. „Was machst du nur für Sachen" flüstertest du leise und hauchtest mir einen Kuss auf die Stirn. „Ich bin mir sicher, dass wir uns bald wieder sehen werden, Draco. Und so lange werde ich auf dich warten. Ich liebe dich" hauchtest du mir leise ins Ohr, ehe deine Erscheinung wieder verschwand. Von all dem bekam ich nichts mit, doch ein leichtes Lächeln zierte meine Lippen im Schlaf.
Ende
Oh mein Gott… was hat mich nur geritten XD das unbedingt schreiben musste Ich kann nicht genau sagen, wie es geworden ist. Ich mag es irgendwie und ich hoffe euch gefällt es auch irgendwie. Wie oben schon geschrieben überlege ich eventuell das Ganze noch mal aus Harrys Sicht zu schreiben… Was haltet ihr davon? Meinungen erwünscht
