So, das nächste Kap! Wenn ihr artig Reviews schreibt dann gibt es in ein paar Tagen sogar schon das nächste. :D
Eigentlich gibt es das sowieso, aber ich musste es teilen, weil es einfach zu lang war. Ihr dürft aber trotzdem euren Senf hierzu geben. -.-
Um ein paar Fragen vorab zu klären: Ich habe keine Ahnung von Kräutern und Pflanzen, aber das ist eigentlich auch nicht wichtig, ist schließlich ne Fantasystory.
Ich danke allen die mir ein Review geschrieben haben und ganz besonders meiner Beta Sabinsche! knuddel
Kapitel 6: Von Vollmond und Freundschaft
Severus saß noch lange, nachdem Lupin gegangen war in der Bibliothek und stellte Nachforschungen an. Es hatte ihn gewundert, dass der Gryffindor zu ihm gekommen war, auch wenn ihm der angebliche Grund dafür mehr als lächerlich vorkam.
„Dunkle Kreaturen und der physische Zyklus" lag vor ihm. Severus hatte einige Kapitel gelesen. Es standen eine Menge Beobachtungen und Studien darin, die jedoch allesamt darauf aufgelegt zu sein schienen, politische Richtungen zu unterstützen, die das allgemeine Ausstoßen von Werwölfen, Vampiren und weiteren ‚Seuchenauslösende' Kreaturen aus der Gesellschaft oder sogar das Jagen eben jener verfolgten.
Dann gab es eine Menge Sternenkalender mit wichtigen Daten von Monden und Sternen, die die Intensität des Vollmondes beeinflussten und über die Sonnenstrahlung, die bei manchen dunklen Kreaturen tödliche Auswirkungen hat.
Severus war nicht sonderlich an Astronomie interessiert. Alles da oben war viel zu weit weg, um überhaupt Einfluss auf etwas hier unten nehmen zu können. Zudem ließ sich nicht eine Theorie beweisen, die das Gegenteil behauptete. Zaubertränke hingegen wirkten und zwar sofort und mächtig. ‚Wie man sieht', dachte Severus und betrachtete seine Hände zum nun fünfhundertsten Mal.
Gegen sechs Uhr verließ er die Bibliothek, in der es um diese Zeit und bei dem Wetter zunehmend voller wurde und machte sich auf den Weg in die Kerker. Markanterweise begegnete man hier nie anderen Schülern. Alle trugen grün silberne Krawatten und hatten ein Schlangenemblem auf der Brust. Er betrat das Klassenzimmer, das er immer benutzte, wenn er außerhalb des Unterrichts etwas brauen wollte. Sechs Feuerstellen waren im Raum verteilt und auf einer Ablage stapelten sich viele kleinere Kessel. Severus nahm sich einen davon und entfachte ein kleines Feuer unter ihm. Er kramte in seiner Umhangtasche und zog sein Notizbuch und eine kleine, bläulich schimmernde Phiole heraus. Lupins Phiole.
Er war neugierig, was der Gryffindor sich zusammen gebraut hatte. Er entfernte den Korken, und ein fauliger Geruch kam ihm entgegen.
‚Wenn Lupin das hier runtergewürgt hat, dann muss er echt verzweifelt gewesen sein!'
Er machte sich daran die Bestandteile zu extrahieren, obwohl er bei dem geringen Rest, der nicht vom Wasser ausgespült worden war, keine großen Erfolge erwartete. Er goss die Reste des Trankes zusammen mit etwas Verdünnungsmittel in den Kessel, und ein Zauberspruch ließ ihn sich in verschiedene Teile aufteilen, die durch ihre ähnlichen Eigenschaften gekennzeichnet waren.
Er fand heraus, dass Lupin eine Kombination aus drei pflanzlichen und zwei tierischen Zutaten benutzt hatte, die die Grundlage eines jeden Heiltrankes bildeten. Dann gab es eine Reihe anderer Bestandteile. Ein paar der Zutaten erkannte er schon am Geruch, Salpeter und Diptam, andere an der Farbgebung, Eisenhut und Feuerranke, wieder andere ließen sich nur durch einen Zauber bestimmen.
Mittlerweile hatte sich auf dem Tisch ein geordnetes Chaos gebildet: Teststreifen, Messgeräte, Mikroskope und andere Utensilien lagen wild verteilt. Sein Notizbuch, in das er seine Ergebnisse eintrug, war bespritzt und hatte lila Flecken bekommen. Ein eindeutiges Zeichen für Feuerranke.
Severus bekam langsam ein Bild davon, wie Lupin seinen Trank kreiert hatte. Im Grunde war es ein eher einfaches Gebräu. Dann fand Severus etwas kleines Gelbliches, das aussah wie ein Schnürsenkel... ‚Schüllgras? Das kann doch nicht sein!'
Es gab insgesamt nur zwei Zutaten, die Severus nicht zuordnen konnte. Alle anderen konnte er mehr oder minder sicher bestimmen. Er machte sich gerade die letzten Notizen, als sein Blick auf seine Armbanduhr fiel. Severus zog scharf die Luft ein.
‚Bei Merlin! Es ist fünf nach Acht!!' Er löschte das Feuer und hastete aus dem Klassenzimmer und in Richtung der Großen Treppe, ohne sich vorher um die Unordnung zu kümmern, die er hinterlassen hatte.
Beinahe wäre er in Professor Hays hineingerannt, der ihm entgegen kam. Er blubberte eine Entschuldigung und war schon wieder unterwegs, bevor sein Lehrer etwas sagen konnte.
ooOoo
Außer Atem kam er bei Professor McGonagalls Büro an und klopfte ohne Verzögerung. Er holte tief Luft um sein Seitenstechen zu bekämpfen. Von drinnen hörte er Schritte, dann wurde die Tür geöffnet und seine Lehrerin sah ihn verärgert an.
„Es ist zehn Minuten nach Acht", sagte sie scharf und ließ ihn eintreten.
„Entschuldigung, Professor", sagte Severus immer noch tief Luft holend.
„Ich kann nicht sagen, dass ich von ihrem Verhalten, dass Sie in letzter Zeit an den Tag legen, erbaut bin", sagte Professor McGonagall streng. „Wenn Sie nicht noch weitere Strafarbeiten riskieren wollen, dann sollten Sie sich lieber keine Fehltritte mehr erlauben. Aber nun gut. Setzen Sie sich und fangen Sie an ihre Strafarbeit zu schreiben." Professor McGonagall deutete auf einen Tisch, auf dem ein langes Stück Pergament und ein Federkiel lagen.
Severus setzte sich und fing an zu schreiben.
ooOoo
Es war kurz nach Acht und Remus lag zusammengerollt in seinem Bett im Gryffindorschlafsaal. Sein Körper fühlte sich seltsam an. Alle seine Muskeln schienen zu kribbeln, und in seinem Kopf dröhnte es.
Die Tür wurde geöffnet und Sirius erschien. „Wir sollten langsam los. Alles klar, Moony?"
Remus hob müde den Kopf und stieg aus dem Bett. Er trug seine alten zerschlissenen Trainingshosen und einen Kapuzenpulli mit Reißverschluss. Er wusste nicht, wie weit er sich später noch würde bewegen können, deshalb musste es etwas Weiches sein.
Im Gryffindorgemeinschaftsraum warteten bereits James und Peter auf sie. Peter lächelte Remus mitfühlend an und James hielt ihnen das Bild vom Portraitloch auf, damit sie ohne Unterbrechung passieren konnten. Während des Weges hinunter und hinaus auf die Schlossgründe blieben Peter und Sirius stets an Remus' Seite, damit niemand, dem sie begegneten, einen genaueren Blick auf ihn werfen konnte, denn man sah Remus an, dass es ihm nicht gut ging.
Sie gingen nicht durch das Haupttor, sondern durch einen Geheimgang nach draußen, der etwas näher an den Verbotenen Wald und die Peitschende Weide heran führte.
Die Luft draußen war kalt und ein leichter Wind wehte. Zum Glück regnete es aber nicht mehr.
Mit stapfenden Schritten liefen sie über die matschigen Wiesen und durch etliche Torbögen, die die Gärten und Plätze, die verwinkelten Schulhöfe und Wiesen voneinander trennten.
Draußen, außer Sichtweite jeglicher Autoritätspersonen oder gaffender Mitschüler, wurde die Stimmung der vier Freunde zunehmend entspannter und ausgelassener. Es fielen einige Hundewitze, die Sirius dazu brachten den armen Peter bis in einen Dornenbusch zu jagen, aus dem dieser erst wieder herauskam, nachdem James ihm versichert hatte, dass er Sirius an die Leine nehmen würde.
Remus war für jede Ablenkung dankbar. Er wusste, dass es nur eine Frage der Zeit sein würde, bis er die Kontrolle über den Werwolf in sich verlieren würde und dann und danach, wenn er sich zurückverwandelt hätte, wieder in einem Wirbel aus verschiedensten Schmerzen stecken würde. Jeden Vollmond wurde Remus wieder bewusst, wie viel Glück er mit seinen Freunden hatte. Dass sie sich für ihn einsetzten, sich um ihn sorgten, ihn versorgten, wenn er nach einer Vollmondnacht kaputt und zerschunden wieder zu sich kam und immer für ihn da waren.
Doch in ein paar Tagen schon würde wieder dieses kleine Stimmchen da sein, das ihm zuflüsterte, dass er seinen Freunden nur ein Klotz am Bein war. Dass sie sich jeden Monat wegen ihm die Nächte um die Ohren schlagen müssten und dass er sie dabei, wenn auch ungewollt, ab und zu verletzte. Was genau er in seiner Werwolfform anstellte, wusste er nicht, denn eine Erinnerung an die Zeit hatte er nie, und seine Freunde schwiegen eisern darüber, wenn er sie fragte. Doch die Schnittwunden und Blessuren die auch Sirius, James und Peter am nächsten Tag aufwiesen, sagten genug.
Im Moment allerdings lachte Remus über die Albernheiten seiner Freunde und vergaß für einen kurzen Augenblick, was ihm gleich bevorstand.
Sie erreichten die Peitschende Weide und öffneten den Geheimgang mit spielerischer Leichtigkeit, die von fast fünf Jahren Übung zeugte.
Bis kurz vor Ende seines ersten Jahres in Hogwarts hatte Remus sein Geheimnis wahren können, doch dann hatten seine drei Zimmergenossen ihn immer wieder mit Fragen bombardiert, und an einem Abend kurz nach Vollmond, als Remus nach seiner Behandlung aus dem Krankenflügel zurückgekommen war und eine lange Schnittwunde seine Wange zierte, hatte er nachgegeben und seinen Freunden sein Geheimnis offenbart. Zuerst hatten sie geschockt reagiert und Remus hatte das Gefühl einen schrecklichen Fehler begangen zu haben und die Tränen darüber ließen sich nicht verhindern, doch dann hatte James seinen Arm um ihn gelegt und Peter hatte ihm von seiner Schokolade gegeben, von der er immer einen Vorrat aufbewahrte, und Sirius... Sirius war bei weitem am schwersten mit der neuen Information umgegangen. Das lag wohl daran, wer er war: ein Black. Nach allem zu schließen, was Remus bisher über seine Familie, seine Erziehung und vor allem über seine Mutter erfahren hatte, war Sirius nicht gerade in einem toleranten Klima aufgewachsen und hatte so einiges an Vorurteilen gegenüber Andersartigen mitgenommen.
James und er hatten deswegen schon seit Anfang des ersten Schuljahres einige heftige Streits und sogar eine Prügelei gehabt, aber zum Schluss hatte James Sirius von seiner Einstellung überzeugen können. Und seitdem bestand kein Zweifel mehr daran, dass der Gryffindor mit den langen schwarzen Haaren und dem ständigen Sonnenscheingrinsen, der seiner Familie so ähnlich war wie der Sommer dem Winter, Remus hundertprozentig zur Seite stand und sich durch nichts und niemanden mehr von seinem Standpunkt abbringen lassen würde.
Von dem Tag an waren sie oft in die Heulende Hütte gegangen, auch wenn kein Vollmond war. Erst in Remus' drittem Jahr hatten ihn seine Freunde bei Vollmond begleiten können, denn sie hatten es geschafft Animagi zu werden.
Alles zusammen, das Geheimnis von Remus, die Überzeugungskraft von James, das Temperament und die Lebenslust von Sirius und die Aktionslust und Verschlagenheit von Peter, hatte die vier mehr zusammen geschweißt, als ihnen allen überhaupt bewusst war.
Die Weide erstarrte und gab den unterirdischen Weg zur Heulenden Hütte frei. Rasch stiegen die Jungen in das Loch und folgten dem Gang, bis sie an eine schwere Tür gelangten.
In der Heulenden Hütte roch es nach Moder. Die Dielenbretter knarrten unter ihren Schritten, als sie die Treppe in das ehemalige Schlafzimmer emporstiegen. Hier war auf Professor Dumbledores Geheiß ein Bett für Remus hergerichtet worden und es stand auch etwas zu trinken und zu essen bereit. Die Freunde breiteten sich aus und entfachten ein Feuer im Kamin.
Peter machte sich als erstes über ein Schinkensandwich her und nahm dann neben seinen Freunden Platz.
Es dauerte nicht lange, bis James ein großes Stück Pergament aus seiner Tasche zog.
„Ich schwöre feierlich, dass ich ein Missetäter bin!" sagte er und hieb mit seinem Zauberstab einmal auf das Pergament. Ein Labyrinth aus Wegen und Gängen wurde sichtbar: Hogwarts.
Jeden Vollmond arbeiteten sie an der „Karte des Rumtreibers". Alle Geheimgänge und Wege, die sie innerhalb ihrer Schulzeit entdeckt hatten, waren darauf verzeichnet und jede Person, die sich in Hogwarts befand, wurde durch einen kleinen Punkt geortet, neben dem in schnörkeliger Schönschrift der Name geschrieben stand.
Ein Jahr Arbeit steckte schon in der Karte und eine Menge Zauber waren in ihren Seiten verwoben. Jetzt war sie fast fertig und es machte den Jungen eine Menge Spaß die Wege ihrer Mitschüler zu überwachen. Allerdings gab es auch Ausnahmen. Die Karte zeigte zwar die Eingänge zu den Gemeinschaftsräumen der vier Häuser, aber was hinter den Wänden der anderen Häuser stattfand, zeigte sie nicht. Bisher hatten es die vier noch nicht gewagt einen Fuß in die anderen Gemeinschaftsräume zu setzen, auch wenn sie schon einige Mal Gelegenheit dazu gehabt hatten. James' und Sirius' Ziel war es aber dies möglichst bald nachzuholen, um die Karte perfekt zu machen. Remus konnte sich nur schwerlich vorstellen, dass es leicht werden würde in den Slytheringemeinschaftsraum einzusteigen. Aber auch er war neugierig.
Die Nacht brach nun endgültig herein und Remus spürte das erste Ziehen in seinen Muskeln.
„Ihr solltet jetzt besser gehen. Es ist gleich soweit", warnte er seine Freunde. Peter, der ehrfürchtig aufschaute, nickte ihm mitleidsvoll zu, verwandelte sich in eine Ratte und schnappte sich ein Stück Muffin als Nachtmahl, bevor er von Sirius mit einer wirschen Bewegung vertrieben wurde.
„Bis gleich, Moony!" sagte James, klopfte Remus ein letztes Mal auf die Schulter, packte die Karte des Rumtreibers weg und machte sich mit Peter zusammen auf den Weg nach unten, wo sie bis zu Remus' Verwandlung warten wollten.
„Wir werden die ganze Zeit bei dir sein", versicherte Sirius und drückte Remus an sich, wie um ihm Mut zu machen.
„Ich weiß", erwiderte Remus deprimiert. „Passt auf euch auf, ja?"
„Klar doch!" beruhigte Sirius ihn. „Ich warte vor der Tür."
Remus nickte resigniert, und Sirius schloss die verstärkte Holztür hinter sich.
Nun war er allein.
Remus löschte das Feuer im Kamin, zog seine Kleidung aus und verstaute sie in einem Kleiderschrank, den der Werwolf bei seinen Tobsuchtsanfällen schon mehrmals in Stücke zerlegt hatte und der jeden Monat wieder heil an seinem Platz stand. Dann legte er sich ins Bett und horchte auf das Schuhuen eines Waldkäuzchens, das nahe der Heulenden Hütte hockte, und versuchte seine Kopfschmerzen zu ignorieren.
‚Wenn mein Trank doch nur gewirkt hätte...', dachte er betrübt. Seine Gedanken wanderten weiter während er wartete und ein Gefühl von Einsamkeit ergriff ihn.
‚Er ist auch immer alleine', dachte Remus und ein Bild von schwarzen Haaren und einer großen Hakennase erschien vor seinem inneren Auge.
„Sirius?" fragte er leise in die Stille der Heulenden Hütte.
„Ja?" kam nach kurzer Zeit die Antwort, durch das schwere Holz der Tür gedämpft.
„Wir dürfen Snape nichts mehr tun."
„Was? Warum? Aber Moony--", kam es ungläubig durch das Holz.
„Weil... er... er ist immer... alleine..." Der Vollmond war durch die Wolken gebrochen und Remus durchzog ein grausames Kribbeln, sein Puls beschleunigte sich und seine Muskeln verkrampften sich.
Remus krallte sich in die Matratze, das Gesicht schmerzverzerrt und ihm entfuhr ein unterdrücktes Stöhnen.
Er schmiss sich in seinem Lager umher, dass die Latten krachten.
„Moony?" drang Sirius' besorgte Stimme durch die Tür. „Alles in Ordnung?"
„Jaaaaaaaaaaaaaaah..." ging die Antwort darauf in einen Schrei über.
Das Reißen in Remus' Körper steigerte sich binnen Sekunden ins Unerträgliche, jeglicher psychische Widerstand gegen die Verwandlung scheiterte und riss eine Schneise zwischen Remus Körper und seinen Verstand. Der Raum schien sich zu drehen und verschwamm vor seinen Augen.
„Moony?" drang es erneut durch die Tür. Sirius, der vor der Tür hockte und ein Ohr an das Holz gelegt hatte, lauschte auf die Geräusche aus dem Innern der Kammer.
Das Gepolter verstummte, und für einen Moment herrschte absolute Stille. Dann durchbrach ein lautes wölfisches Heulen die Luft, das Sirius die Haare zu Berge stehen ließ.
ooOoo
Ein fürchterliches Geräusch ließ Severus von seiner Arbeit hochschrecken. Gebannt starrte er zum Fenster hinaus und in die Nacht, über der ein glänzender Vollmond prangte.
Er horchte auf jedes Geräusch, das der Wind zum Schloss hoch trug und alle seine Sinne waren in höchster Alarmbereitschaft. Sein Puls schnellte hoch, so dass er ihn bis in seinem Hals spüren konnte, und seine Hand verkrampfte sich um die Feder.
Professor McGonagall ließ ein Hüsteln vernehmen und Severus blickte zu ihr. Die Lehrerin für Verwandlung und Hauslehrerin von Gryffindor sah ihn mit einem beruhigenden Lächeln an, dass der Slytherin noch nie bei ihr gesehen hatte.
Natürlich musste sie wissen, was Lupin war und sie wusste auch, was vor genau vier Monaten, in der Woche vor den Sommerferien geschehen war.
„Wie weit sind Sie mit Ihrem Aufsatz?" fragte sie, ihre Stimme war ohne den gewohnten Druck.
Severus blickte auf sein Pergament hinunter. Er war fast fertig. Ein Blick auf seine Armbanduhr sagte ihm, dass es zehn Minuten nach zehn war. Er kritzelte noch einen Schlusssatz hin und gab das Pergament ab.
„Sie können dann gehen. Und ich warne Sie, nicht noch im Schloss herum zu streifen. Begeben Sie sich sofort in ihren Schlafsaal!"
„Ja, Professor."
Schleunigst verließ er das Büro der Lehrerin und machte sich auf den Weg zum Slytheringemeinschaftsraum.
