Disclaimer: Weiterhin nicht meins, nur gut gerührt und geschüttelt worden.

A/N: Wenn schon AU, dann richtig. Heißt das hier wird ein längeres Projekt, weils ja doch noch eine Menge offener Fragen gibt. Ein paar davon beantworten wir jetzt mal :)

Herzlichen Dank fürs reviewen am Missy, toujour-pur, Joeli, Slytherene, Selene Falcon, Ylva, irgendwie, enlya, Pretty Lily Potter, Anki Potter, Yamaika, Wergurkchen, citrone und moons!


„Feierabend.", sagte eine Stimme im fröhlichen Sing-Sang, als Sirius den Spindraum betrat.

„Endlich.", gab Sirius im gleichen Ton zurück. Eine junge Frau linste hinter den Spindreihen hervor und grinste, als sie Sirius erblickte.

„Ich dachte schon du kommst gar nicht mehr.", lächelte sie und warf ihr rotes Haar über die Schulter nach vorne. „Das Kleid braucht wieder deine Hilfe."

Sirius grinste und durchquerte den kleinen Raum. „Warum ziehst du es überhaupt an, wenn du nicht mal allein reinkommst?", fragte er und schloss den Reißverschluss.

„Weil du gesagt hast es steht mir.", lachte die Rothaarige und griff nach ihrer Handtasche, mit der die im angrenzenden Badezimmer verschwand.

„Als würdest du auf mich hören, Evans.", rief Sirius ihr hinterher, dann widmete er sich seinem eigenen Spind.

Gerade als Sirius seine Gürtelschnalle ihrer Bestimmung zuführte kam sie zurück, die Haare nun zu einem Zopf geflochten. „Begleitest du mich noch auf einen Drink bevor wir nach Hause gehen?"

„Ich weiß nicht.", antwortete Sirius und schlüpfte in sein Hemd. „Eigentlich bin ich froh, wenn der Tag endlich vorbei ist."

Lily sah ihn ungläubig an, kam dann die paar Schritte von der Badezimmertür hinüber zu Sirius und stemmte die Hände in die Hüften. Ihre grünen Augen funkelten und ihr Blick durchbohrte Sirius. „Okay, Mister, wer sind Sie und was haben Sie mit Sirius Black angestellt?"

„Der hat sich in die Karibik abgesetzt. Ich bin nur seine Urlaubsvertretung.", sagte Sirius ungerührt und schloss Knopf um Knopf seines Hemdes.

„Witzig.", sagte Lily trocken.

„Ich bin immer witzig.", sagte Sirius grinsend und nahm seine Tasche aus dem Spind. „Frag Mrs. Parker."

„Ach komm schon, Sirius.", sagte Lily und schenkte ihm einen Wimpernaufschlag, der Filmreife besaß. „In der WG wartet doch nichts auf dich, außer der Abwasch und Abendessen, das übrigens nach Essplan heute von Jo kommt."

„Is ja gut, ich komm ja mit."

Lily grinste und küsste seine Wange. „Ich wusste mit Jos Kochkünsten krieg ich dich rum."

Sirius lachte und schwang die Umhängetasche über seine Schulter. „Na dann, ab ins Pub."


„Und? Wie geht's deiner Großmutter im Heim?", fragte Peter und nahm einen Schluck aus seiner Bierflasche.

„Ganz gut.", antwortete James grinsend. „Hat ihre Vorliebe für jüngere Männer entdeckt."

„Mittfünfziger?", fragte Peter und stellte die Flasche vor sich auf den Tresen.

„Nein. Anfang Zwanziger."

„Urgs.", sagte Peter und schüttelte sich lachend. „Deine Großmutter in Ehren, aber der Typ tut mir leid."

„Mir auch.", grinste James und nahm einen Schluck Bier. „Aber irgendwie schien er's zu genießen."

„Sicher, dass ihr deine Großmutter in nem Altenheim und nicht in der Klapse abgegeben habt?", lachte Peter.

„Witzig, witzig, Pettigrew.", grinste James, trank und ließ seinen Blick durch den Raum schweifen. Das Pub war groß, aber gut getarnt und für Muggel praktisch unsichtbar, was es zu einem beliebten Treffpunkt machte. Hier war die magische Welt unter sich, konnte sich über den neuesten Tratsch oder die Politik des Ministeriums austauschen, über Arbeit und Familie plaudern oder die neuesten Trends am magischen Markt analysieren. Kurz, hier musste man nicht darauf achten von den Muggeln nicht als Zauberer wahrgenommen zu werden.

„Wird langsam weniger voll hier.", sagte Peter. James blickte auf die Uhr.

„Dann werd ich mal beim Platzschaffen mithelfen."

„Dann komm gut heim.", grinste Peter. „Ich warte hier noch auf Nanny."

„Grüß sie von mir.", sagte James und stand auf. „Wir sehn uns."

James winkte Peter kurz zu, dann schob er sich durch die Menge umherstehender Zauberer Richtung Ausgang, was nicht ganz so leicht war, wie es auf den ersten Blick ausgesehen hatte. Er musste Grüppchen umrunden, Zigaretten ausweichen und schließlich auch dem Bierkrug eines wild gestikulierenden Zauberers entrinnen, was zu einem Zusammenstoß mit einem Gast führte, der eben das Lokal betreten hatte.

„Hoppla.", lachte dieser.

„Tut mir leid, ich-", sagte James und sah auf.

„Schon okay.", grinste der junge Mann, den er als Pfleger seiner Großmutter erkannte. „Bei dem Auflauf hier kein Wunder."

„Stimmt, wird von Abend zu Abend schlimmer.", grinste James. „James, übrigens.", sagte er und streckte dem anderen seine Hand hin.

„Sirius.", sagte dieser und ergriff sie. „Und der Schokokuchen wurde abgeliefert, nur für den Fall, dass Daphne nachher was anderes behauptet." Sirius grinste und James konnte nur lachen.

„Kann man dich denn keine zwei Sekunden allein lassen?", fragte die Rothaarige, die plötzlich neben Sirius auftauchte und James interessiert musterte.

„Tja, wenn dir ne Toilettenbesichtigung wichtiger ist als ich, kann ich mich auch mit Daphnes Enkel unterhalten.", sagte Sirius und zwinkerte ihr zu.

„Oh.", sagte sie und reichte James ihre porzellanweiße Hand. „Lily Evans."

„James Potter.", stellte James sich abermals vor.

„Nimmst du noch einen Drink mit uns?", fragte Lily und strich sich eine kupferrote Haarsträhne aus dem Gesicht.

„Würd ich gerne.", sagte James entschuldigend. „Aber leider hab ich morgen Frühdienst."

„Ein andermal vielleicht.", sagte Lily und lächelt.

„Vielleicht.", nickte James. „Schönen Abend noch."

„Dir auch.", sagte Lily und winkte ihm nach, bis er im Gewühl verschwunden war. Dann drehte sie sich zu Sirius um. „Irgendwie ist er süß."

„Und schon bin ich abserviert.", sagte Sirius und griff sich theatralisch ans Herz. Lily lachte und knuffte ihn in die Seite.

„Unsinn.", sagte sie und küsste Sirius' Wange. „Aber mit einem Pina Colada wärst du meine absolute Nummer eins heute Abend."

Sirius lachte und zwinkerte ihr zu. „Einen Moment, Mylady. Ich bin gleich wieder zurück." Dann verschwand er in Richtung Bar.