Disclaimer: Nöp, noch immer nicht meins.
A/N: So meine Lieben, weiter geht's. Heute etwas kürzer, aber keine Sorge. Das nächste wird etwas „ereignisreicher" ;)
Danke fürs reviewen diesmal an Pretty Lily Potter, Yamaika, Missy, Selene Falcon, Joeli, enlya, little-choco, Slytherene, Moonsy, Moony-Paddy-Prongs, irgendwie, citrone und Thesa
Und wer wissen will, wie Sirius' Lady aussieht, sollte mal nach einer „Suzuki Marauder" googeln ;) Sehr hübsch :))
James saß auf der Stufe vor dem Reihenhaus seiner Eltern und ließ sich die Abendsonne ins Gesicht scheinen. Der Tag war schön und vor allem warm gewesen und ließ auf einen klaren und warmen Abend schließen. Perfekt, um ihn draußen zu verbringen.
Als hätte Sirius es geahnt.
James lehnte sich zurück, stütze sich auf den Ellbogen ab und schloss die Augen. Es war seltsam. Irgendwie hatte er das Gefühl Sirius bereits ewig zu kennen, obwohl er im Grunde nichts von ihm wusste, außer, dass er im Altenheim seiner Großmutter arbeitete und in Bulgarien zur Schule gegangen war. Und trotzdem war da ein Gefühl der Vertrautheit, als hätten sie bereits Jahre miteinander verbracht.
Das Knattern eines Motors ließ James die Augen wieder öffnen und die Straße entlang blicken. Silbern und schwarz glänzte das Motorrad im Abendlicht, als Sirius damit um die Biegung kam und in James' Straße einfuhr. Sein Haar, das ihm bis zu den Schultern reichte, hatte er in einem nachlässigen Zopf zusammengefasst. Ein dunkles Shirt, enge schwarze Jeans und schwarze Biker Stiefel ließen einen Auftritt zu, der die Mädchen, die eben das Nachbarhaus verließen, sichtlich begeisterte.
James konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als Sirius die Maschine vor ihm anhielt und den Motor ausstellte.
„Ich werde Droheulen von den Müttern in der Umgebung bekommen.", sagte er und nickte in Richtung der Mädchen.
Sirius folgte seinem Blick und grinste. Die Mädchen tuschelten und eines drehte sich wieder zu ihnen um. Sirius zwinkerte ihr zu und sie lief rot an, drehte sich schnell wieder ihren Freundinnen zu und sie verschwanden kichernd um die Wegbiegung.
„Ich würde aufpassen an deiner Stelle, die verheiraten dich sonst gleich.", lachte James.
Sirius' Grinsen geriet etwas schief. James hielt inne und sah ihn fragend an, Sirius jedoch wechselte das Thema.
„Schon mal auf einem Motorrad gesessen?"
James schüttelte den Kopf. „Ein Fahrrad vor ein paar Jahren, aber sonst nichts Zweirädriges."
„Ein Fahrrad ist wohl kaum vergleichbar.", lachte Sirius und deutete auf den Soziusplatz hinter sich. „Machs dir bequem."
Etwas umständlich kletterte James auf die schwarze Maschine. „Willst du mir jetzt verraten wo wir hin fahren?"
„Nein.", sagte Sirius, grinste James über seine Schulter hinweg an und startete das Motorrad.
James verstand sehr schnell, was Sirius am biken so gut gefiel. Sie fuhren die Hauptstraße entlang, aus den Vororten hinaus. Die langen Schatten, die die Abendsonne in die Landschaft malte, flogen an ihnen vorbei. Wind im Haar und in den Kleidern. Es war beinahe wie fliegen. Und für James hatte es nie etwas Besseres gegeben, als hoch oben über den Dächern der Welt dahin zu gleiten.
Sirius lenkte die Maschine von der Hauptstraße ab in einen Feldweg. Der Weg stieg etwas an und führte durch ein Waldstück. James fragte sich wo Sirius genau hin wollte, schließlich berührte die Sonne schon den Boden am Horizont.
Und dann durchbrachen sie die dichten Baumreihen und gelangten auf eine Lichtung, die an einem Abhang lag und einen Blick weit über das Land zuließ. London glitzerte in der Ferne.
„Ich bin gern hier oben.", sagte Sirius und stellte den Motor ab. „Man ist den Sternen näher."
„Natürlich.", sagte James und kletterte von der Maschine. „Sirius, Hauptstern des Großen Hundes."
„Und hellster Stern am Himmel.", grinste Sirius und lehnte das Motorrad an den nächsten Baum.
„Wie passend.", sagte James und erwiderte das Grinsen. „Interessante Idee jemanden nach einem Stern zu benennen."
„Eine weit verbreitete in meiner Familie.", sagte Sirius und ließ sich ins Gras fallen. „Nimm nur mal meinen Bruder."
„Regulus, im Sternbild des-"
„-Löwen, genau.", vervollständigte Sirius den Satz und forderte James auf sich neben ihn zu setzen. „Ich hab noch Cousinen, die auf die Namen Bellatrix und Andromeda hören, und einen Onkel namens Alphard."
James lachte und nahm neben Sirius im Gras Platz. „Hat wohl einen kleinen Tick, deine Familie."
„Ich würde es eher Besessenheit nennen.", sagte Sirius grinsend und richtete den Blick über sich in den sich nun rasch verdunkelnden Himmel. „Und es ist bei weitem nicht nur ein Tick."
„Naja, solange keiner einen Namen wie Pollux ertragen muss.", grinste James und legte sich ins Gras.
„Mein Großvater hieß so."
„Nicht dein ernst.", lachte James und drehte sich, um Sirius ansehen zu können.
„Ich hab auch einen Onkel, der Cygnus heißt. Hätte es also weit schlimmer treffen können, als mit Sirius.", sagte dieser und lenkte seinen Blick aus dem Himmel zurück zu James.
„Immerhin besser als James.", sagte James grinsend. „So heißt immerhin jeder zweite Butler."
Sirius lachte. „Nun denn, Butler James, erzähl doch mal. Was treibst du so, wenn Lady Potter dich nicht gerade in ihre Altenresidenz ruft, oder du als Auror den Bösen dieser Welt entgegen trittst?"
oooOOOooo
Die Sonne war bereits untergegangen und die Kühle der Nacht kroch über die Lande, als die beiden jungen Männer beschlossen wieder aufzubrechen. James fröstelte und kletterte hinter Sirius auf das schwarz glänzende Motorrad.
„Was dagegen, wenn wir bei mir vorbei fahren, Nova holen und wir dich zu Fuß nach Hause bringen? Ich bin dem Mädchen noch ne Runde schuldig."
„Nicht das geringste.", sagte James. Sirius schenkte ihm ein Lächeln und startete das Motorrad. Der Feldweg war holprig und das Licht des Scheinwerfers tanzte zwischen den Bäumen. Sie fuhren den Weg zurück zur Hauptstraße.
„Festhalten.", riet Sirius plötzlich und legte einen kleinen Schalter am Lenker um. James wollte schon fragen warum, die Straße lag schließlich ruhig und verlassen vor ihnen.
Dann verlor die Maschine den Asphalt unter den Rädern.
James staunte stumm und mit großen Augen. Er konnte Sirius' Grinsen spüren, obwohl er sich nicht zu ihm umgedreht hatte.
Sie flogen.
„Wie…?"
„Alles eine Frage der magischen Technik.", sagte Sirius. „Höher?"
„Auf jeden Fall.", antwortete James und schlang die Arme fest um Sirius' Hüften. „So hoch wie möglich."
Sirius grinste nur und zog die Maschine nach oben in den sternenbehangenen Nachthimmel.
