Disclaimer: Auch nach Band 7 gehört die Potterwelt weiterhin Mrs.JKR.
A/N: Die lange Wartezeit tut mir furchtbar leid. Schreibblockade is was sehr blödes, vor allem wenn sie lang ist und man eigentlich einen Text fertig zu stellen hätte. Aber nun ist es vollbracht. Hier ist es, das allerletzte Kapitel dieser Geschichte. Neue Projekte sind schon in arbeit. Ob auch mal wieder eine längere Geschichte dabei sein wird, wird sich noch zeigen.
Herzlichen Dank fürs reviewen diesmal an Joeli, Missy, Moons, Nutellamaedchen, engelchen89, irgendwie, citrone, Lucyanne, Slytherene, missyminka, Sturmwarnung, little-choco, ErdbEErMarMeladE, Moony-Paddy-Prongs, Lewanna, schokowolf, araglas16, Aglimpseoftthemoon, Sarasay und belliciouz.
Hat mir großen Spaß gemacht diese Geschichte für euch zu schreiben. Ich hoffe wir lesen uns beim nächsten Mal wieder!
Als James die Augen wieder aufschlug schien die Sonne bereits träge ins Zimmer. Der Regen hatte wieder eingesetzt und klatschte gegen die Fensterscheibe.
James gähnte und wischte sich über die Augen. Sirius neben ihm bewegte sich etwas, nahm aber den Arm nicht weg, den er von hinten um James' Mitte gelegt hatte. Dann hob er kurz den Kopf, um über James hinweg einen Blick auf die Uhr zu werfen, die am Schreibtisch stand, und ließ ihn zurück ins Kissen fallen.
„Mittag.", murmelte er.
Wie zur Antwort klopfte es an der Zimmertür. „Wenn jemand Interesse an Mittagessen hat, ab in die Küche!"
„Essen.", sagte Sirius, als Lily vor der Zimmertür verschwunden war, um sich der nächsten im Gang zu widmen. „Eigentlich keine schlechte Idee."
Er stützte sich auf einen Ellbogen und küsste wieder die Stelle knapp unterhalb James' Ohr. „Na komm, vielleicht ist es ja sogar essbar." Damit nahm er den Arm von James, setzt sich auf und schwang die langen Beine aus dem Bett. Er fuhr sich mit den Fingern durchs Haar und zupfte sein Shirt zurecht.
An der Zimmertür wandte er sich erneut zu James um und sah ich auffordernd an. James beeilte sich aus dem Bett zu kommen. Er strich sein zerknautschtes Shirt so glatt wie möglich, rückte seine Brille zurecht und folgte Sirius aus dem Zimmer hinüber in die Küche.
Jo sah vom Tagespropheten auf, als sie eintraten und grinste. „Doch noch geblieben, was?"
„Wie du siehst.", erwiderte Sirius und zog James neben sich auf die Eckbank, legte einen Arm um seine Schultern. „Was gibt's zu Essen, bezaubernde Flammengöttin?"
„Oho, bester Laune, Mr.Black.", lachte Lily, die am Herd stand. „Das liegt nicht zufällig an ihm hier?" Sie zwinkerte James zu, sodass dieser schnell und etwas unbehaglich den Blick senkte.
„Zufällig doch.", grinste Sirius und hauchte James einen Kuss auf die Lippen. James lächelte unsicher. Es war ein wenig seltsam, die ganze Situation. Seltsam hier zu sitzen und zuzulassen, dass Sirius ihn einfach so küsste. Seltsam es unter den Blicken der anderen im Raum zu tun.
„Sind sie nicht süß?", grinste Lily.
„Warte nur, in zwei Jahren gehen sie sich gegenseitig furchtbar auf die Nerven.", sagte Jo und legte den Tagespropheten bei Seite.
„Ach.", sagte Angelina in gespielter Entrüstung. „Ich geh dir also auf die Nerven."
„Ähm…das hab ich nicht behauptet.", sagte Jo und fuhr sich mit den Fingern durchs Haar. „Ich mein ja nur, wenn man länger zusammen ist, sieht man nicht nur die rosa Wölkchen und…Was, Lily?"
Lily stand Kopf schüttelnd und lachend am Herd. „Du redest dich nur weiter rein."
„Da hat sie allerdings Recht.", sagte Angelina und verschränkte schmollend die Arme vor der Brust.
„Nicht sauer sein, Süße.", bat Jo und zog sie auf ihren Schoß. „Schmollen macht Falten."
„Wunderbar.", lachte Angelina. „Welches Kompliment streust du mir als nächstes? Dass ich fett bin?"
„Nur wenn ich dadurch deine Portion Nudelauflauf bekomme.", grinste Jo.
„Berechnend wie ein Slytherin.", sagte Angelina grinsend und rutschte von Jos Schoß auf die Sitzbank. „Es grenzt an ein Wunder, dass du doch in Gryffindor gelandet bist."
Jo lachte und nahm ein Teller voll Nudelauflauf von Lily entgegen.
„Da fällt mir ein", begann Lily, als sie Sirius einen Teller reichte „Ich hab uns das Wochenende in zwei Wochen dienstplantechnisch freigehalten. Ich kann doch weiterhin auf dich zählen, oder?", fragte sie und warf einen Blick auf James.
„Klar.", antwortete Sirius. „Du kennst mich, Lils. Ich lass mir doch nicht das WizRock entgehen."
„WizRock?", fragte James.
„Das größte Musikfestival, dass es am magischen Musikmarkt gibt.", erklärte Jo. „Alle große Bands ein Wochenende lang auf einer Freiluftbühne."
„Und ne Menge Leute, die extra deswegen von sonst wo kommen und auf dem Gelände um den Festbereich herum zelten.", sagte Lily. Begeisterung leuchtete aus ihren grünen Augen.
„Und ihr fahrt da hin?", fragte James.
„Das dritte Jahr in folge jetzt.", sagte Sirius.
„Traditionell erfolgt die Anfahrt auf Motorrädern.", grinste Lily.
„Jup.", sagte Sirius und gab das Grinsen zurück. „Beim ersten Mal bist du noch bei mir hinten drauf gesessen."
„Verdammt lange her.", lachte Lily. „Dieses Jahr könnte ich James auf meinem Motorrad mitnehmen."
„Vergiss es, Schätzchen. Er fährt schön bei mir mit."
„Vielleicht solltet ihr ihn erst fragen, ob er überhaupt mit will.", warf Angelina ein.
„Oh.", sagte Lily und lächelte verlegen.
„Also.", grinste Sirius. „Hast du schon was vor in zwei Wochen?"
„Bisher nicht, glaub ich."
„Dann komm mit.", bat Sirius. „Es ist großartig, glaub mir. Lass dir das nicht entgehen."
Da war etwas in seiner Stimme und in dem Blick, mit dem er ihn bedachte, dieses freudige glitzern in seinen Augen, wie bei einem Kind, das Weihnachten nicht mehr erwarten kann, das James schließlich nicken ließ. „Klar."
„Gute Entscheidung.", sagte Jo, doch James hörte sie nicht mehr. Er war zu sehr abgelenkt von den Lippen, die mit einem mal wieder auf seinen lagen und ihn, je länger der Kuss dauerte, mir Sirius' Vorfreude anzustecken begannen.
oooOOOooo
„Warum kann Moody nicht ein Mal nett zu uns sein?", fragte Marlene, als Dorcas, James und sie das Ministerium nach dem Aurorentraining verließen, und warf sich ihre Umhängetasche über die Schulter.
„Moody und nett in einem Satz?", schnaubte Dorcas. „Auf welchem Planeten lebst – oho!"
„Oho?", fragte Marlene verwirrt.
„Schöner Fremder auf 10 Uhr.", sagte Dorcas und nickte in die angegebene Richtung.
James grinste.
„Der Typ mit dem Motorrad?", fragte Marlene. Dorcas nickte.
„Ja, doch, nicht übel. Die Jeans sitzt ja sehr viel versprechend und er sieht nicht unbedingt wie einer von den schüchternen Jungs aus."
„Macht ihn nur noch viel interessanter.", grinste Dorcas. „Außerdem möchte ich gerne mal wissen wie es sich anfühlt auf so ner Maschine zu sitzen."
„Gut.", sagte James und zog den Gurt seiner Umhängetasche zurecht.
Dorcas sah ihn verblüfft an. „Sag bloß du fährst Motorrad."
„Ich nicht.", grinste James und nickt zu dem jungen Mann mit dem Motorrad hinüber. „Er schon. Wir sehen uns, Mädls. Schönes Wochenende!"
Damit nahm er die letzten Stufen hinunter auf die Straße und schlenderte unter dem verblüfften Blich der Mädchen zu Sirius hinüber, der sich vom Motorrad abstieß, an dem er bislang gelehnt hatte.
„Ich wusste gar nicht, dass wir verabredet waren."
„Waren wir auch nicht.", grinste Sirius und setzte sich auf seine Maschine. „Ich wollte nur sicher gehen, dass dus dir nicht noch mal anders überlegst."
James lachte. „Werd ich nicht. Ihr habt mich die letzten beiden Wochen praktisch am Stück neugierig gemacht auf dieses Wochenende." Er glitt hinter Sirius aufs Motorrad und legte die Arme um ihn. „Außerdem würde ich ein ganzes Wochenende mit dir nicht verpassen wollen.", hauchte er in Sirius' Ohr.
Sirius grinste James über seine Schulter hinweg an. „Zu schade, dass wir noch unter Beobachtung stehen."
„Seit wann macht dir das was aus?", lachte James.
„Mir nicht, aber du musst hier arbeiten.", warf Sirius ein, wurde aber von James' Lippen unterbrochen, die sich sanft auf die seinen legten.
„Wann und wo treffen wir auf den Rest der Truppe?"
„Plan war wir fahren zu dir, holen dein Zeug und treffen die anderen in zwei Stunden vor der WG.", sagte Sirius und startete die Maschine.
„Zwei Stunden." James grinste schelmisch. „Da haben wir ja noch eine Menge Zeit."
„Was schwebt dir vor?"
„Eine Wiederholung von gestern Nacht.", hauchte James und ließ seine Fingerspitzen hauchzart über Sirius' Schritt tanzen.
Sirius lachte, küsste James erneut und lenkte das Motorrad auf die Hauptstraße.
