Huhuuu, es geht wieder weiter…

TiniSnape: Ja, ja, Severus hat es auch nicht leicht, auch wenn er schon seit langem kein Spion mehr ist, so hat er doch leider immer noch Probleme. Die Einsamkeit macht ihn schon so ziemlich zu schaffen.

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Am Morgen wachte Severus mit Kopfschmerzen auf, die er schon ewig nicht mehr so schlimm hatte wie heute. Er glaubte, das sein Kopf in einem Schraubstock steckte und so ging er im Dunkeln um sein Himmelbett und machte sich auf den Weg in sein Bad um sich zu erleichtern. Beim Hände waschen viel sein Blick in den Spiegel, er maulte ihn an: „Hast morgens auch schon mal besser ausgesehen, und eine Rasur könntest du auch vertragen." Dabei rieb er sich mit einer Hand durchs Gesicht. Er entschied, dass er erst duschen gehen könnte und dann eine ausgiebige Rasur fällig wäre. Ohne das er es merkte, ließ er sich heute mehr Zeit bei seiner Pflege als sonst, und nahm noch einen Trank gegen seine Kopfschmerzen.

Er hatte sich für eine schwarze Hose und ein schwarzes Hemd entschieden (wunderts euch?), zum Abschluss band er sich seine Haare zu einem Zopf und mustere sich nun im Spiegel. „So gefällt mir das schon besser." Er zog sich seine schwarze Robe über und verließ den Kerker um in der großen Halle zu Frühstücken.

In der großen Halle waren die langen Haustische beseitigt worden, stattdessen war jetzt dort ein großer Tisch an der Stelle wo sonst der Lehrertisch stand. Am Tisch saßen schon Albus und Minerva und waren tief in ihr Gespräch versunken. Madame Pomfrey unterhielt sich angeregt mit Madame Sprout, Schüler waren noch keine anwesend was Severus sehr gelegen kam. Er war zwar nicht direkt ein Morgenmuffel, aber er konnte es auf dem Tod nicht leiden, wenn er morgens schon zugeschwafelt wurde bevor er nicht einen anständigen Kaffee intus hatte.

Nicht das ihn irgendeiner der Schüler direkt ansprechen würde, denn etwas hatte sich in den letzten Jahren dann doch nicht so sehr verändert. Er war zwar nicht mehr gefürchtet unter den Schülern, aber immer noch ein Respekt einflößende Person. Keiner der Schüler war darauf erpicht, seinen Zorn auf sich zu ziehen, lebensmüde war auch in der heutige Zeit niemand.

Aber einen störte das überhaupt nicht im Geringsten, im Gegenteil es amüsierte Albus immer wieder aufs Neue, Severus morgens in einen kleinen Plausch einzubinden.

„Severus mein lieber, guten Morgen, ich hoffe du hast heute besser geschlafen als gestern?" Albus sah zu wie Severus sich gegenüber auf einen Stuhl setzte.

„Hmm." Knurrte Severus zurück, und beachtete Albus nicht mit einem Blick, griff nach der Kaffeekanne und schüttete sich etwas ein. An der Tasse hielt er sich fest wie ein ertrinkender und nippte hin und wieder an dem heißen Gebräuh. Die wohltuende Wärme die das schwarze Getränk absonderte, kroch ihm auf der Stelle bis in den letzten Knochen. Das Albus nicht einfach da sitzen würde, und ihn seinen Kaffe genießen lassen konnte, hatte er schon geahnt.

Albus versuchte erneut ein Gespräch zu starten, „Ich habe Miss Granger geeult ob sie noch heute ein paar ihrer Unterlagen mitbringen könnte. Ich denke das wir so schnellst möglich einen Überblick über die Lage bekommen können." Severus der die ganze Zeit über einen Imaginären Punkt angestarrt hatte, erwachte so plötzlich aus seinen Gedanken, dass er sich an seinen Kaffee verschluckte. Nur mühsam erholte er sich von seinem Hustenanfall, und blickte nun Albus ungläubig an.

Verdammt wie konnte ich nur vergessen das sie heute kommt? Na das hast du ja prima verdrängt! Auf der Stelle war er hell wach und seine Sinne waren auf´s äußerste geschärft.

„Ja sicher, wie du meinst. Eine gute Idee, sicher." Dabei sah er auf, hüstelte noch ein paar mal und blickte den Schulleiter an, sein Freund hatte wieder diese belustigten strahlenden Augen.

Innerlich verfluchte Severus den alten Mann, es kam ihm manchmal so vor, als wüsste er, wie es tief in ihm aussah, und das war etwas, was noch nicht einmal er selbst über sich herausgefunden hatte.

Albus erhob sich grinsend und erinnerte Severus noch mal an die Unterredung heute Mittag.

Nachdem Severus etwas gefrühstückt hatte, sah er mit einem Blick auf die große Uhr die in der großen Halle hing, um festzustellen dass er nur noch eine Stunde Zeit hatte bis zur Besprechung. Also machte er sich langsam auf in seine Räume um sich noch mal etwas mit der Materie des Wolfbanntranks zu beschäftigen, in Gedanken noch die ein oder andere Möglichkeit durchgehend. Um punkt 12.00 Uhr stand er vor Albus´s Büro, wo er auch prompt hereingerufen wurde.

„Severus mein lieber, setz dich doch bitte zu uns." Albus deutete auf einen Sessel vor seinem großen Tisch. In dem anderen Sessel konnte man eine große Menge an braunen Locken sehen, die sich später als Miss Granger entpuppten.

Severus nahm in den angewiesenen Sessel platz und sah nun zu Granger rüber um sie zu begrüßen. „Miss Granger, schön sie zu sehen." „Es ist auch schön sie zu sehen Professor." Zwinkerte Hermine Granger ihm zu. Sie hatte ihre Haare hochgesteckt, nur ein paar verirrte Strähnen vielen ihr ins Gesicht und umschmeichelten dieses. Sie trug eine schwarze Hose, die in bis zu den Knien reichenden schwarzen hoch hackigen Stiefeletten steckte. Ein dunkelgrünes Seidenes langarmiges Shirt mit einem kleinen V-Ausschnitt umschmeichelte ihren schlanken Oberkörper. Um ihren Hals baumelte eine Silberne Kette dessen Anhänger er nicht sehen konnte weil es in ihrem Ausschnitt verschwand.

Du musst dir schon eingestehen Severus, dass sie wirklich sehr gut aussieht. Dachte er, zwang sich aber wieder seinen Blick von ihr ab zu wenden.

Albus riss ihn aus seinen Träumen als er Miss Granger ansprach. „ Nun Hermine, ich darf doch Hermine sagen? Wir kennen uns doch schon so lange, ich bin Albus, wenn du magst:" Hermine nickte, „Gut, Albus."

„Ich danke dir, dass du so schnell kommen konntest, ich habe dir ja bereits im Brief erklärt worum es speziell geht. Severus und ich haben dein Buch auch schon besprochen. Noch einmal meine Gratulation dazu. Severus fand einige Ansätze äußerst interessant, ich kann mich dazu nur bedingt äußern, denn so viel Ahnung habe ich vom Tränkebrauen leider nicht. Wenn es dir nichts aus macht Hermine, würde ich dich bitte deswegen mit Severus vorlieb zu nehmen. Aber ich möchte umgehend informiert werden falls ihr irgendetwas gefunden haben sollte." Sein Blick über seine Brille galt beiden, Hermine, sowie als auch Severus.

"Hm..., oh ja, das macht nichts. Professor Snape und ich werden alles weitere besprechen."

Albus schaute nun von Severus zu Hermine und erhob sich von seinen Stuhl. Severus ergriff darauf das Wort. „Miss Granger, wenn Sie mir dann bitte in meine Räume folgen würden."

Sie gingen nun nebeneinander Richtung Kerker, doch keiner der beiden sagte auch nur ein Wort. Hermine jedoch sah sich auf dem Weg in die Kerker genauestens um, sie war lange nicht auf Hogwarts gewesen, und Erinnerungen kamen in ihr hoch.

An seinen Räumen angekommen, entfernte er den Bannspruch mit einer Handbewegung und hielt ihr die Tür auf. Hermine war ziemlich nervös, auch wenn ihr damaliger Professor jetzt so ganz anders als früher war, musste sie sich eingestehen das sie keine Vorstellungen hatte wie er lebte. Vermutungen gab es damals unter den Schülern reichlich. Vorsichtig ging sie in den Wohnraum rein und staunte doch nicht schlecht. Das hätte sie nun nicht erwartet, dieses Zimmer strahlte so viel Gemütlichkeit und Wärme aus. Vor einem alten wunderschönen Kamin stand eine gemütliche Elfenbeinfarbige Couch, diese stand auf einen riesigen ebenfarbigen kuscheligen Teppich. Davor stand ein kleiner flacher Beistelltisch aus dunklem Holz. An einer anderen Wand stand ein Regal mit Büchern das es fast zu bersten drohte, das die Wand komplett beherrschte. Zwei weitere Türen gingen auch noch von dem Raum ab, aber sie waren geschlossen, so konnte man nicht erkennen wohin diese Türen führten.

Dann fiel ihr Blick in eine Ecke wo eine große Staffelei stand, langsam ging sie näher an das Bild ran um zu sehen was auf diesem Bild zu sehen war. Es war ein wunderschönes Aquarell, einer Mediterranen Idylle. Da war das Meer, das man hinter den Klippen sehen konnte einige, Olivenbäume standen abstrakt vereinzelt in einer Landschaft aus zum Teil vertrocknetem langem Gras. Bei näherem hinsehen konnte Hermine sehen, dass sich das Bild bewegte. An der obersten Klippe konnte man eine einzelne Frau sehen, deren helles Kleid sich im Wind leicht bewegte. Doch was Hermine wunderte war das diese Frau kein Gesicht hatte.