Hallo zusammen. Hier ging es sehr lange nicht weiter, sorry, aber ich habe leider im Augenblick alle Hände voll mit meinen beiden noch laufenden FF´s. Bald ist meine zweite FF(Fortsetzung dieser FF) beendet und dann werde ich mich komplett der Überarbeitung dieser FF widmen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen. Drück euch alle, Jane

Hermine bemerkte sehr wohl,Severus starrte sie an. Nun schaute sie ihm direkt in die Augen, ohne das beide es von dem anderen realisierte..

Ich habe nie bemerkt das sie braun sind, ein sehr dunkles braun. Ich hatte früher immer gedacht sie wären schwarz.

Aber sie hatte ja auch feststellen müssen, sie wusste so vieles nicht von ihm. Hätte ihr früher jemand gesagt, Severus Snapes´ Räume würden so viel Gemütlichkeit ausstrahlten, sie hätte demjenigen nicht geglaubt.

Severus hatte früher unter Schülerkreisen einige Spitznamen besessen, wobei große überdimensionale Fledermaus noch eine der netten Bezeichnung war. Man hatte ihm sogar angedichtet das er auf einem äußerst stacheligen Fakirbett schlief, oder das er für den Kerker das angemessene übliche Mobiliar innehatte und auffällige Schüler in seinem Kabinett Dinge tun ließ, die sie lieber vergaßen.

Aber das wusste sie ja nun besser, ja, er war überhaupt nicht so wie sie gedacht hatte. Nicht einmal Ansatzweise.

Jetzt fiel ihr auch auf, er trug nicht einmal mehr diesen steifen Gehrock. Irgendwie war alles anders an ihm, aber was sie sah gefiel ihr.

„Ehm, darf ich meine Unterlagen haben, bitte?", sagte Hermine, nachdem sie wieder aus ihrer anfänglichen Starre erwacht war. Er sah sie immer noch an, gab aber keine Antwort.

„Severus? Hallo, Erde an Severus?" Hermine grinste, sie fühlte sich wohl in ihrer Haut, auch wenn er sie die ganze Zeit beobachtete, was sie doch sehr wunderte.

Aber warum eigentlich Hermine? Er war einmal dein Lehrer, ja, und das ist schon so lange her, und hey er sieht wirklich gut aus. Außerdem ist er ein sehr kluger Mann, was ihn ja nun mal schwer von den anderen Pfeifen unterscheidet die du bisher kanntest.

Sie hatte es bei den mehr oder weniger langen Beziehungen immer vermisst, sich mit jemand zu Unterhalten der ihr gewachsen war. Sie konnte sich nie, in keiner ihrer Beziehungen mit dem Partner darüber unterhalten was ihr wichtig war, ganz abgesehen vom Fachlichen Aspekt.

Das schien bei Severus anders zu sein, sie hatte das Gefühl, bei ihm wurde ihr Geist gefordert. Sie wusste das er ein Meister seines Fachs war, und das genau reizte sie, so rein vom Unterhaltungswert, redete sie sich ein.

Langsam kam Severus wieder zu sich, starrte sie zwar immer noch an, doch wie er jetzt bemerkte hatte sie es wohl auch bemerkt.

„Na da sind Sie ja wieder. Ich dachte schon Sie hätten Ihre Sprache verloren.", grinste sie ihn spitzbübisch an und verschränkte ihre Arme ineinander.

„Wie, was?" Severus stutzte. War er doch tatsächlich für kurze Zeit in einer Traumwelt abgedriftet, in der er sich mit ihr in einer ganz anderen Beziehung sah.

„Na Severus, nachdem Sie die Sprache wieder gefunden haben, sollten wir vielleicht Albus von unseren Plänen informieren." Hermine schritt auf ihm zu und wollte ihm ihre Papiere aus der Hand nehmen, doch er hielt sie fest in seiner Hand.

„Severus? Dürfte ich bitte..." Weiter konnte sie nicht sprechen, denn sie fühlte auf einmal ein angenehmes kribbeln das von ihrer rechten Hand aus startete, mit der sie vergeblich an den Bögen Papier zerrte.

Ganz kurz hatte er sie einmal berühren wollen, er konnte den Wunsch nicht verdrängen, wollte fühlen wie sie sich anfühlte, wollte riechen wie sie roch, schmecken wie ihre Lippen schmeckten.

Er konnte sehen das sie bei seiner Berührung leicht zusammen zuckte, was ihn jedoch nicht daran hinderte, noch einmal mit einen seiner Finger, die die Papiere hielten, über ihre weiche seidige Hand zu streichen.

Ein kleines Feuerwerk startete in seinem Bauch.

Er beobachtete sie ganz genau, er konnte sehen, sie wurde leicht nervös, und fixierte seine Augen nun fragend.

„Ehm, vielleicht sollten wir jetzt lieber gehen, ich denke Albus wird sicher über alles auf dem Laufenden gehalten werden wollen.", sprach sie verlegen.

Ganz sachte zog sie nun noch einmal an ihren Papieren, die er nun locker in der Hand zu halten schien, ergriff sie und steckte sie in die Kladde. Augenblicklich machte sie kehrt, Richtung Tür.

Severus stand noch eine Weile da und sah ihr hinterher.

Gott Severus, was war das jetzt? Sie fühlt sich verdammt gut an, sie ist so weich und schön. Und vor allem ist sie fast fünfzehn Jahre Jünger als du! Aber es hat sich so richtig angefühlt…

Mit langen Schritten überwand er die paar Meter und war auch schon wieder in seinen Räumen angekommen.

Dort stand sie und wartete auf ihn, schaute ihn leicht verlegen an. Ihm gefiel dieses Bild, er wollte es so in Erinnerung behalten.

Hermine war so schnell sie konnte nach nebenan gegangen, oder besser gesagt geflüchtet.

Da berührt dich ein gut aussehender... Er ist mindestens Fünfzehn Jahre älter als du! Ist mir egal. Er war dein Lehrer... Ist mir auch egal, aber es stimmt, er „war" mein Lehrer. Hat er das wirklich gerade getan? Nie hätte ich so etwas von ihm erwartet. Es hat sich so gut angefühlt. Und warum bist du dann geflohen?

Bevor sie sich noch weitere diffusen Gedanken machen konnte, kam er auch schon, ging mit schnellen Schritten an ihr vorbei um die Tür zu öffnen und hielt sie ihr Galant offen um ihr den Vortritt zu gewähren.

Sie schritten so andächtig schweigend nebeneinander her, das man schon meinen konnte, sie hätten sich nur rein zufällig auf diesen Gang getroffen und auch nur rein zufällig den gleichen Weg vor sich hatten.

Erst als sie schon auf dem Gang zu Albus´ Büro waren unterbrach Severus die Stille.

„Hermine, sagen Sie, was hat es mit Ihrem Anhänger auf sich? Gebrauchen Sie etwa noch die alten Bräuche, eine junge moderne Hexe wie Sie?"

Abrupt blieb sie stehen und sah ihn skeptisch an.

„Was hat das mit dem Alter zu tun und was soll denn daran falsch sein? Was sollte falsch daran sein mit der Natur im Einklang zu sein. Die meisten Hexen und Zauberer haben vergessen das alle Zauberei in der Natur ihren Uhrsprung hat…" Sie waren inzwischen stehen geblieben und sahen sich an.

„Und mein Anhänger, den habe ich von einem ehemaligen Kollegen geschenkt bekommen, als ich an der Universität gearbeitet habe. Das war auch der Grund warum ich mich damit beschäftigt habe."

Hermine holte ihre Kette hervor und betrachtete den Anhänger.

„Ich nehme an. Sie wissen was es für ein Symbol ist?" Sie sah ihn direkt an. Severus musste einen Moment überlegen bevor ihm einfiel, was er darüber wusste und es aus seinen schon längst geglaubten Erinnerungen wieder ausgrub.

„Dieser Anhänger nennt sich „Der Spiegel Salomos", er stellt die Menschliche Seele dar, das Männliche und das Weibliche Prinzip. Er steht für Weisheit und Stärke, er schütz seinen Träger vor Gefahren und begünstigt schwierige Verwandlungen. Er ist auch ein unbedingtes Muss für alle heidnischen Zeremonien."

Hermine war gelinde gesagt erstaunt. Woher wusste er so viel über dieses Amulett? Interessiert hob sie ihre Augenbrauen an und wartete auf weitere Einzelheiten.

„Meine Mutter praktizierte ebenfalls die Heidnischen Bräuche, sie nannte ebenfalls solch einen Anhänger ihr Eigentum. Sie trug ihn allerdings nie, war keine starke Persönlichkeit, und gebrauchte ihn nur für ihre Zeremonien." Severus Stimme war etwas leiser geworden.

Er mochte nicht über seine Eltern reden, dieses Thema war für ihn sehr unangenehm, er hatte kaum gute Erinnerungen an seine Kindheit.

Hermine bemerkte, ihm war dieses Thema unangenehm und wechselte das Thema.

„Ich denke wir sollten Albus nicht länger warten lassen."

Das war Severus nur mehr als recht, und sie gingen jetzt gemeinsam Richtung Albus´ Büro.