Hallo,

hat zwar lang gedauert, aber nun kommt hier doch wieder ein neues Kapitel.

Salmalin: Vielen Dank. Es wird noch hoch hergehen, zwischen den Beiden, versprochen.

strega79: Danke für dein Feedback. knuddel

Samatha Snape: Vielen Dank für dein liebes Feedback. Die FF ist eigentlich schon komplett und es existiert sogar schon eine Fortsetzung davon, nur muss alles überarbeitet werden und leider fehlt mir dazu oft die Zeit und die Muse.

Verspreche euch, wieder regelmäßig zu updaten.

Drück euch alle.

LG, Jane

ooooooooooooooooooooooooooOOOOOOOOOOOOOOOooooooooooooooooooOOOOOOOOOOOOoooooooooooooooooooooo

Kapitel 10

Noch immer standen sie auf dem Gang und sahen sich gegenseitig und seltsam irritiert an.

„Oh, Entschuldigung, das wollte ich nicht.", stammelte Hermine, und war darauf aus, wieder etwas Abstand zwischen ihnen bringen, was er jedoch nicht zuließ.

Severus machte gerade den Schritt, den sie zurückging, in ihre Richtung und seine Augenbrauen trafen sich in der Mitte zu einem gerade Strich. Er sah ihr in die Augen und sie war wegen seiner Offensive mehr als überrascht.

„Hermine, bitte, was hast du eben gesagt?" Fast rauchig zart hatte er ihr diese Frage gestellt und seine Stimme klang wie eine zarte Berührung eines herrlich weichen Reibeisens.

„Was meinen Sie…, eh du?" Hermine wusste nicht was sie noch denken sollte. Vor ihr stand ein Mann, der sie offenbar begehrte, was sie doch sehr verdutzte, denn wie sollte das geschehen sein, nach gerade mal ein paar Stunden? Immerhin bekam sie keinen Satz mehr gerade heraus, was ihres Zeichens schon äußerst seltsam war.

„Bitte, Hermine. Wenn du so weiter machst, wird das nie was." Sprach er und kam noch näher, hob langsam seinen rechten Arm, und näherte sich ihrer linken Wange. Langsam streichelte er zärtlich mit seiner Hand darüber, während sie mit weit aufgerissenen Augen seinen Bewegungen folgte.

Hermine stand da wie festgefroren, sie wollte sich fortbewegen, aber ihre Beine bewegten sich keinen Zentimeter. War sie in einen Film gefangen? Und wie zum Henker, konnte sie sich daraus befreien?

Severus´ schlanke Finger bewegten sich jetzt langsam suchend Richtung Haare, die vereinzelt aus ihrer Hochsteckfrisur fielen, fand schließlich ihren Nacken und zog sie leicht in seine Richtung. Er kam ihrem Gesicht immer näher. Er konnte jetzt ihren süßen Duft einatmen, den sie ausströmte.

Verdutzt sah Hermine ihn näher kommen, während sie noch immer ganz steif da stand, als hätte sie ein Ganzkörperklammerfluch getroffen. Er schloss jetzt fast ihre Lippen mit seinen, als sie ihre Augen schloss und ihm rein intuitiv ebenfalls näher kam. Was tat sie überhaupt hier? Egal!

Erst ein sanfter vorsichtiger Kuss, tastend, genießend, schließlich wurde er fordernder. Seine Zunge stupste ihre Lippen vorsichtig an und bat um Einlass, während sie leise stöhnend ihr Wohlbefinden kund tat und ihm seinen Wunsch gewährte. Schließlich gab sie ihren Mund frei, bis ihre Zungen miteinander rangen. Ihre Hände machten sich auch auf die Suche, schlangen sich um seine Taille und um seinen Nacken.

oooOOooo

„Ja Poppy, ich denke das die Alraunen bald umgetopft werden können. Ich gebe dir dann..." Weiter sprach Madame Sprout nicht, denn sie blieb mit weit geöffnetem Mund stehen, ohne auf die Medihexe, Madame Pompfrey, zu achten.

Diese verstand überhaupt nicht was mit ihrer Freundin los war, und folgte dem Blick

der Kräuterkunde Professorin, bis sie an der großen Treppe zwei Personen ausmachen konnte, die dort in einer innigen Umarmung standen. Bei näherer Betrachtung musste sie feststellen, es war weit mehr als nur eine harmlose Umarmung und als sie erkannte, wer diese Personen waren, stieß sie einen kleinen überraschenden Schrei aus. Dieser hallte allerdings so laut in der großen Eingangshalle wider, dass das sich liebende Pärchen überrascht auseinander flog.

oooOOooo

Ein Feuerwerk der Gefühle startete in ihrem Bauch. Voller Verlangen stürzte sie sich auf ihn, erst vorsichtig tastend, forschend, dann verlangend, begehrend. Ihre Hände suchten sich berauscht einen Weg über seinen Körper. Sie konnte sehr gut seinen schlanken muskulösen Körper unter seinem schwarzen seidigen Hemd fühlen. Noch immer war sie sich der Tatsache bewusst, wer dieser Mann war, so sehr er sich auch verändert hatte.

Ein leiser schriller Laut hallte an den Wänden wider, und ließ sie abrupt auseinander fahren. Hermine sah sich nach der Ursache des Geräusches um, und entdeckte die an der großen Eingangstür stehenden Frauen.

Die Hitze in ihren Wangen sagten ihr überdeutlich, dass sie aussehen musste, wie eine überreife Tomate. Sie traute sich nicht ihn, geschweige denn, die Frauen anzusehen. Verlegen betrachtete sie ihre Stiefel, als wäre dort eine besonders fette Spinne, die es zu beobachten galt. Severus sah auch ziemlich überrascht aus, aber im Gegensatzl zu Hermine, hatte er sich sehr schnell wieder gefasst und unter Kontrolle. Er ergriff Hermines Hand und zog sie Richtung Kerkertreppe, die sich nur wenige Meter von ihnen befand, und machte erst wieder halt, als er schon vor der Tür seiner eigenen Räume stand. Mit einem Wink seiner Hand öffnete er sie, Hermine noch immer mit sich ziehend.

In seinem Wohnraum drehte er sich blitzschnell zu ihr um und zog sie begehrend wieder an sich, um ihre Lippen wieder mit seinen eigenen in Besitz zu nehmen. Schnell wurde er fordernder. Wie in einem Rausch gefangen. Lange Zeit hatte er so nicht mehr für eine Frau gefühlt und hatte es eigentlich schon aufgegeben. Er glitt mit seinen Händen unter ihr Sweatshirt und schickte sich an, ihren BH zu öffnen.

Hermine verspannte sich plötzlich. Ihr war es auf einmal gar nicht mehr so recht was er tat. Nicht das es nicht schön gewesen wäre, nein, daran lag es nicht. Sie kannte diesen Mann eigentlich gar nicht!

In seinem Mund flüsterte sie seinen Namen.

„Severus..." Severus reagierte nicht, für ihn gab es nur das hier und jetzt.

„Severus..." Wieder passierte nichts. Er erforschte gerade ausgiebig ihren schlanken Hals und knabberte sich daran knurrend empor.

Severus!" Dieses Mal hatte Hermine nicht geflüstert. Nein, sie hatte ihn fast angeschrien.

Er glitt erschrocken zurück und sah sie jetzt fragend und leicht irritiert an.

„Stimmt etwas nicht? Habe ich etwas falsch gemacht?" Verzweiflung machte sich in ihm breit. Sollte sie doch nichts für ihn empfinden? Hatte er etwa ihre Signale falsch gedeutet? Verdammt! Verdammt! War er denn so sehr aus der Übung?

„Nein, nein. Das ist es nicht." Sie wollte ihn nicht ansehen und blickte zum Kamin, als wäre der jetzt in diesem Moment sehr viel interessanter.

Vorsichtig fuhr er mit einer Hand unter ihr Kinn, zog sie zu sich zurück, damit sie ihn ansehen musste.

„Bitte Hermine, sag mir was es ist." Eindringlich sah er sie jetzt an. Sie schloss langsam ihre Augen und holte tief Luft.

„Es tut mir leid Severus, aber das geht mir ein wenig…, zu schnell." Verlegen senkte Hermine ihren Blick. Es war ihr äußerst unangenehm.

„Versteh mich jetzt nicht falsch, ich fand es sehr schön..." Hermine wusste nicht wie sie es sagen sollte ohne ihn zu verletzen.

Severus hatte gespannt gewartet was sie zu sagen hatte, doch jetzt wollte er endlich eine Antwort. „Aber man fängt nichts mit der Fledermaus an, nicht war?" Provokant sah er Hermine an, die ihn darauf hin leicht pikiert anschaute.

„Nein, das wollte ich nicht damit sagen." Hermine fasste nun allen Mut zusammen um erneut zu erklären.

„Es ist nicht, dass ich es nicht auch wollte, was schon allein völlig Unverständlich ist, zumal wir uns erst vor einigen Stunden wiedergesehen haben, aber es geht mir wirklich zu schnell. Bis vor ein paar Tagen hatte ich dich anders in Erinnerung und diese Erinnerungen sind nicht unbedingt meine aller schönsten." Sie sah ihn eindringlich an, als könnte sie in seinen Augen lesen, was er gerade dachte.

Sie konnte sehen wie er seine Augenbrauen zu einem Strich zusammen schob und seine Augen dunkel und unergründlich vor ihren eigenen so unbekannt warm funkelten.

„Ich kann dir nichts versprechen, Severus, aber so funktioniert es eben nicht. Bitte, gib uns ein wenig Zeit…" Den letzten Satz flehte Hermine förmlich.

Er rümpfte seine Nase.

„Lass mich dich besser kennen lernen, ich denke wir haben doch alle Zeit der Welt. Na ja, zumindest haben wir in den nächsten Wochen reichlich Gelegenheit dazu." Sie sah ihn immer noch aus ihren schönen, braunen Augen an, in denen sich das Kaminfeuer spiegelte.

„Wenn du es so möchtest, dann gebe ich dir die Zeit, die du benötigst. Einen anderen Grund gibt es wirklich nicht?" Severus hatte immer noch das Gefühl, das es an ihm gelegen hatte. Schließlich fing man mit der übel gelaunten Fledermaus nicht so schnell eine Romanze an.

Hermine druckste etwas herum, bevor sie schüchtern weiter erzählte.

„Da ist auch noch etwas anderes, ja..." Severus wurde unruhig und horchte auf. Hatte er doch zu voreilig gehandelt, oder war da vielleicht doch nichts zwischen ihnen? War es doch vielleicht alles nur Einbildung? Aber er war sich so sicher, dass da etwas gewesen war zwischen ihnen. Er hatte es doch gespürt. Diese Vertrautheit, als wären sie für einander bestimmt.

„Es ist nichts was dich betrifft, Severus, es liegt an mir." Hermine ging ein paar Schritte Richtung Kamin, und besah sich die brennenden Holzscheite, bevor sie all ihren Mut zusammenraffte, um ihm einige unschöne Dinge über sich zu erzählen.

TBC