Huhuuu zusammen... XwinkX
Sepsis: Ja, ich weiß ich bin gemein. Aber ich verspreche Besserung. Severus innere Uhr scheint zu ticken und sein Bauchgefühl sagt ihm dass ist sie. Kein Wunder also, dass er alles auf eine Karte legt. Zu einem späteren Zeitpunkt der Geschichte wirst du erkennen, was ich da genau meine.
Samantha Snape: Ja ja, auch eine Hermine Granger kann schlimme Erfahrungen machen. Als Frau ist man eben vor nicht gefeit. Hoffe, ist diesmal schnel genug geupdatet? ;)
knuddelgirl: Hi, willkommen hier. Freut mich, dass dir die Geschichte so gefällt. Sie wird zu einem späteren Zeitpunkt leicht ins Mystische abdriften. Hoffe, du bleibst dennoch dran?
Tatze81: Ebenfalls herzlich willkommen hier. Rein vom Inhaltlichen erwartet dich noch eine ganze Menge. Angefangen vom Mystischen, bis hin..., ach nein, dass kann ich doch noch nicht verraten... ;)
So, dann lest mal lieber selbst, bevor ich mich hier noch verplappere. :)
Drück euch alle, Jane
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Kapitel 11
Severus verstand jetzt gar nichts mehr. Wieso sollte es an ihr liegen, wenn sie offenbar ebenfalls Gefühle für ihn hegte? Oder wie sollte er sich ihr Einverständnis erklären?
Langsam ging er auf Hermine zu und sah sie von der Seite an. Er konnte sehen, dass irgendetwas sie sehr beschäftigte. Ihr Gesicht verfinsterte sich, um einen traurigen Platz zu machen. Gerade, als er sich noch fragte, was diesem intelligenten und zugleich hübschen Wesen geschehen sein mochte, spürte er, dass es ihr enorm schwer fiel und die Worte nicht den Weg über ihre Lippen finden würden.
„Hermine, kann ich dir vielleicht helfen?" Severus legte ihr eine Hand auf die Schulter, wollte ihr lediglich zeigen, das es doch nicht so schlimm sein konnte. Doch offenbar konnte es das sehr wohl und so fiel ihre Reaktion darauf auch nicht minder distanziert aus.
„Bitte, Severus, so geht das nicht." Hermine wand sich unter seiner Hand und war im Begriff, fluchtartig seine Räume zu verlassen. So vieles kam in geballter Form wieder in ihr hoch und drückte ihr schwer lastend auf der Seele.
„Hermine, warte!" Schnell eilte Severus ihr hinterher und stellte sich ihr bewusst in den Weg.
„Bitte, Hermine. Wenn du jetzt nicht mit mir darüber reden möchtest, werde ich das akzeptieren, aber geh jetzt bitte nicht." Severus Stimme flehte sie fast an. Eigentlich ein ziemlich unsnapeisches Verhalten, aber irgendwie ahnte er, dass diese Frau für ihn bestimmt war und er wollte alles daran setzen, sie zu halten.
Hermine wusste nicht was sie tun sollte, einerseits war sie neugierig auf Severus, aber auf der anderen Seite war sie so verletzt. Nicht wegen ihn, nein…
Macht er sich Sorgen um mich? Kann es sein? Hermine, du musst irgendwann anfangen wieder zu vertrauen. Nicht jedes männliche Wesen denkt ausschließlich schwanzgesteuert.
Hermine blickte zu Severus auf und versank dabei in seine tiefen, unergründlichen Augen. Konnten diese Augen sie belügen, ohne mit der Wimper zu zucken? Es war nicht so, dass sie ihm nicht vertrauen wollte, doch tief in ihr sah es düster aus und jedes männliche Subjekt, wie sie diese Gattung seit ihrem Erlebnis nannte, war unweigerlich ein Mann, der sie doch nur wieder verletzen würde. Eine fürchterliche Zwickmühle…, die Sache mit dem Vertrauen…
„Bitte verlange nicht von mir, dass ich dir das jetzt erkläre. Aber ich kann und will im Moment keine Beziehung oder Ähnliches führen. Es liegt nicht an dir. Merlin bewahre."
Sie sah in seinem Gesicht etwas Erleichterung aufkommen, und seine Muskeln entspannten sich etwas.
„Ich weiß nicht was dir geschehen ist, Hermine, aber ich werde dir gerne die Zeit geben werde, die du brauchst, auch wenn es mir schwer fällt.", seufzte Severus leicht enttäuscht. Es viel ihm schwer das zu sagen, aber er wollte das wenige, was im Moment zwischen ihnen war, aufs Spiel setzen.
„Ich danke dir. Glaube mir, es tut mir wirklich leid. Ich verspreche dir, das ich nur etwas Zeit brauche." Sie atmete erleichtert auf und sah verlegen zu Boden.
„Könnten wir uns vielleicht wieder unserer Aufgabe widmen?" Hermine sah Severus bittend an, denn nichts wollte sie im Augenblick weniger, als sich an eine Vergangenheit erinnern, die sie in den vergangenen Monaten erfolgreich von sich geschoben hatte. Und überhaupt, die momentane Situation war auch nicht gerade ein superstart zwischen Kollegen auf Zeit. Eigentlich wäre sie lieber aus gerade dieser Situation ausgebrochen. Sie kannten sich nicht einmal richtig und mit solchen Geschichten ging man nur ungern hausieren. Vor allem nicht bei einem Severus Snape. So sehr der sich auch offensichtlich verändert haben mochte.
Etwas überfordert mit der Situation, stimmte Severus ihr zu, und er schlug vor, den Zaubertrankvorrat zu überprüfen. Er sah ein, dass es im Moment nichts brachte, sie zu irgendetwas zu drängen. Wenn sie es wollte, das hoffte er, würde sie schon darüber reden.
An der Zaubertrankvorratskammer angekommen, öffnete Severus mit einem Wink seiner Hand die Tür. Hermine staunte nicht schlecht als sie in die Kammer schaute. Sie kannte aus ihrer Schulzeit den Vorratsraum aus dem Zaubertränke Klassenzimmer, aber das hier war gar kein Vergleich.
Es war keine sehr große Kammer, aber dafür sehr hoch und zum bersten gefüllt mit etlichen Phiolen und dickwandigen Gläsern. Damit man an die höher gelegenen Zutaten herankam, lehnte eine lange Leiter an einer Seite der bis an die Decke reichenden Regale. In den Regalen standen Hunderte kleine und größere Phiolen. Alle mit einem kleinen Etikett versehen, auf denen in feiner Schrift die Bezeichnungen der Inhalte zu lesen waren.
Es gab hier auch größere Gläser mit irgendwelchen Viehzeug drin, wo man den Anschein hatte, das einige einem hinter starrten. Hermine wollte nicht mal wissen, was genau er dort aufbewahrte. Schon allein beim Anblick setzte sich eine kleine Gänsehaut frei und der Kaffe wollte sich gerade entscheiden, den Weg den er am Morgen genommen hatte, auf direktem Weg zurück zunehmen.
„Das Beste wird es sein, wenn du selber nachsehen würdest was wir brauchen. Ich nehme dann die Zutaten entgegen die wir brauchen." Er wies ihr den Weg zur Leiter, und stellte sich demonstrativ daneben.
Kurze Zeit später blickten sie auf etliche Zutaten. Hermine stand etwas höher auf der Leiter und reichte Severus erneut eine Phiole in die Hand.
„Ich denke das dürfte reichen, um den Trank anzusetzen. Es fehlen nur noch wenige Zutaten." Sie ließ ihren Blick professionell über die Regale gleiten und ging scheinbar in Gedanken murmelnd ihre Zaubertrankliste durch.
Wie soll das wohl die nächsten Wochen weiter gehen? Du hast schon so lange nicht mehr so für eine Frau empfunden. Weiß Merlin warum dich so der Schlag getroffen hat, aber ich möchte mich nicht beklagen. Und jetzt steht sie hier vor mir auf der Leiter, und sieht einfach nur aus wie ein wunderbares Wesen. Wie anmutig sie ihre Finger über die Regale gleiten lässt.
Nein, du musst dich gedulden Severus, auch wenn es dir nicht leicht fällt bei ihrem Anblick.
„Hast du eine ungefähre Ahnung wo sich Bärlappe und Pfeilwurz befinden? Ich kann es nirgends finden." Immer noch den Blick in das ein oder andere Regal schweifend, kam sie langsam einige Sprossen herunter.
„Das wird daran liegen, dass ich es nicht mehr vorrätig habe." Erwiderte Severus gelassen.
„Wir werden es zwar noch nicht bald brauchen, aber ziemlich sicher in zwei Wochen."
Hermine sah nun seufzend von der Leiter runter und musterte ihre Ausbeute.
„Bis dahin werden wir erst mal die Modifikation so ansetzen können, dass wir die Grundbasis erhalten. Wir werden uns um die fehlenden Zutaten später kümmern müssen." Stellte Severus klar, und hielt Hermine eine helfende Hand beim Abstieg der Leiter hin, die sie auch dankend annahm, um die letzten Stufen sicher runter zugelangen.
Da war es wieder, dieses wunderbare Kribbeln, wenn sie sich berührten. Aber sie konnte darauf im Moment keine Rücksicht nehmen. Zum einen waren da die noch lebhaft in ihrer Erinnerung haftenden Geschehnisse und zum anderen war da noch die Kleinigkeit, dass sie hier immerhin an einer Aufgabe arbeiteten, die ihre volle Konzentration forderten.
„Dann können wir direkt beginnen, ich werde voraus gehen, wenn du erlaubst." Mit einigen Phiolen in den Händen, schritt er aus der kleinen Kammer und wartete bis Hermine auch den Raum verlassen hatte. Die Tür fiel hinter ihr direkt ins Schloss, und versiegelte sich selbstständig, ohne das Severus etwas veranlasst hatte.
„Was war das jetzt?", rief Hermine erschrocken und war ein paar Schritte zur Seite gesprungen.
„Entschuldige, ich hätte es dir sagen sollen. Diese Tür hat irgendwie, na ich will es mal so ausdrücken, ein Eigenleben. Albus und ich haben schon mehrmals versucht, diese verfluchte Tür zu Enthexen, aber bis jetzt ohne Erfolg. Wir haben bis jetzt noch nicht raus finden können, was für ein Fluch darauf liegt." Ein leicht belustigtes Grinsen machte sich auf Severus´ Gesicht breit, als Hermine wie ein Reh zur Seite gesprungen war.
„Was bitte schön, ist so lustig?" Hermine machte ein überraschtes, aber leicht pikiertes Gesicht. Was bitteschön war denn so lustig?
„Ach nichts, wirklich, es war nichts." Schwerlich, er musste sich das Lachen verkneifen. Spontan wand er sich um, und ging mit schnellen Schritten Richtung Labor.
„Wenn es nichts ist, dann kannst du es mir doch auch sagen."
Hermine konnte es nicht fassen, erst lachte er sie aus, und dann ließ er sie im Ungewissen, was sie falsch gemacht hatte. War er doch einer dieser Subjekte, die sie schon zuhauf kennen und verabscheuen gelernt hatte? Sie ging ihm mit großen Schritten hinterher, um ihn einzuholen.
Gerade als sie ihn eingeholt und zur Rede stellen wollte, öffnete sich eine Tür vor ihnen. Wiedermal wie von Geisterhand. Sie liebte dieses Schloss!
Wie sie feststellen musste, befand sich hinter dieser Tür ein Labor, dass sie sich nicht besser hätte wünschen können. Und so vergaß sie bei diesem Anblick sogar sein seltsames Gebaren.
Sie arbeitete zwar auch in einem Labor, aber diese Labor war schon etwas Besonderes.
„Meine Güte, so was habe ich ja überhaupt noch nicht gesehen. Das ist ein Traum!" Ihre Stimme klang verträumt und bekam den Mund vor Staunen nicht mehr zu.
„Hermine, ich wäre dann soweit. Wenn du dich losreißen könntest." Amüsiert sah er zu, wie sie staunend durch das Labor ging, um hier und da etwas mit leuchtenden Augen zu bewundern, verträumt mit den Fingern berührte oder schlichtweg stumm begutachtete.
„Du hast wirklich ein tolles Labor. Aber ich denke, das weißt du selber. In diesem Labor kann wirklich jeder Tränkekunde lieben lernen."
In so einem Labor könnte selbst Neville Longbotten einen Schrumpftrank brauen. Ging es ihm durch den Kopf, aber er wollte die zarte Vertrautheit zu ihr nicht auf die Probe stellen und behielt diesen Gedanken lieber für sich.
Vertief in ihrer Bewunderung, ging sie an den riesigen Arbeitstisch vorbei, an dem auch schon Severus stand, der sie seit einer Weile beobachtete.
„Ich denke wir sollten es lieber nicht auf die Spitze treiben. Ich kann mich noch, mehr als mir lieb ist, daran erinnern, welche Fähigkeiten manch einem Schüler anhafteten. Präzision gehörte sicher nicht dazu.", schnarrte Severus in gewohnter Manier, was er eigentlich nicht ganz so beabsichtigt hatte.
„So ganz unschuldig warst du daran aber auch nicht.", flüstere Hermine, und hoffte dass es leise genug war, damit er es nicht hörte.
Scheinbar war es leise genug, denn Severus erwiderte nichts darauf. Stattdessen legte er sämtliche zutaten auf den Tisch und wartete auf Hermine.
Einige Stunden später, nachdem sie gemeinsam gearbeitet an dem Trank gearbeitet hatten, war es geschafft. Der Trank war so weit vorbereitet, dass er für 48 Stunden ziehen musste. In größeren Zeitabständen musste er lediglich umgerührt werden, bis die Grundsubstanz fertig gestellt war.
Ein leises Plopp lies sie aus ihrer Arbeit aufschrecken. Dobby erschien keine zwei Meter vor ihnen.
„Die Räume für Miss Hermine sind fertig." Der Elf verbeugte sich kurz, „Es ist die Wohnung gegenüber von Ihren Räumen, Sir." Damit war der Elf auch schon wieder verschwunden, nachdem er Hermine freundlich zuzwinkerte.
Mit einem Blick auf ihre Uhr stellte Hermine fest, das es gleich schon sieben Uhr war.
Sie hatte bis jetzt nicht einmal Hunger verspürt. Allerdings brannten ihr langsam die Augen, weil sie ständig über ihren Aufzeichnungen hingen, um auch ja keinen Fehler zu machen.
„Ich denke, wir sollten für heute Schluss machen. Heute können wir hier sowieso nichts mehr ausrichten." Langsam ging Severus um den Tisch herum, Richtung Tür.
„Was hältst du davon, wenn ich uns etwas zum Essen kommen lasse, denn leider haben wir das Essen in der großen Halle verpasst. Ich bin zwar ein nicht so übler Koch, aber selbst dazu fehlt mir heute Abend die Muse." Er sah jetzt direkt zu ihr rüber und bekam auch prompt ein Nicken von ihr. Ihr Staunen über seine Vorlieben in Küchen zu hantieren, übersah er mit einem Schmunzeln.
„Wenn du mir folgen möchtest?"
Kurz darauf saßen sie gemeinsam beim Essen vor dem Kamin in Severus Räume. Beide hatten ein Glas Rotwein in der Hand und genossen es mit dem anderen zu Fachsimpeln. Es war, als kannten sie sich schon ihr ganzes Leben und gingen recht unbeschwert miteinander um. Für diesen Moment war ihr inniger Kuss, mit all seinen Begleiterscheinungen, vergessen. Irgendwann tat die Wärme des knisternden Kamins sein übriges und Severus bekam auf seine Frage keine Antwort mehr. Er sah sie schlafend auf seiner Couch. Er betrachtete sie eine Weile, wie sie da lag. Sie sah aus wie ein Engel im warmen Licht des Kamins. Ihr Haar glänzte in verschiedenen Farben, von Braun bis Kastanie und er war versucht, seine Hände hindurch gleiten zu lassen, doch er besann sich auf sein Versprechen von vor einigen Stunden. Es fiel ihm schwer, sich zurückzuhalten, aber er hatte es ihr Versprochen.
Er beschloss, dass sie hier nicht liegen bleiben konnte. Sachte nahm er sie auf den Arm und trug sie in sein Schlafzimmer.
TBC
PS: Bald werden auch die Kapitel länger und gehaltvoller, versprochen.
