Hi ihr alle… wink
Vielen Dank für eure Kommentare, freue mich immer riesig darüber.
strega79: Ja, sie bekommt bald die Kurve, aber sie ist eben vorsichtig. Schließlich ist Snape auch niemand, den man vertraut, zumal, wenn man ihn als Schülerin immer mit einer gehörigen Portion Respekt begegnet ist.
Sepsis: Du wirst schon sehen, es ist etwas, wovon keine Frau unbedingt träumt.
Tatze81: Hmja, erwischt könnte man es auch nennen. In naher Zukunft kommen soviele Komponente zusammen, dass man sich dann im Nachhinein nicht wundert, warum es so gekommen ist. Ist vielleicht jetzt etwas nebulös, aber es wird sich bald alles lichten.
Wünsche euch wie immer viel Spaß beim lesen.
Jane
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Kapitel 12
Irgendwann am morgen wurde Hermine wach. Sie hatte die ganze Nacht ziemlich unruhig geschlafen, als kämpfte sie ohne Unterlass mit einer Schlange. Sie war eigentlich kein Langschläfer, aber an diesem Morgen war es anders. Sie fühlte sich mehr als nur unausgeschlafen und am liebsten hätte sie ihre Augen wieder geschlossen. Ihre innere Uhr hatte sie jedoch geweckt und sagte ihr, das es Zeit zum aufstehen war. Langsam gewöhnten sich ihre Augen an die Helligkeit, die durch ein Fenster hoch oben an der Wand für die einzige Lichtzufuhr sorgte.
Als sie realisierte, das sie in einem großen Himmelbett lag, versuchte sie zu rekonstruieren, wie sie hier hingekommen war und setzte sich an den Rand des Bettes.
Wie bin ich hier nur hingekommen? Und was bei Merlin, mache ich in diesem Bett? Immerhin habe ich noch meine Klamotten an!
Vor dem Bett standen ihre Stiefel, die sie gestern noch getragen hatte. Sie bückte sich nach dem ersten Stiefel.
Wo bin ich hier bloß, und warum riecht dieses Bett nach Severus?
Sie fingerte nach dem zweiten Stiefel.
Ich kenne diesen Geruch. Er riecht so! Gestern habe ich genau diesen Geruch an ihm wahrgenommen Das kann unmöglich sein, denn das würde ja bedeuten…
Panik machte sich in ihr breit, konnte es sein das...! Nein, das konnte sie sich nicht vorstellen, und wenn sie ehrlich zu sich war, wollte sie es sich auch nicht vorstellen.
Wieso auch konnte sie sich nicht daran erinnern, was gestern Abend passiert war. Soviel Rotwein hatte sie doch nicht getrunken!
Sie konnte sehen, dass es in diesem Zimmer zwei weitere Türen gab, und beschloss sich etwas umzusehen.
Sie erhob sich aus dem Bett, welches mit dunkel grüner Seidenbettwäsche bezogen war.
An einem riesigen großen Schrank blieb sie stehen. Wunderschöne, alte Schnitzereien waren darauf abgebildet, die alle vier Gründer Hogwarts zeigten.
Neugierig sah sie sich jetzt im Zimmer um. Auf einen Stuhl neben dem Bett lag ein schwarzer Umhang, der definitiv nicht ihr gehörte. An einer anderen Wand befand sich ein Kamin, der aber nicht brannte, was ihr bewusst machte, das ihr ziemlich kalt war.
Sie ging jetzt zielstrebig auf eine der beiden Türen zu und drückte die Klinke vorsichtig runter, und lugte langsam um die Tür.
Erst kam eine lange Couch zum Vorschein, dann ein schnarchender Severus, halb auf, und halb daneben hängend.
Oh Gott, was mache ich denn jetzt? Es ist wirklich sein Schlafzimmer! Ich werde versuchen mich raus zu schleichen. Meine Räume müssten gleich gegenüber liegen.
Vorsichtig öffnete sie die Tür einen Spalt weiter, um vorsichtig aus dem Zimmer zu schleichen. Gerade als sie die Tür wieder hinter sich schließen wollte, ertönte ein fürchterliches Quietschen.
„Elendiges Mistding!", fluchte Hermine flüsternd
Worauf sie auch direkt eine Antwort bekam.
„Wer ist da?"
Severus, der gerade noch mit der linken Hälfte seines Körpers so eben noch Halt auf der Couch fand, fiel mit einem satten RUMS die Couch runter.
„Verdammter Mist!"
Er versuchte sich wieder aufzurappeln, was gar nicht so einfach war, weil er sich beim fallen völlig in seine Decke verheddert hatte und nun vehement mit ihr kämpfte.
Hermine, die immer noch leicht zitternd vor Kälte an der Tür stand, fing nun an zu lachen. Erst leise, dann, als sie sah, dass er mit seiner Decke kämpfend versuchte wieder aufzustehen, lauter.
„Warte, ich helfe dir."
Grinsend ging sie auf das Knäuel Decke zu und versuchte ihm aufzuhelfen.
Schwer pustend versuchte sie ihn von der Decke zu befreien, doch weil er immer noch versuchte, sich windend der Decke zu entledigen, funktionierte das nicht wirklich.
Schließlich hatte sie die Nase voll. Weil er sich schwer kämpfend der Decke entledigen wollte, bekam sie ihn nicht richtig zu fassen.
„SEVERUS! Halt jetzt endlich still!", fauchte sie ihn an.
Was auch sofort Wirkung zeigte, denn er hielt abrupt inne und sah sie aus zusammengekniffenen Augen musternd an.
Hermine versuchte zuerst die Decke von ihm runter zu bekommen, bevor sie sich noch weiter fragen konnte, was um Merlins Willen sie hierzu antrieb. Die eine Hälfte der Decke hatte er unter sich begraben, als er fiel, während die andere es geschafft hatte, noch unter der anderen zu rutschen. Ein hübsch verpacktes Geschenk mit Namen Snape also. Es war ihr ein Rätzel, wie er das geschafft hatte.
Schließlich bekam sie seinen rechten Arm frei und zog ihn daran hoch. Dabei kam sie mächtig ins taumeln und wäre beinahe noch auf ihm gefallen.
Schwer Atmend ließ sie sich auf die Couch nieder, die immer noch warm von Severus nächtlichem Lager war.
Mit einem griff auf seinem Tisch hatte sich Severus seinen Zauberstab genommen und richtete ihn auf den Kamin, „Incendio", flüsterte er, worauf auch sofort ein heimeliges Feuer darin aufflammte.
„Ich hoffe du hast gut geschlafen?" Sprach Severus, und nachdem er sich endlich seiner Decke entledigt hatte, ging er erneut zum Kamin, um einen Elfen herbei zurufen. Fast augenblicklich ertönte ein leises Plopp und eine piepsige Stimme war zu hören.
„Sie haben gerufen, Sir?" Der Elf verbeugte sich tief, und wartete was erwünscht war.
„Ja, Quentin. Bring doch bitte eine Kanne Kaffe in meine Räume, und zwei Tassen." Dabei sah er Hermine direkt an, die ihm durch ein Nicken zu verstehen gab, das sie mit Kaffe durchaus einverstanden war.
Wieder verbeugte sich der Elf, diesmal allerdings noch ein Stück tiefer, wobei das eigentlich schon kaum mehr ging, und setzte noch hinzu: „Wie Sie wünschen, Sir." Mit einem leisen Plopp war er wieder verschwunden.
Severus reckte sich ächzend, was davon zeugte, dass die Couch wohl doch kein so gutes Nachtlager war, denn seine Knochen knackten dabei fürchterlich auf.
Eine Stille machte sich im Raum breit, und zerrte an den Nerven von Beiden. Schließlich hielt Hermine es nicht mehr aus und versuchte den gestrigen Abends zu rekonstruieren.
„Severus, ist gestern Abend irgendwas passiert, wo von ich wissen müsste?" Nervös sah sie ihn an, gespannt auf das, was er sagen mochte.
„Ich habe dir versprochen, dass ich dir Zeit lassen werde, es ist nichts passiert. Was denkst du von mir?!"
Ein seufzen konnte Severus dabei nicht unterdrücken, und ließ sich jetzt auch auf die Couch sinken. Er rieb sich mit seinen Handflächen durch sein Gesicht, und strich sich seine wirren Haare dabei hinter die Ohren. Am Morgen waren seine sonst so glatten Haare alles andere als glatt und standen vereinzelt sogar nach allen Seiten ab.
„Du bist gestern Abend irgendwann eingeschlafen, und weil ich dich nicht wecken wollte, dachte ich mir, ich bringe dich ins Bett." Verlegen betrachtete Severus seine Fingernägel.
„So, dachtest du. Darf ich auch erfahren, warum du mich ausgerechnet in dein Bett verfrachtest hast?" Hermine, verlegen ob dieser Situation, nestelte an ihrer Kleidung, die vom Schlaf etwas mitgenommen wirkte.
Mit dieser Reaktion hatte er schon gerechnet. Sie würde nur wenig begeistert von dieser Aktion sein, aber darauf konnte er am Vorabend keine Rücksicht nehmen. Als er sie in sein Bett gelegt hatte, war ihm dieser Gedanke schon gekommen. Sie würde nicht sehr begeistert sein, wenn sie wieder aufwachen würde, aber diese Diskussion wollte er auf den Morgen verschieben. Auch er war müde gewesen.
„Ich konnte dich doch nicht auf meiner Couch schlafen lassen, es ist furchtbar unbequem und das Passwort zu deinen Räumen wusste ich nicht. Also beschloss ich, dass es besser ist, dich in ein Bett zu verfrachten, was in diesem Fall meines war."
Ein leises Plopp riss beide aus ihrem Gespräch. Der Elf war mit einem Tablett in der Hand erschienen und nachdem er es ihnen kredenzt hatte, war er mit einer knappen Verbeugung wieder verschwunden.
Severus griff nach der Kanne und füllte beide Tassen mit dem warmen Getränk, nahm sich eine der Tassen und reichte ihr die andere.
Hermine nahm das Getränk dankend an und machte es sich auf der Couch bequem, wobei sie ihre Beine eng an sich ran zog. Sie hielt ihre Tassen zwischen beide Hände, und innere Wärme machte sich langsam in ihr breit.
Beide schwiegen sich eine Zeit lang an und betrachteten die Flammen im Kamin, jeder genoss es für sich, eine Weile nur so da zu sitzen. Alles war gesagt und offenbar konnte jeder damit leben, so unwirklich diese kleine Einlage auch gewesen sein mochte.
Irgendwann erhob sich Hermine, und mit einem Blick auf ihrer Uhr merkte sie an, das es Zeit fürs Frühstück wäre.
So gingen sie gemeinsam Richtung große Halle, wobei Severus hoffte, das morgens um acht noch keiner der Lehrer anwesend sei. Er hatte sich schon ausgemalt, wie schnell es wohl die Runde unter den Kollegen machte, in welcher Situation er gestern mit Hermine überrascht worden war. Denn eines war so sicher, wie das Amen in der Kirche, die beiden Tratschweiber Pompfrey und Sprout konnten nicht ihre Klappe halten.
Die Große Tür zur Halle öffnete Severus mit einem Wink seines Zauberstabs. Was er dahinter sah, hellte seine Laune nicht unbedingt auf.
Da saß doch tatsächlich das komplett anwesende Kollegium, ausgenommen Professor Trelawney und hielten gepflegten Smalltalk.
Das würde die Situation heute Morgen nicht unbedingt erleichtern, das wusste Severus schon jetzt.
TBC
