Huhuuuu...
Tatze81: Oh ja, ihr werdet noch erfahren, was ihr nun wirklich zugestoßen ist. Und Severus Kamof mit seiner Decke hätte ich auch liebend gerne gesehen. Seine Schüler wohl ebenso... (grinst)
Sepsis: Ich vermute, sein Status wäre dann wohl auf ewig verloren gegangen... (lol) Hätte es auch zu gerne gesehen.
Samantha Snape: Was genau in Hermines Vergangenheit geschehen ist, werdet ihr noch erfahren, aber es fällt ihr unsagbar schwer, darüber zu reden. Das Lehrerkollegium hat im Übrigen einiges dazu zu sagen, allen voran die alte Löwin. (lol)
strega79: Jap, dass Top-Thema wird Hermine, sowie auch Severus, noch einige peinliche Momente bescheren. (lol)
Nun wünsche ich euch viel Spaß beim lesen, und weil das Update diesmal so lang gedauert hat, stell ich mal Butterbier und Lakritzschnapper bereit.
LG, Jane
Kapitel 13
Als Hermine und Severus durch die große Tür gingen, konnte man noch das Plappern und das Lachen der Lehrer hören die dort versammelt am Tisch saßen. Jedoch, als man die beiden näher kommen sah, verstummte dies sofort und auf ihren Gesichtern war nichts außer einer Fröhlichkeit zu sehen, die Severus Schlimmes ahnen ließ. Hermine war es einfach nur Peinlich, und so ließ sie sich mit einem knappen Morgengruß durch die Runde auf einem der freien Stühle nieder.
Severus, der schlecht gelaunt war, hatte nicht mal ein Nicken für die Kollegen übrig, und pflanzte sich direkt neben Hermine auf einen freien Stuhl.
Ein freundliches „Guten morgen ihr Beiden. Ich hoffe, das ihr gut mit..., ehm, ich meinte, das ihr gut geschlafen habt?" Kam es von einem sichtlich zu gut gelauntem Albus Dumbledore, dessen Augen über dermaßen funkelten, dass Severus ihm am liebsten eine Sonnenbrille mit Dauerklebefluch angehext hätte.
Um des lieben Friedens willen, sah er doch davon ab.
Langsam hob Hermine ihren Kopf und sah in die Runde, bis ihr Blick ebenfalls an Albus hängen blieb, der sie unverhohlen über seine Halbmondbrille anblinzelte.
„Es geht, danke der Nachfrage, Albus." Versuchte Hermine so kühl wie möglich zu erwidern, doch es fiel ihr nicht nur unsagbar schwer, nein, es misslang ihr sogar fürchterlich und sie versteckte sich lieber wieder hinter ihrer Tasse Kaffee. Um Normalität bemüht, knabberte sie nervös an ihrer Unterlippe. Sie fingerte sich ein Croissant, zog sich ihre Tasse herbei und tauchte ihr Gebäck ungestüm in ihren Kaffeepott.
Wenn sich jetzt nicht gleich ein Loch auftut, worin ich verschwinden kann, dann sterbe ich!
Minerva McGonnagal, die direkt neben Severus saß, raunzte ihm vermeintlich leise zu, ob er Hermine jetzt vergraulen wolle, und was er sich dabei dachte. Er brodelte fast über und ignorierte ihre spitzen Bemerkungen kühl.
Wieder beugte sie sich zu ihm herüber, diesmal mit solch einer Inbrunst, dass sie sich ihr Flüstern eigentlich hätte schenken können, denn jeder, der über ein gutes Hörvermögen verfügte, konnte hören, was ihr Anliegen war.
„Ich denke nicht, dass ich dich je um irgendeine Stellungnahme für mein Liebesleben gebeten hätte, Minerva!", fauchte Severus ebenso leise zurück, dass sich sogar Professor Sinistra zu ihm umdrehte, die sich bis jetzt ziemlich uninteressiert an dem morgendlichen Getratsche gegeben hatte.
Langsam reichte es ihm! Was dachte dieser alte Drachen eigentlich wer sie war? Seine Mutter?! Davon abgesehen, dass seine Mutter eine wesentlich bessere Figur im Schottenrock abgegeben hätte, würde er sich selbst von ihr nicht einmal vorschreiben lassen, was er in dieser speziellen Situation zu tun und zu unterlassen hatte. Von niemand würde er sich vorschreiben lassen, mit wem er eine Beziehung beginnen würde, schon gar nicht, seit er wieder Herr über seinem eigenem Leben war.
Gut, sie haben uns gestern in flagranti erwischt, aber was soll´sEs geht sie nicht das Geringste an! Was haben sie denn schon gesehen? Zwei Menschen haben sich geküsst, na ja vielleicht auch ein bisschen mehr, aber was ist schon dabei
„Ich denke, du solltest den Altersunterschied nicht außer Acht lassen, Severus, sie ist immerhin fast zwanzig Jahre jünger als du. Sie hat ihr ganzes Leben noch vor sich!" Minerva sprach zwar immer noch leise, aber redete sich langsam in rage und ihre Gesichtsfarbe konnte nur ungesund für sie sein.
„Und ich denke, dass geht dich nicht das Geringste an. Aber damit du beruhigt bist, da ist nichts, worüber du dir Sorgen machen müsstest. Zumindest nicht im Moment!" Damit hatte er seinen Standpunkt klar gelegt, und beachtete Minerva nicht weiter.
Deshalb konnte er auch nicht mehr sehen, wie Minerva ihre Nase rümpfte, und sich an Albus wand, weil er doch ein Machtwort sprechen solle.
Wütend über ihre ehemalige Hauslehrerin, malträtierte Hermine ihr Croissant zwischen ihren Fingern. Was unterstellte sie ihr da eigentlich, und warum sprach si e über sie, als wäre sie nicht anwesend?!
Aber Albus schien es nicht im Geringsten zu interessieren, was seine Kollegin für Einwände hatte. Er sah immer wieder Hermine und Severus im Wechsel an, und hatte ein Blitzen in den Augen, wie schon lange nicht mehr.
Dieser alte Mann, so glaubte Hermine, wusste einfach alles und noch bevor sie sich weiter Gedanken darüber machen konnte, versetzte er ihr den nächsten Schlag, obwohl sie glaubte, schlimmer könnte es kaum noch kommen.
„Ach Hermine, ich hatte Ihnen das Passwort für Ihre Gemächer noch gar nicht gesagt. Es lautet ELFE." Albus hatte sich etwas zu Hermine hinübergebeugt und flüsterte es ihr entgegen.
Leider hatte Albus nicht damit gerechnet, wie sehr sich das Kollegium für das Thema des Tages interessierte. Mit weit aufgerissen Ohren lauschten sie, nach außen hin natürlich völlig uninteressiert, und wie Hermine befürchtet hatte, sorgte diese kleine Einlage für weitere geflüsterte Unterhaltungen und kleinere Hustenanfälle.
Selbstverständlich wussten die Lehrer eins und eins zusammen zu zählen, und konnten an zwei Fingern abzählen, das Hermine demnach nicht in ihren Räumen geschlafen haben konnte.
„Ehm..., danke Albus." Mehr bekam Hermine nicht raus, und wechselte ihre Gesichtsfarbe schneller, dass sie Nymphadora Tonks starke Konkurrenz bot. Es musste für die anderen wirklich so aussehen, als hätte sie mit Severus geschlafen!
Und selbst wenn es so wäre… fluchte sie in Gedanken. Es geht sie doch nicht das Geringste an! Aber warum berührt es mich dann so, was sie über dich denken?
Unschlüssig versuchte sie einen klaren Gedanken zu fassen.
Weil du in diesem Schloss glücklich gewesen bist und diese Lehrer nicht gerade unbeteiligt daran sind. Gut, Severus ausgenommen…, er hat mich zwar vieles gelehrt, und hat mich für Tränkekunde sensibilisiert, aber rein menschlich war er eine absolute Katastrophe!
„Meine Liebe, Hermine, ich würde Sie liebend gerne unter vier Augen sprechen, wenn es Ihnen heute Abend möglichist.", setzte Minerva McGonnagal nun erneut an, doch auch bei Hermine schien sie auf taube Ohren zu stoßen.
„Tut mir Leid, Professor, aber ich werde wohl kaum Zeit erübrigen können, denn Severus und ich werden in den kommenden Tagen einem straffen Zeitplan unterliegen. Ihre Löwenjungen sind Ihnen entwachsen, finden Sie sich damit ab. Ich denke, ich werde jetzt nach Hause apparieren und einige Dinge für die nächsten Wochen zusammen packen."
Ruckartig sprang Hermine von ihrem Stuhl auf und verabschiedete sich kurz mit einem Nicken in die Runde.
„Hermine, warte, ich begleite dich ein Stück...", rief Severus ihr hinterher, und eilte mit weit ausholenden Schritten hinter ihr her. Was die anderen dachten, war ihm völlig egal. Mit einer gehörigen Portion Glück tief in seinem Innern, musste er sich nicht mal mehr umblicken, denn Hermine hatte es ihnen gezeigt. Ihnen allen! Ausgenommen natürlich Albus, der schien wie immer in höheren Sphären zu schweben.
Mrs Schottenrock saß mit entrüstetem Blick und unvorteilhaft geöffnetem Mund da und sah ihrer ehemaligen Schülerin hinterher. Albus beugte sich vor, und schob ihren Mund mit einer knappen Handbewegung wieder zu.
„Ein Versuch war es Wert, nicht wahr meine Liebe?" Er schmunzelte direkt diebisch und sah der jungen Frau beeindruckt hinterher, während Minerva seltsame unzusammenhängende Worte stammelte.
Pomona und Poppy lachten laut und auch der kleine Professor Flitwick kiekste schrill und hieb heftig lachend mit seiner kleinen Hand auf den Tisch. Dieses Ereignis würde Minerva bestimmt noch lange nachhängen, da war sich Severus so sicher, und er freute sich diebisch darauf, es ihr bei jeder sich bietenden Gelegenheit unter der Nase zu reiben.
Erst als Hermine schon fast den Ausgang der großen Halle erreicht hatte, hatte Severus sie eingeholt. Er war beeindruckt von ihrem Tempo und dass war nicht nur auf ihre Geschwindigkeit gemünzt.
„Na, vor wem flüchtest du denn?" Grinste Severus sie an, und erntete auch sofort ein erzürntes:
„Das müsstest du doch am besten wissen" von Hermine zurück.
„Warte einen Moment, ich begleite dich ein Stück." Er zückte seinen Zauberstab und sprach „Accio Hermine und Severus´ Umhang."
Etwa zwei Minuten später flogen ihnen auch schon die Umhänge entgegen, und gemeinsam gingen sie sich Richtung Eingangsportal.
Es empfing sie eine angenehme Kälte als sie über Hogwarts Gelände Richtung Apparierpunkt wanderten. Der Himmel war bewölkt und die Luft roch nach Schnee. Es konnte nicht mehr lange dauern, bis der Winter Einzug hielt und seine schönste Seite von unberührtem Weiß präsentierte.
„Hermine, ich wollte dir noch sagen, das es mir Leid tut, was da gerade eben beim Frühstück passiert ist. Ich wollte das wirklich nicht, das musst du mir glauben." Es war ihm ernst damit, sie spürte es und sie empfand tiefe Dankbarkeit für seine Ehrlichkeit.
„Ich danke dir, aber du konntest ja nichts dafür. Bis auf die Tatsache, dass alle denken, dass wir miteinander geschlafen haben, ist ja nichts passiert. Aber schließlich bin ich es gewesen, die bei dir eingeschlafen ist, dafür kannst du nichts."
Sie konnte dieses ganze Theater nicht verstehen, und pustete genervt aus.
„Das ist richtig, aber das diese alten Tratschbasen, allen voran Minerva, sich wie die hungrigen Wölfe auf uns stürzen, konnten wir auch nicht vorhersehen." Wütend über diesen Angriff von Minerva, stapfte er missmutig weiter neben Hermine her.
„Was hat denn Minerva speziell von dir gewollt?" Sie war stehen geblieben und sah Severus hinterher. Dieser drehte sich um und murmelte etwas in seinem nicht vorhandenen Bart.
„Bitte was? Wenn du das Handtuch aus den Mund nehmen würdest, könnte ich dich sogar verstehen!" Es war ihr aufgefallen, wie unangenehm es ihm war, aber die Situation betraf sie schließlich auch.
„Ich sagte, sie meint dass ich für dich viel zu alt bin, und dass du das ganze Leben noch vor dir hättest." Er hatte darüber auch schon nachgedacht. Das musste er der alten Gryffindorelöwin lassen. Sie hatte die ganze Zeit über Hermines Wohl im Sinn gehabt, aber das hatte Severus ebenso.
„Es ist nett, dass sich alle meinen Kopf zerbrechen, aber ich kann sehr wohl selbst entscheiden, was gut oder schlecht für mich ist." Sie machte eine kurze Pause. „Dass du für mich zu alt bist, kann ich nicht sagen. Für mich hat das Alter nichts mit Liebe zu tun."
Eine kleine Wolke hatte sich beim Sprechen vor ihrem Mund gebildet und er sah ihr bei diesen Worten sehnsüchtig auf den Mund.
Ich habe keinen blassen Schimmer, warum ich diese Frau schon nach so kurzer Zeit begehre, aber ich kann und ich werde mich nicht dagegen wehren.
Hermine meinte das wirklich so, wie sie es sagte, das konnte Severus in ihrem Gesicht erkennen und ein wahres Glücksgefühl startete in seinem Bauch einen Salto.
„Dann sag mir bitte, wieso du mir keine Chance lässt. Ich habe wirklich geglaubt, das es mit meinem Alter zu tun hat." Er kam etwas näher zu ihr, um ihr direkt in die Augen zu sehen. Doch er konnte nur Schmerz und Resignation darin entdecken. Nein, dass stimmte nicht ganz. Es war ebenso Unsicherheit und Wärme darin zu sehen. Wärme? Etwa für ihn?
„Das tut mir wirklich sehr leid, aber du kannst mir glauben, wenn ich dir sage, das es damit nicht eine Sekunde zu tun hatte." Nervös und fröstelnd stampfte sie mit ihren Füßen auf.
„Bitte Hermine, du kannst mir vertrauen. Habe ich dir je einen Grund gegeben, mir nicht zu trauen?" Eindringlich sah er sie an, gespannt was sie sagen würde.
„Ist das jetzt eine Fangfrage?", erwiderte sie lachend, wobei ihre Augen vor Freundlichkeit zu leuchten schienen.
Im ersten Moment war Severus verstimmt und war sich nicht sicher, was er dazu sagen sollte.
„Es tut mir leid Severus, ich lache dich nicht aus, es ist nur, die Erinnerungen an dich von damals, die waren alles andere als nett und vertrauenswürdig." Langsam beruhigte er sich wieder und Hermine wurde schlagartig Ernst.
„Ich denke, ich bin es dir schuldig, die Wahrheit zu sagen."
Unruhig faltete sie ihre Hände ineinander.
„Nur wenn du es wirklich möchtest. Du sollst wissen, dass du mir zu nichts verpflichtet bist." Er hätte jetzt so gerne ihre Hände genommen, aber er war sich nicht sicher, ob er damit nicht mehr kaputt gemacht hätte, als das es ihr geholfen hätte.
„Nein, nein. Ich denke, ich sollte es dir sagen. Es ist nur schwer einen Anfang zu finden. Alles ist..., wie soll ich sagen, sehr privat. Ich würde es heute Abend gerne bei dir oder bei mir besprechen. Sagen wir so gegen acht Uhr?"
Nervös betrachtete Hermine ihn. Nie hatte sie jemanden ausführlich darüber berichtet, denn wer ging schon gerne mit solch einer Geschichte hausieren? Was würde er dazu wohl anschließend sagen? Sie wollte dieses Thema so schnell wie möglich abschließen, so schwer es ihr auch fiel.
„Natürlich, wir können uns heute Abend unterhalten. Wann wirst du wieder zurück sein?"
Er war erleichtert. Immerhin wollte sie nun mit ihm reden und beruhigt atmete er aus.
Hermine ging jetzt langsam weiter, Richtung Apparierpunkt.
„Ich denke, ich werde heute Nachmittag wieder da sein. Ich brauche etwas Zeit, wenn du verstehst?"
„Natürlich. Wenn ich fragen darf, wo wohnst du eigentlich?" Neugierig blickte er sie an und sah zu, wie sie ihren Umhang, der Kälte wegen, eng um sich raffte.
„Ich wohne in Muggel London, nahe der Winkelgasse.", erwiderte sie lächelnd und zwinkerte ihm zu.
Schon merkwürdig, dass gerade sie von Muggel sprach, wo sie doch selbst Muggel-Geborene war, dachte er, unterließ es aber, sie darauf anzusprechen.
Eisige Wölkchen stiegen gerade wieder von ihrem Mund auf, und Severus wünschte sich fast, einer dieser kleinsten Partikel zu sein, die ihre zarten Lippen verließen.
Sie waren endlich am Apparierpunkt angekommen und blieben stehen.
„Ich werd dann mal..., wir sehen uns später."
Hermine lächelte ihm noch kurz zu und war mit einem leisen PLOPP verschwunden, ehe er ihr auf Wiedersehen hätte sagen können, oder einfach nur ihre Hände zum Abschied in seinen gehalten hätte, was er, wenn er so darüber nachdachte, liebend gerne getan hätte.
Zurück blieb ein in Gedanken versunkener Severus Snape, der sein Glück kaum fassen konnte.
Sie findet nicht dass ich zu alt für sie bin, es macht ihr nichts aus...
