VERZICHTSERKLÄRUNG: Alle urheberrechtlich geschützten Figuren in dieser Story gehören natürlich der wunderbaren Joanne K. Rowling. Ich habe sie mir nur ausgeliehen. Einzig die Idee und neue Charaktere sind komplett von mir. Ich beabsichtige nicht, mit dieser Geschichte Geld zu verdienen.
A/N: Ein weiteres Kapitel für meine Leser und ein paar Anmerkungen. Ich habe Deathly Hollows nicht gelesen und so habe ich auch Harry nicht zu einem Horcrux gemacht. Es kann also durchaus sein, dass ich mit den Horcruxes ganz andere Wege beschreite. Wie ihr in diesem Kapitel sehen werdet. Ich fand die Idee gar nicht so abwegig, aber ihr werdet vielleicht anders darüber befinden. Wie auch immer. Es ist MEINE Geschichte. Hehe.
Noch ein Punkt, den ich überdacht habe, ist das Geld. Ich habe einige Geschichten gelesen, in denen Harry ein riesiges Vermögen in Galeonen besaß. Milliarden manchmal. Nicht sehr realistisch, wenn ich ehrlich bin. Auch, dass angeblich eine Galeone nur fünf Pfund wert sein soll. Wenn ich mir den Goldpreis (ca. 14.000€ pro Kilo 999/9er Feingold) so ansehe und was teilweise Goldmünzen kosten... dann halte ich einen Wechselkurs von 250€ für eher glaubwürdig. Pro Galeone. (Rowlings sprach in ihrem ersten Buch von großen Münzen) Leute, wir reden hier von Feingold und das ist eines der Metalle die sich auch, bis auf eine Ausnahme (der Stein der Weisen), nicht mit Magie herstellen lassen. Also ist es auch für Zauberer sehr wertvoll. Nur mal so nebenbei.
So, genug gepredigt. Danke für die letzten Reviews und das Lob das ich empfangen durfte. Es hat mich echt aufgebaut. Nur weiter so, ich kann gar nicht genug davon bekommen. Viel Spaß mit diesem Kapitel, euer
Marius
ooOOoo
KAPITEL 9
Die Feierlichkeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden des nächsten Tages. Zumindest wurde dies Harry so von Remus am nächsten Tag erzählt. Er selbst konnte sich mit dem Großteil der Jungs am Samstagnachmittag in Richtung des Quidditchplatzes absetzen, wo sie merkwürdigerweise des Öfteren von älteren Herrschaften aufgesucht wurden. Den Spielern wurde meist ein wehmütiger oder gar neidischer Blick zugeworfen.
"Ich glaube die sind eifersüchtig weil wir spielen und sie nicht!" grinste Ando.
"Papa ist es auf jeden Fall!" kicherte Roberto.
"Draco spielt wirklich gut. Erstklassiger Besen auch!" murmelte Ando und beobachtete kritisch den blonden Jungen.
"Yeah! Hogwarts darf sich freuen!" lächelte Harry. "Wo gehen denn die italienischen Zauberer zur Schule?" fragte er Ando neugierig.
"Wir haben in Italien keine großen Zaubererschulen die sich mit Hogwarts, Durmstrang oder auch Beauxbauton vergleichen lassen. Aber es gibt kleinere Schulen in Rom und in Mailand. Die nächste größere Schule hier im Süden ist in Athen. Die haben dort sogar eine uralte Universität für Hexerei und Zauberei. Noch aus der Zeit der Antike!" erklärte Ando gerne.
"Wow! Das wusste ich gar nicht!" musste Harry zugeben und Ando schnaubte spöttisch.
"Die Engländer halten sich in Sachen Magie für das Nonplusultra. Dabei gab es am Mittelmeer bereits Schulen als ihr noch in Höhlen wohntet!" kam es ein wenig herablassend.
"Hey, bloß nicht angeben. Hmm, dafür hatten wir Merlin!" hielt Harry dagegen.
"Muss ich zugeben." seufzte Ando widerwillig.
"Und Harry Potter!" grinste Draco der dazugekommen war.
"Auch wahr." nickte der Teenager.
"Leider auch Voldemort. Vergesst das nicht!" meinte Harry düster.
"Noch nen Punkt." schauderte Ando.
"Hey, ihr Flaschen? Wollt ihr labern oder spielen?" wurden sie von Marco lautstark an das Spiel erinnert.
"Sagte er Flaschen?" fragte Harry milde.
"Ich habe es auch gehört." grinste Draco wild.
So verging für die Kinder der Tag. Essen bis zum Abwinken, Spiele und Quidditch. Es war einfach perfekt. Der Sonntag verlief ruhiger und ein bisschen gedämpfter, wobei die Zauberer hier einen gewaltigen Vorteil gegenüber den Muggeln hatten. Es gab keine langen Erholungsphasen nach übermäßigem Alkoholgenuss. Den Tränken sei Dank.
Noch am Sonntagabend verabschiedeten sich Sirius und Serena in die Flitterwochen: Zwei Wochen Karibik für das Brautpaar. Remus reiste mit Harry alleine in die Villa Noir zurück und die beiden genossen die Ruhe in der ersten Woche. Für die zweite Woche waren Draco und Marco eingeladen und die drei Jungen verbrachten eine herrliche Zeit am Strand. Draco schaffte es sogar sich eine milde goldene Bräune zuzulegen. Marco hingegen erging es am Anfang wie Draco. Er konnte nicht schwimmen, aber Remus und auch Tenny wachten, wenn auch unaufdringlich, mit Argusaugen über die Jungs.
Das Leben pegelte sich langsam ein, nachdem Sirius und seine Frau aus den Flitterwochen zurückkehrte. Wenn möglich, so wirkten die zwei Turteltauben noch verliebter als vor der Hochzeit. Manchmal war es fast zu viel des Guten. Zumindest empfanden es Remus und Harry so. Natürlich hätten sie es nie den beiden direkt ins Gesicht gesagt.
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Der Juni verstrich und auch der Juli neigte sich nun langsam seinem Ende zu und Harrys 11er Geburtstag war nur noch fünf Tage entfernt. Es war an der Zeit für die kleine Familie nach England zurückzukehren. Sirius hatte, nach Harrys Einwand, beschlossen nicht das alte Stadthaus der Blacks zu bewohnen. Leider war auch der Stammsitz der Potters schon vor Harrys Geburt zerstört worden und auch sein Geburtshaus war nur noch eine Ruine. Was Harry aber nicht wusste, war, dass Sirius inzwischen den Auftrag erteilt hatte, Godrics Hollow wieder aufzubauen. Es sollte eine Überraschung für seinen Patensohn werden. Wegen dieser Umstände hatte Sirius schon seit geraumer Zeit nach einer standesgemäßen Behausung Ausschau gehalten und war fündig geworden. Hierbei waren die Kobolde von Gringotts sehr behilflich gewesen und so war es nur eine Frage wieviel Gold Sirius ausgeben wollte. Das Resultat war ein herrlicher Landsitz, irgendwo an der walisischen Küste. Es war auch eher Zufall, dass sich die neue Heimstätte gar nicht weit von Godric Hollow entfernt befand. Nicht, dass es einen störte. Das Klima an der irischen See war lange nicht so rau wie das an der Nordsee und so ließ es sich hier gut leben. Das Anwesen war mehrere Hektar groß und besaß auch ein eigenes Quidditchfeld.
Das Manor selbst, umfasste etwa 35 Zimmer und war im letzten halben Jahr umfassend modernisiert worden. Nach Zaubererstandard natürlich. Obwohl es Sirius sich durchaus nicht nehmen ließ und einige Annehmlichkeiten der modernen Zivilisation der Muggels berücksichtigt hatte. Soweit es sich, natürlich mit der ihr umgebenden Magie, vereinbaren ließ. Leider bedeutete das auch, dass kein störungsfreier Fernsehempfang möglich war. Harry machte das nichts aus. Wer braucht schon TV wenn er Magie sein eigen nennt? Doch eine moderne und leistungsstarke Stereoanlage stand auf einem anderen Blatt. Und so besaß Harry eine moderne HiFi-Anlage nach dem neuesten Stand der Technik. Das Beste was es auf dem Elektronikmarkt 1991 zu kaufen gab.
Die Hauselfen sprangen jedes Mal einen guten Meter in die Höhe, wenn der junge Meister die volle Power der Bassreflexboxen abrief. Er war jetzt schon stolzer Besitzer von rund 30 CDs und sein Musikgeschmack war weit gefächert. Auf der einen Seite liebte er den britischen Punk, doch verschmähte er auch nicht die Klassiker des Rocks und die eher soften Songs. Wie auch immer seine Laune war. Bereits am zweiten Tag nach ihrer Rückkehr, belegte Remus genervt Harrys Zimmer mit einem Schweigezauber. Seine empfindlichen Werwolfsohren konnten einfach nicht mehr ertragen.
"Du bist selbst schuld, Moony. Wer war es denn, der den Welpen auf die Idee mit der Stereoanlage gebracht hat?" hob Sirius anzüglich eine Augenbraue.
"Erinnere mich nur nicht daran." knurrte Remus.
"Ich befürchte eher, dass sich der Junge sein Gehör beschädigt!" seufzte Serena.
"Wir könnten den Strom abstellen." plante Remus nachdenklich.
"Strom?" fragte Sirius ahnungslos. "Ah, du meinst dieses Ekletiktding." war er sich sicher.
"Ja, genau das." verdrehte sein Freund die Augen während Serena schmunzelte.
"Ich denke nicht, dass das helfen wird. So wie ich Harry einschätze, wird er einen Weg finden sein Radio auch ohne diesen Strom laufen zu lassen. Der Kleine ist äußerst erfindungsreich. Ganz die Mama." kicherte Sirius.
"Dann solltest du bitte mit ihm reden Padfoot. Die Hauselfen beginnen zu meutern." warnte ihn Remus.
"Harry würde niemals einer Hauselfe Schaden beifügen." verwahrte sich Sirius entsetzt.
"Die sehen das leider anders. Seine Punkmusik ist reinste Folter für ihre Ohren. Für meine übrigens auch." verzog der Werwolf sein Gesicht.
"Ich werde mit ihm plaudern." seufzte Sirius.
"Ihr solltet froh sein, dass er nicht wie einer dieser jungen Muggel herumläuft. Habt ihr die Kids auf den Straßen gesehen? Diese verrückten Frisuren und dann erst was sie sich alles durch die Nase oder gar die Zunge stecken?" schauderte Serena. Als Hexe stand sie der Punkbewegung eher etwas hilflos gegenüber.
"Yep! Hat mich unheimlich an einige unserer besseren Scherze in Hogwarts erinnert." kicherte Sirius und selbst Remus lachte.
"Der alte Filch würde sich sofort freiwillig melden, wenn er die Schüler so quälen dürfte." meinte Remus amüsiert und er musste Serena natürlich gleich von dem bösartigen Hausmeister erzählen und ließ ein paar Anekdoten vom Stapel. Arreste bei Filch waren ja keine Seltenheit für die alten Plünderer gewesen und so konnten sie durchaus aus erster Hand berichten.
"Weißt du noch wie er James an den Ohren aufhängen wollte?" grinste Sirius.
"Das waren nicht die einzigen Körperteile die er ihm angedroht hat." grunzte Remus.
"Oh Gott. Remus! Wenn Filch seinen Willen gehabt hätte, dann wäre Prongs nie imstande gewesen Harry zu zeugen." schüttelte sich Sirius und auch Remus kniff unbeabsichtigt seine Knie zusammen.
"Was wollte er denn machen?" kam eine Jungenstimme neugierig von der Seite.
"An den E... äh... na, du weißt schon." hüstelte Sirius als er Harry in der Tür stehen sah.
"Er wollte Papa tatsächlich an den Eiern aufhängen?" fragte Harry mit großen Augen.
"Sprache, junger Mann. Sprache." mahnte Serena aber ihre Augen funkelten.
"Daran will lieber kein Mann denken, Kleiner. Also erwähne es nie wieder." grinste Remus.
"Ich wundere mich nur, wieso der Schulvorsteher einen Mann wie Argus Filch duldet? Der Mann hat einen wirklich bösartigen Streifen in seinem Charakter und seine Katze ist beinahe noch schlimmer." murrte Harry.
"Mrs. Norris? Ein wirkliches Mistvieh." nickte Sirius heftig.
"Sag bloß, die hatte er damals schon?" ächzte der Junge.
"Lassen wir das Thema fallen und besprechen lieber unseren Ausflug in die Winkelgasse." schlug Serena jetzt vor.
"Und wie wir Harry vor seinen "Fans" schützen." lächelte Remus schief.
"Danke!" brummte Harry und zog eine Grimasse.
"Wir verkleiden ihn als Mädchen." grinste Sirius böse.
"Nur wenn du mitmachst." kam es sofort retour.
"Siri in einem Kleid?" kicherte Serena.
"Es steht ihm nicht. Vertrau mir." lachte Remus.
Die ganze Besprechung verlief mehr oder weniger so und es wurde viel gelacht. Doch es wurden auch ein paar wichtige und ernste Punkte angesprochen. Einer davon war Harrys Besuch bei einem Augenarzt. Sirius wollte, wenn es möglich war, schon vor Harrys Eintritt nach Hogwarts eine Augenkorrektur abchecken lassen.
"Wir reisen morgen nach London. Es gibt dort einen erstklassigen Spezialisten wie mir versichert wurde." verriet Sirius seinem Patensohn.
"Dr. Leiterman?" hob dieser eine Augenbraue und nachdem Sirius verblüfft nickte, kicherte er. "Er war es, der mir auch damals die Augen gelasert hat. Guter Mann." erklärte er.
"Ja, ja das Universum ist klein." schmunzelte Remus.
"Du wirst die Mädchen mit deinen großen grünen Augen verrückt machen." lächelte Serena.
Harry stöhnte, während die beiden Männer lachten.
"Ein paar der Jungs sicher auch." lachte Sirius bellend was den Jungen tief erröten ließ.
"Ich kann es ihnen nicht vorwerfen. Er ist aber auch so süß." seufzte Serena und Harrys Röte vertiefte sich wenn möglich.
Auch wenn er rein technisch gesehen fast 25 Jahre alt war, so war er doch Mädchen gegenüber immer noch sehr schüchtern. Wahrscheinlich würde sich dieser Umstand niemals ändern. Und am eigenen Geschlecht war er gar nicht interessiert obwohl er, rückwirkend gesehen, ein paar Anspielungen in diese Richtung, durchaus nun als solche identifizierte. Aber er hatte nicht vor, dies seinen beiden Onkeln zu verraten. Sie neckten ihn auch so schon unbarmherzig genug.
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Am nächsten Morgen reisten sie per Flohverbindung in den tropfenden Kessel. Harry trug eine Baseballmütze die er sich tief in die Stirn gezogen hatte und hielt den Kopf gesenkt. Die Ankunft der vier erregte nur kurzzeitiges Interesse und so konnten sie sich unbehelligt aus der Kneipe verziehen und betraten die Muggelseite. Schnell war ein Taxi organisiert und Remus gab dem Fahrer die Adresse an.
Eine halbe Stunde später saß die Familie in einem bequemen Wartezimmer. Einer der Vorteile wenn man Privatpatient ist. Sie mussten auch nicht lange darauf warten, dass eine hübsche Arzthelferin Harry zur Untersuchung abholte.
Dr. Leiterman war ein noch junger Augenspezialist und nahm sich viel Zeit für die Untersuchung.
"Hmm, sieht eigentlich nicht so schlecht aus. Eine kleine Korrektur eventuell nur." konnte ihn Harry anfangs murmeln hören. Er selbst, presste sein Gesicht gegen eine verwirrende Apparatur.
"Trägst du stets deine Brille?" wollte Dr. Leiterman abschließend wissen.
"Ja, Sir." gab der Junge brav Antwort.
"Merkwürdig. So wie ich das sehe, hast du nur eine sehr geringe Sehschwäche von 0,25 Dioptrien. Reiche mir doch bitte Mal deine Brille." bat der Arzt. Er nahm sie entgegen und blickte hindurch und betrachtete sich genau die Gläser. "Wann warst du das letzte Mal bei einem Augenarzt oder Optiker?" fragte er neugierig.
"Äh, so vor gut 5 Jahren." zuckte Harry mit den Achseln.
"Und er hat dir diese Brille verpasst?" hob Dr. Leiterman skeptisch die Augenbrauen.
"Ja, Sir. Wieso, ist irgendetwas damit?" fragte Harry schüchtern.
"Die Brille ist in Ordnung." erwiderte Dr. Leiterman und Harry seufzte erleichtert. "Für einen Schauspieler. Junge, wenn ich es nicht besser wissen würde, müsste ich annehmen, dass du und dein Vater mich veräppeln wollen. Das ist Fensterglas." sah ihn Leiterman scharf an.
"WIE?" riss Harry die Augen auf. "Aber... aber ich konnte damals wirklich so gut wie gar nichts deutlich sehen!" stotterte er.
"Nun, das hat sich reguliert. Glückwunsch Harry. Keine neue Brille mehr für dich und auch keine Augenkorrektur." lächelte Leiterman als er die Freude auf Harrys Gesicht sah. "Fast wie Zauberei, hmm?" neckte der junge Arzt und der Junge gluckste.
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"Er hat das wirklich gesagt?" kicherte Serena als sie die Praxis verlassen hatten.
"Wie ist das nur möglich?" fragte sich Sirius.
"Ich denke, Harrys Sehschwäche war auch ein Produkt seiner Mangelernährung. Auch wenn James eine Brille trug, so nehme ich doch an, dass Harry nicht nur Lilys herrliche Augenfarbe, sondern auch ihre Sehschärfe erbte. Und du weißt wie scharf ihre Augen waren, Padfoot. Ihr entging nichts." lächelte Remus.
"Einleuchtend. Obwohl ein Teil vermutlich wirklich Magie war. Du bist wesentlich mächtiger als damals, Kleiner. Bestimmt spielte das eine entscheidende Rolle." zog ihn Sirius liebevoll an sich.
"Aber da kannst du einmal sehen, wie sehr wir unseren Angewohnheiten anhängen. Ist es dir nie aufgefallen, dass du ohne Brille fast genauso gut siehst?" fragte Serena neugierig.
"Ich habe nie darüber nachgedacht. Das erste was ich morgens immer mache, ist mir meine Brille aufzusetzen und erst wieder abzulegen wenn ich schlafe." erwiderte Harry nachdenklich. Er ging jetzt ohne Brille durch die Stadt und sah sich aufmerksam und vor allem sehr erleichtert um. Es war herrlich auf die Sehhilfe verzichten zu müssen.
Da sie schon einmal hier waren, nutzten sie die Gelegenheit und gingen shoppen. Genauer gesagt, Serena ging shoppen und hatte drei Gentlemen die ihr die Tüten trugen. Ihrer Meinung nach fehlten noch ein paar sehr wichtige Dinge für die Einrichtung und Sirius, der ihren Geschmack bewunderte, hatte ihr diesen Teil voll und Ganz überlassen. Eine Herausforderung, die die junge Frau sehr gerne annahm und dabei eine enorme Energie entwickelte.
Vier Stunden später waren die Herren der Schöpfung geschlaucht und ließen die Flügel hängen.
"Ich liebe Serena ja sehr, aber wenn sie mich in ein weiteres Ausstattungsgeschäft schleppt, schreie ich." murrte Harry düster.
"DAS habe ich gehört." kam es von Serena, die sich rund 10 Meter entfernt mit einem Angestellten unterhielt.
"Shit." flüsterte Harry und wurde blass.
"Sie hat erstaunlich scharfe Ohren." murmelte Remus verblüfft.
"Nicht nur die Ohren sind scharf." seufzte Sirius bewundernd.
"DAS habe ich ebenfalls gehört. Danke Schatz." schnurrte Serena und kam lächelnd zu ihnen. Sie küsste Sirius zärtlich und beugte sich dann leicht zu Harry hinab. "Ich liebe dich auch, mein Kleiner." kicherte sie und drückte Harry einen dicken Kuss auf die Stirn. Prompt errötete dieser heftig, was aber eventuell auch an der tollen Aussicht lag, die ihr Ausschnitt ihm bot. "Ahh, du bist so knuddelig." lachte sie warm und wuschelte durch sein wildes Haar. Harry stöhnte resignierend und versuchte seine wieso schon ruinierte Frisur wieder hinzubiegen.
"Gib es auf Prongslet. Dein Vater war gegen den Familienfluch ebenso machtlos." grinste Sirius. Sein Patensohn schenkte ihm nur einen schmutzigen Blick und versuchte die Neckereien der Erwachsenen zu ignorieren.
Ein wenig später war auch Serena so weit ermüdet, dass sie das Zeichen zum Aufbruch gab. Diesmal nahmen sie nicht das Taxi, sondern einen Portschlüssel der sie nach Hause brachte. Wie immer verspürte Harry diesen Zug hinter seinem Nabel und die Welt verschwamm vor seinen Augen. Natürlich landete er nicht so elegant wie die anderen, sondern fiel prompt auf die Nase.
"Daran musst du echt noch arbeiten, Harry. Du hast mehr magische Macht als jeder andere den ich kenne und doch schaffst du es nicht auf den Beinen zu bleiben, wenn wir mit einem Portschlüssel oder der Flohverbindung reisen. Warum ist das so?" wunderte sich Remus.
"Du kannst ja mal Forschungen darüber anstellen." knurrte Harry in übler Laune was Sirius grinsen ließ.
"Vielleicht werde ich das machen." erwiderte Remus ruhig.
Harry seufzte. "Entschuldige bitte, dass ich dich angeblafft habe, Moony." sagte er kleinlaut.
"Schon gut, Welpe. Ich weiß ja, dass nur dein verletzter Stolz gesprochen hat." lächelte der Werwolf.
"Danke." meinte Harry trocken.
"Gern geschehen." kam es genauso trocken zurück.
"Seid brav, Jungens." mahnte Serena beiläufig. Ihr Augenmerk war auf die Einkäufe gerichtet und sie war schon wieder am planen.
"Ja, Ma'am!" antworteten Remus, Sirius und Harry unisono.
"Na also. Geht doch." lächelte Sirius' Frau.
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Die Tage vor seinem Geburtstag, verbrachte Harry in Ruhe. Er las und hörte Musik oder flog mit seinem Besen Schleifen oder auch tollkühne Manöver über dem weiten Grund. Er genoss diese relative Freiheit, da er wusste dass sie nicht lange anhalten würde und doch fühlte er eine Unruhe in sich. Am Tag vor seinem Geburtstag, als er hoch oben Schleifen zog, erkannte er was ihn belästigte.
Der Schulanfang war nicht mehr weit weg und dann würde es ernst werden.
Ob es sich alles wie beim ersten Male entwickelte? Harry wollte es sich selbst gegenüber nicht zugeben aber er war besorgt. Wieviel hatte er bereits verändert? Er hatte bisher vermieden, Kontakt mit den Weasleys und mit Hermine aufzunehmen. Bei Neville war er einfach schwach geworden und hatte die Gelegenheit bei Sirius' Hochzeit einfach ergriffen. Luna hingegen... Luna stand auf einen ganz anderen Blatt. Sie hatte er bereits einmal heimlich aufgesucht und es war ein denkwürdiger Besuch gewesen. Doch er wollte jetzt nicht darüber nachdenken und schob den Gedanken von sich.
Harry seufzte tief und stoppte seinen Flug.
"Ich werde alles tun was nötig ist. Selbst wenn es bedeutet, dass ich dabei meine Freunde nicht um mich haben werde. Besser so, als wenn sie alle sterben." leistete er ein Versprechen.
Erleichterung durchströmte ihn und eine wilde Entschlossenheit.
Damit dieses Versprechen auch wahr werden konnte, mussten die Horcruxe gefunden werden. Drei waren bereits in seinem Besitz. Von zweien wusste er wo sie waren: Toms Tagebuch und Nagini. Der letzte Horcrux war der knifflige. Draco hatte ihm damals das Geheimnis darum verraten. Wie er daran kam, darüber behielt er Schweigen aber ohne ihn wäre es unmöglich gewesen Voldemort endgültig zu zerstören. Zum Glück konnte der dunkle Lord nicht mehr als siebenmal seine Seele teilen aber auch so machte es ihn weniger menschlich.
Das Problem war, dass sich der sechste Horcrux nicht irgendwo befand.
Wie Tom Riddle es geschafft hatte, einen Teil seiner Seele im innersten des Ministeriums für Zauberei zu verstecken, war jenseits Harrys Wissens. Im Prinzip war es unzugänglich, da es sich im Kern der Ministeriumsschutzschilde befand. Präziser gesagt, bei den Runenankersteinen, die die Schutzschilde aufrechterhielten.
Zu dem Zeitpunkt, als Harry das letzte Horcrux bergen konnte, lag das Ministerium bereits in Trümmer. Aber selbst dann noch waren die Runensteine so gut wie gar nicht zu erreichen. Seit dem Mittelalter waren sie von den mächtigsten Bannmeistern erschaffen und erweitert worden. Nur seinen Fähigkeiten, die Schatten zu manipulieren hatte es Harry verdankt auch diese Herausforderung zu meistern. Doch diesmal würde es ungleich schwerer werden da sie gut beschützt wurden. Nicht weniger als tief unter dem Ministerium, ganz in der Nähe der Abteilung der Mysterien. Umringt von jeder Menge Unsäglicher. Das würde echt haarig werden.
Ein erneuter schwerer Seufzer verklang ungehört in der Luft, gefolgt von einem spöttischen Schnauben.
Wer hätte auch nur gedacht dass dieser Horcrux nicht ein Erinnerungsstück an die Gründerzeit war? Riddle wollte ursprünglich Godrics Schwert dafür benutzen aber es war seit Jahrhunderten verschollen. Erst Harrys Abenteuer in der Kammer des Schreckens hatte es wieder erscheinen lassen. Also benutzte er etwas das seinem damals größten Feind gehörte.
Und das war niemand anders als Albus Dumbledore.
Riddle hatte Dumbledore schlichtweg bestohlen, aber das war ja nichts Neues. Es war sogar einer seiner früheren Horcruxe und dafür hatte er niemand anderen als den damaligen Schulvorsteher von Hogwarts, Armando Dippet ermordet. Dann hatte er einen der liebsten Besitztümer von Dumbledore dafür missbraucht ein Horcrux zu erschaffen.
Albus' Bildnis war es, der dieses kleine, zusätzliche Detail Harry erzählt hatte. Eine Erstausgabe seines Meisterwerkes für die 12 Verwendungen von Drachenblut und der Grundstein für seinen Ruf als Gelehrter. Mit der Seriennummer 001. Signiert und mit einer sehr privaten Widmung von seinem Koautor und Mentor Nicholas Flamel. Dumbledore hing sehr daran und war untröstlich, als es damals aus seinen privaten Gemächern in Hogwarts verschwand.
Noch untröstlicher war er aber, als er erfuhr, dass Harry es zerstörte aber er akzeptierte es letztendlich.
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"Es war für das Größere gut, Albus." hatte es sich Harry nicht verkneifen können und nur mühselig hielt er ein böses Grinsen zurück. Er hatte das Portrait seines ehemaligen Schulvorstehers aus den Trümmern von Hogwarts bergen können und es zu seiner eigenen Überraschung in seinem Haus aufgehängt. Harry sprach nicht oft mit Dumbledore, da ihn die Unterhaltungen mit dem alten Mann genauso frustrierten wie zu dessen Lebzeiten. Dumbledore hatte ihn gut zwei Minuten nur stumm angestarrt und fing dann an zu lachen. Als er sich wieder beruhigt hatte, funkelten seine blauen Augen.
"Manche Worte beißen einen früher oder später zurück." hatte er gemeint. "Aber es war in diesem Fall wohlverdient, mein Junge. Ich habe viele Fehler gemacht, doch keine bereue ich mehr als diejenigen, die ich in meinem Bemühen um dein Wohlergehen machte." beendete er traurig.
"Zu spät, es zu ändern." sagte Harry leise.
"Wer weiß. Wer weiß." orakelte Albus und wollte sich nicht weiter auslassen, doch das Funkeln in seinen Augen schien noch an Intensität zu gewinnen.
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Ob die alte Ziege etwas geahnt hatte? Harry wusste es nicht aber zuzutrauen war es ihm. Der junge Magier war vielleicht um einiges mächtiger als Dumbledore, aber selbst Harry wusste, dass es noch lange brauchen würde, bis er das Wissen und erst recht die Erfahrung des alten Mannes hatte.
Plötzlich tauchte ein Schatten neben ihm auf und Harry zuckte zusammen.
"Verdammt! Harry, ist alles in Ordnung?" fragte ein besorgter Sirius.
"Äh... sicher doch. Mir geht es gut. Was ist denn?" wollte Harry irritiert wissen.
"Was ich hier mache? Schau dich doch mal um, du Träumer." schnaubte sein Pate.
"Ach du dickes Ei." ächzte der Junge als er sich umsah. Er war gut einen Kilometer abgetrieben worden und mittlerweile durch die Grenzen des Schutzbannes gegangen. Zum Glück flog er über unbewohntes Gebiet. "So ein Mist. Es tut mir Leid Siri. Ich war tief in Gedanken." brannte Harrys Gesicht vor Verlegenheit. Solche Unachtsamkeiten konnten einen das Leben kosten, wie er nur zu gut wusste.
"Es ist, Merlin sei Dank, ja nichts passiert. Komm, beeilen wir uns lieber und fliegen zurück." winkte Sirius ab. Die beiden Zauberer verminderten die Flughöhe und Sirius warf einen Desillusionszauber auf sie. Keiner würde sie jetzt vom Boden aus erkennen. "Was bedrückt dich, Kleiner?" fragte Sirius weich als sie fast wieder zu Hause waren.
"Der Horcrux im Ministerium. Spätestens nächstes Jahr möchte ich ihn holen." erwiderte Harry.
"Es gäbe eine Möglichkeit." murmelte Sirius mit einem frechen Grinsen.
"Die wäre?" hob Harry eine Augenbraue.
"Ist ganz einfach. Ich werde Minister für Zauberei." kicherte der Mann.
"DU als Minister? Die Götter mögen uns helfen." schnaubte Harry vergnügt. "Aber die Idee ist eigentlich gar nicht mal so schlecht." wurde er schnell wieder ernst.
"Hey, das war ein Witz. Keineswegs habe ich vor, Minister zu werden. Das ist ein Job für Schwachsinnige." wehrte Sirius ab.
"Also genau richtig für dich. Nein, jetzt im Ernst Sirius. Ich denke, du würdest einen hervorragenden Minister abgeben. Du besitzt Ansehen und die Achtung der anderen." widersprach Harry.
"Ich bin ein ehemaliger Sträfling. Soviel dazu. Außerdem habe ich keine Lust!" runzelte Siri die Stirn.
"Du warst unschuldig und jeder weiß das. Außerdem bist du allemal eine bessere Wahl als Cornelius Fudge. Du wärest eine große Hilfe wenn du diese Last schulterst. Du musst es ja nicht für ewig machen. Nur bis Tom endgültig unter der Erde liegt." versuchte es Harry ihm schmackhaft zu machen.
Sirius warf ihm einen schmutzigen Blick zu den Harry ungerührt erwiderte. Auch wenn der Vorschlag als ein Witz gedacht war, so war es doch eine Idee, die man nicht so ohne weiteres ablegen sollte. Sirius wusste dies und wenn es anatomisch möglich gewesen wäre, dann hätte er sich selbst in den Allerwertesten gebissen. Wie konnte er nur so blöd sein? Er kannte schließlich Harrys scharfen und oftmals auch hinterlistigen Verstand.
"Ich denke, dass Serena sicher etwas dagegen hätte." fiel es Sirius triumphierend ein.
"Ich werde mit ihr reden." konterte Harry sofort.
"Hah, das möchte ich sehen." schnaubte Siri höhnisch.
"Yup, das wirst du." lächelte Harry und landete vor dem Haus. "Und zwar augenblicklich."
"Warte Harry. Bitte, tue das nicht. Ich will kein Minister sein." verfiel Sirius in Panik.
"Wir bekommen nicht immer was wir wollen." war Harrys Antwort bevor er sich auf die Suche nach Serena machte.
Er fand sie und Remus in der Bibliothek und ehe ihn Sirius daran hindern konnte, hatte er ihr auch schon seinen Plan unterbreitet. Wenn Sirius annahm, dass Serena in diesem Punkt auf seiner Seite war so hatte er sich gründlich geirrt. Sie erkannte sofort die Bedeutung dieses Planes und als sie solche Schlagworte wie Ehre, Pflicht und Verantwortung benutzte, wusste er, dass er verloren hatte.
"ABER ICH WILL NICHT MINISTER SEIN!" brüllte Sirius und es fehlte nicht viel und er hätte mit dem Fuß aufgestampft.
"Ts, Ts, Ts. Jetzt beruhige dich bitte Schatz und benehme dich nicht so kindisch. Du wirst ein erstklassiger Minister sein und mich stolz machen." tätschelte Serena seine Hand.
"Denke doch mal daran wie du Malfoy in deine Finger bekommst und all die Todesser die damals Fudge hat davon kommen lassen. Snape wird vor Neid explodieren." köderte ihn Harry.
DAS bekam Sirius' Aufmerksamkeit und er schloss abrupt den Mund.
"Malfoy." murmelte er nachdenklich und ein böses Grinsen geisterte über seine Züge.
Der Einfluss Lucius Malfoys war in den letzten Jahren gewaltig angestiegen. Nicht nur, dass er im Schulrat von Hogwarts saß. Nein, er besaß auch mehr oder weniger Fudge den er mit großen Summen gekauft hatte. Seine Scheidung von Narcissa hatte ihn nur kurzzeitig zurückgeworfen und auch wenn ihn Harry verachtete, so musste er doch anerkennen, dass der Mann ein politisches Genie war. Er zog geschickt im Hintergrund die Fäden und vergiftete langsam aber sicher das Klima in der Regierung.
"Okay, ich mache es. Aber nur wegen Lucius. Ich will dem Bastard an die Eier." knurrte Sirius entschlossen.
"Achte auf deine Sprache, Schatz. Es geziemt sich nicht für den Minister für Zauberei solche Ausdrücke zu verwenden." rügte ihn Serena lächelnd.
"Aber es war so herrlich bildhaft." grinste Remus.
"Danke Sirius. Ich schulde dir was." umarmte ihn Harry grimmig.
"Ich bin ja selbst Schuld. Ich hätte ja nur den Mund halten müssen." brummelte Sirius und gab die Umarmung zurück. "Es wird aber nicht einfach werden, Leute. Fudge sitzt relativ fest im Sattel und ihr dürft ihn auf keinen Fall unterschätzen. Er mag ein Trottel sein aber politisch ist er sehr geschickt." warnte er sie.
"Da muss ich zustimmen. Aber wir haben nicht umsonst unsere Investitionen gemacht. Der Tägliche Prophet ist unter unserer Kontrolle und es wird Zeit, dass wir diesen Umstand nutzen. Lancieren wir ein paar Artikel, die Fudge indirekt Misskreditieren. Nichts offensichtliches natürlich." äußerte Harry ein paar Überlegungen. "Noch ein paar Vorschläge?" grinste er als er die verdutzten Gesichter seiner Familie sah.
"Du bist ein geschickter Teufel. Das gefällt mir!" lobte Serena und ihre dunklen Augen funkelten.
"Ziehen wir Cissy mit hinzu. Sie kennt die wichtigsten Leute und weiß wo sie ihre Leichen im Keller haben. Sie könnte uns die neutralen Familien verschaffen." strich sich Sirius über das Kinn.
"Ich könnte mich bei einigen alten Bekannten aus der Nockturngasse umhören. Du würdest staunen wieviel die manchmal wissen." schloss sich Remus an.
"Wahrscheinlich. Fudge hat jede Menge Dreck am Stecken und einiges weiß ich noch, was sonst keiner vermutet. Ein paar Gefälligkeiten, die mir damals die Kobolde zukommen ließen. Der Minister hat sich nicht nur von Malfoy schmieren lassen, das steht schon mal fest." nickte Harry.
"Du wirst aber keine sofortige Wende erwarten dürfen, Kleiner. Selbst wenn alles glatt läuft, wird das Ganze rund zwei Jahre brauchen. Außer, er schießt in der nächsten Zeit einen kapitalen Bock?" sah ihn Sirius erwartungsvoll an.
"Äh, nicht dass ich wüsste. Erst in meinem dritten Jahr machte er den ersten größeren Fehler. Als er dich nämlich ohne weitere Verhandlung von den Dementoren küssen lassen wollte." hüstelte Harry.
"Oh." wurde Sirius blass.
"Auf diese Einlage wollen wir doch lieber mal verzichten." schluckte Serena besorgt.
"Da bin ich sehr dafür." zog sie Sirius in seine Arme.
"Apropos Dementoren. Hat sich in dieser Richtung etwas getan?" fragte Harry neugierig. Einer der Planungspunkte war ein Mittel zu finden die Dementoren zu vernichten. Auch wenn beabsichtig war, Voldemort schon vorher zu beseitigen so wäre es ein großer Fehler, keine Ausweichpläne zu schmieden.
"Wir sind noch nicht viel weiter. Ein, zwei interessante Ansätze die wir in der Bibliothek der Blacks und der Potters gefunden haben. Es ist irritierend wie wenig Material es über sie gibt, wenn man bedenkt wie lange sie schon existieren. Doch einen faszinierenden Aspekt habe ich aufdecken können und ich wollte ihn erst überprüfen bevor ich ihn dir vorlege." erwiderte Remus, in dessen Ressort es fiel.
"Hmm, auch meine Familie besitzt eine umfangreiche und vor allem eine sehr alte Bibliothek. Papa ist sicher damit einverstanden wenn du dort Forschungen anstellst, mein lieber Remy." warf Serena ein.
"Sehr gerne, danke." neigte Remus lächelnd das Haupt.
"Ja, auch von mir ein Dankeschön." freute sich Harry.
"Oh, Schatz. Ich liebe dich." schnurrte Sirius und vergrub sein Gesicht in Serenas dunklem Haar. "Beenden wir die Versammlung. Ich muss unbedingt mit meiner Frau privat reden." sprang er dann plötzlich auf und ehe Remus und Harry reagieren konnten, war das Paar schon aus dem Raum verschwunden.
"Reden?" grinste Harry anzüglich.
"Reden." nickte Remus lachend.
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Der nächste Morgen brach an und Harry schlug die Augen auf. Das Sonnenlicht fiel direkt in sein Zimmer und er konnte die Staubteilchen in dem hellen Licht tanzen sehen während draußen die Vögel munter zwitscherten. Eine leichte Brise bauschte die Vorhänge der Balkontür auf und die Luft trug den verheißungsvollen Duft eines warmen Sommertages mit sich.
Harry räkelte sich zufrieden und setzte sich dann auf. Schwungvoll sprang er aus dem Bett und stürzte sich in seine Trainingssachen. Dann ging er leise nach unten und aus dem Haus. Ja, heute würde es ein heißer Tag werden. Auch wenn es erst kurz nach 6 Uhr war so konnte man die kommende Hitze schon erahnen.
Gut eine Stunde später war sein tägliches Training beendet und Harry kam leicht verschwitzt aber sehr zufrieden zurück. Als er ins Haus trat wurde er schon von Tenny mit einem großen Glas Wasser erwartet.
"Guten Morgen, Meister Harry." strahlte die kleine Hauselfe.
"Guten Morgen, Tenny. Danke." lächelte der Junge. Tenny hatte die Familie mit nach England begleitet und kümmerte sich mit zwei weiteren Hauselfen um das große Haus. "Oh, Mann. Das habe ich jetzt gebraucht. Danke, sehr aufmerksam." reichte er das leere Glas zurück.
"Zu gütig, junger Meister." verbeugte sich Tenny strahlend und verschwand mit einem Plopp.
Eine Viertelstunde später kam Harry frisch geduscht und gut gelaunt in die große Küche. Eigentlich hatte er erwartet, dass er alleine frühstücken würde aber er hatte sich geirrt.
"Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!" schallte es ihm im Chor entgegen. Die gesamte Familie saß bereits am Frühstückstisch.
"Wow. Danke Leute." freute sich der jetzt offiziell 11jährige.
Serena kam ihm entgegen und umarmte den Jungen liebevoll bevor sie ihm ein paar herzhafte Küsse aufdrückte.
"Komm, setz dich Harry. Tenny hat dir heute dein Lieblingsfrühstück gemacht." forderte ihn Sirius auf.
"Das macht sie jeden Morgen." schmunzelte Remus aber Sirius ignorierte einfach den Einwand.
"Heute ist ein wichtiger Tag für einen jungen Zauberer. Du bist jetzt 11 Jahre alt und damit berechtigt das altehrwürdige Hogwarts zu besuchen und einen Stab zu erwerben." strahlte Sirius stolz.
"Hört. Hört." kam es von Remus.
"Du bist nicht sehr hilfreich, Moony." runzelte Sirius die Stirn.
"Und du bist aufgeregter als das Geburtstagskind. Hier Harry, für dich!" schob ihm der Werwolf ein Päckchen über den Tisch zu.
"Verdammt. Du bist mir zuvor gekommen." seufzte Sirius eifersüchtig.
"Ich weiß!" grinste Remus unbeeindruckt.
"Danke Moony." strahlte Harry und betastete vorsichtig das Päckchen.
"Na, mach schon auf bevor der alte Wolf noch platzt!" meinte Sirius trocken.
"Siri." mahnte Serena leise.
"Ich bin ja schon brav, Schatz!" versicherte er ihr schnell.
"Wer's glaubt!" lächelte sie.
"Es ist jedes Jahr dasselbe." kicherte Harry. Er hatte in den letzten vier Jahren viele Geschenke von seiner Familie bekommen und freute sich über jedes davon. Harry war nicht anspruchsvoll und Sirius und Remus wussten dies und so beschenkten sie ihn eher mit Qualität als mit Quantität.
Was sich auch jetzt wieder zeigte. Remus' Geschenk war, wie fast zu erwarten, ein Buch. Aber es war nicht irgendein Buch.
"Ich... ich bin sprachlos, Moony." flüsterte Harry ehrfürchtig. Vor ihm lag das Journal der Plünderer. Andächtig strich er mit seinen Fingerspitzen über das abgegriffene Leder des Einbandes und über den Goldaufdruck der drei Namen. Pettigrews Plünderername war entfernt worden und so verblieben nur Padfoot, Moony und Prongs.
"Es wird Zeit dass es in die nächste Generation übergeht. Padfoot war damit einverstanden es dir zu geben." versuchte es Remus etwas herunter zu spielen.
"Verdammt richtig, Prongslet. Und wir zwei erwarten Großes von dir, wenn du nach Hogwarts gehst." leuchteten Sirius Augen.
"Danke Jungs." schnüffelte Harry gerührt.
"Wenn du gewählt hast, wird dein Plünderername darauf verewigt werden. Es ist ein einfacher Spruch der gleich auf der zweiten Seite steht." erklärte Remus fast eifrig.
"Ich befürchte, dass unsere restlichen Geschenke dagegen nicht ankommen werden." hob Serena eine Augenbraue.
"Hmm, könnte zutreffen Schatz. Es ist wohl besser sie bis nächstes Jahr aufzuheben." neckte Sirius.
"Hey!" protestierte Harry sofort.
"Auf der anderen Seite dann wohl auch wieder nicht." lachte sein Pate und zückte seinen Stab. Ein eleganter Schlenker und ein längliches Paket flog durch die Tür auf ihn zu und senkte sich langsam in seine Hand. Harrys Augen erleuchteten sich und er rutschte aufgeregt auf seinem Stuhl hin und her.
"Ist es...?" quiekte seine Stimme.
"Es ist ja eigentlich keine Überraschung mehr aber ich schenke ihn dir trotzdem. Es ist nur schade, dass du ihn nicht mit nach Hogwarts mitnehmen darfst." meinte Sirius und reichte das Geschenk seinem Patensohn. Diesmal flog das Papier, unter dem Lachen der Erwachsenen, nur so zur Seite und kurz darauf hielt Harry einen funkelnagelneuen Nimbus 2000 in der Hand.
"Was für eine Schönheit!" streichelte er zärtlich den lackierten Stiel hinab und dann über die akkurat ausgerichteten Reisigzweige.
"Merlin. Jungs und ihre Besen!" schnaubte Serena kopfschüttelnd. Harry grinste nur breit und widmete sich wieder seinem Besen. "Meine Güte. Das hat fast etwas erotisches." murmelte sie, als Harrys Streicheleinheiten sinnlicher wurden.
"Erotisch?" quietschte Harry entsetzt und zog blitzschnell die Finger zurück.
"Nur keine Scham, Welpe. Ich habe meinen ersten Besen sogar mit ins Bett genommen." lachte Sirius und Remus verschluckte sich beinahe an seinem Schluck Tee.
"Hast du wirklich?" riss Harry die Augen auf und musste grinsen.
"Aber natürlich. Ich habe sogar... äh, lassen wir das." wurde Sirius rot.
"Padfoot, Padfoot." schüttelte Remus den Kopf.
"Hey, James hat mir gestanden, dass er genau dasselbe machte. Man muss eins mit dem Besen werden." erwiderte Sirius von oben herab.
"In dem man mit seinem Besen kopuliert?" fragte Serena ironisch und Remus verschluckte sich erneut.
"Das verstehst du nicht, Schatz. Das ist ne Männersache." hielt ihr Mann dagegen.
"Männersache? Wie alt warst du denn, mein Lieber?" wollte sie wissen.
"Äh... ich war 7 Jahre." gestand Sirius.
"Männersache. Aber natürlich." lachte Serena.
"Ich war halt frühreif." grinste Sirius ungerührt.
"Wie sind wir nur auf DIESES Thema gekommen?" wunderte sich Harry laut.
"Das frage ich mich schon die ganze Zeit." meinte Remus schmunzelnd.
"Mich überrascht es nicht. Vergesst nicht, ich habe mehrere Brüder die nicht viel anders waren." erklärte Serena kichernd.
"Das mag ja sein. Aber es ist erschütternd wenn man erfahren muss, dass der eigene Vater und der Pate im Grunde Perverse sind und es hemmungslos mit ihren Besen getrieben haben." erwiderte Harry staubtrocken.
"Perverse?" ächzte Sirius und griff nach Harry. Der sprang lachend auf und rannte aus der Küche, während sein Pate ihm dicht auf den Fersen war. Auf der großen Treppe holte er ihn ein und kurz darauf konnte man Harrys Kreischen, Quietschen und hemmungsloses Lachen durch das gesamte Haus hören.
Fröhlich lachend kam Sirius kurz darauf in die Küche zurück und hatte seinen Fang über die Schulter gelegt.
"Er war flink aber ich war schneller!" verkündete er stolz.
"Wir haben es gehört." lachte Remus.
"Gott! Ich glaube, ich brauche frische Unterwäsche." kam es keuchend von Harry.
"Schon wieder?" grinste Sirius und tätschelte Harrys verlängerten Rücken.
"DANKE!" kam es höhnisch zurück.
Mit einem breiten Grinsen setzte Sirius den Jungen ab und erntete einen vernichtenden Blick.
"Bin gleich wieder da." murmelte Harry mit roten Wangen und flitzte erneut aus der Küche. Kurze Zeit später kam er zurück und setzte sich ohne weiteren Kommentar an den Tisch. "Kein Wort! Verstanden?" verlangte er.
"Hier Harry. Dies ist von mir." lenkte ihn Serena ab und reichte ihm ihr Geschenk.
"Danke Serena. Es wäre nicht nötig gewesen." meinte Harry.
"Papperlapapp." winkte sie nur ab.
Vorsichtig packte Harry das Geschenk aus und öffnete die kleine Schatulle die es enthalten hatte.
"Oh. Es ist sehr schön." bestaunte Harry die dünne goldene Kette und das Medaillon.
"Du kannst es öffnen. Hier, ich zeige es dir." freute sich Serena über seine Reaktion. Tatsächlich ließ sich das kleine Medaillon aufklappen und Harry betrachtete die kleinen Portraits darin. Die eine Seite zeigte ein Bild seiner Eltern und auf der anderen Seite war Serena, Sirius und auch Remus abgebildet. "So hast du uns immer bei dir. Ich hoffe es gefällt dir?" fragte sie leise.
"Ich liebe es. Danke Serena. Vielen Dank." blinzelte Harry ein paar Tränen weg und umarmte sie dankbar.
"Ich habe dir doch gesagt, dass er es lieben wird." lächelte Sirius zufrieden.
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Am Nachmittag kamen Harrys Gäste zu seiner Feier. Durch die Zurückgezogenheit der letzten Jahre waren es nicht viele die kamen. Nur Draco und seine Mutter und von Serenas Seite Marco, mit dem sich Harry schnell befreundet hatte. Marco kam nicht alleine sondern in Begleitung von Francos Sohn Roberto der dasselbe Alter wie die anderen Jungs hatte. Als letztes traf Neville in Begleitung seiner Großmutter ein, die den Jungen höchstpersönlich vorbeibrachte. Zu Harrys Erleichterung blieb die alte Lady nur kurz und verschwand wieder nachdem sie ihm gratuliert und Neville noch einmal ermahnt hatte. Als sie im Kamin verschwunden war, seufzte Neville erleichtert und entspannte sich sichtlich.
"Sie ist sicher ganz schön streng, mein Freund." lächelte Harry.
"Du hast ja keine Ahnung." murmelte Neville.
"Ich kann es mir vorstellen." kicherte Harry und legte Neville freundschaftlich einen Arm um die Schulter. "Nachträglich alles Gute zum Geburtstag, Nev. Hier, eine Kleinigkeit für dich." überraschte er den Jungen und gab ihm ein Geschenk.
"D... Danke." stotterte Neville und wurde prompt rot.
"Es ist etwas das dir im ersten Augenblick ein wenig merkwürdig vorkommen wird aber du wirst sehen, dass es sinnvoll ist." erklärte Harry mit einem feinen Lächeln. Neville sah ihn scheu an und packte sein Geschenk aus.
"Oh, ein Stabpflegeset. Und ein Gutschein?" wunderte er sich.
"Hast du schon einen Stab gekauft?" fragte Harry und Neville verneinte.
"Grandma hat mir den Stab meines Vaters gegeben." verriet er.
"Das mag zwar ein, aus sentimentalen Gründen, schönes Geschenk sein, aber aus meiner Sicht ist es eher hinderlich. Der Stab sollte zum Zauberer passen, Neville. Alles andere sonst ist nur Flickwerk." erwiderte Harry ernst.
"Wirklich?" stotterte Neville überrascht.
"In der Tat. Und lass dir bloß von niemand einreden, dass du nicht viel besser als ein Knallfrosch bist. Deine Eltern waren erstklassige Auroren und wirklich mächtig. Warum sollte das mit ihrem Sohn anders sein?" sah er Neville in die Augen.
Nevilles Widerspruch verstummte bevor er ausgesprochen war und er seufzte.
"Meine Großmutter wird nicht sehr zufrieden sein." flüsterte er unglücklich.
"Es ist nicht deine Großmutter die den Stab führen muss. Wenn es dir hilft, dann rede ich gerne mit ihr." bot ihm Harry weich an.
"Danke Harry." lächelte Neville ein bisschen.
"Schon gut, mein Freund." erwiderte Harry das Lächeln.
"Es ist merkwürdig. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir uns schon länger kennen. Das wir schon Seite an Seite kämpften. Seltsam, das Ganze." murmelte Neville irritiert.
"Denke nicht darüber nach, Nev. Mir geht es nicht anders." meinte Harry beruhigend. Innerlich aber wunderte er sich über Nevilles Worte. "Komm mit. Die anderen wirst du sicher noch von der Hochzeit kennen." führte er seinen Freund in den Garten.
Der Nachmittag verlief wirklich schön in Harrys Augen. Nicht nur, dass er seine neuen und alten Freunde um sich hatte, es gab auch einen großen Schokoladenkuchen und anschließend ein herrliches Quidditchspiel. Neville konnte nicht fliegen aber das störte Harry nicht. Sofort bot er dem schüchternen Jungen an es ihm beizubringen und Sirius stimmte begeistert mit ein. Der arme Neville hatte nicht den Hauch einer Chance abzulehnen und musste wohl oder übel hindurch. Jetzt, da ihn keiner unter Druck setzte, stellte er sich gar nicht so ungeschickt an und langsam wurde er selbstsicherer und flog, wenn auch ein wenig wackelig, seine ersten Runden über das Spielfeld.
"Ich wusste, dass du es kannst, Nev. Super, weiter so." feuerte ihn Harry an.
"Noch ein wenig unsicher aber ich sehe Potential." gab Draco kritisch seine Meinung ab.
"Er wird sicher kein Sucher sein aber mit ein wenig vernünftiger Ausbildung und ein wenig Mut könnte er einen guten Treiber abgeben. Den Körperbau dazu hat er." stimmte Marco zu. Sein Englisch hatte einen ziemlich mächtigen italienischen Akzent, aber er sprach es flüssig.
"Ich und ein Treiber? Bist du ernst?" riss Neville die Augen auf.
"Nein, ich bin Marco. Er ist Ernst." deutete Marco auf Draco.
"Sehr witzig DeMonte!" schnaubte Draco.
"Fand ich auch." kicherte Harry.
"Scherzbolde." grinste Draco.
"Ich habe es aufrichtig gemeint. Wenn ich bedenke, dass es dein erstes Mal auf einen Besen war, so war es gar nicht mal so schlecht. Kraft hast du auch. Fehlt nur noch ein wenig Geschicklichkeit." bestätigte Marco seine Prognose.
"Wow. Treiber." flüsterte Neville ehrfürchtig. "Gut dass Grandma nicht hier ist. Sie würde einen Anfall haben wenn sie mich auf einem Besen sehen würde." seufzte er dann.
"Man kann auch zu sehr behüten, mein Junge. Das ist nicht gut." meinte Sirius besorgt. "Frank und Alice waren begeisterte Flieger und Frank war sogar Mitglied in der Hausmannschaft. Hat dir deine Großmutter nichts erzählt?" wunderte er sich.
"Äh, nein Sir. Dad war im Quidditchteam? Krass." staunte Neville.
"Oh ja, und ich kann dir sagen er hatte einen ganz gemeinen Schlag. Er war ebenfalls Treiber und wirklich gefürchtet." grinste Sirius.
"Bitte, Sir, erzählen sie ein wenig von meinen Eltern bei Hogwarts." bettelte Neville.
Sirius stockte und sein Gesichtstausdruck wurde weich.
"Natürlich, mein Junge. Komm." forderte er ihn auf. Die beiden flogen zu Boden und suchten Remus auf und Harry sah ihnen hinterher.
"Was ist denn mit seinen Eltern?" fragte Roberto neugierig.
"Dies ist eine Geschichte die Neville erzählen muss. Ich habe nicht das Recht dazu." wich Harry aus. Draco runzelte kurz die Stirn und nickte dann.
Harry selbst kratzte sich nachdenklich an der Nase. Seine Fähigkeiten als Schattenmagier könnten ein Ansatz für die Heilung von Frank und Alice Longbottem sein. Mittlerweile war sein magischer Kern so stabil, dass er fast vollständig sein Potential abrufen konnte. Leider war in der ersten Zeitlinie eine Heilung für die beiden nicht mehr möglich gewesen, da St. Mungo nach einen Angriff der Todesser fast vollständig zerstört worden war. Es gab viele Opfer, vor allem unter den Langzeitpatienten. Darunter auch die Longbottems und zum Beispiel auch Lockhart. Wobei letzter kaum als Verlust bezeichnet werden konnte. Neville war tief am Boden gewesen, wobei er Harry später fast beschämt gestand, dass er auch fast froh war, dass es vorbei war.
"Ich werde mit Siri darüber reden müssen." murmelte er.
"Hast du etwas gesagt?" fragte Marco und Harry schreckte hoch.
"Äh, spielen wir weiter." sagte er laut und lenkte die anderen ab.
So vergingen der Nachmittag und auch der Abend bis es Zeit für seine Gäste war, wieder aufzubrechen. Harry stand mit Sirius am Apparationspunkt und verabschiedete jeden einzelnen. Mit einem unüberhörbaren Plopp verschwanden Marco und Roberto, die einen Portschlüssel benutzten. Narcissa nahm ihren Sohn mit und apparierte davon. Neville hingegen, wurde wieder von seiner Großmutter abgeholt und verschwand im Kamin.
"Und wie hat dir deine Geburtstagsfeier gefallen?" fragte Sirius weich und zog seinen Patensohn an sich.
"Es war sehr schön. Danke Siri." lächelte Harry.
"Keine Ursache, Kleiner. Neville ist ziemlich schüchtern. Gar nicht so wie Frank. Und er ist ein wirklich netter Junge. Doch seine Großmutter ist unheimlich. Alleine dieser ausgestopfte Geier. Brrr!" schauderte Sirius.
"Oh ja, sie ist Furcht einflößend, im Gegensatz zu Neville. Er war einer meiner besten Freunde und ich hoffe, dass er es wieder sein wird. Nev ist sehr standhaft und äußerst zuverlässig und auch wenn du es kaum glauben magst: Er hat den Mut eines Löwen und wird damit viele überraschen." erwiderte der Junge stolz.
"Ein echter Gryffindor also." lächelte sein Pate.
"Nur nicht so kopflos." schmunzelte Harry und Sirius lachte.
"Das kann auf keinen Fall schaden." meinte er augenzwinkernd.
"Sicher nicht. Weißt du was seine größte Angst war als wir im dritten Jahr waren?" fing Harry an zu kichern und erzählte Sirius von Nevilles Irrwicht und was er daraus gemacht hatte. Sirius lachte lauthals und konnte sich kaum beruhigen.
"Snape in Mrs. Longbottems Kleid? Was für ein Bild. Dafür würde ich 1000 Galeonen bezahlen." gluckste er vergnügt.
"Es war wirklich lustig. Der Nachteil war Snapes Zorn die nächsten Wochen. Da verging uns das Lachen wieder." seufzte Harry.
"Lass dich bloß diesmal von ihm nicht einschüchtern. Wenn er es versucht, dann schreibe mir. Ich habe nicht umsonst einen Sitz im Schulrat." kam es aufmunternd zurück.
"Ich werde mich daran erinnern. Danke." nickte Harry. Auf keinen Fall hatte er vor sich von Snape einschüchtern zu lassen. Die alte, fetthaarige Fledermaus hatte lange genug ihr Unwesen getrieben und fast einer ganzen Generation von Schülern, die Freude am Tränkebrauen vermiest. Severus Snape würde sich noch wundern.
TBC...
A/N: Ich hoffe, es hat euch gefallen. Bis zum nächsten Mal.
