VERZICHTSERKLÄRUNG: Alle urheberrechtlich geschützten Figuren in dieser Story gehören natürlich der wunderbaren Joanne K. Rowling. Ich habe sie mir nur ausgeliehen. Einzig die Idee und neue Charaktere sind komplett von mir. Ich beabsichtige nicht, mit dieser Geschichte Geld zu verdienen.

A/N: Das nächste Kapitel meiner Geschichte. Harry trifft endlich in Hogwarts ein. Es hat ein wenig gedauert, bis ich diesen Punkt erreicht habe, aber wir sind endlich dort. Hehe. Hier noch ein kleines Dankeschön von mir an meine einzige Reviewerin Anka. Danke Mädchen. Schade, dass nur ein einziger Leser mir etwas Resonanz zurückgab. Schluchz, Schnief. Ich kann nur hoffen, dass es diesmal etwas mehr werden. Ja, genau. Das betrifft die "Schwarzleser" wie du einer bist! (Zwinker)

Die nächsten Updates werden leider nicht mehr ganz so flüssig kommen. Im Moment leide ich an einer kleineren Blockade. Ich hoffe aber, dass es bald wieder voran geht. Euer,

Marius

'Dialog mit dem Sortierungshut'

ooOOoo

KAPITEL 12

Harry schlief unruhig diese Nacht. Seit langer Zeit quälten ihn wieder einmal Albträume. Immer wieder sah er Hogwarts fallen und den Tod so vieler Freunde und der Professoren. Hagrid war in dieser Schlacht ums Leben gekommen als ihn zwei Drachen gleichzeitig angriffen. Sein Bruder wurde darauf hin völlig wahnsinnig und wütete unter den Feinden. Harry war zu seinem ersten Freund geeilt, nur um zu sehen wie das Lebenslicht in seinen schwarzen Käferaugen erlosch. An die nächsten paar Minuten konnte sich Harry beim besten Willen nicht mehr erinnern.

Mit einem tiefen Stöhnen setzte sich Harry ruckartig auf und hechelte wie ein junger Hund.

"Verdammt. Verdammt." fluchte er schwer atmend.

Warum musste er ausgerechnet heute Nacht davon träumen? Seufzend sah er auf die Uhr und sank stöhnend in sein Kissen zurück.

"Shit. Schweißnass." zuckte er wieder hoch.

Ein flüchtiger Wink mit seiner Hand trocknete die Laken und das Kissen und dann versuchte er erneut zu schlafen. Langsam beruhigte sich seine Atmung und eiserne Entschlossenheit wich der Beklemmung.

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"Hey, du Schlafmütze. Aufstehen, sonst verpasst du noch den Zug." weckte ihm am nächsten Morgen Remus.

"Uhh? Noch fünf Minuten." murmelte Harry und grub sich tiefer in die Bettdecke.

"Das hast du bereits vor einer Viertelstunde verlangt. Nichts da. Raus aus den Federn." schimpfte der Wolf.

"Okay, okay. Ich stehe ja schon auf. Alter Nörgler." brummte Harry.

Eine Viertelstunde später schloss er sich dem Rest der Familie in der Küche an. Tenny war so erregt wie die anderen Hauselfen und poppte immer wieder in die Küche um Harry nach einem Wunsch zu fragen.

"Heute ist es soweit, Welpe. Hogwarts wartet auf dich. Mach mir keine Schande und versuche etwas Spaß zu haben. Hast du unser Journal eingepackt?" fragte Sirius mit einem Grinsen.

"Was für ein Journal? Doch nicht dass das ihr ihm zum Geburtstag geschenkt habt?" entging es Serena nicht.

"Ähem, könnte sein." hüstelte Sirius. Serena starrte ihn an und winkte dann ab.

"Ich will es gar nicht wissen. Ist wahrscheinlich auch besser so." murmelte sie.

"Ja, ich habe es natürlich eingepackt und nein, ich werde dir keine Schande bereiten. Vertrau mir." blinzelte Harry Sirius zu.

"Das ist die Einstellung die ich sehen möchte. Gut so." klopfte ihm sein Pate kräftig auf den Rücken.

"Nimm dir Padfoot nicht unbedingt als Vorbild. James und ich mussten ihm immer aus der Klemme helfen. Plane umsichtig und halte dir stets einen zusätzlichen Fluchtweg offen." flüsterte ihm Remus zu.

"Versteht sich." grinste Harry.

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So verging die Zeit bis zur Abreise und ehe sich Harry versah war es soweit und sie reisten mit der Flohverbindung in den tropfenden Kessel. Es war einiges heute los und so entgingen sie der allgemeinen Aufmerksamkeit. Bevor einer reagieren konnte, waren sie bereits auf der Straße und riefen ein Taxi das sie zum Bahnhof bringen würde.

Kings Cross Station war ein unglaubliches Getümmel. Es mussten sich tausende von Menschen hier befinden, die von und zu den Zügen strömten. Ein paar seltsam gekleidete Gestalten fielen hier gar nicht weiter auf und im Grunde musste Harry anerkennen, dass dies eigentlich eine clevere Idee war, die Anwesenheit von Zauberern und Hexen zu verschleiern.

Harry sah sich suchend um als sie vor der Barriere standen aber die Weasleys waren anscheinend noch nicht eingetroffen.

"Was zögerst du, Harry?" fragte Sirius.

"Ich habe nur jemand gesucht." seufzte Harry und schritt durch die Illusion.

Der glänzend rote Hogwartsexpress stand schon unter Dampf und bot ein prachtvolles Bild. Sirius und Remus bekamen einen nostalgischen Blick als sie sich umsahen und schwelgten sofort in Erinnerungen.

"Weißt du noch, Moony?" lächelte Sirius träumerisch.

"Mir kommt es so vor als wäre es Jahrzehnte her." meinte Remus.

"Hey, so alt sind wir nun auch wieder nicht aber ich weiß was du meinst. Waren wir wirklich so klein?" ächzte Sirius als er die 11jährigen Steppkes sah.

"Wart ihr." kam es trocken von Harry.

"Geistig seid ihr seitdem nicht viel gewachsen." gab Serena ihren Senf dazu.

"Danke, Frau." brummte Sirius während Harry anerkennend kicherte.

"War mir ein Vergnügen." knickste sie anmutig und mit einem frechen Grinsen.

"Hmm, wenn du dieses Grinsen trägst...!" murmelte Sirius und leckte sich über die Lippen.

"Beherrscht euch. Denkt an die Kinder." räusperte sich Remus.

"Wie? Oh, ja, die Kinder. Natürlich." riss sich Sirius zusammen.

"Du hast gesagt, es würde nachlassen, wenn sie erst einmal verheiratet sind." wandte sich Harry anklagend an Remus.

"Ich habe mich geirrt. Die zwei sind unausrottbar." seufzte Remus ergeben.

"Nur kein Neid, Jungs." grinste Sirius gönnerhaft und nahm Serena in den Arm.

"Hey, dort ist Draco mit seiner Mutter." rief Harry.

Schnell schob er seinen Wagen mit seinem Koffer und Hedwigs Käfig in die Richtung der beiden. Seiner Familie blieb nichts anderes übrig als zu folgen.

"Hi, Draco." gab er dem silberblonden Jungen die fünf. "Mrs. Black." neigte er dann den Kopf.

"Mr. Potter!" erwiderte sie förmlich den Gruß bevor sie schmunzelte und ihm über das Haar wuschelte. Draco grinste heimlich als er Harrys Blick sah. "Schon aufgeregt Harry?" fragte Narcissa freundlich, nachdem sie die anderen begrüßt hatte.

"Yep. Wahrscheinlich genauso wie Draco." lächelte Harry.

"Aufgeregt ist gut. Der Junge hat mich die ganze Nacht auf Trab gehalten." seufzte sie.

Harry zog Draco etwas zur Seite und die Erwachsenen nutzten die Chance und unterhielten sich angeregt.

"Hast du Neville schon gesehen?" fragte Harry leise.

"Nein. Er hat aber nicht mehr viel Zeit." meinte Draco und blickte zur großen Stationsuhr und dann in Richtung der Barriere. Just in diesem Moment strömte eine Horde Rotköpfe hindurch und Harry grinste unwillkürlich. Die Weasleys waren endlich angekommen. "Meine Güte. Das ist eine ganze Armee." ächzte Draco.

"Dabei fehlen zwei." zählte Harry schnell durch.

"Müssen die Weasleys sein. Keine Frage." murmelte Draco. "Na endlich. Longbottem ist ebenfalls hier. Wow, das müssen seine Eltern sein." riss er die Augen auf.

"Wo?" streckte Harry suchend den Hals. Tatsächlich, hinter den Weasleys traten weitere vier Personen durch die Barriere. Der Geierhut von Augusta Longbottem war sogar auf diese Entfernung eindeutig auszumachen. Es dauerte ein Weilchen bis sie sich genähert hatten, da Frank und Alice permanent von Leuten angesprochen wurden. Sie sahen immer noch geschwächt aus aber es war ein gewaltiger Unterschied zu dem Zustand, in dem sie sich noch letzte Woche befunden hatten.

"Frank! Alice." rief Sirius begeistert und umarmte die beiden stürmisch.

"Sirius lass den beiden doch Luft zum Atmen." mahnte Remus und begrüßte dann selbst die Longbottems.

Neville kam lächelnd zu Draco und Harry und zog die beiden Jungen zu seinen Eltern.

"Mom! Dad! Ich möchte euch zwei Freunde vom mir vorstellen." streckte er stolz die Brust raus.

"Lass mich raten, Sohn. Meine Güte, die beiden sehen wie ihre Väter aus." schmunzelte Frank. Er ließ mit keinen Anzeichen erkennen, dass er Harry bereits kannte.

"Bis auf die Brille die James immer trug." lächelte Alice.

"Jungs, dies sind meine Eltern. Frank und Alice Longbottem. Der Wuschelkopf hier, ist Harry Potter und der blonde, Draco Black." überraschte sie Neville.

"Wuschelkopf? Hehe." grinste Sirius.

"Ma'am. Sir." neigten Draco und Harry artig den Kopf.

"Sehr erfreut. Neville hat viel von euch erzählt." sagte Alice warm.

"Hat er das?" schmunzelte Harry und Nevilles Ohren wurden rot.

"Natürlich nur Gutes. Die schlimmen Sachen hat er gekonnt verschwiegen." meinte Frank gut gelaunt.

"Da-ad!" stotterte Neville.

"Ich möchte ja nicht drängen, aber der Zug fährt gleich ab." unterbrach Remus besorgt.

"Oh Mann!" zuckte Harry zusammen.

Hastig wurden schnell noch ein paar Umarmungen ausgetauscht. Dazu einige Ermahnungen der Eltern und dann bemühten sich die drei Jungs mit ihren schweren Schultruhen ab.

"Braucht ihr...!"

"Hilfe?" kam es perfekt abgestimmt von zwei Teenagern.

"Gerne. Die Dinger wiegen eine Menge." sah Harry auf und musste ein Grinsen unterdrücken. Die Weasleys hatte er für einen Moment total vergessen.

Mit Fred und Georges Hilfe war es kein Problem die Kisten in den Zug zu wuchten. Harry war ernsthaft versucht die Zwillinge mit ihren Spitznamen anzureden, aber beherrschte sich gerade noch.

"Wir..."

"sehen uns, Jungs." verabschiedeten sie sich hastig.

"Das müssen Weasleys gewesen sein." meinte Draco.

"Yeah. Fred und George. Super Typen." nickte Harry.

"Du kennst sie?" fragte Draco überrascht.

"Äh, vom Hörenssagen. Angeblich sind es Schelme und immer zu Streichen aufgelegt." verfluchte sich Harry innerlich.

"Wollen wir zusammen in ein Abteil?" fragte Neville schüchtern.

"Logo. Wir werden aber wahrscheinlich ganz ans Ende des Zuges gehen müssen, bevor wir was freies finden." seufzte Harry.

"Dann mal los, Gentlemen." scheuchte sie Draco voran.

Tatsächlich mussten sie mit ihrem Gepäck den ganzen Zug durchlaufen. Erst das Abteil vor dem Gepäckwagen war noch frei. Genau wie damals, dachte Harry lächelnd.

Noch stand der Zug und die Jungs hingen sich sofort ans Fenster und winkten ihren Verwandten zu.

"Weiter weg habt ihr wohl nichts bekommen?" grinste Sirius als sie sie erreicht hatten.

"In den Gepäckwagen wollten sie uns nicht lassen." spöttelte Harry.

"Ich erwarte, dass du regelmäßig schreibst, Sohn." mahnte Frank streng.

"Ja, Dad. Solch lange Briefe werde ich schicken." deutete Neville einen Meter an. Just in diesem Moment fuhr der Zug ruckelnd an und beschleunigte sachte.

"Tut nichts, was ich nicht auch machen würde." rief Remus.

"Natürlich nicht, Moony!" lachte Harry und winkte seiner Familie solange zu bis sie nicht mehr zu sehen waren. Leise schloss Harry das Fenster und setzte sich. Eine ganze Zeit lang blieb er still und sah tief in Gedanken zum Fenster hinaus. Die vorbei huschenden Vorstädte der Londoner Großstadt nahm er gar nicht wahr. So blieb er, bis ihn Neville sanft anstieß.

"Uhh?" sah er sich verwirrt um.

"Du warst weit weg, Freund." lächelte Neville.

"Ich weiß!" erwiderte Harry das Lächeln. Plötzlich wurde die Tür aufgeschoben und ein roter Kopf schob sich ins Abteil.

"Kann ich noch mit rein?" fragte Ron Weasley schüchtern.

"Sicher doch." meinte Harry sofort. Draco und Neville zuckten die Achseln und nickten dann.

"Boah. Danke Jungs. Die anderen Abteile sind meist mit Mädchen besetzt. Echt nervig." stieß Ron erleichtert die Luft ab.

"Ich denke, in ein paar Jahren wirst du das anders sehen." grinste Draco.

"Könnte sein." kicherte Harry.

"Welch erschreckender Gedanke." kam es trocken von Neville.

"Möglich." grinste Ron schief und räusperte sich leise. "Oh, ich bin übrigens Ron Weasley." stellte er sich vor.

"Black. Draco Black." hob der silberblonde Junge stolz das Kinn.

"Das hast du geübt. Gib es zu." hob Harry die Augenbrauen.

"Nicht doch. Das kommt bei mir natürlich." grinste Draco.

"Lass dich nicht veräppeln, Ron. Ich bin Neville Longbottem." reichte ihm Nev die Hand. Ron riss die Augen auf und schüttelte Nevilles Hand.

"Echt? Wow." war er beeindruckt.

"Ich bin Harry." machte es Harry kurz.

"Hi Harry." grinste ihm Ron zu. Umständlich verstaute er seine alte Kiste und nahm Platz.

"Kann es sein dass du mehrere Brüder hast?" fragte Harry um das Gespräch in Gang zu bekommen.

"Yeah. Leider!" verzog Ron das Gesicht.

"Ärger bei den Weasleys?" fragte Neville mild.

"Nee. Nicht wirklich. Habt ihr Geschwister?" fragte er und seufzte als alle drei den Kopf schüttelten. "Seit froh. Manchmal ist es echt ätzend der jüngste von sechs Brüdern zu sein. Man hat ständig ein paar Vorbilder vor der Nase an denen man gemessen wird. Es ist nicht lustig." erklärte er.

"Würdest du auf deine Brüder verzichten wollen?" fragte Harry und Ron wurde blass.

"Keine Chance. Auch wenn sie nerven. Sie sind Familie." gab er zu.

"Und darum beneide ich dich Ron Weasley. Wahre Familie ist durch nichts zu ersetzen." sagte Harry bestimmt.

"Wahre Familie?" entging es Draco nicht.

"Sie muss nicht immer von Blut sein, Draco. Die wahre Familie sind die Menschen die du wahrhaft liebst." erwiderte Harry.

"Jaa, das macht Sinn." murmelte Draco nachdenklich.

"Ihr seid echt komisch. Solch ernste Themen...! Lasst uns lieber über etwas Fröhlicheres reden. Spielt ihr Quidditch?" leuchteten Rons Augen auf.

"Quidditch? Was ist das?" fragte Neville mit geradem Gesicht. Rons Gesichtszüge entgleisten hingegen.

"Du kennst kein Quidditch?" wurde seine Stimme schrill. "Aber du bist ein Longbottem. Wie kannst du kein Quidditch kennen?" konnte er es nicht fassen.

"Das ist doch dieses wilde Spiel auf Besen, oder?" ging Draco auf Nevilles Spiel ein.

"WAS. Du auch? Merlin, bitte hilf mir." viel fehlte nicht und Ron würde das Weinen anfangen.

"Jungs. Zeigt Erbarmen. Gleich platzt ihm eine Ader." grinste Harry.

"Du bist kein Spaß Harry. Er hat es geglaubt." fing Neville mit Draco an zu lachen.

"Blödmänner!" schmollte Ron. "Über Quidditch macht man keinen Spaß. Das gehört sich einfach nicht." brummelte er.

"Sorry, ich konnte einfach nicht widerstehen." meinte Neville vergnügt. "Aber zu deiner Beruhigung. Ich habe nicht viel Ahnung von Quidditch. Bis vor vier Wochen war ich noch nie in der Luft. Im Gegensatz zu diesen beiden hier. Die sind für das Fliegen geschaffen." machte er eine Geste zu Draco und Harry.

"Jäger." sagte Draco stolz.

"Sucher." lächelte Harry seinen alten und hoffentlich erneuten Freund an.

"Cool. Ich spiel zu Hause Treiber, aber am liebsten wäre ich Hüter." gestand Ron begeistert. Schnell vertieften die Jungs das Gespräch über ihren Lieblingssport. Bis Ron den Fehler machte und zugab, dass er ein großer Fan der Chudley Cannons war.

"Das ist aber nicht dein Ernst, Ron. Die haben seit gut 100 Jahren nichts gerissen." ächzte Draco.

"Sie haben ein wenig Pech gehabt." wurden Rons Ohren rot.

"Ein wenig Pech? 100 Jahre lang?" schnaubte Draco.

"Lass nur Draco. Die Clubs sind heilfroh, wenn sie solch treuen Fans haben. Zu einem Sieger kann jeder stehen. Es gehört Herz und Mut dazu, auch in schwachen Zeiten seine Mannschaft zu unterstützen." kam Harry Ron zu Hilfe.

"Genau!" nickte Ron inbrünstig und er sah dankbar zu Harry.

"Na gut. Aber die Cannons...?" gab Draco widerwillig nach. Er war ein Fan von Pudlemeere United, einer der Spitzenmannschaften der englischen Liga.

"Welche ist deine Mannschaft, Harry?" wollte Ron wissen.

"Ich bevorzuge im Grunde keinen Club. Dafür war ich zu lange von England weg. Wenn, dann nehme ich die Nationalmannschaft. Da kann ich wenigstens keinen Fehler machen." überlegte Harry nur kurz.

"Die werden dich sicher einmal nehmen, so wie du fliegst." meinte Draco wissend.

"Das wäre schon was. Den Weltcup mit England zu gewinnen." schwärmte Ron.

"Davon träumt jeder." lächelte Harry.

"Also, ich nicht. Ich bin schon froh, wenn ich nicht vom Besen falle." kicherte Neville und die Jungs lachten.

So verging die Zeit und während draußen die Landschaft vorbei huschte, lachten und scherzten die Jungs. Ron erzählte von seiner Familie und von den Scherzen die die Zwillinge abzogen. Neville gestand für keinen überraschend ein, dass seine Großmutter eine sehr gestrenge Herrin war. Jetzt, da seine Eltern wieder gesund waren, hatte die gute Frau ein wenig Schwierigkeiten zurückzustecken. Ron machte große Augen als er sich an die alte Lady mit dem Geierhut erinnerte.

"Dann schon lieber meine Mom. Die kann zwar auch ganz schön an die Decke gehen, aber sie ist schon richtig so." meinte er dankbar.

"Meine Mutter kann auch ziemlich streng sein, das dürft ihr mir glauben. Da langt ein Blick." schauderte Draco.

"Ich sehe schon. Wir werden eine Selbsthilfegruppe starten: Jungen und ihre übermächtigen Mütter." grinste Harry amüsiert.

"Wieso? Ist deine auch so streng?" fragte Ron arglos.

"Meine Eltern sind tot." kam es knapp zurück.

"S... Sorry!" stotterte Ron verlegen.

"Du konntest es nicht wissen." entschuldigte ihn Harry sofort.

"Wie war noch einmal dein Nachname?" runzelte der Rotschopf die Stirn.

"Potter." unterdrückte Harry ein Lächeln.

"Potter? So wie in Harry Potter?" quietschte Ron und sein Blick irrte zu Harrys Stirn.

"Zeig sie ihm endlich, bevor er dir die Mütze runterreißt." meinte Draco. Harry gab ihm einen schiefen Blick und gab dann seufzend nach. Als er seine Baseballmütze abzog war seine Narbe deutlich zu sehen.

"Wow. Dort hat dich also Du-weißt-schon-wer...!" klappte Ron schnell den Mund zu und räusperte sich verlegen.

"Sehr rücksichtsvoll, Rotkopf." gab ihm Draco einen Klaps auf dem Hinterkopf.

"Hey! Ich habe doch gar nichts gesagt. Äh, na ja, fast nichts. Sorry Harry." wurde Ron ziemlich rot.

"Ich rede nicht gerne darüber und ich finde es ziemlich nervig, wenn mich die Leute anstarren und nur den Jungen-der-lebt sehen. Ich bin einfach nur Harry. Ein Junge wie jeder anderer auch." sagte Harry im ruhigen Tonfall.

"Ich befürchte, dass du niemals einfach nur Harry sein wirst." meinte Neville einsichtsvoll.

"Ich denke Neville hat Recht. Die Leute brauchen Helden zu denen sie aufsehen können." überraschte ihn Draco und Ron nickte zustimmend.

"Menschen erheben einen sehr schnell auf ein Podest, aber noch schneller verdammen sie einen. Glaubt mir, ich weiß wovon ich rede." erwiderte Harry hart. "Und niemand ist in diesem Fall extremer als die Zauberergemeinschaft. Ich...!" stoppte Harry plötzlich und seufzte dann. "Vergesst es." murmelte er und lehnte sich zurück.

Die drei anderen Jungs warfen sich Blicke zu und ließen das Thema fallen. Eine Zeitlang herrschte unangenehmes Schweigen im Abteil, bis auf einmal die Tür aufgemacht wurde.

"Hallo, ihr Lieben. Irgendwas zu naschen?" sah die ältere Hexe hoffnungsvoll auf ihre potentiellen Kunden.

"Sorry. Leider nicht." murmelte Ron verlegen und senkte den Blick.

"Ich nehme von jedem etwas." sprang Harry auf. Ein wenig später war er einige Galeonen los, dafür hatte er die Hände voll mit den leckersten Süßigkeiten die die Zaubererwelt zu bieten hatte. Da gab es Berties Bohnen, Zuckerkiele, Schokoladenfrösche und noch vieles mehr. Draco und Neville hatten sich ebenfalls etwas kaufen wollen, doch Harry hatte sie zurück gewiesen. "Geht alles auf mich. Langt nur zu, Leute. Du auch Ron. Nur keine Hemmungen." deutete Harry einladend auf den Berg Naschereien.

"Ehrlich?" setzte sich Ron auf und sein Blick wurde leicht verschwommen.

"Ehrlich." grinste Harry.

"Oh Mann. Ich liebe Schokoladenfrösche." stöhnte Ron und stopfte sich den ersten schon rein.

"Ich mag Zuckerkiele." meinte Harry und knabberte genussvoll an der wie echt aussehenden Feder.

Ron schaffte es tatsächlich in Rekordzeit 10 Schokofrösche zu vertilgen und die anderen Jungs sahen mehr oder weniger ehrfürchtig dabei zu.

"Wo stopfst du das nur hin?" staunte Neville.

"Isch... bisch... no... a... waschen..." kam es kaum verständlich von Ron zurück. Ein Froschschenkel hing aus seinem Schokoladenverschmierten Mund und zuckte noch.

"Merlin. Weasley. Das ist ja ekelhaft. Schluck doch erst mal herunter." zog Draco eine Grimasse. Harry hingegen verbarg sein Grinsen hinter seiner Hand. Wie hatte er nur Rons legendären Appetit vergessen können?

"Sorry. Ich hatte Hunger." wurden Rons Ohren wieder einmal rot. Seine Aussage hatte nicht viel zu bedeuten. Ron hatte immer Hunger.

"Tatsächlich? Hätte ich jetzt nicht gedacht." neckte Neville gutmütig.

"Du musst nicht so schlingen Ron. Es ist genug da. Genieße es lieber." riet ihm Harry.

"Ich schlinge doch nicht. Oder...?" wollte Ron erst protestieren und sah unsicher zu den anderen.

"Aber nein. 10 Schokoladenfrösche in drei Minuten? Da kann man nicht ernsthaft von schlingen sprechen." fing Draco an zu grinsen.

Ron kniff leicht die Augen zusammen bevor er das Grinsen erwiderte. "Da bin ich ja beruhigt."

Harry fing an zu kichern und es dauerte nicht lange und die Jungs fielen mit ein. Das war der Startschuss für eine gutmütige Neckerei unter den vier Jungs, während der Berg Süßigkeiten langsam dahin schmolz. Bis sie erneut unterbrochen wurden. Ein Mädchen mit buschigen braunen Haar und leicht überstehenden Vorderzähnen öffnete die Tür und sah sich geschäftig um. Bei ihr war ein anderes Mädchen das sich schüchtern abseits hielt.

"Hi. Habt ihr eventuell eine schwarzweiße Katze gesehen? Hannah hier, vermisst ihr Haustier. Nicht? Dann haltet bitte die Augen offen! Wir haben bereits den ganzen Zug abgesucht und sie nicht gefunden. Wenn ihr etwas sehen solltet... wir sind vier Abteile weiter vorne. Oh, übrigens, ich bin Hermine Granger." kam es in einem Rutsch und ohne Atem zu holen.

"Ähh...!" stand Rons Mund etwas offen.

Hermine wartete nicht ab ob jemand etwas zu sagen hatte und machte sofort weiter.

"Ihr seid sicher auch im ersten Schuljahr? Ich bin ja so aufgeregt. Nie hätte ich gedacht, dass so etwas wie eine Schule für Magie existiert. Habt ihr schon gezaubert? Also, ich habe bereits die Schulbücher gelesen und kann es kaum erwarten einige Zaubersprüche auszuprobieren. Nun gut, wir werden uns ja noch sehen. Übrigens würde ich euch empfehlen, euch langsam umzuziehen. Wir können nicht mehr weit von Hogwarts entfernt sein." nickte sie ihnen etwas herrisch zu und schon war sie wieder weg.

"Was war das?" ächzte Draco verblüfft.

"Merlin. Ich kann nur hoffen, dass sie nicht im selben Haus wie ich endet." schauderte Ron.

"Sie hat mich irgendwie an meine Großmutter erinnert." schüttelte sich Neville.

"Ich denke, sie kann ein sehr guter Freund sein, wenn man sie so akzeptiert wie sie ist. Unterschätzt sie nicht." sagte Harry ruhig.

"Bist du verrückt? Befreundet mit einem Mädchen?" quiekste Ron.

"Na ja. Mädchen sind auch nur Menschen." meinte Neville beschwichtigend und erntete drei seltsame Blicke. Bis Harry anfing zu kichern und dann herzhaft zu lachen.

"Gott! Nev. Was für eine Aussage." keuchte er und hielt sich die Seiten.

"Es kam irgendwie falsch raus." stotterte Neville.

"Ich fand es lustig." grinste Draco breit.

"Lass das mal lieber nicht meine kleine Schwester hören." kicherte Ron.

"Oh Mann. Das hat gut getan." holte Harry tief Luft und wischte sich die Lachtränchen aus den Augenwinkeln. Grinsend klopfte er Neville auf die Schulter und musste erneut kichern.

"Ob wir noch weitere Besucher bekommen?" fragte Draco lächelnd.

"Beschrei es nicht. Ich glaube sie kommen bereits." beugte sich Neville etwas zur Seite und lugte zwischen den Vorhängen auf den Gang hinaus.

Neugierig sahen die Jungs zum Eingang und tatsächlich standen kurz darauf drei andere Jungen wichtigtuerisch in der Tür.

"Ist es also doch wahr. Harry Potter." meinte der Junge in der Mitte. Es war niemand anderes als Theodore Nott und die zwei Schatten dahinter waren Goyle und Crabbe. Harry hatte auf einmal ein Déja-vu-Erlebnis aber er riss sich schnell zusammen und erhob sich.

"Ja, das ist richtig. Und wer seid ihr drei?" fragte er kühl.

"Mein Name ist Nott. Theodore Nott." kam es ebenso kühl zurück. Notts Blick strich über Harrys Freunde und er verzog geringschätzig den Mund. "Du solltest dich besser umsehen, mit wem...!" wollte er weitermachen aber wurde von Harrys erhobener Hand unterbrochen.

"Spar dir den Sermon, Nott. ICH bestimme wer meine Freunde und Verbündeten sind und ich habe keinerlei Interesse an der ganzen Purblutscheiße. Das ist etwas für Dummköpfe oder für solche Idioten, die sich zu Füßen eines Wahnsinnigen kauern und ihn als Reinkarnation von Slytherin anbeten und dabei angsterfüllt den Saum seiner Robe küssen. Was einiges über ihren angeblichen Stolz aussagt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Voldemort nur ein Halbblut ist." stieg Harrys Laune rapide.

Die Scheiben fingen an zu schwingen und die Holz vertäfelte Decke knackte verdächtig.

Nott war blass geworden und seine Lippen dünn.

"Du... du...!" rang er um Worte.

"Kein weiteres Wort, Nott. Oder ich vergesse meine gute Erziehung." zischte Harry und überbrückte die Distanz zwischen ihm und Nott. Seine grünen Augen leuchteten gefährlich auf und er bohrte seinen Blick direkt in den des anderen Jungen. "Entlassen." kam es mit einer schrecklichen Endgültigkeit.

Nott schluckte schwer und wich voller Grauen zurück. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren schnappte er seine zwei Schatten und flüchtete.

"Heilige Scheiße." kam es erstickt von Ron.

Harry stand noch in der Tür und versuchte sich zu beruhigen. Langsam drehte er sich um und sah entschuldigend zu seinen Freunden.

"Sorry deswegen. Mir ist ein wenig die Selbstbeherrschung abhanden gekommen." seufzte er.

"Dann bin ich froh, dass du sie nicht endgültig verloren hast. Wäre sicher nicht schön geworden." sagte Draco ruhig.

"Kein Scheiß, Sherlock." nickte Ron kräftig.

"Du solltest vorsichtig sein, Harry. Die Notts sind Anhänger von Du-weißt-schon-wer." warnte ihn Neville besorgt.

"Das war mein Vater auch, oder ist es genauer gesagt immer noch." sagte Draco tonlos.

"Aber du bist es nicht, Draco. Und das ist alles was zählt." sah ihm Harry in die Augen. "Du bist besser wie dein Vater und ich bin stolz darauf, dass du mein Freund bist." versicherte er ihm.

"Danke Harry. Geht mir übrigens auch so." lächelte Draco.

Notts Besuch hatte die gute Laune, die alle erfüllt hatte, zerstört. Der Umgangston war jetzt ernster und leicht gedrückt. Harry beteiligte sich nicht sehr an der Unterhaltung und starrte lieber zum Fenster hinaus. Auch wenn jetzt nicht mehr viel zu sehen war. Die Dämmerung hatte eingesetzt und die Landschaft war sehr hügelig geworden. Es würde nicht mehr lange bis zur Ankunft in Hogsmeade dauern. Kurz darauf kam auch schon die Durchsage, dass der Zug in 10 Minuten seinen Zielort erreichen würde. Das hieß für die Jungs sich in die Schulroben zu schmeißen. Sofort brach Hektik aus und das Abteil sah innerhalb kürzester Zeit wie ein Schlachtfeld aus.

"Seit ihr schon fertig?" wurde die Tür aufgerissen und vier spitze Schreie ertönten. "S... Sorry!" stotterte eine tief errötende Hermine und schloss hastig das Abteil.

"Gut, dass ich meine Unterhose anhatte." krächzte Neville verlegen.

"Sie ist so schlimm wie Ginny. Die platzt auch immer unangemeldet ins Zimmer." brummte Ron.

"Das war sicher Absicht." kniff Draco misstrauisch die Augen zusammen.

"Ja, sicher doch. Sie wollte dich unbedingt nackig erwischen." grinste Harry.

"Glaubst du?" riss Neville die Augen auf.

"Quatsch! Es war ein Unfall, Nev. Kein Mädchen will uns so sehen. Warte allerdings noch ein paar Jahre und dann...!" kicherte Harry. Er sah das viel lockerer und als das, was es war. Ein Unfall.

"Ich finde Mädchen einfach nur ätzend." murrte Ron. Draco und Neville nickten inbrünstig. Harry hingegen zuckte nur mit den Schultern. Auch wenn er rein technisch gesehen ein erwachsener Mann war, so war er doch seinem kindlichen Körper unterworfen. Was hieß, dass ihm im Moment Mädchen körperlich nicht sehr anzogen. Er sah sie eher als Freunde und nicht als potentielle Gefährtinnen.

'Schon seltsam. Sind wir nur das Produkt unserer Hormone?' sinnierte er.

Kurz darauf wurde der Express langsamer und fuhr in den Bahnhof von Hogsmeade ein.

"Wir sind da." schluckte Neville nervös.

"Denkt daran. Auch wenn wir in verschiedene Häuser sortiert werden sollten. Wir bleiben Freunde. Klaro?" erinnerte sie Harry noch einmal daran.

"Freunde." schworen die Jungs.

"Dann mal los. Hogwarts wartet auf uns." grinste Harry wild.

Auf dem Bahnsteig herrschte ein unglaubliches Gedrängel. Die Schüler der älteren Jahrgangsstufen wussten wohin sie gehen mussten, während die Neuankömmlinge eher verloren herum standen. Wie Lemminge drängten sie sich zusammen und sahen sich mit großen Kinderaugen staunend um.

"Die Ersten Jahre zu mir. Die Ersten Jahre zu mir." schallte eine mächtige, tiefe Stimme über den Bahnsteig.

"Woah. Das muss Hagrid sein. Meine Brüder haben von ihm berichtet. Blimey, der ist ja noch riesiger als ich gedacht habe." staunte Ron ehrfürchtig.

"Er ist ein guter Kerl, habe ich gehört." lächelte Harry.

Wie ein Hirte scharte Hagrid die Jungen und Mädchen um sich. Seine schwarzen Augen glänzten fröhlich und sein Bart war so wild wie eh und je. Der Hüter von Hogwarts überragte die Kinder um gut eineinhalb Meter und war schon eine beeindruckende Gestalt. Nur Harry wusste, dass Hagrids mächtige Statur nur von der Güte und Sanftheit seines Herzens übertroffen wurde.

"Sind jetzt alle da?" fragte Hagrid besorgt einen der Präfekten.

"Natürlich, Hagrid." hob Percy Weasley das Kinn.

"Danke Percy. Ich übernehme sie jetzt." nickte er dem Teenager zu und richtete dann seinen Blick auf die Kinder. "So, dann hört mal brav zu, Kinder. Wir werden zum See laufen und dann auf Booten übersetzen. Bleibt alle schön beisammen und achtet aufeinander. Los gehts." befahl der Halbriese freundlich aber bestimmt. Seine Aussprache des englischen war durch ein starkes Schottisch gefärbt.

"Ja, Sir." zitterte eines der Mädchen.

"Ahh, ihr müsst nicht Sir zu mir sagen. Sagt Hagrid, das machen alle so." winkte Hagrid gutmütig ab.

Brav trotteten die Neuankömmlinge hinter der riesigen Statur des Wildhüters hinterher. Der Weg war leicht feucht und rutschig und dass auch noch Dunkelheit herrschte, trug nicht sehr zur Sicherheit bei.

"Aufschließen. Hier da hinten, bleibt nicht zurück." hob Hagrid seine Laterne. Doch er musste sich keine Sorgen machen. Die Nachzügler versuchten schnell Anschluss zu finden und so nah wie nur möglich an der einzigen Lichtquelle hier zu bleiben.

"Wenn ich mir vorstelle, dass schon unsere Eltern und Großeltern hier rumgestolpert sind? Oh, verflucht." fluchte Draco unterdrückt als er ausglitt. Neville war es, der den Jungen am Arm griff und einen Sturz verhinderte.

"Manche Traditionen sind es nicht wert erhalten zu werden." meinte einer der anderen Jungen ironisch.

"Blaise? Warst du das?" hob Draco den Kopf.

"Kein anderer." leuchteten Zähne in der Dunkelheit auf.

"Oh Mann. Gut dich zu sehen. Jungs, dies ist Blaise Zabini, ein Freund von mir." deutete Draco auf den schlanken Jungen.

"Ich empfehle, dass wir auf die Vorstellungen bis Hogwarts warten. Es ist angenehmer, wenn man sein Gegenüber erkennen kann." schmunzelte Harry.

"Null Problem." grinste Blaise zurück.

Die Reise durch die Ausläufer des verbotenen Waldes dauerten nicht lange und bald standen sie am Ufer des Sees, dessen schwarze spiegelglatte Oberfläche nur von den Lichtern des nahen Schlosses erhellt wurde. Es gab etliche ehrfürchtige und erstaunte Ausrufe über den herrlichen Anblick. Selbst Harry, der Hogwarts in und auswendig kannte, konnte ein Gefühl des Nachhausekommens nicht unterdrücken. Hogwarts war immer ein Heim für ihn gewesen und der Tag der Zerstörung einer der schwärzesten in seinen Leben.

"Immer vier in eines der Boote. Und passt auf, dass ihr nicht in den See plumpst. Der Tintenfisch würde sich sicher darüber freuen." gab Hagrid Anweisungen.

"Tintenfisch?" fragte eines der Mädchen furchtsam.

"Ich habe darüber gelesen. Er ist riesig aber angeblich harmlos." kam es erklärend von Hermine.

"Angeblich?" schluckte das andere Mädchen und Hermine hob nur die Schultern.

Harry war der erste der furchtlos in eines der Boote stieg. Neville und die anderen folgten nach einem kurzen Zögern.

"Gut, dass ich schwimmen gelernt habe." murmelte Draco und sah über den See hinaus.

"Du kannst schwimmen? Wow." meinte Neville bewundernd.

"Harry hat es mir beigebracht und ich habe mich bei ihm schön dafür bedankt." grinste Draco.

"Ja? Was hast du denn gemacht?" wollte Ron wissen.

"Voll gekübelt hat er mich. Quer über meinem Bauch." gab ihm Harry die Antwort.

"Ich sehe, er war wirklich dankbar." schnaubte Neville.

"Los gehts." gab Hagrid das Kommando als alle eingestiegen waren. Mit einem Ruck setzten sich die Boote in Bewegung und die meisten hielten sich krampfhaft am Bootsrand fest. Doch sie hätten sich keine Sorgen machen müssen. Selbst wenn eines der Kinder über Bord gehen würde, bestand doch keine Gefahr. Der alte große Tintenfisch würde jeden 'Freischwimmer' sicher ans Ufer bringen.

"Kopf einziehen." warnte der Halbriese als die Kolonne unter einer alten Brüstung, die dicht mit Hängepflanzen bewachsen war, hindurch fuhr. Dahinter war Hogwarts in all seiner Schönheit überdeutlich zu sehen. Die Boote fuhren in einen Tunnel und hielten dann vor einer Treppe die bis ins Wasser reichte. Ein Aufgang führte von hier direkt zum Eingang und wurde nur zu diesem Zweck benützt. Jeder der in Hogwarts je zur Schule gegangen war, hatte diesen Weg beschreiten müssen. Einer der vielen und uralten Traditionen, deren Sinn sich dem Betrachter entzog. Hagrid wartete bis alle ausgestiegen waren und führte dann die Gruppe nach oben bis vor das geschlossene Tor. Er hob seine riesige rechte Faust und klopfte dreimal. Das dumpfe BUUM war überdeutlich zu hören. Fast sofort öffnete sich die schwere Tür ohne das Geringste Geräusch und eine ältere, streng aussehende Hexe mit einem Haardutt, viereckiger Brille und in smaragdgrünen Roben stand in der Tür.

"Die Ersten Jahre, Professor McGonegall." sagte Hagrid respektvoll.

"Danke Hagrid. Folgen sie mir bitte." wandte sich McGonegall an die Kinder.

"Ist die eventuell mit deiner Großmutter verwandt?" raunte Ron Neville zu.

"Ja, um einige Ecken. Wieso?" flüsterte Neville zurück.

"Nur so." schauderte Ron. Draco sah über die Schulter und warf dann Harry einen amüsierten Blick zu.

Professor McGonegall stand immer noch in der Tür und jeder musste an ihr vorbei. Obwohl es nicht verlangt worden war, so herrschte doch ein eingeschüchtertes Schweigen. McGonegall hatte nun mal diese Wirkung aber Harry wusste es besser.

'Mich täuscht du nicht mehr, Minnie, du liebe alte Pussycat. Machst hier auf streng und kalt, dabei hast du dich für deine Schüler zerreißen lassen.' dachte Harry voller Sympathie und Zuneigung als er, an ihr vorbei, Hogwarts betrat.

Als er über die Schwelle schritt, hatte er das Gefühl wie nach einer langen gefahrvollen Reise nach Hause zurückgekehrt zu sein. Ein warmes Gefühl breitete sich von seinem Bauch durch seinen ganzen Körper aus und er schloss für einen kurzen Augenblick die Augen und genoss dieses Willkommensgefühl.

'Danke. Ja, es ist gut, wieder hier zu sein.' schickte er in den Äther und das Gefühl wurde tiefer und war voller Zuneigung. Wie in Trance folgte er McGonegall in den kleinen Nebenraum der Großen Halle und achtete erst wieder auf seine Umgebung als die alte Verwandlungslehrerin anfing ihre kleine alljährliche Rede zu halten.

"Hinter dieser Tür liegt die Große Halle von Hogwarts wo sich bereits alle anderen Jahrgänge und der Stab versammelt haben. Dort wird die Sortierung stattfinden. Es gibt vier Häuser in denen sie sortiert werden und die für die nächsten sieben Jahre ihre Familie sein wird. Es gibt Gryffindor, Ravenclaw, Hufflepuff und Slytherin. Jedes dieser Häuser hat eine eigene stolze Geschichte und repräsentiert die vier Gründer von Hogwarts." sagte sie stolz während ihr Blick über die neuen Schüler strich. "Bitte warten sie bis ich sie hereinrufe." schloss sie kurz darauf ihre Ansprache ab und verließ den Raum.

"Wie werden wir sortiert?" fragte einer der Jungen. Harry erkannte ihn erst auf dem zweiten Blick. Michael Corner, eines der unauffälligeren Mitglieder der DA.

"Vielleicht müssen wir was zaubern?" flüsterte ein Mädchen besorgt. Hermine schluckte nervös und betete still alle Zaubersprüche herunter die sie in den Ferien gelernt hatte.

"Fred und George haben gesagt, dass wir gegen einen Troll ringen müssen." war Ron ganz schön blass geworden.

"So ein Unsinn. Weder müssen wir zaubern noch gegen Trolle antreten. Denkt doch mal nach, Leute. Unsere Eltern wären nicht sehr begeistert, wenn wir noch vor dem ersten Schultag den Löffel abgeben." erklärte Draco genervt.

"Vollkommen richtig. Macht euch keine Sorgen. Die Sortierung ist schmerzfrei und mühelos." ergänzte Harry.

"Woher willst du das wissen?" fragte Nott kalt.

Bevor Harry etwas sagen konnte, wurde er von einigen spitzen Schreien abgelenkt.

"G... Gespenster."

Eine Gruppe von Hogwartsgeistern war in den Raum geschwebt und hatte sich über Peeves unterhalten. Der Ausruf ließ sie verstummen und einer der Geister sagte ein paar freundliche Worte. Jetzt war es, mit der Erfahrung die Harry hatte, kein Problem mehr zu erkennen, dass selbst diese kleine Einlage inszeniert war. Alles um die Neuankömmlinge in Hogwarts willkommen zu heißen. Harry empfing ein Gefühl des Vergnügens und unterdrückte ein Lächeln.

Die Tür zur Großen Halle wurde geöffnet und McGonegall kam wieder herein. Die Geister nickten ihr hoheitsvoll zu und verschwanden durch die Wand.

"Es ist soweit. Bitte in einer Reihe aufstellen und mir folgen." befahl McGonegall.

Im Gänsemarsch marschierten die Neuen in die Große Halle von Hogwarts. Es war so eindrucksvoll wie es Harry in Erinnerung hatte. Tausende von schwebenden Kerzen erleuchteten die Halle. Die Decke zeigte einen leicht bewölkten Nachthimmel in dem die Sterne wie Diamanten funkelten. Das Kerzenlicht wurde schimmernd in den goldenen Pokalen und Tellern reflektiert.

"Wow." "Unglaublich." flüsterten einige der Kinder voller Ehrfurcht.

"Die Decke ist so bezaubert, dass sie wie der Himmel draußen aussieht, ich habe davon in der Geschichte Hogwarts gelesen." flüsterte Hermine.

Vor dem langen Tisch des Schulstabes, stand ein vierbeiniger Hocker und darauf ein alter spitzer Hut, wie ihn die Zauberer nun schon seit Jahrhunderten trugen.

Der legendäre Sortierungshut. Von den vier Gründern höchstpersönlich erschaffen.

Ein Riss öffnete sich nah an der Krempe und der Hut fing an zu singen. Wenn sich Harry richtig daran erinnerte war es dasselbe Lied wie beim ersten Male, aber er konnte sich auch irren. Als das Lied endete, brandete begeisterter Beifall auf und der Hut verneigte sich vor den vier Tischen.

"Ich bringe Fred um. Von wegen mit einem Troll ringen." murmelte Ron sauer.

Professor McGonegall trat vor und entrollte eine Pergamentrolle.

"Wenn ich euch aufrufe, tretet vor und setzt den Hut auf. Er wird euer Haus bestimmen." sagte sie und las gleich den ersten Namen vor. "Abott, Hannah."

Hannah trat schüchtern vor und setzte sich den Hut auf. Es dauerte nicht lange bis das Ergebnis verkündet wurde.

"HUFFLEPUFF!"

Einer nach dem anderen kam an die Reihe und Harry wurde langsam ein wenig nervös. Wie würde der Hut reagieren wenn er durch seine Erinnerungen stöberte. Trotz Okklumentik gab es kein Hindernis für die Sondierung.

"Black, Draco." wurde der silberblonde Junge aufgerufen.

"Viel Glück, Draco." klopfte ihm Harry sachte auf den Rücken.

"Du machst das, Freund." meinte Neville.

"Danke." lächelte Draco kurz.

Stolz und selbstbewusst trat er vor und nahm Platz. Gut zwei Minuten saß er dort, bis endlich der Hut seine Entscheidung verkündete.

"RAVENCLAW!"

Draco sah ziemlich erleichtert aus, stellte Harry fest. Genau wie er selbst. Unter dem Beifall seines Tisches ging Draco hinüber und blinzelte Harry mit einem feinen Lächeln zu. Harry klatschte genauso begeistert Beifall wie die Ravenclaws. Gleich nach Draco war Hermine an der Reihe und es gab die nächste Überraschung als sie nicht nach Gryffindor, sondern ebenfalls nach Ravenclaw sortiert wurde. Was hatte sich geändert?

Tief in Gedanken merkte Harry erst wieder auf, als 'Longbottem, Neville' aufgerufen wurde. Neville war an der Reihe und diesmal war es nur eine Sache von Sekunden.

"GRYFFINDOR!"

"Yeah." sprang Neville begeistert auf.

"Merlin. Hoffentlich komme ich auch dorthin." knabberte Ron nervös an seinen Fingernägeln.

"Du bist ein Weasley. Alle Weasleys kommen nach Gryffindor." beruhigte ihn Harry.

"Dein Wort in Gottes Ohr." seufzte Ron.

McGonegall räusperte sich vernehmlich und das Getuschel erstarb langsam. Sie warf einen Blick auf die Pergamentrolle und ihre Augen weiteten sich flüchtig.

"Potter, Harry."

"Hat sie Harry Potter gesagt?"

"Der Potter?"

"Wow! Voll Krass." waren ein paar Beispiele.

Die Blicke aller Anwesenden in der Halle waren auf Harry gerichtet als er nach vorne trat. Innerlich verdrehte er die Augen und schüttelte den Kopf. Er setzte sich den Hut auf und die Gesichter der Schüler verschwanden als die Krempe über seine Augen rutschte.

'So, was haben wir denn da? Meine Güte, du wurdest bereits schon einmal sortiert.' rief der Hut in Harrys Kopf.

'Yep! Und ich bitte darum, dass dies unser kleines Geheimnis bleibt. In Namen meines Erbrechtes als letzter der Gryffindorlinie.' erwiderte Harry besorgt.

'Ich sehe, ich sehe schon. Du bist in der Tat ein Gryffindor und ein... meine Güte, ein Slytherin auch. Selbst Ravenclaw und Hufflepuff ist vertreten auch wenn du nicht der Erbe dieser Linien bist.' murmelte der Hut fasziniert.

'Ich weiß.' gab Harry zu.

'Und du hast noch mehr Geheimnisse und...!' verstummte der Hut plötzlich.

'Bist du noch da, Hut?' fragte Harry nach gut einer Minute besorgt.

'Ich war nie weg. Nur geschockt. Man sieht nicht jeden Tag wie einem das Heim zerstört wird. Es tut mir wahrlich Leid, Harry. Du hast viel durchmachen müssen.' sagte der Hut traurig.

'Ich bin hier um eben dies zu verhindern. Wie du, liebe auch ich Hogwarts und das für das es steht. Oder besser gesagt, einmal bestimmt war.' sagte Harry fest.

'Nur befürchte ich, dass dies nicht der einzige Grund für deine Rückkehr ist, mein Junge.' klang die Stimme in Harrys Kopf auf einmal mitfühlend.

'Was meinst du damit?' fragte Harry alarmiert.

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Professor McGonegall hatte die Erstklässler wie jedes Jahr, seitdem sie stellvertretende Schulleiterin geworden war, von Hagrid in Empfang genommen. Ihr scharfer Blick war über die Jungen und Mädchen gehuscht und insgeheim hatte sie sich gefragt wer von ihnen in ihrem Haus landen würde. Sie wusste, dass der junge Potter unter ihnen sein musste aber sie hatte ihn erst auf dem zweiten Blick erkannt. Instinktiv hatte sie angenommen, dass er wie sein Vater auch, eine Brille tragen würde. Umso überraschter war sie, als brillant grüne Augen sie ruhig ansahen. Auch trug er das Haar länger, obwohl es immer noch ungebändigt und wild wucherte.

Als dann die Sortierung anfing, erlebte sie ihre erste Überraschung als Lucius' Sohn in Ravenclaw landete. Eine ungewöhnliche Entscheidung, aber in Hinsicht der Ereignisse wohl das Beste für den Jungen. Er war so stolz und selbstbewusst wie alle Malfoys aber er hatte nicht die verdorbene arrogante Ausstrahlung. Und er schien ein Freund von Potter zu sein.

Dann war der junge Harry an der Reihe und sie seufzte innerlich als sie das Getuschel und das Geraune hörte. Der Junge würde es nicht leicht haben. Was sie aber überraschte war die natürliche Gnade und das Selbstbewusstsein das der junge Potter ausstrahlte. Er war ein geborener Führer, erkannte sie sofort.

Jetzt hieß es nur noch abzuwarten, wie die Entscheidung des Hutes ausfallen würde. Hoffentlich kam der Junge nicht nach Slytherin. Eine Katastrophe, ihrer Meinung nach. Sie wartete und wartete und langsam breitete sich Unruhe im Großen Saal aus. Potter saß schon seit gut 10 Minuten auf dem Hocker. In all ihrer langen Karriere konnte sie sich an kein einziges Beispiel erinnern das so lange dauerte. Was war nur los?

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Albus Dumbledore hatte die Sortierung mit Wohlwollen betrachtet. Dass Draco Black nach Ravenclaw sortiert wurde, überraschte ihn anfänglich, doch er erinnerte sich daran, wer den Jungen unter seine Fittiche genommen hatte. Sirius Black würde sehr zufrieden mit dieser Entscheidung sein und den jungen Draco gäbe es Abstand zu den Slytherins, die ihn als Blutverräter sahen.

Dann war Harry an der Reihe und Albus beugte sich gespannt nach vorne als sein Name aufgerufen wurde. Oh ja, er würde für Unruhe in Hogwarts sorgen. Der Junge strahlte Macht und Wissen aber keine Arroganz aus. Sirius und Remus hatten Recht damit gehabt, den Jungen zu sich zu nehmen.

Irritiert blinzelte er als einige Minuten vergingen und noch immer keine Entscheidung gefallen war. Obwohl er es sich nicht eingestehen wollte, wurde Albus nervös und er strich sich über seinen langen weißen Bart. Stets ein Zeichen seiner Unruhe. Auch die anderen Lehrer am Tisch wurden unruhig und Severus schnaubte spöttisch.

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Severus Snape war enttäuscht auch wenn er es sich nicht anmerken ließ. Lucius hatte ihm einen Brief in den Ferien geschickt und ihn darum gebeten ein Auge auf Draco zu werfen. Er, als sein Pate, war in der Pflicht, auch wenn er den Jungen in den letzten Jahren kaum gesehen hatte. Es dauerte einige Momente bis er sich von dem Schock erholt hatte. Zum Glück war Draco nicht in Gryffindor sortiert worden. Severus hätte nicht gewusst, wie er mit DIESER Schande zu Recht gekommen wäre. Ravenclaw war da das kleinere Übel.

Dann wurde Potter aufgerufen und er zuckte innerlich zusammen. Der Junge strahlte dieselbe Arroganz wie sein Vater aus. Er stolzierte durch die Halle als würde ihm Hogwarts gehören. Verdammter Balg. Immer auffallen, um jeden Preis. Severus sah sich bestätigt, als die Sortierung andauerte und schnaubte spöttisch. Er würde den arroganten Bengel schon zu Recht stutzen.

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'Was meinst du damit?' fragte Harry alarmiert.

'Es hat seit langer, langer Zeit keinen Schattenmagier gegeben Harry Potter. Weißt du für was sie bestimmt sind?' fragte der Hut vorsichtig.

'Du stöberst in meinem Kopf herum und weißt daher bereits die Antwort. Also, raus mit der Sprache. Für was?' entgegnete Harry entschlossen.

'Hmm, hmm! Ich bin mir nicht sicher ob ich es dir sagen darf. Zuviel könnte davon abhängen, wenn du die falschen Entscheidungen wegen meiner Indiskretion fällst. Doch will ich dir einen Hinweis zugestehen.' murmelte der Hut.

'Ich warte.' seufzte Harry. Genau das was er gebraucht hatte. Noch jemand der ihn im Unklaren ließ. Merlin, wie er das verabscheute.

'Ts, Ts. Nicht schnippisch werden. Doch höre gut zu. Warum nur, scheinen auf einmal die Götter ein Interesse an dir zu entwickeln? Denk darüber nach, mein Junge. Denke darüber nach.' meinte der Hut kryptisch.

'Na Klasse. Noch mehr Rätsel.' ächzte Harry frustriert.

'Ich bin mir sicher, dass du dieses kleine Rätsel lösen wirst Harry. Lass den Mut nicht sinken.' schmunzelte der Hut.

'Danke für das Vertrauen.' brummte der Junge trocken.

'Gern geschehen. Stehe stets zu Diensten.' kam es spöttisch zurück.

'Ich bin mir sicher, dass du etwas von Salazar in dir hast.' schnaubte Harry.

'Natürlich. Woher denkst du, habe ich meinen ausgeprägten Sinn für Ironie? Salazar war ein Meister darin. Genau wie Godric und die Ladys. Ich habe von jedem etwas. Das macht meinen einzigartigen Charme und Persönlichkeit aus.' meinte der Hut vergnügt.

'Angeber.' neckte Harry und der Hut kicherte.

'Nun gut. Zurück zu meiner eigentlichen Aufgabe. Wo nur in Merlins Namen stecke ich dich hin? Du hast im Grunde die Qualitäten für alle vier Häuser in dir. Schwierig, schwierig. Hmm, in der Tat.' brummte der Sortierungshut überlegend.

'Spuck es endlich aus, aber wenn du mich nach Slytherin stellst, werde ich kein Wort mehr mit dir reden.' drohte Harry.

'Das wäre eine echte Schande, mein Junge.' lachte der Hut.

"ANWARTSCHAFT!" verkündete er laut.

TBC...

A/N: Ja, ja, ich weiß. Es ist nichts Neues aber ich habe zwei gute Gründe für meine Entscheidung. Erstens fiel mir nichts besseres ein (fettes Grinsen) und zweitens wollte ich erreichen, dass Harry ungehindert Zugang zu allen vier Häusern erhält. Tja, lebt damit. Bitte reviewt fleißig und sagt mir was ihr denkt. Im nächsten Kapitel erfährt ihr Reaktionen und wie sich Harry in Hogwarts langsam einlebt und neue Freundschaften knüpft. Oh, und Harry hat seinen ersten Unterricht bei Severus Snape. Wie wird wohl diese Begegnung ablaufen? Bis danne...