Ein lieber Dank geht an meine Beta Serpensortia!
2.
Warme Hände berührten ihre Schultern und zogen sie an einen harten und soviel größeren Körper hinter ihr. Völlig überrascht ließ sie es geschehen und sog gierig den ihr so wohl bekannten und geliebten Duft des vertrauten Mannes ein. Es war eine Mischung aus Vanille und Ingwer, sehr stark und betörend. Sie liebte diesen Geruch. Er war so untrennbar mit Lucius Malfoy verbunden, wie der Geruch von Sandelholz, der immer mit Severus Snape einher ging. Nicht, dass sie dem viel abgewinnen konnte... Plötzlich erinnerte sie sich, dass sie auch bei Ginny diesen Geruch nach Sandelholz des öfteren wahrgenommen hatte und wieder hätte es ihr verdächtig erscheinen können, wenn sie nicht so abgelenkt gewesen wäre, von Lucius starker Präsenz und der Faszination, die er auf sie ausübte.
"Lucius, ich..." Sie wollte mit ihm reden, die verfahrene Stituation besprechen. Sie hatte sich Worte, Argumente zurechtgelegt und sie immer wieder im Geiste wiederholt, auf dem Weg hierher. Doch wie es schien war jetzt ein schlechter Zeitpunkt für Worte jeder Art, denn Lucius hatte die so viel kleinere Frau zu sich herumgedreht und legte ihr sanft einen seiner Finger auf den Mund.
"Sch...", machte er dabei und flüsterte erneut, als ob sie umgeben wären von neugierig lauschenden Ohren.
"Sag jetzt nichts, vertrau mir einfach." Lucius hatte es schon immer verstanden, sie völlig einzuwickeln, so, dass eine eventuelle Gegenwehr schon im Keim erstickt wurde. In der Regel hatte sie nichts dagegen... Nein das stimmte nicht ganz. Sie war einfach wehrlos, wenn er mit dieser Stimme, die er so gut in ihren Höhen und Tiefen variieren konnte und die im Moment dunkel und unwiderstehlich klang, auf sie einsprach.
Sie wollte ihm nicht vertrauen! Vor allen Dingen wollte sie sehen, was er vorhatte und mit ihr tun wollte. Dieser Seidenschal irritierte sie maßlos. Sie war eine Person, die immer und überall die Kontrolle über alles haben wollte, nur die hatte sie im Moment überhaupt nicht. Sie hob ihre Hände und wollte den Schal abstreifen, wurde auf halben Wege jedoch von Lucius gestoppt. Sanft aber bestimmt umfasst er ihre Hände, führte sie nach oben und sie spürte erst einen Lufthauch auf ihren Fingerspitzen und dann erschauerte sie, als Lucius begann einen Finger nach dem anderen zu küssen. Nur leichte, aufgesetzte Küsse spürte sie auf ihren Fingerspitzen. Jeden einzelnen behandelte er so, der Reihe nach, bis er bei dem kleinen Finger der linken Hand angekommen war. Danach fuhr er leicht mit der Zunge über ihren Handballen und biss spielerisch in das weiche Fleisch ihres Daumens. Nach dieser Behandlung war die Haut ihrer Hände so sensibilisiert, dass sie meinte, eine ganze Armee Ameisen liefe darüber. Sie versuchte ihrerseits irgendetwas von ihm zu erhaschen, etwas, was sie ertasten konnte und das Kribbeln in ihren Handflächen besänftigte. Doch er ließ dies nicht zu, sondern drückte ihre Hände nach unten an ihre Körperseite.
"Bitte... Lass mich einfach machen und tu nichts, gar nichts." Diese Anweisung war ruhig, fast emotionslos gesprochen worden, doch ein leiser schwingender Unterton in seiner Stimme, erzählte ihr, dass er Emotionen hatte, die er versuchte, vor ihr zu verbergen. Er schien nur nach außen hin so ruhig, in ihm sah es ihrer Meinung nach ganz anders aus. Trotzdem hätte sie eigentlich sauer auf ihn sein sollen, oder besser, äußerst wütend. Obwohl sie ihn eigentlich zu Rede hätte stellen und sich mit ihm aussprechen sollen, tat sie, was er verlangte und bewegte sich nicht, wartete auf das was kommen würde und ließ sich auf diese für sie so ungewöhnliche Situation ein. Dies war definitiv etwas, was sie noch niemals mit ihm erlebt hatte. Aber sie hatten sich ja auch noch nie so gestritten. Instinktiv wusste sie, dass es wichtig war, jetzt keinen Fehler zu machen und ausnahmsweise einmal nachzugeben. Dennoch sagte ihr die Vernunft, dass er, egal was er anstellen und wie sehr er sie bezaubern, unendlich verwöhnen und in Ekstase versetzten würde, sie auf jeden Fall auch noch ernsthaft mit ihm sprechen musste. Er sollte nicht meinen, das alles hätte sich erledigt, wenn er sie nur genügend sexuell befriedigte. So leicht ließ sie ihn nicht davon kommen. Für den Moment jedoch wartete sie erst einmal ab, wie sich der weitere Abend so gestalten würde.
Lucius' Hände fuhren leicht an ihren Oberarmen hinauf. Er vergub seine Hände in ihren Haaren, die schon jetzt hoffnungslos zersaust waren. Danach spürte sie, wie er ihren Mantel langsam aufknöpfte und von ihren Schultern strich. Er nahm ihre Hand. "Komm", wisperte er und sie fühlte, wie er sie durch den Flur, vorsichtig die Treppe hinauf führte und weiter nach rechts in ihr gemeinsames Schlafzimmer. Selbstverständlich in das Schlafzimmer! Sie lächelte belustigt. Auch wenn der Mann, den sie mit der ganzen Kraft ihres Herzens liebte, mehr als doppelt so alt war wie sie, so hatten sie ein ausgeprägtes Sexleben. Lucius konnte und wollte immer und an jedem Ort. Sie hatte noch niemals einen Mann erlebt, der die körperlichen Freuden so leidenschaftlich genoß und zu geben und selbstverständlich auch zu nehmen bereit war. Gut, Lucius war auch ihr erster richtiger Mann. Die Knutscherei mit Krum zählte nicht und das bisschen Rummachen mit Ron war auch nicht gerade das, was sie sich unter leidenschaftlicher Liebe vorgestellt hatte. Das waren eher pubertäre und linkische Spielchen gewesen. Lucius hingegen entfachte in ihr regelmäßig ein Feuer, welches sie immer wieder in Erstaunen versetzte. Niemals hatte sie gedacht, dass sie soviel Leidenschaft und Hingebung mit einem Mann erleben konnte. Sie war sich sicher, dass nach Lucius kein anderer Mann mehr in der Lage sein würde, ihr das zu geben, sie so fühlen zu lassen, wie der Blonde das vermochte. Sie hoffte, das sie niemals gezwungen war, sich Gedanken um einen anderen Mann zu machen.
Obwohl Lucius ihr die Augen verbunden hatte und sie absolut nichts erkennen konnte, steuerte sie automatisch ihr übergroßes, in der Mitte des Raumes stehende Bett an. Doch Lucius hatte anderes im Sinn.
"Hältst du mich wirklich für so einfallslos?", säuselte er ihr ins Ohr und fasste sie an der Schulter, um sie durch den Raum zu dirigieren und ihr wurde klar, dass er das angrenzende Bad ins Visier nahm.
Sie betraten das große Badezimmer. Ein kleiner Druck auf ihre Schulter genügte und sie blieb abwartend stehen. Sie spürte, dass er das Badezimmer für ihre Zwecke vorbereitet hatte. Er musste unendlich viele Kerzen aufgestellt haben, die wohl angingen, als sie den Raum betraten. Da sie nicht sehen konnte, musste sie sich auf ihre anderen Sinne verlassen, die automatisch durch den Ausfall der Augen geschärft waren. Sie fühlte das durch den Lufthauch verursachte Flackern der Kerzen auf der Haut ihres Gesichtes und ihrer Hände. Sie spürte den warmen, veränderlichen Schein von Dutzenden kleiner Flammen. Neben dem unverwechselbaren Duft, den Lucius ausstrahlte, roch sie nun eine ganze Palette von Düften, die wohl von verschiedenen Badeessenzen ausgingen. Der schwere Duft von Lavendel war dabei, genauso, wie der frische Duft von Zitronengras und auch etwas Pfirsch meinte sie erkennen zu können.
"Bei Merlins krummen Zehen, Lucius, hast du etwa sämtliche Badeöle und andere Ingredenzien, die sich in unserem Badezimmer befinden, verwendet?" Tief inhalierte Hermine die schweren Gerüche und lehnte sich dabei an den hinter ihr stehenden Mann. "Ich hab die Aromen ausgewählt, die meiner Meinung nach zu dir passen, mein Herz." Lucius umfasste ihre Schultern und streichelte sie sanft auf und ab, während er ihr erklärte: "Lavendel für deine Schönheit, Pfirsich für deine Klugheit, Veilchen für deine Jugend, Orange für deine Sanftheit, Geranie für deine Entschlossenheit und Rose für deine Leidenschaft."
"Das hört sich gut an", hauchte sie gerührt und schmiegte sich noch enger an den geliebten Mann. In einem kleinen Winkel ihres Gehirns hörte sie eine leise Stimme, die ihr zuwisperte, sich nicht zu sehr einwickeln zu lassen, noch stand viel zu viel zwischen ihnen, genau genommen ein schmutziges Schimpfwort. Er hatte am Anfang ihrer Beziehung geschworen, dass er dieses Unwort niemals wieder benutzen würde. Er hatte sein Wort nicht gehalten. Das allein sollte eigentlich genügen, um ihm jetzt die Hölle heiß zu machen und auf einer Entschuldigung zu beharren. Aber im Moment war sie in diesem Bad der Düfte und zwiespältigen Empfindungen so gefangen, dass sie einfach nicht anders konnte, als zu genießen - ihn zu genießen und seine Art der Entschuldigung. Selbstverständlich war sie noch weit davon entfernt, wirklich versöhnt mit ihm zu sein, dafür musste er sich noch mehr anstrengen.
Und Lucius, der merkte, wie seine kleinen Vorbereitungen Wirkung zeigten, lächelte und setzte seine Verführung fort. Er begann Hermine langsam, quälend langsam, auszuziehen. Hermine spürte nichts, außer Lucius' ein wenig raue Fingerspitzen, die jeden Quadratzentimeter freigelegter Haut inspizierten, streichelten, liebkosten. Sie hätte dasselbe nur zu gern, auch bei ihm getan, doch er hatte ihre Versuche, Hand an ihn zu legen, schon im Ansatz gestoppt.
"Nein... du bist heute die Hauptperson. Genieße es und laß dich verwöhnen", schnurrte er wie ein übergroßer Kater und strich aufreizend langsam über ihre harten Nippel, die noch unter dem dünnen Stoff des BHs verborgen lagen. Ein kleiner Seufzer entwich ihr. Sie würde es auch genießen ihn zu berühren. Aber sie fügte sich wiederum, wenn auch schweren Herzens. Lucius hatte ihr mittlerweile Bluse und Hose ausgezogen. Sie war von selbst aus den Schuhen geschlüpft. Einen Moment lang spürte sie gar keine Berührung, doch dann begannen Lucius Hände leicht an ihren Oberschenkeln hinabzugleiten und ihr dabei erst den einen und dann den anderen Strumpf auszuziehen. Er musste sich vor sie hingekniet haben. Nicht zum ersten Mal bedauerte sie, dass er ihr die Augen verbunden hatte, wie gern würde sie jetzt auf diesen sonst so stolzen Mann hinab blicken. Schon spürte sie Lucius' Hände, die sich an der Außenseite ihrer Beine wieder nach oben arbeiteten. Leicht glitten sie über ihre Hüfte nach hinten. Noch leichter, so dass sie es nur noch erahnen konnte, berührte er ihren Po und jeweils ein Finger jeder Hand, glitt am Rand ihres Slips nach vorne. Nun war der Seufzer, den Hermine ausstieß, noch ein wenig lauter und sie verschob unbewusst ihr Becken nach vorne.
"Noch nicht...", verkündete er und die Finger verschwanden für kurze Zeit, nur um sich dann etwas intensiver mit ihren Brüsten zu beschäftigen. Immer wieder glitten seine Hände über den Stoff des BHs, solange, bis sie anfing zu wimmern und ihn bat, den lästigen Stoff endlich zu entfernen.
Lucius ließ ein Glucksen hören und bemerkte belustigt: "Kann es sein, dass du ein klein wenig ungeduldig wirst?"
"Du folterst mich. Ich halte es kaum noch aus. Bitte..." Ihr Flehen musste wohl so dringend geklungen haben, dass er sich entschloss, den BH zu öffnen. Doch bevor er ihn vollends auszog, bat er sie: "Sag mir, was ich tun soll. Sag es mir!"
Hermine kostete es ihre gesamte Willensanstrengung unbeweglich stehen zu bleiben und diesen bösen, bösen Mann, den sie nicht sehen konnte, endlich an sich zu ziehen und ihn zu spüren. Doch er hielt immer noch inne und wartete.
"Bitte, zieh mir den BH aus! Berühr mich!"
Schon während ihres Satzes fiel das Stückchen Stoff auf den Boden und Lucius große Hände umfassten je eine ihrer festen Brüste. "Dein Wunsch ist mir Befehl." Und sie konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass in diesem Moment ein übergroßes Grinsen sein Gesicht zierte. "Nimm meine Nippel in den Mund." Schon kam der nächste Befehl von Hermine.
Normalerweise war sie nicht der Typ, der unmissverständlich und unverblümt beim Sex sagte, was sie gerne hatte und was er mit ihr machen sollte. Aber er hatte sie dermaßen gereizt, dass sie meinte zu verbrennen, wenn er nicht mehr tat, als sie zu streicheln. Sie fühlte, wie ihre empfindlichen Nippel, ohne dass sie berührt worden waren, hart und erregt vom Körper abstanden. Als sich endlich ein warmer Mund um einen dieser verführerischen Hügel legte, stöhnte Hermine so herzzerreißend, als hätte sie große Schmerzen. Eng drängte sie sich an den immer noch voll bekleideten Mann und genoss die Verwöhnung seines Mundes und seiner Zunge, wie selten zuvor. Abwechselnd leckte, saugte und knabberte er zuerst an der rechten, dann an der linken Brustwarze und ihr schien, als würde seine bisher gezeigte Beherrschtheit langsam einer heißen, tief in ihm brodelnden Begierde weichen. Als er mit einem leisen Plopp von ihrer Brust ab ließ und unvermittelt einen Schritt zurück trat, traf kalte Luft auf die Nippel und diese zogen sich merklich zusammen. Hermine hob die Hände, um sie selbst zu reizen und zu stimulieren, aber ein scharfes "Halt" von seiten Lucius' verhinderte dies. "Du wirst dich nicht selbst anfassen. Erst wenn ich es sage."
"Spielverderber!", kam es beschuldigend von ihr zurück und brav ließ sie wiederum ihre Hände sinken.
Lucius ließ seine begehrlichen Blicke über Hermine schweifen.
"Weißt du eigentlich wie schön du bist?", fragte er sie fast atemlos und im selben Augenblick spürte sie schon wieder seine Hände auf ihren Hüften. Langsam streifte er ihren Slip ab und ließ ihn an ihren Beinen herunter gleiten. Dabei hatten seine sanften Finger einen Moment ihre Scham gestreift. Hermine sog die Luft ein und ließ ihren Kopf in den Nacken fallen.
"Küss mich." Hermine lechzte geradezu nach seinem sinnlichen, verführerischen Mund.
Ganz nahe an ihrem Gesicht, so dass sein Atem sie sacht streichelte, flüsterte er: "Was sagt ein braves Weib zu ihrem Angebetenen, wenn er etwas tun soll, was sie unbedingt möchte?"
Sie seufzte auf, weil er es ihr so schwer machte, aber sie befolgte seinen Befehl. "BITTE, küß mich..." Und ihrerseits in einem befehlenden Ton, setzte sie noch hinterher. "JETZT; SOFORT...!!"
TBC
