Ich danke wieder einmal meiner unvergleichlichen Beta Serpensortia
3.
Sie hatte keine Zeit, noch mehr zu fordern. Sein warmer, weicher Mund verschloss ihre Lippen. Seine Zunge fand sofort den Weg in ihren Mund und wurde von ihr stürmisch empfangen. Sie wollte ihn eigentlich sanft, langsam und zärtlich küssen, doch er hatte sie dermaßen angeheizt, dass sich ihre aufgestauten Emotionen und ihre Begierde, ihr Verlangen nach ihm, irgendwie entladen musste. Sie konnte ihre Hände beim besten Willen nicht mehr an ihrem Körper lassen. Rasch ergriff sie den immer noch vollständig angezogenen Mann am Kragen seines Hemdes und zog ihn dichter an sich heran. Sie gab seiner Zunge keine Chance. Immer wieder neckte und umspielte sie sie, verfolgte sie zurück in Lucius' Mund und plünderte ihn gnadenlos. Ihr war, als hätte sie ihn seit Ewigkeiten nicht mehr geküsst. Sie wollte ihn schmecken, spüren, sich versichern, dass er da war und nur ihr allein gehörte. Ein dumpfes Grollen erklang. Keiner von ihnen, wusste in diesem Moment, wer dieses Geräusch von sich gegeben hatte.
Lucius hatte diese Verführung eigentlich noch viel länger geplant, aber er spürte, dass er nicht länger warten wollte. Er bezeichnete sich selbst gern als einen Meister der Selbstbeherrschung, aber dieser alles versengende Kuss weckte eine Leidenschaft in ihm, die ihresgleichen suchte. Mit einer Hand presste er Hermines nackten Körper an sich und mit der Anderen suchte er verzweifelt seinen Zauberstab. Nach längerem herumfummeln in den diversen Taschen seiner weiten Hose, hatte er ihn endlich gefunden. Den Kuss keine Sekunde unterbrechend, ergriff er ihn. Einen Schwenk und wortlos gesprochenen Zauberspruch später, war er unbekleidet. Einen winzigen Augenblick dachte er daran, was alles hätte schief gehen können, wenn man vor Erregung keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte und dann versuchte, einen Zauberspruch über sich zu sprechen.. Er hätte sich wichtige Teile abhexen können. Aber es schien alles noch dran zu sein, wie es ihm soeben auf recht eindrucksvolle Weise klargemacht wurde. Hermine rieb sich mit ihrem ganzen Körper an ihm und vor allen Dingen in den unteren Regionen war etwas dermaßen hart, dass es sich fast allein zwischen Hermines feuchte Schenkel schob.
Achtlos ließ er den Zauberstab fallen und löste sich nach Luft ringend von Hermines Mund. Ihr Gesicht war leicht gerötet und die Lippen waren rot und geschwollen von ihren Küssen. Knurrend vor Geilheit begann er, Hermines Hals zu küssen und leichte Bisse auf ihm zu verteilen. Er markierte sie gerne und immer wieder an völlig unterschiedlichen Stellen. Selten gab es auf ihrem Körper kein entsprechendes blau unterlaufenes Mal. Sie war sein, ganz und gar!!
Mühelos hob er sie an und schritt mit ihr zu der im Boden eingelassenen, riesenhaften Badewanne. Hermine hatte ihre langen Beine um ihn geschlungen und ließ sich willig tragen. Immer wieder bot sie ihm bereitwillig verschiedene Körperregionen, die er küssen und berühren sollte. Längst war sie zu keinem vernünftigen Gedanken mehr fähig. Alles in ihr lechzte nach ihm und seinen Liebkosungen. Ihr Körper bog sich ihm entgegen. Verlangend rieb sie ihre heiße Spalte immer wieder an seinem Unterleib. Lucius stöhnte in Erwartung dessen auf, was jetzt kommen würde. Schnell überwand er die wenigen Stufen in das warme Wasser. Ohne sie los zulassen, setzte er sich an den Beckenrand und in derselben Bewegung versenkte er seinen harten Schaft bis zum Anschlag in ihr. Da war keine Zärtlichkeit mehr, da war nur noch heißes Begehren, ein unstillbares Verlangen nacheinander, welches jetzt und sofort befriedigt werden musste.
Eisern hielt der große, blonde Mann die kleinere Frau auf sich fest. Er machte ihr damit klar, dass sie sich nicht bewegen sollte. Er verrichtete die gesamte Arbeit allein. Immer wieder stieß er sich kraftvoll in sie hinein. Immer mehr bog sie sich ihm entgegen. Sie versuchte es zumindest. Seine Arme hatten sich fast schraubstockartig um sie geschlungen, aber sie genoss dieses Gefühl der Inbesitznahme unendlich.
Ihre verführerischen Brüste mit den dunkelroten Spitzen wippten vor Lucius Gesicht. Er stöhnte bei diesem unwiderstehlichen Anblick auf und löse eine Hand von Hermines Hüfte, um diese festen Kugeln zu kneten und deren Spitzen immer wieder zu reizen. Hermine wimmerte und fing an, sich nun doch im Takt mit Lucius' Stößen zu bewegen. Sie fühlte eine Welle in sich heran rollen, die nicht mehr aufzuhalten war. Längst schon hatte sie den 'point of no return' erreicht und hinter sich gelassen. Ekstase pur stand auf ihrem, teilweise von dem Seidenschal verdeckten Gesicht geschrieben. Alles in ihr konzentrierte sich auf den kommenden Orgasmus. Auch Lucius konnte sich mittlerweile nicht mehr zurückhalten. Trotzdem war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, dass sie vor ihm, oder zumindest mit ihm, kommen musste. Da er fühlte, dass er es nicht mehr lange aushalten konnte, beschloss er, seine sich auf ihm windenden Partnerin noch ein wenig mehr zu stimulieren. Mit der Hand, mit der er eben noch ihre Brüste verwöhnt hatte, glitt er tiefer und fand ihre angeschwollene Perle. Er begann, sie zuerst behutsam, dann immer fester zu reiben. Mit Genugtuung registrierte er Hermines sogleich folgende Reaktion. Sie fing an unartikulierte Schreie von sich zu geben und sich immer hektischer auf ihm zu bewegen. Und plötzlich versteifte sie sich, klammerte sich an ihm fest und schrie,immer wieder schrie sie seinen Namen und somit ihren Orgasmus heraus. Wenig später war es auch bei ihm soweit. Er vergrub seinen Kopf an Hermines Schulter, biß ihr ein letztes Mal in das so empfindliche Fleisch und ergoß sich nicht ganz so laut stöhnend, in langen, heißen Schüben in ihr.
Ineinander verschlungen und völlig außer Atem blieben sie noch eine Weile in dem warmen Wasser sitzen, welches sich magisch von Zeit zu Zeit immer wieder aufwärmte. Hermine hatte den Seidenschal von ihrem Gesicht gezogen und ihren Kopf auf Lucius Schulter gelegt. Der rührte sich vorerst nicht. Er wusste, dass es Hermine gern hatte, wenn er, nachdem sie sich geliebt hatten, immer noch eine Weile in ihr blieb. Es war eine besondere Art der Verbundenheit und sie zögerte den Moment der Trennung gerne immer weiter hinaus.
"Mein Schatz, ich bekomme schon Schwimmhäute zwischen den Zehen", erinnerte er sie nach einer Weile und betrachtete interessiert die Haut an seinen Händen, die schon leicht schrumpelte.
"Ich mag dich auch mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen, Schatz.", grummelte Hermine an seiner Schulter und machte keinerlei Anstalten sich zu erheben. Zu müde, zu wohl fühlte sie sich auf ihm. Sie genoss seinen Körper und die Schwerelosigkeit, die das Wasser ihr verlieh, die verschiedenen Düfte... Einfach alles.
"Ich würde jetzt gern ins Bett gehen." Lucius wurde energischer und da er vermutete, dass Hermine sich wohl nicht in absehbarer Zeit von ihm erheben würde, trat er mitsamt seiner kostbaren Last den Rückweg ins Schlafzimmer an. Nicht ohne unterwegs seinen Zauberstab aufzuklauben und einen Trocknungszauber über sie beide zu sprechen. Er war immer wieder dankbar über diese kleine Hilfen im Alltag, denn ihrer beider Haare trockneten bei der enormen Länge, die sie hatten, sehr schlecht.
Behutsam setze er Hermine auf dem Bett ab. Sie kroch sofort unter die Decke und streckte gleichzeitig ihre Hände nach ihm aus. Sie brauchte den Kontakt zu ihm jetzt, dringend. Lächelnd kroch er hinterher und nahm sie in die Arme. Zufrieden kuschelte sie sich an ihn. Ein kurzes „Nox" und es wurde dunkel. Eine Weile war es still. Dann holte Lucius kurz Luft und sprach in die Stille des Raumes. "Also sag, was du zu sagen hast." Er kannte seine Hermine nur zu gut und er wusste, dass sie nicht eher schlafen würde, bis sie das Problem aus der Welt geschafft hatte.
"Woher weißt du, dass ich noch was sagen wollte?" Es klang ein wenig schläfrig. Hermines Hand, die bis dahin ruhig auf seiner nackten Brust gelegen hatte, spielte mit den wenigen Haaren dort. Ein Zeichen, dass sie nervös war. Lucius hatte in den anderthalb Jahren ihres Zusammenseins Zeit genug gehabt, ihr Verhalten zu studieren. Sie war ein offenes Buch für ihn. Was auch kein Wunder war, Hermine trug ihr Herz nun mal auf der Zunge. Sie war ein aufgeschlossener, ehrlicher Mensch ohne Argwohn und sie konnte so gut wie gar nicht lügen. Sie war aufrichtig und war dasabsolute Gegenteil von ihm, jedenfalls in den meisten Dingen. Aber das war es, was ihn so unwiderstehlich anzog. Sie war auch das ganze Gegenteil von Narcissa, in jeder Beziehung, auch dies hatte ihn angezogen. Er hätte sich niemals vorstellen können, sein Leben mit einer zweiten Narcissa zu teilen. Er hatte seine Frau, trotz aller immer wieder auftauchenden Gerüchte, geliebt und er wollte sie so in Erinnerung behalten, wie sie war und nicht einen Abklatsch von ihr vor sich sehen.
Und nicht zuletzt hatte er einfach einen Hang zu sehr viel jüngeren Frauen, die noch unverbraucht und gut zu formen waren, entwickelt. Nicht, dass es leicht war, Hermine zu formen. Sie machte es ihm mitunter ziemlich schwer, mit ihrem Gerechtigkeitssinn und ihren teilweise ganz anderen Ansichten. Aber trotzdem konnte er sich ein Leben ohne die kleine besserwisserische Hexe einfach nicht mehr vorstellen. Er lächelte, als er daran dachte, wie er sie das erste Mal bewusst wahrgenommen hatte, damals auf dem Schlachtfeld. Aufrecht und kämpferisch stand sie da und verteidigte ihre Freunde, fast wie eine Löwin ihre Jungen. Er hatte sie beobachtet, als er in den Reihen der Todesser auf das Zentrum des Kampfes zuschritt. Sie war mutig und sie war schön. Der Anblick der immer wieder unbarmherzig angreifenden und sich selbst kaum verteidigenden Frau mit den langen wehenden Haaren, faszinierte ihn. Sie bestärkte ihn unbewusst in seinem Entschluss, die Seiten zu wechseln. Er hatte dies beschlossen, nachdem seine Frau in den Wirren des Krieges den Tod gefunden hatte und Ihm bewust geworden war, wie falsch sein Handeln im Grunde gewesen war. Natürlich hatte es auch ein Rolle gespielt, dass er sah, dass Voldemort dem Untergang geweiht war. Ein sehr großer egoistischer Teil von ihm wollte einfach nur seine Haut retten. Er hatte bloß auf den richtigen Augenblick gewartet. Als er dann Hermine sah, war es für ihn klar, dass diese kleine, äußert mutige Hexe nicht den Flüchen der Todesser zum Opfer fallen sollte. Sie hatte es verdient weiterzuleben. Also hatte er seinen Zauberstab plötzlich und unerwartet gegen seine Mitkämpfer erhoben und ihr beigestanden.
Lucius schreckte aus seinen Überlegungen, als Hermine ihn an seinen Brusthaaren zog, weil sie auf eine Antwort wartete.
"Ich kenne dich, mon coeur. Auch wenn wir miteinander geschlafen haben und dies sehr annehmbar..." Lucius grinste in die Dunkelheit und fing sich einen empörten, wenn auch leichten Schlag auf seine Brust ein.
"Annehmbar?? Das war wohl mehr als annehmbar. Es war atemberaubend, geil, hemmungslos, heiss...", zählte sie vorwurfsvoll an ihren Fingern ab und er war zufrieden, dass sie es so empfand. Genau das hatte er ja beabsichtigt.
"Also gut... Hemmungslos, erotisch... was weiss ich... Jedenfalls war es nicht schlecht, aber trotzdem bleibt da etwas zwischen uns, was du klären möchtest. Habe ich Recht?"
TBC
