Der Wasserhahn tropfte. Das stetige Geräusch hatte eine ungewöhnlich beruhigende Wirkung auf Draco, der mit mutlosem Gesichtsausdruck im Bad stand und sich im Spiegel betrachtete.

Er hätte Black am liebsten schon wieder geküsst. Seine Lippen waren heute Morgen noch geschwollen von der wilden Zärtlichkeit gewesen, die sie ausgetauscht hatten, es gab also keine Chance, es zu bestreiten. Und Black küsste so verdammt gut. Draco fühlte sich jedes Mal, als würde sein Blut in Flammen stehen. Merlin, am liebsten würde er Potters Paten mit Haut und Haar verschlingen. Womit er aber wieder beim Thema wäre. Potter. Nicht nur, dass er dazwischen geplatzt war und Black daran gehindert hatte, was auch immer mit ihm zu tun, nein – sein Blick hatte nichts Gutes versprochen. Was auch immer sein ehemaliger Schulfreund plante, er musste vorsichtig sein. Dass Potter vor Unverzeihlichen nicht mehr zurückschreckte, war ja bereits zu sehen gewesen.

Draco seufzte leise und fuhr mit einer andächtigen Bewegung die Konturen seines Gesichts nach. In den letzten Tagen war sämtliche Ästhetik aus seinen Zügen verschwunden. Spätestens nach Moodys Cruciatus wirkten seine Wangen eher eingefallen und bleich, als anmutig dünn und blass. Außerdem musste er diese Andeutung von Augenringen los werden, denn das stand ihm wirklich nicht gut zu Gesicht. Vielleicht...

„Du!"

Die Badezimmertür wurde aufgerissen und schwang mit einem lauten Krachen gegen die Wand. Erschrocken wirbelte Draco herum. Sirius stand mit vor Wut verzerrten Zügen im Türrahmen. Noch bevor der Blonde dazu kam, nachzufragen, polterte der Ältere los: „Du mieses, kleines Frettchen. Warum habe ich Harry nicht gleich geglaubt? Du bist genau so verlogen wie der Rest deiner Sippe, nichts mehr als eine dreckige Ratte."

Draco starrte Sirius mit offenem Mund an und wollte gerade etwas einwenden, als ihn Sirius wieder nicht zu Wort kommen ließ.

„Mir hätte es schon klar sein müssen, als du angefangen hast mich anzumachen. Hast geglaubt, ein bisschen Hurerei rettet dich vor Askaban? Merlin, wenn ich gewusst hätte..."
Nun war es an Draco rot anzulaufen. Obwohl er sich eindeutig in der schwächeren Position befand, wollte er das nicht auf sich sitzen lassen. „Sag mal, Black, tickst du eigentlich noch ganz sauber?", blaffte der Blonde noch eine Spur lauter als sein Gegenüber. „Wer hat denn hier wen angemacht? Ich sicherlich nicht dich, du Schwuchtel! Was ist denn überhaupt los, bitte schön? Hat dich was gestochen?"

„Du..." Sirius machte einen beängstigenden Satz auf Draco zu und stieß diesem mit voller Wucht gegen die Schulter. Der Jüngere taumelte rückwärts und ruderte lächerlicherweise mit den Armen, um sich abzufangen. „Ich sollte dir den süßen, weißen Hals umdrehen", knurrte Sirius. „Jeden einzelnen Knochen sollte ich dir brechen. Während wir hier rummachen, planen deine Kumpels da draußen einen Überfall auf das Ministerium. Trotzdem besitzt du die Frechheit mir zu erzählen, du wüsstest nichts." Sein Tonfall war gegen Ende hin so offenkundig gefährlich geworden, dass Draco Mühe hatte, ein Zittern zu unterdrücken. Er traute diesem Mann gerade ohne Weiteres zu, zum Mörder zu werden.

„Ich... Ich wusste wirklich nichts davon. Warum soll ich davon gewusst haben?" Dracos Stimme war nur noch ein erbärmliches Fiepen, über das er sich selbst ärgerte. Aber es stimmte. Er hörte zum ersten Mal von diesem Plan. Eigentlich konnte er nicht glauben, dass ein Kriegszug in dieser Größenordnung so lange geheim gehalten worden war.

„Natürlich wusstest du davon, du Lügner", polterte Sirius wieder los und plötzlich fand sich Draco gegen die Wand gepresst wieder. „Wie sonst hättest du Harry gestern Abend davon erzählen können? Im Vollsuff verliert man schon mal die Kontrolle über seine Zunge, was?" Black presste Dracos Handgelenke mit aller Gewalt gegen die Kacheln des Badezimmers, so dass dieser bereits vor Schmerz aufächzte. So wie es aussah, war Sirius nicht mehr weit davon entfernt, ihm eine reinzuhauen.

„Was redest du da, Black? Ich habe Potter gar nichts erzählt! Ich wusste nichts von diesem Überfall! Mein Gott, ich glaube selbst Vater wusste nichts davon... Er hätte alle Leute zusammengerufen... Das muss..."

Draco spürte, wie Black erstarrte und runzelte die Stirn. Der Blick seines Gegenübers war fest auf Dracos linken Unterarm gerichtet, wo der Ärmel des Hemdes nach unten gerutscht war und das Zeichen preisgab, das seine Anhängerschaft zum Dunklen Lord bekundete.

„In dieser Nacht..." Sirius Stimme war plötzlich, von einer Sekunde auf die andere, zu einem Flüstern geworden. „Es war niemand hier... Auch heute Morgen nicht... Es hätte doch jemand..."

„Ganz genau, Black. Es hätten doch auch hier Vorbereitungen für das Verhindern dieses Angriffs getroffen werden müssen", schaltete sich Draco verzweifelt ein, auch wenn Black mehr mit sich selbst zu reden schien.

Dennoch hob der Ältere nun den Blick und suchte Dracos Augen. „Du meinst... Warum sollte Harry mich anlügen?"

„Was weiß ich", stieß Draco hervor. „Aber ich schwör dir, Black, ich wusste nichts davon."

Einen Moment ließ der Druck auf seine Handgelenke nach, doch noch bevor Draco erleichtert ausatmen konnte, presste ihn Sirius wieder gegen die Wand – diesmal mit dem ganzen Körper.

„Scheiße, scheiße, scheiße!" Draco spürte die Erschütterung, als Black begann, mit seiner Faust auf die Wand einzuschlagen. Vorsichtig löste der Blonde sein eigenes Handgelenk und legte dem Schwarzhaarigen die Hand auf den Unterarm.

„Hey", meinte er leise. Black verharrte anscheinend überrascht. Dann gruben sich seine Hände schlagartig in Dracos Haar und sein Mund nahm Dracos Lippen in Besitz. Dem Blonden wurden diese plötzlichen Stimmungswechsel langsam etwas unheimlich, obwohl Blacks Zunge diesen Gedanken sogleich fortschwemmte. Und irgendwie nichts außer warmer Leere zurück ließ.

Völlig überrumpelt öffnete Draco seinen Mund und ließ sich auf das Zungenspiel ein, das Black rücksichtslos forderte. Er spürte, wie sein Herz unnatürlich schnell zu schlagen begann. Es raste schon mehr oder weniger in seiner Brust. Ohne es zu wollen glitten seine Hände auf Blacks Rücken und wanderten dort ruhelos umher.

„Mach schon, Draco", flüsterte Black plötzlich, schon leicht außer Atem.

Im ersten Moment verstand Draco nicht, was Black meinte, doch als dieser sein Knie zwischen Dracos Beine schob, musste er schlucken.

Merlin, wenn der Kerl so weitermachte, dann... Draco atmete scharf ein. Blacks Oberschenkel rieb gerade an einer ganz bestimmten Stelle. Wie von selbst griff der Blonde nach dem Saum von Blacks Hemd und zog es aus der Hose, um mit den Händen über die erhitzte Haut des anderen zu fahren. Einige fahrige Bewegungen später, hatte es Draco geschafft, Sirius das Hemd trotz seiner zitternden Hände über den Kopf zu ziehen.

Black hingegen machte es sich eine Spur einfacher: Er riss einfach Dracos Hemd in zwei.

„Scheiße, was wird das, wenn's fertig ist...?"

„Himmlisch wird das...", meinte Sirius dunkel und im nächsten Moment spürte Draco einen Mund auf seiner rechten Brustwarze.

„Black..." Eine Hand glitt in Dracos Hose.

„Black!"

Oh, Merlin. Besagter begann genüsslich an Dracos Brustwarze zu saugen und ließ seine Hand in dessen Boxershorts verschwinden. Als Sirius' warme Finger Dracos Glied umschlossen, bäumte sich der Blonde auf.

„Black, ... ich..."

Sirius beachtete ihn gar nicht, sondern zog ihn in einen stürmischen Kuss. Draco fühlte, wie er unaufhaltsam auf etwas Großes, Helles zuraste und sich alles in ihm in einem Punkt konzentrierte. Er wollte, dass Sirius aufhörte und hoffte gleichzeitig, dass er weitermachen würde. Black hingegen kam gar nicht auf die Idee aufzuhören.

Als Draco jedoch mit einem unterdrückten Schrei in seiner Hand zum Höhepunkt kam, hielt Black inne.

„Das ging aber schnell", meinte er und hob eine Augenbraue.

Draco wurde feuerrot und starrte auf die gegenüberliegende Wand.

„Nicht besonders viel Ausdauer, Draco-Baby? Na, macht nichts. Das kriegen wir schon hin. Ist wie bei den Jungfrauen..."

Als Draco bei diesen Worten noch eine Spur roter wurde, stieß Black zischend die Luft aus.

„Unser guter Draco ist noch Jungfrau?"

„Problem damit, Black?" Draco sah aus, als wäre er kopfüber in einen Farbtopf gefallen. Fuck. Er war gerade eben, wie ein Zwölfjähriger, in Blacks Hand gekommen.

„Nein...", meinte Sirius gedehnt. „Im Gegenteil. Damit macht das weitermachen umso mehr Spaß."

„Weitermachen?", quietschte Draco.

„Glaubst du denn, du kannst mich jetzt einfach hier stehen lassen? Fühl mal...", meinte Sirius belustigt.

Er nahm Dracos Hand und legte sie zwischen seine Beine. Erschrocken wollte Draco seine Hand wieder wegziehen, aber das ließ Black nicht zu. Stattdessen drückte er sich wieder an Draco.

„Wir haben alle Zeit der Welt...", murmelte er. Er war so hart, wie seit seiner Zeit vor Askaban nicht mehr.

„Ich... kann das nicht Black."

„Ich bring's dir bei...", meinte Sirius nur und stöhnte in den Kuss. „Beweg deine Hand."

Verzweifelt blinzelnd stand Draco da, die Hand zwischen Blacks Beinen. Dieser wartete darauf, dass der Blonde seinen Befehl befolgte und beobachtete ihn dabei aus halbgeschlossenen Augen. Draco begann Sirius zögerlich durch die Hose hindurch zu streicheln. Seufzend griff der Schwarzhaarige zwischen die aneinander gepressten Körper und öffnete seine Hose, das gleiche tat er bei Draco, ehe er den Stoff zu Boden fallen ließ.

„Du hast tolle Beine", schnurrte Sirius und packte Dracos Oberschenkel, knapp unter dem Po.

„Ich bin doch keine Frau", beschwerte sich Draco, während er zusah, wie Sirius seine Hose zur Seite kickte und den Blonden dann kurzerhand hochhob. Draco blieb nichts anderes übrig, als seine Beine um die Hüften des Älteren zu schlingen. Dafür, dass Sirius eine angeblich so Kräfte zehrende Zeit in Askaban verbracht hatte, hatte er einen gestählten und perfektionierten Körper.

„Trotzdem. Tolle Beine", nuschelte Sirius, nachdem er seinen Kopf in der Halsbeuge des einstigen Slytherins vergraben hatte. Er begann die Haut des blassen Halsansatzes hingebungsvoll zu küssen, wobei er ein unverständliches „Das gibt wunderbare Knutschflecken" murmelte. Aufgrund seiner Position bekam er Dracos entsetzten Blick bei diesen Worten nicht mit.

Gerade als der Blonde darüber nachsann, ob seine Beteiligung bei dieser mittleren Katastrophe eigentlich nötig war, so übereifrig wie sich Black verhielt, trug dieser ihn in das Nebenzimmer.

„Man sollte sein erstes Mal immer auf einem Bett haben", kam es weise von Sirius.

Draco wurde etwas mulmig, als er realisierte, was er hier im Begriff war zu tun. Auch Sirius schien sein kurzes Zögern aufgefallen zu sein, denn er hielt, überraschenderweise, inne.

„Ich kenne mich aus", erklärte er, als er Draco auf das Laken legte.

Der Jüngere zweifelte zwar daran, dass das ein Trost war, schwieg aber. Erst als Sirius weiterhin untätig am Bettende stand und ihn musterte, ließ er wie nebenbei fallen: „Man hat mir erzählt, dass es weh tut."

Rau lachend ließ sich Black nach vorn fallen und stützte seine Hände neben Dracos Kopf ab, wobei diesem einige Strähnen des schwarzen Haares über die Stirn glitten.

„Also mir tut es nicht weh, dir schon", erklärte Sirius grinsend, wurde aber sofort wieder ernst. „Ich werde vorsichtig sein. Du wirst auch deinen Spaß haben, glaub mir."

Noch bevor sich Draco darüber wundern konnte, dass Black wirklich vernünftig sein konnte, wanderten dessen Hände über seinen Oberkörper nach unten, zum Bund seiner Shorts hin. Prinzipiell – das wusste Draco – hatte er das ohnehin alles schon mal gesehen. Trotzdem…

„Deine zuerst."

Irritiert stoppte der Angesprochene und blickte auf den blonden Jungen. Draco, dem das Ganze langsam zu kompliziert wurde, griff todesmutig nach dem Bund von Sirius' Boxershorts und zog sie herunter.

Lasziv grinsend kniete sich Sirius hin.

„Ja, schön, ich weiß…", bemerkte er feixend, als er Dracos Blick folgte, der wie festgeklebt auf seinem voll erigierten Penis hing.

„Ich… ich glaube, das passt nicht…", krächzte Draco mit handtellergroßen Augen.

„Oh, das passt. Du weißt gar nicht, was alles möglich ist." Damit zupfte Sirius spielerisch am Bund von Dracos Shorts, zog diese aber erst herunter, als er sich wieder über den Blonden gebeugt hatte und an dessen Unterlippe zu saugen begann.

Als Draco spürte, wie sich ihre nackten Glieder das erste Mal berührten, war er kurz davor schon wieder zu kommen. Nur eiserne Willenskraft und Sirius Voraussicht hielten ihn davon ab. Dieser wollte gerade ein Kissen näher ziehen, als Draco ihn an den Schultern packte und herumdrehte.

„Was wird das denn?", fragte Sirius skeptisch.

„Klappe halten, Black", kam es von Draco, der seinen eigenen Mut bewunderte. Diesmal war es Sirius, der nicht dazu kam, Draco darauf hinzuweisen, dass er tatsächlich auch einen Vornamen besaß. Stattdessen schnappte er nach Luft, als Draco seinen Bauch küsste und dabei weiter nach unten wanderte.

Der Schwarzhaarige legte den Kopf in den Nacken und presste die Augen fest zusammen. „Hast du nicht… gesagt, du hättest das noch nie gemacht?", stieß er aus.

„Hab' ich nicht. Aber ich bin doch nicht blöd, Black." Draco verharrte kurz, als er zwischen Blacks Beinen angelangt war, dann begann er scheu dessen Eichel zu küssen.

„Merlin… Zu diesem Punkt wollte ich erst später kommen", keuchte Sirius, als Draco sein Glied in den Mund nahm und scheinbar experimentierend daran leckte und saugte.

Nun war es an Sirius, der Mühe hatte sich zu beherrschen, was Draco deutlich spürte, als er gezwungen war, diesen an den Hüften aufs Bett zu drücken. Er schloss die Lippen immer wieder um Sirius, streichelte dabei die Innenseite seiner Oberschenkel und hoffte, dass das was er tat, nicht nur in der Theorie Erfolg versprechend war.

„Schluss jetzt", keuchte Sirius irgendwann und drückte Draco weg. „Knie dich hin."

Etwas blass um die Nase tat Draco, wie ihm befohlen. Doch Sirius machte keine Anstalten um ihn herumzugehen und blieb stattdessen vor ihm sitzen. Seine Hand schloss sich um Dracos nach Aufmerksamkeit lechzendes Glied.

„So, jetzt probieren wir das Ganze noch mal, Kleiner…", flüsterte Sirius gegen Dracos Lippen und rieb ihn langsam. Draco krallte seine Finger in die Schulterblätter des anderen und bekam kaum mit, wie eine Hand seinen Rücken hinunter wanderte. Erst als ein Finger seinen hinteren Eingang umspielte, begriff Draco. Und verspannte sich augenblicklich. Sirius vertiefte ihren Kuss geduldig und wartete, bis der Blonde ihm abgelenkt genug erschien, ehe er wieder begann dessen Loch sanft zu massieren.

„Gleitgel?", murmelte Draco.

„Brauchen wir nicht."

„Black…"

„Pscht."

Dracos Fingernägel gruben sich tiefer in Sirius' Haut, als dessen Finger vorsichtig in ihn eindrang. Der Schmerz war nur ein kurzes Brennen gewesen, ehe er von einem ungewohnten Gefühl zur Seite gedrängt wurde. Sirius Zunge erkundete weiterhin seine Mundhöhle, so dass Draco kaum mitbekam, wie ein zweiter Finger in ihn eindrang.

Er spürte, wie sich Sirius Finger in ihm bewegten, wie in ihm das Verlangen Form annahm, sich diesem Druck entgegenzustellen.

„Fackel nicht so lange, Black…", stieß Draco schließlich aus. Sirius runzelte überrascht die Stirn, krabbelte aber um ihn herum und packte ihn fest an der Hüfte. Seinen Kopf legte er auf Dracos Schulter und eine seiner Hände umfasste dessen Glied.

„Mh… Ich mache es ein Bisschen schneller, ja? Zweimal Stoßen und der Schmerz ist vorbei", meinte er und Draco spürte, wie seine Mundwinkel zuckten. Kerzengerade verharrte Draco, doch Sirius tat nichts.

„Black?"

„Entspann dich, Draco-Baby…", flüsterte Besagter und begann den Blonden zu streicheln. „Jetzt", kam es plötzlich von ihm, und Draco spürte wie er in ihn eindrang. Mit einem leisen Wimmern packte Draco nach der Hand, die seine Hüfte festhielt. Er spürte seine Augen feucht werden. Scheiße, das tat mehr als nur ein Bisschen weh. Er fühlte sich als würde er jeden Moment zerreißen und schnappte nach Luft.

„Alles okay?", flüsterte Sirius an seinem Ohr. Draco schüttelte hastig den Kopf. „Einmal noch, Kleiner. Es ist nur beim ersten Mal so schlimm…" Draco schüttelte erneut den Kopf.

„Doch… Atme tief ein und halt ruhig." Ohne darauf zu warten, dass Draco ein weiteres Mal den Kopf schütteln würde, brachte sich Sirius mit einem bestimmenden Stoß ganz in ihn.

Draco schrie leise auf und versuchte, von Black wegzukommen. Dieser jedoch hielt ihn fest und rieb seinen Penis.

„Gleich vorbei, gleich vorbei…" Sirius hauchte ihm Küsse auf den Nacken, während er darauf wartete, dass Draco sich beruhigte. Dieser jedoch konnte momentan an nichts anderes denken, als den tobenden Schmerz, den er verspürte, als Sirius ihn so erbarmungslos geweitet hatte. Wie er dabei Spaß empfinden sollte, war ihm schleierhaft.

Er wollte gerade einen weiteren Versuch machen, Sirius zu entkommen, als eben dieser erneut sanft in ihn stieß. Wieder japste Draco auf, doch diesmal nicht aus Schmerz, sondern weil er das Gefühl hatte, Sterne zu sehen.

„Was bei…"

Sirius schwieg und wiederholte diese Bewegung, wobei auf Dracos Gesicht ein Ausdruck puren Entzückens erschien, mit jedem Mal, wenn Sirius seinen Lustpunkt traf. Er drängte sich dem Anderen entgegen, den vorigen Schmerz schon wieder vollkommen vergessend und stöhnte dunkel auf.

Sirius nahm das als Zeichen seine Bemühungen intensivieren zu können und stieß heftiger in ihn. Draco musste sich mit beiden Händen auf dem Bett abstützen, um der Wucht seiner Bewegungen entgegensetzen zu können. Merlin. Hatte Black irgendeine Ahnung, wie sexy er stöhnte? Scheinbar nicht, denn allein dieser Laut trieb den Blonden fast in den Wahnsinn. Immer schneller stieß Sirius nach vorn und vergaß dabei nicht, Dracos Glied zu massieren. Solange bis Draco glaubte, er würde einfach sterben, wenn er nicht innerhalb der nächsten Minute kam. Er vergaß alles, was ihn in den letzten Tagen gequält hatte. Potter, Voldemort, Askaban… Alles nur noch graue Schemen, die im Meer der Lust ihre Form verloren und ertranken. Er fühlte sich lebendig.

Genau als dieser Gedanke durch Dracos wirren Geist zog, kam Sirius in ihm. Dieses Gefühl, das besser war als alles was er sich jemals erträumt hatte, brachte auch ihn über die Klippe. Mit einem heiseren Aufschrei entlud sich Draco über die Hand des Schwarzhaarigen.

Am ganzen Körper zitternd sackte Draco auf dem Bett zusammen und bemerkte, dass es auch Sirius nicht besser ging. Wie erschlagen lag der Blonde auf dem verschwitzten Laken und starrte an die Decke. Er hatte es gerade mit Sirius Black getrieben. Nachdem er Angst gehabt hatte, dass dieser ihn einfach umbringen würde, war er eben mal schnell mit ihm in die Kiste gesprungen. Scheiße! Er hatte es mit einem Mann getrieben!

„Du machst tolle Geräusche beim Sex…", murmelte Sirius in diesem Moment. Draco sprang auf, heulte leise auf als er des Schmerzes beim Gehen gewahr wurde, ließ sich aber nicht daran hindern, auf das Bad zuzustürmen.

Hinter sich hörte er Black seinen Namen rufen.

„Draco? Hallo? Was ist denn los?" Das Bett quietschte, als Sirius sich erhob, doch Draco schmiss die Badezimmertür hinter sich zu und verriegelte sie.

Fuck, Fuck, Fuck. Er hatte mit einem Mann geschlafen. Und es hatte ihm gefallen. Und er wollte es wieder tun. Immer wieder. Solange bis er jeden Zentimeter von Blacks Körper kannte.

„Fuck!", brüllte Draco laut und imitierte unbewusst Sirius, indem er mit der Faust gegen die Wand schlug.