Aufzuwachen, dabei nicht nur die Wärme der Decke, sondern die eines anderen Körpers spürend, musste eine fast erschreckende Erfahrung für Draco Malfoy sein. Jedenfalls ließ sich das aus seinen erschrocken geweiteten Augen lesen… Allerdings reagierte er nicht so, wie Sirius selbst es getan hatte, und lief einfach weg. Die schmalen Lippen formten Worte, die Sirius sich nicht einmal ansatzweise denken konnte. Ein Ass im Lippenlesen war er nie gewesen. Er ließ Draco einfach einen Moment Zeit, damit er wach werden konnte oder sich wieder in die um ihn geschlossenen, starken Arme kuscheln konnte.
Es war noch stockfinster draußen, was sich heute wohl auch kaum ändern würde. Der Regen prasselte heftig auf die Straßen Londons und gab der gesamten Atmosphäre einfach noch etwas Besonderes. Das Zimmer war immer noch kalt, aber Dracos Körper warm und Sirius gab und nahm Wärme in gleichen Teilen. Hauptsache, er konnte sich ebenfalls etwas an den Jüngeren schmiegen.
Draco schloss die Augen wieder, als Sirius ihm mit den Fingerspitzen über die Schläfe und das Jochbein fuhr, wo er die Hand schließlich auf der weichen Wange ablegte. Das leichte Lächeln, das Draco ab und an im Schlaf gezeigt hatte, war allerdings verschwunden…
„Konntest du einigermaßen schlafen?", flüsterte Sirius, damit Draco nicht erschreckte.
Langsam öffnete Draco die Augen wieder, rieb sich den Schlaf aus den Winkeln und vermied dann Sirius' Blick. „Mhm…"
Sirius drückte lächelnd seine Lippen gegen Dracos Stirn. „Gut…", raunte er und fuhr mit der Hand bedächtig durch das weißblonde Haar. „Du siehst niedlich aus, wenn du schläfst."
Wie Draco errötete spürte Sirius nur aufgrund der steigenden Hitze. „Man könnte meinen, du hättest eine Sehschwäche, Black", krächzte Draco. „Ich seh so beschissen aus…"
„Sirius." Er würde Draco solange korrigieren, bis der ihn nicht mehr Black nannte.
„Ändert nichts dran, das…"
Sirius schüttelte den Kopf und drückte Draco ein Stück weg, um ihn ansehen zu können. Verwirrt wurde er aus zwei grauen Augen angestarrt, die trotz der darunter liegenden, dunklen Ringe nicht mehr ganz so müde wirkten und außerdem… ein wunderbares Funkeln zeigten, welches Sirius sich hoffentlich nicht einfach einbildete, weil es ihm in den Kram passte. Noch einmal schüttelte Sirius langsam den Kopf und hielt dabei festen Blickkontakt mit Draco, dessen Mundwinkel sich kurz zu einem gerührten, leicht verlegenen Lächeln formten.
„Du spinnst… Sirius." Mmh, wie Musik in seinen Ohren. „Mir ist egal, wie ich aussehe… Sonst wär ich ja schwul. Bin ich nicht… Nur weil ich hier mit dir lieg, muss das nichts heißen…"
„Also… ich finde es sehr schön, dass du nicht schwul bist", grinste Sirius, während er die Finger über den blassen Hals wandern ließ, bis er den schnellen Pulsschlag ertasten konnte. „Dann gehört das alles… mir ganz allein." Prompt wurde aus blass knallrot und Sirius grinste breiter, hob den Blick und fixierte wieder Dracos Augen. „Es wäre zwar schlecht, wenn du nicht wenigstens eine minimale Schwäche für einen gutgebauten Männerkörper übrig hättest, aber wir reden ja auch von meinem. Da kann man nicht widerstehen."
„Eingebildet sind wir gar nicht, was?", schnaubte Draco, rührte sich zwar kein Stück, ließ den Blick aber nur zu gerne tiefer gleiten, bis die Decke ihm dazwischenkam.
„Falsche Bescheidenheit ist nicht gut fürs Ego. Irgendwie sowas…", sagte Sirius, kratzte sich kurz an der Schläfe und zuckte dann mit den Schultern.
„Ich…"
„Soll ich dich nochmal umarmen?", fragte Sirius schnell und biss sich offensichtlich gespannt auf die Unterlippe. „Ja? Ja? Bitte!"
Draco gluckste, während Sirius beobachtete, wie ihm noch mehr Blut in die Wangen schoss, die dadurch wieder eine wunderbare Wärme ausstrahlten. „Du bist ja peinlich… Ich wollte nur… Ich hab mich…" Sirius' Kuss schnitt Draco das Wort ab.
„Du bist allein…" Draco blinzelte etwas perplex. „Ich bin allein…", fuhr Sirius unberührt fort und strich den blonden Pony aus der hohen Stirn. „Dann… sind wir zusammen allein und… ändern den Status doch einfach mal."
„Bitte?"
Sirius verdrehte die Augen. „Okay, ich bin zu alt um Spielchen zu spielen", seufzte er. „Du sagtest, dass du bei mir bleiben willst. Für immer…"
Dracos Augen schwollen auf die Größe von Tennisbällen an. „Ich meinte nur…"
„Du bleibst bei mir", sagte Sirius in einem Ton der keinen Widerspruch zuließ. „Und bei mir darfst du so schwach sein, wie du willst."
„Du weißt doch nicht, wovon du redest. Wer macht denn hier immer auf starken Mann?", sagte Draco nüchtern.
Sirius schluckte leicht. „Draco-Baby… Bei dir…" Er kniff die Augen festzusammen. Es fiel ihm so schwer das zu sagen, überhaupt sich selbst gegenüber zu zugeben, aber es musste wohl sein. „Bei dir kann ich schwach sein", sagte er so schnell, dass er sich fast verhaspelte. „Ich… Es fiel mir so leicht, neulich…"
„Weshalb du auch weggelaufen bist…", flüsterte Draco, schaute Sirius direkt an und befeuchtete sich die verführerischen Lippen.
„Ich war durcheinander und hab mich geschämt", gab Sirius zu. Einen Moment fragte er sich, warum er so ehrlich mit diesem Jungen reden konnte. „Mein Kern scheint weicher zu sein, als Butter. Ich… brauche dich…"
Draco hob die Augenbrauen, starrte Sirius solange stumm an, bis der den Blick abwandte und konnte sich ein Lächeln dann nur schwer verkneifen. „Wozu bitte? Niemand braucht mich. Ich bin wertlos und entbehrlich. Das hast du gerade selbst gesagt."
Sich auf die Lippe beißend schüttelte Sirius langsam den Kopf. „Verstehst du nicht, warum?", fragte er leise und strich Draco durch das weiche Haar. Ratlos schaute der Jüngere ihn an und zuckte leicht mit den Schultern. „Ich will dich beschützen…Wenn du das nicht willst, dann sag es mir einfach und ich versuche Seidenschnabel vor Kreacher zu schützen."
Draco schnaubte. „Fast hätte ich dir das abgekauft, Black."
„Was?"
„Du machst doch immer nur irgendeinen dämlichen Scherz", fauchte Draco fast, atmete tief durch und schien mehr auf sich selbst sauer zu sein, weil er diese Wut hatte verbergen wollen. „Beschütz doch Potter."
„Okay, ganz ernsthaft", sagte Sirius und räusperte sich. „Die richtigen Momente, Draco, in denen du… so bewundernswert stark bist…"
„Ich bin nicht stark! Kapier's doch endlich mal, Black… Es ist, wie ihr alle sagt. Ich bin zu nichts nütze…", fuhr Draco Sirius richtig an. „Vater will mich ja nicht mal wieder haben! Keiner will…"
„Hast du mir überhaupt zugehört, Junge?", schnaubte Sirius und packte Draco an den Schultern, zog ihn dicht an sich. „Ich brauche dich."
Aufkeuchend presste Draco die Hände gegen Sirius' Brust und drehte den Kopf weg, als Sirius ihn küssen wollte. So trafen die weichen Lippen nur auf die unnatürlich warme Wange.
„Ich will dich." Sirius packte Draco fest am Hintern und presste ihn gegen sich, ließ den Jüngeren seine Erregung spüren.
„Gelüste, Black. Mehr ist das nicht…", presste Draco hervor, wurde mit jeder Sekunde röter und dachte wohl, er könnte verbergen, dass es ihm genauso wie Sirius ging, indem er einfach die Augen zusammenkniff. „Widerliche Gelüste. Das war wirklich nur ein Ausrutscher… I-Ich…" Er erschauderte, als Sirius die Lippen auf seinen Hals presste. „…wollte das nur mal ausprobieren."
„Mach dir doch selbst nichts vor, Draco", murmelte Sirius gegen die blasse Haut von Dracos Hals. „Du hast Angst. Ich versteh das wirklich, aber irgendwann musst du der Wahrheit ins Auge sehen." Langsam fuhr er mit der Zunge über die schnell pulsierende Halsschlagader und brachte sein Gesicht auf eine Höhe mit Dracos, ihre Lippen nur wenige Millimeter voneinander entfernt. „Du willst, dass ich das hier tue." Dieses Mal knöpfte Sirius Dracos Hemd auf, damit dass nicht schon wieder repariert werden musste. Der Blonde erzitterte unter den federleichten Berührungen von Sirius' Fingern, wehrte sich aber nicht, als ihm langsam das Hemd von den Schultern gestreift wurde. „Und du willst hierbleiben…"
„Der Orden wird…"
Sirius umfasste schnell Dracos Gesicht und küsste ihn wild, hatte solange darauf gewartet noch einmal Dracos Lippen und Zunge spüren zu dürfen. Die schmalen Hände auf seinem Rücken fühlten sich selbst durch sein Hemd heiß an und krallten sich jetzt auch noch mit genau der richtigen Stärke zwischen seinen Schulterblättern fest. Dracos Herz hämmerte gegen Sirius' Brust, als der Abstand zwischen ihnen weiterschrumpfte und jetzt gar nicht mehr vorhanden war.
Draco atmete schwer durch die Nase aus, als Sirius ihn auf den Rücken rollte, zerrte urplötzlich hastig an Sirius' Hemd und riss es dem Älteren schnell über den Kopf. Sirius knurrte auf, als er den Kuss unterbrechen musste und stürzte sich wieder auf Draco, dessen Lippen er hungrig verschloss. Ruckartig stieß er mit der Hüfte vor und stöhnte synchron mit Draco auf, der die Finger tief zwischen Sirius' Rippen grub. Wieder und wieder wiederholte er diese Bewegung, wurde jedesmal heftiger und nutzte, dass Draco seine Lippen von ihm löste, um kräftig nach Luft zu schnappen, als hätte er nur noch diese Gelegenheit.
„Hose…", keuchte Draco, wollte die Hände an Sirius' Hosenbund nach vorne fahren lassen, aber Sirius machte keine Anstalten mit seinen Bewegungen innezuhalten, worauf der ehemalige Slytherin das Gesicht in dessen Halsbeuge vergrub um sein Stöhnen zu dämpfen, das jetzt jedesmal dumpf wiederhallte, wenn Sirius' Erregung Dracos traf.
„Nein… Ich… gleich…" Einmal kurz leckte Sirius über Dracos Halsansatz, schmeckte den leichten Schweißfilm und wusste, dass im Moment nichts wichtiger war, als der sich vor Verlangen krümmende Junge in seinen Armen.
„Bitte!", flehte Draco dumpf gegen Sirius' Nacken, brachte die kleinen Härchen dazu sich senkrecht aufzustellen und Sirius allein durch dieses Wort nah an den Höhepunkt. Der leicht zitternde Körper unter ihm konnte nicht wirklich das Bedürfnis verspüren, das jetzt zu unterbrechen, oder? Nein, sicher nicht.
Sirius stieß vollkommen kopflos gegen Draco, der nichts weiter tun konnte, als sich fest an den breiten Rücken zu krallen und den kommenden Orgasmus zu unterdrücken, aus Angst seine einzige Hose zu ruinieren. Sirius dagegen fühlte seinen Höhepunkt in leichten Wellen näherkommen, um sich dann regelrecht überrollt zu fühlen und vor Verlangen aufzuschreien.
Schwer atmend stützte er die Hände neben Dracos Kopf auf und stemmte sich hoch, sah einen Schweißtropfen direkt auf Dracos Stirn fallen und küsste ihn schnell weg. Dracos Augen waren fest zusammen gekniffen und er krallte sich immer noch schmerzhaft fest an Sirius' Seiten fest, presste die Lippen zusammen und versuchte das Zittern zu unterdrücken.
Sirius schluckte schwer. „Sorry…", murmelte er und setzte sich ruckartig auf. „Ich weiß nicht, was… Ich geh lieber." Kopfschüttelnd rutschte er an die Bettkante. Merlin, wie hatte er das nur zulassen können?! Anscheinend hatte er Draco gerade das Trauma seines Lebens verpasst.
„Sirius…", hauchte Draco und schaute den Älteren sehnsüchtig an, als der einen Blick über die Schulter warf. „Geh nicht. Lass mich nicht allein…"
Sirius' Gesichtszüge entkrampften sich und er rutschte nach vorne, griff Dracos Hand und küsste alle Fingerknöchel nacheinander. Der Regen rauschte und war eine ganze Weile das einzige Geräusch außer dem abgehackten Keuchen von Draco, der den Kopf auf das Kissen gelegt hatte und Sirius' Hand festumschloss.
„Ich weiß, was in dir steckt…", sagte Sirius, während er über die zitternde Hand strich. Nur wusste er nicht, ob vor Angst oder Erregung. „Du kannst den richtigen Weg gehen, auch wenn es der schwerere sein sollte. Wir…"
„Black, red nicht so viel!", keuchte Draco angestrengt und drückte Sirius' Hand fest. „Ma-Mach was…"
Sirius hob eine Augenbraue und richtete den Blick auf Dracos sich spannende Hose. Oh, ups… „Was willst du, das ich mache?", fragte er und befeuchtete sich langsam die Lippen.
Leise seufzend schloss Draco die Augen, als Sirius' Finger federleicht sein Brustbein entlangfuhren. „Weiß nicht…"
Sirius gluckste. „Draco-Baby… Du enttäuschst mich. Nie irgendwelche Phantasien gehabt? Träume?" Sich auf die Lippe beißend schüttelte Draco langsam den Kopf, packte wieder Sirius' Hand, als der den Daumen in seinen Bauchnabel tauchen ließ und krallte sich zwischen den langen Fingern fest. „Du bist achtzehn."
„Nein, wirklich?", entfuhr es Draco mit purem Sarkasmus, gefolgt von einem Sirius den Atem raubenden Seufzer. Merlin, so ein Ton sollte verboten werden… „Sirius…" Draco scharrte nervös mit den Füßen, konnte kaum ruhig liegen bleiben, sich der Härte in seiner Hose schmerzhaft bewusst und wohl kurz davor selbst Hand anzulegen. Ihn weiter zu quälen war wirklich nicht nett, aber Sirius konnte kaum widerstehen…
„Du willst nicht wissen, was ich neulich geträumt habe…", raunte Sirius heiser, hatte aber sofort Dracos gesamte Aufmerksamkeit. Erwartungsvoll und mit geröteten Wangen schaute er zu Sirius hoch und wartete wohl auf eine Erläuterung der Alpträume. „Nicht das, Prinzesschen…", wisperte Sirius, schwer verständlich über den prasselnden Regen. „Von dir… und mir." Quälend langsam schob er seine Hand auf Dracos Hosenbund zu. „Nur waren wir in meinem Bett…"
„Dann… erzähl du… doch…", keuchte Draco. Er löste seine Hand von Sirius' und krallte sich mit beiden an dem Bettlaken fest, als der Schwarzhaarige ihm die Hose mitsamt Unterwäsche abstreifte.
„Nein, nein… Sag mir, was du wolltest, wenn du mich angesehen hast…", säuselte Sirius, fing Dracos Blick auf, als er dessen Kleidung nach hinten warf und pustete sich, hoffentlich, lässig die Haare aus der Stirn. Die Arme vor der Brust verschränkend und lasziv grinsend rutschte Sirius nach vorne. „Sowas?" Sirius beugte sich herunter, spreizte Dracos Beine und öffnete den Mund, pustete aber nur einmal kurz, anstatt Dracos Erregung zu erlösen. Ein Wimmern entfuhr dem ehemaligen Slytherin und er hob reflexartig ein Bein auf Sirius' Schulter.
„Oh, aha…" Sirius umklammerte Dracos Oberschenkel und küsste sich an der Innenseite entlang. Dracos Haut brannte spürbar vor Erregung. „Wir Ihr wünscht, meine Prinzessin."
„I-Ich… Black?!" Draco wollte sich auf den Ellenbogen hochstemmen, aber Sirius hob sich sein anderes Bein auch noch auf die Schulter und rollte ihn kurzerhand zurück auf den Rücken. „Fuck!", quiekte er mit weitaufgerissenen Augen, als Sirius einmal scharf und schnell über seinen Eingang leckte.
„Exakt…", gluckste Sirius, sich durchaus bewusst, das Draco davon allein schon fast gekommen wäre.
„Hast du gerade…"
„Definitiv." Sanft massierte Sirius Dracos Oberschenkel, bevor er Draco eine Wiederholung schenkte, für die er sogar ein abgehacktes Keuchen zurück bekam. „Und nun?"
„Äh…" Draco wollte sicher nicht, dass das so schnell vorbei sein würde. „Hör… einfach nicht auf…"
Eher unbewusst hob Draco seine Hüften an um Sirius mehr Spielraum zu geben, den der auch sofort nutzte. Sirius küsste den Muskel erst nur oberflächlich, strich unregelmäßig stärker mit Lippen und Zunge darüber, worauf Draco ein gänsehautverursachendes Stöhnen entwich, das Sirius sich fest an den angespannten Beinen festklammern ließ. Unkontrolliert scharrte Draco mit den Fersen über Sirius' Rücken und krallte sich so fest er konnte am Laken fest. Er schnappte nach Luft, als Sirius mit der Zunge in ihn eindrang.
Einen Moment hielt er inne damit Draco sich annähernd an das neue Gefühl gewöhnen konnte, bevor er so tief vorstieß, wie es ihm möglich war. Draco stöhnte ergeben auf, zerrte solange am Laken, bis es sich von der Matratze löste und knüllte es dann zwischen den Fingern. Der Druck von Dracos Füßen, die der jetzt ganz auf Sirius' Schultern abstemmte, wurde dem Älteren sogar fast zu stark, als er die Prostata des Jungen erreichte und Draco dadurch eine Welle von Vergnügen bescherte, die der kaum auszuhalten schien.
Mit einem lauten Stöhnen, tief in seiner Kehle, erreichte Draco seinen Höhepunkt und knallte den Kopf einfach schwer atmend auf das Kissen. Vollkommen entspannt und leicht lächelnd schloss er die Augen, während Sirius seine Lippen wieder über Dracos Oberschenkel fahren ließ, bevor er ein Bein nach dem anderen wieder von sich runter hievte.
„Draco-Baby?" Die Fingerspitzen nacheinander über Dracos Bauch tippen lassend lehnte Sirius sich vor und stemmte die Hände neben Dracos Kopf auf. „Du schmeckst wunderbar. Probier mal…" Leicht erschöpft und abwesend bekam Draco gar nicht so richtig mit, was Sirius sagte, ließ sich einfach kurz küssen und wollte Sirius' Zunge gar nicht mehr weglassen.
Breit grinsend ließ Sirius sich eine Weile anstarren, bevor Draco die Hände ausstreckte und zaghaft über die muskulöse Brust streichelte.
„Was… war das?", fragte er heiser, schob eine Hand in Sirius' Nacken, als der sich vorbeugte und Draco noch einen Kuss auf die Stirn gab.
„Schön war's, oder?", murmelte Sirius zwischen den Küssen, die er auf Dracos Schläfe verteilte. „Läufst du mir wieder weg?"
Es dauerte eine Weile bis Draco den Kopf schüttelte und mit Sirius' Haaren zu spielen begann. „Ich… weiß auch… nicht…"
Sirius hielt in seiner Liebkosung inne und suchte Dracos Blick. „Bisschen verlegen sein darfst du gerne. Ganz normal."
Dracos Knie drückten fest gegen Sirius' Seiten, als er die Beine anwinkelte. „Das ist nicht normal. Wir sind… Männer und… sollten das nicht tun… Erst recht nicht wollen…", murmelte er, ließ die Finger aber keine Sekunde von Sirius' Oberkörper.
„Nee, nee. Niemand sagt Sirius Black was er wollen soll. Das hab ich denen da unten auch gerade gesagt."
„Hab ich gehört… Und ich weiß nicht, was ich davon halten soll." Nacheinander tippte Draco die Finger auf Sirius' Rippen, als würde er darauf Klavier spielen wollen.
„Was ihr jungen Dinger immer lauschen müsst." Als Draco keine Anstalten machte, ihm dabei zu helfen, schälte Sirius sich selbst aus seiner Hose, reinigte die kurz mit seinem Zauberstab und schmiss dann beides achtlos auf den Boden. „Und hat mich jemand umgebracht, weil ich Männer bevorzuge?"
„Da…rum geht's nicht…" Draco schien hin- und hergerissen, ob er jetzt einfach Arme und Beine um Sirius schlingen sollte oder seine Beine in die Hände nehmen und wegrennen sollte. Letztendlich tat er keines von beidem und beschränkte sich darauf, Sirius aus halbgeschlossenen Augen anzusehen.
„Man hat mich auch nicht umgebracht, weil ich dich bevorzuge", sagte Sirius ungewöhnlich ernst. Draco öffnete erstaunt den Mund, bekam aber keinen Ton heraus. „Obwohl Harry das vielleicht nochmal versucht. Aber hierfür nehm ich das gerne in Kauf."
„Ich denke… Also…" Draco kicherte unkontrolliert, als Sirius ihm einen kleinen Kuss auf die Nasenspitze gab. „Kann ich bleiben?"
Sirius hob eine Augenbraue, fuhr Draco durchs Haar und lächelte breit. „Ich dachte, das sei klar?", murmelte er.
Dracos Fingernägel gruben sich tief in Sirius' Rücken, als der sich zwischen seinen Beinen positionierte. „Sirius?"
„Hä?" Etwas ungeduldig begnügte Sirius sich damit Dracos Schulter zu küssen und das prickelnde Gefühl der weichen Fingerspitzen auf seiner Haut auszukosten.
„Nach gerade… Ich weiß nicht, ob…"
„Entspannen", hauchte Sirius ihm ins Ohr. „Entspann dich und es wird nicht einmal wehtun." Bewirkte anscheinend immer das Gegenteil, wenn man diesen Satz sagte. Draco kniff die Augen zusammen und wartete verkrampft auf den, in seiner Erinnerung noch so lebendigen, Schmerz. Okay, irgendwann würde Sirius es anders machen, zumindest nahm er sich das fest vor. Jetzt wollte er nur…
Draco stöhnte auf, als Sirius sich mit einem einzigen Stoß ganz in ihn brachte. Die Augenbrauen fest zusammen gezogen atmete er ruhig ein und aus, lächelte kurz und schlang die Beine um Sirius' Taille. Sich genießerisch über die Lippen leckend schloss Draco die Augen und seufzte leise, als Sirius sich zurückzog.
Dracos ganze Mimik nahm Sirius so ein, dass er seine ganze Umgebung völlig ausblendete. Der Regen trommelte nicht mehr gegen das Fenster, das Bett gab nicht mehr dieses nervtötende Quietschen von sich, wenn Sirius sich ruckartig bewegte und erst recht bekam er nicht mit, wie die Tür knarrend aufgeschoben wurde. Draco riss allerdings sofort die Augen auf, zog tiefe Striemen über Sirius' Rücken, als er den Kopf drehte und sich fast zu Tode erschreckte.
Sich neben Dracos Kopf hochstemmend und weiter in den jungen Körper stoßend schaute Sirius schwer atmend zur Tür. Dass er in so einen Augenblick dermaßen wütend werden konnte, hätte er nicht gedacht. Ganz so zornig wie sonst klang er aber auch wieder nicht.
„Kreacher, verdammt!", brüllte er über Dracos leises Wimmern hinweg, das sich kurz darauf in ein dunkles Stöhnen verwandelte. „Verschwinde! Hau ab! So… Sofort!" Keinen Blick mehr für den Hauself und erst Recht kein Ohr für dessen Beleidigungen hatte er noch übrig, vergrub die Hand in Dracos verschwitztem Haar und presste dessen Gesicht an seine Brust, wo Dracos abgehackter Atem den Schweißfilm auf seiner Haut trocknete.
Sirius gab sich keine Mühe leise zu sein, als er kam, schrie heiser auf und stieß weiter fast manisch in Draco, der zwar noch röter geworden war, als Kreacher gestört hatte, aber daran wohl keinen Gedanken mehr verschwendete, solange Sirius ihn mit auf dieser Welle reiten ließ.
Fest drückte Sirius seine Lippen auf Dracos und fing das Stöhnen mit dem Mund auf, fühlte es gegen seine Zunge vibrieren. Noch einmal stieß er heftig zu, dann bekam Sirius was er sich gewünscht hatte. Draco, so auf seinen Höhepunkt konzentriert, merkte wahrscheinlich gar nicht, wie schön er Sirius' Namen hauchte, seine Stimme leicht kratzig und stark beansprucht.
Schwer keuchend lehnte Sirius die Schläfe gegen Dracos verschwitzte Schulter und nahm dem mit seinem Gewicht die Möglichkeit wieder richtig zu Atem zu kommen. Draco störte das wenig. Langsam entknotete er seine Füße, die er auf Sirius' Steißbein abgelegt hatte und strich mit ihnen zaghaft über Sirius' Waden.
„Du hast tolle Beine…", raunte Draco und grinste breit, als Sirius ihn mit hochgezogenen Augenbrauen ansah.
„Mhm, ich weiß", gab Sirius zurück, rollte sich neben Draco und zog die Decke über sie drüber. Der Regen schlug weiter gegen das Fenster, lief in regelrechten Sturzbächen über das Glas und wusch das dadurch endlich mal richtig sauber. Eine Weile lauschte Sirius mit geschlossenen Augen, grinste nur, als er hörte, wie Draco sich umdrehte und eine Hand auf Sirius' sich schnell hebende Brust legte. Der Jüngere war sich wohl mehr als unsicher, ob er näherrutschen sollte und begnügte sich eine Weile damit seine Finger über Sirius' verschwitzte Haut fahren zu lassen. Gespannt wartete Sirius darauf, wann Draco sich mit der Hand unter die Decke trauen würde, schlug nach einer gefühlten Ewigkeit aber die Augen auf und drehte den Kopf um Draco anzusehen. Augenblicklich senkte der den Blick.
„Ich hab nachgedacht…", murmelte Draco, rutschte jetzt etwas näher und schaute Sirius erwartungsvoll an.
Grinsend drückte Sirius den ehemaligen Slytherin an seine Schulter und umklammerte ihn fest. „So?"
„Ich…" Zaghaft legte Draco einen Arm auf Sirius' Oberkörper und kuschelte sich an die Halsbeuge des Älteren. „Wie ist es auf der Flucht?"
Schnell hintereinander blinzelnd hob Sirius die Augenbrauen und lächelte dann vor sich hin. „Ich mochte es irgendwie…", murmelte er wahrheitsgetreu, nahm Dracos Hand und drückte einen Kuss auf die Fingerknöchel. „Besonders im Vergleich zu… dem Haus hier… Ich war in den Tropen. Wo es warm ist…"
Draco musste Sirius' Schlucken an seiner Schläfe gespürt haben, bewegte sich aber nicht.
„Ich würde das gerne wiederholen", sagte Sirius leise. „Einfach mal raus hier… Die Sonne auf der Haut spüren. Braun werden… Würde dir auch gut tun." Sanft strich er über das ziemlich durcheinandergekommene Haar.
„Ist das ein Angebot?" Sirius spürte, wie Dracos Lippen sich an seinem Hals zu einem Lächeln formten.
„Na, na, na… Soweit sind wir noch nicht", sagte Sirius, spürte wie Draco sich versteifte und verstärkte seinen Griff, damit der Junge jetzt nicht abhaute, weil er was in den falschen Hals gekriegt hatte. „Erst muss ich dir eine anonyme Eule schicken, fragen wen du magst und dir dann kichernd am Treppenabsatz auflauern. Nach einem positiven Ausgang sehen wir weiter…"
Draco räusperte sich, als sein heiseres Lachen ihm wohl nicht so gut gefiel, wie Sirius. „Wie würdest du es finden… wenn ich…" Tief durchatmend hob Draco den Kopf wieder und strich Sirius das Haar aus der Stirn. „Ich will euch helfen. Dem Orden." Sirius' Augen weiteten sich verblüfft. „So wie Severus es macht…"
„Draco-Baby…" Grinsend biss sich Sirius auf die Lippe, bevor er Draco an sich presste und wild küsste. „Oh, das ist phantastisch. Du bist phantastisch." Liebevoll strich Sirius über die warmen Wangen und seufzte zufrieden. „Ich wusste, was in dir steckt…"
Langsam fuhr Draco sich mit der Zunge über die Lippen. „Ich weiß aber nicht, ob ich…"
„Ah…" Sirius presste einen Finger auf Dracos Lippen. „Du wirst das toll machen und jeder wird froh über Verstärkung sein. Vor allem über so eine… Wir sagen es am besten gleich Dumbledore und dann…" Er küsste Dracos Stirn. „Dann verraten wir dir das Geheimnis… Du musst ja wiederkommen können."
Enthusiastisch warf Draco sich richtig auf Sirius und drückte ihn fest an sich. „Und ich dachte… Ach, auch egal…"
Sirius küsste Draco noch einmal kurz und rappelte sich hastig hoch. „Komm", verlangte er richtig und zog sich die Hose hoch.
Ziemlich perplex schaute Draco ihm dabei zu. „Jetzt?", fragte er verwirrt und seufzte enttäuscht, als Sirius nickte.
„Ich kann kaum erwarten, was sie sagen werden…" Völlig übermotiviert zog Sirius Draco aus dem Bett und benutzte seinen Zauberstab, damit der Junge etwas an hatte, obwohl Sirius nun wirklich nichts dagegen hatte, wenn jemand sich nackt an ihn drückte. Draco schien jedenfalls Gefallen daran gefunden zu haben.
„Dumbledore… schläft doch sicher noch…", murmelte Draco und ließ sich widerwillig von Sirius in den Flur schieben. „Alle schlafen noch und…" Abrupt stoppte Draco und wollte sich auch nicht weiterschieben lassen. Sirius lugte über die schmale Schulter und riss die Augen weit auf.
Unten in der Eingangshalle stand Lucius Malfoy, den Zauberstab erhoben und Kreacher hämisch grinsend daneben stehend.
