Nun war endlich der 24. Dezember und am Abend sollte die Weihnachtsparty bei Sasuke und Naruto losgehen. An diesem Morgen schliefen sie sich aus. Der Abend würde schließlich noch lang genug werden. Um kurz nach 11 Uhr beschlossen sie dann aber doch aufzustehen.

"Wir müssen noch das Essen vorbereiten und alles aufstellen." war Narutos Begründung.

Zwar ließ Sasuke seinen Freund nur mit Widerwillen aufstehen, doch er tat es. An diesem Tag sollte Naruto nicht auch noch wütend auf ihn werden. Und erst recht nicht bei dem Geschenk, dass der Blonde heute Abend bekommen sollte.

Nachdem sich beide aus dem Bett gequält hatten und es auch schafften sich anzuziehen wurden die Aufgaben verteilt. Sasuke musste die Tische und Stühle aus dem Keller holen und aufstellen. Danach musste er alle Tische und auch die Stühle von einer Staubschicht befreien. Währenddessen holte Naruto einige Tischdecken und legte sie auf den Fußboden. Sasuke musste dann auch noch die Decken auf den Tischen platzieren und die Tische festlich mit kleinen Accessoires verzieren. Naruto begann derweil mit dem Essen. Zuerst kochte er einige Gerichte. Einige von diesen wurden dann auf verschiedene Teller gelegt und hübsch angeordnet. Andere Gerichte verschwanden im Kühlschrank und würden erst zum Abend wieder aufgewärmt. Nachdem Sasuke fertig war kam er in die Küche und half Naruto.

"Das sieht ja super aus. Fast zu Schade zum essen."

Der Schwarzhaarige deutete auf die verzierte Teller mit den einzelnen Häppchen. Diese Häppchen stellte er in den Kühlschrank. Danach nahm er sich eine große Schale und füllte verschiede alkoholische Getränke in diese hinein. Schließlich kamen auch noch einige Früchte hinzu und dies verschwand ebenfalls in den Kühlschrank.

"Das passt nicht." meinte Sasuke.

Sein Freund wusste allerdings nicht was gemeint war und wandte sich zum Kühlschrank. Dort stand Sasuke mit der gewaltigen Schale in den Händen vor besagtem Kühlschrank und schaute hinein.

"Was passt nicht?"

"Die Bowle. Es ist kein Platz mehr im Kühlschrank."

"Dann musst du Platz schaffen."

"Gut. Dann esse ich einige leckere Häppchen weg. Die leeren Teller brauchen ja nicht im Kühlschrank stehen und ich habe genug Platz für die Bowle."

"Vergiss es!" antwortete der Uzumaki sofort und kam zum Kühlschrank.

Er nahm einige Keller heraus, stellte die im Kühlschrank verbliebenen etwas um, nahm dann die Schale und schob sie an den freien Platz im Kühlschrank. Danach räumte er die herausgenommenen Teller wieder ein. Und alles passte herein.

"Ich habe kein Talent für so etwas."

"Darum habe ich es auch gemacht. Du kannst mir helfen, wenn du mit allem fertig bist."

Und schon half Sasuke seinem Freund beim Kochen der Gerichte. Die Zeit verging wie im Fluge und schon war es 17:53 Uhr. In einigen Minuten würden die Gäste kommen. Das Essen wärmten sie auf dem Herd wieder etwas an und verschwanden dann im Schlafzimmer. Sie mussten sich noch umziehen. Als Naruto bereits seinen Pullover aus hatte, spürte er eine Hand seinen Rücken entlang nach oben gleiten. Einen heißen Atem spürte er im Nacken und schon spürte er die Lippen von Sasuke an seinem Hals.

"Was machst du da?"

"Wonach sieht es denn aus? Du bist so unwiderstehlich."

"Dafür haben wir keine Zeit! Unsere Gäste kommen gleich."

"Die können solange draußen warten."

"Aber es ist bitterkalt draußen!"

"Dann häng eben einen Zettel an die Haustür, dass sie reinkommen können und uns hier nicht stören dürfen."

"Auf keinen Fall! Und nun beherrsch dich endlich!" schubste Naruto Sasuke von sich weg.

Sofort zogen sie sich um und gingen die Treppe hinunter. Als sie unten ankamen klingelte es auch schon an der Tür. Beide öffneten sofort die Tür und begrüßten ihre Gäste.

"Nanu? Iruka und Kakashi? Ihr seid schon da? Wir hätten erst viel später mit euch gerechnet." schauten die beiden jungen Männer ihre Gäste an.

"Naja, heute habe ich Kakashi besonders gedrängt endlich fertig zu werden. Einmal möchte ich auch pünktlich irgendwo hin kommen." lächelte Iruka.

Den beiden wurde die Tür weiter geöffnet, sodass beide eintreten konnten. Sasuke und Naruto boten den beiden ersten Gästen etwas warmes zu Trinken an als es wieder läutete.

"Bitte entschuldigt uns. Ihr könnt euch nehmen, was ihr möchtet. Heißer Kakao steht in der Küche bereit." Schon verschwanden die beiden Gastgeber zur Tür und begrüßten die nächsten Gäste.

"Seit wann hast du mich gedrängt endlich fertig zu werden?" flüsterte Kakashi zu Iruka.

"Was hätte ich ihnen denn sagen sollen? Etwa, dass du mich gedrängt hast?"

"Warum nicht?"

"Du bist immer derjenige, der zu spät kommt. Wenn ich die Wahrheit erzählt hätte, dann hätten sie uns gefragt warum du so gedrängt hast."

"Und wenn schon."

"Hätte ich etwa sagen sollen: ´Wir waren neugierig ob ihr schon fertig seid oder ob ihr noch mit einander beschäftigt seid.´ Das geht doch wohl nicht! Dann hätten sie sofort Verdacht geschöpft!"

"Da hast du auch wieder recht, Iruka."

Dann gingen die beiden zu den anderen gerade eingetroffenen Gästen. Mit der Zeit kamen immer mehr und um kurz vor 19:00 Uhr waren alle anwesend. Also suchte Naruto sich einige heraus und bat diese ihm beim Abendessen zu helfen.

Es handelte sich bei den Helfern um Sakura, Hinata, Lee und Shino. Sakura half Naruto in der Küche beim erwärmen der Speisen. Hinata nahm Besteck und brachte diese ins große Wohnzimmer und legte sie auf einen der Tische. Lee balancierte die Teller bis zum Tisch und Shino kam mit Gläsern. Die drei holten aus der Küche noch kalte Getränke und stellten diese ebenfalls auf den selben Tisch im Wohnzimmer. Danach gingen sie wieder in die Küche und holten die bereits fertigen Häppchen aus den Kühlschrank. Und auch die Bowle folgte den garnierten Teller auf die Tische im Wohnzimmer. Kurze Zeit später kamen auch schon Naruto und Sakura. Beide hatten einen recht großen Kessel in den Händen. Diese wurden neben den anderen Gerichten platziert.

"Darf ich für einen Moment um eure Aufmerksamkeit bitten." redete Naruto laut. "Das Abendessen ist nun serviert. Wir wünschen euch guten Appetit."

Dann stürmten alle sofort zum hergerichteten Buffet und stopften sich mit den Köstlichkeiten voll. Eine ganze Weile verging und der Ansturm auf das Buffet legte sich wieder. Es war noch von allem reichlich da und so nahmen sich nun auch die Gastgeber etwas zu Essen. Während des Abendessens redeten die Gäste in kleineren Gruppen miteinander. Immer wieder gingen die Leute vereinzelt zu den Tischen und holten sich Nachschlag oder nahmen sich die einzelnen Häppchen.

Nachdem alle satt waren wurden die Teller und das Besteck auf einen Tisch gestellt und Naruto nahm mit Sasuke diese in die Küche. Dort mussten sie noch bis zum nächsten Tag stehen bleiben, bevor sie abgewaschen wurden. Auf den folgenden Moment hatten alle bereits gewartet. Nun war es an der Zeit die Geschenke zu verteilen. Seitdem die Gäste kamen wuchs der Geschenkeberg unter dem Baum immer mehr. Alle Gäste hatten für die jeweils anderen ein Geschenk mitgebracht und nun sollten sie endlich verteilt werden.

"Nun wollen wir die Weihnachtsgeschenke verteilen. Bitte kommt etwas näher." rief Naruto in den Raum.

Und schon folgten sie der Bitte. Jedem war klar, dass sich die Verteilung nur umso mehr verzögern würde, wenn nicht alle nah eng wären. Sonst würde nämlich nicht angefangen werden. In jedem Jahr, so auch dieses, gebührte die Verteilung der Geschenke Sasuke. Er nannten den oder die Namen der Beschenkten und danach den des Geschenkespenders. Der genannte Empfänger ging dann nach vorne und nahm das jeweilige Geschenk in Empfang.

Es dauerte eine ganze Weile bis endlich alle Geschenke zu jedem zugeordnet waren. Letztlich blieb nur eine kleine Schachtel übrig. Kakashi nahm diese und las vor: "Für Naruto… von Sasuke"

Naruto ging zu Kakashi und nahm die Schachtel an sich. Alle öffneten dann ihre Geschenke und so auch Naruto. In der Schachtel war eine Kette mit dem Konoha-Zeichen hin der Mitte eingraviert. Mit funkelnden Augen hob der Blonde die Kette an und dabei drehte sie sich. Auf der Rückseite waren die Namen von Naruto und Sasuke eingraviert. Naruto las sie leise und schaute dann zu Sasuke. Ein liebevolles "Danke" zeigte Sasuke, dass dieses Geschenk genau das Richtige war.

"Bindest du sie mir um?" kam der Blonde auf Sasuke zu.

Dieser nickte mit einem sanften Lächeln. Naruto blieb vor Sasuke stehen und drehte sich dann um. Er hielt ihm die offene Kette hin und Sasuke legte sie seinem Liebten um. Dann aber bemerkte Sakura etwas.

"Hey Naruto! Wo ist eigentlich dein Geschenk für Sasuke?"

"Das bekommt er erst später." grinste der Blonde.

Kakashi und Iruka mussten sich ihr Lächeln verkneifen. Sakura schaute Naruto etwas verwirrt und ungläubig an, sagte aber nichts und nahm diese Antwort hin. Sasuke allerdings wurde neugierig.

"Was schenkst du mir denn?" flüsterte er zu Naruto.

"Das verrate ich dir nicht. Sonst ist es keine Überraschung und Geschenke müssen immer Überraschungen bleiben."

Die Zeit verging und alle Gäste unterhielten sich wieder angeregt. Dieses Mal war das Hauptthema aber nicht irgendetwas, sondern Narutos Geschenk für Sasuke. Alle munkelten und äußerten Ihre Gedanken, dennoch hatte niemand Recht. Nur Kakashi und Iruka hielten sich da heraus. Ab und an wurden sie zwar gefragt, was sie glaubten, aber ihre Antworten waren weit ab der Wahrheit. Sasuke fragte öfters nach, ob Naruto es ihm endlich verraten würde. Dieser aber blieb standhaft und verriet nichts.

Ungefähr um Mitternacht verließen die letzten Gäste das Anwesen und machten sich, mit ihren Geschenken, auf den Heimweg. Sakura hatte ihre Mühe Lee zu tragen. Dieser war mal wieder viel zu betrunken. Dies war bei jeder Feierlichkeit, bei der Alkohol ausgeschenkt wurde, der Fall. Aber es lag weniger daran wie viel er getrunken hatte, als an der Tatsache, dass Lee nicht sonderlich viel Alkohol vertrug. So schleiften Sakura, Neji und Hinata Lee nach Hause und nahmen auch noch seine Geschenke mit. Sakura und Neji stützten den Betrunkenen und Hinata schleppte ihre eigenen Geschenke und die von Sakura, Neji und auch von Lee. Daher war sie reichlich bepackt und konnte nicht besonders viel im Dunkeln sehen.

So wurde Lee bei Sakura zu hause abgeliefert. Hier konnte er seinen rausch bis zum nächsten Tag ausschlafen. Der Weg bis zu seiner Wohnung wäre viel zu lang gewesen und bis zu Sakura war es schon ein einziger Kampf. Und auch zum Hyuuga Anwesen konnte er nicht gebracht werden. Denn auch dieses Haus war weiter entfernt als Sakuras Wohnung.

Die zwei Hyuugas verabschiedeten sich von Sakura und ließen ihre und Lees Geschenke dort und gingen mit ihren eigenen nach Hause.