Der Abschlussball – Teil I
1. Juli 2002
Es war eine Menge los im Briefs und Son Haushalt, als sich alle für die Veranstaltung fertig machten, von der einige gedacht hatten, dass sie sie an diesem Ort nie erreichen würden. Die Graduierungsfeier war vor ein paar Tagen gewesen und heute war der Tag des Abschlussballs.
Trunks hielt die Krawatte, von der seine Mutter darauf bestand, dass er sie trug, in seinen Händen, als er beobachtete, wie alle anderen wild in ihrem Wohnzimmer hin und her eilten, besonders seine Mutter, ChiChi und Videl. Sie waren alle bereits angezogen, jeder von ihnen in langen Kleidern und jeder von ihnen hübsch, aber sie waren nicht um sich selbst besorgt. Nein, sie waren um das Aussehen ihrer Männer und Söhne besorgt, die sich alle über das eine oder andere beschwerten. Sein Vater war natürlich der lauteste und grantigste von allen, doch mit ein paar gut platzierten Drohungen von seiner Mutter wurde er mehr oder weniger gefügig.
Plötzlich stand sie direkt vor ihm und entriss ihm die Krawatte, legte sie stattdessen um seinen Hals und band sie perfekt. Trunks würgte, als sie etwas zu eng wurde, und warf Goten einen warnenden Blick zu, als dieser kicherte.
Bald waren sie alle bereit aufzubrechen und stiegen in ihre Autos. Die Fahrt zum Ballsaal, den das Komitee gebucht hatte, war keine lange, deshalb standen sie schon ein paar Minuten später vor dem Gebäude und warteten darauf, dass die anderen ankamen. Während sie alle ihre eigenen Eintrittskarten hatten, hatten er und Goten mit den Mädchen vereinbart, dass sie sich am Eingang treffen würden, damit sie sich drinnen nachher nicht erst suchen mussten.
Doch Trunks wollte nicht länger warten. Er wollte sehen, was für ein Kleid Jenny tragen würde. Sie hatte ihn die letzten zwei Wochen damit geärgert, seit sie es gekauft hatte. Und ihre Freundinnen hatten die ganze Zeit mitgespielt und ihn mit ihren unzählbaren Hinweisen, Geflüster und Gekicher fast in den Wahnsinn getrieben.
Aber er wurde bald von seiner Folter erlöst, als er das Auto von Jennys Eltern erkannte, das direkt neben ihrem Auto parkte. Er fühlte, wie sein Herz anfing schneller zu schlagen, als sich die Hintertür des Autos öffnete und sie ausstieg. Sie bemerkte ihn und warf ihm ein helles Lächeln zu. Ihm stockte der Atem – sie war wunderschön, und das kam nicht nur durch das Kleid, obwohl das auch in seiner Art hinreißend war.
Es war ein crémefarbendes Kleid, das zwei breite Träger an ihren Oberarmen hatte, welche zu einem V-Ausschnitt zusammenliefen, ein korsettähnliches Oberteil und von der Taille an floss es einfach zu Boden. Sie hatte ihr Haar im einfachen Stil hochgesteckt, wobei ihr langer Pony ihr Gesicht umrahmte. Doch das atemberaubendste war ihr helles Lächeln und die funkelnden Augen, die er, dessen war er sich sicher, noch nie so hat leuchten sehen, als sie noch von ihren Träumen und ihrem Schicksal belastet wurde – nicht, dass sie damals die wahren Ausmaße ihres Schicksals kannten.
Seinen Kopf schüttelnd, um diese Gedanken loszuwerden, erwiderte Trunks das Lächeln. Er ließ es überhaupt nicht davon trüben. Er hatte sich geschworen, dass diese Nacht etwas Besonderes werden würde. Jenny verdiente das nach den letzten Wochen, nein, Monaten. Von jetzt an, beginnend mit diesem Abend, würde er ihr zeigen, was es wirklich bedeutete, ohne Druck zu leben und ohne Furcht.
„Du bist heute Abend wirklich atemberaubend", erzählte Trunks ihr ehrlich, wobei sein Lächeln nicht einmal flackerte, als er ihre Hand nahm, obwohl sein Magen Purzelbäume schlug und sein Herz so hart und schnell in seiner Brust schlug wie noch niemals zuvor. Er könnte fast schwören, dass er sich an diesem Abend noch einmal in sie verliebt hatte, und das richtig.
„Danke", flüsterte sie, als eine leichte Röte in ihren Wangen aufstieg. Oh, wie sehr er es liebte, wenn sie errötete, denn solange sie noch rot wurde, wusste er, dass ihre Unschuld nicht ganz zerstört worden war. „Aber du selbst siehst auch ziemlich gut aus…"
Trunks hob eine Braue und sein Lächeln wurde durch ein spielerisches Grinsen ersetzt. „Natürlich tu ich das. Hast du das jemals bezweifelt?" Sie lachte und Trunks lächelte wieder. Sie war während der ersten paar Tage nach dem Kampf ein wenig bedrückt gewesen, obwohl sie versucht hatte, es zu verstecken. Doch mit dem Bond war es schwierig, so etwas zu verbergen, deshalb war Trunks froh, dieses Geräusch wieder zu hören, so sorglos und ehrlich. Er schaute sich um und sah, dass Shana sich schon an Goten gehängt hatte, und dass Jennys und Shanas Eltern sich schon mit seiner und Gotens Familie unterhielten. „Nun denn, sieht so aus, als seien alle da. Sollen wir reingehen?"
Nickend festigte sie den Griff um seiner Hand und zusammen waren sie die ersten ihrer Gruppe, die den fröhlich dekorierten Ballsaal betraten. Trunks war sich sicher, dass das eine der besten Nächte in seinem Leben werden würde.
