8. Eine helfende Hand

Das Hermine wieder in Hogwarts war sprach sich schnell herum. Sie erhielt viele Briefe und Blicke voller Bewunderung, das sie wirklich versucht hatte sich gegen Malfoy aufzulehnen. Das bestärkte sie.

Sie wusste das sie nun vorsichtiger sein musste aber sie blieb an ihrem Plan dran.

„Hermine wo willst du nun wieder hin?" fragte Ron verwirrt

Es war gerade Pause und Hermine lief hektisch auf dem Hof umher.

„Ich hab was zu erledigen, falls ich es nicht zur letzten Unterrichtstunde schaffe sag mir sei schlecht" sprach sie über die Schulter hinweg und verschwand

„Hat sie eben uns gebeten das wir für sie lügen sollen?" fragte Harry ungläubig

Ron nickte.

„Sie wird vielleicht den Unterricht schwänzen" meinte er sprachlos

Harry nickte und Ron wand sich an ihm.

„Sag mal kann es sein, das Hermine so langsam durchdreht?"


Sie hatte entdeckt was sie suchte. Schnell lief sie rüber, an dem Kräutergarten vorbei wo sich am Rande eines Beetes eine Gruppe von Ravenclaws tummelte.

„Hallo" sagte Hermine grinsend

Die Mädchen drehten sich um und lächelten Hermine freundlich zu.

„Das Wunder von Gryffindor" stieß eine Blondhaarige aus und kicherte

Hermine wurde leicht rot.

„Hör auf" kam sofort Cho dazwischen und schüttelte den Kopf

„Tut mir Leid, Hermine" sagte sie nun an den Gryffindor gewandt

„Wie du siehst sind auch wir beeindruckt"

Hermine nickte.

„Könnt ich mit dir sprechen, alleine?" fragte Hermine nun

Cho nickte und die beiden entfernten sich von den anderen Mädchen.

„Was gibt's denn?"

„Na ja du hast ja auch gehört das ich im Keller von Snape gescheitert bin. Ich wollte Malfoy ein für allemal fertig machen doch mein Plan hatte eine Lücke. Ich hatte Malfoys Stolz unterschätzt, ein echter Slytherin eben" erzählte Hermine mit trällernder Stimme als würde sie diese Niederlage keines Wegs stören

Cho blickte sie verwirrt an.

„Ja und was hab ich damit zu tun?"

Hermine lächelte. Es war das selbe geheimnisvolle und hinterhältige Lächeln, das sie auch damals auf der Wiese sah.

„Du könntest mir eine große Hilfe sein" sagte sie leise

„Ich?"

Hermine nickte.

„Genau du. Ich könnte mir keine bessere vorstellen, die für dafür geeigneter wäre. Immerhin kennst du ihn genau. Seine Art, seine Gesten all seine Bewegungen. Du wärst perfekt und meinem Plan stände nichts mehr im Wege"

Cho verstand gar nichts mehr.

„Also was ist? Möchtest du für Malfoys Untergang höchstpersönlich sorgen?" fragte Hermine mit einem Grinsen

Cho schaute sie perplex an. Sie hatte keine Ahnung wie sie diesem Gryffindor auf irgendeine weise Helfen könnte aber sie wurde neugierig. Und sie merkte das Hermine anscheint etwas sehr Entscheidendes vorhatte. Hermine wollte sich für all die Jahre, in der Malfoy sie runtermachte rächen und das konnte sie durchaus verstehen.

Jetzt lächelte auch Cho.

„Mal sehen was ich für dich tun kann"


Da kam er ja noch mal glimpflich davon. Um Haaresbereite hätte dieses Schlammblut sein größtes Geheimnis preis gegeben. Hatte ihn auch noch in dieser Situation gezwungen es selbst zu zugeben. Welch ein Glück das Snape gerade rechtzeitig kam und das dieses Schlammblut von der Schule flog war das Mindeste.

„Sie ist wieder da!"

Draco schaute auf. Zabini kam in den Gemeinschaftsraum der Slytherins gerannt und verkündete die Nachricht.

„Was? Wer ist da?"

„Das Schlammblut, Granger. Sie darf wieder zur Schule gehen"

„WAS?"

Draco war von der Couch auf gesprungen und starte seinen Freund an.

„Mach keine Witze, Zabini!" schrie er ihn an

„Sehe ich so aus als wäre mir nach Späßen zumute. Ich hab sie eben selbst gesehen" konterte Zabini in der selben Lautstärke zurück

„Das darf nicht war sein" murmelte Draco und schaute zu Boden

Angespannt kaute er auf seine Unterlippe rum. Wenn sie wieder da ist, wird sie einen Weg finden es doch noch zu verraten, da war er sich sicher. Sie war schon fast so weit, da würde sie sich diese zweite Chance nicht noch einmal entgehen lassen.

Nur wann würde sie es machen? Nie hätte er gedacht, das dieses Schlammblut ihm so gefährlich sein könnte. Er musste sie finden und sie für immer zum Schweigen bringen und das so schnell wie möglich.

Ohne auf Zabinis Gerede einzugehen packte er seinen Zauberstab, steckte ihn in seine Manteltasche und verschwand.

Wie ein Tiger lauerte er auf den Gängen und hielt nach dem Gryffindor Ausschau. Er blickte auf die Uhr, die ihm sagte das der Unterricht selbst für Gryffindor vorbei war also wo könnte sie sein?

Draco grinste. In der Bibliothek. Wo sonst sollte sich das Mauerblümchen aufhalten.


„Harry los komm mit" sagte Hermine hektisch und zerrte Harry am Arm

„Hermine was wird das?" fragte dieser und lies sich nur ungern mitschleifen

Er war gerade dabei ein paar Hausaufgabe zu erledigen.

„Komm schon!"

Ohne weiter auf seine Fragen einzugehen, schleppte sie Harry aus dem Gemeinschaftraum und führte ihn ein paar Stockwerke höher.

„Wo bringst du mich hin?" fragte Harry mehr als einmal

Hermine lächelte und schwieg.

Harry kannte diesen Teil von Hogwarts gar nicht. Hier schienen die Gänge viel heller zu wirken mit einem farbigen Schimmer. Überall sah man Fenster mit bunten Fensterglas die, die verschiedensten Farben warfen. Vereinzelt stand mal da eine Ritterrüstung oder hing ein Gemälde an der Steinwand. Was Harry noch auf fiel war das es in diesem Gang keine einzige Tür gab.

Hermine schleppte ihn bis ans Ende des Ganges und blieb an einer Ritterrüstung stehen.

„Merk dir das" sagte sie und Harry war überfragt

„Was?"

„Das!" sagte sie und zeigte auf den Helm, an dem eine Feder schief hing

Sie zückte ihren Zauberstab und murmelte etwas und zeigte auf die Feder. Ein Windstoß traf die Feder, so das sie einmal komplett in die andere Richtung hing. Ein Knarren ertönte und dann wurde es wieder still.

„Und jetzt?" fragte Harry nach dem Hermine ihren Zauberstab wegsteckte

Hermine schüttelte tadelnd den Kopf.

„Dreh dich um" nörgelte sie

Harry tat es und sah dort wo noch eben die Steinwand war sah er eine braune Holztür.

„Hermine ich versteh nicht?"

„Einander mal" sagte sie und wurde wieder hektischer

Sie bugsierte Harry in das dahinter liegende Zimmer und grinste.

„Habt Spaß" rief sie ihm zu und schlug die Tür zu

Harry hörte ein Geräusch, das sich verdächtig nach einem Abschließen anhörte und als er an dem Knauf drehte und die Tür sich nicht öffnen lies bestätigte sich seine Vermutung.

Hermine hatte ihn eingesperrt.

Harry hämmerte sofort gegen die Tür und schrie doch er bekam keine Antwort.

„Harry?"

Ruckartig drehte Harry sich um und sah Cedric am Fenster stehen.

„Cedric" stieß er verblüfft hervor

„Kannst du mir vielleicht erklären was hier vor sich geht?" fragte Cedric und Harry konnte nur mit einem Schulterzucken dienen

„Ich hab keine Ahnung..."


Wenn er dieses elende Schlammblut finden wird, wird er zeigen das man mit ihm nicht spielen kann. Niemand kann das und ein Schlammblut schon gar nicht! Was denkt sie sich überhaupt? Draco Malfoy lächerlich machen... Für wen hält sie sich? Draco war wohl nicht hart genug. Er würde ihr zeigen das mit ihm nicht zu Spaßen ist.

Gierig ihr es heim zu zahlen bog er um die nächste Ecke und prallte da mit jemanden zusammen.

„Pass doch auf du Idiot!" schrie Draco denjenigen an, wer auch immer es wagte seinen Weg zu kreuzen

Draco schaute auf und sah das kein geringerer als der Schönling, Diggory ihm zu Füßen lag.

„Ach was sieh an, wenn haben wir den da?" spottete er zugleich und nahm Stellung

Das Schlammblut müsste warten, das wollte er sich nicht entgehen lassen.

Cedric erhob sich und klopfte seine Kleidung ab. Er sah Draco direkt an.

„Tut mir Leid" sagte er ruhig

Draco starrte in einem Moment an, fasste sich aber gleich und setzte seine altbekannte Miene auf.

„War das gerade ernsthaft eine Entschuldigung!"

„Bist du taub oder blöd? Ja war es" regte sich Cedric auf

Jetzt musste er sich auch noch von diesem Schönling beleidigen lassen, als hätte das Schlammblut nicht gereicht.

„Wag es ja nicht mich noch mal so anzuschreien, Schwuchtel!"

Cedric zuckte mit den Kopf. Sein goldbraunes Haar glänzte und seine dunkelblauen Augen leuchteten.

„Was denn? Willst du mich schlagen?" sagte er und lächelte

Draco wurde wütend, wie kam dieser miese Huffelpuff dazu ihn so anzulächeln!

„Scheint so als kommt es anders nicht bei dir an" schrie er mit hoch rotem Kopf

Cedric schüttelte den Kopf und seufzte.

„Ich will mich nicht mit dir streiten" sagte er leise und blickte Draco an

Verdutzt blickte dieser zurück.

„Ich bin es leid, so wird das nie was" sagte er nun etwas lauer

„Was werden? Was denn?"

Wieder wurde Draco von den dunkelblauen Augen angestarrt und Cedric bewegte sich auf ihn zu, was Draco wiederum zurück weichen lies.

„Hey was wird das?"

„Merkst du es nicht?"

„Was?"

Wieder kam Cedric ein Stück näher und Draco drückte sich gegen die Wand.

„Hör auf mich so anzusehen!" forderte Draco sauer

Cedric stand nun vor ihm und hob die Hand. Sachte streifte er Dracos Wange und konnte sehen wie dieser zusammen zuckte.

„Lass das!" zischte er

„Ich kann das nicht mehr" meinte der Huffelpuff auf einmal verletzt

Draco sah ihn verwirrt an. Was ging hier vor? Er wollte es doch nur dem Schlammblut heimzahlen! Was sollte das? Wieso verhielt sich Diggory plötzlich so, hatte er schon vergessen das mit der Schwuchtel Potter zusammen war?

Tränen sammelten sich in den dunkelblauen Augen.

„Ich kann nicht so tun als wäre nichts. Vielleicht kannst du deine Gefühle verstecken aber ich halt das nicht mehr aus" rief er mit brüchiger Stimme

Draco glaubte sich verhört zu haben. Wollte Diggory ihm gerade weiß machen, das er in ihn verliebt ist!

Fortsetzung folgt