11. Die Erpressung

„Wurde auch mal Zeit das du kommst" wurde sie argwöhnisch begrüßt

Hermine schaute ihn stur an und kämpfte sich durch das Geäst.

„Man kann auch einfach ein noch bescheuerten Treffpunkt vereinbaren" beschwerte sie sich

Mit ihrem Haar blieb sie an einem Zweig hängen und musste ein paar Strähnen einbüßen als sie sich davon befreite.

„Was soll der Aufriss?" fragte sie geladen und hatte es geschafft sich zu ihm durch zu kämpfen

„Ich möchte nicht mit dir in der Öffentlichkeit gesehen werden" war die kalte Antwort

Hermine verdrehte die Augen.

„Übertreibs doch"


„Ganz sicher?" fragte Cedric und schaute seinem Gegenüber in die Augen

Er schaute so gern in dessen Smaragde, die ihn so anfunkelten. Hundertmal hätte er darin versinken können doch in dem sonst so Strahlen mischte sich Unsicherheit mit.

„Ich... ich weiß nicht" stotterte Harry

Wieder küsste Cedric ihn um seine Antwort zu erleichtern, wie er hoffte. Doch diesmal war es Harry der den Kuss unterbrach.

„Ich denke schon" sagte er

Cedric grinste.

„Denken ist nicht wissen. Wenn du nicht willst..."

Harry unterbrach Cedric mit einem schnellen Kopfschütteln.

Er zog ihn näher an sich ran und fuhr durch das goldbraune Haar. Lächelnd betrachte er das Gesicht. Er küsste ihn und zog ihn ganz fest an sich ran.

Cedric kam ihn entgegen und fühlte die Wärme die Harrys Körper ausstrahle umso deutlicher.

Ohne dessen Warnung fielen sie vorn über in weiße, weiche Federn.


„Hast du deinen Zauberstab dabei?"

„Natürlich. Ich bin doch nicht leichtsinnig" antwortete Hermine arrogant

Malfoy schnaubte.

„Also was willst du?" fragte sie und verschränkte die Arme vor der Brust und schaute ihn offen an

„Du weißt was ich will" sagte er schroff und trat näher

Hermine wich zurück.

„Nicht so eilig sonst..."

„Was sonst?"

Langsam holte sie das Papier raus und hielt daneben ihren Zauberstab.

„Papier verträgt sich nicht sehr gut mit Feuer" sagte sie langsam und grinste

Malfoy raste.

„Du elendes Miesstück" zischte er grollend

Ohne Vorwarnung stürzte er sich auf Hermine und riss ihr das Papier aus der Hand. Triumphierend hielt er es in der Hand bevor er es zeriss. Fein säuberliche Papierschnipsel fielen zu Boden und Draco grinste ihr höhnisch zu.

„So viel dazu, Granger"

Hermine schaute dabei zu wie die Schnipsel den Weg nach unten fanden, dann schaute sie auf.

„Hältst du mich für so blöd?" fragte sie und zog eine Augenbraue in die Höhe

War ja klar das es nicht so einfach wird wie er sich da gedacht hatte. Abschätzend sah er sie an und hob sein Kinn.

„Also was willst du?" fragte er missbilligend

„Endlich kommen wir ins Geschäft" sagte Hermine grinsend und legte den Kopf schief


Harry bis sich auf die Unterlippe und unterdrückte ein Stöhnen. Er sah dabei zu wie Cedric ihm das Hemd abstreifte und auf seinem Oberkörper lauter kleine, zarte Küsse verteilte.

Dann kam er wieder zu ihm und verschloss seine Lippen mit seinen zu einem langen, sinnlichen Kuss.

Als sie sich wieder trennten schaute Cedric ihn an und grinste.

„Ist es dir unangenehm, zu stöhnen?" fragte er

Harry nickte und konnte fühlen wie seine Wangen glühten.

Er spürte wie Cedrics Hand auf seinem Oberkörper ruhte.

„Wieso? Das zeigt mir was du magst"

Wieder küsste er ihn und Harry war darauf bedacht keinen Laut von sich zu geben.

„Komm schon, Harry" flüsterte Cedric in sein Ohr

Es entlockte ihm eine Gänsehaut auf welche Art und Weise Cedric zu ihm gesprochen hatte.

Während er Harrys Hals küsste und immer weiter runter wanderte war er mit seinen Händen an Harrys Hose beschäftigt. Genüsslich lies er seine Hand sich den Weg bahnen als die Hose offen war. Cedric musste wieder grinsen als er Harrys fühlbare Erregung spürte.

Harry zog scharf die Luft ein als er spürte wo genau sich Cedrics Hände befanden. Als er auch noch anfing ihn dort zu streicheln und gleichzeitig sein Schlüsselbein zu küssen, fiel jegliche Beherrschung von ihm. Stöhnend wand er sich unter Cedric Berührungen und dieser was sichtlich zufrieden.


„Geschäft? Ich soll mit dir verhandeln?" fragte Draco abfällig

Dieses miese Schlammblut irgendwo musste es doch eine Lücke in ihrem Plan geben.

„Dir bleibt leider nichts anders übrig" tadelte Hermine

„Oder willst du das jeder über uns bescheid weiß?"

Draco neigte den Kopf zur Seite und dachte nach. Welche Möglichkeit hatte er schon? Entwerde er würde tun was immer auch dieses Schlammblut verlangt oder das Schloss würde wissen, das sie verwandt waren. Auch wenn er es nicht glaube konnte, das Zeichen das sie trug und der Stammbaum sprachen dafür. Es waren zwar wenige Beweise aber dafür umso Glaubwürdiger. Nicht mal in Slytherin war das Zeichen weit verbreitet das auf Dracos Arm prangte und es war nur für sehr mächtige und wohlhabende Familien vorgesehen.

„Zeig es noch mal!" forderte er um ein wenig Zeit zu gewinnen

„Was?"

„Das Zeichen"

Hermine stöhnte.

„Ich will nicht das meine Bluse wieder kaputt geht" meckerte sie

„Los mach!" schrie er sie an und trat einen Schritt näher

„Bleib weg oder ich verhexe dich!" drohte sie und wich abermals zurück

Wiederstrebend lies sie ihren Umhang fallen und öffnete ihre Bluse. Sie drehte sich von ihm Weg um ihren gesamten Arm frei zu machen.
"Keine Angst ich guck dir schon nichts weg"

Hermine achtete nicht auf seinen Kommentar und zog die Bluse ganz aus. Gott sei Dank hatte sie sich heute morgen für ein Top entschieden das sie über ihren BH trug.

Malfoy kam näher und nahm schroff ihren Arm in die Hand um das Zeichen genauer zu betrachten wofür er letztes mal keine Zeit hatte. Besser gesagt er war nicht in der Lage dazu gewesen aber darauf ging er nicht länger ein.

Mit grimmiger Miene strich er über ihre Haut um sich davon zu überzeugen das es echt war.

Er konnte deutlich die Erhöhung fühlen. Ein Beweis dafür das es gebrannt wurde, wie es die Tradition verlangte.

„Wann hast du es bekommen?" fragte er und schaute Hermine offen an

Sie zuckte mit den Schultern.

„Ich hatte es schon immer"

„Und deine Eltern hatten dich nie darüber aufgeklärt?" fragte er und hielt immer noch ihren Arm fest

Sie schüttelten Kopf.

„Sie sagten ich hätte es von einem Kinderstreich und es würde nicht mehr abgehen aber es sei nichts schlimmes. Nichts über das ich mir Gedanken machen müsste" erklärte

Ihr fiel auf das ausgerechnet Malfoy der Erste war dem sie das erzählte.

„Und das hast du geglaubt?" fragte Malfoy skeptisch

„Ich war ein Kind und hab's vergessen außerdem hatte ich dann Wichtigeres zu tun als mir darüber den Kopf zu zerbrechen" sagte sie genervt und machte sich von ihm los

Sie hob ihre Bluse auf und streifte sie über.

„Wie hast du es versteckt? Jeder angesehene Zauber würde es sofort erkennen" bohrte Draco nach

„Hast du mich je in kurzärmligen Shirts rum laufen sehen?" fragte sie zurück während sie ihre Bluse zuknöpfte

„Stimmt" gab er leise zu und auf seiner Stirn bildeten sich tiefe Falten

„Ich hoffe du bist jetzt überzeugt genug langsam kommt mir das vor wie ein Verhör" beschwerte sie sich

„Zurecht so was behauptet man auch nicht einfach"

„Ach komm. Tu mal nicht so als wäre deine Familie alles, wenn's nach mir ginge würde ich mir es rausschneiden aber leider geht das nicht. Kaum versucht man was dagegen zu tun..." sie verfiel in Schweigen

„Natürlich nicht. Ein mächtiger Schutzzauber, denn nicht mal du überwinden kann liegt darauf" sagte er stolz

Hermine schnalzte mit der Zunge.

„Wie auch immer zurück zum Eigentlichen" sagte sie schroff und hob noch ihren Schulumhang auf

Draco wich zurück und schaute sie abwartend an. Als sie ihren Umhang ebenfalls angezogen hatte schaute sie auf und fixierte ihn.

„Ich will von dir nie wieder was hören. Ist das klar? Keine Bemerkungen mehr, keine Beleidigungen, keine dummen Diskussionen und Streitereien. Das gilt für dich und ganz Slytherin" forderte sie

Draco lachte.

„Das willst du?"

Hermine nickte.

„Ich soll meinen Haus erklären dich in Ruhe zu lassen?" fragte er

„Ich rede nicht von mir sondern von allen. Slytherin soll die restlichen Häuser in Ruhe lassen ein für alle mal"

„Du spinnst doch! Wie soll ich das anstellen?" regte sich Draco auf nach dem er die Worte richtig verstanden hatte

„Ist nicht mein Problem. Sicher ist nur das deine Geheimnisse schneller den Weg in die Öffentlichkeit finden als dir lieb sein wird"

„Ach ja? Und was bekomme ich im Gegensatz dazu?" fragte er grimmig

„Schweigen. Wenn du und dein Haus ruhig hältst versichere ich dir nie wieder ein Wort darüber zu verlieren" kam ihm Hermine entgegen

„Das glaubst du doch selber nicht. Schließlich bist du nicht die einzige die Bescheid weiß"

„Ich weiß aber ich kann dir Versichern das sie nichts sagen werden, wenn ich es nicht ausdrücklich verlangen würde"

Draco schnaubte.

„In welcher Welt lebst du?"

„Nur weil es in deinem Haus nicht möglich ist zu Vertrauen heißt es noch lange nicht das es überall so ist. Sie sind meine Freunde und ich weiß genau das sie es nicht machen werden. So was nennt man Ehrlichkeit und Vertrauen. Wörter die dir nicht sehr geläufig sein werden" sagte sie barsch

Draco schürzte die Lippen.

„Du wirst keine andere Wahl haben. Eine Person aus jeweils der drei Häuser wissen bescheid, eine dumme Bemerkung noch und alle wissen es" wiederholte Hermine noch mal klar und deutlich

Draco wusste das er verloren hatte. Er wüsste nicht womit er sie umstimmen könnte. Plötzlich musste er grinsen.

„Du hast recht. So wie du deine Rache geplant und durch geführt hast wundert es mich nicht das Slytherin in dir steckt, wenn zum Glück auch nicht viel"

„Ich fasse das mal als Kompliment auf" gab Hermine trocken zurück

„Fass es auf wie du willst" stieß er verächtlich vor und wand sich zum Gehen

„Ich hoffe wir haben uns verstanden und lass dir nicht allzu viel Zeit, Draco" rief Hermine ihm hinterher

Kurz blieb er stehen, drehte sich aber nicht um. Er murmelte es unverständliches und verschwand hinter Geäst. Hermine grinste. Sie wusste das er sie gedanklich verfluchte und noch mehr hasste doch ihr was egal. Endlich konnte sie es ihm heimzahlen nach den ganzen Jahren der Erniedrigungen. Sie musste zugeben das Rache etwas verlockendes an sich hatt.


Gut gelaunt lief auch sie zurück zum Schloss und war froh wenig später endlich aus dem Verbotenen Wald raus zu sein.

Sie atmete tief ein und blickte über die Länderein von Hogwarts. Malfoy war nirgends zu sehen.

Ihr Blick schweifte ab zum See und erstarrte. Sie blinzelte und schaute genauer hin.

Am See saßen Cho und Ron. Eigentlich nichts verdächtiges aber viel mehr machte es ihr zu schaffen wie sie zusammen saßen. So eng umschlungen... Was hatte das zu bedeuten?

Fortsetzung folgt