27. Nur für dich
Etwas benommen rappelte Draco sich wieder auf und wischte sich das Blut das ihm aus der Nase floss, mit seinem Ärmel ab. Die Nase fühlte sich ziemlich gebrochen an. Wütend sah er Jason an der ihm entgegen grinste.
„Komm schon Draco, mach dir nichts vor du bist nicht der Typ der hilft" sprach er wissend während er Ashton mit einem Kopfnicken ein Zeichen gab
Sofort schnappte er sich Hermine, die sich wie wild zu wehren begann. Er umklammerte ihre Arme und Hermine beleidigte ihn mit all erdenklichen Schimpfwörter, die ihr bekannt waren. Aber Jason und Ashton schien dadurch nur noch mehr Spaß an der ganzen Sache zu haben.
„Ist ja ein richtig wildes Kätzchen unser Schlammblut, im Bett sicherlich interessant" feixte Ashton und Hermine spuckte ihm angewidert ins Gesicht und sie erhielt eine schallende Ohrfeige
Worauf sich Draco auf ihn stürzte und ihn zu Boden riss. Mit geballter Faust schlug er ihm mehrmals ins Gesicht bevor Jason ihn wegzerrte, dessen Hände hinter Dracos Rücken verschränkte und ihn fest hielt.
„Na warte, das hast du nicht umsonst gemacht" drohte Ashton und erhob sich, seine linke Augenbraue war geschwollen und seine Oberlippe war aufgeplatzt
Draco sah ihn hasserfüllt an und gab keinen Laut von sich als der Slytherinjunge immer wieder in seinen Magen schlug. Den Gefallen wollte er ihnen nicht tun indem er Schwäche zeigte.
„Hört auf, hört sofort auf!" schrie Hermine panisch dazwischen als sie sah das Draco sich immer mehr krümmte
„Schnauze, Schlammblut!" schrie Jason und konzentrierte sich Draco fest zu halten
FulmenSofort sackte Jason zusammen und lag zuckten auf dem Boden. Entgeistert sah Ashton seinen Freund an und blickte dann zu Hermine.
„Was hast du mit ihm gemacht?" fragte er entsetzt
„Genügend Volt durch sein Körper geschossen damit er nicht stirbt aber dafür für mehrer Stunden gelähmt sein wird. Wenn es dir nicht genauso ergehen soll, dann rate ich dir abzuhauen und wage es ja nicht uns noch einmal zu nah zu kommen" sprach sie herrisch und funkelte ihn warnend an
Sie richtete den Zauberstab auf Ashton, der leicht zusammen zuckte.
„Los nimm ihn mit und verzieh dich!" befahl sie und Ashton tat wie ihm gehheiße
Es kostete ihn Zeit und Kraft seinen Kameraden hoch zu stemmen und ihn zu stützen aber schließlich wankte er mit ihm in Richtung Schloss. Hermine atmete erleichtert aus, lies ihren Zauberstab fallen und setzte sich zu Draco, der ihm Gras zusammen gekauert lag und leise stöhnte.
„Draco?" fragte sie leise und berührte leicht seine Wange
Er öffnete seine Augen und sah ihr entgegen.
„Das wollte ich nicht" ächzte er und setzte sich langsam auf
Sein Magen fühlte sich an wie ein Klotz Blei, schmerzte und er schmeckte das getrocknete Blut zwischen seinen Lippen.
„Ich weiß" murmelte Hermine, schnappte sich ihren Schulumhang und wischte ihm das Blut weg
Draco stöhnte und schüttelte über sich selbst den Kopf.
„Und helfen konnte ich auch nicht" murmelte er leise und Hermine grinste
„Du hast geholfen, du hast mir sehr geholfen ohne dich wäre ich verloren gewesen" sprach sie während Draco sie argwöhnisch ansah
„Wieso grinst du?"
Hermine schmunzelte und fummelte an ihrem Umhang rum während sie verlegen zu Boden sah.
„Na ja vor ein paar Wochen hätte ich solche Worte von dir nicht gehört"
Draco räusperte sich und schien etwas erwidern zu wollen doch noch suchte er nach den passenden Worten. Gerade als er sein Mund öffnete kam Hermine ihm zu vor und legte einen Zeigefinger auf seine Lippen.
„Tu mir einen Gefallen und halt einfach die Klappe sonst kann ich das nicht" unterbrach sie ihn schnell
Draco sah sie mit zusammen gekniffenen Augenbrauen an während sich ihr Finger von seinen Lippen löste. Ein letztes mal grinste sie scheu bevor sie sich zu ihm beugte und ihn küsste.
Erleichtert atmete Harry auf als er Cedric in der Nähe der Kräutergarten fand, er wusste das er sich hier her oft zurück zieht, wenn der Huffelpuff nachdenken musste. Nachdem er Harrys Zimmer verlassen hatte, tat es dem Gryffindor leid das sie sich gestritten hatten und war ihm gefolgt.
Nun saß Cedric zwischen einem Kräuterbeet und zupfte am Lavendel rum, der langsam zu blühen begann.
Harry lief zu ihm und schmunzelte. Er wusste das sein Freund, auch wenn er es nicht ganz verstand die Kräuter liebte und gerne daran roch außerdem freute es ihn das dadurch Neville einen Freund gefunden hatte, der seine Leidenschaft zu diesen Pflanzen teilte.
„Es tut mir Leid" sprach Cedric ohne hoch zu schauen und Harry erschrak
Etwas verwirrt von dessen Worten setzte er sich neben Cedric.
„Wieso? Ich wollte mich gerade bei dir entschuldigen"
Der Huffelpuff schüttelte seinen goldbraunen Schopf.
„Das musst du nicht. Ich verstehe das du Hermine verteidigen willst und es war falsch von mir überhaupt zu behaupten das du hinter Malfoy stehen würdest. Das war schwachsinnig und kindisch" erklärte er matt und stocherte nun mit einem abgeknickten Zweig in der Erde rum
Harry grinste.
„Ich bin dir nicht böse aber du weißt das wir nichts daran ändern können, wenn sie Malfoy wirklich liebt. Keine Ahnung ob aus den beiden was wird aber egal was passiert werde ich hinter ihr stehen und ihr helfen" sprach nun Harry bevor er ein eine kurze Pause einlegte und dann Cedric anblickte
Dieser erwiderte den Blick.
„Ich frage mich nur ob du es akzeptieren kannst, wenn sie zusammen kommen sollten. Du scheinst noch ziemlich sauer auf ihn zu sein" sprach der Gryffindor seine Zweifel aus und Cedric zuckte mit den Schultern
„Es wird mir schwer fallen aber wenn Hermine damit glücklich ist dann werde ich es akzeptieren. Ich mag sie sehr gern und sie ist deine beste Freundin, das will ich nicht kaputt machen aber wenn Malfoy sie verletzt egal wie, dann mach ich ihn kalt" erklärte er nachdenklich wobei er am Ende mit der geballten Faust drohte um seine Worte zu unterstreichen
Harry lachte.
„Glaub mir da wirst du nicht der einzige sein"
Mit halboffenem Mund sah Draco Hermine an. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals und er spürte wie seine Hände zitterten. Wieso gerade sie? Nach allem was er mit ihr erlebt hatte müsste er sie abgrundtief hassen, hassen wie all die Jahre zuvor aber er spürte keinen Hass. Ganz im Gegenteil wenn sie ihn mit ihren dunklen Rehaugen so schüchtern ansah und dabei noch ihre Wangen in einem zarten Rose leuchten, dann konnte er nicht anders als sie unwiderstehlich zu finden.
Was hatte diese Mädchen nur an sich das ihn so machtlos machte? Wieso konnte er nicht aufhören an sie zu denken?
Er grinste.
„Das ist doch verrückt" sprach er leise, mehr zu sich selbst aber Hermine hatte ihn verstanden
„Was ist verrückt?"
Er schloss für einen Moment die Augen bevor er wider zu ihr blickte.
„Das ich mich ausgerechnet in dich verliebe" sprach er laut aus ohne darüber nach zu denken
Schockiert von seinen Worten blickte Hermine verlegen nach unten. Diesmal zeichnete sich ein tief dunkles Rot auf ihren Wangen ab und ihr Herz raste.
„Wie kannst du mir so was einfach so sagen!" sagte sie leicht überfordert mit Dracos ungewohnter Ehrlichkeit
Draco zuckte die Schultern.
„Du bist schuld!"
„Was?"
„Du machst mich willenlos. In deiner Nähe mache ich Dinge, ohne darüber nach zu denken" erklärte er selbst ein wenig verwirrt über seine Offenheit
„Sei still!"
Wieder beugte sich Hermine über ihn und küsste ihn. Überrascht lies sich Draco ins Gras fallen bis sein Magen ihn an die ganzen Schläge erinnerte, die er vor wenigen Minuten einstecken musste. Stöhnend zuckte er zusammen. Erschrocken wich Hermine von ihm.
„Oh nein, tut mir Leid. Ich wollte dir nicht weh tun. Du musst sofort in den Krankenflügel"
Sofort schüttelte Draco den Kopf.
„Da ist nichts"
Mit funkelnden Augen sah Hermine ihn an. Draco kannte diesen Blick und schluckte leicht.
„Wenn du nicht freiwillig gehst, zwing ich dich!"
Fortsetzung folgt
