OH MEIN GOTT, ich habs geschafft Ich hätte ernsthaft vor nur ein paar Wochen nicht damit gerechnet, dass ich hier noch was hochstelle.. obwohl ich schon teilweise Sachen fertig geschrieben hab. Aber manchmal scheint es mir einfach sinnlos zu sein, weil fanfiction ja eh nicht…sagen wir mal.. schriftstellerisch voll genommen werden.. deshalb wollte ich eigentlich nur noch andere sachen schreiben. Tatsächlich hab ich dann aber vor einer Woche oder so ein ganz liebes Review bekommen..und deshalb dachte ich mir, versuch ich's jetzt noch mal wie gesagt..hab viel sowieso schon vor langer zeit geschrieben, muss mich nur dazu aufraffen es abzutippen und zusammenzupuzzeln.. verzeiht, wenn das kapitel hier noch nicht so in sich schlüssig und aufregend ist… ich weiß wie die Geschichte weitergeht und habe einen plan, muss mich aber erst wieder etwas reinfühlen und schreibt mir bitte..

Zusatzinfo: dieses chap ist nicht gebetat. .weil ich's wirklich in einer Nacht&Nebel-aktion über zwei Tage zusammengekloppt hab und meine Beta gerade im umzugsstress ist..

Ich möchte für liebe reviews danken: CitySweeper (eine sehr treue und liebe Reviewerin..), Cori, luxfc,Enoka und vor allem NinaLy, der zu verdanken ist, dass dieses Chap das licht der Welt erblickte

ich hoffe ihr entdeckt diese fanfic (wieder) und euch gefällt wie's weitergeht...das kapitel ist unverschämt kurz aber es wird auf jeden fall besser werden!!!


Geklaute Zeit

Draco stand auf.

„Ich lass euch dann mal kurz alleine", er lächelte Harry aufmunternd zu, dieser war aber nicht gerade in der Stimmung diese allzu großzügige Geste zu beantworten. Harry hatte das Gefühl niemals in seinem Leben jemals so angespannt gewesen zu sein wie in der halben Stunde. Noch dazu kam dass er es kaum schaffte sich aufs Spiel zu konzentrieren und sein Stapel an Plastikmünzen, um die gespielt wurde in Rekordzeit zu einem erbärmlichen Haufen zusammen geschrumpft war.

Matt sah kurzzeitig etwas verwirrt aus.

„Hm.. wo war ich stehen geblieben?"

„Ich glaube du hast dich gerade über die unmöglichen Teamstiefel ausgelassen.", antwortete Kira gelangweilt. Er trank den Rest, der noch in seinem glas war mit einem Schluck aus. Danach griff er nach den ebenso leeren Gläsern von Geraldine und Matt.

„Ich besorg uns was neues zu Trinken.", erklärte er und verschwand ebenfalls in dem schummrigen Licht. Harrys Augen folgten ihm, bis er den jungen Mann aus den Augen verlor, trotzdem entging ihm nicht der verstohlene Blick, den Frédéric und Matt austauschten. Als Matt ihn danach auch noch fast mitleidig ansah, natürlich rein unauffällig, wäre Harry am liebsten aufgesprungen und hätte Draco am Kragen zurück nach London geschleppt. Und zwar zu Fuß.

Aber er beherrschte sich, er ballte die Hand unterm Tisch fest zusammen und die Kartennummern verschwammen kurzzeitig vor seinem Blick, aber nach einigen Momenten war er wieder gefasst.

Befriedigt über seine innere Ausgeglichenheit bemerkte erst gar nicht, dass Draco schon wieder zu ihnen ins Hinterzimmer getreten war. Und offensichtlich nicht sehr erfreut aussah- über was auch immer. Harry hatte sowieso beschlossen ihn zu ignorieren, vorerst.

.-.-

„Ich kann noch fahren", behauptete Draco und stolperte im nächsten Moment beinah über ein loses Kopfsteinpflaster.

„Nein, ich denke nicht", erwiderte Harry und musste gegen seinen Willen lächeln. Er ärgerte sich, weil er merkte wie sein Kopf wieder mal begann sich zurecht zulegen, dass ja alles gar nicht so wild gewesen war. Schließlich war Kira auch kurz nach Draco tatsächlich mit neuen Getränken zurückgekommen und Draco hatte ihm den Rest des Abends auch nicht mehr Aufmerksamkeit als den anderen geschenkt.

Doch der andere Teil des Kopfes hatte sich die ganze Zeit vorgestellt, wie Kiras Hand unter dem Tisch Dracos Bin berührte. Vielleicht unauffällig, vielleicht unbewusst. Vielleicht hatte die Hand auch auf Kiras eigenem Bein gelegen und nur seine Fingerspitzen stießen an dracos.

Harry fragte sich, ob sein eigenes Verhalten nicht gerade etwas krankhaft war, als er sah wie Draco selbstverständlich zur Fahrerseite einstieg.

„Stop", rief er und sprang hinterher.

-.-.-

Draco betrachtete milde lächelnd Harrys schlafenden Körper. Er hatte ihm an diesem Abend verletzt- wieder einmal. Es war ihm bewusst gewesen und doch konnte er nichts daran ändern. Dafür war alles andere viel zu kompliziert. Harry würde schon noch verstehen.

Der Schwarzhaarige hatte einen festen Schlaf, den Draco immer wieder aufs Neue verwunderte. Doch Draco beneidete ihn nicht darum. Er war froh über seinen leichten schlaf, durch den er vor den Trugbildern in seinem Kopf fliehen konnte und der ihn doch schnell erwachen ließ. Draco schwenkte das Cognakglas in seiner Hand. Doch der Alkohol half nicht, betäubte ihn zwar, aber machte ihn auch schläfrig. Und er wollte nicht schlafen, nicht in dieser gottverdammten Stadt, solange Dinge noch unbereinigt waren.

Die letzten Nächte hatte er mithilfe Koffeintabletten und Kurzschlafphasen überstanden, aber diese waren aufgebraucht und jede Faser seines Körpers schrie nach Ruhe.

Draco versuchte nicht daran zu denken, was er brauchte. Was er brauchte, um den Schlaf von sich fern zu halten.

Es war kalt, bitterkalt. Die Sonne hatte noch längst nicht die Kraft durch die Dunstschleier zu scheinen und die Luft zu erwärmen. Ganz Paris war noch im Winter gefangen und so befand sich kaum jemand auf der Straße. Die wenigen Menschen, die schon unterwegs waren hasteten schnell, mit ihren Mantelkrägen hochgestellt, den Schal eng um den Hals gewickelt. Die meisten liefen zu ihrer Arbeitsstelle, an der sie einer Aufgabe und einem Platz zugeteilt waren. Einige wenige Nachtgänger konnten es kaum erwarten endlich zuhause zu sein und sich noch einmal hinzulegen.

Nur Draco hatte kein Ziel. Er stand inmitten dieser verlorenen Eile und betrachtet stumm die Straße. Dampf stieg aus Abwasserschächten auf, Rauhreif bedeckte, Bäume, Fensterläden und Bänke. Und nirgends ein Ziel zu finden.

Der Siebzehnjährige zog den Schulumhang enger um sich. Das Wappen hatte er schon vor Tagen entfernt, hatte es irgendwo aus dem Fenster des fahrenden Zuges geworfen, soweit es ihm möglich war, sodass nur niemand die Spur zurück verfolgen konnte.

Sein Blick kehrte zurück zu der Straßenbahnkarte, die am Bahnhofseingang hing. Doch auch dort fand er kein Ziel. Woher sollte er denn auch wissen wo er hin wollte? Er war noch nie außerhalb Englands gewesen, geschweige denn in einem Land dessen Sprache er noch nicht einmal beherrschte. Aber damals auf dem Londoner Bahnhof war es ihm egal gewesen wohin er fuhr, hauptsache schnell weg. Und dann ging es so weiter, Bahnhof für Bahnhof, Zug für Zug. Er würde es wissen, wenn er ankam hatte er sich versucht einzureden.

Aber das stimmte nicht. Er wusste es nicht. Und auf einmal würde Draco Lucius Malfoy seine ganze Einsamkeit bewusst.

-.-.-

Es war nichts ungewöhnliches für Harry in einem leeren Bett aufzuwachen. Draco war nie ein Langschläfer gewesen, tatsächlich schien er einer der Menschen zu sein, die das Bett wirklich nur dann zu gebrauchen, wenn sie wirklich schliefen und nach dem ersten Öffnen der Augen sofort aufzustehen.

Trotzdem beunruhigte diese Tatsache Harry auf einmal. Es fühlte sich plötzlich so an, als hätte Draco ihn hier aus einer bösartigen Laune heraus zurückgelassen. Alleine in einem fremden Bett, in einer fremden Wohnung, in einer fremden Stadt und scheinbar auch in einer ganz fremden Welt, in der alle etwas bzw viele Dinge zu wissen schienen außer Harry selbst und auch niemand gewillt schien ihn einzuweihen.

Matt hatte sie am letzten Abend in sein kleines Gästezimmer einquartiert, was wohl ursprünglich nur für eine Person gedacht war, dementsprechend schmal war auch das Bett, aus dem Harry sich jetzt erhob. Rasch zog er sich an und ging in die Küche.

Dort traf er aber nur ihren französischen Gastgeber an. Matt saß, mit Kaffee in der einen und einem Crossiant –welch Klischee, dachte Harry- in der anderen Hand über eine Zeitung gebeugt. Er sah nicht so aus als würde er eins der drei Dinge aufgeben wollen und wirkte dabei wie ein Junge, der alles an sich nahm, nur damit seine Geschwister es nicht bekamen.

Er bemerkte Harry erst, als dieser sich zu ihm an den Tisch setzte.

„Bonjoouuur, Harry", begrüsste er ihn strahlend und setzte nun endlich seinen Kaffee ab um Harry seinerseits eine Tasse einzuschütten. Sobald begann er auf Harry einzureden ihn nach seinem Befinden, seiner Kaffeevorliebe und seinem Hungergrad zu befragen, sodass Harry selbst kaum zu Wort kam. Aber das brauchte er auch gar nicht, denn Matt bemerkte irgendwann von selbst:

„Dray macht einen Spaziergang, er wollte auch eine englische Zeitung holen."

Harry nickte etwas genervt, also war das Gefühl Zurück gelassen worden zu sein gar nicht so verkehrt.

Matt bemerkte natürlich die getrübte Stimmung seines Gastes und beschenkte ihn mit einem seiner ansteckenden Lächeln.

„Eigentlich könnte ich dir ja in Zwischenzeit mal Unser Quidditchfeld zeigen."

-.-.-

Draco stand vor der alten Holztür und wäre gerne wieder umgedreht. Langsam streckte er seine Hand zu der Klingel, als die Tür vor ihm plötzlich ohne sein Zutun geöffnet wurde.

Kira musterte ihn erstaunt, fing sich aber überraschend schnell und machte eine einladende Geste ins Innere des Hauses.

„Komm doch rein, ich wollte zwar gerade weg, aber das kann warten."

Draco überlegte kurz, eigentlich wäre er gerne auf neutralem Gebiet geblieben, aber trotzdem nahm er Kiras Einladung an, ging an ihm vorbei und setzte sich auf die dunkle Couch, die im Wohnzimmer des großen Lofts positioniert war, nachdem auch Kira ihm gegenüber Platz genommen hatte begann er:

„Ich kann mir vorstellen es hat dich überrascht mich gestern zu sehen."

Es fiel Draco eigentlich nicht schwer Kira anzusehen, eigentlich war viel schwerer ihn nicht anzusehen. Verdammte Veela-gene, dachte er, musste aber unwillkürlich lächeln.

„Jah, natürlich", antwortete Kira überlegend „Wir alle waren sehr erstaunt. Aber jah, ich hätte nicht gedacht dass du zurückkommst. Der Abschied schien sehr endgültig."

Er hatte die Hand ausgestreckte und sie sanft auf die Innenseite von Dracos Arm gelegt, wo die Finge beruhigend auf und ab fuhren.

„Ich bin zurückgekehrt um meine Vergangenheit endlich hinter mir zu lassen. Deshalb bin ich zurückgekommen.."

Draco ärgerte sich etwas über sich selbst, dass er so dummes Zeug redete und zog unwirsch seinen Arm zurück.

Kiras Blick war nun ernst, als er Draco fest in die Augen sah.

„Gehör ich zu dieser Vergangenheit, dray?"

„Ja, du bist ein teil davon."

„Also willst du auch mich hinter dir lassen."

Keine Frage, eine Feststellung. Sie hatten nie etwas fragen müssen, die Antworten waren das Problem gewesen.

„Jahh… Ich habe versucht das Alles zu vergessen, aber das geht nicht. Es steht immer noch zwischen mir und Harry. Ich bin zurück nach Paris gekommen um mit dem abzuschließen, um endlich neu anzufangen, denn das kann ich nicht wenn ich das hier mit mir rumschleppe."

Kira schnaubte verächtlich, lächelte aber dabei.

„Du bist wirklich noch der selbe.. Auch wenn dieser Harry nicht ins Bild passt. Liebst du ihn wirklich?"

Diesmal musste Draco wirklich zu Boden sehen.

„Ja.", sagte er, sein Mund war trocken.

Als er seinen Blick wieder hob, war es jedoch Kira der seinen Kopf weggedreht hatte.

„Schau mich an..", bat Draco leise „Du weißt, dass .."

„Ich habe dich aus der Gosse geholt." zischte Kira. Sein blick hatte sich merklich verdunkelt. „Du sagst mir du willst mich vergessen?? Du weißt dass das nicht geht."

„Nein..bitte, Kira. Ich weiß, dass ich dir mehr als mein leben verdanke und du bist immer noch der Mensch den ich hier zurückgelassen habe. Aber ich weiß dass ich nicht beides haben kann, Paris und Harry. Er könnte es nicht verstehen.

„Dann ist er nicht der Richtige. Willst du wirklich jemanden, vor dem du nicht sein kannst? Du lebst in deiner kleinen netten Lüge und da steht er bei dir, aber er kennt dich nicht so wie ich es tue.."