Ich würde ja wirklich gerne schreiben, dass ich eine so vielbeschäftigte Person bin, dass ich überhaupt keine Zeit gefunden hab on zu stellen. die Wahrheit (Ha, mein kapitel heißt sogar so..haha) wäre wahrscheinlich,dass ich mehr und öfter hochstellen würde wenn ich viel beschäftigt wäre. Denn irgendwie werd ich faul, wenn nichts los ist. Das Kapitel wär allerdings schon gestern oben, aber da musste ich 5kg Mirabellen mit meiner Mutter für Marmelade entkernen. Tja, das hat man davon wenn man mal zuhause ist. Und das Kapitel ist noch nicht mal gebetat, (ich hab mich aber überwunden und das Ganze zweimal durchgelesen...) die ist nämlich im Urlaub. In Polen, an den Masuren..was wohl so spannend ist wie es klingt. Zu dem chap sag ich mal nichts und wenn mich jemand damit in Verbindung bringt werde ich mich verleugnen lassen oder so... allerdings ist es für meine Verhältnisse lang geworden.. na immerhin..

Anne:Huch, da werd ich jah ganz rot! (nicht aufhören... :) ) huch, leute lesen sich wirklich durch, was ich da so hinschreibe? beängstigend.. Aber trotzdem hab ich nichts gegen eine Seelenschwester einzuwenden.. Willkommen in der Familie!

Summersun: So ein nettes review und ich lass mir trotzdem so viel Zeit zum hochstellen...sorry..aber dein Kommentar hat mich wirklich aufgemuntert..danke.. Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass sich noch jemand an "Invisible" erinnert.. aber tatsächlich hab ich da zwischendurch mal dran weitergeschrieben..muss halt nur alles abgetippt und in (logische) Reihenfolge gebracht werden..worans meistens hapert (besonders am Teil mit der Logik..)

redcat: Nein, harry wurde genug gequält...vorerst! Wahh..ich hoffe man wird für lange wartezeiten nicht auch von dir gemartert!

zissy: Da hast du vollkommen Recht..seh ich auch so..und wird sich auch so herausstellen. Mit geraldine bin ich mir übrigens auch noch nicht ganz im Klaren

Apollinia: Oho.. jetzt hast du aber wirklich ein recht zu meckern.. und dass auch ncoh nachdem ich dich aggressiv gemacht hab.. Geheimnisse werden wenigstens langsam gelüftet, falls dich das besänftigen kann.. Danke für dein liebes Kompliment..das geht jah runter wie Öl!


Wahrheit oder sowas

Draco schlug seinen Mantelkragen hoch ins Gesicht, als er aus Kiras Altbauwohnung auf die Straße trat, dabei hatte sich der kalte Wind von Vormittag bereits wieder einigermaßen gelegt. Mit den Händen in den Taschen vergraben, versuchte er möglichst ungesehen zwischen den flanierenden Menschenmassen hindurch zu laufen. Ein zufälliger Blick in ein Schaufenster verriet ihm dass selbst die letzten künstlichen braunen Farbpigmente sich bereits aus seinem Haaren gewaschen hatte. Die Strähnen hingen ihm wieder hellblond ins Gesicht. Als er diesen Mann im Schaufenster sah, mit den, für ihn eher ungewohnt, langen Haaren, dem ernsten Gesicht, da sah er Lucius, wie er einige Zeit vor ihrer letzten Begegnung in Askaban gewesen war.

Seit einer langen Zeit spürte er beim Gedanken an seinen Vater weder Abscheu, noch Wut, nicht einmal dieses schmerzhafte Ziehen ins seiner Brust. Er hatte seinen Vater verachtet, nicht weil er die Seite des Lords ergriffen hatte. Wenn Draco ehrlich war, war ihm das reichlich egal. Auch nicht weil er kalt gewesen war und es ihm nie leicht gefallen war seinem Sohn Zuneigung zu zeigen, auch nicht weil es ihm am Ende nicht gelungen war Narcissa oder ihn zu beschützen. Sondern weil Lucius all das aus Angst getan hatte.

Doch inzwischen wusste Draco selbst wie Angst sich anfühlte. Er war weit über den Punkt hinaus in der man sich ständig nach Verfolgern umsah. Denn wer sich umdrehte lief Gefahr wirklich jemanden zu sehen.

Aber es ging nicht mehr nur um ihn, das zu akzeptieren war schon schwer genug, es zu zeigen erst recht.

Draco versuchte seine Hand still zu halten, doch dadurch zitterte sie nur noch stärker. Ein paar mal verwischte er die feinen Körner über den Spiegel auf dem er sie ausgebreitet hatte. Draco beugte sich über den Spiegel. Die Droge explodierte in seinem Kopf. Schwarz brach über ihm zusammen. Seiner Sinne beraubt konnte Draco sich gerade noch fangen, bevor sein Kopf auf den Glastisch aufschlug.

Plötzlich lichtete sich sein Sichtfeld wieder. Seine Wahrnehmung schärfte sich fast ins Unerträgliche. Heiße Glut jagte durch seine Adern. Draco lehnte sich zurück und schloß die Augen. Langsam ebbte das Zittern ab.

Hee, alles klar mit dir?", hörte er eine besorgte Stimme.

Draco öffnete die Augen mühsam wieder. Er erinnerte sich kaum an den Namen des Jungen. Er nickte langsam um ihm zu bedeuten es sei nichts worum er sich scheren musste.

Der Junge rollte etwas in weißes Zigarettenpapier ein, von dem Draco im Moment nicht erkenne konnte ob es Tabak war oder etwas andere. War ihm auch gleichgültig.

Ich versteh nicht wieso du dieses Zeug schnupfst", begann der andere redselig, jugendlicher Trotz lag auf seinen Zügen., „da kannst du dir jah gleich ne Spritze setzen. Wieso rauchst du kein Pot oder sowas wenn du was brauchst?"

Draco winkte unwirsch ab. Als ob er etwas brauchte, das Realität und Illusion noch mehr durcheinanderschmiss. Kokain dagegen schärfte seine Sinne und hielt ihn wach. Doch es war das letzte mal, dass er das weiße Gift durch seine Venen gepumpt hatte. Er stand auf, sobald er sich dazu in der Lage fühlte. An der Garderobe angekommen griff er nach seinem Mantel und verstaute sein Zauberstab in der Tasche, seine Hände zitterten nicht länger.

Gehst du noch mal weg?", hörte er die neugierige Stimme hinter sich.

Draco drehte sich um, dabei fiel sein Blick auf den Spiegel, der an der Wand des Flurs hing. Er erschrak über seinen Anblick. Sein Gesicht war ausgemergelt, kalkweiße, papierend glänzende Haut spannte sich über spitz hervorstehende Knochen. Wildes Fieber stand in seinen Augen. Dann lächelte er aus Genugtuung als er daran dachte, dass sein Gesicht das Letzte war, was dieser Wichser sehen würde.

Jah..ich werde länger weg sein", flüsterte er leise.

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Harry verfluchte sich, dass er Matts Angebot ihm Schal und Handschuhe zu leihen so großspurig ausgeschlagen hatte. Er versuchte seine gefütterte Jacke so nah wie möglich an den Körper zu drücken, als sie das kleine Stadion erreichten. Vereiste Grashalme zerbrachen unter ihren Schuhen und zeigten, dass hier schon lang kein Spiel mehr stattgefunden hatte. Matt, dessen braune Locken unter einer bunt gestreiften Wollmütze hervorquollen schien das Wetter allerdings nichts auszumachen. Gut gelaunt erzählte er Harry die Vereinsgeschichte und Harry begann sich zu fragen wie viel Historie in so ein kleines Team passte.

„Leider kann ich jah nicht selbst mitfliegen", schloß er seinen Vortrag gut gelaunt, „aber das hält mich immerhin von einer Blamage ab, schließlich habe ich Reflexe wie ein Stück Brot."

Harry nahm ihm diese Einstellung nicht ganz ab, aber er beschloss es war der Zeitpunkt gekommen, an dem er ansprechen konnte was ihn wirklich beschäftigte.

„Matt?", fragte er und bekam ein fröhliches „Hm?" zu Antwort.

„Was für ein Leben hat Draco hier geführt?"

Augenblicklich wurde der Franzose ernst, das Lächeln verschwand. Es schien beinahe so als würden selbst seine Locken beim Laufen weniger hüpfen.

„Ich weiß nicht ob ich…Was weißt du denn darüber?", fragte er und Harry meinte einen fast lauernden Unterton herauszuhören.

Aber er hatte beschlossen Antworten zu bekommen und die wollte er jetzt auch haben.

„Nicht viel", gab er achselzuckend zu „Dass er kurz nachdem… er von Hogwarts weg ist hier herkam, weil Voldemort noch nie sonderlich viel Interesse an Frankreich gezeigt hat. Aber sonst…"

„Harry, ich sollte dir nichts sagen. Sprich mit Draco. Ich bin nicht der Richtige für deine Fragen auch wenn du sicher ein Recht hast es zu erfahren..schließlich seid ihr verheiratet."

Ermutigt dadurch,dass endlich mal jemand hier diese Tatsache zu bemerken schien stellte Harry eine Frage, die ihm schwer auf dem Magen lag:

„War er damals mit Kira zusammen?"

Matt lachte freudlos auf. „Ich bin mir sicher Kira sieht das gerne so,ja. Sie haben wohl eher in einer Art zerstörerischer Symbiose Gelebt und ich muss nicht lügen um zu sagen, dass ich ziemlich froh darüber bin dass ihr wieder zusammengefunden habt."

Harry horchte auf „Du weißt also, dass wir vorher schon zusammen waren?", fraget er, sicher nichts derartiges erwähnt zu haben.

„Oh jah," Matts Stimme wurde leiser, wurde fast von dem Motorlärm der nahen Straße überdeckt, Draco hat sehr oft von dir gesprochen, wenn er… nicht ganz bei sich war. „

Er sah weg, schien sich auf die Zunge zu beißen und Harry verstand dass er meinte zuviel gesagt zu haben, aber er war zu aufgewühlt um darauf Rücksicht zu nehmen.

„Was meinst du damit?", wollte er möglichst vorsichtig und mit weicher Stimme wissen. Erst danach sah er, dass von Matts freundlichem Gesicht nicht mehr viel übrig war, er wirkte wachsam, aber vor allem verärgert.

„Du solltest wirklich mit Draco reden", schnappte er und beschleunigte seien Schritte.

Und genau das hatte Harry auch vor.

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„Was soll das heißen, sie erinnern sich nicht mehr?", brachte Ron abgehackt hervor, mühsam bedacht nicht loszuschreien. Er hielt dem Flughafenbeamten das Bild noch einmal näher unter die Nase. „Auf dem Video ist klar zu sehen das dieser Mann" – er betonte jede Silbe- „Am 21. letzten Monats bei ihnen Fahrkarten gekauft hat."

„Junger Mann", begann der Beamte, auch schon schwer um Fassung ringend „Ich verkaufe an Werktagen bis zu 200 Tickets und ich habe ihnen schon einmal gesagt, dass…"

Ron setzte schon dazu an ihn zu unterbrechen als er eine beschwichtigende Hand auf seiner Schulter spürte. Kurz darauf folgte auch Nalaheighs dunkle Stimme, der versuchte seinen Vorgesetzten zu beruhigen.

„Ich glaub nicht, dass wir hier noch was erfahren, Ronald. Lass gut sein."

Entnervt wandte Ron sich also vom Schalter ab und ließ sich von Nalaheigh wegführen.

„Wir waren ihm so nah", knurrte Ron, „Ich kann den Scheißkerl förmlich über mich lachen hören."

„Und wir werden ihn auch kriegen.. alles eine Frage der Zeit. Nun war es aber wirklich kein Wunder, dass dieser Herr dahinten sich nicht erinnern konnte. Selbst wenn das unter normalen Umständen noch zu schaffen gewesen wär, Malfoy ist ein Zauberer..und ein fähiger dazu."

Das musste Ron allerdings zähneknirschend eingestehen. Er war wieder zu voreilig gewesen. Zu aufgeregt darüber endlich eine Spur gefunden zu haben, ums ich wirklich auf so eine Ernüchterung einzustellen.

„Was liegt jetzt an?", fragte er, seine Stimme wieder unter Kontrolle.

Nalaheigh zog sein kleines schmales Terminbuch so schnell aus seiner Tasche, als hätte er bereits auf die Frage gewartet.

„Wir haben um 14Uhr ein Termin mit dem Leiter der französischen Hauptstelle in Paris. Wir sollten uns wenigstens Vorstellen, bevor wir in ihrem Gebiet herumwildern."

Ron seufzte beim Gedanken, Rennes zu verlassen um nach Paris zu fahren und sich so wieder von der letzten Spur zu entfernen. Er konnte schließlich nicht ahnen, dass er dem Ziel seiner Suche so wesentlich näher kam.

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Es war ruhig in Matts Wohnung. So ruhig, dass Harry zuerst annahm Draco hatte sich erst gar nicht die Mühe gemacht wieder zurück zu kommen, doch als er seine Jacke an die Garderobe hängen wollte bemerkte er Dracos langen schwarzen Mantel, der dort bereits hing, unordentlich über eine Stange geworfen.. ungewöhnlich für den ordentlichen Slytherin.

„Er wird im Gästezimmer sein", meinte Matt hinter ihm und auch in seiner Stimme war Sorge zu hören. „Ich bin in der Küche", fügte er hinzu und ließ Harry zurück.

Harry öffnete die Tür langsam, blickte durch den Spalt und sah Draco erst nicht, der an das Bett gelehnt auf dem Boden saß und auf etwas vor ihm starrte. Harry folgte dem Blick aber sah nichts außer dem Parkett. Dracos Augen waren so unnatürlich glasig, dass Harry für einen Moment seine Wut vergaß. Er sah die halb leere Ginflasche neben Draco, und das unbenutzte Glas, das eine Meter entfernt auf der schmalen Fensterbank stand.

Obwohl der Blonde dem Alkohol noch nie abgeneigt war, hatte Harry noch nie erlebt dass er sich am heiligten Tag betrank.

„Draco?", sagte er mit lauter Stimme. Und tatsächlich ließ der scharfe Ton den am Boden Sitzenden aufblicken.

„Harry", stellte er fest.

Seufzend ließ der Angesprochene sich neben ihm auf dem Parkett nieder. Er brauchte gar nichts zu sagen, denn Draco fing von alleine an.

„Es ist seltsam.. man denkt man würde alles besser machen. Man bildet sich ein, dass man stärker oder besser oder was weiß ich nicht- ist als alles vor einem. Dabei ist das alles scheiße. Ist doch echt alles das Gleiche, der Mensch kann von Glück sagen, dass er zu dumm ist das zu verstehen."

Harry wusste nicht, ob er von seinem Vater, sich selbst oder Menschen im allgemeinen sprach, aber er zwang sich ruhig zuzuhören, was Draco zu sagen hat.

„Ich mein dieser ganze Müll..es wird schon irgendwann besser werden blabla was einen nicht umbringt macht einen stärker.. was soll denn da besser werden? Das leben läd seine ganze Scheiße auf einem ab und am Ende stirbt man, Punkt. Dann ist gar nichts mehr und man verwehst in der Erde. Wozu soll dass denn gut sein? Wenns wirklich einen Gott gibt hat er sich mit uns einen verdammten Scherz erlaubt."

„Und was ist mit den guten Sachen?", fragte Harry leise „Wenn das ein Scherz ist, dann mit einer guten Pointe."

Draco seufzte schwer und griff nach der Flasche, ließ sie aber auf dem halben Weg zum Mund plötzlich wieder sinken.

„Alles nur eine Anhäufung von Zellen", murmelte er. „Was wir Liebe nennen nur eine Laune der Hormone, genau wie Trauer, Angst, Panik.. keine Ahnung…. Ist doch alles nicht echt, Haa, obwohl wenn's keine echt gibt dann ist das alles jaha auch nicht falsch, weißt du."

Harry nickte, weil es ihm besser erschien als zu erwähnen, dass er immer noch nicht verstand worauf Draco hinauswollte.

„Gewohnheit ist das schlimmste was dem Menschen zustossen kann. Man glaubt jah nicht wie schnell der Körper sich an Sachen gewöhnen kann. Irgendwann verliert Schmerz seine Bedeutung. Aber was dann überhaupt noch zählt..keine Ahnung. Weißt du das seltsame an Schmerz ist, dass du ihn nicht erklären kannst, nicht ohne es mit sich selbst zu beschreiben."

Harry hatte das Gefühl Dracos Monolog irgendwie unterbrechen zu müssen.

„Matt erwähnte etwas davon, dass du als du in Paris gelebt hast manchmal irgendwie..nicht richtig bei dir warst. Was hat er damit gemeint, Draco."

Er wusste nicht genau ob er es wagen konnte Draco in den Arm zu nehmen, er kannte ihn nun schon lange genug um zu wissen, dass der Blonde in einem solchen Moment keine Nähe ertragen konnte oder wollte.

Dieser hob seinen Blick und sah Harry plötzlich unverwandt an, als hätte er ihn vorher gar nicht wirklich wahrgenommen.

„Ich war alle. Irgendwie bin ich vorwärts gekommen ohne ein ziel zu kennen. Ich bin getrampt, schwarzgefahren oder gelaufen, wenn das Gefühl verfolgt zu werden zu übermächtig wurde. Ich kam nach Frankreich, weil ich ein paar Brocken der Sprache kannte und von dort kommt man fast zwangsläufig nach Paris. Besonders wenn man jung ist und nach einem neuen Leben sucht. Erst kam ich in verschiedenen Herbergen unter, aber irgendwann war einfach kein Geld mehr da. Ich hab den Abgang von Hogwarts schließlich nicht geplant gehabt."

Draco lachte leise, als amüsierte ihn die Erinnerung an sein jüngeres Selbst, das nur mit einem Rucksack an Habseligkeit vor seiner Scham geflohen war.

„Ich lernte Matt in einer Bar kennen und ich muss ihn irgendwie berührt haben, wahrscheinlich hatte er einfach Mitleid, jedenfalls gab er mir für kurze Zeit ein Dach über den Kopf. Ich weiß wirklich nicht mehr was ich ihm erzählt hab, es war jedenfalls nicht mal annähernd die Wahrheit. Ich hatte wirklich glück ihn zu treffen, ich hätte es nämlich wahrhaft schlechter antreffen können. Er stellte nicht viele Fragen, hörte sogar nach einigen Versuchen auf mich nach meiner Vergangenheit zu löchern, vermutlich hat er damals schon Ungereimtheiten in meinen Erzählungen bemerkt."

Draco begann mit seiner linken Hand die rechte, die zu einer Faust geschlossen war zu kneten.

„Natürlich konnte ich aber nicht lange so bei ihm bleiben. Ich hab zu dieser Zeit nicht viel geschlafen, weil dann diese Albträume kamen.. nicht dass sie nicht auch zu mir kamen, wenn ich wach war.. Es gab Mittel zu vergessen.. alles zu vergessen, was mich hierher verschlagen hatte."

Harrys Herz pochte wie verrückt. Natürlich hatte er sich immer wieder gefragt was in der Zeit passiert war, nachdem Draco von Hogwarts verschwunden war, bis zu dem Zeitpunkt wo er plötzlich wieder aufgetaucht und begonnen hatte im dienst des Ministeriums zu arbeiten, mit dem Ziel Macnair und die zwei anderen zu finden und zu töten.

Er spürte dass es nicht gut für Draco war davon zu erzählen und er fragte sich kurzzeitig, ob er Draco in dieser Erinnerung verlieren konnte, aber er musste es wissen. Für sich selbst. Und er hörte sich leise fragen:

„Was für Mittel, Draco?"

„Ich begann mit Alkohol, es betäubte. Aber es machte mich auch schläfrig und ließ mich die Kontrolle verlieren. Ich hasste es. Ich begann mit Kokain. Wenn ich drauf war, war ich drauf und alles andere war egal. Nur noch ein Ziel, stärker zu werden, härter.. und wenn es so weit war zurück nach England und Macnair seine Kehle durchschneiden.", einen Moment lang schien Draco sich in Gedanken verloren zu haben, sein Blick war wieder glasig geworden und seien Stimme hatten einen klaren, von Emotionen unbelasteten gleichbleibenden Tonfall angenommen, doch plötzlich und ohne erkennbaren Grund stieß er wütend die Flasche von sich, die einige Meter flog und dann den restlichen Inhalt auf den Boden ausgoß.

Zornig fauchte Draco Harry an, als ob dieser ihn etwas unterstellt oder etwas unverschämtes gefragt hätte.

„Gott ich war siebzehn und hatte nie gelernt mit Geld umzugehen. Wenn es Zuhause ein Problem gab konnte man es meist damit erledigen.. und Geld war immer genug da ich musste nur danach fragen. Was hätte ich denn tun sollen, als plötzlich nichts mehr da war? Was glaubst du hätte ich tun sollen? Und mit der Materie war ich jah nun dank Macnair auch vertraut.."

Wieder lachte er, diesmal langanhaltend und in einer Stimme, die sich immer wieder überschlug. So hatte Harry ihn wirklich noch nie erlebt. Zu ihm war das gesagt immer noch nicht ganz durchgedrungen, als Draco mit einem Satz aufsprang und kurz taumelte, bis er sein Gleichgewicht fand.

„Ich muss hier raus", murmelte der Blonde, wieder ausdruckslos „Es ist viel zu eng hier drin."

Harry reagierte nicht schnell genug um ihn festzuhalten, als Draco bereits aus dem Zimmer stürzte.

Nun endlich stieß er selbst sich auch vom Boden ab und lief hinterher. Ohne sich Schuhe oder Mantel zu nehmen oder auf die Rufe von matt, die aus weiter Ferne schienen zu achten lief er auf die Straße hinaus. Weit und breit war keine Menschenseele zu sehen. Unschlüssig blickte er ein paar mal hin und her, bis er aufs geradewohl in eine Richtung weiterging. Nach einigen Metern verschränkte er seine Arme vor dem zitternden körper, fluchte leise zwischen seinen Rufen nach Draco. Der Himmel hatte sich wieder verdunkelt