A/N: So, hier das nächste Kapitel. Eigentlich wollte ich Incruentata Aenigma weiter schreiben, aber irgendwie sind meine Gedanken immer hier gelandet… Nun, ich hoffe das Kapitel gefällt euch! Alle Notizen wieder unten. Severus ist ziemlich OOC in diesem Kapitel, zumindest meiner Meinung nach. Wenn ihr euch wundert, warum er so freundlich zu Harry ist – einerseits muss das für die Story so sein, andererseits gehört es zur Story, aber leider weiß man erst später warum.

Apparieren war eine wunderbare Sache, fand Harry. Man hatte das Gefühl, sich total aufzulösen und durchs Nichts zu schweben. Für Harry war das ungemein entlastend. Einige Sekunden lang fühlte er nichts, er war nichts, es gab nichts. Niemand verlangte etwas von ihm, er musste sich um nichts kümmern. Für Harrys Geschmack war es viel zu schnell vorbei.

Nachdem Harrys Sinne wieder richtig funktionierten, stellte er fest das Severus sie an den Rand des verbotenen Waldes bei Hogwarts gebracht hatte. Er blinkte ein paar mal mit den Augen; verwirrt. „Was machen wir hier?" „Das sagte ich doch bereits, Potter: ich muss noch ein paar Sachen abholen. Du wartest hier und sorgst dafür das du ausnahmsweise einmal nicht in Schwierigkeiten gerätst und ich hole was ich brauche. Verstanden?" Harry nickte. „gut. Und bewege dich nicht näher zu Hogwarts hin. Es wäre nicht gut, wenn Dumbledore deine Anwesenheit hier spüren könnte." Nochmals nickte Harry.

Severus machte sich auf den Weg zum Schloss und Harry blickte ihm nach, bis er nichts mehr sehen konnte.

Eigentlich war dies ja die perfekte Zeit um ein paar Sachen auszuprobieren. Die Linien auf Harrys Arm waren in den letzten zwei Wochen deutlicher geworden, aber sie ergaben noch keinen Sinn. Es waren zwei schwarze und zwei grüne Linien, die egal wie man sie betrachtete einfach keinen Sinn ergaben. Es waren einfach vier Linien auf seinem Oberarm.

Die Wirkung der Linien hingegen war wunderbar… am Anfang hatte Harry die Linien immer wieder mit seinen Fingern fest gedrückt. Sobald er die Linien berührte, konnte er alles in seiner Umgebung mit einer Schärfe hören, die er eigentlich für unmöglich gehalten hatte. Oft hatte er sein Gehör benutzt um die Geräusche im Haus der Dursleys besser zu hören. Aber sein Gehör war so gut geworden, wenn er die Linien berührte, dass er teilweise auch die Geräusche von der Straße oder manchmal auch von den anliegenden Häusern gehört hatte. Diese Linien waren super!

Harry hatte Severus nichts über die Linien geschrieben. Er wunderte sich zwar, woher die Linien kamen und was sie sonst noch alles bewirkten aber er wollte ihr Dasein noch nicht preisgeben. Diese Linien waren nützlich, sehr nützlich sogar und Harrys innerer Slytherin warnte ihn davor so einen Vorteil irgendwem preiszugeben. Wer weiß wann sich daraus ein Vorteil für Harry entwickeln würde?

Aber Harry wollte doch etwas ausprobieren… bis jetzt war nur Harrys Gehör besser geworden, aber er hatte sich auch immer nur aufs Hören konzentriert. Was wäre, wenn er sich jetzt auf etwas anderes konzentrieren würde? Seine Sicht zum Beispiel?

Harry legte seine Finger auf die Stelle an seiner Robe, wo die Linien sein müssten. Es hatte bis jetzt immer ausgereicht, wenn er so auf sie drückte. Harry presste seine Finger an seinen Arm und kniff die Augen zusammen. Seine Konzentration war auf seinen Sichtradius gesichtet. Es war mitten in der Nacht und der Mond war nur halbvoll, weswegen er nur wenig erkennen konnte.

Langsam wurde es vor seinen Augen klarer… er konnte jetzt die Umrisse von Hogwarts deutlicher ausmachen und er erkannte auch noch Severus, wie er mit seiner flatternden Robe im Eingang des Schlosses hinter den großen Türen verschwand. Harry hoffte, dass seine Sicht genauso gut werden würde wie sein Gehör, aber es veränderte sich kaum noch etwas. Er war enttäuscht. Er wusste noch aus seinem zweitem Schuljahr wie es gewesen war, ohne Brille alles perfekt zu sehen. Damals waren Ron und er in Crabbe und Goyle gemorpht…

Die Brille! Vielleicht hatte es damit etwas zu tun? Harry nahm seine Brille ab und legte erneut seine Finger auf seinen Arm und presste. Und tatsächlich! Die Gegen um ihn herum hellte auf, als wenn es helllichter Tag wäre! Es gab nur einen Unterschied: das licht vom Mond war nicht so aggressiv und blendend wie das der Sonne. Es umspielte die Gegend eher und machte es Harry gut möglich, alles zu erkennen.

Harry konnte alles erkennen. Alles. Das Gras auf den Wiesen um Hogwarts herum, die Eulennester am Turm wo die Schuleulen wohnten, selbst die Vorhänge an Trelawneys Zimmern oben im andren Turm konnte er erkennen, wenn er sich anstrengte. Diese Sicht war besser als gut, sie war… fantastisch, wunderbar, perfekt! Harry drehte seinen Kopf etwas und spähte in den Wald hinein. Er erkannte eine Spinne, die über den Boden kroch, konnte jedes einzelne Blatt an den Büschen und Bäumen sehen… Was auch immer diese Linien machten, wenn nur das hier ihre Wirkung war, wollte Harry sie für immer behalten.

Harry versuchte etwas anderes, Während er noch in den Wald spähte, versuchte er sein Gehör wieder zu verbessern. Nach einigen misslungenen Versuchen, in denen er entweder die Sicht verlor oder das Gehör gar nicht erst kommen wollte, schafft er es wenigstens, etwas hinzukriegen: Seine Sicht wurde etwas schlechter, aber dafür wurde sein Gehör etwas besser. Beide Sinne waren immer noch deutlicher besser als vorher, aber nicht so gut als wenn er sich nur auf eine Sache konzentrieren würde…

Übung. Es fiel Harry wie Schuppen von den Augen. Er würde einfach nur viel Übung brauchen, bis er die Kraft der Linien auf beide Sinne so lenken konnte, dass beides perfekt wurde. Und wenn er das könnte, würde er doch sicherlich auch die anderen Sinne dazunehmen können…?

Harry lies das Gehör und die Sicht weg und konzentrierte sich auf seine Nase. Er wollte testen, ob er auch seinen Geruchssinn durch die Linien verbessern konnte.

Schon nach wenigen Sekunden durchströmten verschiedene Gerüche seine Nase. Es roch nach Pinien, Eichen, Ahorn, verschiedenen anderen Baumarten, er konnte den Duft des Grases ausmachen und selbst etwas von dem Rauch der Schornsteine in Hogsmeade kam bis hierhin durch.

Harry sog tief Luft ein und filterte weitere Gerüche heraus.

Spinnen. Einer der Gerüche kam von Spinnen. Es mussten drei verschiedene Arten in der Umgebung sein… zumindest glaubte er dass. Rosen irgendwo hier in der Nähe mussten Rosen wachsen… und ein anderer Geruch strömte in sein Nase… wild, tierisch und irgendwie gefährlich… ein Wolf. Nicht weit entfernt hier im Wald musste ein Wolf sein.

Harry lies seinen arm wieder los und setzte wieder seine Brille auf. Hoffentlich würde der Wolf ihm keine Beachtung schenken und wegbleiben…

Das Wissen, dass Harry mit diesen Linien so eine Kraft hatte, machte ihm Freude. Severus würde ihn dieses Jahr beim Herumschleichen in Hogwarts nicht entdecken, weil Harry ihn nämlich schon vorher bemerken würde… durch seine Sinne. Er musste zwar immer auf seinen Arm drücken, wenn er die Sinne aktivieren wollte, aber das war ein geringer Preis für die Möglichkeiten die er durch die verbesserten Sinne bekam… Er würde Filch austricksen können und so ziemlich jede andere Person der er begegnen würde. Und gegen Voldemort wäre das sicherlich auch ganz nützlich…

Harry reckte seinen Kopf etwas als er einen Schatten näher kommen sah. Vorsichtig schob er seine Finger wieder auf seinen Arm und drückte… seine Sicht wurde schärfer, aber nicht perfekt scharf, da er seine Brille noch auf hatte. Trotzdem konnte er Severus ausmachen.

So wie es aussah war der Zaubertrankmeister fertig und sie würden jetzt von hier abhauen können…

In wenigen Minuten war Severus bei Harry angekommen und hatte wieder seinen absolut genervten Blick auf dem Gesicht. Harry nahm an, dass er auf den Schulleiter oder McGonagell getroffen war. So was löste bei Severus immer schlechte Stimmung aus, soviel wusste Harry schon.

„Potter, pass auf das du nichts hier vergisst, wir apparieren jetzt." Harry checkte, ob auch alles mitkommen würde und packte dann Severus Arm. Severus benutzte wieder seinen Zauberstab um sich und Harry weg zu apparieren.

Wieder erlebte Harry dieses wunderbare Gefühl des Nichtsseins und wenige Augenblicke später stand er vor einem Haus. Einem großem Haus.

Quatsch. Das war kein Haus, das war eine verdammte Burg!

Vor ihm türmte sich eine dieser alten Herrschaftsburgen auf, in der man sich immer reiche Fürsten oder Prinzessinnen auf Urlaub vorstellt. Die Burg war ein hohes Steingemäuer, mit zwei erkennbaren Türmen und sicherlich auch einem großen Kerker, so wie Harry Severus kannte. Die Umgebung um die Burg war gut gepflegt; fein geschnittener Rasen, ein kleiner See ein Stückchen weiter nördlich, soweit Harry das erkennen konnte, Ein weiteres Gebäude weiter östlich auf dem Gelände – vielleicht ein Stall oder ähnliches – ein Gewächshaus war auch vorhanden, soweit Harry sehen konnte. Harry wünschte sich in diesem Augenblick sehnlichst, dass er seine Sinne aktivieren konnte, aber das würde auffallen und genau das wollte Harry ja nicht.

„Willkommen auf Villa – oder Burg, je nach dem was du lieber sagen möchtest – Snape, Potter." meinte Severus von Harrys Seite. Harry drehte sich zu dem Lehrer hin und erkannte ein gefälliges Grinsen auf dem Gesicht des Mannes. Sicherlich hatte Severus bemerkt, wie Harry die Gegend angestarrt hatte, aber wer konnte ihm das verübeln? Das ganze Grundstück musste ja unheimlich groß sein und wertvoll…

„Nicht mal die Malfoys haben so eine Burg." sagte Severus, als wenn er Harrys Gedanken gelesen hätte. „Es ärgert Lucius immer wieder, dass seine Familie nicht im Besitz einer solchen Schönheit ist. Und jetzt beeil dich Potter, ich möchte heute noch etwas Schlaf kriegen, bevor die Sonne aufgeht."

Harry folgte Severus in die Burg, seine Sachen schwebten hinter ihm her, da Severus sie mit einem Levitationszauber belegt hatte.

Die Eingangshalle war grandios. Es leuchteten ein paar Kerzen und im Dämmerlicht das dadurch entstand sahen die Verzierungen n den Wänden, Türen und der Decke aus wie ein einziges wunderbares Gemälde. Es gab Bilder an den Wänden, aber keine sich bewegenden von Leuten, sondern Landschaften. Harry wünschte sich nochmals sehnlichst seine Sinne, aber wenn er jetzt auf seinen Arm drücken würde und die Brille abnehmen würde… nein, das wäre zu auffallend.

„Wenn du fertig bist mit Starren, Potter, könnte ich dich vielleicht dem Personal vorstellen." Bemerkte Severus stimme von Harrys rechter Seite. Harry fing sich wieder und nickte Severus zu; er erwartete Hauselfen als Personal, schließlich war dies ein Zaubererhaushalt.

Er war nicht auf die Personen vorbereitet, die durch eine Tür an der rechten Seite der Halle in den Raum gelaufen kamen. Nun, sie liefen nicht richtig. Sie gingen schnell, aber mit einer angemessenen Würde und Bedächtigkeit.

Severus Snape hatte menschliches Personal in seiner Burg angestellt.

Ein etwas ältere Herr in einer schwarzen, etwas feineren Robe, kam den Beiden entgegen. „Master Severus! Wir erwarteten sie erst morgen früh!" Der Mann verneigte sich leicht vor Severus und sah Harry aus dem Augenwinkel interessiert an.

Dem Mann folgte eine etwas ältere Frau und drei junge Frauen, die wahrscheinlich die Töchter der älteren Frau waren. Dahinter kamen ein Mann und eine Frau und zwei jüngere Männer, Harry schätzte sie auf etwa 19.

Die Frauen machten einen leichten Knicks und die Männer verbeugten sich leicht. Die ältere Frau begrüßte Severus ebenfalls. „Master Severus, es ist schön dass sie wieder da sind."

Severus erlaubte sich ein tatsächliches Lächeln – Harry bekam das komische Gefühl, dass diese Leute es tatsächlich mochten, für Severus zu arbeiten – und nickten den beiden zu. „Amelia, Padus. Ich konnte etwas frühe kommen und habe Besuch mitgebracht. Harry hier wird vorläufig bei uns bleiben."

Das Personal knickste / verneigte sich ebenfalls vor Harry und Harry lächelte. Harry war aufgefallen, dass Severus anscheinend schlagartig von Potter auf Harry gewechselt hatte.

„Harry, das hier sind Amelia und Padus. Sie sind die Haushalter der Burg und Ländereien und kümmern sich um alles während ich weg bin." Amelia und Padus nickten ihm noch einmal zu und Harry nickte zurück. Harry mochte nicht viel von der Etikette der Zaubereraristokraten wissen, aberhöflich konnte er immer sein. Schließlich hatten die Dursleys großen wert darauf gelegt, dass er ihre Gäste immer gut behandelte, gute Manieren hatte und immer höflich blieb. Harry dachte zum ersten mal daran, dass das nützlich werden konnte.

„Das hier sind ihre drei Töchter, Lilith, Rosmarie und Liliane. Sie kümmern sich darum, dass alles sauber bleibt und eigentlich alles wichtige in der Burg selbst." Die drei Frauen knicksten leicht und Harry nickte auch ihnen zu. Dann kam das zweite Pärchen dran. „Das sind Esmeralda und Antoine. Die beiden kümmern sich um die Gärten und die Länderein und Esmeralda ist außerdem die Köchin." Nach einem Nicken beider Seiten kamen die beiden letzten dran. Harry fiel auf, dass die beiden wohl Zwillinge sein mussten, auch wenn sie sich leicht unterschieden.

„Das sind Esmeraldas und Antoines Söhne, Marc und Kevin. Die beiden kümmern sich um die Ställe, die Tiere und den Wald am südlichen Ende der Länderein." Wieder ein nicken. Severus wand sich jetzt wieder an das Personal. „Harry wird wahrscheinlich bis zum Ende der Ferien hier bleiben und dann mit mir wieder nach Hogwarts gehen. Er bekommt ein Zimmer oben im Familienturm. Bringt bitte seine Sachen schon hoch während ich ihm die wichtigsten Punkte in der Burg zeige."

Das Personal nickte und Rosmarie und Lilith nahmen Harrys Sachen an sich und verschwanden durch die Tür am anderen Ende der Eingangshalle.

Alle drei Schwestern sahen sich auf gewisse weise ähnlich. Alle hatten das gleiche lange, leicht gelockte Haar. Rosmaries haar war ein helles Braun, während Lilith dunkelbraunes haar hatte. Liliane war wahrscheinlich die jüngste und hatte dunkelblondes Haar. Ihr Vater Padus hatte schon braune, volles Haar in dem schon einige graue Strähnen vorkamen. Er war groß und von normalen Statur, nicht besonders kräftig aber auch nicht schmächtig. Ihre Mutter Amelia war etwas kleiner, hatte blond-braunes Haar und eine etwas rundlichere Statur. Sie hatte ein freundliches Gesicht und erinnerte Harry irgendwie an Molly Weasley. Und alle hatten blaue Augen. Es war Harry vorher nicht aufgefallen, aber alle hatten blaue Augen.

Esmeralda hatte schwarzes, glattes langes Harr und einen etwas dunkleren Hautton, zusammen mit braunen Augen. Sie war groß, schlank und sah sportlich aus. Ihr Mann Antoine hatte helle blonde Haare, dunkelblaue Augen und eine kräftige Statur. Die Zwillinge hatten beide schwarze Haare und tiefblaue Augen, doch Kevin trug die Harre länger in einem losen Pferdeschwanz, während Marc kurze Haare hatte. Kevin war ein Stück kleiner als Marc, sah dafür aber sportlicher aus.

„Nu, kommst du?" „Ja, natürlich." Harry folgte Severus zur Tür am anderen Ende der Halle. Der Rest des Personals verschwand wieder durch die Tür, durch die sie gekommen waren.

Severus öffnete die Tür durch die schon die beiden Frauen gegangen waren und Harry stand auf einmal in einem wunderschönen Schlossgarten. Verschieden Blumen, Büsche und selbst zwei, drei Bäume standen im Innenhof. Severus führte ihn durch den Garten während er einiges erklärte.

„Auf der rechten Seite, im Ostflügel, ist die Bibliothek, das Musikzimmer, die Kunstzimmer mit der Galerie, ein Exerzierzimmer mit dem Waffenarsenal und einige Salons. Du kannst wenn du willst jederzeit dort hinein, vorausgesetzt du machst nichts kaputt." Harry nickte Severus zu und die beiden setzten ihren Weg durch den Garten fort. Er war ein relativ großer Garten, dafür dass er im Innenhof der Burg gelegen war.

„Auf der linken Seite, im Westflügel, ist die große Halle, der Essraum, der Ballsaal, der Eingang zum Kerker und wiederum einige Salons. Dort werden wir essen, ich werde dir den weg morgen zeigen. Du kannst dich dort jederzeit aufhalten, solange du nichts kaputt machst." Harry nickte wiederum und rollte etwas mit den Augen. Severus schnaubte und schließlich standen die beiden vor dem rechten Turm. Der Turm war mit dem Ostflügel verbunden, während der linke Turm auf der andren Seite mit dem Westflügel verbunden. Harry konnte schon erraten wie die beiden Türme hießen…

„Das hier ist der Ostturm, mit den Schlafzimmern der Familie und Gäste. Dein Zimmer ist hier oben, ich führe dich gleich hin. Drüben im Westturm sind die Zimmer des Personals. Im Kerker selbst ist mein Labor und ich möchte nicht, dass du das Labor betrittst, solange es kein Notfall ist. Wenn ich im Labor arbeite, will ich nicht gestört werden, es sei denn es ist dringend. Des weiteren sind im Kerker einige seltene Tiere untergebracht, einige Schlangen sind auch dabei. Du kannst sie dir gerne angucken, ich glaube kaum, dass eine Schlange eine Gefahr für dich darstellt."

Severus öffnete die Turmtür und gemeinsam stiegen die beiden die Wendeltreppe hinauf. Severus erklärte Harry weiterhin, wie die Burg und die Ländereien aussahen.

„In jedem Turm gibt es zwei Etagen drüben sind beide Etagen gleich eingerichtet, hier gibt es eine Etage für Gäste und eine für die Familie. Du wirst oben in der Familienetage schlafen. Die Ländereien bestehen aus einem Wald am südlichen Ende, einem großen garten ein Stück weiter westlich der Burg, einem See etwas weiter westlich von der Burg und sonst viel Weideland. Die Ställe sind das Gebäude östlich von der Burg und du kannst gerne einen ausritt machen – sofern du reiten kannst. Wenn nicht können die Zwillinge es dir sicherlich beibringen."

Sie gingen an einer abzweigende Tür vorbei  und Harry nahm an, dass diese Tür zur ersten Etage führte. Nach einer weile kamen beide an einer Tür weit oben im Turm an, und Harry erkannte das dies die Familienetage sein musste.

Severus öffnete die Tür und Rosmarie und Lilith kamen de beiden entgegen. „Wir haben für Master Harry das Zimmer neben eurem vorbereitet, Master Severus."

Severus nickte den beiden zu. „Gut. Wir werden wahrscheinlich erst spät aufstehen heute Mittag. Könntet ihr Esmeralda beschied sagen, dass sie erst um eins das essen zubereiten soll, so dass wir um zwei essen können?" Die beiden Frauen nickten und verschwanden die Treppe hinunter mit einem „Natürlich, gut Nacht, Master Severus, Master Harry."

Harry war noch nie vorher von irgendwem Master genannt worden. Gut, Dobby himmelte ihn etwas an, aber ‚Master' sagte der Elf auch nicht. Irgendwie kam Harry sich komisch vor in dieser riesigen Burg.

Severus führte Harry durch den Korridor. Harry zählte vier Türen links und vier Türen rechts und er wunderte sich, ob die Snapes früher einmal eine große Familie gewesen waren.

Vor der vorletzten Tür auf der rechten Seite machte Severus halt. „Das hier ist dein Zimmer, meins ist eine Tür weiter. Deine Sachen sind bereits hier und sollten gleich im Zimmer stehen. Essen gibt es, wie du ja gerade gehört hast, morgen um zwei. Gute Nacht Harry." Diesmal hatte Severus seinen normalen Namen benutzt, und das ohne die Anwesenheit des Personals!

„Danke. Gute Nacht,… Severus." Der Name hörte sich komisch an auf Harrys Zunge, aber sein Gegenüber schien den gebrauch seines Vornamens zu begrüßen. „Eine Sache noch, Harry. Das erste, was wir morgen machen werden, ist dir ein paar anständige Sachen in der Stadt zu besorgen. Kvirasim liegt direkt hier an den Länderein der Burg. Sei also pünktlich wach morgen." ~Und über deine ‚Verwandtschaft' werden wir auch noch reden.~ dachte Severus bei sich.

Mit diesen Worten ging Severus in sein eigenes Zimmer. Harry öffnete die Tür zu seinem Zimmer – sein eigenes Zimmer! Kein Schrank unter der Treppe und kein alter Raum für Dudleys Müll, kein Kellerloch! Sein eigenes Zimmer!

Voller Freude schloss Harry hinter sich die Tür und sah sich um. Der Raum war finster, ohne Beleuchtung. Funktionierte hier alles, so wie auf Hogwarts? „Licht!" sprach Harry in den Raum und sofort gingen die Kronleuchter an der Decke an.

Harry stockte der Atem. Das Zimmer war riesig! Selbst mit normalen Zimmern verglichen war es riesig! Der Turm musste durch Zauberei innen drin vergrößert worden sein, sonst hätte man niemals in so einen Turm soviel hinein gekriegt!

An der rechten Seite des Zimmers war ein Bett, mindestens zweimal so groß wie die Himmelbetten auf Hogwarts! Auch dieses Bett war ein Himmelbett, mit Vorhängen, vier Holzpfosten und allem was dazu gehört. Die Vorhänge waren dunkelgrün, genau wie die Bettdecke, während das Kissen und das Bettlaken schwarz waren. Auf der Bettdecke war ein Wappen zu sehen – ein Schild, mit einer Schlange, einem buch und einem Federkiel darauf. Harry vermutet die Snapes waren eine alte Familie von Slytherin – Intellektuellen.

In der Mitte des Raumes lag ein smaragdgrüner Teppich, der nicht gerade billig aussah. Die großen Fenster auf der Tür gegenüberliegenden seit hatten schwarze Vorhänge, die zur Zeit nicht vorgezogen waren und das Mondlicht hinein ließen. Neben dem bett stand ein Nachttisch und auf der dem bett gegenüberliegenden Seite war ein Tisch mit einem Bücherregal, das leer war, darüber. Links und rechts von dem Tisch war je ein Bücherregal – leer – und dann je eine Tür. Hinter einer vermutete Harry ein Badezimmer, hinter der anderen einen begehbaren Kleiderschrank – wo sonst sollten seine Kleider hinkommen?

Harrys Sachen lagen am fuße seines Bettes und Hedwig schlief schon neben dem bett auf dem dort stehenden Eulenständer. Harry lächelte beim Anblick der schlafenden Eule und hielt seine Hand vor die Schulter, damit Aragog dort hinauf klettern konnte. Die Spinne schien ihn zu verstehen und krabbelte auf seine hand. Harry ging hinüber zum Nachttisch und lies Aragog dort hinauf krabbeln.

„Wir bleiben jetzt hier, Aragog. Ich bin mir sicher, hier kannst du auch viele Fliegen fangen. Ich leg mich jetzt erst mal schlafen, gute Nacht." Die Spinne streckte noch einmal eines ihrer Beine aus, als wenn sie auch ‚Gute nacht' sagen wollte und krabbelte dann in eine relativ dunkle Ecke wo Tisch und wand aufeinander trafen.

Harr lachte leise und zog seine Robe aus. Er lies Sirius Sachen darunter an und schlüpfte so unter die Decke. Beovr er jedoch einschlief, fiel ihm noch etwas ein. Sirius und Remus!

Wie von der Tarantel gestochen setzte Harry sich wieder auf, holte etwas Pergament und seinen Federkiel hervor und schrieb einen Brief an Sirius und Remus, den er nachher, wenn er geschlafen hatte, abschicken würde.

Sirius, Remus!

Ihr werdet nicht glauben, was mir passiert ist! Oh, wenn ihr es glauben würdet wäret ihr eh dagegen.

Wie auch immer, ich bin nicht mehr bei den Dursleys und weiß nicht, wann ich euch besuchen komme. Aber ich werde noch mal kommen in diesen Ferien, keine Sorge! Euer Portschlüssel wird ja nicht schlecht…

Zur Zeit geht es mir super und der Ort an dem ich bin gefällt mir ehrlich. Es ist riesig hier! Ich weiß ihr wollt wahrscheinlich wissen, wo genau ich bin, aber ich sag's euch lieber noch nicht. Padfoot würde sich eh nur aufregen. Sorry!

Wie geht's euch? Hat Dumbledore irgendetwas wichtiges verlauten lassen? Und hoffentlich kommt ihr nicht i Schwierigkeiten wenn ich zu euch komme! Die Person bei der ich jetzt bin würde wahrscheinlich Probleme kriegen, wenn rauskommt das ich hier bin. Aber so was glaub ich, ist nicht möglich. Nachher geh ich einkaufen um mir ein paar ordentliche Roben zu besorgen.

Grüße,

Harry

Harry überflog den Brief noch einmal, beschloss das er gut war und legte sich dann schließlich schlafen.

Am nächsten Morgen wachte Harry auf und die Sonne schien ins immer. Da die beiden großen Fenster – mit Balkon, bemerkte Harry gerade – nach Süden rausgingen, konnte die Sonne wunderbar ins Zimmer scheinen. Harry räkelte sich in dem großen Himmelbett und setzte sich langsam auf. Aragog hatte sich in eine dunkle Zimmerecke zurückgezogen und schon ein Netz gebaut. Hedwig war wach und grüßte ihn.

„Morgen Hedwig! Ich hab einen Brief für dich!" Die Eule flatterte hinüber zum Tisch, wo sie den Brief schon gesehen hatte, und wartete bis Harry seine Brille aufgesetzt hatte herüber kam und ihr den Brief ans Bein band. „Der geht zu Sirius und Remus, okay?" Hedwig gurrte einmal, wie es Eulen nun mal machen, und flog zum noch geschlossenem Fenster.

Harry lachte über seine eigene Dummheit und schüttelte den kopf. Dann ging er zum Balkon, öffnete die Tür – die er in der Nacht fälschlicherweise für ein zweites Fenster gehalten hatte – und lies Hedwig herausfliegen. Dann schritt er selbst auf den Balkon und sah sich die Länderein der Familie Snape an.

Er konnte den See, die Ställe, und auch den Wald weiter südlich sehen. Anscheinend wurden die Länderein von keiner Mauer umschlossen und Harry konnte weite Grasfelder sehen, bis hin zu einem Gehöft mit einem Kornfeld weiter hinten. Er wunderte sich, wo in Britannien sie waren. Er wusste von einigen Orten, die unortbar gemacht worden waren, damit Muggel sie nie fanden. Vielleicht war dies so eine Gegend? Denn Harry hatte noch nie von einer Stadt namens Kvirasim in England oder Schottland gehört.

„Eine schöne Gegend, oder?" tönte auf einmal eine stimme links neben ihm. Harry war so erschrocken, dass er leicht aufsprang. Nebenan auf dem Balkon des anderen Zimmers stand Severus, gekleidet in ein schwarzes langärmeliges Shirt und eine schwarze Hose. Der Stoff aus dem beide Teile gemacht waren sah ähnlich aus wie Seide und sehr teuer.

Severus grinste fies. „Überrascht?"

Harry lehnte sich wieder an das Balkongeländer und sah Severus an. „Ein wenig. Wie spät ist es?"

„Ca. elf Uhr." Kam die Antwort. Severus deutete mit seinem Finger nach Süden, auf eine Straße, die neben dem Wald herführte. „Die Straße führt nach Kvirasim, mit der Kutsche sind es ungefähr zehn Minuten."

Harry glaubte, nicht richtig gehört zu haben. „Kutsche?" Severus grinste wieder etwas, aber diesmal nicht fies. „Ja, natürlich. Oder möchtest du lieber reiten?"

„Nein danke, ich kann gar nicht reiten." Severus sah wieder auf die Landschaft hinaus.

„Wie lange ist das alles hier schon Familienbesitz?" wollte Harry wissen. Er selbst sah jetzt auch über die Landschaft. Das was er nachts noch für ein Gewächshaus gehalten hatte, entpuppte sich als eine Art Mini-Zoo, der an den Garten angeschlossen war.

„5000 Jahre." Harry stieß einen pfiff aus. Solange schon im Familienbesitz…

„Ja, die Burg ist alt. Älter als Villa Malfoy, und Villa Malfoy ist bei weitem nicht so schön, abgesehen davon dass sie keine Länderein hat." erklärte Severus

„Warum nennt man das hier eigentlich Villa? Es ist doch viel mehr als nur eine Villa." fragte Harry während er die Zwillinge beobachtete, welche die Pferde aus dem stall holten.

Severus zuckte mit den Schultern. „Jeder tut das. Nur wenige nennen es Burg Snape, obwohl die Leute in Kvirasim oft noch den alten Titel für die Familie Snape benutzen – Lord für die Männer und Lady für die Frauen."

Harry sah zu wie gut zehn schwarze Pferde schon auf den Wiesen waren. „Gehörte die Stadt früher zu den Länderein der Familie Snape?"

Severus beobachtet ebenfalls die Pferde. „Sie gehört immer noch zu den Länderein. Die Gesetze des Ministeriums sind hier zwar gültig, aber eigentlich gehört die Stadt dem jeweiligen Lord oder der jeweiligen Lady. Die meisten Stadtbewohner sehen es auch noch so und den wenigen anderen ist es egal."

Harry verfiel in Schweigen. Der Familie Snape gehörte eine Stadt. Zusammen mit verschiedenen anderen Sachen. Wahrscheinlich gehörten die Höfe, die Harry weiter hinten sehen konnte, auch der Familie Snape. Waren die Snapes so alter Adel? Warum hatte Lucius Malfoy dann mehr Einfluss als Severus?

Wieder einmal schien Severus seine Gedanken zu erraten. „Lucius hat mehr Einfluss einfach weil er sich für Einfluss interessiert. Mich interessiert das Ministerium und die Politik nicht im geringsten." Harry nickte von seinem Platz am Geländer aus und sah den Zwillingen zu, die jetzt die ganze Herde draußen hatten. Es mussten gut 30 – 40 Pferde sein, allesamt schwarz.

„Was für Pferde sind das?"

„Kvirasimer Edelblüter. Kvirasim hat eine der besten Edelblutrassen der ganzen Welt. Natürlich sind die von Burg Snape selbst am schönsten." Der letzte Teil wurde mit einer gehörigen Portion Slytherin Stolz gesagt.

„Zu wem ging der Brief?" wollte Severus schließlich wissen.

Harry hoffte, dass Severus bei der Antwort nicht explodieren würde. „Zu Sirius und Remus." Von seinem Nachbarn kam nur ein ‚hmpf' bei Sirius Namen.

„sie wollten, dass ich zu ihnen kommen, haben mir auch einen Porstschlüssel geschickt."

Severus blinkte und drehte sich zu Harry. „weiß Dumbledore davon? Doch sicherlich nicht. Nachdem der Hund vor drei Wochen diesen Stunt durchgezogen hat… Hat vor zeugen den Priester gerettet und die Zeugen dann nicht mal beseitigt…" Severus verstummte und Harry verstand nichts von dem, was er gerade gesagt hatte.

„Priester? Gerettet? Zeugen?" Severus zog eine Augenbraue hoch und betrachtet Harry eindringlich. „Du weißt nicht worum es geht?"

Harry schüttelte den Kopf. „Nein. Bei den Dursleys bekomme ich keine Zeitung und Ron und Hermine hatten nichts geschrieben…" Ron und Hermine hatten gar nichts geschrieben, jetzt wo er darüber nachdachte. Nichts. Nichts über Sirius, nichts über die Lage wie es mit Voldemort aussah… Hatte Dumbledore sie darum gebeten?

Severus schnaubte. „Natürlich würden Granger und Weasley nichts sagen… Weasley weiß worum es geht und würde nichts sagen, erst recht nicht wegen der ‚Schande'," Severus spuckte das Wort aus wie einen Todesfluch, „und Granger wird wahrscheinlich nachgelesen haben und nichts sagen wollen. Wahrscheinlich weil Dumbledore es ihnen verboten hat." Wieder schnaubte Severus.

„Worum geht es denn eigentlich? Ich weiß, dass Sirius und Remus etwas komisch waren, als sie zu Besuch waren, aber was los war weiß ich nicht…"

„Sie waren zu Besuch?" Severus zog wieder eine Augenbraue hoch. „Wie haben sie denn das geschafft? Dumbledore hätte Black doch nie erlaubt dich besuchen zu kommen."

Harry grinste. „Haben die Dursleys reingelegt. Die Dursleys wollten einen Ausflug machen und haben einen Babysitter gesucht, der auf mich in der Zwischenzeit aufpasst. Dumbledore weiß gar nicht, dass sie da waren."

Severus schüttelte den Kopf. „Das war bestimmt Lupins Idee. Black ist zu doof für so was. Dumbledore hat viele Zauber auf dem Haus der Dursleys, damit er weiß wo du steckst."

„Und wie kann ich dann hier bleiben?"

Severus bekam ein teuflisches Grinsen und seine Stimme tropfte nur so vor sadistischer Freude. „Um die Dursleys selber kümmere ich mich innerhalb der nächsten Tage… was die Zauber und Barrieren angeht, da habe ich mich vorhin drum gekümmert. Ich bin schon seit neun Uhr auf."

Harry nickte wiederum. „Worum geht es jetzt eigentlich? Als ich Remus und Sirius belauscht hab, habe ich nicht viel mitgekriegt."

„Oh, der große Harry Potter belauscht andere Leute und dann auch noch den Werwolf und seinen Schoßhund. Was für ein Skandal." Der Sarkasmus war förmlich greifbar. Harry seufzte und wartete auf die richtige Antwort.

„Im Prinzip war es eine einfache Sache, aber da du nicht weißt, worum es geht, muss man etwas mehr erklären…" Severus machte eine kurze Pause und fing dann an zu erzählen.

„Vor drei Wochen wurde ein Priester erkannt. Was genau es mit de Priestern auf sich hat, erkläre ich dir später. Wie gesagt, der Priester wurde erkannt. Nun, die meisten Leute mögen Priester noch weniger als Vampire oder Werwölfe, sogar noch weniger als Todesser.

Aus Gründen, die ich nicht kenne, aber gerne erfahren würde, ist dein Pate, der aus nicht geklärten Gründen aber sehr zur Freude der Presse anwesend war, zwischen die Auroren und de Priester gesprungen und hat ihm das Leben gerettet und ihn in Sicherheit gebracht. Nun, wie bereits gesagt mag niemand einen Priester, Dumbledore nicht, Fudge nicht und selbst Voldemort sieht die Priester misstrauisch an. Aber in den heutigen Zeiten sind Priester sowieso schon sehr selten und man findet kaum noch welche.

Dein Pate kann sich jetzt natürlich nirgends mehr blicken lassen und sein Freund der Wolf jetzt etwas misstrauisch von Dumbledore angesehen."

Harry verdaute das erst mal. Sirius hatte jemanden beschützt, und die Leute waren sauer darüber. Aber warum war so ein komischer Priester so schlecht? Was war so ein Priester überhaupt? Von dem was Harry bis jetzt bemerkt hatte, waren alle Zauberer Atheisten und glaubten an gar keinen Gott (1). Was machte dann ein Priester?

„Was ist ein Priester?" Severus seufzte. „Das wird etwas dauern, bis ich das erklärt habe." Harry deutete ihm der Hand an, dass er fortfahren sollte.

„Also gut. Vor gut 10 000 Jahren (2) lebten ja Slytherin, Gryffindor und der ganze Rest von diesen ach so starken Zauberern und Hexen. Viele von ihnen waren wirklich mächtig, und da man damals noch keine Zauberstäbe benutzte konnte auch nicht jeder gut zaubern.

Einige von diesen Zauberern und Hexen bekamen Anhänger und versuchten mit Hilfe ihrer Anhänger besondere Sachen zu erreichen. Gryffindor hatte genauso sehr Anhänger wie Slytherin, egal was die ‚öffentlichen' Geschichtsbücher heutzutage sagen.

Viele der richtig mächtigen Zauberer, wie Slytherin oder Gryffindor, beherrschten auch zauberstablose Magie oder seltene Techniken – Parsel, Nekromantie, Gaiamantie, Blutmagie, Schwarzmagie, Illusion, alles so etwas. Dadurch wurde sie von ihren Anhängern – die nicht wussten, wie sie so etwas machen sollten, auch wenn sie das Talent dazu hatten – verehrt. Diese Verehrung ging so weit, bis man einige als ‚Götter' verehrte.

Zauberer und Hexen glaubten eigentlich nie an Götter, da sie ja zaubern konnten. Aber damals glaubten die Leute, dass solche mächtigen Zauberer Götter waren. Die Verehrten nutzten dies natürlich aus.

Sie setzten hohe Magie ein, oft Nekromantie, Gaiamantie oder Geistmagie und banden einige ihrer treuesten Anhänger durch Magie. Durch so eine Bindung bekam der Anhänger eine Tätowierung auf eine Stelle seines Körpers. Die Tätowierung bestimmte die Eigenschaften, die der Anhänger durch die Bindung erhielt, wobei bei Slytherin häufig schlangen als Tätowierung auftauchten, bei Rowena Ravenclaw oft Raben, Gryffindor Löwen, etc. Teilweise überschnitten sich Symbole auch. Eine Schlange konnte für Slytherin stehe, aber die Anhänger der Talonia trugen auch Schlangen. Nur weil Slytherin, Gryffindor, Ravenclaw und Hufflepuff die am besten überlieferten sind, waren sie nicht die einzigsten.

Diese gebundene Anhänger nannte man Priester. Nach der Zeit der Götter, wie man sie heute nennt, wurden die Priester gejagt und getötet. Leider wurde die Bindung durch Blut weiter gereicht. Da es aber oft instabile Magie war, durch die Bindung geschaffen worden war, konnte ein Vater gebunden sein, der Sohn aber nicht, doch der Enkel vielleicht wieder. Natürlich trugen auch Frauen Bindungen.

Am Anfang tötete man nur die, die eine Tätowierung hatten und zu den ‚bösen' Göttern gehörten. Später fing man an, ganze Familien oder sogar Dörfer zu vernichten, weil eine Person eine Bindung hatte. Später vergaß man, welches Symbol zu welchem ‚Gott' gehörte und tötet jeden, der so eine Bindung trug.

Heute verfährt man immer noch so, obwohl die Gebundenen ziemlich reduziert sind. Es gibt kaum noch Familien, in denen eine Bindung auftauchen könnte. Am wahrscheinlichsten dafür sind sehr alte Familien, die Malfoys zum Beispiel. Aber wenn ein Priester entdeckt wird – in den meisten Fällen erscheint die Tätowierung zwischen dem 13 und 25 Lebensjahr – werden sie verfolgt und getötet. Denn Priester können dank der Bindung viele besondere Eigenschaften haben. Es gab eine Priesterin des Morpheus, die durch Wände gehen und sich unsichtbar machen konnte. Deshalb haben normale Zauberer Angst vor Priestern."

Harry starrte stumm hinaus auf die Landschaft. Fast ohne es zu merken hatte er einen Finger auf seinen Arm gelegt, nahe der Linien, aber nicht direkt auf ihnen.

Eine Tätowierung, die zwischen dem 13 und 25 Lebensjahr erscheint. Auf irgendeiner Stelle des Körpers und besondere, magische Eigenschaften die mit ihnen auftauchten.

Und die Tatsache, dass solche ‚Priester' von den normalen Zauberern gehasst und gefürchtet wurden.

Harry wünschte sich nie so sehr wie in diesem Moment, ein normaler Mensch zu sein, ohne auch nur das kleinste bisschen Magie im Körper zu haben.

Nach dem Gespräch mit Severus war Harry wieder in seinen Raum verschwunden und hatte seine restlichen Hausaufgaben erledigt und einige seine Schulbücher noch mal gelesen, besonders Zaubertränke. Harry hatte bis jetzt in den Ferien nicht üben gekonnt und war dementsprechend schlecht gewesen nach den Ferien, wenn es an die ersten Schultage ging. Harry wollte dieses Jahr einen besseren Start hinlegen. Harry wollte überhaupt dieses Schuljahr besser abschneiden, wo doch am Ende die Z.A.G.s kamen. Er würde zwar nicht so fanatisch lernen wie Hermine, aber etwas ordentliches lernen musste schon sein.

Leider erwies sich der Buchtext schwerer als erwartet. Harry las jetzt den gleichen Abschnitt schon zum dritten Mal und immer noch verstand er es nicht. Wie sollte er etwas lernen, das er nicht verstand? Und dabei war das ja das Buch vom letzten Schuljahr…

Harry seufzte und lies das Buch auf den Tisch fallen. Er nahm seine Finger und kratzte seinen Arm in Langeweile. Diese Angewohnheit hatte er von Ron, der sich immer am Arm kratzte wenn er gelangweilt oder überfordert war.

Plötzlich schien das Buch kurz vor seinen Augen zu verschwimmen, aber so schnell wie dieses Gefühl da war, so schnell war es auch wieder verschwunden. Harry schüttelte seinen Kopf etwas und stand dann auf. War es nicht schon kurz vor zwei? Es gab doch dann jetzt Essen…

Das Mittagessen wurde in einem der kleinen Salons serviert. Schließlich aß das Personal für sich und Severus und Harry waren nur zwei Leute.

Das Essen an sich war fein und wahrscheinlich teuer, doch Harry konnte dazu nichts sagen denn er kannte nur die Hälfte von dem was auf den Tisch kam. Es waren wohl alles Zauberergerichte denen Harry noch nie begegnet war, aber nach einigen Proben schmeckte ihm doch das meiste.

Severus klärte ihn während des Essens über den weiteren Tagesablauf auf.

„Wir reiten gleich in die Stadt. Ich weiß, du kannst nicht reiten, aber das hier sind magische Pferde. Keines von ihnen wird dich runterschmeißen wenn ich es ihm sage. Einen Sattel brauchst du auch nicht. Du kannst ruhig die Muggelkleidung anlassen, aber das sieht ungemein nach dem Hundsstil aus. Erst mal geht es zum Schneider und dann werden wir schon mal deine Bücher und Schulsachen kaufen. Und ansonsten kannst du dir noch die Geschäfte angucken und sehen was du kaufen willst."

Harry hatte genickt und freute sich schon riesig auf den Nachmittag.

Eine Stimme in Harrys Hinterkopf wunderte sich darüber, was Ron und Hermine jetzt wohl sagen würden, aber Harry achtete nicht darauf.

Das schwarze, große Pferd jagte Harry zwar keine Angst ein, aber ermutigen tat es ihn auch nicht. Der Edelblüter aus Snape-zucht sollte angeblich ein gehorsames, schnelles, schönes und kräftiges Tier sein, aber Harry wünschte sich im Moment doch ein Auto.

Severus lachte von seine Platz auf Agnar. Agnar war das Leitpferd hier, der Alpha der Herde. „Steig schon auf Harry, Ragnar tut dir nichts." Ragnar war der kleine Bruder von Agnar, sah aber genauso aus wie Agnar.

Das Pferd kniete sich auf seine Vorderbeine und wieherte. Harry näherte sich vorsichtig und kletterte auf den Rücken des Tieres. Fast wäre er wieder herunter gefallen, als Ragnar sich aufrichtete.

Ragnar ging ein paar Schritte und Harry wackelte auf dem Pferderücken umher, blieb aber im Sattel, bzw. auf dem Rücken, den Severus hatte erklärt das Snapes – und ihre dauerhaften Gäste, und das war Harry ja – ohne Sättel reiten.

Kevin grinste und meinte: „Master Harry, für den ersten Aufstieg nicht schlecht! Master Severus, ihr müsst Master Harry unbedingt im Reiten unterweisen. Wenn Master Harry bis Kvirasim im Trab auf Ragnar bleibt wäre er ein geborener Reiter."

Severus lachte und nickte. „Gute Idee Kevin. Harry, ab sofort hast du jeden morgen und Nachmittag eine Stunde Reitunterricht bei mir, in Ordnung?"

Harry nickte von seiner Stelle auf dem Pferd aus. „Von mir aus." „Bis nachher, Master Severus, Master Harry!" „Bis später Kevin, Las Esmeralda das Abendessen für acht Uhr ausrichten. Komm Harry!"

Harry konnte nur staunen als Severus Agnar einen kleinen Schubs an den Hals gab und das Pferd sich umdrehte un die Straße entlang trabte. Ragnar entschied sich dafür hinter Agnar hinterher zu traben und Harry bemühte, sich auf dem Pferd zu halten.

Als Kvirasim in Sicht kam blieb Harry schon einigermaßen sicher auf dem Pferd und war auch nicht mehr so verkrampft. Severus war unterwegs schon vorausgeritten und wieder zurück zu Harry galoppiert. Er schien absolut sicher auf Agnar zu sein und konnte während des Reitens Harry noch mit den Händen die Gegend zeigen und die einzelnen Plätze beschreiben. Dort hinter dem Hügel war eine alte Muggelklosterruine, die man vor 600 Jahren niederbezaubert hatte, dort im Wald gab es einen Brunnen mit Wildgarten, dort im See gab es eine echte Wasserelfe… der Mann war so sicher im Sattel wie er sarkastisch im Unterricht war! Er achtete überhaupt nicht auf den Weg, sondern gab dem Pferd nur hier und da einen Klaps und das war's. Wenn Harry durch Reitunterricht lernen konnte, so zu reiten, würde er gerne fünfmal am Tag Unterricht bei Severus nehmen.

Kvirasim war eine Zaubererstadt durch und durch. Die Häuser waren definitiv magisch und viele waren wie das Haus der Weasleys gebaut – mit nachträglich dran gezauberten und gebauten Zusätzen. Die Stadt lag hinter dem Wald der Snape Länderein. Wenn man von der Burg her kam konnte man sie gut überblicken, weil man dann auf einem Hügel stand.

„Erst mal zum Schneider, komm schon Harry!" Harry war auf einmal froh dafür, dass seine Haare jetzt seine Narbe total verdeckten. Dadurch erkannte man ihn wenigstens nicht sofort. Harry wunderte sich, was Severus seinem Personal über Harry erzählt hatte. Aber wahrscheinlich war das Personal schon recht schweigsam wenn es darum ging, der Presse oder dem Ministerium Informationen zu geben.

Severus führte Harry durch die gutbelebten Straßen. Harry bemerkte, dass es hier viele Pferde und Kutschen gab, fast schon wie im Mittelalter. Nur das alle Menschen Roben anhatten und Zauberstäbe mit sich führten. Im Zentrum der Stadt stieg Severus von Agnar ab und auch Harry schaffte es, mehr oder weniger würdevoll vom Pferd zu kommen ohne umzufallen.

Das Gebäude, vor dem die beiden jetzt standen, war nicht besonders groß, dafür hatte es allerdings schöne Fenster und eine reich verzierte Front. Eine Schere über der Tür zeichnete das Geschäft wohl als Schneider aus.

„Komm Harry." Severus band die Pferde vor dem Geschäft an und betrat dann mit Harry im Schlepptau den Laden.

„Ah, Lord Severus!" rief eine etwas rundlichere Frau, die aus dem hinterem Teil des Geschäfts angesaust kam. Für ihre Statur war sie erstaunlich schnell.

„Es tut gut euch wieder zu sehen. Seit ihr zurück von Hogwarts?" „Ja, heute nacht erst angekommen, Rosalie." „ich hoffe die reise war angenehm?" „Ja, wunderbar Rosalie. Aber ich wollte für Harry hier ein paar neue Roben kaufen. Er bleibt bei mir über de Sommer und braucht dringend ein paar neue Sachen."

Rosalie spähte über Severus Schulter und erblickte Harry. „Na, ein feiner Junge ist das Lord Severus. Roben? Natürlich, komm her Master Harry, ich muss deine Maße nehmen. Welcher Stoff Lord Severus?" Severus schien einige Augenblicke nachzudenken, bis er schließlich meinte: „Etwas reißfesteres für das n aufkommende Schuljahr, vielleicht Drachenleder? Und ansonsten etwas feineres, vielleicht schwarze Schlangenseide wenn du sie noch hast?"

Rosalie verschwand wieder im Hinterzimmer und kam wenige Augenblicke später mit einem ganzen Bündel voller Stoffe zurück. In der Zwischenzeit hatte ein Metermaß an Harry herumgemessen und rollte sich jetzt wider zusammen.

„Natürlich Lord Severus. Wenn man fragen darf, warum bleibt der Junge bei euch?"

„Seine Verwandtschaft, bei der er bis jetzt blieb, kann sich nicht mehr um ihn kümmern. Bis etwas anderes gefunden wird bleibt er bei mir auf der Burg."

„Ah, das muss für einen Jungen aber auch schön sein, oben auf der Burg. Und die Zwillinge sind ja auch in seiner Altersgegend, oder?" Rosalie unterhielt sich noch etwas mit Severus, während sie an Harry herummaß und einen Stoff nach dem anderen anlegte. Am Ende hatte Harry schwarze Schulroben aus Drachenleder, einem festen, aber weichen und biegsamen Material. Äußerst praktisch für kleinere Abenteuer, hatte Severus gemurmelt. Von dem was Harry aufgeschnappt hatte waren die Roben dank des Drachenleders feuerfest und boten Schutz bei Stürzen und Waffen.

Dazu kamen einige schwarze und grüne Roben aus Schlangenseide, einem geschmeidigem Stoff, der ebenfalls nicht leicht riss aber nicht so guten Schutz bot wie Drachenleder. Dafür bekam Harry aber mit, dass man in ihn leichter kleinere Schutzzauber oder generell Zauber einarbeiten konnte. Harrys Roben hatten zwar noch keine Zauber, aber Rosalie wies darauf hin, dass sie jederzeit welche machen könnte.

Nach gut zwei Stunden kamen die beiden wieder aus dem Geschäft, Harry schon in einer dunkelgrüne Robe, die seine Augen betonte. Das es eine Slytherinfarbe war, machte ihm überhaupt nichts aus.

„Wie viel hat das gekostet?" wollte Harry wissen, da er Severus das Geld zurück geben wollte. „Gar nichts, Harry. Das Vermögen der Snapes ist groß genug um dir ein paar Roben zu kaufen." Harry wollte noch etwas wissen, aber Severus schnitt ihn ab. Harry lies es sein. Wenn er schon für die Sachen freiwillig aufkam wollte Harry nichts dagegen sagen. Einem geschenktem Gaul schaut man nicht ins Maul.

Harry und Severus verließen den Bücherladen eine Stunde später. Severus wusste bereits, was Harry alles für das nächste Jahr brauchen würde und so hatten sie alles schnell besorgt. Jetzt hatten sie noch eine und eine halbe Stunde, bevor sie wieder zurück mussten.

„Wohin?" fragte Severus über den Lärm der Straße hinweg. „Gibt es hier eine Art Waffenladen?" Severus Augenbraue erklomm neue Höhen. „Mehrere sogar. Ich wusste nicht, dass du Waffen wolltest." „Ron hat mir ein Schwert zum Geburtstag geschenkt und damals beim Basilisk hab ich auch ein Schwert benutzt. Ich will sie mir nur mal ansehen." „Kein Problem. Da unten links herum."

Harry bemerkte mit Freude, dass der Zaubertrankmeister eigentlich eine ganz nette Person war, wenn man ihn etwas besser kannte. Er war sarkastisch und unfreundlich und unheimlich asozial, aber weder zu seinem Personal – solange es ihn in Ruhe ließ von Zeit zu Zeit – noch zu den Personen, die er in seinen Freundeskreis zählte. Und anscheinend gehörte Harry – aus welchem Grund auch immer – dazu. Harry würde sich nicht beschweren.

Der Waffenladen in den Severus ihn geführt hatte, hatte hauptsächlich Dolche und Schwerter im Angebot. Nach langem hin und her einigten Severus und Harry sich darauf, das Harry das Schwert von Ron erst mal behalten würde und dazu drei kleine mit Zaubern versehene Dolche bekommen würde. Alle Dolche hatten einen Zurückkehrzauber, der die Dolche zurückbringen würde zu ihrem Besitzer, falls man sie werfen musste. Einer von ihnen war vergiftet, einer verhinderte, dass die durch ihn zugefügten Wunden auf normalen Wege heilten und mit Magie geschlossen werden mussten und der dritte hinterlies kleine Brandwunden beim Verwundeten.

Severus setzte außerdem auf Harrys Unterrichtsliste Schwert und Dolchkampf.

„Jetzt holen wir unsere Pferde ab, essen und dann gebe ich dir endlich dein Geburtstagsgeschenk." ~Und dann kommt ein kleines Gespräch über die Dursleys.~ setzte Severus in Gedanken dazu. Er hatte die Sache mit den Dursleys nicht vergessen, oh nein. Und der würde schon noch rausbekommen, was genau die Muggels machten.

Das Essen war super und Harry konnte es kaum noch erwarten, Severus Geschenk zu kriegen.

Endlich holte der Slytherin ein schwarzes Paket hervor und übergab es Harry. Harry konnte von der Form und der schwere deutlich sagen, dass es ein Buch war.

Harry entfernte das Papier langsam und zum Vorschein kam… Der schwarze Magier. Was war das? „Der schwarze Magier ist ein leichtes Anfangsbuch für schwarze Magie. Nicht zu schweres Material, leicht zu verstehen und nicht besonders gefährlich." meinte Severus und nippte an seinem Maracujasaft. Die beiden saßen in einem der Salons im Westflügel, allerdings nicht in dem Raum wo sie gegessen hatten.

„Und jetzt, Harry, erklärst du mir vielleicht mal die Sache mit deiner Verwandtschaft."

A/N: (1) Atheisten. Wird Ah-te-is-tenn ausgesprochen. Jemand, der an keinen Gott glaubt. Gar keinen Gott, weder gut noch böse. Bitte nicht mit Satanisten verwechseln!!! Da ich es komisch finden würde, wenn Zauberer Gott, Allah oder dergleichen verehren würden – Gott sagt Hexen sind böse und wenn man zaubern kann, warum sollte man dann an Gott glauben? – sind in meiner Story alle Zauberer Atheisten.

(2) Wenn es eine andere Zeitangabe in den Büchern gibt, dann ist das hier halt eben ein AU. … … … Mir ist gerade aufgefallen das det hier eh 'n AU is. /sweatdrop/

Also, wie war's? Hoffentlich sind alle Fehler raus, ich hab alles noch mal gecheckt, aber das ist ein bisschen viel geworden, sorry wenn noch welche drin  ind… Ich weiß, Sevvie war fürchterlich OOC, aber er hat einen guten Grund… und nein, das ist keine Geschichte wo Harry Severus Sohn ist. Harry und Severus sind nicht miteinander verwandt! In keiner Art und Weise! Schreibt ne Review, bitte!