A/N:
Ich hoffe ihr beschwert euch nicht wegen Aragog… Er ist ja nur ein Nebenchar für den Ausbau der Geschichte!
Am Ende des Kaps kann es etwas irritierend werden… das sind mehrere große/kleine Zeitsprünge dabei, aber im letzten Abschnitt steht noch mal ganz genau, an welchem Zeitpunkt wir uns befinden und was los ist…

It is our choices...that show what we truly are, far more than our abilities.
- Albus Dumbledore, The Chamber of Secrets
Es sind unsere Entscheidungen… die zeigen, wer wir wirklich sind, nicht unsere Fähigkeiten.

(A/N: Keine Zweideutigkeit gewollt…. Oder doch? g)

Es war Freitag. Die letzten Vorbereitungen für den Abend liefen auf Hochtouren. Ginny war extra früh aufgestanden, um sicherzustellen, dass sie Haarfärbemittel und alle nötigen Accessoires für Harrys ‚Verkleidung' hatten. Carmen trieb Blaise fast in den Wahnsinn indem sie anfing, alle Sicherheitsvorkehrungen zu überprüfen. Ihrem ‚Gebrabbel' über einen ‚weißen gefährlichen Phönix' schenkte er weiter keine Beachtung. Einmal im Monat hatte seine Schwester eben einen leichten Knacks. Blaise vermutete ja, dass es mit ihrer Periode zusammenhing.

Draco hingegen kümmerte sich um ganz andere Sachen: Er hatte den Plan erstellt, wann welche Schüler an den Kerkereingängen Wache stehen würden. Es gab einen offiziellen Gang und drei Geheimgänge. Daher brauchte er sechs Schüler für jede Schicht, wenn jeweils zwei Wache stehen sollten. Jetzt war er damit beschäftigt, die Fünft- bis Siebtklässler in ihre Schichten einzuweisen. Es gab eine strikte Regel: Da die Gryffindors den Slytherins den Krieg erklärt hatten, würden die Slytherins ihr Gebiet verteidigen. Also durften Gryffindors höchstens zum Zaubertrankunterricht den Kerker betreten.

Harry hatte Donnerstagnacht, nachdem er wieder normal aussah, noch mit Severus gesprochen. Allerdings nur über Ronald und nicht über Harrys eigene Kampagne…
"Weasleys… zu nichts gut!", hatte Severus gefaucht. Dann hatte er sein im Kreis laufen hatte gestoppt und Harry an den Schultern gepackt. "Harry. Pass auf dich auf. Weasley ist inkompetent und ein Idiot, aber merke dir eins: Jemand, der verrückt ist, ist unberechenbar. Jemand der verrückt und in die Enge getrieben worden ist, ist jedoch gefährlich. Wenn du Weasley mit Draco und Blaise in die Ecke treibst, lass ihm einen Ausweg - dann kontrollierst du die Situation."
Harry hatte genickt. "Severus - Du hilfst uns doch, oder?"
"Natürlich! Was für eine dumme Frage…"

Das Gespräch hatte danach noch etwas länger gedauert, als Harry mit Severus die Pläne der Slytherins durchgegangen war. Danach war Harry in den Turm geschlichen - sicher war sicher - und hatte sich schlafen gelegt.

Leider läuft nicht immer alles so, wie man es gerne haben will. Und so geschah es auch diesen Freitag: Harry wachte nicht wie sonst, früh und als erster auf, sondern er verschlief. Er schlief durch die ganze erste Stunde. Und die zweite auch noch.
Während er selig in seinem Bett lag und dringend erforderlichen Schlaf nachholte - er hatte in der letzten Zeit kaum geschlafen und sein Körper brauchte nun mal Erholung - wurden seine vier ‚Berater' fast krank vor Sorge.

Am Ende der zweiten Stunde ohne einen Blick auf Harry erhascht zu haben waren sie alle ziemlich angespannt. Draco fauchte jeden an, der in seine Nähe kam. Er war gereizt bis zum Äußersten. Ginny funkelte ihren Bruder jetzt ‚öffentlich' böse an, sofern keiner seiner ‚Sympathisanten' sie sehen konnte. Blaise konnte sch nicht mehr konzentrieren und fing schon fast an, seiner über 'weiße Phönixe' murmelnden Schwester zu glauben.

Um 10:55 Uhr erwachte Harry. Seine Augen sprangen auf und er setzte sich blitzschnell kerzengerade im Bett hin. Keuchend legte er seinen Kopf in seine Hände.
Was war geschehen? Er hatte schlecht geträumt, soviel wusste er. Doch da steckte mehr dahinter… ein dunkles/düsteres/dumpfes Gefühl beschlich ihn. Ein halber Satz war das Letzte, an das er sich erinnern konnte: …weil du sein Sohn bist.

Harry schloss die Augen. Erst konnte er wochenlang nicht richtig schlafen, dann dieser komische Traum und jetzt das!
Kopfschüttelnd stand er auf und streckte sich. Er war einfach zu angespannt und gestresst, das war alles.
Er sah durch den Schlafsaal und stellte fest, dass alle schon weg waren. Verwirrt schaute er auf seine Uhr. 10:57 Uhr.

Scheiße! Er hatte verpennt. Mächtig verpennt. Hastig wechselte er seine Kleidung, steckte seine Dolche ein und nahm seinen Zauberstab. "Hm… Aragog, weißt du, wo meine - Aragog?"
Harry konnte seine Spinne nirgends entdecken. Das ist ungewöhnlich. Aragog hatte sein Netz immer hier im Schlafsaal, entweder am Fenster oder über meinem Bett…
Harry suchte nach seinen Handschuhen, fand sie und ging zum Fenster. Da war ein Spinnennetz, aber keine Spinne. Komisch

Harry beeilte sich nicht mehr. Er war eh schon zu spät, da konnte er genau so gut auch gemächlich gehen. Was hatte er in der dritten Stunde noch mal? … Ach ja, Ritualzauber…! Lucard würde sowieso keine große Strafe verhängen…

Harry öffnete die Tür des Schlafsaals, trat hinaus - und sprang erschrocken zurück als etwas schwarzes auf ihm landete. "Was- ARAGOG!"
Versteinert starrte Harry auf den toten Körper seine Spinne. Aragog lag am Boden, die Beine von sich gereckt. Zitternd machte Harry einen Schritt nach vorne und sah nach oben. Jemand hatte den Spinnenkörper so mit Seilen an der Tür angebracht, dass er beim nächsten Öffnen der Tür nach unten fliegen würde.

Ronald Weasley, ich werde dich UMBRINGEN! schrie Harry in seinem Geiste während er vorsichtig den Spinnenkörper aufhob.
Was er zu dieser Zeit nicht wusste: Meilen entfernt schreckte ein dunkler Lord von seinem Schreibtisch hoch, als er einen hasserfüllten Schrei durch seinen Kopf hallen hörte. Die Lippen Voldemorts verzogen sich zu einem Lächeln. Vielleicht würde er gar keine Okklumentik brauchen um den jungen Potter auf seine Seite zu ziehen…

Harry indessen trug den toten Körper vorsichtig in seiner Tasche. Im Gemeinschaftsraum war niemand – was um diese Uhrzeit kein Wunder war.
Bevor er heute in den Unterricht ging, würde er erst Aragog beerdigen. Sein Spinnenfreund hatte sich die letzte Ruhe an einem schönen Ort verdient - und Ron Weasley seine im Magen eines Werwolfes. Obwohl Remus das nie machen würde.

Harry marschierte durch die Hallen von Hogwarts mit einem Gesichtsausdruck, der deutlich ‚Heute wird jemand SEHR leiden!' ausdrückte. Jeder Schüler, dem er begegnete, wich ihm aus. Einige Jüngere schrieen sogar und rannten hastig davon. Wütend, Verärgert - Tobend vor Wut marschierte Harry aus Hogwarts hinaus und auf den verbotenen Wald hinzu. Am Rande des Waldes dann verwandelte er einen Ast in eine Schaufel und hob ein kleines Grab aus. Behutsam, obwohl er immer noch vor Wut kochte, legte er Aragog hinein, verharrte eine Minute lang in Stille und schaufelte dann die Erde wieder drauf. Danach verwandelte er den Stock in einen kleinen Grabstein und platzierte diesen auf dem Grab.
"Das werden sie bereuen, Aragog. Das werden sie bereuen. Ruhe in Frieden."

Harry stand langsam auf, drehte sich um und marschierte zum Schloß zurück. Ein Blick auf seine Uhr verriet ihm, dass es inzwischen 12:19 Uhr war. Es war immer noch Unterricht bei Lucard. Umso besser. Da würde er für seinen Aufstand weniger Ärger bekommen. Und den Aufstand würde er machen. Hundertprozentig.
Mitten auf seinem Weg dorthin stoppte Harry. Ron hatte doch gar kein Ritualzauber, oder? Hatten seine braven Gryffindoreltern ihm das nicht verboten?
Wo war der Weasley dann? Harry drehte sich wieder um und marschierte zurück zum Gryffindorturm. Irgendwer würde schon da sein und ihm sagen, wo Ron war.

Als Harry um eine Ecke ging, kollidierte er mit einem Siebtklässler aus Slytherin. "Verdammt, pass doch auf, wo du hin-" Der Slytherin erkannte, wen er vor sich hatte. "Oh, Entschuldigung!" Harry winkte ab. "Wenn du Draco siehst, sag ihm, er soll einen Sarg für das Weasel bestellen."
Der Slytherin wurde bleich und verschwand rasch, wahrscheinlich um Draco zu holen und das vorzeitige Ableben Ronald Weasleys und somit eine Katastrophe zu verhindern.

Innerhalb kürzester Zeit war Harry im Gryffindorgemeinschaftsraum und sah sich um. Einige Zweitklässler zuckten ängstlich zusammen, als Harrys Blick auf sie fiel. "Wo. Ist. Ronald. Weasley?!", fauchte er sie an.
"Wi- wi- wiss- wissen wi- -wir ni- ni- nicht.", stotterte ein kleines Mädchen.
Ein Siebtklässler, der wohl gerade eine Freistunde hatte, fixierte Harry bedrohlich mit den Augen. "Was ist los, Potter? Ist dir eine tote Spinne über die Leber gelaufen?" Der Kerl grinste.

Harry wirbelte herum, sprang ein Stückchen auf den Siebtklässler, der am anderen des Raumes stand, zu und kam dann in gefährlich kleinen Schritten langsam näher.
"Ah, einer dieser feinen kleinen rassistischen Idioten. Du kannst mir doch sicherlich sagen," Harry zückte ein Messer, "wo ich den ach so lieben Ronald finde, oder?" Beim letzten Wort war Harry vor dem Siebtklässler angekommen und hielt ihm den Dolch unter die Nase.
Der Siebtklässler schluckte und bewies seine überaus große Dummheit, indem er versuchte, Harry böse anzusehen und nichts sagte.
"Gaaanz schlechte Entscheidung." Harry grinste und stellte sich in Angriffsposition.

Das große Glück des Siebtklässlers kam in Form von einem Paar rothaariger Zwillinge aus dem Geheimgang im Kamin gestolpert.
"Harry!"
"NICHT!"
Harry drehte seinen Kopf zu den Zwillingen und der Siebtklässler sah seine Chance. Er hob sein Knie und rammte es Harry in den Bauch.
Fred und George zückten ihre Zauberstäbe und nahmen den Siebtklässler ins Visier.
Doch bevor irgendetwas weiteres passieren konnte, schoss ein magischer Strahl durch den Raum und ließ den Siebtklässler zu Boden gehen.
"Petrificus Totalus!"

Die Köpfe aller Anwesenden wirbelten zu der tödlichen Stimme herum. Severus Snape stand, kochend vor Wut, im Türrahmen des Gryffindorgemeinschaftsraumes.
"Mr. Kaltzoff, das gibt fünfzig Punkte Abzug für Gryffindor wegen dem Attackieren eines Mitschülers. Mr. und Mr. Weasley, helfen sie Potter hoch, sofort!"

Fred und George nahmen je einen Arm von Harry und zogen den leise fluchenden auf die Beine. Harry sammelte sein Messer wieder ein und hielt sich den schmerzenden Bauch.
"Harry!" Draco kam hinter Severus hervor geprescht und rannte zu seinem Freund - dabei praktischerweise über/auf den gefallenen Gryffindor tretend.

"Was sollte das werden? Kamikaze?", fauchte der Blonde auch schon los.
"Was auch immer es werden sollte, Mr. Malfoy, es ging eindeutig schief. Würden sie Mr. Potter bitte zum Krankenflügel begleiten? Mr. und Mr. Weasley, sie kommen mit mir." Severus drehte sich mit einem Ruck um und schwebte aus dem Gemeinschaftsraum, Fred und George an seinen Fersen. Draco stützte Harry ab, während er den Gryffindors giftige Blicke zuwarf.

"Was in aller Welten Namen war das!?", zischte Draco leise, während Mrs. Pomfrey kurzfristig den Raum verließ.
"Weasley hat Aragog getötet!", zischte Harry zurück.
"Oh." Dracos wütender Gesichtsausdruck wurde erst verständnisvoll, dann wieder wütend. "Deswegen musst du ihm nicht hinterher ins Grab laufen!"
Die Jungs wurden wieder ruhig, als Pomfrey zurück kam. "Hier, Mr. Potter, trinken sie das."
Harry beäugte den violetten Trank. Waren seine Tränke gegen Schmerzen vorher nicht immer Grün gewesen? Na ja, diesmal waren's ja keine äußere Quidditchverletzung, sondern Bauchschmerzen durch einen heftigen Schlag in die Magengegend.
Harry schluckte das Zeug und zog bei dem Geschmack eine Grimasse. Schmeckte genauso widerlich wie das andere Zeug.
"Geht es ihnen jetzt besser?" Harry nickte, seine Bauchschmerzen gingen tatsächlich zurück. "Gut. Professor McGonagall und Schulleiter Dumbledore wollen ihnen ein paar Fragen stellen. Ich werde sie reinschicken." Pomfrey verschwand wieder.
"Das wird nicht gut werden.", murmelte Draco leise. Harry nickte. Es juckte ihn jetzt überall… dieser Trank war aber nicht so gut wie die anderen.

Dumbledore und McGonagall betraten den Raum. "Ah, Mr. Potter. Mr. Malfoy, sie können gehen."
"Schulleiter, ich sah den Vorfall und möchte im Namen Harrys-"
Dumbledore lächelte. Es sah gezwungen aus. "Mr. Malfoy, keine Sorge, ihrem Freund wird schon nichts geschehen. Wir möchten ihm nur einige Fragen zu dem Ereignis im Gemeinschaftsraum stellen. Wenn sie bitte draußen warten würden?"
Draco gab Harry diskret einen aufmunternden Blick und verschwand widerwillig aus der Krankenstation.

Ruhig bleiben, Harry, der Alte kann dir nichts tun.
Dumbledore sah Harry mit seinen blauen Augen an und schien etwas zu suchen.
Na los, frag deine Fragen. Ich will hier weg. Hab heute Abend noch was wichtiges vor.
Der alte Zauberer schien verwirrt zu sein, als er nicht fand, was er suchte.
Hör auf mir in die Augen zu starren und FRAG VERDAMMT!

"Also gut, Harry." Dumbledore seufzte. "Warum hast du Mr. Kaltzoff angegriffen?"
"Ich habe ihn nicht angegriffen." Harry verschränkte die Arme vor seiner Brust.
"Das hat Mr. Kaltzoff anders erzählt."
"Dann lügt er." Harry funkelte Dumbledore wütend an. Los, los, los… Ich will hier raus und mit den Vorbereitungen anfangen, verdammt!
"Na schön… Harry, warum hast du Mr. Kaltzoff bedroht?"
Damit er mir etwas sagt, hatte Harry antworten wollen. Stattdessen kam aus seinem Mund: "Damit er Angst bekam und weil ich wütend auf ihn war."
WAS? Was ist hier los? Angst kroch in Harrys Gesichtsausdruck.
"Wieso warst du wütend auf ihn? Wieso wolltest du ihm Angst einjagen?"

"Weil Ronald Weasley Aragog meine Spinne getötet hat und ich wissen wollte, wo Ron war und der Kerl hat eine Bemerkung über Aragog gemacht und wollte mich herausfordern also habe ich ihn bedroht."
WAS SOLL DAS?
"WAS SOLL DAS?"
Harry sprang auf und wich ein paar Schritte von Dumbledore zurück. "Harry, in deinem Schmerzenstrank war ein leichtes Veritaserum. Wir wollten lediglich herausfinden, ob du die Wahrheit sagst. Und jetzt setz dich wieder."
Harry grollte wütend. "Sie erwarten von mir, dass ich mir hier ruhig hinsetze obwohl sie mir gerade ins Gesicht gesagt haben, dass sie mich unter Drogen gesetzt haben weil irgend so ein Arschloch ihnen etwas vorgelogen hat über mich?"

Dumbledores Gesichtausdruck wurde sehr ernst. "Mr. Potter, beruhigen sie sich und achten sie auf ihre Ausdrucksweise."
"Wie bitte? Gar nichts davon werde ich tun!", entrüstete sich Harry lautstark.
Dann fing Dumbledore an, einen langen Vortrag von sich zu geben. Harry hörte nicht richtig zu. Er war damit beschäftigt, sich geistig zu beruhigen und ruhig zu bleiben. Heute durfte er auf keinen Fall irgendetwas tun, was den heutigen Abend in Gefahr brachte. Das durfte er einfach nicht. Heute war der erste Schritt zu Harrys Imperium. Das durfte einfach nicht daneben gehen, niemals.

"... verstanden, Harry?" Dumbledore sah Harry scharf an.
Worum ging das gerade? Frieden ‚schließen' mit Ronald? Natürlich werde ich in Frieden auf ihn ‚schießen'…
"Ja.", presste Harry zwischen zusammengepressten Zähnen hervor.

Dumbledore sah etwas beruhigter aus und erteilte Harry die Erlaubnis, gehen zu können. "Ach, und Harry… du bist heute zu keiner deiner Vormittagsstunden erschienen. Das macht eine Woche Nachsitzen… mit Professor Umbridge."

UMBRIDGE? Beruhige dich, Harry, beruhige dich!
Mit mehr Wut als vorher verließ Harry die Krankenstation und machte sich auf den Weg zum Slytherin Gemeinschaftsraum.

Die Welt war scheiße.
Und Harry wollte Ron immer noch umbringen.

Harry erschien auch nicht zu seinen Nachmittagsstunden. Stattdessen lief er im Slytherin Gemeinschaftsraum auf und ab und trieb die Slytherins somit fast in den Wahnsinn. Anscheinend hatten diese es sich nämlich in den Kopf gesetzt, ihren Adoptiv-Bruder vor ‚schädlichen Einflüssen' schützen zu müssen.
Also war Harry damit beschäftigt, ein Szenario für Rons vorschnelles Ableben zu planen während er zur gleichen Zeit die Slytherins davon überzeugen musste, dass er dieses NICHT plante.
Kein sehr leichtes Unterfangen. Vor allem da irgendwie immer ein Slytherin da war, der ihn beobachtete oder mit ihm redete.

Oder versuchte, ihn zu beruhigen. Harry konnte schon gar nicht mehr zählen, wie viele Slytherins ihr Beileid für Aragog ausgedrückt hatten. Es war fast schon gruselig - selbst als Harry noch den perfekten Gryffindor gespielt hatte, hatte sein Haus ihn niemals mit solchen gutgemeinten Wünschen bedacht - nicht, als Hermine versteinert war oder als Sirius Black hinter ihm her war.

In Slytherin wirst du wahre Freunde du finden

War das nicht, was der sprechende Hut gesagt hatte? Wahre Freunde? Nun, freundschaftlich schienen die Slytherins hier zumindest zu sein.

Der Abend nahte und Harry wurde von Minute zu Minute nervöser. Pünktlich um neun Uhr schlichen Draco, Blaise, Carmen und er dann durch die peitschende Weide zur Heulenden Hütte. Dort würde er umgestylt werden, während die Initiierung der Schüler vor der Heulenden Hütte stattfinden würde - um Punkt Mitternacht.

"Okay, Draco, such schon mal das Zeug für dich und Ginny zusammen. Blaise, hast du die Liste mit den Schülern und ihren Namen und Häusern? Dann leg sie bitte dort drüben auf den Tisch. Carmen, Ginny, ich geh mich umziehen."

Die kleine Truppe verfiel in die letzten hektischen Vorbereitungen. Bald schon stand Harry in voller Montur da: Schwarzer Rock, grüne Bluse, Lackschuhe.
Carmen massierte den Zaubertrank in seine Haare, der sie feuerrot machen würde - so wie Ginnys.
"Draco hat mit den Slytherin Vertrauensschülern geredet, Harry. Alle sind dafür, dass du unten bei uns im Kerker schläfst von nun an. Oben im Turm ist es nicht mehr sicher genug."
"Was?" Harry war einfach nur geschockt.
"Hmm.", nickte Carmen. "So, die Farbe ist fertig. Jetzt die Locken…" Der verdatterte Harry ließ die ‚Haar-Kur' über sich ergehen, ohne einen Mucks zu von sich zu geben..

Kurz vor Mitternacht sah Harry dann tatsächlich wie eine junge Hexe aus. Er lief eilig Runden auf und ab, um in seinen Schuhen nicht mehr als nötig zu eiern beim Laufen.
"Blaise, die Liste!" Wortlos reichte der Slytherin im ein Stück Pergament. Harry überflog sie… es waren… gut und gerne 40 Namen auf ihr. Blaise hatte fein säuberlich Name, Jahrgang und Haus aufgeschrieben.

Draco riskierte einen Blick aus einem der zugenagelten Fenster, in dem er ein loses Brett etwas anhob. "Die ersten stehen schon weiter unten. Anscheinend traut sich keiner hier hoch…" Der Blonde grinste - als ob er früher nicht die gleiche Angst gehabt hätte.

"Wenn sie nicht hoch kommen, müssen Ginny und du sie in euren Kostümen hoch holen.", meinte Harry nebenbei. Er war noch mit der Liste beschäftigt.
Neville Longbottom. Fünftklässler. Gryffindor.
Also schloss Neville sich dem stillen Fürsten an. Oder hatte das zumindest vor. Interessant, interessant…

Weiter unten auf der Liste entdeckte Harry noch ganz andere interessante Namen.
Fred und George Weasley. Na schau mal einer guck. Die Zwillinge wechselten also auch von Dumbledores Seite zu seiner…
"Ah, jetzt setzen sich doch zwei in Bewegung… Halt! Das sind doch nicht etwa… das gibt's nicht! Das sind die WEASLEY-ZWILLINGE!", Draco gestikulierte wild mit den Händen und Ginny lief zum Fenster. "Tatsächlich! Meine Brüder!" Plötzlich drehte sie sich um und zog Draco gegenüber eine Schnute. "Und wenn ich jetzt nicht zu Harry gehören würde, würden sie mir nichts sagen, was?" Dann verschränkte sie - immer noch Schnute ziehend, die Arme vor ihrer Brust.
Und Draco starrte Ginny an, als hätte er gerade den größten Schatz der Welt gefunden. Blaise grinste und zwinkerte Harry zu. Der schnaubte nur.
"Virginia…", fing Draco an, "… du bist unheimlich süß, wenn du schmollst."
"Mi-Ieh!" Ginny trat hastig zwei Schritte von Draco zurück und Blaise lag fast auf dem Boden vor Lachen.

Harry schmunzelte. "In Ordnung ihr beiden, verschiebt das Bettgeflüster auf später, ja? Blaise… Stimmenzauber?"
Draco schaute verwirrt. "Zauber? Potter, wollten wir das ganze nicht ohne Zauber über die Bühne ziehen?"
Harry winkte ab. "Das war Blaises Idee… keine Sorge, ist nur eine geringfügige Veränderung. Er hat es mir vorhin erklärt, als ich im Gemeinschaftsraum war…"

Draco schüttelte den Kopf und zog sich die schwarze Robe an. Zuerst hatten sie weit ausfallende, wallende Roben nehmen wollen, aber dann wären sie Voldemort zu ähnlich gewesen. Also hatten sie zwei Schulroben genommen, und sie in relativ eng anliegende Roben mit langen Kapuzen verwandelt. Darunter trugen sie ausschließlich schwarz und nur die ersten vier Knöpfe der Roben waren zu, damit ihnen genug Beinfreiheit blieb. Als Schatten mussten sie ihre ‚Uniform' natürlich dementsprechend anpassen - also schwarz und gut zum Verstecken geeignet. Sobald Harry eine Ahnung hatte, woher sie wirklich gute Ausrüstung herbekommen sollten, würde er welche besorgen.

"Okay. Es geht los, alle Mann auf ihre Startplätze!", wisperte Ginny aufgeregt und stülpte sich ihre Kapuze über.

# Anfang Perspektive namenloser Schüler#

Irgendwie war es schon gespenstisch. Mitternacht, die heulende Hütte... Unheimlich. Einfach unheimlich.

Aber zu dem, was er gehört hatte, passte das. Eine mysteriöse und unheimliche Person sollte das sein, dieser… Stille Fürst. Freier als Dumbledore, schlauer als Fudge und mächtiger als der dunkle Lord… mit ähnlichen, aber doch ganz verschiedenen Zielen…
Freies Denken. Das versprach dieser stille Fürst.
Er war ein Siebtklässler, Ravenclaw. Er wollte am liebsten tagaus tagein nur seinen Studien nach gehen, und neue Zaubersprüche erfinden, alte Zaubersprüche erforschen… Ein Zauberhistoriker, das wollte er werden, jawohl. Aber seine Eltern wollten es nicht… sie waren ein Gryffindor und eine Hufflepuff, und wollten, dass er Dumbledores ‚geheimen' Orden beitrat - obwohl jeder wusste, dass es diesen Orden gab.
Er stand ständig unter Druck, hatte immer diesen… düsteren Hintergedanken im Kopf… ‚deine Eltern würden dich rauswerfen, wenn sie hiervon erführen…'
Gott, wie er dieses Gefühl hasste. Er wollte nur frei sein… Ob der stille Fürst ihm das geben konnte?

Die kleine Schar von Schülern wartete nervös einige Minuten vor der heulenden Hütte, bis plötzlich eine schwarze Gestalt - scheinbar aus dem Nichts erscheinend - vor sie sprang und sich abrollte. Einige Schüler traten angsterfüllt ein paar Schritte zurück. Kurz darauf landete neben der ersten schwarzen Gestalt noch eine zweite - ebenfalls in schwarz.

Er (der Schüler) sah sie voller Erstaunen an. Sie waren in schwarze, enge Roben gehüllt und ihre Kapuze hingen ihnen tief ins Gesicht. Sie sahen recht klein aus - aber wenn sie im Dunkeln unterwegs waren und nicht gesehen werden sollten, war das wohl nur ein logischer Pluspunkt, dachte er sich.

Einer der Schatten trat vor und schien die Schülerschar zu mustern. Dann gab er dem zweiten Schatten ein Handzeichen. Der zweite Schatten nickte und die beiden postierten sich links und rechts kurz vor der Tür zur heulenden Hütte.
"Mylady…", flüsterte der erste Schatten und der Schüler strengte sich an, das Gewisperte zu verstehen. Obwohl - trotz der Lautstärke war der Schatten klar zu verstehen. Seine Stimme klang eher wie ein… Windhauch…

Die Tür öffnete sich - und eine rothaarige Schönheit trat hinaus.
Feuerrote, gelockte Haare. Ein zierliches und bezauberndes Gesicht. Eine recht enge, der Schönheit gut stehende Bluse und ein schwarzer Rock. Und dann elfebeinweiße Beine in Lackschuhen.

Die Hormone des siebzehnjährigen Schülers freuten sich. Wenn Voldemort solche Schönheiten hätte, oder Dumbledore… hm… und er stand doch auf rothaarige Frauen, die etwas zierlicher waren!

"Guten Abend, werte Schüler von Hogwarts…" War die Stimme magisch? Sie hörte sich für den Schüler zumindest so an.
Die Rothaarige lächelte und trat zwischen die Schatten.
"… Ich bin die First Lady… oberste Generalin des Stillen Fürsten."
Ein leises Raunen ging durch die Schar. Der Schüler staunte. Oberste Generalin? Selbst Dumbledore ging nicht selbst durch Hogwarts und rekrutierte… Niemand rekrutierte direkt oder ließ einen seiner mächtigsten Leute rekrutieren.
Waren sie dem Stillen Fürsten so wichtig? Oder war das einfach normal bei ihm?

"Wie einige von euch sicherlich schon bemerkt haben, ist meine Stimme leicht verändert… gewisse Sicherheitsvorkehrungen müssen eingehalten werden." Sie blickte in die Runde.
"Ihr seid hier versammelt, weil ihr euch dem Gefolge des stillen Fürsten anschließen wollt…" Einige Schüler nickten, einige murmelten ja, andere blieben stumm.
Die Lady lächelte. "Zuerst solltet ihr einiges wissen: Der stille Fürst ist kein offen kämpfender Feldherr wie Dumbledore, kein Politiker wie Fudge und kein blutiger Kämpfer wie der dunkle Lord Voldemort."
Die Schüler zuckten bei dem Namen zusammen, doch die Lady fuhr unbeeindruckt mit ihrer Erklärung fort.
"Der stille Fürst handelt aus dem Dunkeln heraus und leise. Sein Gefolge," sie deutete auf die beiden Gestalten neben ihr, "sind die Schatten. Wir agieren in der Nacht, wenn andere Menschen schlafen. Wir verstecken uns, wir suchen die Schwachstellen unserer Gegner und wir vermeiden das Risiko. Wir stürmen nicht mit einer Augenbinde in die Schlacht oder metzeln sinnlos Menschen nieder."

Der Schüler merkte, wie er fröhlich wurde bei diesen Worten. Kein Risiko… und solche Taktiken erforderten Pläne! Gut durchdachte Pläne! Und man brauchte viel Hintergrundwissen… Nachforschungen waren nötig! Dafür brauchte der stille Fürst sicherlich auch Leute…

Die Lady verstummte für einige Augenblicke, bevor sie fortfuhr.
"Euch sollte eins klar sein: Wer sich dem stillen Fürst anschließt, muss schweigsam sein. Ihr dürft kein Wort über die Vorhaben, an denen ihr beteiligt seid, verlieren. Die Macht des stillen Fürst liegt in der Stille. In der Zeitung steht nichts über uns - und erst wenn der stille Fürst es so will, wird dort etwas über uns stehen.
Ihr müsst loyal sein, wir dulden keine Verräter und haben unsere eigenen Methoden, mit ihnen umzugehen.
Und eines verlangt der stille Fürst von allen, die ihm folgen: Das Erlernen von Illusion und Zaubern, die euch verstecken und schützen. Ihr werdet Hilfe kriegen bei dem Erlernen der Zauber, das versteht sich von selbst."

Die Lady musterte wieder die Schüler. Keiner von ihnen schien durch ihre Worte abgeschreckt worden zu sein. Eher das Gegenteil war der Fall.
"Also. Schweigsamkeit, Loyalität und das Wissen um die Kunst des Versteckens - das fordert der stille Fürst von euch. Sicherlich, wollt ihr auch etwas über seine Ziele wissen." Die Schüler nickten.
Die Lady lächelte. "Der stille Fürst kämpft für mehr Toleranz und eine freie Welt. Das heißt, sowohl schwarze als auch weiße Magie an Schulen, mehr Rechte für Vampire, Werwölfe und derlei Wesen. Mehr Rechte auch für den Einzelbürger. Das Ministerium mit seinen Gesetzen erfindet Verbote und Regeln, nur um das Leben der Bewohner dieses Landes einzuschränken. Teilweise gibt es nicht einmal mehr einen Sinn für diese Gesetze, außer Angst und Unwissen über die wahren Tatsachen zu verbreiten.
Der stille Fürst kämpft nicht für ein weißmagisches Utopia der Vorurteile und Intoleranz wie Dumbledore. Aber der stille Fürst hält auch nichts von der rassistischen Idee des dunklen Lords Voldemort. Er wird niemanden einfach töten, nur weil er oder sie eine bestimmte Herkunft hat. Er tötet nur die, die sich aktiv gegen ihn stellen und ihn angreifen.
Seine Gefolgsleute zeichnet er durch ein Mal - aber nicht wie der Lord Voldemort. Es ist ein kleines Zeichen an eurem Fußknöchel. Ihr werdet keine Schmerzen spüren und man wird euch nicht - wie bei dem dunklen Lord Voldemort - Energie absaugen können. Das Zeichen dient nur dazu, euch benachrichtigen zu können."

Die Lady lief während ihrer Rede kleine Schritte vor der Schülerschar auf und ab und musterte die Anwesenden.

Schließlich trat sie wieder an ihren Platz zwischen den beiden Schatten zurück und lächelte. "Nun. Ihr habt gehört, was der stille Fürst zu sagen hat. Wer bereit ist, ihm zu folgen, bleibt hier. Wer nicht dazu bereit ist, kann gehen," sie lächelte mysteriös, "denn in wenigen Stunden wird er sich sowieso nicht mehr an diesen Vorfall erinnern."

Die Lady lächelte noch einmal. "Ihr habt fünf Minuten, in denen ihr über euere Entscheidung nachdenken könnt. Solche Entscheidungen müssen wohl bedacht sein…" Sie wandte sich ab und verschwand wieder in die Hütte.

Die beiden Schatten traten einige Schritte zurück und schienen praktisch mit den Schatten an der Hauswand zu verschmelzen. Die Schüler konnten sie noch sehen - aber durch ihre ganz schwarze Kleidung wirkten sie fast unreal.

"Also wir" "überlegen nicht" "lange, wir" "bleiben hier.", sprachen die Weasley-Zwillinge zusammen.
"Es hört sich ja alles schön und gut an," meldete sich ein Slytherin zu Wort, "aber das ist schon fast zu gut. Wo ist der Hacken bei der Sache? Wo? Das kann doch nicht so einfach sein?"
"Vielleicht doch!", meinte eine junge Hufflepuff, eine Viertklässlerin. "Manchmal ist eben alles so, wie es zu sein scheint."

Die Schüler diskutierten untereinander, bis Neville plötzlich meinte: "Ich vertraue ihren Versprechungen… vielleicht ist es euch nicht viel Wert, aber Harry erzählte mir zum erstem Mal vom stillen Fürsten… Harry scheint diesem Fürsten Glauben zu schenken."
"Harry Potter?", fragte der Slytherin, der zuerst Zweifel geäußert hatte, ungläubig. Neville nickte.
Damit änderte sich schlagartig die Meinung der anwesenden Slytherins. Auch die anderen Schüler ließen sich von Nevilles Worten beeinflussen… und so entschieden sich alle 41 Schüler dazu, das Mal des stillen Fürsten zu nehmen.

Bald trat die Lady wieder aus der Hütte und ging auf die Schüler zu. Ihr folgten in gebührendem Abstand die Schatten, die sich wieder aus der Dunkelheit lösten.

Sie lächelte die Schüler wieder an. "Es freut mich euch noch vollzählig zu sehen." Sie zückte eine Liste. "Bitte tretet vor, wenn ihr euren Namen hört, und hebt eure Hose und eure Robe etwas an. Das Mal kommt auf euren Fußknöchel."
Sie nahm die Liste zu Hand. "Emily Loughlin"
Die junge Hufflepuff trat vor. Die Lady erhob ihren Zauberstab, murmelte einige Worte und schließlich schloss sie mit dem normal laut gesagten Wort: Sanies!
Die Zeichnung sickerte sozusagen in die Haut des Mädchens und ein pinkes Licht umgab sie kurz. Dann war alles vorbei.
Die Lady lächelte. "Das war es, Emily. Dein Mal ist ein normales Mal des stillen Fürsten - Seinen Elite-Truppen gibt der stille Fürst eine verstärkte Form seines Mals, die seinen Gefolgsleuten hilft, sie dafür aber stärker an ihn bindet. Nur der stille Fürst selber wird so ein Mal vergeben können."
Emily nickte erstaunt, genau wie die anderen Schüler. Die Lady lächelte wieder. "Du kannst jetzt hier warten oder direkt wieder zurück zur Schule gehen, Emily. Du kannst, wie alle anderen, innerhalb der nächsten Tage Post erwarten. Der Absender mag euch komisch vorkommen - aber der stille Fürst will nicht leicht erkannt werden."
Das Mädchen nickte und huschte weg in Richtung Burg.

# Ende Perspektive Namenloser Schüler #

Harry versah einen Schüler nach dem anderen mit dem Mal und mit jedem gesprochenem Zauber wurde er etwas müder. Es war sehr anstrengend, so viele Male das Mal verteilen zu müssen.

Letztendlich blieben nur noch die drei Gryffindors übrig, die erschienen waren: Fred, George und Neville.
Harry lächelte. "Ah, die Weasley-Zwillinge und der junge Herr Longbottom, bitte, tretet näher."
Das war eine einmalige Gelegenheit. Harry konnte sie alle drei direkt in den ‚Inneren Kreis' aufnehmen. Aber er brauchte noch einen anderen Namen für den ‚Inneren Kreis'… den selben Namen wie den von Voldemort wollte er nicht benutzen.

Harry gab Draco, der rechts von ihm stand, ein Zeichen. "Geh ins Haus und hol Blaise."

Neville sog scharf Luft ein. "B… Blaise ist hier? Mylady?"
Harry musste lachen. "Ja, Blaise ist hier."

Draco starrte Harry einen Augeblick lang an, verschwand dann aber ins Haus.
Ginny ging auf Harry zu und flüsterte ihm zu: "Willst du ihnen die volle Bindung geben?"
"Ja,", flüsterte Harry zurück, "ich vertraue ihnen…" Ginny nickte.

Die Zwillinge und Neville waren nervös. Was ging hier vor? Was geschah hier? Damit hatten sie nicht gerechnet…

Draco - immer noch in der Robe - kam mit Blaise aus dem Haus.
"Blaise. Warum hast du mir nicht vorher gesagt, dass diese drei hier wären?"
Blaise grinste leicht beschämt. "Äh… Überraschung?"
Harry fing an zu lachen. "Interessante Überraschung. Finite Incantatem." Er deutete mit dem Zauberstab auf sich und der Zauber auf seiner Stimme wurde aufgehoben.

Dann seufzte er und lehnte sich an Ginny. "Diese Schuhe bringen mich um."

Neville riss seine Augen auf. "H- Harry?", brachte er atemlos hervor.
Harry grinste. "Darf ich vorstellen? Der stille Fürst in Person."
Neville war baff. "Das… wow."
Die Zwillinge grinsten bis über beide Ohren. "Irgendwie überrascht" "uns das nicht".
Neville war einfach zu geschockt um mehr zu sprechen. "Also schön…" fing Harry wieder an, "ich will euch drei in meinem… äh Hauptgefolge. Aber dazu müsst ihr noch mehr Stillschweigen bewahren als jeder andere, kapiert? Niemand, absolut niemand, darf erfahren, wer der stille Fürst ist."
Die Zwillinge nickten und Neville klappte seinen Mund zu und nickte ebenfalls. "Kein Problem, Harry.", meinte der Tollpatsch.
Harry nickte. "Okay, dann geb ich euch jetzt das Mal…"

Harry erschien es so, als wären die drei noch ziemlich geschockt und registrierten nicht wirklich, was um sie herum geschah. Aber sie waren erstklassige Helfer mit verschiedenen Stärken - und je mehr Hilfe Harry kriegte, desto besser.

Nach wenigen Minuten hatten alle drei ihr Mal und Harry fühlte sich müder und ausgelaugter denn je.
Er schwankte leicht in seinen Schuhen und drohte fast, umzukippen.

"Harry?" Blaise stützte den schwankenden Jungen. "Ist alles in Ordnung?"
"Ja, ja. Es hat mich nur etwas angestrengt, das ist alles… 41 Mal das Mal vergeben ist kein Kinderspiel…" Harry grinste.
"Nun denn… darf ich eure neuen Kollegen vorstellen? Fred und George Weasley und Neville Longbottom. Darf ich euch eure Kollegen vorstellen? Blaise Zabini, Draco Malfoy," Draco nahm grinsend seine Kapuze herunter, "und Ginny Weasley."
Ginny tat es ihm gleich und die Zwillinge brüllten vor Lachen. "Unser Schwesterchen!", kicherten sie. Dann fuhr George ihr mit der Hand durch die Haare. "Virginia, was, wenn Mutter das wüsste? Wo sie doch so stolz auf das lebende Ungetüm mit Namen Ronald ist."
Ginny fauchte. "Das Wiesel kann von mir aus von Lucius Malfoy persönlich versklavt werden!"
Die Zwillinge kicherten in sich hinein - anscheinend hassten sie ihren Bruder genauso wie Ginny, dachte sich Harry - und Dracos Augen leuchteten auf.
"Ein Wiesel zu Weihnachten - Vater würde sich freuen."

Das gab Harry den Rest. Er brach in fast hysterisches Lachen aus und lehnte sich an Blaise.

Dass der Slytherin dabei lächelte und einen Arm um seine Taille schlang, bemerkte er gar nicht.

Samstagmorgen gab es verschiedene Schüler, die nur schwer aus den Federn kamen.
Harry hievte sich mühevoll schon um viertel nach sechs aus dem Bett, um seine Sachen zu packen. Draco hatte tatsächlich vor, ihn heute in den Kerker umzuquartieren. Zu seiner eigenen Sicherheit, hatte er gesagt - und Harry hatte nichts dagegen. Jedes Mal, wenn er sich in diesem Schlafraum umsah und sein Augenmerk auf Ronald fiel, wollte er den Rotschopf am liebsten erwürgen. Das wäre zwar auf eine gewisse Weise äußerst befriedigend, aber es würde mehr Probleme mit sich bringen, als gut war. Moralische Probleme hatte Harry nicht mit seinem Mordverlangen - nur praktische.

Also packte er seine Sachen in seinen Koffer, schrumpfte den Koffer und packte ihn sich in die Hosentasche.
Mit leichten Kopfschmerzen wankte Harry hinunter in die große Halle zum Frühstück. Es würde noch niemand da sein, was gut war. Eigentlich aß Harry immer mit den Slytherins, aber heute würde er eine Ausnahme machen.

Die Kopfschmerzen gingen ihm auf die Nerven und er fühlte sich schwächlich - wahrscheinlich wegen dem starken Magieverbrauch gestern und dem mangelnden Schlaf, dachte sich Harry. In diesem Augenblick wusste er nicht, dass diese Kopfschmerzen noch weitreichende Folgen haben würden.

Es mussten noch Briefe mit Anweisungen für die neuen Schatten gemacht werden - und Harry brauchte Namen, Rangbezeichnungen. Er musste eine klare Rangordnung unter seinem Gefolge festlegen, Aufgaben verteilen…
Na ja, momentan gab es nicht gerade viel Gefolge, aber das würde sich schon noch ändern.

Harry aß, absolvierte seinen Unterricht und unterhielt sich mit Draco und Blaise. Beide schienen von einem plötzlichen Arbeitseifer erfüllt und diskutierten in jeder freien Minute über ihre Pläne und Vorstellungen.
Harry hatte ganz andere Probleme.
Seine Kopfschmerzen wollten nicht weggehen und er konnte sich kaum konzentrieren, was dazu führte, dass seine Sicht ständig verschwamm, er teilweise alles zu laut oder zu leise hörte oder sein Geruchssinn sich von einer Minute zur anderen drastisch erhöhte und wieder absank. Dazu kam dann noch, dass er ständig die Gefühle anderer Leute spürte, egal wie gut er versuchte sie auszuschließen.

Harry erstellte mit Draco einige Briefe mit Instruktionen und Lernanweisungen für die Neuaufgenommenen. Es waren einfache Anweisungen - über Illusionen nachlesen, einige spezielle Sprüche heraussuchen, ganz einfache Sachen. Für die Zustellung der Briefe dachte Blaise sich einen netten Trick aus, den die Weasley-Zwillinge verfeinerten: Die Briefe waren schwarz mit kleinen Flügeln, und suchten den Empfänger automatisch. Sobald der Brief - auf schwarzem Papier mit silberner Tinte geschrieben - überbracht war, lösten sie sich in eine kleine, schwarze Wolke auf.
Harry betitelte die Neuaufgenommenen in seinen Briefen als ‚Jungschatten'. Ausgebildete Mitglieder wären demnach Schatten und seine Elitetruppen Meisterschatten. Vielleicht war er etwas einfallslos, aber seine Kopfschmerzen raubten ihm den letzten Nerv.

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Die Zeit tropfte vor sich hin. (1)
Weihnachten kam mit jedem Tag näher und mit jedem Tag wurde es etwas kälter in Hogwarts.
Harrys Umzug in den Kerker brachte komischerweise keine Probleme mit sich. Die Gryffindors waren froh, ihn nicht mehr im Turm haben zu müssen und machten bei McGonagall keine Probleme deswegen. Die einzigen Ausnahmen waren Neville und seine ‚guten' Gryffindors, die mit Trauer Harry verabschiedeten, als grad keiner der anderen Gryffindors zu sehen war. Aber, wie Neville ihm versicherte, verstanden sie, warum er ging. Es war im Turm wirklich einfach nicht mehr sicher für ihn. Ron war zu einem hirnlosen, jähzornigen Etwas mutiert, dass eine Bedrohung für jeden war. Zumindest für jeden, der mit seiner Sichtweise nicht übereinstimmte.
Hermine war auch nicht besser. Sie schien Ron zuzustimmen, auch wenn sie nicht ganz so aufbrausend war wie er. Dennoch sah sie in den Slytherins eine Gefahr.
Umbridge war nervig, aber irgendwie behandelte sie Harry mit Vorsicht in den Nachsitzstunden. Er musste ellenlange Aufsätze schreiben, aber Umbridge umgab immer dieses… Angstgefühl. Als wenn sie etwas tun wollte, sich aber nicht traute.

Die Gerüchte über den stillen Fürsten erreichten schließlich auch das Ohr der Lehrer und Dumbledore bedachte die Neuigkeiten mit Sorge. Es stand zwar nichts über diesen Fürsten in der Zeitung und sein Orden wusste nichts von ihm, aber es war klar, dass in Hogwarts für diesen Fürsten geworben wurde.
Voldemort war schon Gegner genug, vor allem mit dem inkompetenten Fudge als Hindernis, aber noch ein Gegner? Das wäre zu viel für den Phönixorden…
Oder… Ein Gedanke erschien in Dumbledores Kopf. Dieser stille Fürst erschien nicht so gefährlich zu sein wie Voldemort… vielleicht könnte man ja eine Art Bündnis aushandeln? Aber… wie sollte man den Fürsten erreichen, wenn er sich so gut verstecken konnte?

Ja, die Zeit tropfte so vor sich hin…
Und Harry war von oben bis unten mit Arbeit eingedeckt. Er hatte Unterricht, Unterricht mit Severus, Unterricht über Eule von Lucard, Hausaufgaben, die Pläne für seine kleine ‚Untergrundorganisation' mussten geschmiedet werden, ausgeführt… Er fiel jede Nacht wie ein Stein ins Bett und stellte sich einen Wecker um am darauffolgenden Morgen früh wieder aufzuwachen.
Sein Gang hatte immer etwas müdes an sich und ab Ende November waren seine Freunde bereits besorgt um ihn.
Leider kam da ihr erstes, großes Problem auf.

Es war eines ihrer Treffen Montagnacht.
Sie saßen in dem Raum im Kerker - einem Kerker, der jetzt glücklicherweise sehr sicher war, da der Krieg zwischen Rons Gryffindors und den Slytherins dazu geführt hatte, dass der Kerker nur noch von den Slytherins benutzt wurde. Abgesehen vom Unterricht natürlich.

Carmen, Blaise, Fred&George, Neville, Ginny, Draco. Alle saßen sie an dem Tisch und alle dachten sie über das nach, was Harry vor wenigen Minuten gesagt hatte.
"Der stille Fürst muss etwas in der Öffentlichkeit tun."

Es stimmte. Die Gerüchte waren inzwischen von Hogwarts nach Hogsmeade und anderswo gewandert, durch Briefe, die von den Schülern an die Eltern geschrieben wurden. Dumbledore hatte sicherlich schon davon gehört, und Voldemort wahrscheinlich ebenfalls.
Fred, George und Ginny waren von Charlie bereits mit Fragen durchlöchert worden. Der Drachenexperte schenkte den Gerüchten glauben und schien darauf aus zu sein, sich dem stillen Fürsten anzuschließen. Und Severus sah Harry immer mit diesem komischen Glitzern in den Augen an… als wenn er etwas wüsste, dass Harry nicht wusste.

Auf alle Fälle musste der stille Fürst etwa tun, womit er in der Welt… bekannt wurde. Er musste von einer Figur der Gerüchte zu einer tatsächlich handelnden Figur werden… doch wie? Sie waren Schüler, Schüler in Hogwarts! Was sollten sie tun?

"Also…", fing Draco langsam an. "Wir müssen etwas unternehmen, etwas tun, was dem stillen Fürsten angerechnet wird. Es muss etwas großartiges und zugleich andersartiges sein, etwas, was niemals mit Voldemort oder Dumbledore in Verbindung gebracht werden würde. Und da wohl niemand erfahren soll, wer, wo oder vor allem wie alt wir sind, würde ich vorschlagen, das ganze weit weg von Hogwarts stattfinden zu lassen."
Neville schüttelte mit weit aufgerissenen Augen den Kopf. "Das schaffen wir doch nie!"
"Pessimismus," fing einer der Zwillinge an, "ist die ganz falsche Einstellung für so etwas.", beendete der andere den Satz.
Blaise nickte. "Jawohl. Außerdem… so unmöglich ist das nicht. Hogsmeade hat eine öffentliche Flohpulverstelle… London auch. Man müsste also nur hier raus, nach Hogsmeade, von da nach London und schon könnte man in der britischen Zaubererhauptstadt etwas unternehmen. Dazu bräuchten wir lediglich Uniformen für uns und wir müssten ungesehen bleiben."

Harry überdachte Blaises Vorschlag. "An und für sich eine gute Idee… nur, woher nehmen wir die Uniformen und wie sollen wir an einer öffentlichen Flohpulverstelle nicht gesehen werden? In Hogsmeade ist nachts vielleicht keiner da, aber in London ist das etwas anderes."

Neville meldete sich scheu zu Wort. "Die… die Uniformen, die könnten wir doch selber machen, oder? Ich meine… Ginny kann sicherlich nähen, ihre Mutter wird es ihr beigebracht haben," Ginny nickte, "und mit ein paar Zaubern können wir uns das Zeug doch dann selbst zurecht schneidern. Vielleicht ist es keine preisgekrönte Meisterarbeit, aber für so etwas sollte es doch reichen, oder?"

Harry grinste. "Gute Idee, Nev. Damit hätten wir etwas zum Anziehen… Hm…" Harry runzelte seine Stirn.
Draco lehnte sich weiter nach vorne auf den Tisch und sah Harry an. "Das ist der ‚Potter hat eine Idee' Stirnrunzler.", meinte er dann fachmännisch. Die Zwillinge kicherten in sich hinein und erwarteten Harrys Anweisungen - denn auf diesen Stirnrunzler folgte eine Idee Harrys und dann eine Reihe von Anweisungen an seine Meisterschatten.

"Neville, Ginny, ihr kümmert euch um die Uniformen. Ginny, du machst Skizzen von möglichen Outfits, Neville, du schaust nach, was wir mit Zaubern schneidern können. Bevor die Unformen wirklich gemacht werden, will ich die Skizzen noch mal sehen. Draco, Blaise, ihr sucht nach Illusionszaubern oder ähnlichem, durch das wir nicht gesehen werden, wenn wir in London ankommen. Fred'n'George," Harry hatte sich angewöhnt, die beiden so zu nennen, da er sich eh nicht merken konnte, wer wer war, "ihr durchsucht eure Notizen, Scherzartikel und alles andere mögliche nach Sachen, die uns nützlich sein könnten. Haltet die Ohren weiterhin wegen Lucard offen, ich weiß, dass ihr bis jetzt noch nichts gefunden habt, aber vielleicht habt ihr ja Glück. Carmen, du gehst durch Zeitungsartikel und suchst mögliche Opfer für unseren ersten Auftritt in der Öffentlichkeit."
Alle nickten. Harry seufzte zufrieden. "Gut. Und ich kümmere mich um einige neue Mitglieder…" Es wurde schon längst Zeit, Sirius und Remus in einem Brief mal auf den stillen Fürsten hinzuweisen.

# Kurze Szene auf Burg Snape (Einzig und allein dank Jeysileinchen ) #

Sirius und Remus unterdessen hatten ganz andere Probleme.
Natürlich, Percy die Animagusverwandlung beibringen zu wollen war eine gute Idee gewesen.
Der Unterricht war auch wunderbar vorangegangen. Percy lernte schnell und gut, er kam wunderbar voran. Als er jetzt, nach nur wenigen Monaten, soweit war, die erste volle Verwandlung zu machen, freuten sie sich riesig.
Leider hatten sie ein klitzekleines Problemchen übersehen…
Sie hatten nie den Trank benutzt, der ihnen zeigen würde, in was Percy sich verwandeln würde. Und daher waren sie auch nicht auf das vorbereitet, was jetzt vor ihnen stand.

Und ein Nachtmahr(2) war nun wirklich nicht etwas, dass ein Zauberer gerne sah. Sirius fing an zu zittern und fiel um.
Glücklicherweise war Remus ja kein Zauberer.

Der Werwolf seufzte. "Percy? Kannst du dich zurück verwandeln? Wir müssen wohl erst noch dafür sorgen, dass du deine Kräfte als Nachtmahr unter Kontrolle kriegst…"
Und in diesem Augenblick trat das zweite Problemchen auf:
Percy konnte sich nicht zurückverwandeln.

# Ende kurze Szene Burg Snape #

Harry,
Wir haben hier zur Zeit einige Probleme und… nun ja, wir sind nicht wirklich dazu in der Lage jetzt großartig mit dir zu reden. Wirklich, das was du da geschrieben hast hört sich wundervoll an - und wenn der stille Fürst wirklich so ist wie du ihn beschreibst, dann wäre ich sofort für ihn - aber wir haben hier mehr als genug Probleme. Versprich mir und deinem Patenonkel bloß eins: Tu nichts unüberlegtes, ja?
Remus

Harry wunderte sich immer noch über diesen kryptischen Brief, aber eine innere Stimme sagte ihm, dass er gar nicht wissen wollte, was seine beiden selbsternannten Ersatzväter wieder ausgeheckt hatten.

Außerdem hatte er wichtigere Sachen zu erledigen, entschied er. Das konnte jetzt wirklich noch ein paar Tage warten.
Charlie erhielt sein Mal heute. Und Harry musste sich noch mit den anderen beraten, ob sie ihn als Meisterschatten aufnehmen würden.

Charlie war baff. Mehr als baff sogar. Er war absolut geschockt.
Harry Potter, der Harry, war der stille Fürst.
"Oh Mann…" Mit offenem Mund schüttelte er seinen Kopf. Die Zwillinge kicherten und Ginny grinste. "Oh Merlin, Harry. Du bist… das gibt's nicht. Weißt du eigentlich, dass der Orden und viele Leute außer sich sind vor Angst und in Wirklichkeit… haben all diese Leute Angst vor einem Jugendlichen!" Der Drachenexperte schüttelte fassungslos den Kopf.

Charlie war der neueste Zuwachs für die Meisterschatten und Harrys Gefolge. Ingesamt umfasste sein Gefolge jetzt 83 Leute, davon 8 Meisterschatten. Es war zwei Wochen vor Weihnachten und für Weihnachten selbst war ihr großer Auftritt geplant.
Als "Opfer" wurde ein hoher Angestellter des Ministeriums auserkoren. Carmen hatte einen kleinen Artikel über ihn in der Zeitung entdeckt und sich danach weitere Informationen über ihn zusammen gesucht.

Sein Name war Edward Felsington. Er war einer der Chefs der Abteilung für magische Sicherheit und ‚engagierte' sich seit Jahren in einer Kampagne gegen Werwölfe. Felsington machte öffentlich Hetzte gegen Werwölfe, trat für werwolffeindliche Gesetze ein und sponserte mehrere Werwolftötungskommandos. Zusätzlich dazu war er ein enger Freund von Fudge und - wie Carmen herausgefunden hatte - Umbridge.
Harry hatte ihn als perfektes Ziel auserkoren. Ein Speichellecker von Fudge, das hieß, weder Dumbledore noch Voldemort würden sich angegriffen fühlen und Jagd auf den Fürsten und seine Anhänger machen. Felsington war Aktivist gegen Werwölfe und als solcher etwas, dass Harry hasste und gegen das er ein eintrat. Außerdem wohnte Felsington in London und würde Weihnachten über wohl zu Hause sein - laut dem Tagespropheten hatte er extra eine ‚Veranstaltung' abgesagt, um zu Hause sein zu können. Er hatte eine Frau und drei Kinder ( 5 bis 9 Jahre alt).

Harry hatte seine Adresse, eine von Blaise besorgte Karte von London und den Umriss von Felsingtons Haus von Draco (Dracos Vater kannte den Mann und von ihm hatte Draco die Karte. Überhaupt schien da mit Lucius Malfoy etwas im Busch zu sein, aber darum würde Harry sich nach Weihnachten kümmern, Draco versicherte ihm, dass nichts passieren könnte und er vertraute ihm).
Um ungesehen durch London zu kommen, hatten Draco und Blaise einige nette Illusionen gefunden, die jeder leicht erlernen sollte. Die Zwillinge hatten ein Sortiment von ‚Ablenkungsmanövern' bereit gestellt und jetzt ging es nur noch darum, alles auszuplanen.

Charlie würde, als Lehrer, ihnen ein ‚Alibi' liefern. Schließlich konnte ein Haufen Schüler nicht einfach so aus Hogwarts verschwinden. Wenn jemand nach ihnen fragte, würden sie sagen: Wir waren bei Professor Weasley.

Harry grinste Charlie an. Die Welt sah wieder rosig aus…

(1) gg An dieser Stelle widmet die Autorin einer ihrer Lieblingsband mit dem Namen ‚Die Toten Hosen' aus purer Spontaneität eine Zeile ihrer Geschichte und nervt ihre Leser. gg

(2) Nachtmahr, englisch Nightmare, was auch Alptraum heißt. Ein Nachtmahr ist ein schwarzes Pferd mit roten, leuchtenden Augen, dessen Atem wie heißer Nebel aufsteigt. In der Sagenwelt sind Nachmahre böse Wesen, die Alpträume bringen und Krankheiten übertragen (die fünf Ritter der Apokalypse sollen angeblich auch auf Nachtmahren reiten, da bin ich mir jedoch nicht sicher...) Im Allgemeinen gelten sie als böses Omen und dunkles Zeichen, In einigen Versionen haben Nachtmahre Flügel, in meiner hier auch. Percy verwandelt sich also in ein großes, schwarzes, geflügeltes Pferd gg Und wer mir jetzt sagen kann, was ich mit diesem Animagi und Harry noch anstellen werde, der erhält hundert Gummipunkte...

A/N:
Eine Liste mit dark!Harry Fics etc. ist auf meiner Homepage unter Harry Potter à Recs zu finden.
Außerdem haben mich einige gefragt, wieso ich hier so spät update... aus einem einfachen Grund: Auf meiner Homepage geht es viel einfacher als hier. Aber ich hatte schon mehrfach erwähnt, dass meine Hp eher upgedated wird als die Archive. Es steht auch in meiner Bio.

Review-Antworten

AliaAurea – Die Zwillinge sind ja auch zwei total unberechenbare Figuren. Einerseits könnte man von ihnen als die ‚braven' Bübchen denken, die Voldemort bekämpfen, aber man kann sich genauso leicht vorstellen, dass sie insgeheim Spione sind. Zumindest seh ich das so… Und Ginny… na ja, der richitge Ärger mit ihr fängt erst im nächsten Kap an grins grins Aber Psst!

Jay: Hier ist auch wieder wenig Sev drin… aber im nächsten Kap kommt mehr Sev! Ach ja, und ein gewisser blonder Slytherin bekommt Familienbesuch gg

tinkita: Ich weiß ich hab nie reviwed... glaub ich zumindest nicht verwirrt ist aber ich find deine Story gut! Harry als Veela les ich sowieso immer wieder gerne

Koryu: Sev und Harry kommen zusammen… aber erst später. Momentan passt es einfach nicht, außerdem ist das keine einfache Beziehung. Und was LP angeht habe ich da gerade noch mal Meldung gemacht.

Bele: Sie erhalten 1.000 Gummipunkte! Die erste Person, die genau weiß, was mit Ginny los ist g Aber psst! Die anderen sollen's doch von alleine rauskriegen, ja?

PadfootLi: Ich bin vielleicht langsam, aber ich lass meine Geschichte und meine Leser doch nicht im Stich. Jede Geschichte wird zu Ende geschrieben!

MiriCa: grinst Wieder jemand für eins der wahren Pairings überzeugt! Ja!

Anettemargarete: Die Sache mit den HarryFics hab ich ja oben erklärt. Sorry, aber mein Mailfach spinnt so schon und die ganzen Listen verschicken war so was von umständlich – per Hp geht das einfach einfacher. Ich hab übrigens nen Beta/ mehrere Beta, aber die ersten Kaps sind nicht Betagelesen.

Crystabel Took: Ja, Ron und Dumbi sind Ärsche, voll deiner Meinung! Und ich bin selbst großer Percy-Fan, also wird Percy noch öfters vorkommen. Ansonten schleichwerbung macht schau dir auf meiner Hp meine Percy-Fics an.

Arinja: Ich weiß, es dauert ewig bei mir seufz Ich hoffe ja, dass ich jetzt in meinen Ferien schneller werde… hab ja Zeit g

Matjes: Der Besuch aus Agypten musste leider um ein Kap verschoben werden… Ich wollt nicht alles hier rein packen, wo der zweit Teil der Trilogie doch eh schon in Richtung Ende steuert… Jetzt ist es schon Weihnachten auf Hogwarts Oo.

Jeysi: knuddel Du bist die Beste, das weißt du, oder? g Und auch die lesesüchtigste Person, die ich kenne grins Ich freu mich schon so auf unseren Urlaub! freu freu

Ralna Malfoy: Ähm, schuldigung, aber es wurde lange beraten und Draco ist diesmal ein Hetero… ja, ich weiß, das enttäuscht jetzt alle Slash-Leser, aber hey! Lasst uns nicht intolerant den Heteros gegenüber sein Dafür hab ich eh noch mal vor eine DracoxHarry Geschichte zu schreiben…

TatjanaMaus64: Danke, danke! Ich liebe selbst das Pairing HarryxSev… aber es dauert noch ein wenig bis was passiert… Sev braucht nur den richtigen ‚Auslöser' g

Zwerg: Irgendwie hab ich dich als Reviewer in mein Herz geschlossen Zwergilein g Irgendwie bist du mir seit deinem GB Eintrag unheimlich sympathisch… ehrlich.

Queran: g General Draco rettet Harrietta aus Fängen von einem… ähm… feuerspuckendem Drachen? g Sorry, aber dein Draco-Feldherr Harry-Frau Gerede hat das Bild bei mir erzeugt… g

Nachtfrost: Also, eine Frage nach der anderen. Woher ich diese Wesen kenne? A) endlose Stunden Rollenspiele spielen B) endlose Stunden PC Rollenspiele spielen C) eine schon fast ungesunde Faszination an Mystik, Sagen, Legenden, etc D) einem unheimlichen Lesedrang. Ich hab über alle möglichen Fabelwesen gelesen, geforscht etc., je nachdem, was ich grad gut gebrauchen kann in meinen Stories.
Der Name ‚Stiller Fürst' kommt auch in NWN vor, Harry heißt aber aus einem anderen Grund so. Sein ‚Gefolge' hat ihm den Namen anfangs gegeben, weil es keinen passenderen Namen gab, der nicht total pompös und Voldiehaft klang und später bleibt der Name an ihm hängen, weil er eine sehr interessante Praktik anwendet g
Percy taucht… wahrscheinlich… nächstes Pitel wieder auf. Bis dahin schleichwerbung kannst du dir ja meine Percy-Fics auf meiner Hp durchlesen
Und die Sache mit der schönen Harry – gibt – Stein – an – Voldie Fic hat sich geklärt. seufz Die Autorin hat die Story vom Netz genommen . zur Überarbeitung und um eine Fortsetzung zu schreiben.

Lucy Fair: Yeah, the parsel idea seems very likely I think. Just like something a Slytherin would do g Well, the dream is very confusing since I write mostly some kind of Harry-Perspective and the dream was not meant for Harry, but for Carmen. She knows what's going on. And the voice, well… it's not Lucard. That should answer your question g Lucard is in reality an evil bastard who will show his true side soon enough… And I couldn't use 'Hofnarr' as Harry's nickname since there are two redheaded pranksters who deserve it much more. And about the lines… There were four but Harry realised that  two belong to the same picture. It just looked as if he was about to get many tattoos.

Mellin: g Danke. Es gibt schon genügend Harry – kommt – nach – Slytherin Fics, da wollt ich mal ein wenig was anderes machen. Und Adoptiv-Slytherin sit doch auch was feines, oder? g

MalinBlack: Ginny ist ziemlich undurchsichtig, aber das klärt sich noch auf… keine Sorge g

Schokokruemel: -- Ja, meine Rechtschreibung. Das letzte Kap hab ich schnell online gestellt, weil ich so spät dran war, da viel das Betan etwas kurz aus... seufz

JE: g Pansy mit Ron? rofl Das wär was. Aber Ron kann nicht mit nem Slyth zusammen kommen – dazu st er zu sehr in seinem Sumpf aus blindem Hass versunken. Und die Initiierung hab ich jetzt ja aus der Sicht eines Schülers geschrieben, ich hoffe das kommt gut rüber.

Sjerda: g War das ein Wink um mich zum Zeichnen zu motivieren? Tut mir Leid, aber ich kann absolut nicht zeichnen… wenn ich nen Hund zeichne muss ich dran schreiben ‚Das soll ein Hund sein' --

Takuto-kun: So schnell wie irgend möglich.

Fidi: g Deine Pairing Idee war gut, ehrlich. Wenn ich keins hätte, würd ich das vielleicht machen. Antrag zu Kenntnis genommen Dann hoff ich mal, dass du als HarryxHermine Shipper trotzdem die Story gut findest…

Vampiry: Es gibt die Hoffnung, dass das nächste Kap schon bald raus ist. Zumindest hoffe ich das. Und ich vergesse keine Story einfach so.

Vickysnape: Pairing HP/SS ist schon beabsichtigt g Zumindest läuft es darauf hinaus.

Kevin2: Mein Mailfach meint, deins gibt es nicht. Das Problem hat ich schon öfter, kannst du mir ne andere E-Mail addy geben?

Black Lion: Harry/Severus, Draco/Ginny ist schon mal sicher. Da gibt's nichts mehr dran zu rütteln.

Kathleen Potter: Danke, danke! So viel Lob auf einmal, da wird ich ja rot!

Erien: g Sev ist verwirrt, Voldie ist verwirrt, Harry ist verwirrt… verwirrende Angelegenheit, oder? g Ron ist schon tot, er weiß es bloß noch nicht. Und Harrys Messerwurfkünste sind ganz leicht zu erklären. Wann immer er bis jetzt Messer durch die Gegend geworfen hat, war er stinksauer. Wütend. Tobend. Da hat seine ‚wildgehende' Magie ihm etwas geholfen.
Ich hoffe, Harry als Frau kam gut rüber…

Bea, Sasha & Narzissa: Danke für eure Reviews! Das neue Kap ist jetzt ja da und ich hoffe, es ist genauso gut wie das letzte. Das nächste kommt hoffentlich früher raus… seufz Jetzt wo ich frei hab.